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Stress mental steuern und kontrollieren

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche schreibt Stressmanagement-Trainerin und Ärztin Dr. Sabine Schonert-Hirz* aus Brühl in den imedo-Gesundheitsnews über unkontrollierten und kontrollierten Stress und darüber, wie Stress zu steuern ist.

Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie, in der das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Organ der Wissensbildung- und Verarbeitung beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Um in dieser Wissensgesellschaft erfolgreich zu sein, brauchen wir folgende Fähigkeiten:

  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit

Ein interessanter Aspekt ist dabei der Zusammenhang mit dem Stressgeschehen: Jede Fähigkeit benötigt die konzentrationssteigernden Effekte der Stressaktivierung, die im Gehirn und gesamten Körper wirksam werden. Ohne sie fehlt die Aufmerksamkeit, die zum Lernen und zur Entscheidungsvorbereitung nötig ist. Mangelt es an der Motivation sich mühsam in einen kreativen Prozess hineinzudenken, fehlt sowohl der Antrieb, sich auf andere Menschen zuzubewegen, als auch der Antrieb, sich flexibel auf eine neue Situation einzustellen.

Burnout-Syndrom bedeutet eine Reduktion der Gehirnbotenstoffe
Burnout ist eine durch langandauernde Überstrapazierung des Stresssystems hervorgerufene tiefe Erschöpfung. Die inzwischen weit fortgeschrittene Erforschung des Burnout-Syndroms zeigt, wie sehr wir von einem gewissen Level der Stresshormone und einiger anderer Gehirnbotenstoffe wie Dopamin und Serotonin profitieren – wenn sie im richtigen Maß vorhanden sind. Im Burnout kommt es zur Reduktion der Gehirnbotenstoffe und nachfolgend zu verschiedenen Störungen der geistig-emotionalen, sowie der körperlichen Gesundheit: Die durch die Wissensgesellschaft erforderlichen Fähigkeiten können nicht mehr richtig genutzt werden.

Zeitweiser Stresszustand ist normal
Die Stressforscher wissen heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und können uns beruhigen: Stressaktivität ist immer vorhanden und grundsätzlich weder negativ noch schädlich. Wir sind also bestens darauf eingerichtet, eine gewisse Zeit lang gestresst zu sein, was im ursprünglichen Wortsinn ganz neutral „belastet sein“ bedeutet. Das heißt, wir sind gesund, konzentriert und stimmungsstabil wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann.

Kontrollierter Stress und unkontrollierter Stress
Stressforscher sprechen heute nicht mehr von positivem und negativem, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress. Dauer, Intensität und Verlauf der Stressreaktion fallen je nach geistiger Einstellung und emotionaler Bewertung durch den Betroffenen ganz unterschiedlich aus: Kontrollierter Stress kann kurz- oder längerfristig auftreten und dennoch bleibt die Belastbarkeit erhalten. Intensive Anstrengungen werden vom Körper toleriert, wenn die Aussicht auf den gewünschten Erfolg erhalten bleibt und er auch genug Gelegenheit zum „Herunterfahren“ erhält. Unkontrollierter Stress hingegen übersteigt die Belastbarkeit entweder akut wie zum Beispiel durch ein Trauma oder langfristig wie zum Beispiel durch chronische berufliche oder seelische Überlastung und kann dadurch krank machen. Die erlebte Kontrolle, also die subjektive Einschätzung eine Situation überschauen, verstehen und bewältigen zu können, ist entscheidend für das Stressempfinden.

Menschliches Bindungsbedürfnis ist Antrieb für Stressaktivität
Erfolgreich zu lernen, Sachverhalte zu verstehen und sich zu merken, macht so glücklich und zufrieden, dass die Stressaktivität in Form von biochemischen Botenstoffen den Befehl zum Herunterfahren erhält. Dasselbe geschieht bei geglückten Kreativleistungen, bei einer guten Entscheidung, bei einer gelungenen Anpassung und besonders, wenn wir uns mit netten Menschen umgeben können. Das menschliche Bindungsbedürfnis ist einer der stärksten Antriebe für die Stressaktivität: Für Anerkennung, Zugehörigkeit und Zärtlichkeit sind wir deshalb bereit, viel zu leisten und uns dabei gegebenenfalls bis an unsere Belastungsgrenzen anzustrengen. Gelingt die Verbindung mit anderen nicht im richtigen Maß, wird die Stressaktivität stark strapaziert. Schon die Sorge, eventuell nicht berücksichtigt oder gar kritisiert zu werden, lässt die Stresshormone in Gehirn und Körper ansteigen – oft sogar ohne dass es vom Betroffenen bemerkt wird. Die Stressforschung weiß heute, wie sehr Ausgrenzung, Mobbing, unfreiwillige Einsamkeit und Gewalterfahrungen in der Lage sind, einen Menschen körperlich und geistig-seelisch zu destabilisieren.

Modernes Stressmanagement
Ein modernes Stressmanagement ist deshalb auch wesentlich mehr, als nur Sport zu treiben und Entspannungstechniken zu lernen. Es bedeutet vor allem, die sozialen Beziehungen zu stärken und darüber hinaus mit Hilfe der angeborenen Fähigkeiten des Gehirns, wie Entscheidungsfreude, Kreativität und Flexibilität dafür zu sorgen, dass die täglichen Herausforderungen zu bestehen sind. Dafür sollte sich jeder nach Kräften einsetzen, denn nur selbst erlebter Erfolg stimuliert diejenigen Botenstoffe im Gehirn, die die Stressaktivität zum Abschwingen bringen. Wer sich also passiv auf andere verlässt, gibt die Kontrolle aus der Hand und leistet damit den ungesunden Stressformen Vorschub.

