Tag Archiv | "Verhütung"

„Positiv zusammen leben – Aber sicher!“

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Das ist das Motto des Weltaidstags. Die Kampagne des Gesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sowie der Deutschen Aids Hilfe und Stiftung gibt es seit 1988, als der Welt-Aids-Tag erstmals von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufen wurde.
Sie soll für mehr Aufklärung und Verständnis sorgen, für Solidarität und Toleranz. Viele fragen sich jedoch:

Ist Aufklärung noch nötig?
Das Wissen um dieses Thema scheint schon sehr verbreitet. Aber es gibt, wie eine selbst betroffene Botschafterin der Kampagne berichtet, noch viele Lücken: Es herrschen weiterhin diffuse Übertragungs- und Ansteckungsängste durch unzureichende Information! Auf der anderen Seite hat Aids durch die guten Behandlungsmöglichkeiten bei Vielen seinen Schrecken verloren, was zur Nachlässigkeit bei der Verhütung führt. Also ja: das Thema HIV und Aids sollte weiterhin angesprochen werden und die Fragen um Übertragung, Behandlung und die Krankheit an sich beantwortet werden.

HIV oder Aids?
Der Begriff Aids ist die Abkürzung des englischen Wortes für „erworbenes Immundefektsyndrom“ und umschließt eine bestimmte Gruppe von Symptomen einer Infektion. Diese Infektion erfolgt durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und schwächt das Immunsystem. Kurz nach der Aufnahme dieses Erregers beginnt die erste akute Phase der HIV- Infektion. In diesen vier bis sechs Wochen kann sich zum Beispiel – aber nicht zwangsläufig – die Infektion durch Fieber, Gewichtsverlust und Kraftlosigkeit, sowie Kopfschmerzen und Ausschlag ausdrücken. Danach folgt eine sehr lange, meist neun bis elf Jahre dauernde, Inkubationszeit, die ohne jegliche Symptome von Statten geht. Wer HIV-infiziert ist, ist also noch nicht gleich Aids-krank!
Nun kann es zum Aids Related Complex – kurz ACR-Phase- kommen, bei der die Symptome der akuten Phase dauerhaft auftreten.
Schließlich kann es zum Ausbruch einer „aids-definierende Erkrankung“ kommen. Dies sind verschiedenste opportunistische, also sich die Schwäche des Immunsystems zu Nutze machende, Infektionen und Tumore. Sie sind für HIV-Positive lebensbedrohlich, weil der Organismus nicht mehr wehren kann.

Übertragung und Verbreitung
Das Virus wird durch Blut und Körperflüssigkeiten, wie Sperma, Muttermilch, Cerebrospinalflüssigkeit, oder Vaginalsekret und zumeist über frische Wunden an Schleimhäuten übertragen. So eben bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Drogenkonsum mit kontaminierten Nadeln und Kanüle. Nach einem solchen Vorfall kann jedoch innerhalb von 2 Stunden durch eine postexpositionelle Prophylaxe einer Infektion entgegen gewirkt werden.
Tränen, Schweiß, Speichel und Urin reichen jedoch nicht für eine Ansteckung! Die Übertragung von einer Mutter auf Kind beträgt etwa 10 – 30 %. Bei Wissen um die Krankheit sinkt das Risiko jedoch durch Medikamente und Kaiserschnitt auf nur 2%. Insgesamt hat die Krankheit nach Schätzungen weltweit bereits 25 Millionen Tote gefordert und weitere 34 Millionen leiden noch unter der Krankheit. Glücklicherweise verringert sich die Zahl der Neuinfektionen seit 1996 durch vermehrte Aufklärung stetig. In Deutschland allerdings ist sie in letzten Jahren wieder gestiegen, durch die schon erwähnte Nachlässigkeit der Verhütung, zum Beispiel in der Schwulenszene.

Leben mit HIV/Aids
Die 73.000 Menschen HIV-infizierten in Deutschland profitieren von der guten Therapier- und Behandelbarkeit. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber ein relativ geregeltes Leben ist durch die Vielzahl an erfolgreichen Medikamenten gut möglich. Eine frühe und konsequente Einnahme selbiger führt sogar zu einer nahezu normalen Lebenserwartung, geht allerdings teilweise mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher. Viel belastender ist neben den körperlichen Auswirkungen meist vor allem die Angst vor Ausschluss und Stigmatisierung besonders bei jungen Leuten.

