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Trotz Sex kein Kind: 2 Millionen deutsche Paare leiden

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In Deutschland bleiben Schätzungen zufolge 15 Prozent der Paare ungewollt kinderlos, damit sind heute bereits 2 Millionen Paare betroffen und die Tendenz ist weiter steigend. Für die meisten von ihnen stellt diese Situation eine große Belastung dar und führt einige Beziehungen auch zum Scheitern. Die Paare unternehmen alles damit der Traum vom Wunschkind endlich in Erfüllung geht. Die Frauen messen die Temperatur, bestimmen die fruchtbaren Tage und Sex gibt es nur noch nach Terminkalender. Bei vielen Paaren klappt die Schwangerschaft nach jahrelangen Bemühungen trotzdem nicht. Oft vermuten die Betroffenen die Ursache für die ausbleibende Schwangerschaft allein bei der Frau und vergessen dabei, dass der Mann genauso Träger der Ursache sein kann, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Die Gründe für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind vielfältig

In den meisten Fällen führt nicht nur ein Grund zu einem unerfüllten Kinderwunsch, sondern die Ursache entsteht aus einer Kombination mehrerer Faktoren. Organische Ursachen, seelische und berufliche Gründe, das Alter der Frau, aber auch die Lebensweise, die Ernährung, der Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie unterschiedliche Umweltfaktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

So funktioniert ein Spermientest

Während des Orgasmus stößt der Mann etwa zwei bis sechs Milliliter Samenflüssigkeit (Ejakulat) aus der Harnröhre aus. In jedem Milliliter Samenflüssigkeit befinden sich bei einem gesunden fruchtbaren Mann durchschnittlich mehr als 20 Millionen Samenzellen. Der Schnelltest bestimmt die Anzahl der Spermien im Ejakulat und ist somit aussagekräftig bezüglich der Fruchtbarkeit des Mannes. Der Test ist für jeden Mann erhältlich, ganz ohne einen vorherigen Arztbesuch.

Männer können ihre Spermienqualität verbessern

Die Fruchtbarkeit des Mannes hängt in hohem Maße von der Qualität der Spermien ab. In den letzten Jahrzehnten hat sich diese bei den Männern in den Industriestaaten jedoch verschlechtert. Eine einfache Behandlung mit speziellen Aminosäuren, Spurenelementen, Vitaminen und vitaminähnlichen Substanzen kann die Spermienqualität und das Ejakulationsvolumen des Mannes wieder steigern.

Eine genau Definition des Begriffs Sperma bietet das Medizinlexikon.

Mehr Informationen über den Spermientest sind unter http://www.imedo.de/artikel/spermientest erhältlich.

Über Maßnahmen zur Verbesserung der Spermienqualität klärt das imedo-Infocenter Kinderwunsch auf.

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)

Auf die Größe kommt es doch an: falsche Kondomgrößen verderben den Sex

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Seit Menschengedenken philosophieren Männer aller Herren Länder über die Größe ihres besten Stückes: „An der Nase eines Mannes, erkennt man die Größe seines Johannes. Klein und dick, der Frauen Glück, groß und schmal der Frauen Qual“ – die Liste der Sprichwörter rund um den Penis ist endlos. Eine EU-weite Studie und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de bringen nun Licht ins Dunkel und zeigen, welche Nation gut bestückt ist, welche das Nachsehen hat und wie wichtig es ist, die richtige Kondomgröße zu kennen.

Nicht die Größe machts, sondern die Technik. Soviel sei der Statistik schon vorweg genommen. 10.477 Männer aus den 25 Ländern der europäischen Union haben sich zum virtuellen Penisvergleich getroffen. Das Institut für Kondomberatung hat eine Online-Umfrage gestartet, um Kondome besser auf Penisgrößen anzupassen und die Auswirkungen von falschen Kondomgrößen auf den Penis aufzuzeigen.

In Sachen Penisgröße liegen die Deutschen im Mittelfeld

In dem europäischen Vergleich schneiden die Franzosen mit 15,48 Zentimetern Länge und 13,63 Zentimeter Umfang am besten ab. Das Schlusslicht bilden die Griechen mit 12,18 und 10,19 Zentimetern. Die deutschen Männer liegen mit 14,61 Zentimetern Länge und 11,80 Zentimetern Umfang im Mittelfeld, knapp über dem europäischen Durchschnittsmaß von 14,27 und 11,70 Zentimetern.

Kondome müssen richtig sitzen

Aber kommt es wirklich auf die Größe an? Kondomberater Jan Vinzenz Krause meint schon: „Wir haben ja auch unterschiedlich große Füße und tragen die Schuhe, die uns passen.“ Die Penisgröße des Mannes ist maßgebend für die Wahl des Kondoms. „In einem zweimonatigen Test haben wir beobachtet, dass in Frankreich signifikant mehr größere Kondome verwendet wurden, als in Griechenland“, sagt Krause.

Jan Vinzenz Krause ist selbst darauf bedacht, komfortable aber passende Kondome für Männer zu kreiieren. Vor zwei Jahren hatte er bereits die Idee des Kondoms zum Aufsprühen. In seiner Studie zeigt er auch auf, welche Folgen ein falsches Kondom haben kann: Schwangerschaft, Krankheitsübertragungen oder Errektionsstörungen, wenn das Kondom zu eng ist.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Mittel und Wege zur Empfängnisverhütung und ungewöhnliche Verhütungsmittel.

Bildquelle: Ernst Rose, pixelio.de

Internet-Sex führt zu Depressionen

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Wer seine sexuellen Bedürfnisse über Internetseiten ausleben will, kann sich eines großen Angebotes bedienen. In der virtuellen Welt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und für immer mehr Menschen entwickelt sich das Internet zur Suchtfalle. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert: die Nutzer der einschlägigen Internetseiten sind einem hohen Depressionsrisiko ausgesetzt. Vor allem unter Studenten sind die Zahlen alarmierend.

