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Burnout mit Aminosäuren behandeln

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Experteninterview des Gesundheitsportals www.imedo.de und mit dem Burnout und Aminosäuren Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung sind schon lange nicht mehr das alleinige Problem von Managern – immer mehr Menschen in unserem Gesellschaftssystem leiden mittlerweile unter dem Burnout-Syndrom und verfallen in Folge dessen häufig in eine Depression. Doch so weit muss es nicht kommen: Wissenschaftler wie der Burnout Experte Prof. Dr. Jürgen Spona* weisen auf die Möglichkeiten der natürlichen Aminosäuren hin, die individuell abgestimmt eine wirksame Therapie gegen die Symptome von Burnout und Depressionen darstellen können. Der Redaktionsleiter der imedo-Gesundheitsnews Andreas Köster führte das Interview.

Andreas Köster von imedo.de: Sehr geehrter Professor Spona, wie bedeutend ist das Thema Burnout insgesamt und weiß man, wie viele Menschen in Europa darunter leiden?

Jürgen Spona: Das Thema Burn-out gewinnt immer mehr an Bedeutung, wobei allerdings keine strengen, wissenschaftliche Diagnose-Kriterien festgelegt sind. Vorsichtige Schätzungen gehen aber davon aus, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Laufe ihres Lebens davon betroffen sind. Früher sprach man von der sogenannten „Manager-Krankheit“. Heute geht man aber davon aus, dass der Personenkreis wesentlich größer ist. Er umfasst neben Managern, auch Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer, Hausfrauen und Schüler. Im Jahr 2007 gaben mehr als die Hälfte der in Deutschland ärztlich behandelten Patienten psychische Probleme wie Depression oder Burnout als Grund an. Kürzlich erhobene Zahlen sprechen dafür, dass 70 Prozent der Manager in Deutschland an Burnout leiden.

A. Köster von imedo.de: Welche klassischen, therapeutischen Maßnahmen gibt es zur Behandlung des Burnout-Syndroms?

J. Spona: Der Schwerpunkt liegt sicherlich bei psychotherapeutischen Methoden und Anleitung zu Stress-Reduktion. Zuweilen ist auch eine ärztliche Therapie mit Medikamenten notwendig. Auch moderate körperliche Betätigung erwies sich als sinnvoll.

A. Köster von imedo.de: Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren neben den klassischen Möglichkeiten, um die Symptome zu bekämpfen?

J. Spona: Eine optimale und gezielte Zufuhr von Nährstoffen hat sich bei Burnout als sehr hilfreich erwiesen. Zahlreiche Forschungsarbeiten konnten die positive Wirkung von Aminosäuren belegen.

A. Köster von imedo.de: Bitte erklären Sie uns ganz kurz, welche Funktion und Aufgaben Aminosäuren im menschlichen Körper haben.

J. Spona: Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß (Protein) und hiermit essentiell für zahlreiche Körperstrukturen wie Haut, Schleimhäute, Muskeln, Botenstoffe im Gehirn, den meisten Hormonen und allen Enzymen. Man kann sagen, dass im Rahmen der Nahrung Fette und Kohlenhydrate hauptsächlich dem Energieumsatz dienen, während Eiweißstoffe zusätzlich für die Bildung dieser Körperstrukturen wichtig sind, also nicht ersetzt werden können. Diese Strukturen erneuern sich fortlaufend das ganze Leben lang. Man kann sagen: Alle sieben Jahre ist ein Mensch „runderneuert“, der Bedarf ist also enorm.

A. Köster von imedo.de: Gibt es wissenschaftliche Nachweise für den Effekt und die Wirksamkeit von Aminosäuren?

J. Spona: Es gibt zahllose wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Eine eigene Forschungsarbeit weist zum Beispiel nach, dass die Erholung von Patienten mit major depression, also schwerer Depression, signifikant schneller verlief, wenn diese Patienten neben einem Antidepressivum zusätzlich Aminosäuren erhielten.