Was kann ich tun?
Die meisten sind ja nicht direkt selbst betroffen, trotzdem ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn das ist der Schlüssel im Kampf gegen Diskriminierung HIV-Positiver und gleichzeitig das Fundament für nachhaltige Prävention! Es gibt viele Möglichkeiten sich gegen die Krankheit zu engagieren: Man kann „Schleife zeigen“ bei facebook (zum Beispiel durch diese Seite: www.welt-aids-tag.de) oder natürlich Spenden und ehrenamtliche Aktionen unterstützen. Wenn Sie Zeit spenden möchten, können Sie beispielsweise am Sonntag, den 3.12.2011 die Aktion „Rote Schleifen für Berlin“ unterstützen. Dabei können Sie einen Tag vorher in der Berliner Aidshilfe Spendendosen und Schleifen bekommen. Am Sonntag können Sie diese dann in einem selbstgewählten Gebiet verteilen und Spenden sammeln.
Auf der Webseite des Welt-Aids-Tages e. V. können Sie Kontaktdaten und weitere Informationen finden! Einige HIV-Betroffene wie zum Beispiel Zübeyde erzählen, wie sie ihr Leben als Freund, Partner, Mutter oder Vater, usw. meistern. Neben all dem ist es das Wichtigste, dass wir Betroffenen in unserem Umfeld mit Respekt und Offenheit begegnen und sie nicht ausgrenzen. Und natürlich, dass sich jeder einzelne selbst vor der Krankheit schützt!

Über imedo.de
imedo – Gesundheit, meine Sache! Das Gesundheitsportal www.imedo.de ermöglicht es, sich rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Therapien zu informieren. imedo bietet eine große Gesundheitscommunity zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das Medizinlexikon und zahlreiche spezialisierte Webseiten, wie Operationauge.de oder Hilfe-bei-burnout.de, bieten Fachinformationen für Patienten und Gesundheitsinteressierten. imedo ist eine umfassende Arztsuche mit nutzerfreundlichen Filtermöglichkeiten und persönlichen Arztempfehlungen. Mit diesem breiten Serviceangebot fördert imedo, dass Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, den passenden Arzt finden und die für sie beste Gesundheitsentscheidung treffen können.

Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Die Rote Schleife

Die roten Schleifen kann man sich übrigens auf der welt-aids-tag.de-Webseite runterladen.

Nur im Notfall: die „Pille danach“

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Wenn das Kondom reißt, gibt es meist nur einen Ausweg: „die Pille danach“. Doch regelmäßig sollten Frauen diese Pille nicht einnehmen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor Belastungen für den Körper und vor möglichen Nebenwirkungen.

Die Pille danach als „Holzhammer-Methode“

Wenn das Kondom gerissen ist oder andere Verhütungsmethoden misslingen, ist die „Pille danach“ für viele Frauen oder Paare oft der letzte Ausweg. Die hormonelle Notfallverhütung beugt ungewollten Schwangerschaften vor, indem der Eisprung verzögert und eine Befruchtung verhindert wird. Das hochdosierte Präparat eignet sich jedoch nicht zur häufigeren Anwendung. „Das ist eine Holzhammer-Methode, die nur in Notfällen angewandt werden sollte“, warnt der Hannoveraner Gynäkologe Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte. Auf keinen Fall sollten Frauen das Medikament mehrmals während eines Zyklus einnehmen.

Nebenwirkungen der Pille danach: Übelkeit und Kopfschmerzen

Die sogenannte hormonelle Notfallkontrazeption, die von einem Arzt verschrieben werden muss, kann bis zu 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr verhütend wirken. „Nach zwölf bis 24 Stunden ist die Wirkung optimal“, sagt Albring. An Wochenenden können sich Betroffene deshalb auch an den ärztlichen Notdienst wenden. Vor der Einnahme sollten sich die Frauen allerdings ärztlich beraten und wenn nötig untersuchen lassen, denn Mediziner dürfen die „Pille danach“ nicht bei Thrombosegefahr, Blutgerinnungsstörungen oder bestehenden Schwangerschaften verabreichen, erläutert der Gynäkologe. Der beratende Arzt gebe zudem Tipps zu regulären Verhütungsmethoden.

Als Nebenwirkungen des Präparats, das zumeist das Hormon Gestagen enthält, können laut Albring Kopfschmerzen, Übelkeit oder ein Ziehen in den Beinen auftreten.

Damit die Pille danach nur selten genutzt werden muss, informiert die imedo-Gesundheitsredaktion umfassend über Verhütung.

Auf die Größe kommt es doch an: falsche Kondomgrößen verderben den Sex

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Seit Menschengedenken philosophieren Männer aller Herren Länder über die Größe ihres besten Stückes: „An der Nase eines Mannes, erkennt man die Größe seines Johannes. Klein und dick, der Frauen Glück, groß und schmal der Frauen Qual“ – die Liste der Sprichwörter rund um den Penis ist endlos. Eine EU-weite Studie und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de bringen nun Licht ins Dunkel und zeigen, welche Nation gut bestückt ist, welche das Nachsehen hat und wie wichtig es ist, die richtige Kondomgröße zu kennen.