Menschen, die Sexseiten im Internet sehr intensiv nutzen, riskieren ihre psychische Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die Forscher der Swinburne University of Technology in Australien durchgeführt haben. Demnach weisen Besucher von Erotik-Seiten im Web „alarmierend hohe Raten“ an Depressionen, Angstgefühlen und Stress auf. Die Suche nach sexueller Befriedigung im Internet wird für viele innerhalb kürzester Zeit regelrecht zur Sucht. Dies führt dazu, dass Betroffene letztendlich mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten verbringen. Laut Studie ist der Großteil der Betroffenen männlich und verfügt über einen höheren Bildungsgrad.

Vor allem gebildete Menschen von Online-Sexsucht betroffen

„In Deutschland ist von den drei Arten der Internetsucht eindeutig die Online-Sexsucht am stärksten ausgeprägt“, stellt Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de fest. Diese Variante sei in der Öffentlichkeit zwar immer noch ein Tabu-Thema, werde aber zunehmend auch als Problem ernst genommen. „Aus der Berufspraxis kann ich nur bestätigen, dass sich die überwiegende Mehrheit der betroffenen Suchtkranken in diesem Bereich aus jungen 24- bis 29-jährigen Männern rekrutiert”, ergänzt Farke. Auffallend sei der besonders hohe Anteil an Studenten. „Der hohe Bildungsgrad zieht sich durch alle Onlinesucht-Ausprägungen“, merkt Farke an. Die näheren Hintergründe hierfür seien nicht leicht zu durchschauen. „Besonders gebildete Menschen haben anscheinend oft den Eindruck, dass sie sich jederzeit von ihrer Sucht losreißen können. In der Regel dauert es aber Jahre, bis sie sich ihr Problem eingestehen“, meint Farke.

Online-Sexsucht führt zu Depressionen

Die im Rahmen der australischen Studie angegebenen zwölf Stunden, die Betroffene mit der Nutzung von Sex-Angeboten im Web verbringen, seien laut der Onlinesucht-Expertin aber deutlich zu weit unten angesetzt. „Wir wären froh, wenn Online-Sexsüchtige mit nur zwölf Stunden pro Woche auskämen. In der Praxis ist dieser Wert deutlich höher“, schildert Farke. Manche würden sogar komplett auf ihr herkömmliches Leben verzichten und sich rund um die Uhr ihrem „Hobby“ widmen. „Dass Betroffene längerfristig die psychischen Konsequenzen ihrer Sucht in Form von Depressionen oder Ähnlichem zu spüren bekommen, kann ich aber nur bestätigen. In vielen Fällen werden die Menschen durch ihre Online-Sexsucht vollkommen beziehungsunfähig“, sagt Farke.

27 Prozent der Online-Sex-Nutzer leiden an Depressionen

„Die hohe Rate an psychischen Gesundheitsproblemen innerhalb der untersuchten Auswahlgruppe ist äußerst beunruhigend“, erklärt Marcus Squirell, Doktoratstudent und Leiter der Studie an der Swinburne University gegenüber der australischen Zeitung „Sydney Morning Herald“. So stellten die Forscher bei den intensiven Nutzern von Online-Sex-Angeboten einen Anteil von 27 Prozent fest, bei dem Experten eine moderate bis schwere Depression diagnostizieren konnten. Rund 30 Prozent litten zudem unter ausgeprägten Angstzuständen und weitere 35 Prozent wiesen typische Stresssymptome auf. „Das Risiko für eine psychische Erkrankung steigt dabei proportional zur wöchentlichen Nutzungsdauer von Sex-Angeboten“, betont Squirell.

Wie Betroffene, Depressionen jedoch auch im Internet bekämpfen können, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Den Erfahrungsaustausch ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe zum Thema Depressionen.

Bildquelle: pauline, pixelio.de

Libido und Leidenschaft bleiben im Alter erhalten

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Sex im Alter gilt noch immer als Tabu-Thema. Dabei wird die Libido im Laufe des Lebens nicht schwächer und auch die Leidenschaft nimmt nicht ab. Es gibt jedoch andere Probleme, die den Paaren im Weg stehen und für Missverständnisse sorgen. Medizinpsychologin Beate Schutz-Zehden und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de haben sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt.

An einem sonnigen Herbstnachmittag sitzt ein Paar auf einer Parkbank. Er hat seinen Arm um ihre Schultern geschlungen, sie schmiegt sich an seinen Brustkorb und streichelt versonnen sein Knie. Dass er kaum noch Haare auf dem Kopf hat, während ihr Haupt von ergrauten Locken bedeckt wird, stört die romantische Szenerie nicht.

Tabuthema: Sex im Alter

„Nur wenige Senioren trauen sich, in der Öffentlichkeit zu zeigen, dass sie noch Lust auf Zärtlichkeit und Sex haben“, bedauert die Berliner Medizinpsychologin Beate Schultz-Zehden, die in einer Studie die Sexualität von Frauen nach den Wechseljahren untersucht hat. Das Thema Sex im Alter werde in der Gesellschaft nach wie vor tabuisiert, was es für ältere Menschen schwer mache, zu ihren Gefühlen zu stehen.

Libido wird im Laufe des Lebens nicht schwächer

Denn nach Schultz-Zehdens Erkenntnissen wird die Libido im Laufe des Lebens bei beiden Geschlechtern keinesfalls schwächer. „Besonders Frauen wird oft unterstellt, sie hätten im Alter weniger Lust auf Sex. Aber sie verlieren ihre Leidenschaft genauso wenig wie Männer.“ Lediglich die Momente, in denen man Lust verspüre, würden seltener.

