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Gefährliche Grippe oder einfache Erkältung?

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In diesem Herbst nehmen die Fälle von Husten, Schnupfen und Fieber in Deutschland wie jedes Jahr deutlich zu. Verursacher sind verschiedene Viren und je nach Virusart handelt es sich dabei um eine einfache Erkältung oder um eine Grippe. Im ersten Fall sind harmlose Erkältungsviren die Verursacher, im zweiten Fall sind es die gefährlichen Grippeviren der Influenza-Gruppe. Das Problem: Eine Influenza-Grippe kann zu Beginn ähnliche Beschwerden verursachen wie eine harmlose Erkältung und ist dann schwer davon zu unterscheiden. Dr. med. Michael Prang* erklärt im Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de die Unterschiede und gibt hilfreiche Tipps, um die Erkältung möglichst rasch auszukurieren.

Grippe ist ein schwere Erkrankung
Die harmlose Erkältung verursacht oft Husten, Schnupfen, Heiserkeit und mitunter Fieber. Meist ist spätestens nach einer Woche alles wieder ausgestanden. Influenza-Grippe-Erkrankungen zeigen zwar ähnliche Beschwerden, diese sind jedoch wesentlich stärker. Dazu kommen oft noch Frösteln sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Ein Erkälteter fühlt sich nur gesundheitlich angeschlagen, ein Grippekranker dagegen schwer krank und körperlich völlig erschöpft.

Grippe-Schutz-Impfung schützt nicht vor Erkältungen
Zwar ist auch die Influenza-Grippe in der Regel nach rund einer Woche überstanden. Senioren, Menschen mit chronischer Bronchitis und starke Raucher erholen sich allerdings oft nicht so schnell. Zudem können bei ihnen gefährliche Komplikation wie eine Lungenentzündung auftreten. Schon bei einem Verdacht auf eine Influenza-Grippe sollte man deshalb nicht mit einem Arztbesuch zögern. Denn anders als eine Erkältung sollte der Verlauf einer Grippe und die eventuelle Gabe von Medikamenten ärztlich überwacht werden. Die Grippeschutzimpfung – der beste Termin hierfür ist der Herbst – sorgt zwar für einen Schutz gegen die Influenza-Grippe, trotzdem kann diese Impfung Erkältungen nicht verhindern.

Die 7 besten Tipps gegen Erkältung


1. Es kribbelt und brennt in der Nase: Im Anfangsstadium lassen sich die Viren noch aufhalten oder zumindest die Erkältungsdauer abkürzen. Ziehen Sie sich warm an, lüften Sie häufig Ihre Wohnung, trinken Sie viel Wasser oder Tee. Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung können jetzt ebenfalls sinnvoll sein.
2. Es treten zusätzlich Halsschmerzen auf: Die Erkältungsviren breiten sich auf der Rachenschleimhaut aus. Jetzt helfen Lutschtabletten oder Gurgeln mit Salbei oder Myrrhe-Tinktur. Tragen Sie tagsüber und nachts ein Halstuch.
3. Sie fühlen sich zunehmend krank: Die Erkältungsviren vermehren sich stark. Sie sollten nicht mehr arbeiten und viel schlafen. So kann sich Ihr Immunsystem darauf konzentrieren, die Erkältungsviren zu bekämpfen.
4. Die Nase ist verstopft: Damit Sie keine Nasennebenhöhlenentzündung bekommen, sollten Sie das zäh gewordene Sekret mit schleimlösenden Mitteln verflüssigen. Bewährt haben sich pflanzliche Präparate wie Myrtol, Pfefferminz-, Eukalyptus-, Anis- oder Thymian-Öl zum Inhalieren.
5. Sie bekommen trockenen Husten: Die Erkältungsviren haben die Bronchien erreicht, der trockene Husten ist die Reaktion des Körpers darauf. Um den Husten zu unterdrücken können Sie auf pflanzliche Präparate aus Spitzwegerich, Sonnentau, Eibischwurzel, Isländisch Moos oder Huflattich zurückgreifen.
6. Sie bekommen Fieber: Ihr Körper fährt jetzt seine beste Verteidigungsstrategie gegen die Erkältungsviren auf: die Erhöhung der Körpertemperatur. Unterdrücken Sie deshalb Ihr Fieber nicht gleich. Wird Ihnen das Hitzegefühl zu unangenehm, dann helfen Wadenwickel oder Fieber senkende Medikamente.
7. Sie bekommen Kopf- und Gliederschmerzen: Die Erkältungsviren haben sich extrem stark vermehrt. Linderung verschaffen Ihnen Einreibungen mit ätherischen Ölen (Pfefferminzöl) oder Arnikatinktur. Auch die Fieber senkende Medikamente können Ihre Schmerzen abmildern. Gehen Sie gegebenenfalls zum Arzt!