Nicht die Größe machts, sondern die Technik. Soviel sei der Statistik schon vorweg genommen. 10.477 Männer aus den 25 Ländern der europäischen Union haben sich zum virtuellen Penisvergleich getroffen. Das Institut für Kondomberatung hat eine Online-Umfrage gestartet, um Kondome besser auf Penisgrößen anzupassen und die Auswirkungen von falschen Kondomgrößen auf den Penis aufzuzeigen.

In Sachen Penisgröße liegen die Deutschen im Mittelfeld

In dem europäischen Vergleich schneiden die Franzosen mit 15,48 Zentimetern Länge und 13,63 Zentimeter Umfang am besten ab. Das Schlusslicht bilden die Griechen mit 12,18 und 10,19 Zentimetern. Die deutschen Männer liegen mit 14,61 Zentimetern Länge und 11,80 Zentimetern Umfang im Mittelfeld, knapp über dem europäischen Durchschnittsmaß von 14,27 und 11,70 Zentimetern.

Kondome müssen richtig sitzen

Aber kommt es wirklich auf die Größe an? Kondomberater Jan Vinzenz Krause meint schon: „Wir haben ja auch unterschiedlich große Füße und tragen die Schuhe, die uns passen.“ Die Penisgröße des Mannes ist maßgebend für die Wahl des Kondoms. „In einem zweimonatigen Test haben wir beobachtet, dass in Frankreich signifikant mehr größere Kondome verwendet wurden, als in Griechenland“, sagt Krause.

Jan Vinzenz Krause ist selbst darauf bedacht, komfortable aber passende Kondome für Männer zu kreiieren. Vor zwei Jahren hatte er bereits die Idee des Kondoms zum Aufsprühen. In seiner Studie zeigt er auch auf, welche Folgen ein falsches Kondom haben kann: Schwangerschaft, Krankheitsübertragungen oder Errektionsstörungen, wenn das Kondom zu eng ist.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Mittel und Wege zur Empfängnisverhütung und ungewöhnliche Verhütungsmittel.

Bildquelle: Ernst Rose, pixelio.de

Welt-Aids-Tag: Grund zur Sorglosigkeit gibt es nicht

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Mit vielen Veranstaltungen wird jährlich der Welt-Aids-Tag begangen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, tätig in der SPD, und das Internet-Gesndheitsportal www.imedo.de warnen aus diesem Anlass vor einer wachsenden Sorglosigkeit vor HIV und Aids und ruft die Bevölkerung auf, sich vor der Krankheit zu schützen.

Aus Anlass des Welt-Aids-Tages warnte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, tätig in der SPD, vor einem sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit Aids. „In diesem Jahr haben wir keinen weiteren Zuwachs bei den Neuinfektionen. Das ist ein Teilerfolg“, sagte Schmidt der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“. Dennoch müsse sich jeder immer wieder bewusst machen, dass Aids nicht heilbar sei. „Die beste Vorbeugung ist und bleibt, sich durch ein Kondom zu schützen“, sagte Schmidt.

Aids-Kampagne für Schwule gestartet

Für den Anstieg der Infektionen seien insbesondere drei Faktoren verantwortlich, sagte die Ministerin. „Erstens: Es werden mehr Infektionen entdeckt, weil sich mehr Menschen testen lassen. Zweitens: Die Syphilisinfektionen sind angestiegen, sie erhöhen das Infektionsrisiko mit dem HI-Virus. Drittens haben manche Gruppen schwuler Männer ein bedenkliches Risikoverhalten“, sagte sie. Deshalb habe die Deutsche Aidshilfe eine neue Kampagne gestartet, die sich an schwule Männer richte.

Bis April 2009 keine Änderungen hinsichtlich Betreuung von Aidskranken

Schmidt versicherte, dass es bei der Betreuung Aidskranker in Deutschland bis April 2009 keine Einschnitte geben werde. „Gerade eben habe ich mich erfolgreich dafür eingesetzt, dass es in puncto Betreuung von Aidskranken bei der bisherigen Praxis bleibt – jedenfalls bis April 2009“, sagte Schmidt. In der Zwischenzeit müsse eine bundesweite Lösung für die gute Betreuung gefunden werden.

Glücklicherweise geht die Zahl der Aids-Toten zurück. Die imedo-Gesundheitsredaktion berichtet.