Problematischer als die Leidenschaft selbst ist für Senioren ihre Umsetzung. „Bei vielen Männern schwindet im Alter die Potenz, was sich natürlich auch auf das Liebesleben der Frauen auswirkt“, sagt Schultz-Zehden. Frauen tendierten dazu, diese Probleme zu ihren eigenen zu machen und sich zurückzuziehen. „Häufig entstehen durch die Veränderungsprozesse des Alters Missverständnisse zwischen den Partnern“, sagt Schultz-Zehden. Oft vermute einer der Partner, dass der andere ihn schlicht nicht mehr attraktiv finde, und fühle sich zurückgewiesen. „Paare sollten über die neue Situation sprechen und gemeinsam überlegen, wie sie darauf reagieren können“, sagt Schultz-Zehden.

Medikamente können das Liebesleben im Alter stören

Auch Krankheiten stören das erfüllte Liebesleben von Senioren. „Es gibt diverse Medikamente, zu deren Nebenwirkung eine Minderung der Libido gehört“, sagt Schultz-Zehden. Senioren sollten ihren Arzt darauf ansprechen, falls sie unter Einnahme ihrer Tabletten Veränderungen in ihrem Liebesleben feststellten. Dieser könne dann unter Umständen Potenzpillen verschreiben.

Auch die Tatsache, dass die Partnerschaften von Senioren oft schon sehr lange andauern, führt zu Schwierigkeiten. „Nach Jahrzehnten der Zweisamkeit ist die Erotik in einer Partnerschaft oft eingeschlafen“, sagt Dorothee Döring, Autorin des Ratgebers „Alte Liebe rostet nicht“. Oft hätten sich Gewohnheiten eingeschlichen, die Langeweile aufkommen ließen. „Das Problem ist, dass in vielen Ehen eine große Sprachlosigkeit herrscht. Ältere Paare müssen oft erst lernen, offen über ihre Wünsche zu sprechen“, sagt Döring.

Äußerliche Veränderungen im Alter trüben die Lust

Auch die äußerlichen Veränderungen trüben im Alter die Lust an der Lust. „Der Anpassungsprozess an den sich verändernden Körper ist eine Herausforderung für alte Menschen“, sagt Schultz-Zehden. Um sich an sein neues Aussehen zu gewöhnen, sei es wichtig, sich so viel wie möglich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen: „Man sollte seinen Körper bewegen und aktiv sein, um sich wieder zu spüren.“ Außerdem sollte man sich von vermeintlichen Idealen aus Werbung und Medien lösen. „Beim Vergleich mit Jüngeren wird man zwangsläufig schlecht abschneiden. Es ist wichtig, dass man sich so oft wie möglich in seiner eigenen Altersgruppe bewegt, um ein realistisches Bild zu bekommen“, sagt Schultz-Zehden.

Man sollte sich auch darüber klar werden, ob einen der Verlust der Sexualität überhaupt stört oder ob man auch ohne glücklich sein kann. „Vielen Paaren hilft es, auch im Alter noch andere Formen der Zärtlichkeit für sich zu entdecken“, sagt Schultz-Zehden. Auch für Männer sei diese leistungsbefreite Form der Zuneigung sehr wohltuend. Um in Kontakt zu bleiben, könnten Senioren Tanzkurse besuchen oder Massagetechniken erlernen. „Das bringt das Paar nicht nur enger zusammen, sondern hilft den Partnern auch, sich selbst wieder attraktiver zu finden“, sagt Schultz-Zehden.

Kleine Kontakte im Alter beibehalten

Dorothee Döring empfiehlt älteren Paaren, kleine Kontakte wie einen Abschiedskuss oder eine Umarmung wieder in ihren Alltag einfließen zu lassen. „Man muss die Zärtlichkeit oft erst wieder üben. Aber wenn man sich gegenseitig seine Wertschätzung spüren lässt, kann das Bedürfnis nach Nähe auch wieder wachsen.“ Man dürfe nicht erwarten, dass der Sex im Alter noch genauso funktioniere wie in jungen Jahren. „Dafür nimmt aber auch die Genussfähigkeit zu, und man erlebt die gemeinsame Zeit viel intensiver“, sagt Döring.

Immer mehr Senioren sind jung geblieben und mit der Maus unterwegs. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Starke Beckenbodenmuskulatur fördert sexuelles Empfinden

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Bizeps und Bauchmuskeln trainieren viele Menschen mit bemerkenswerter Ausdauer. Doch die Beckenbodenmuskulatur wird im Zuge des Fitness-Trend meistens ausgespart. Dabei leistet dieses Muskelgewebe einen mindestens genauso bedeutungsvollen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden wie ein gut definierter Waschbrettbauch. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de empfiehlt, die Beckenbodenmuskulatur täglich zu schulen.

„Die Beckenbodenmuskulatur wird bei vielen alltäglichen Bewegungen eingesetzt“, erklärt Christine Kaffer, IHK-Fitness-Fachwirtin und Beckenboden-Ausbilderin nach dem „BeBo-Konzept“. Um beispielsweise schwere Dinge aufzuheben, sei es notwendig, sich die Kraft aus dem Beckenboden zu holen. Auch beim aufrechten Sitzen und Gehen müssten diese Muskeln mitarbeiten. „Durch die Beckenbodenmuskeln wird das gesamte Muskelkorsett gestützt. Er ist also das Kraftzentrum des Körpers“, sagt Kaffer.