In der imedo-Gruppe „Stressbewältigung“ hat jeder die Möglichkeit, sich mit anderen über verschiedene Formen der Stressbewältigung auszutauschen.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews die besten Tipps zum Stressmanagement, die eine gesunde Stress-Balance ermöglichen.

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*Dr. med. Sabine Schonert-Hirz (www.doktorstress.de) ist seit über 20 Jahren eine gefragte Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin. Nach dem Studium arbeitete sie als Ärztin und bildete sich in Psychologie, Entspannungstechniken, Sportmedizin und Coaching weiter. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Filmautorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDR-Fernsehen. Seit 2005 hat sie eine regelmäßige Kolumne in der Fernsehzeitschrift Prisma. 2008 bekam sie für ihre Arbeit den bekannten Conga-Award. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Ihr neuestes Buch: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft, Campus 2009.

Depressive finden Hilfe im Internet

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Das Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt sich jetzt schwerpunktmäßig dem Thema Depression an und führt auf den imedo-Gesundheitsnews eine Umfrage zum persönlichen Depressionsempfinden der Nutzer durch. Menschen mit Depressionen scheuen sich in der Regel davor, professionelle Hilfe anzunehmen. Leider ist dieses Krankheitsbild immer noch stigmatisiert, vergleichbar einer Geisteskrankheit. Durchschnittlich leiden Patienten erst einmal sieben Jahre lang, bevor in ihnen die Bereitschaft reift, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Die imedo-Umfrage bildet ein aktuelles Stimmungsbild zur Gemütslage ab.

Es sind bereits zahlreiche Artikel zur Volkskrankheit Depressionen auf den imedo-Gesundheitsnews erschienen wie zum Beispiel:

Unser Herz hat Stress
Verzögerte Wirkung von Antidepressiva
Lichttherapie hilft gegen Winterdepression

Der Facharzt für psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier gibt imedo.de ein ausführliches Interview und beschreibt, wie Betroffene die Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen können.

Zusätzlich sind auf imedo.de Informationen, Therapien und Behandlungen zu finden. In der Gruppe „Depressionen“ der Gesundheitscommunity können sich Menschen direkt mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Erste Anzeichen einer Depression kann eine innere Unruhe sein. Zu den Themen innere Unruhe und Burnout gibt es bei imedo.de ausführliche Informationen.

Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen

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Etwa acht Millionen Deutsche sind von einer Depression betroffen. Die Zahl der Diagnosen steigt stetig an. Depressionen werden auch depressive Störung, depressive Episode oder Melancholie genannt und zählen wohl zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Eine Depression unterscheidet sich von der natürlichen und auch gesunden Trauer durch ihre Intensität und ihren anhaltenden Charakter. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Depressionen.


Neben der ärztlichen Therapie tauschen sich Betroffene zunehmend im Internet über ihre Krankheit aus. Eine vorbildliche Plattform dafür ist das offene Forum www.kompetenznetz-depression.de. Das Diskussionsforum ist Preisträger des imedo-GesundPreises 2009. Der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier betreut die Betroffenen und ihre Angehörigen in dem Forum und erklärt, wie eine Hilfe von Mensch zu Mensch im Internet funktionieren kann.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, wie viele Betroffene sind momentan in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de angemeldet?

Niedermeier:
Es sind etwa 9000 User, jeden Tag kommen circa 20 Neuanmeldungen hinzu.

imedo:
Wie viele von Depression betroffene Menschen gibt es deutschlandweit?

Niedermeier: Ungefähr 8 Millionen Deutsche sind betroffen. Man kann davon ausgehen, dass rund 16 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens eine Depression erleiden, von der es viele unterschiedliche Arten gibt.

imedo:
Welche unterschiedlichen Arten der Depression gibt es?

Niedermeier: Es gibt neben zahlreichen Unterformen drei große Formen der Depression: die agitierte, die gehemmte und die somatisierte Depression. Die agitierte Form ist gekennzeichnet durch Anspannung, Unruhe, Konzentrationsstörungen und intensive Gefühle wie Angst oder Traurigkeit. Die gehemmte Form äußert sich im Gegensatz dazu eher durch einen Verlust von Gefühlen, Antriebsstörungen und Denkstörungen. Die Betroffenen erleben sich eher so, als ob man ihnen jede Energie entzogen hätte. Die somatisierte Depression versteckt sich primär hinter zahlreichen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauch- und Rückenschmerzen oder Syndromen wie Fibromyalgie.

imedo: Was sind die Ursachen von Depressionen?

Niedermeier:
Es gibt Depression im Rahmen oder in Folge körperlicher Erkrankungen. Sie können aber auch durch längere Medikamenteneinnahme entstehen – eine Ursache, die oft unterschätzt wird. Die häufigsten Ursachen der Depression sind besondere Lebensereignisse. Neue Erkenntnisse bestätigen, dass Depressionen auch durch körperliche Stoffwechselstörungen entstehen können, ohne dass äußere Faktoren einwirken.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, Sie sind schon viele Jahre Experte in diesem Gebiet, sind Entwicklungen und Trends bei Depressionserkrankungen erkennbar?

Niedermeier: Es ist in der Tat so, dass immer mehr Depressionen diagnostiziert werden. Ob dies allerdings darauf zurückzuführen ist, dass tatsächlich immer mehr Menschen unter Depressionen leiden oder ob die Diagnose besser erkannt und diagnostiziert wird, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich erscheint aber, dass Krisenzeiten und damit verbundene Unsicherheiten und Ängste dazu beitragen, dass depressive Verstimmungen ansteigen werden.

imedo: Welche Möglichkeiten bietet das Internet den Betroffenen? Viele Leute stehen dem eventuell skeptisch gegenüber.