Bildquelle: Tomizak, pixelio.de

Sex nach der Schwangerschaft

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Der Sex nach der Schwangerschaft wird überschattet von Vorurteilen, Mythen und vom Stress mit dem Nachwuchs. Vor allem ein Gerücht hält sich hartnäckig in den Köpfen: Während der Stillzeit kann Frau nicht schwanger werden. Dieses Gerede möchte das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de nun aus der Welt schaffen und aufklärende Informationen liefern.

Babygeschrei, Stress, alltägliche Probleme und Schlafmangel - Aufgrund von fehlender Zeit und ausbleibender Lust, kommen Zärtlichkeiten nach der Geburt des Kindes oft zu kurz. Man könnte vermuten, dass an Sex gar nicht erst zu denken ist. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch ergeben, dass frischgebackene Mütter relativ schnell wieder in das Liebesleben einsteigen.

Junge Frauen haben es eiliger mit dem Sex nach der Geburt

200 Frauen, die zwischen Juni 2007 und März 2008 ein Kind zur Welt gebracht haben, wurden im Auftrag der Essex Pharma GmbH mit Sitz in München, befragt. 43 Prozent der Frauen gaben an, innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt wieder Sex zu haben. Nach drei Monaten waren es bereits knapp 84 Prozent. Die Befragung machte deutlich, dass jüngere Frauen es meist eiliger haben. Besonders Mütter zwschen 15 und 25 Jahren waren schon kurz nach der Geburt wieder bereit, sexuell aktiv zu werden. Sie ließen sich im Durchschnitt nur sieben Wochen Zeit, bis zum ersten Sex nach der Entbindung. Junge Frauen bemühten sich zudem um ein frühes Abstillen. Im Durchschnitt säugten sie ihre Kinder nur 17,5 Wochen. Frauen zwischen 26 und 45 dagegen, stillten hingegen gute 23 Wochen.

Die Umfrage brachte zudem ein Ammenmärchen ans Licht, das sich hartnäckig in den Köpfen hält. 28 Prozent der Befragten, die angaben, während der Stillzeit nicht verhütet zu haben, glauben, dass innerhalb dieser Zeit keine erneute Schwangerschaft möglich ist. Das Gerücht hat auch wahre Züge, sollte allerdings nicht überbewertet werden. Nur wenn bestimmt Voraussetzungen erfüllt sind, kann man ausschließen, wiederholt schwanger zu werden. Bereits bei einer Stillpause von vier Stunden kann der Eisprung und somit auch eine abermalige Schwangerschaft erfolgen.

Stillzeit und Verhütung

Auch die Verhütung während der Stillzeit wird von Frauen ganz unterschiedlich gehandhabt. Lediglich 70 Prozent der Frauen greifen überhaupt auf Präservativa zurück. 58 Prozent von ihnen nutzen Kondome, während 40 Prozent mittels hormoneller Methoden verhüten. Hier werden insbesondere östrogenfreie Präparate bevorzugt, da Östrogene die Muttermilch beeinflussen können, indem sie sich negativ auf Menge und Zusammensetzung auswirken.

Das Forum der imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Nutzern, sich über verschiedene Themen auszutauschen und Fragen zu stellen, so auch in Bezug auf Sexlust nach der Schwangerschaft.

Die imedo-Gesundheitsnews halten allerlei Wisseswertes in einer eigenen Rubrik zum Thema Schwangerschaft bereit.

Einen passenden Gynäkologen in Ihrer Nähe finden Sie mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Ungewöhnliche Verhütungsmittel: Von Krokodilkot bis Kautschuk

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Der natürliche Verlauf der Fruchtbarkeit sieht im Leben einer Frau 15 Schwangerschaften vor, acht bis zehn Kinder werden tatsächlich geboren, aber nur sechs bis sieben überleben. Frauen, die das verhindern wollen, greifen zu Verhütungsmitteln. Der Fantasie waren dabei noch nie Grenzen gesetzt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Schlafzimmer der Vergangenheit.

Irgendwann vor vielen tausend Jahren muss den Menschen klar geworden sein, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Geschlechtsakt und einer Schwangerschaft gibt. Schwangerschaftstests, wie sie heute überall zu kaufen sind, gab es noch nicht. „Eine Schwangerschaft hat eine Frau von selbst erst im dritten oder vierten Monat erkannt“, sagt Gynäkologe Christian Fiala. „Man kann das nicht mit der heutigen Zeit vergleichen“, erklärt er weiter. Christian Fiala hat im vergangenen Jahr das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien eröffnet.