Beckenbodenmuskulatur wichtig für sexuelles Erleben

Auch das sexuelle Erleben profitiert von einem gut trainierten Beckenboden. „Ist die Beckenbodenmuskulatur gut durchblutet, ist die Reizleistung der erektilen Fasern innerhalb dieser Muskelschicht stärker. So wird der gesamte Genitalbereich besonders empfindsam“, sagt Kaffer. Bei Männern unterstütze der Beckenbodenmuskel außerdem die Errektion.

Doch ein kräftiger Beckenboden kommt nicht von Ungefähr. Seine Elastizität kann beispielsweise unter Entbindungen, Übergewicht und Körperfehlhaltung leiden. „Stützt der Beckenboden die Organe nicht ausreichend, können sich diese absenken. Beispielsweise die Blase, die Gebärmutter oder der Enddarm rutschen dann in die Tiefe, ziehen an ihren Bandaufhängungen und verursachen teilweise starke Schmerzen“, sagt Kaffer. Durch den Druck der Organe auf die Blase und die Harnröhre könne es auch zu ungewolltem Urinverlust kommen.

Beckenbodentraining: Imkontinenz und Impotenz vorbeugen

Kaffer rät Männern und Frauen, schon frühzeitig mit vorbeugendem Beckenbodentraining zu beginnen. „Man sollte gar nicht erst so lange warten, bis sich Inkontinenz oder Impotenz einstellen“, sagt Kaffer. Als erster Schritt der Besserung sei es wichtig, den Beckenboden erst einmal zu erspüren. „Viele Menschen wissen nicht genau, wo sich der Beckenboden befindet und wie man ihn anspannt“, sagt Kaffer. Am besten lasse man sich dabei durch einen spezialisierten Therapeuten oder Sporttrainer unterstützen.

„Um den Beckenbodenmuskel zu aktivieren, kann man sich vorstellen, dass man alle Körperöffnungen im Genitalbereich verschließen möchte. Bei der Frau sind das Harnröhre, Scheide und After, der Mann konzentriert sich auf Harnröhre und After“, sagt Kaffer. Spanne man den Beckenboden an, könne man zudem feststellen, wie sich bei der Frau der Damm und beim Mann die Peniswurzel nach innen ziehe.

Empfehlung: Tägliche Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur

„Um den Beckenboden zu kräftigen, sollte man regelmäßig diesen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung trainieren“, sagt Kaffer. Dazu solle man die Beckenbodenmuskulatur anspannen und dann doppelt so lang entspannen. „Das kann man in allen Positionen machen und auch einfach mal zwischendurch“, sagt Kaffer. Frauen helfe bei dieser Übung die Visualisierung, dass sich der Beckenboden öffne und schließe wie eine Sonnenblume. Männer könnten sich vorstellen, wie sich ihre Beckenbodenmuskulatur wie eine Brücke nach oben wölbe. „Zu Beginn sollte man dieses Wechselspiel ungefähr 30 bis 50 Mal am Tag durchführen, dann kann man sich langsam auf bis zu 100 Kontraktionen täglich steigern“, sagt Kaffer.

Pilates und Bauchtanz schulen den Beckenboden

Besonders effektiv für das Körperzentrum seien Sportarten wie Pilates, Bauchtanz oder das sogenannte Bauch-Beine-Po-Training, wenn der Beckenboden dabei gezielt angeleitet wird. Aber im Grunde könne man das beschriebene Beckenbodentraining in alle Sportarten integrieren. „Man muss sich einfach darauf konzentrieren, die Kraft für die einzelnen Techniken immer aus dem Beckenboden zu holen. Bei jeder Anspannung wird auch der Beckenboden angespannt, und die Entspannung wird ebenso an diese Muskeln weitergegeben“, sagt Kaffer.

Asexualität ist für viele Menschen ein Problem. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten Ihnen weitere Informationen zum Thema Sexualität: Libido und Leidenschaft bleiben ein Leben lang erhalten.

Russland braucht Kinder: Sex statt Arbeit

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Viele Familien können ein Lied davon singen: Kinder zeugen ist harte Arbeit. In einer russischen Provinz gibt es daher seit drei Jahren am 12. September den „Tag der Familienkommunikation“. An diesem Tag können Arbeitnehmer zu Hause bleiben, wenn sie sich der Zeugung kleiner russischer Patrioten befleißigen. Bei Erfolg winken Prämien. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die ungewöhnliche Maßnahme für mehr russischen Nachwuchs.

Vom Gouverneur der russischen Provinz Uljanowsk, Sergej Morosow, persönlich aufgefordert, dürfen Arbeitnehmer am 12. September zu Hause bleiben und sich der Familienerweiterung widmen. Natürlich gilt dieser Tag nicht allein dem Vergnügen, sondern hat das Ziel, die Geburtenrate der Provinz zu steigern. Inoffiziell wird der Tag bereits „Tag der Empfängnis“ genannt. Wie das gesamte Russland leidet auch Uljanowsk unter sinkenden Geburtenraten. Jedes Jahr schrumpft die russische Bevölkerung um 700.000 Menschen. Daher wird nicht nur der freie Tag geboten, sondern Prämien sollen den Anreiz noch weiter erhöhen.

Ziel: Zeugung am Tag der Familienkommunikation, Geburt am Nationalfeiertag

Genau neun Monate nach dem „Tag der Familienkommunikation“ feiert Russland am 12. Juni seinen Nationalfeiertag. Wer es „schafft“, seinen kleinen Patrioten genau an diesem Tag zur Welt zu bringen, dem winken attraktive Prämien. Vom Kühlschrank, über den Fernseher, bis hin zum Auto ist alles möglich. Dabei ist es egal, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge ist, es ist auch unwichtig, ob das Paar verheiratet ist oder nicht. Bisher war die Aufforderung „Sex statt Arbeit“ von oben allerdings noch nicht durchschlagend erfolgreich. Im Jahr 2006 waren es am Stichtag 12. Juni 26 Babies, im vergangenen Jahr immerhin schon 78.