Niedermeier:
Es dient dazu, beim ersten Verdacht nähere Informationen über die Krankheit zu finden. Sollte sich der Verdacht einer Depression erhärten, ist eine ärztliche Therapie notwendig. Im weiteren Verlauf dienen Foren im Internet dem emotionalen Austausch. Sie unterstützen dadurch die Therapie und helfen auch Angehörigen.

imedo:
Was sind die wichtigsten Themen, die in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de diskutiert werden?

Niedermeier: Drei Viertel der Beiträge handeln vom Umgang mit Depressionen im Alltag. Die Betroffenen geben sich gegenseitig die Tipps, die sie vom Therapeuten eventuell nicht bekommen. Wie gesagt, kann der Austausch mit anderen Betroffenen die Therapie unterstützen.

imedo:
Gibt es speziell für die Angehörigen in Ihrem Forum die Möglichkeit zum Austausch?

Niedermeier: Ja, es gibt eine eigene Rubrik für Angehörige, diese wird aber leider noch von zu wenigen Menschen benutzt. Da wünschen wir uns mehr Zulauf.

imedo:
Warum folgen Betroffene eigentlich häufiger dem Rat von unbekannten anderen Betroffenen im Internet als dem von Angehörigen?

Niedermeier: Hinter Ratschlägen von Angehörigen steht auch immer ein Eigeninteresse. Die Betroffenen im Forum verfolgen keine eigenen Ziele, wenn sie anderen Tipps geben. Die Ratschläge sind neutraler, da keine langjährige Beziehung zwischen den Betroffenen existiert, und werden daher besser akzeptiert. Außerdem sind die „anderen Betroffenen“ ja (durch ihre eigene Erkrankung) Experten für diese Erkrankung und können damit viele Emotionen und Bedrängnisse von Betroffenen besser einschätzen als es jemand vermag, der noch nie unter einer solchen Erkrankung gelitten hat.

Depressive Menschen finden Rat, Hilfe und Austausch mit Betroffenen sowie mit ausgewählten Experten unter www.kompetenznetz-depression.de. Das Gesundheitsportal imedo.de bietet ebenfalls Gruppen für Depressive und deren Angehörige.

Mit den imedo-Gesundheitsnews finden Depressive Hilfe im Internet. Zudem informiert die imedo-Gesundheitsredaktion: Glück schützt vor Depressionen. Informieren Sie sich auch zu diesem Thema.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen zudem mit der Gruppe zum Thema Depression die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Weitere Informationen über Depressionen liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Peter Ries Düsseldorf, pixelio.de

Gesundheitsportal imedo.de stellt Test zur inneren Unruhe online

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Fast acht Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich ständig überfordert, sind rastlos und unruhig. Ob das eigene innere Gleichgewicht gefährdet ist, können Internetnutzer jetzt mit einem Fragenkatalog auf dem Gesundheitsportal www.imedo.de testen.

Anstehende Prüfungen, neue Herausforderungen oder das Bewältigen mehrerer komplexer Aufgaben stellen für das Nervensystem eine hohe Belastung dar. Dieser Leistungsdruck bewirkt, dass das Gehirn verstärkt Stresshormone wie Adrenalin ausschüttet und Glückshormone wie Endorphin keine Chance mehr haben zu wirken, wie imedo.de berichtet.

Alkohol, Fernsehen und Zigaretten als Abhilfe
Mit über 45 Prozent greift fast die Hälfte aller Berufstätigen zur Entspannung zum Alkohol oder zur Zigarette. Bei über 85 Prozent der Menschen dient der Fernseher als „Entspannungshilfe“. Damit ist dieser das am häufigsten genutzte Mittel zur Ablenkung von Alltagsnöten und seelischer Anspannung.

Symptome für innere Unruhe
Die „innere Unruhe“ genau zu definieren ist schwer, da es sich nicht um eine Krankheit mit eindeutigen Symptomen handelt. Innere Unruhe kann sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise zeigen.
Einige Menschen reagieren mit Symptomen, die vom Kopf ausgehen: Sie fühlen sich überfordert, rastlos und können nicht abschalten. Gedanken schwirren durch ihren Kopf und die Konzentration fällt ihnen schwer. Bei kleinsten Unregelmäßigkeiten im Alltag reagieren die Betroffenen über und geraten unmittelbar in Stress.
Andere wiederum reagieren über das unbewusste, vegetative Nervensystem auf innere Unruhe: Nervosität, welche sich in zittrigen Händen, Herzrasen, Augenzucken, Schweißausbrüchen und Reizbarkeit äußert, ist ein typisches Symptom. Ebenso leiden die Betroffenen unter nervösen Magen- und Darmbeschwerden sowie unter durch Nervosität bedingtem Durchfall. Bei Frauen kann es außerdem zu Menstruationsstörungen kommen.

Eines haben fast alle Betroffenen gemeinsam: Der ständige Unruhe- und Stresszustand führt häufig zu Schlafstörungen. Eine schlechte Schlafqualität wirkt sich zusätzlich negativ auf die Gesundheit aus. Wenn diese Symptome den Alltag beherrschen, ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Ursachen für innere Unruhe
Die Ursachen für eine ständige innere Unruhe sind vielfältig. Langfristig angestaute Problemsituationen können sie ebenso auslösen wie ein einzelnes Ereignis. Dies kann beispielsweise ein Trauerfall sein, Einsamkeit oder Sorge um die Gesundheit. Innere Unruhe kann jedoch auch eine Begleiterscheinung der Wechseljahre sein oder durch eine Schilddrüsenüberfunktion bedingt werden. In der Regel handelt es sich ursächlich um andauernde Stress- und Überforderungs-Situationen im privaten und beruflichen Bereich, in denen ein „zur Ruhe Kommen“ einfach nicht mehr gelingt.