A. Köster von imedo.de: Ist es möglich, durch einen höheren Proteinkonsum so viele Aminosäuren aufzunehmen, dass positive Effekte erzielt werden können?

J. Spona: Im Prinzip sollte das möglich sein, in der Praxis erweist sich dies allerdings sehr häufig als schwierig. Dies gilt vor allem für jene Personen, bei denen die Aufspaltung oder die Aufnahme der Aminosäuren über die Darmschleimhaut nicht gut funktioniert.

A. Köster von imedo.de: Was raten Sie als Wissenschaftler Menschen mit Burnout um festzustellen, ob eine Aminosäure-Substitution in ihrem individuellen Fall hilfreich ist?

J. Spona: Man kann durch eine Blutanalyse eventuelle Aminosäure-Mängel feststellen und daraus Schlüsse für eine eventuelle Substitution mit Aminosäuren ziehen.

A. Köster von imedo.de: Muss die Einnahme von Aminosäure-Präparaten mit anderen Vitalstoffen kombiniert werden? Was muss man beachten?

J. Spona: Es ist sinnvoll, das zu tun. Vitamine und Mineralstoffe sind notwendige Hilfsstoffe für den Aminosäure-Stoffwechsel. Zusätzliche hilfreiche Stoffe sind Pflanzenextrakte, da diese neben den Aminosäuren die zweite Säule bei der Bekämpfung der freien Radikale darstellen, welche die Zellen schädigen können.

A. Köster von imedo.de: Welche Effekte hat die individuelle Aminosäuren-Therapie?

J. Spona: Durch eine solche Aminosäuren-Therapie kann, kurz gesagt, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessert werden. Sie kann auch bei Schlafstörungen hilfreich sein und nebenbei auch die Fettverbrennung ankurbeln und den Heißhunger auf Süßes dämpfen. Auch die Häufigkeit von Infekten nimmt deutlich ab.

A. Köster von imedo.de: Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine solche Aminosäuren-Therapie bergen?

J. Spona: Da es sich bei Aminosäuren um natürliche Bausteine von Eiweiß (Protein) handelt, die der Körper unbedingt benötigt und die Therapie individuell für jeden Einzelnen ermittelt wird, gibt es praktisch kein Risiko und auch keine gravierenden Nebenwirkungen.

A. Köster von imedo.de: Muss eine solche Aminosäuren-Therapie dauerhaft angewendet werden oder ist eine zeitlich begrenzte Kur ausreichend?

J. Spona: In den meisten Fällen bemerkt man die positiven Effekte innerhalb des ersten Monats, wobei zur Festigung aber mindestens eine dreimonatige Aminosäuren-Kur zur Behandlung von Burnout oder Depressionen sinnvoll ist. Wenn allerdings die äußeren Belastungen unverändert bleiben, ist eine dauerhafte Anwendung sinnvoll. Dies hängt von der individuellen Befindlichkeit jedes einzelnen Anwenders ab. Es besteht jedenfalls keinesfalls eine Gefahr einer Gewöhnung oder eines Suchtpotentials.

Auf imedo.de finden Betroffene umfassende Informationen über den Zustand der Erschöpfung im Infocenter „Burnout“.

In der imedo-Gesundheitscommunity können Sie sich mit anderen Menschen in der Gruppe „Depression“ über Erfahrungen und andere Therapiemöglichkeiten austauschen.

„Energie statt Stress: Wege zur Stressbalance“, erfahren Sie in den imedo-Gesundheitsnews, wie Sie eine Überbelastung vermeiden und eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden können.