Tag der Familienkommunikation in Deutschland?

Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Konzept in anderen europäischen Ländern ebenfalls durchsetzen wird. Schließlich leidet nicht nur Russland unter niedrigen Geburtenraten, sondern Gesamteuropa. Vielleicht könnte die Ausrufung eines deutschen „Tages der Familienkommunikation“ mit der Ausschreibung von Prämien zum Tag der deutschen Einheit die sich breitmachende Politikverdrossenheit bekämpfen?

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über den Trend „Karriere statt Kind“ und den Erfolg künstlicher Befruchtung.

Bildquelle: Renate Tröße, pixelio.de

Sex nach der Schwangerschaft

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Der Sex nach der Schwangerschaft wird überschattet von Vorurteilen, Mythen und vom Stress mit dem Nachwuchs. Vor allem ein Gerücht hält sich hartnäckig in den Köpfen: Während der Stillzeit kann Frau nicht schwanger werden. Dieses Gerede möchte das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de nun aus der Welt schaffen und aufklärende Informationen liefern.

Babygeschrei, Stress, alltägliche Probleme und Schlafmangel - Aufgrund von fehlender Zeit und ausbleibender Lust, kommen Zärtlichkeiten nach der Geburt des Kindes oft zu kurz. Man könnte vermuten, dass an Sex gar nicht erst zu denken ist. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch ergeben, dass frischgebackene Mütter relativ schnell wieder in das Liebesleben einsteigen.

Junge Frauen haben es eiliger mit dem Sex nach der Geburt

200 Frauen, die zwischen Juni 2007 und März 2008 ein Kind zur Welt gebracht haben, wurden im Auftrag der Essex Pharma GmbH mit Sitz in München, befragt. 43 Prozent der Frauen gaben an, innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt wieder Sex zu haben. Nach drei Monaten waren es bereits knapp 84 Prozent. Die Befragung machte deutlich, dass jüngere Frauen es meist eiliger haben. Besonders Mütter zwschen 15 und 25 Jahren waren schon kurz nach der Geburt wieder bereit, sexuell aktiv zu werden. Sie ließen sich im Durchschnitt nur sieben Wochen Zeit, bis zum ersten Sex nach der Entbindung. Junge Frauen bemühten sich zudem um ein frühes Abstillen. Im Durchschnitt säugten sie ihre Kinder nur 17,5 Wochen. Frauen zwischen 26 und 45 dagegen, stillten hingegen gute 23 Wochen.

Die Umfrage brachte zudem ein Ammenmärchen ans Licht, das sich hartnäckig in den Köpfen hält. 28 Prozent der Befragten, die angaben, während der Stillzeit nicht verhütet zu haben, glauben, dass innerhalb dieser Zeit keine erneute Schwangerschaft möglich ist. Das Gerücht hat auch wahre Züge, sollte allerdings nicht überbewertet werden. Nur wenn bestimmt Voraussetzungen erfüllt sind, kann man ausschließen, wiederholt schwanger zu werden. Bereits bei einer Stillpause von vier Stunden kann der Eisprung und somit auch eine abermalige Schwangerschaft erfolgen.

Stillzeit und Verhütung

Auch die Verhütung während der Stillzeit wird von Frauen ganz unterschiedlich gehandhabt. Lediglich 70 Prozent der Frauen greifen überhaupt auf Präservativa zurück. 58 Prozent von ihnen nutzen Kondome, während 40 Prozent mittels hormoneller Methoden verhüten. Hier werden insbesondere östrogenfreie Präparate bevorzugt, da Östrogene die Muttermilch beeinflussen können, indem sie sich negativ auf Menge und Zusammensetzung auswirken.

Das Forum der imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Nutzern, sich über verschiedene Themen auszutauschen und Fragen zu stellen, so auch in Bezug auf Sexlust nach der Schwangerschaft.

Die imedo-Gesundheitsnews halten allerlei Wisseswertes in einer eigenen Rubrik zum Thema Schwangerschaft bereit.

Einen passenden Gynäkologen in Ihrer Nähe finden Sie mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Ungewöhnliche Verhütungsmittel: Von Krokodilkot bis Kautschuk

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Der natürliche Verlauf der Fruchtbarkeit sieht im Leben einer Frau 15 Schwangerschaften vor, acht bis zehn Kinder werden tatsächlich geboren, aber nur sechs bis sieben überleben. Frauen, die das verhindern wollen, greifen zu Verhütungsmitteln. Der Fantasie waren dabei noch nie Grenzen gesetzt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Schlafzimmer der Vergangenheit.

Irgendwann vor vielen tausend Jahren muss den Menschen klar geworden sein, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Geschlechtsakt und einer Schwangerschaft gibt. Schwangerschaftstests, wie sie heute überall zu kaufen sind, gab es noch nicht. „Eine Schwangerschaft hat eine Frau von selbst erst im dritten oder vierten Monat erkannt“, sagt Gynäkologe Christian Fiala. „Man kann das nicht mit der heutigen Zeit vergleichen“, erklärt er weiter. Christian Fiala hat im vergangenen Jahr das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in Wien eröffnet.