Erstes Schriftstück zum Thema Empfängisverhütung

Das älteste überlieferte Schriftstück zum Thema Empfängnisverhütung ist das „Papyrus Kahun“. Es stammt etwa aus der Zeit um 2100 v. Chr. Akazienspitzen mit Datteln und Honig sollten auf einen Federbausch gestrichen und dieser dann in die Scheide eingeführt werden. Diese Art Tampon sollte die Spermien davon abhalten, zur Gebärmutter vorzudringen. Eine andere Methode empfahl, Krokodilkot aufzulösen und saure Milch hinzuzufügen. Ägypterinnen gossen sich zudem einen halben Liter Honig mit einer Prise Soda in die Scheide. Die Überlegungen zu diesen Methoden sind auch aus heutiger Sicht nicht ganz unsinnig. Saure Milch und Soda sind schädlich für die säureempfindlichen Spermien. Fraglich dagegen ist die Nutzung von Krokodilexkrementen. Diese sind basisch und schaffen eher ein nützliches Milieu für Spermien.

Es gibt nichts, was nicht probiert wurde um eine Empfängnis zu vermeiden

Laut Fiala sein alle Verhütungsmethoden, die bis zur Entdeckung der fruchtbaren Tage verwendet wurden, nicht nachweisbar effektiv gewesen. „Es gibt nichts auf dieser Welt, das nicht als Verhütungsmittel verwendet wurde“, sagt der Gynäkologe. Es sei eher Zufall, wenn Schriftstücke mit alten Methoden gefunden werden, die angeblich zur Verhütung beitragen. Das Wissen über die Vorgänge im weiblichen Körper sei einfach zu gering gewesen, so Fiala.

Frühe Scheidenzäpfchen

Doch die Ägypterinnen waren hartnäckig in Sachen Empfängnisverhütung. Schon damals gab es sogar Scheidenzäpfchen. Granatapfelkerne wurden zerkleinert und in Wachs eingerollt. Heute ist bekannt, dass Granatäpfel eine antiöstrogene Wirkung besitzen. Die Ägypterinnen versprachen sich eine Verhinderung des Eisprungs.

Auch in der Erfindung so genannter mechanischer Verhütungsmittel waren die Ägypterinnen kreativ. Angeblich haben sie halbierte Zitronenschalen als Diaphragma benutzt und über den Muttermund gelegt.

Der Vorläufer der Spirale stammt aus dem Orient und wurde bei Kamelweibchen angewendet. Mit Hilfe eines Schilfrohrs sollen den Tieren Kieselsteine in die Gebärmutter geblasen worden sein. Die Steine bewirkten, dass der Eingang zur Gebärmutter verschlossen wurde. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass Wissen zur Zeit vor dem Buchdruck ausreichend weitergeben werden konnte, sagt Christian Fiala. Wissen sei nur regional verbreitet gewesen. Wenn eine Ägypterin ein angblich wirkungsvolles Verhütungsmittel entdeckt hatte, heiße das nicht automatisch, dass dieses allgemein gängig gewesen sein musste. Es hätten nur wenige Menschen davon gewusst, erklärt der Experte.

Von Leder bis Kautschuk: die Entwicklung des Kondoms

Gar nicht gefühlsecht waren die ersten „Kondome“. Überzieher aus Schildpatt, so genannte Kabutogata, wurden im 10. Jahrhundert v. Chr. in Japan verwendet. Damals sollten sie vor einer Schwangerschaft schützen. Heute gibt es das Kabutogatas als Spielzeug zur Luststeigerung. Aber auch Überzieher aus Leder, Fischblasen, Tierdärmen und Ölpapier wurden benutzt. Als Erfindes des Kondoms gelten aber weder die Ägypter noch die Japaner, sondern der italienische Chirurg Gabriele Fallopio. Er riet im 16. Jahrhundert zur Nutzung von Leinensäckchen, die mit Medikamenten und anorganischen Salzen getränkt wurden. Das sollte vor der Syphilis schützen. Seinen Namen verdankt die Latexhülle angeblich dem Hofarzt des englischen Königs Charles II. Dr. Condom soll er geheißen haben.

Der berühmteste Nutzer der Kondome war wohl Giacomo Casanova. Im 18. Jahrhundert bevorzugte er allerdings die bequemere Form – gefüttert mit Samt und Seide, konnten die Verhüterlis gewaschen, getrocknet und wiederverwendet werden. Im 19. Jahrhundert wurden erstmals Gummi-Kondome aus Kautschuk gefertigt. Die Idee stammte von Charles Nelson Goodyear. Zwei Millimeter waren diese Kondome dick und wurden ab Mitte des 19. Jahrhundert serienmäßig hergestellt.