Wirkungsvoll: Pflanzliche Beruhigungsmittel
Studien zeigen, dass 25 Prozent der Menschen in Deutschland auf pflanzliche Beruhigungsmittel zurückgreift, um eine innere Ausgeglichenheit zu erreichen. Nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen von weniger als 10 Prozent nimmt zu diesem Zweck chemische Arzneimittel zu sich.

Einer der Hauptgründe für die Verwendung von pflanzlichen Beruhigungsmitteln ist die gute Verträglichkeit der Produkte: Es sind nur sehr wenige Nebenwirkungen bekannt. Häufig beschriebene, unerwünschte Nebeneffekte wie Tagesmüdigkeit und geistige Abwesenheit sind bei pflanzlichen Produkten wie Baldrian und Johanniskraut nicht zu beobachten. Sie eignen sich dadurch hervorragend, um das erforderliche Maß an Entspannung und innerer Ruhe zu erreichen, ohne jedoch abhängig zu werden.

imedo.de nimmt sich dem Thema mit einem speziellen Health Care Center an. Dort finden potenziell Betroffene Informationen zu den Ursachen Trauer und Einsamkeit und können sich in den „Innere Unruhe Newsletter“ eintragen.

Weitergehende Informationen, Literaturtipps und vor allem die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen bietet die Gesundheitscommunity von imedo.de.

Unser Herz hat Stress

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Herz-Kreislauf-Schwächen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Viele Betroffene sterben infolge eines Herzinfarktes. Neben den bisherigen gesundheitlichen Problemen, die zu einem Herzinfarkt führen, gibt es nun neue Erkenntnisse in der Forschung. Stress und Depression machen unseren Herzen schwer zu schaffen, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de jetzt berichtet.

Berlin – Über 60.000 Deutsche sterben jedes Jahr an den Folgen eines Herzinfarktes. Entsprechend fieberhaft suchen Forscher nach den Ursachen dieser tückischen Erkrankung, wobei immer wieder die bekannten Verdächtigen wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen im Fokus stehen. Herzspezialisten warnen jetzt aber auch vor den sekundären Risikofaktoren: Stress und depressive Verstimmungen spielen hier eine größere Rolle, als bisher vermutet wurde.

Ständige Überforderung belastet das Herz

Viele Menschen sind durch Zeitmangel, Hektik und Überlastung einer permanenten Stresssituation ausgesetzt. Dabei ist Stress eigentlich durchaus etwas Positives, denn nur durch eine gewisse Anspannung meistern wir den beruflichen Alltag, Doppelbelastungen durch Familie und Beruf, Prüfungssituationen oder sportliche Herausforderungen. Erst wenn wir unseren Ehrgeiz und die persönlichen Anforderungen zu hoch schrauben, entsteht negativer Stress, der zu einem Gefühl der ständigen Überforderung führt. Jetzt stehen wir dauerhaft unter dem Einfluss von Stresshormonen, die eigentlich nur sehr kurz im Körper zum Einsatz kommen sollen, um kritische Situationen zu überwinden. Durch Dauerstress läuft unser Körper ständig unter Volldampf, und das bleibt nicht ohne Folgen: Besonders das Herzkreislaufsystem leidet unter dieser Belastung. Es entwickeln sich nervöse Herzbeschwerden oder Herzrhythmusstörungen und schlimmstenfalls kommt es zu koronaren Herzerkrankungen und Herzinfarkt.

Fatalerweise erhöht sich durch psychischen Stress gleichzeitig auch die Neigung zu gesundheitsschädigendem Verhalten. Wer permanent unter Hochdruck steht, bestätigen Studien übereinstimmend, lebt deutlich ungesünder: Kaffee, Alkohol und Zigaretten werden einerseits zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, andererseits aber auch zur Entspannung eingesetzt. Ein ständiges Hin und Her zwischen Anregen und Dämpfen. Eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung kommen bei Gestressten durch permanenten Zeitmangel oft zu kurz.

Volkskrankheit Depression

Schwermut hat sich zu einer echten Volkskrankheit entwickelt, die fast jeden Zehnten trifft. Die Ursachen des Leidens kennt niemand genau. Mal kommt die quälende Trübsal ohne erkennbare Ursache, mal löst ein belastendes Erlebnis wie Tod, Trennung oder eine schwere Krankheit die Depression aus. Ärzte klären Risikofaktoren ihrer Patienten mit einfachen Fragen ab:

- Sind Sie oft traurig und fühlen sich antriebslos?
- Fällt es Ihnen schwer einzuschlafen, durchzuschlafen oder leiden Sie unter Tagesmüdigkeit?
- Haben Sie manchmal Versagensängste oder Angst zu enttäuschen?
- Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren, etwa die Zeitung zu lesen oder fernzusehen?

Als Ursache von Depressionen verdächtigen Mediziner unter anderem den Dauerstress. In Tierversuchen lösten Überdosen von Stresshormonen depressionsähnliche Symptome aus, beispielsweise Angst, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Amerikanische, deutsche und niederländische Forscher haben gemeinsam herausgefunden, dass Depressionen das kranke Herz nicht direkt schädigen, sondern vielmehr indirekt über das Verhalten. Menschen mit Depressionen führen meist einen besonders ungesunden Lebensstil. Sie haben keinen Antrieb, sodass sie sich nur wenig bewegen, keine Energie für geregelte, gesunde Mahlzeiten haben, dafür aber mehr rauchen oder Alkohol trinken.