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*Prof. Dr. Jürgen Spona promovierte an der Universität Wien im Fach Chemie. Nach seinem Studium war er insgesamt zwei Jahre in den USA als Postdoctoral Fellow und Research Associate an den Universitäten Princeton, Penn State, Cornell Medical School und am NIH tätig. Auf der Basis dieser Tätigkeiten baute er an der Universitäts-Frauenklinik Wien das Hormonlaboratorium auf. Er war Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Experimentelle Endokrinologie, das sich mit Fragen des Aminosäuren-Stoffwechsels und mit der Anwendung von Aminosäuren bei Befindlichkeitsstörungen (Burnout, Depressionen) sowie beim Sport zur Leistungssteigerung beschäftigte.

Stress mental steuern und kontrollieren

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche schreibt Stressmanagement-Trainerin und Ärztin Dr. Sabine Schonert-Hirz* aus Brühl in den imedo-Gesundheitsnews über unkontrollierten und kontrollierten Stress und darüber, wie Stress zu steuern ist.

Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie, in der das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Organ der Wissensbildung- und Verarbeitung beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Um in dieser Wissensgesellschaft erfolgreich zu sein, brauchen wir folgende Fähigkeiten:

  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit

Ein interessanter Aspekt ist dabei der Zusammenhang mit dem Stressgeschehen: Jede Fähigkeit benötigt die konzentrationssteigernden Effekte der Stressaktivierung, die im Gehirn und gesamten Körper wirksam werden. Ohne sie fehlt die Aufmerksamkeit, die zum Lernen und zur Entscheidungsvorbereitung nötig ist. Mangelt es an der Motivation sich mühsam in einen kreativen Prozess hineinzudenken, fehlt sowohl der Antrieb, sich auf andere Menschen zuzubewegen, als auch der Antrieb, sich flexibel auf eine neue Situation einzustellen.

Burnout-Syndrom bedeutet eine Reduktion der Gehirnbotenstoffe
Burnout ist eine durch langandauernde Überstrapazierung des Stresssystems hervorgerufene tiefe Erschöpfung. Die inzwischen weit fortgeschrittene Erforschung des Burnout-Syndroms zeigt, wie sehr wir von einem gewissen Level der Stresshormone und einiger anderer Gehirnbotenstoffe wie Dopamin und Serotonin profitieren – wenn sie im richtigen Maß vorhanden sind. Im Burnout kommt es zur Reduktion der Gehirnbotenstoffe und nachfolgend zu verschiedenen Störungen der geistig-emotionalen, sowie der körperlichen Gesundheit: Die durch die Wissensgesellschaft erforderlichen Fähigkeiten können nicht mehr richtig genutzt werden.

Zeitweiser Stresszustand ist normal
Die Stressforscher wissen heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und können uns beruhigen: Stressaktivität ist immer vorhanden und grundsätzlich weder negativ noch schädlich. Wir sind also bestens darauf eingerichtet, eine gewisse Zeit lang gestresst zu sein, was im ursprünglichen Wortsinn ganz neutral „belastet sein“ bedeutet. Das heißt, wir sind gesund, konzentriert und stimmungsstabil wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann.

Kontrollierter Stress und unkontrollierter Stress
Stressforscher sprechen heute nicht mehr von positivem und negativem, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress. Dauer, Intensität und Verlauf der Stressreaktion fallen je nach geistiger Einstellung und emotionaler Bewertung durch den Betroffenen ganz unterschiedlich aus: Kontrollierter Stress kann kurz- oder längerfristig auftreten und dennoch bleibt die Belastbarkeit erhalten. Intensive Anstrengungen werden vom Körper toleriert, wenn die Aussicht auf den gewünschten Erfolg erhalten bleibt und er auch genug Gelegenheit zum „Herunterfahren“ erhält. Unkontrollierter Stress hingegen übersteigt die Belastbarkeit entweder akut wie zum Beispiel durch ein Trauma oder langfristig wie zum Beispiel durch chronische berufliche oder seelische Überlastung und kann dadurch krank machen. Die erlebte Kontrolle, also die subjektive Einschätzung eine Situation überschauen, verstehen und bewältigen zu können, ist entscheidend für das Stressempfinden.