Das Happy-End der langen Geschichte hinsichtlich Verhütung

„Zuviele Kinder haben das wirtschaftliche Überleben der Familie gefährdet“, sagt Fiala. Der Versorgungsaspekt, den Kinder heutzutage erfüllen, war damals noch nicht ausgeprägt. In der vorindustriellen Zeit sei die Lebenserwartung weitaus niedriger gewesen als heute, die Kinder mussten folglich länger versorgt werden, als die Eltern einen Nutzen gehabt hätten, erklärt der Experte.

Der erste wirklich Wendepunkt in Sachen Verhütung kam 1929. Der Japaner Kyusaku Ogino entwickelte eine Rhytmus-Methode um die Chancen zur Empfängnis zu erhöhen. Der Österreicher Hermann Knaus entwickelte sie weiter zur Empfängnisverhütung. Aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit dient sie aber eher ersterem. Zuverlässig oder nicht, das Ergebnis war eine Revolution in der Geschichte der Verhütung. Der weibliche Zyklus wurde erstmals beschrieben und die Basis zur wirksamen Empfängnisverhütung war geschaffen.

Die Anti-Baby-Pille

Die zweite revolutionäre Entwicklung ist die Erfindung der Anti-Baby-Pille. Anfang der 60er Jahre kam sie auf den deutschen Markt und ist seitdem das am weitesten verbreitete Verhütungsmittel. Dass Frauen heutzutage so aktiv auf den Zyklus Einfluss nehmen können ist für Christian Fiala „das Happy-End des bewegendsten Themas der Menschheit“. Man könne sich das Leiden der Frauen in den vergangenen Jahrtausenden nicht vorstellen. Durch die moderne Wissenschaft und die Entwicklungen in der Empfängnisverhütung sei ein Leben, wie wir es heute führen, erst möglich geworden. Ohne die Entdeckung der fruchtbaren Tage und der Pille wäre das nicht möglich, sagt Fiala.

Die imedo Gesundheitsnews informieren über Sex. So zum Beispiel über  Sex nach der Schwangerschaft und Sexunfälle.

Bildquelle: Klicker, pixelio.de; RainerSturm, pixelio.de

Mittel und Wege zur Empfängnisverhütung

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Zur Empfängnisverhütung stehen heutzutage viele Mittel bereit: hormonelle, nicht-hormonelle, aufwändige und weniger aufwändiger, sichere und unsichere. Der Verhütungsdschungel bietet immer wieder neues zu entdecken. Es wird fleißig weiter geforscht. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de bietet einen Überblick über die gängigsten Verhütungsmethoden.

Die Pille

Der Klassiker unter den hormonellen Verhütungsmethoden ist nach wie vor die Anti-Baby-Pille. Die Hormone der Pille hemmen die Eizellenreifung und somit auch den Eisprung. Der gesamte Zyklus besteht daher aus unfruchtbaren Tagen. Außerdem verändert sich der Schleim im Gebärmutterhalskanal. Die Spermien können nicht in die Gebärmutter eindringen. Die dritte Wirkung der Pille ist, dass die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufgebaut wird. Ein befruchtetes Ei kann sich nicht in ihr einnisten.

Der große Vorteil der Pille liegt in ihrer Zuverlässigkeit. Ab dem ersten Tag der Einnahme bieten sie einen nahezu 100 prozentigen Schutz vor einer Schwangerschaft. Die Regelblutung ist etwas schwächer und das Hautbild bei vielen Frauen und Mädchen verbessert sich.

Die Pille kann aber auch einige Nachteile mit sich ziehen. Gewichtszunahmen, sexuelle Lustlosigkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten sind die am häufigsten genannten Nebenwirkungen. Einige Frauen stören sich an der täglichen Einnahme. Raucherinnen sollten ganz auf die Pille verzichten oder nur auf ganz bestimmte Präparate zurück greifen. Bei ihnen besteht ein erhöhtes Thrombose-Risiko.

Die Minipille enthält im Gegensatz zur Kombinationspille nur das Hormon Gestagen. Sie bietet nicht den dreifachen Schutz wie die Pille, hat dafür aber weniger Nebenwirkungen. Sie kann Zwischenblutungen verursachen und zu Unregelmäßigkeiten im Zyklus führen.

Das Hormonimplantat

Das Hormonimplantat ist ein kleines Stäbchen, das unter die Haut an der Innenseite des Oberarms eingepflanzt wird. Über dieses Stäbchen werden über einen Zeitraum von drei Jahren kleine Mengen an Gestagen abgegeben.

Das Implantat bietet insofern einen guten Schutz, dass Frauen nicht weiter an Verhütung denken müssen. Mehr als zehn Prozent der Anwenderinnen klagen jedoch über starke Nebenwirkungen.