Entspannung durch Sport und Natur

Körperliche Bewegung ist die einzige Maßnahme, durch die man Stresshormone auf natürlichem Wege wieder abbauen kann. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, schützt sein Herz gleich mehrfach: Stresshormone werden abgebaut, seelische Verstimmungen können sich lösen und das Herz wird nachweislich gestärkt und entlastet. Der erste Schritt auf dem Weg aus der Krise führt zum Stressmanagement, also dem besseren Umgang mit belastenden Situationen. Die Betroffenen müssen lernen, sich wieder zu entspannen und ihrem Körper eine “Auszeit” zu gönnen.

Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Bärlauch und Mistel können dem Körper und besonders dem Herzen helfen. Die Inhaltsstoffe des in der Natur weitverbreiteten Weißdorns stärken und schützen das Herz. Außerdem fördern sie die Durchblutung und steigern die Leistungskraft des Herzens. Das beliebte Wildgemüse Bärlauch wächst in Mitteleuropa als urheimische Pflanze und zeichnet sich durch einen ausgesprochen hohen Gehalt an Adenosin aus. Dieser natürliche Inhaltsstoff beugt der Entstehung von gefährlichen Blutgerinnseln vor und kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken. Aber das ist noch nicht alles: Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Bärlauchs, die auch für seinen typischen Geschmack verantwortlich sind, haben eine blutdrucksenkende und herzschützende Wirkung. Die Inhaltsstoffe der Mistel verlangsamen den Herzschlag, erweitern die Arterien und haben krampflösende sowie blutdrucksenkende Wirkung.

imedo.de stellt Menschen die sich unruhig, rastlos und überfordert fühlen ein Health-Care-Center mit Informationen und Austauschmöglichkeiten mit anderen Betroffenen bereit.

Mit der optimalen Stressbalance können Sie Ihren Körper trotz hoher Anforderungen fit und gesund halten.

Stressmanagement: Kurzfristige Stressbalance herstellen

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt gemeinsam mit dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wiederherstellen kann.

Emotionen steuern die Stressaktivität. Negative Gefühle lassen sie ansteigen, positive lassen sie wieder abfallen. Einzige Ausnahme: Vorfreude. Sie energetisiert und begeistert und hilft immer, die Aufgaben des täglichen Lebens mit frischer Kraft anzugehen. Auch das trägt zu unserer Stressbalance bei. Sorgen Sie deshalb immer für genug Vorfreude, indem Sie sich genau überlegen, für welchen guten Zweck Sie sich gerade anstrengen. Planen Sie kleine Belohnungen für zwischendurch ein – einen Kaffee trinken, ein Schwätzchen halten, etwas Nettes einkaufen. Es muss nicht teuer und aufwendig sein – es soll Sie nur mit Vorfreude aufladen!

Alle positiven Emotionen signalisieren der Stressreaktion, dass sie abschalten kann. Das spart Energie! Sorgen Sie immer wieder dafür, dass Sie auch während der Arbeitszeit positive Gefühle erleben. Dadurch haben Sie eine bessere Balance und können besser durchhalten.

  • Schließen Sie, wann immer Sie können, eine Aufgabe nach der anderen ab. Das erzeugt Zufriedenheit. Arbeiten Sie mit Checklisten.
  • Vermeiden Sie Multitasking. Es führt zu Fehlern. Langfristig ist man langsamer.
  • Fragen Sie sich immer wieder, warum Sie etwas Bestimmtes tun. Wenn Sie wissen, wozu Ihre Mühe gut ist, fällt die Arbeit leichter!
  • Planen Sie immer vom Ende her. Wann müssen Sie womit fertig sein? Die verbleibende Zeit zeigt Ihnen, was Sie schaffen und was Sie weglassen müssen. Das vermeidet langfristig Frust.
  • Sparen Sie nicht mit Lob, Dank und kleinen Komplimenten. Die positive Stimmung, die Sie erzeugen, hilft auch Ihnen weiter. Loben Sie ganz normale alltägliche Dinge und formulieren Sie mit einfachen Worten. Mit „super“, „spitze“ oder „fantastisch“ machen Sie sich leicht unglaubwürdig. Sagen Sie lieber einfach nur „danke“, auch wenn etwas „nur“ genauso läuft, wie Sie es erwartet haben. Jeder, der sich im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis engagiert, braucht Lob und Anerkennung für die alltägliche Dauerleistung. Wenn die Nahrung der Seele fehlt, brennt man aus.

Positive Gefühle alleine lösen natürlich noch keine Probleme. Dazu muss man gründlich nachdenken. Doch wer in guter Stimmung ist, beflügelt die Gedanken und fördert die Kreativität und die Motivation, endlich die Dinge anzupacken, die einen schon länger stören oder belasten. Nicht das, was wir erledigt haben, stresst uns, sondern das, was wir immer vor uns herschieben.

Mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews finden Sie weitere Tipps von Dr. Sabine Schonert-Hirz. Sie erläutert die Bedeutung von Stress und erklärt, wie man Körper und Seele fit hält und Stress mental steuern und kontrollieren kann.

Bildquelle: pauline, pixelio.de

Stressbalance: Körper fit und gesund halten

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt Patienten und dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wieder herstellen kann.

Teil 1: Den Körper gesund und fit halten

Wartung und Pflege ist für jeden Autobesitzer eine Selbstverständlichkeit – für den Körperbesitzer nicht. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Körper optimal „getunt“ ist. Das ist die Basis für Ihre Stressstabilität, also für Leistungsfähigkeit, Konzentration und gute Stimmung. Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Stressforscher gehen heute davon aus, dass die Hälfte der Stresssymptome sofort verschwände, wenn wir nur die Gebrauchsanleitung für unseren Körper richtig beachten würden.