Menschliches Bindungsbedürfnis ist Antrieb für Stressaktivität
Erfolgreich zu lernen, Sachverhalte zu verstehen und sich zu merken, macht so glücklich und zufrieden, dass die Stressaktivität in Form von biochemischen Botenstoffen den Befehl zum Herunterfahren erhält. Dasselbe geschieht bei geglückten Kreativleistungen, bei einer guten Entscheidung, bei einer gelungenen Anpassung und besonders, wenn wir uns mit netten Menschen umgeben können. Das menschliche Bindungsbedürfnis ist einer der stärksten Antriebe für die Stressaktivität: Für Anerkennung, Zugehörigkeit und Zärtlichkeit sind wir deshalb bereit, viel zu leisten und uns dabei gegebenenfalls bis an unsere Belastungsgrenzen anzustrengen. Gelingt die Verbindung mit anderen nicht im richtigen Maß, wird die Stressaktivität stark strapaziert. Schon die Sorge, eventuell nicht berücksichtigt oder gar kritisiert zu werden, lässt die Stresshormone in Gehirn und Körper ansteigen – oft sogar ohne dass es vom Betroffenen bemerkt wird. Die Stressforschung weiß heute, wie sehr Ausgrenzung, Mobbing, unfreiwillige Einsamkeit und Gewalterfahrungen in der Lage sind, einen Menschen körperlich und geistig-seelisch zu destabilisieren.

Modernes Stressmanagement
Ein modernes Stressmanagement ist deshalb auch wesentlich mehr, als nur Sport zu treiben und Entspannungstechniken zu lernen. Es bedeutet vor allem, die sozialen Beziehungen zu stärken und darüber hinaus mit Hilfe der angeborenen Fähigkeiten des Gehirns, wie Entscheidungsfreude, Kreativität und Flexibilität dafür zu sorgen, dass die täglichen Herausforderungen zu bestehen sind. Dafür sollte sich jeder nach Kräften einsetzen, denn nur selbst erlebter Erfolg stimuliert diejenigen Botenstoffe im Gehirn, die die Stressaktivität zum Abschwingen bringen. Wer sich also passiv auf andere verlässt, gibt die Kontrolle aus der Hand und leistet damit den ungesunden Stressformen Vorschub.

In der imedo-Gruppe „Stressbewältigung“ hat jeder die Möglichkeit, sich mit anderen über verschiedene Formen der Stressbewältigung auszutauschen.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews die besten Tipps zum Stressmanagement, die eine gesunde Stress-Balance ermöglichen.

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*Dr. med. Sabine Schonert-Hirz (www.doktorstress.de) ist seit über 20 Jahren eine gefragte Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin. Nach dem Studium arbeitete sie als Ärztin und bildete sich in Psychologie, Entspannungstechniken, Sportmedizin und Coaching weiter. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Filmautorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDR-Fernsehen. Seit 2005 hat sie eine regelmäßige Kolumne in der Fernsehzeitschrift Prisma. 2008 bekam sie für ihre Arbeit den bekannten Conga-Award. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Ihr neuestes Buch: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft, Campus 2009.

Stressmanagement: Kurzfristige Stressbalance herstellen

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt gemeinsam mit dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wiederherstellen kann.

Emotionen steuern die Stressaktivität. Negative Gefühle lassen sie ansteigen, positive lassen sie wieder abfallen. Einzige Ausnahme: Vorfreude. Sie energetisiert und begeistert und hilft immer, die Aufgaben des täglichen Lebens mit frischer Kraft anzugehen. Auch das trägt zu unserer Stressbalance bei. Sorgen Sie deshalb immer für genug Vorfreude, indem Sie sich genau überlegen, für welchen guten Zweck Sie sich gerade anstrengen. Planen Sie kleine Belohnungen für zwischendurch ein – einen Kaffee trinken, ein Schwätzchen halten, etwas Nettes einkaufen. Es muss nicht teuer und aufwendig sein – es soll Sie nur mit Vorfreude aufladen!