Erstes Schriftstück zum Thema Empfängisverhütung

Das älteste überlieferte Schriftstück zum Thema Empfängnisverhütung ist das „Papyrus Kahun“. Es stammt etwa aus der Zeit um 2100 v. Chr. Akazienspitzen mit Datteln und Honig sollten auf einen Federbausch gestrichen und dieser dann in die Scheide eingeführt werden. Diese Art Tampon sollte die Spermien davon abhalten, zur Gebärmutter vorzudringen. Eine andere Methode empfahl, Krokodilkot aufzulösen und saure Milch hinzuzufügen. Ägypterinnen gossen sich zudem einen halben Liter Honig mit einer Prise Soda in die Scheide. Die Überlegungen zu diesen Methoden sind auch aus heutiger Sicht nicht ganz unsinnig. Saure Milch und Soda sind schädlich für die säureempfindlichen Spermien. Fraglich dagegen ist die Nutzung von Krokodilexkrementen. Diese sind basisch und schaffen eher ein nützliches Milieu für Spermien.

Es gibt nichts, was nicht probiert wurde um eine Empfängnis zu vermeiden

Laut Fiala sein alle Verhütungsmethoden, die bis zur Entdeckung der fruchtbaren Tage verwendet wurden, nicht nachweisbar effektiv gewesen. „Es gibt nichts auf dieser Welt, das nicht als Verhütungsmittel verwendet wurde“, sagt der Gynäkologe. Es sei eher Zufall, wenn Schriftstücke mit alten Methoden gefunden werden, die angeblich zur Verhütung beitragen. Das Wissen über die Vorgänge im weiblichen Körper sei einfach zu gering gewesen, so Fiala.

Frühe Scheidenzäpfchen

Doch die Ägypterinnen waren hartnäckig in Sachen Empfängnisverhütung. Schon damals gab es sogar Scheidenzäpfchen. Granatapfelkerne wurden zerkleinert und in Wachs eingerollt. Heute ist bekannt, dass Granatäpfel eine antiöstrogene Wirkung besitzen. Die Ägypterinnen versprachen sich eine Verhinderung des Eisprungs.

Auch in der Erfindung so genannter mechanischer Verhütungsmittel waren die Ägypterinnen kreativ. Angeblich haben sie halbierte Zitronenschalen als Diaphragma benutzt und über den Muttermund gelegt.

Der Vorläufer der Spirale stammt aus dem Orient und wurde bei Kamelweibchen angewendet. Mit Hilfe eines Schilfrohrs sollen den Tieren Kieselsteine in die Gebärmutter geblasen worden sein. Die Steine bewirkten, dass der Eingang zur Gebärmutter verschlossen wurde. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass Wissen zur Zeit vor dem Buchdruck ausreichend weitergeben werden konnte, sagt Christian Fiala. Wissen sei nur regional verbreitet gewesen. Wenn eine Ägypterin ein angblich wirkungsvolles Verhütungsmittel entdeckt hatte, heiße das nicht automatisch, dass dieses allgemein gängig gewesen sein musste. Es hätten nur wenige Menschen davon gewusst, erklärt der Experte.

Von Leder bis Kautschuk: die Entwicklung des Kondoms

Gar nicht gefühlsecht waren die ersten „Kondome“. Überzieher aus Schildpatt, so genannte Kabutogata, wurden im 10. Jahrhundert v. Chr. in Japan verwendet. Damals sollten sie vor einer Schwangerschaft schützen. Heute gibt es das Kabutogatas als Spielzeug zur Luststeigerung. Aber auch Überzieher aus Leder, Fischblasen, Tierdärmen und Ölpapier wurden benutzt. Als Erfindes des Kondoms gelten aber weder die Ägypter noch die Japaner, sondern der italienische Chirurg Gabriele Fallopio. Er riet im 16. Jahrhundert zur Nutzung von Leinensäckchen, die mit Medikamenten und anorganischen Salzen getränkt wurden. Das sollte vor der Syphilis schützen. Seinen Namen verdankt die Latexhülle angeblich dem Hofarzt des englischen Königs Charles II. Dr. Condom soll er geheißen haben.

Der berühmteste Nutzer der Kondome war wohl Giacomo Casanova. Im 18. Jahrhundert bevorzugte er allerdings die bequemere Form – gefüttert mit Samt und Seide, konnten die Verhüterlis gewaschen, getrocknet und wiederverwendet werden. Im 19. Jahrhundert wurden erstmals Gummi-Kondome aus Kautschuk gefertigt. Die Idee stammte von Charles Nelson Goodyear. Zwei Millimeter waren diese Kondome dick und wurden ab Mitte des 19. Jahrhundert serienmäßig hergestellt.

Das Happy-End der langen Geschichte hinsichtlich Verhütung

„Zuviele Kinder haben das wirtschaftliche Überleben der Familie gefährdet“, sagt Fiala. Der Versorgungsaspekt, den Kinder heutzutage erfüllen, war damals noch nicht ausgeprägt. In der vorindustriellen Zeit sei die Lebenserwartung weitaus niedriger gewesen als heute, die Kinder mussten folglich länger versorgt werden, als die Eltern einen Nutzen gehabt hätten, erklärt der Experte.

Der erste wirklich Wendepunkt in Sachen Verhütung kam 1929. Der Japaner Kyusaku Ogino entwickelte eine Rhytmus-Methode um die Chancen zur Empfängnis zu erhöhen. Der Österreicher Hermann Knaus entwickelte sie weiter zur Empfängnisverhütung. Aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit dient sie aber eher ersterem. Zuverlässig oder nicht, das Ergebnis war eine Revolution in der Geschichte der Verhütung. Der weibliche Zyklus wurde erstmals beschrieben und die Basis zur wirksamen Empfängnisverhütung war geschaffen.