Bewegen Sie sich regelmäßig: Dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde auf das Fahrrad, den Heimtrainer, Walken, Joggen oder Schwimmen. Zur Not auch vor dem Fernseher auf der Stelle laufen! Hauptsache, Sie bewegen sich aus der Kraft der großen Beinmuskeln und bringen Herz und Kreislauf auf einen Puls von etwa 130. Sie sollten nicht außer Atem kommen und nach dem Training fit und frisch sein! Lieber etwas kürzer, dafür aber regelmäßig trainieren. Ausdauersport macht schön, glücklich, schlank und gesund! Die aufgeschaukelte Freisetzung der Stresshormone wird wieder ins Gleichgewicht gebracht. Botenstoffe für positive Gefühle werden im Gehirn freigesetzt und eine wohlige Entspannung breitet sich in Körper und Seele aus. Und das Schönste: Diese Beruhigung der Stresshormone ist trainierbar. Wer regelmäßig Sport treibt, wird stressresistenter.

Schlaf und positive Gedanken zum Stressausgleich

Schlafen Sie täglich mindestens sieben Stunden: Schlaf ist das wichtigste Mittel, um Körper, Seele und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Schlaf erholen sich alle Organe und das Gehirn sortiert und speichert das, was Sie tagsüber an wichtigen Informationen aufgenommen haben. Schalten Sie abends ab, indem Sie noch einmal über die schönen Momente des Tages nachdenken: Was habe ich heute geschafft? Was habe ich mit allen Sinnen genossen? Worüber habe ich mich gefreut? Worüber habe ich gelacht? Worauf freue ich mich morgen?

Positive Gedanken und Gefühle signalisieren der Stressreaktion, dass sie alle Ziele erreicht hat und ein wenig pausieren kann. Trinken Sie täglich mindestens acht Gläser Wasser: Wasser ist sehr wichtig für die Arbeit des Gehirns! Es verbessert Konzentration und Gedächtnis, Motivation und Überblick, indem es alle Substanzen an die Nervenzellen transportiert, die sie für ihre anspruchsvollen Aufgaben benötigen. Es hält dadurch die Stimmung oben und nebenbei auch die Haut straff. Einfach einschenken und runter damit! Fangen Sie gleich morgens damit an! Wer erst abends daran denkt, bringt sich um die wohlverdiente Nachtruhe! Schade.

Gesunde Ernährung fördert die Leistungsfähigkeit und fördern die Stressbalance

Finger weg von Süßem und Fettem vor allem zwischendurch. Essen Sie regelmäßig, am besten ganz normale drei Mahlzeiten. Sparen Sie am Fett (70 bis 80g pro Tag sind erlaubt!) und an den schnell verdaulichen Kohlenhydraten. Man kann sich Vollkornbrote, Obst oder rohes Gemüse ins Büro oder sogar auf eine Geschäftsreise mitnehmen! An alles wird gedacht, wenn man seine Sachen einpackt, nur nicht daran, wie das arme Gehirn den Tag überstehen soll! Das braucht Eiweiß (fettarmer Käse, eine dünne Scheibe Tofu mit Kräutersalz, magere Wurst) auf dem Vollkorn-Brot und keine Fritten, Bratwürste oder Schokoriegel als Snack. Ein Apfel, ein paar geschälte Möhren, Paprikastücke oder kleine Cocktail-Tomaten passen in eine kleine Plastiktüte. Erinnern Sie sich? Richtig kauen, denn auf etwas Festes zu beißen, ist gut für die Zähne! Achten Sie auf pflanzliche Öle (besonders Rapsöl). Sie enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Sie sind wichtig für die geistige Leistungsfähigkeit, stabilisieren die Stimmung und wirken entzündungshemmend. Übrigens, kennen Sie die Diät, für die Sie keine Bücher, keine Fernsehsendungen und keinen Coach brauchen? Sie stammt von Oma: FDH (Friss die Hälfte)!

Vorsorgeuntersuchungen fördern die Stressbalance

Wartung und Pflege: Gehen Sie regelmäßig zu allen vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen, besonders wenn in Ihrer Familie bestimmte Erkrankungen (z.B. Diabetes, Bluthochdruck etc.) vorkommen, und befolgen Sie die Ratschläge Ihres Arztes. Störungen der Gesundheit werden zuerst nach allen Regeln der Kunst behandelt. Wie ein Auto, das sie sofort reparieren lassen, wenn es irgendwo nicht funktioniert. Doch was tun, wenn man keine körperlichen Probleme finden kann? Und Sie sich trotzdem nicht gesund fühlen? Dann nichts wie ab in die Fahrschule! Sie sollten lernen, richtig zu fahren, sich Ihr Leben so zu gestalten, dass die Stressreaktion in Balance bleibt. Ein Buch, ein Kursus, ein Coach oder ein Psychotherapeut sind dafür die richtigen Helfer.

Die imedo-Gesundheitsnews halten noch mehr Informationen zum Thema Stressmanagement bereit. Mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie zudem wie Sie Stress mental steuern und kontrollieren können.

Bildquelle: Bernd Boscolo, pixelio.de

Energie statt Stress: Weg zur Stressbalance

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt gemeinsam mit dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wieder herstellen kann.

Stress als wichtiger Mechanismus des Körpers

Stress ist für uns so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sonst hätte die Evolution ihn schon längst aus unserem Repertoire ausgesondert. Nach neueren Erkenntnissen ist Stress nichts anderes, als eine Fähigkeit unseres Gehirns, die uns hilft, Probleme zu lösen. Sie sorgt dafür, dass wir alles bekommen, was wir zum Leben brauchen. Schnelligkeit ist dabei besonders wichtig. Stress bewahrt unsere körperliche Unversehrtheit, indem er blitzartig alle Organsysteme für Kampf oder Flucht organisiert, sollten wir angegriffen werden.