Die Dreimonatsspritze

Die Dreimontasspritze enthält, wie auch das Hormonimplantat, Gestagen. Sie muss alle drei Monate erneuert werden und verhindert den Eisprung. Die Sicherheit ist zwar hoch, aber empfohlen wird die Spritze nur Frauen, die andere Methoden nicht vertragen oder Pillenpräparate nicht einnehmen können. Viele Frauen vertragen die Spitze aufgrund der hohen Menge an Hormonen nicht.

Wenn die Dreimonatsspritze abgesetzt wird, kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich der Zyklus wieder normalisiert. Frauen, die sich nicht so lange festlegen wollen, sollten die Dreimonatsspritze nicht verwenden.

Der Vaginalring

Der Vaginalring wirkt ähnlich wie die Pille. Er besteht aus einer Kombination aus Östrogen und Gestagen und wird zwischen den ersten und dem fünften Tag der Regel von der Frau selbst eingesetzt. Die Wirkstoffe gelangen über die Vaginalwände in die Blutbahn. Außerdem verändert der Vaginalring, wie die Pille auch, die Schleimkonsistenz im Gebärmutterhals. Der Ring wird nach drei Wochen von der Frau selbst auch wieder entfernt.

Das Verhütungspflaster

Wie die Pille und der Vaginalring enhält das Verhütungspflaster eine Östrogen/Gestagen-Kombination. Am ersten Tag der Menstruation wird das Verhütungspflaster aufgeklebt. Die Hautstelle ist nahezu frei wählbar: Außenseite der Oberarme, an Po und Bauch und den gesamten Oberkörper außer Brustbereich. Es wird wöchtlich gewechselt. Ab dem 22. Zyklustag wird das Pflaster für eine Woche ausgesetzt. In dieser Zeit sollte es zur Regelblutung kommen.

Das Pflaster bietet wie auch die anderen hormonellen Verhütungsmittel einen zuverlässigen Schutz vor einer Schwangerschaft. Es ist bequem zu tragen und dadurch, dass die Hormone direkt über die Haut in die Blutbahn abgegeben werden, ist die Belastung für die Leber relativ gering. Unter Verwendung des Verhütungspflasters kann es zu unregelmäßigen Blutungen, Brustbeschwerden und Übelkeit kommen.

Kupfer- und Hormonspirale

Die Kupferspirale besteht aus Kunststoff. Der Schaft ist mit feinem Kupferdraht umwickelt, die Größe variiert zwischen 2,5 und 3,5 Zentimetern. Die Hormonspirale setzt das Hormon Levonorgestrel frei. Sie bewirkt, dass der Zervixschleim im Gebärmutterhals dicker und der Weg für die Spermien dadurch erschwert wird. Beide Spiralen müssen vom Facharzt eingesetzt werden. Ebenso sollte der Sitz der Spiralen regelmäßig überprüft werden.

Beide Spiralen bieten eine sorglose Verhütungsmethode. Da sie bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben können, müssen sich Frauen während dieser Zeit keine weiteren Gedanken über die Verhütung machen. Die Hormonspirale kann sogar die Regelblutung veringern, während die Kupferspirale eher das Gegenteil bewirkt. Die Kupferspirale zieht ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich. Bei einem häufigen Wechsel der Geschlechtspartner ist sie nicht geeignet. Die Spirale sollte aufgrund des komplizierten Einsetzens in die Gebärmutter vorrangig bei Frauen verwendet werden, die bereits ein Kind geboren haben.

Das Kondom

Nach der Pille liegt die Nutzung eines Kondoms auf Platz zwei der Verhütungsmethoden. Es ist das einzige Verhütungsmittel, das sowohl vor einer Schwangerschaft als auch vor Infektionskrankheiten schützt. Die Anwendung bedarf am Anfang bei bisschen Übung, ist dann aber relativ einfach zu bewältigen. Wenn das Kondom richtig angewandt wird, bietet es einen hohen Verhütungsschutz. Bei falscher Handhabung kann der Schutz aber auch schnell schwinden. Kondompackungen sollten nicht mit Nagelscheren geöffnet werden, zudem sollte es vorsichtig aufgerollt werden und auch nicht mit ölhaltigen oder fettigen Substanzen in Kontakt gebracht werden. Kondome sind weder abwaschbar noch wiederverwendbar.

Das Diaphragma

Das Diaphragma ist eine kleine Gummikappe aus Latex oder Silikon. Es wird in neun verschiedenen Größen angeboten und muss individuell in Familienplanungszentren oder Arztpraxen angepasst werden. Das Diaphragma sollte in Kombination mit einem Gel oder einer Creme ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr vor den Muttermund gesetzt werden. Es verhindert das Zusammentreffen von Ei- und Samenzelle. Gel oder Creme töten zusätzlich die Spermien ab.