Die Anti-Baby-Pille

Die zweite revolutionäre Entwicklung ist die Erfindung der Anti-Baby-Pille. Anfang der 60er Jahre kam sie auf den deutschen Markt und ist seitdem das am weitesten verbreitete Verhütungsmittel. Dass Frauen heutzutage so aktiv auf den Zyklus Einfluss nehmen können ist für Christian Fiala „das Happy-End des bewegendsten Themas der Menschheit“. Man könne sich das Leiden der Frauen in den vergangenen Jahrtausenden nicht vorstellen. Durch die moderne Wissenschaft und die Entwicklungen in der Empfängnisverhütung sei ein Leben, wie wir es heute führen, erst möglich geworden. Ohne die Entdeckung der fruchtbaren Tage und der Pille wäre das nicht möglich, sagt Fiala.

Die imedo Gesundheitsnews informieren über Sex. So zum Beispiel über  Sex nach der Schwangerschaft und Sexunfälle.

Bildquelle: Klicker, pixelio.de; RainerSturm, pixelio.de

Sex im Alter

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Sex im Alter – das Thema wurde lange tot geschwiegen. Mit der steigenden Lebenserwartung, steigt aber auch die sexuelle Aktivität im Alter. Zwar weniger aktiv und anders als in jungen Jahren, aber Liebe im Alter geht dennoch weit über das Händchenhalten hinaus. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich mit dem Thema beschäftigt.

Bloß noch Händchenhalten? Liebe im Alter, das zeigt beispielsweise Andreas Dresens Film „Wolke 9“, kann auch ganz anders aussehen: Leidenschaft, Begehren und pure Körperlichkeit prägen die Beziehung zwischen der Mittsechzigerin Inge und dem 76-jährigen Karl, die sich Hals über Kopf ineinander verlieben und damit sogar Inges Ehe sprengen. „Es gibt kein Lebensalter, in dem Sexualität keine Rolle spielt“, sagt Christoph Ahlers vom Institut für Sexualmedizin der Berliner Charité. Aber „den“ Sex im Alter gibt es auch nicht: Denn die Spannweite sexuellen Erlebens und Verhalten wird mit den Jahren immer größer, sind sich Fachleute einig.

Im Alter weniger Sex

Studien zur Sexualität im Alter sind mit Vorsicht zu genießen, meinen viele Sexualmediziner – denn sie sind meist nicht repräsentativ, sondern basieren auf Befragungen Freiwilliger. „Trotzdem sind zwei Tendenzen zu entnehmen: Wer in jungen Jahren sexuell aktiv war, ist es meistens auch im Alter. Und: Im Alter haben Frauen und Männer weniger Sex als in jungen Jahren“, sagt Kirsten Gaede von der Forschungsgruppe Geriatrie der Berliner Charité.

Der Wiener Altersforscher Leopold Rosenmayr sichtete dazu diverse Studien: Danach sind in Deutschland noch 60 bis 90 Prozent der Männer zwischen 60 und 69 sexuell aktiv, ein Jahrzehnt später sind es zwischen 48 und 79 Prozent. Bei den Frauen zwischen 60 und 70 haben 45 bis 55 Prozent ein aktives Liebesleben, bei den über 70-Jährigen weniger als zehn Prozent.

Strenge Sexualmoral versus 68er

Die Hamburger Sexualtherapeutin Kirsten von Sydow, nach deren Untersuchung die meisten Frauen sogar schon zwischen 60 und 65 auf Sex verzichten und bei vielen Männern mit 68 Schluss ist, sieht jedoch einen Wandel. „Während die Älteren noch mit strengerer Sexualmoral aufgewachsen sind, kommen jetzt auch die ersten Alt-68er in die Jahre.“ Weniger Genügsamkeit, dafür mehr Selbstbestimmung und auch höhere Ansprüche an Beziehungsleben und Sexualität spielten da eine Rolle. Andererseits mache der Jugendlichkeitswahn unserer Gesellschaft ein lustvolles Liebesleben im Alter oft nicht einfacher. So mancher schämt sich seiner erschlafften Formen. „Für Frauen bleibt der Körper lebenslang ein Thema. Und er wird auch für Männer immer wichtiger.“

Gesundheit und körperliches Wohlbefinden spielen in der Tat für das Liebesleben und sexuelle Zufriedenheit eine große Rolle, bestätigt auch die Soziologin Tina Denninger, tätig an der Uni Jena. Errektionsprobleme bei Männern, aber auch andere schwere Erkrankungen wie Prostata- oder Brustkrebs, Diabetes, Harninkontinenz oder ein erlittener Herzinfarkt hemmten viele Ältere, sexuell aktiv zu werden. Nicht alle trauen sich, hier ärztlichen Rat einzuholen und sich durch Medikamente helfen zu lassen. Zudem gelte – und das nicht nur bei Senioren: Wer lange zusammen ist, hat weniger Sex. Hier trete allerdings oft eine neue Intimität an die Stelle. „Vor allem im Alter bedeutet Sexualität nicht nur Geschlechtsverkehr und Orgasmus, sondern auch alltägliche Zärtlichkeiten und Berührungen“, resümiert Denninger.

Frauen vermissen den Sex, denn sie sind häufig allein

In diesem weiter gefassten Begriff bleibt das Interesse am Sex bei Männern wie Frauen bis ins hohe Alter bestehen. Allerdings wird er seltener ausgelebt und oft schmerzhaft vermisst – bei Frauen liegt das vor allem daran, dass sie ihren Partner durch Tod verlieren und dann alleine bleiben. „Und allein stehende ältere Männer haben oft einen Hang zu jüngeren Frauen“, ergänzt von Sydow. Noch schwieriger wird es für Ältere, wenn sie in Altenheimen leben. Dort gibt es zwar neue Menschen kennenzulernen, aber oft wenig Rückzugsmöglichkeiten. Doch die Sensibilität für das Thema steigt und findet etwa in abschließbaren Doppelzimmern Ausdruck.