Alle positiven Emotionen signalisieren der Stressreaktion, dass sie abschalten kann. Das spart Energie! Sorgen Sie immer wieder dafür, dass Sie auch während der Arbeitszeit positive Gefühle erleben. Dadurch haben Sie eine bessere Balance und können besser durchhalten.

  • Schließen Sie, wann immer Sie können, eine Aufgabe nach der anderen ab. Das erzeugt Zufriedenheit. Arbeiten Sie mit Checklisten.
  • Vermeiden Sie Multitasking. Es führt zu Fehlern. Langfristig ist man langsamer.
  • Fragen Sie sich immer wieder, warum Sie etwas Bestimmtes tun. Wenn Sie wissen, wozu Ihre Mühe gut ist, fällt die Arbeit leichter!
  • Planen Sie immer vom Ende her. Wann müssen Sie womit fertig sein? Die verbleibende Zeit zeigt Ihnen, was Sie schaffen und was Sie weglassen müssen. Das vermeidet langfristig Frust.
  • Sparen Sie nicht mit Lob, Dank und kleinen Komplimenten. Die positive Stimmung, die Sie erzeugen, hilft auch Ihnen weiter. Loben Sie ganz normale alltägliche Dinge und formulieren Sie mit einfachen Worten. Mit „super“, „spitze“ oder „fantastisch“ machen Sie sich leicht unglaubwürdig. Sagen Sie lieber einfach nur „danke“, auch wenn etwas „nur“ genauso läuft, wie Sie es erwartet haben. Jeder, der sich im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis engagiert, braucht Lob und Anerkennung für die alltägliche Dauerleistung. Wenn die Nahrung der Seele fehlt, brennt man aus.

Positive Gefühle alleine lösen natürlich noch keine Probleme. Dazu muss man gründlich nachdenken. Doch wer in guter Stimmung ist, beflügelt die Gedanken und fördert die Kreativität und die Motivation, endlich die Dinge anzupacken, die einen schon länger stören oder belasten. Nicht das, was wir erledigt haben, stresst uns, sondern das, was wir immer vor uns herschieben.

Mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews finden Sie weitere Tipps von Dr. Sabine Schonert-Hirz. Sie erläutert die Bedeutung von Stress und erklärt, wie man Körper und Seele fit hält und Stress mental steuern und kontrollieren kann.

Bildquelle: pauline, pixelio.de

Stressbalance: Körper fit und gesund halten

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt Patienten und dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wieder herstellen kann.

Teil 1: Den Körper gesund und fit halten

Wartung und Pflege ist für jeden Autobesitzer eine Selbstverständlichkeit – für den Körperbesitzer nicht. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Körper optimal „getunt“ ist. Das ist die Basis für Ihre Stressstabilität, also für Leistungsfähigkeit, Konzentration und gute Stimmung. Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Stressforscher gehen heute davon aus, dass die Hälfte der Stresssymptome sofort verschwände, wenn wir nur die Gebrauchsanleitung für unseren Körper richtig beachten würden.

Bewegen Sie sich regelmäßig: Dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde auf das Fahrrad, den Heimtrainer, Walken, Joggen oder Schwimmen. Zur Not auch vor dem Fernseher auf der Stelle laufen! Hauptsache, Sie bewegen sich aus der Kraft der großen Beinmuskeln und bringen Herz und Kreislauf auf einen Puls von etwa 130. Sie sollten nicht außer Atem kommen und nach dem Training fit und frisch sein! Lieber etwas kürzer, dafür aber regelmäßig trainieren. Ausdauersport macht schön, glücklich, schlank und gesund! Die aufgeschaukelte Freisetzung der Stresshormone wird wieder ins Gleichgewicht gebracht. Botenstoffe für positive Gefühle werden im Gehirn freigesetzt und eine wohlige Entspannung breitet sich in Körper und Seele aus. Und das Schönste: Diese Beruhigung der Stresshormone ist trainierbar. Wer regelmäßig Sport treibt, wird stressresistenter.