Fehlt etwas zum Leben, wie Nahrung oder Schutz, macht Stress uns unruhig und schickt uns los. Er warnt uns vor dem Verlust lieb gewonnener Mitmenschen und hilft, seelische Verletzungen zu vermeiden. Auch heute brauchen wir die Bereitstellung von Aufmerksamkeit, Konzentration und körperlicher Leistungsbereitschaft, um jede noch so kleine Aufgabe unseres bewegten Alltagslebens zu lösen. Ohne Stress kein Lernen, keine Weiterentwicklung und kein Glück!

Stressbalance ist wichtig für die Gesundheit

Doch das gilt nur, solange wir den Stress in Balance halten können. Das heißt: Auf eine längere Stressaktivierung sollte eine Erholungspause folgen. Wir brauchen eine ausgewogene Mischung an positiven und negativen Emotionen, an Geborgenheit und aktiver Einflussnahme. Wir brauchen das Gefühl, dass wir anerkannt, geachtet und fair behandelt werden. Wir brauchen etwas, für das sich die tagtäglichen Anstrengungen des Lebens und Arbeitens lohnen, wir sind auf andere, uns wohlgesinnte Menschen angewiesen und sollten hin und wieder etwas Vorfreude erleben. Und wenn wir dann noch über einen gesunden, gut trainierten und ausgeschlafenen Körper verfügen, ist unsere Widerstandskraft enorm und wir können eine Menge Stressaktivierung vertragen! Doch leider sind die Bedingungen des modernen Lebens oft genug völlig anders.

Wir vernachlässigen „Wartung und Pflege“ des Körpers, fühlen uns ausgeliefert und hilflos, allein gelassen und missachtet. Unterliegen selbstgemachten und fremden Zwängen und haben Angst, aus dem Hamsterrad nicht mehr herauszukommen. Dauert dieser Zustand etliche Wochen, gar Monate oder Jahre an, können wir krank werden. Negative Emotionen treiben die Stressreaktion dauerhaft in die Höhe. Es kommt zu einem längeren und übermäßigen Anstieg der Stresshormone, vor allem des Stresshormons Cortisol.

Normalerweise macht es das Gehirn wach und stimuliert den Stoffwechsel, der uns unsere Handlungsenergie in den Muskeln liefert. Doch sind seine Spiegel dauerhaft erhöht, kann es vor Ort an den Zellen der Organe, aber auch im Gehirn die Regulation der Zellen verändern und dadurch Erkrankungen, die im Erbgut des betreffenden Menschen bereits angelegt sind, zum Ausbruch bringen. Die Forschung hat heute schon gut dokumentiert, dass auf diese Weise Schmerzen (z.B. Muskel– oder Kopfschmerzen), Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen, Störungen der Immunabwehr und des Entzündungsgeschehens, des Stoffwechsels und der Gehirnfunktion getriggert werden können. Gerade Burnout und psychische Erkrankungen wie Ängste, Zwänge und Depressionen sind derzeit auf dem Vormarsch und spiegeln den zunehmenden Verlust der Stressbalance vieler Menschen wider. Die Stressbalance wieder herzustellen ist deshalb unsere wichtigste Aufgabe, um dauerhaft körperlich und seelisch gesund zu bleiben.

Mit drei Strategien zur Stressbalance

1. Den Körper gesund und fit halten.
2. Kurzfristig die Balance wieder herstellen: Die besten Tipps für den Stressnotfall.
3. Langfristige die Stressbalance sichern: Probleme professionell lösen

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Verhalten in Stress-Situationen: Rolle des Dopamins

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Stress-Situationen erlebt jeder Mensch unterschiedlich. Manche geraten in Panik, andere sind sprachlos. Wissenschaftler der Charité Berlin haben jetzt herausgefunden, dass dies mit der individuellen Speicherfähigkeit jedes Einzelnen, von Dopamin zu tun hat. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Dopamin spielt bei Angst eine große Rolle

Dopamin ist ein so genannter Neurotransmitter, der unter anderem zur Motivation beiträgt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass er auch bei negativen Emotionen wie Angst eine große Rolle spielt. Dieser Prozess spielt sich in zwei wichtigen Abschnitten des Gehirns ab. Ein Schauplatz ist hier die Amygdala, der so genannte Mandelkern, der unterhalb der Hirnrinde verankert ist. Hier wird das Dopamin auch gespeichert. Ebenfalls aktiv ist ein Teil der Hirnrinde, der hintere Teil des so genannten anterioren Cingulums. Hier ist neben den Funktionen für das Empfinden von Schmerz, auch ein Teil des autobiografischen Gedächtnisses angesiedelt. In der Zeitschrift „Nature Neuroscience“ erklärt das Team um Andreas Heinz und Thorsten Kienast, Leiter der Arbeitsgruppe biologische Suchtforschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, dass die Fähigkeit, den Botenstoff Dopamin im Gehirn zu speichern, nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt ist.

Je mehr Dopamin, desto mehr Angst

Die Forscher verabreichten gesunden Probanden einen Vorläufer des Dopamins. Auf diese Weise kann man den Dopaminvorrat im Mandelkern mit Hilfe des Positronen-Emissions-Tomographen sichtbar machen. In der darauf folgenden kernspintomographischen Untersuchung konnten Experten zusätzlich die Aktivität in bestimmten Hirnregionen messen, die an der Bildung von Emotionen beteiligt sind. Die Wissenschaftler zeigten den Teilnehmern der Studie während des Aufenthalts im Kernspin-Tomographen eine Reihe von Bildern, die negative Gefühle wie Angst, aber auch positive oder neutrale Emotionen auslösten.