Wie auch das Kondom bietet das Diaphragma einen ausreichenden Schutz wenn es richtig angewandt wird. Nach dem Geschlechtsverkehr sollte es frühestens nach acht Stunden spätestens nach 24 Stunden wieder entfernt werden.

Natürliche Verhütungsmethoden: Messung der Aufwachtemperatur und Schleimbeobachtung

Frauen können mit Hilfe der Temperatur und durch Beobachtung des Schleims, der im Gebärmutterhals gebildet wird, ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage bestimmen. Beide Methoden in Kombination bilden einen recht sicheren Schutz. Die Temperatur muss regelmäßig nach dem Aufwachen aber vor dem Aufstehen gemessen werden. Wichtig ist, dass die Frau vorher mindestens auch eine Stunde geschlafen hat. Die Messung erfolgt im Mund, der Vagina oder im After. Sie sollte aber innerhalb eines Zyklus immer an der gleichen Stelle vorgenommen werden. Die Temperatur der ersten Zyklushälfte ist geringer als in der zweiten Hälfte.

Beobachtet wird auch der Zervixschleim, der im Gebärmutterhals gebildet wird. Dieser verändert sich im Laufe des Zyklus in Konsistenz und Farbe. Beide Methoden werden zunächst unabhängig voneinander aufgezeichnet. Anhand dieser Aufzeichnungen können nun die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ermittelt werden.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren zudem über die Pille danach und ungewöhnliche Verhütungsmittel.

Verhütungsmethoden oft unbekannt

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Portiokappe, Diaphragma und Vaginalring – für viele junge Mädchen sind das Fremdwörter. Seit 18 Jahren arbeitet die Ärztin Gisela Gröschl für Pro Familia in Berlin. Tagein, tagaus bekommt sie die Probleme der jungen Mädchen mit und versucht zu helfen, wo Ärzte bei der Aufklärung Lücken hinterlassen. Viele Mädchen sind schlecht aufgeklärt, wenn es um alternative Verhütungsmethoden zur Pille geht. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Empfängnisverhütung.

Vielen Frauenärzten mangelt es an Zeit. Aber genau die brauchen junge Patientinnen, wenn es um die anfängliche Frage der Verhütung geht. Die Mädchen, die zu „Pro Familia“ kommen, um sich Rat in Sachen Verhütung zu holen, werden immer jünger, stellt Gisela Gröschl fest. Sie ist selbst Ärztin und arbeitet seit 18 Jahren bei „Pro Familia“ in Berlin.

Mädchen suchen nach Verhütungsalternativen

Junge Menschen haben im Beratungszentrum die Möglichkeit, verschiedene Verhütungsmethoden anzuschauen und anzufassen. Am häufigsten verlangen Mädchen Informationen über die Pille, aber „übermäßig häufig wird nach einer Alternative verlangt“, sagt Gisela Gröschl gegenüber imedo. Manche Mädchen wollen die Pille nicht, weil sie regelmäßig eingenommen werden müsse und weil sie durch die Hormone „die körpereigenen Vorgänge verdeckt“, erklärt die Ärztin. Nicht alle wollen oder vertragen das.

Zeitmangel führt zu Mangel an Aufklärung

„Frauenärzte haben wenig Zeit für die Beratung“, sagt Gröschl. Es kann eben ein bisschen dauern, bis das passende Verhütungsmittel gefunden ist. Die Aufklärung sei aber wichtig. „Die Mädchen heutzutage sind aufgeklärt“, sagt Gröschl. Besser als noch vor einigen Jahren. Dennoch wüssten viele Mädchen nicht ausreichend über die Alternativen zur Anti-Baby-Pille Bescheid.

Sowohl die Hormonspirale als auch die Kupferspirale werden meist erst bei Frauen eingesetzt, die bereits ein Kind geboren haben. Nach Meinung Gröschls sollte die „Pille danach“ in Deutschland lediglich apothekenpflichtig sein, nicht rezeptpflichtig. In anderen Ländern sei das bereits der Fall. Für betroffene Frauen wäre es so einfacher, die Pille zu bekommen. Krankenhäuser und Notfallpraxen seien am Wochenende oftmals überfüllt. Junge Frauen würden weggeschickt und bekämen die Pille zu spät. Das könnte durch eine wegfallende Rezeptpflicht vermieden werden, sagt Gröschl.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über die Pille danach und Mittel und Wege zur Empfängnisverhütung.

Den Austausch ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity Interessierten durch die Gruppe „Pille und andere Verhütungsmittel“.

Bildquelle: Tomizak, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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