Schlaf und positive Gedanken zum Stressausgleich

Schlafen Sie täglich mindestens sieben Stunden: Schlaf ist das wichtigste Mittel, um Körper, Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Schlaf erholen sich alle Organe und das Gehirn sortiert und speichert das, was Sie tagsüber an wichtigen Informationen aufgenommen haben. Schalten Sie abends ab, indem Sie noch einmal über die schönen Momente des Tages nachdenken: Was habe ich heute geschafft? Was habe ich mit allen Sinnen genossen? Worüber habe ich mich gefreut? Worüber habe ich gelacht? Worauf freue ich mich morgen?

Positive Gedanken und Gefühle signalisieren der Stressreaktion, dass sie alle Ziele erreicht hat und ein wenig pausieren kann. Trinken Sie täglich mindestens acht Gläser Wasser: Wasser ist sehr wichtig für die Arbeit des Gehirns! Es verbessert Konzentration und Gedächtnis, Motivation und Überblick, indem es alle Substanzen an die Nervenzellen transportiert, die sie für ihre anspruchsvollen Aufgaben benötigen. Es hält dadurch die Stimmung oben und nebenbei auch die Haut straff. Einfach einschenken und runter damit! Fangen Sie gleich morgens damit an! Wer erst abends daran denkt, bringt sich um die wohlverdiente Nachtruhe! Schade.

Gesunde Ernährung fördert die Leistungsfähigkeit und fördern die Stressbalance

Finger weg von Süßem und Fettem vor allem zwischendurch. Essen Sie regelmäßig, am besten ganz normale drei Mahlzeiten. Sparen Sie am Fett (70 bis 80g pro Tag sind erlaubt!) und an den schnell verdaulichen Kohlenhydraten. Man kann sich Vollkornbrote, Obst oder rohes Gemüse ins Büro oder sogar auf eine Geschäftsreise mitnehmen! An alles wird gedacht, wenn man seine Sachen einpackt, nur nicht daran, wie das arme Gehirn den Tag überstehen soll! Das braucht Eiweiß (fettarmer Käse, eine dünne Scheibe Tofu mit Kräutersalz, magere Wurst) auf dem Vollkorn-Brot und keine Fritten, Bratwürste oder Schokoriegel als Snack. Ein Apfel, ein paar geschälte Möhren, Paprikastücke oder kleine Cocktail-Tomaten passen in eine kleine Plastiktüte. Erinnern Sie sich? Richtig kauen, denn auf etwas Festes zu beißen, ist gut für die Zähne! Achten Sie auf pflanzliche Öle (besonders Rapsöl). Sie enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Sie sind wichtig für die geistige Leistungsfähigkeit, stabilisieren die Stimmung und wirken entzündungshemmend. Übrigens, kennen Sie die Diät, für die Sie keine Bücher, keine Fernsehsendungen und keinen Coach brauchen? Sie stammt von Oma: FDH (Friss die Hälfte)!

Vorsorgeuntersuchungen fördern die Stressbalance

Wartung und Pflege: Gehen Sie regelmäßig zu allen vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen, besonders wenn in Ihrer Familie bestimmte Erkrankungen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck etc.) vorkommen, und befolgen Sie die Ratschläge Ihres Arztes. Störungen der Gesundheit werden zuerst nach allen Regeln der Kunst behandelt. Wie ein Auto, das sie sofort reparieren lassen, wenn es irgendwo nicht funktioniert. Doch was tun, wenn man keine körperlichen Probleme finden kann? Und Sie sich trotzdem nicht gesund fühlen? Dann nichts wie ab in die Fahrschule! Sie sollten lernen, richtig zu fahren, sich Ihr Leben so zu gestalten, dass die Stressreaktion in Balance bleibt. Ein Buch, ein Kursus, ein Coach oder ein Psychotherapeut sind dafür die richtigen Helfer.