„Bei den negativen Gefühlen, und nur bei diesen, entdeckten wir, dass der Mandelkern und das anteriore Cingulum miteinander zu kommunizieren schienen“, erklärt Kienast. „Beide wiesen parallele Aktivitätsmuster auf.“ Die Stärke der Aktivität hing stets von der Menge des im Mandelkern vorhandenen Dopamins ab. „Je mehr Dopamin vorhanden war, desto mehr Angst verspürten die Probanden beim Anblick der Bilder“, sagt Kienast. Eine Möglichkeit gab es allerdings, diese Reaktion abzuschwächen. „Bei den Probanden, bei denen der Mandelkern und das anteriore Cingulum intensiv miteinander kommunizieren konnten, wurde die Angst auch dann geringer, wenn sie viel Dopamin produzierten.“

Erkenntnisse über Dopamin liefern möglicherweise Ansatzpunkt für neue Medikamente

Dopamin ist der dritte Botenstoff im Gehirn, der den Mandelkern aktiviert. „Bei Serotonin und Noradrenalin ist dies bereits nachgewiesen“, erklärt Andreas Heinz. Diese Erkenntnis über das Zusammenspiel von Dopamin und anteriorem Cingulum in der Kontrolle, sowie dem Mandelkern in der Produktion von Gefühlen, sei für die Arbeit in der Verhaltenstherapie von großer Bedeutung. „Vor allem Patienten, die auf der Spezialstation für Borderline und suchterkrankte Patienten von Dr. Kienast behandelt werden, könnten durch gezieltere Therapien profitieren“, hofft Heinz. Diese Menschen leiden gleichzeitig an einer Störung der Emotionskontrolle und an Abhängigkeitserkrankungen. Hier bietet, nach Heinz Worten, der Befund möglicherweise auch einen weiteren Ansatz zur Entwicklung neuer Medikamente.

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Bildquelle: Peter Kirchhoff, pixelio.de

Schmetterlinge im Bauch: Reaktion des Körpers auf Emotionen

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Schmetterlinge im Bauch sind ein Zeichen für Verliebtheit. Doch was passiert genau in unserem Körper, wenn der Bauch kribbelt und die Hormone und Gefühle verrückt spielen? Ein US-Wissenschaftler und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de haben sich die Gefühle mal genauer angesehen.

Keine Angst – wer Schmetterlinge im Bauch hat, muss keinen Gastroenterologen aufsuchen. Dieses diffuse Kribbeln in der Magen-Darm-Gegend gilt nicht als Krankheit, sondern als eines der schönsten Gefühle überhaupt: als Zeichen für Verliebtheit. Warum aber kribbelt es im Bauch und nicht an den Füßen oder im Gesicht? Weil die Region rund um den Magen allgemein sehr empfindlich auf Emotionen reagiert. Zunächst aber werden diese im Gehirn verarbeitet, wie Professor Gereon Fink, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universitätsklinik Köln, erläutert.

Empfindungen schlagen auf den Magen

Für Emotionen zuständig ist das sogenannte Limbische System, ein sehr alter Bereich des Gehirns, der sich im Laufe der Evolution sehr frühzeitig entwickelte. Dabei spielt das Gedächtnis eine wichtige Rolle: Empfinden wir etwas als positiv, erinnern wir uns an vergleichbar angenehme Situationen in der Vergangenheit und es entstehen automatisch Glücksgefühle. Ist ein Erlebnis negativ, entstehen Angst- und Stressgefühle.

Das bedeutet, dass auf jedes Ereignis eine bestimmte emotionale, aber auch körperliche Reaktion folgt: Bei Angst schlägt das Herz schneller durchblutet die Muskeln schneller, um rasch die Flucht ergreifen zu können. Im Zustand der Freude – oder des Verliebtseins – breitet sich dagegen häufig ein wohliges Gefühl in der Bauchgegend aus, Entspannung macht sich breit.

Emotionenen können Bauchschmerzen verursachen

Der US-Neurowissenschaftler Antonio Damasio hat sich ausführlich mit Emotionen und ihren Auswirkungen auf den Körper beschäftigt. „Er stellte die sogenannte somatic markers hypothesis auf“, sagt Mediziner Fink. Diese Hypothese besagt, dass Emotionen im Gehirn auch Reaktionen auf somatischer beziehungsweise körperlicher Ebene auslösen. Die Signale des Körpers dafür können ganz unterschiedlich sein, als Schmetterlinge im Bauch empfundene Regungen im Bauchraum beispielsweise. Aber Empfindungen in der Magengegend können auch unangenehm sein, zum Beispiel wenn Stress oder Wut zu Bauchschmerzen führen.

Entspannung kann gegen Bauchschmerzen helfen

Zu einem gewissen Grad, lassen sich die somatischen Gefühle nach Angaben von Fink sogar beeinflussen. Wem beispielsweise Stress dauerhaft auf den Magen schlägt, dem können Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training helfen, indem negative Emotionen zurückgedrängt werden und damit auch ihre unangenehmen körperlichen Begleiterscheinungen. Umgekehrt können Frischverliebte ihren Glückszustand vermutlich intensiver auskosten, wenn sie entspannt sind. Dann fällt die Hingabe deutlich leichter.

Ein Leben ohne Gefühle ist für die meisten Menschen kaum denkbar. Für Patienten mit Alexithymie ist das hingegen Alltag. Die imedo-Gesundheitsnews berichten.

Bildquelle: Rolf van Melis, pixelio.de

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