Weitere Hausmittel gegen Erkältung.

Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: „Kefir stärkt die Abwehrkräfte und schützt vor Krankheiten“

Erwachsene erkranken in Deutschland zwei bis drei mal im Jahr an einem grippalen Infekt. Das Infocenter „Grippaler Infekt“ bietet umfassende Informationen zum Themengebiet Erkältungskrankheiten.

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*Der Mediziner Dr. Michael Prang wirkte langjährig als “Morning Doc” im SAT.1 Frühstücksfernsehen und ist als Medizinjournalist und Gesundheitspublizist tätig. Er arbeitet mit Men’s Health, Zeit.de, Publik, SAT.1, ZDF, Best Life, Krankenkassen und diversen Tageszeitungen zusammen. Er hat verschiedene Gesundheitsratgeber veröffentlicht und ist Moderator der weltweit ersten medizinischen Videocasts für eine junge Zielgruppe.

Erkältungsvirus stammt von Vogelgrippe ab

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Vor einiger Zeit war die Angst vor der Vogelgrippe groß – dabei ist sie längst unter uns. Zumindest in Form einer Erkältung. Ein Virenstamm, der Erkältungen bei kleinen Kindern verursacht, hat seine engsten Verwandten in der Vogelwelt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Ein vor allem bei Kindern häufiges Erkältungsvirus hat ursprünglich Vögel befallen und erst vor etwa 200 Jahren den Sprung auf den Menschen geschafft. Das entdeckten Forscher, als sie die Gene des Virus mit denen eines verwandten Erregers verglichen, der auch heute noch ausschließlich Vögel infiziert. Das Humane Metapneumovirus oder HMPV, so der Name der menschlichen Variante, kommt mittlerweile weltweit vor und kann Infektionen der oberen und der unteren Atemwege verursachen. Ihre Arbeit stellen Miranda de Graaf von der Erasmus-Universität in Rotterdam und ihr Team im Fachmagazin „Journal of General Virology“ vor.

Der Ursprung der Grippeviren

Entdeckt wurde HMPV zwar erst im Jahr 2001, die Untersuchung von eingelagerten Blutproben zeigte jedoch, dass das Virus bereits in den 1950er Jahren weit verbreitet war. Es ist unter anderem verwandt mit anderen Erkältungsviren und den Erregern von Mumps und Masern. Am stärksten ähnelt es jedoch einem Virus namens AMPV-C, das bei Geflügel akute Atemwegsinfektionen verursacht und ebenfalls weltweit vorkommt.

Zweithäufigster Erkältungsvirus bei Kindern

Die ausgeprägte Ähnlichkeit habe den Schluss nahegelegt, dass HMPV aus AMPV-C entstanden sein könnte, erläutert Mitautor Ron Fouchier. Tatsächlich bestätigte sich dieser Verdacht, als er und seine Kollegen Virusproben aus einem Zeitraum von 25 Jahren analysierten. Dabei rechneten sie ausgehend von der aktuellen Veränderungsrate pro Jahr zurück, wie viel Zeit seit der Trennung der beiden Stämme vergangen sein muss: Die Menschen- und die Vogelvariante stammen demnach von einem gemeinsamen Vorfahren ab, der bis vor etwa 200 Jahren existierte. Die genetische Vielfalt, die heute beim HMPV zu finden ist, entwickelte sich dann innerhalb der vergangenen 130 Jahre. Da AMPV-C zudem in sehr viel mehr verschiedenen Varianten vorkommt als die humane Form, müsse HMPV aus dem Vogelvirus entstanden sein, so die Schlussfolgerung der Forscher.

Heute ist er der zweithäufigste Erkältungserreger bei kleinen Kindern, und im Alter von fünf Jahren hat nahezu jedes Kind mindestens eine HMPV-Infektion hinter sich. Die Symptome reichen von leichten Beschwerden wie einer laufenden Nase, einem rauen Hals, Husten und leichtem Fieber bis hin zu schwereren Fällen von Bronchitis und Lungenentzündung.

Informieren sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews über die Bekämpfung von Grippe.

Bildquelle: Diana Neureiter, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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