Die imedo-Gesundheitsnews halten noch mehr Informationen zum Thema Stressmanagement bereit. Mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie zudem wie Sie Stress mental steuern und kontrollieren können.

Bildquelle: Bernd Boscolo, pixelio.de

Energie statt Stress: Weg zur Stressbalance

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt gemeinsam mit dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wieder herstellen kann.

Stress als wichtiger Mechanismus des Körpers

Stress ist für uns so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sonst hätte die Evolution ihn schon längst aus unserem Repertoire ausgesondert. Nach neueren Erkenntnissen ist Stress nichts anderes, als eine Fähigkeit unseres Gehirns, die uns hilft, Probleme zu lösen. Sie sorgt dafür, dass wir alles bekommen, was wir zum Leben brauchen. Schnelligkeit ist dabei besonders wichtig. Stress bewahrt unsere körperliche Unversehrtheit, indem er blitzartig alle Organsysteme für Kampf oder Flucht organisiert, sollten wir angegriffen werden.

Fehlt etwas zum Leben, wie Nahrung oder Schutz, macht Stress uns unruhig und schickt uns los. Er warnt uns vor dem Verlust lieb gewonnener Mitmenschen und hilft, seelische Verletzungen zu vermeiden. Auch heute brauchen wir die Bereitstellung von Aufmerksamkeit, Konzentration und körperlicher Leistungsbereitschaft, um jede noch so kleine Aufgabe unseres bewegten Alltagslebens zu lösen. Ohne Stress kein Lernen, keine Weiterentwicklung und kein Glück!

Stressbalance ist wichtig für die Gesundheit

Doch das gilt nur, solange wir den Stress in Balance halten können. Das heißt: Auf eine längere Stressaktivierung sollte eine Erholungspause folgen. Wir brauchen eine ausgewogene Mischung an positiven und negativen Emotionen, an Geborgenheit und aktiver Einflussnahme. Wir brauchen das Gefühl, dass wir anerkannt, geachtet und fair behandelt werden. Wir brauchen etwas, für das sich die tagtäglichen Anstrengungen des Lebens und Arbeitens lohnen, wir sind auf andere, uns wohlgesinnte Menschen angewiesen und sollten hin und wieder etwas Vorfreude erleben. Und wenn wir dann noch über einen gesunden, gut trainierten und ausgeschlafenen Körper verfügen, ist unsere Widerstandskraft enorm und wir können eine Menge Stressaktivierung vertragen! Doch leider sind die Bedingungen des modernen Lebens oft genug völlig anders.

Wir vernachlässigen „Wartung und Pflege“ des Körpers, fühlen uns ausgeliefert und hilflos, allein gelassen und missachtet. Unterliegen selbstgemachten und fremden Zwängen und haben Angst, aus dem Hamsterrad nicht mehr herauszukommen. Dauert dieser Zustand etliche Wochen, gar Monate oder Jahre an, können wir krank werden. Negative Emotionen treiben die Stressreaktion dauerhaft in die Höhe. Es kommt zu einem längeren und übermäßigen Anstieg der Stresshormone, vor allem des Stresshormons Cortisol.

Normalerweise macht es das Gehirn wach und stimuliert den Stoffwechsel, der uns unsere Handlungsenergie in den Muskeln liefert. Doch sind seine Spiegel dauerhaft erhöht, kann es vor Ort an den Zellen der Organe, aber auch im Gehirn die Regulation der Zellen verändern und dadurch Erkrankungen, die im Erbgut des betreffenden Menschen bereits angelegt sind, zum Ausbruch bringen. Die Forschung hat heute schon gut dokumentiert, dass auf diese Weise Schmerzen (z.B. Muskel– oder Kopfschmerzen), Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen, Störungen der Immunabwehr und des Entzündungsgeschehens, des Stoffwechsels und der Gehirnfunktion getriggert werden können. Gerade Burnout und psychische Erkrankungen wie Ängste, Zwänge und Depressionen sind derzeit auf dem Vormarsch und spiegeln den zunehmenden Verlust der Stressbalance vieler Menschen wider. Die Stressbalance wieder herzustellen ist deshalb unsere wichtigste Aufgabe, um dauerhaft körperlich und seelisch gesund zu bleiben.

Mit drei Strategien zur Stressbalance

1. Den Körper gesund und fit halten.
2. Kurzfristig die Balance wieder herstellen: Die besten Tipps für den Stressnotfall.
3. Langfristige die Stressbalance sichern: Probleme professionell lösen

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Wutausbrüche beim Autofahren verstärken Stress am Steuer

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Drängeln, Hupen, Rasen – Autofahren hat ein hohes Aggressionspotential. Besonders anfällige Menschen brauchen dann ein Ventil, um ihren Frust abzulassen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de und Arzt und Autor Dr. Jörg-Peter Schröder erklären, was Betroffene bei Wut oder Aggression tun können und erläutern, woher die Aggressionen kommen.

Einige Menschen ärgern sich beim Autofahren extrem schnell. Sie geraten zum Beispiel schon in Rage, wenn sich jemand beim Einparken ungeschickt anstellt oder ein Fußgänger auf dem Zebrastreifen trödelt. „Damit schaden sie sich selbst, denn ihr Blutdruck steigt und sie werden aggressiv“, sagt Dr. Jörg-Peter Schröder, Arzt und Coach aus dem rheinland-pfälzischen Budenheim. Ein Ventil für ihre Gefühle finden Betroffene, indem sie zum Beispiel laut schreien oder einen Anti-Stress-Ball drücken. Zudem sollten sie tief durchatmen und versuchen, Abstand zur Situation zu bekommen, rät der Autor mehrerer Bücher über Stressmanagement.

Analyse von Situationen kann Aggression vermeiden

Solche Erste-Hilfe-Maßnahmen können aber keinesfalls weitreichendere Schritte gegen die Wut ersetzen. Dafür sollte man sich zunächst fragen, ob man konkret handeln möchte. Will man beispielsweise einen Fahrer, der einen beim Überholen geschnitten habe, bei der Polizei anzeigen? „Häufig merkt man, dass man nichts machen kann, außer sich weniger zu ärgern“, berichtet Schröder. Damit das langfristig gelingen könne, sollte man die schwierigen Situationen genauer analysieren.

Wutausbürche als Zeichen anderer Blockaden

„Wutausbrüche beim Autofahren sind oft Zeichen für Blockaden in anderen Lebensbereichen“, sagt der Mediziner. Viele Autofahrer macht es zum Beispiel wütend, wenn jemand sie im Verkehr behindert. Sie sollten sich beispielsweise fragen, ob sie sich etwa in der Partnerschaft oder im Job zurückgesetzt fühlen. Einige ärgern sich, wenn sich andere Menschen Dinge herausnehmen, die sie sich selbst nicht zugestehen. Sie könnten überlegen, welche Werte sie leben wollen und wie sie öfter zu ihrem Recht kommen.

Mitfahrer sollten auf Wutausbrüche reagieren

Solche Überlegungen muss der Autofahrer von sich aus anstellen. „Beifahrer können Choleriker nicht ändern“, sagt Schröder. Wer als Passagier unter der Laune des Fahrers leidet, dürfe trotzdem nicht stillhalten. Besser sei es, ihm ein Feedback zu geben, wenn man sich unwohl fühle. Als letztes Mittel bleibe einem immer, den Fahrer anhalten zu lassen und auszusteigen.

Wie Sie Stress mental steuern und kontrollieren können, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen mit der Gruppe zum Thema Aggressionsbewältigung die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: Rainer Sturm, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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