Erfüllte Sexualität im Alter: ohne Vergleich mit Jüngeren

„Verliebtheit ist im Menschen angelegt und kennt kein Alter“, sagt von Sydow. Auch wenn also ein gleichaltriges, frisch verliebtes und sexuell überschwängliches Seniorenpaar wie das in Dresens Film heute noch eher die Ausnahme sein dürfte, ist ein Wandel spürbar. Das einstige Tabu-Thema wird in Broschüren vom Bund oder Pro Familia an die Öffentlichkeit gebracht, und im Internet gibt es Kontaktbörsen speziell für Senioren. Am erfüllensten wird Sexualität im Alter nach Ansicht der Fachleute dann, wenn der ständige Vergleich mit Jüngeren aufhört – und hier und da eine Portion Humor dazu kommt. Schließlich schläft im Film „Pret-a-porter“ auch Marcello Mastroianni ein, als Sophia Loren vor ihm einen Striptease hinlegt.

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Bildquelle: Bernd Boscolo, pixelio.de

Notfall: Sexunfall

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Des einen Leid ist des anderen Freud. Kaum ein Thema wird so sehr totgeschwiegen wie peinliche Sexunfälle im Bett. Wenn doch einmal die Sprache darauf kommt, biegen sich alle vor Lachen und die Schadenfreude ist groß. So abenteuerlich wie die Verletzungen selbst sind auch die Erklärungen, wie es dazu kommen konnte. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich genauer mit dem Tabuthema auseinander gesetzt.

Sexunfälle sind peinlich bis riskant. Meist verschweigen die Betroffenen sie, weil sie sich nicht der Schadenfreude anderer aussetzen wollen. Und so sind Bett-Pannen wahrscheinlich eine der letzten Tabuthemen beim Sex. Ob das Unglück durch Selbstmanipulation oder mit dem Partner geschieht, ist letztendlich egal – am besten ist es, rasch in die Klinik zu fahren, um die Verletzung vom Arzt untersuchen zu lassen und einen bleibenden Schaden auszuschließen. „In großen Kliniken wird man so ein- bis zweimal die Woche mit den Folgen eines Sexunfalls konfrontiert, meistens nachts“ berichtet die Urologin und Andrologin Kornelia Hackl aus München aus ihrer Erfahrung. Penisbrüche und Risse des Penisbändchens sind dabei die häufigsten Verletzungen.

Was passiert beim Penisbruch?

Des Mannes bestes Stück besteht zwar nicht aus Knochen, brechen kann es dennoch. Der schwere Penisbruch stellt für jeden Betroffenen ein wahrhaft traumatisches Ereignis dar. Begleitet von einem deutlich hörbaren Knacken und einem höllischen Schmerz kommt es direkt zu einem Zusammenbruch der Manneskraft. Innerhalb weniger Minuten folgt das sogenannte „Auberginen-Stadium“: Der gesamte Penis schwillt auf die zwei- bis dreifache Dicke an und färbt sich lila. Der Bruch selbst kommt durch ein Einreißen der Schwellkörperhaut zustande. Dadurch strömt das Blut aus dem Schwellkörper in das umliegende Gewebe und bildet einen Bluterguss, auch Hämatom genannt, der den ganzen Penis erfasst. Die schwere Penisfraktur bedarf auf jeden Fall einer sofortigen Operation. Als Sofortmaßnahme sollte der Penis mit der Hand zusammengepresst werden, um die Schwellung einzuschränken. Danach muss der Patient mit einer Eispackung in die Klinik gebracht werden. Bei Penisfrakturen ist ein operativer Eingriff meist unumgänglich, um die Langzeitschäden wie Verbiegung des Penis oder Erektionsstörungen zu beheben. Bereits wenige Wochen nach dem Eingriff kann in der Regel wieder der Lust gefrönt werden.

Häufig kommt es zu leichtem Penisbruch

Viel häufiger ist jedoch der leichte Penisbruch, der nach einem leichten Knacken und einem kurzen Schmerz ebenfalls eine nachlassende Erektion zu Folge hat. Ein Hämatom bleibt jedoch meist aus. Nach einigen Wochen kommt es dann allerdings meist zu einer Knotenbildung oder zu einer Penisverbiegung, auch längerfristige Erektionsstörungen können auftreten.

Riss des Penisbändchens

Das Bändchen, das die Vorhaut hinter der Eichel befestigt, kann individuell etwas kürzer oder länger sein. „Klar, dass ein recht kurzes, ein sogenanntes Frenulum breve, nicht nur zu Schmerzen bei der Erektion führt, sondern beim Eindringen sogar einreißen kann,“ erklärt Kornelia Hackl. Das tut zwar nicht so dramatisch weh wie eine Penisfraktur, doch es blutet sehr stark, weil im Bändchen eine Arterie verläuft. Man sollte dann am besten auf die Wunde drücken und zum Arzt gehen. Blutet es weiter, schließt der Arzt die Verletzung mit einer kleinen Naht – und kann gleichzeitig das Frenulum breve etwas verlängern, damit es nicht wieder einreißt. Die Urologin beruhigt: „Dieser ambulante Eingriff dauert nur etwa zehn Minuten.“

Wund reiben von Vagina und Penis

Zu oft oder zu kraftvoll – gerade in der Anfangsphase der Liebe kann die Lust so groß sein, dass empfindliche Stellen darunter leiden. Sowohl Vagina als auch Penis können sich wund reiben. Salben mit Dexpanthenol oder Hamamelis beruhigen die Haut und lassen die Irritationen rasch wieder abheilen. Bis sich die Haut regeneriert hat, sollte man sich den Sex aufsparen und mindestens drei Tage – und in Zukunft – präventiv Gleitmittel verwenden.

Penismanipulationen

Äußerst erfinderisch zeigen sich manche Männer, wenn es darum geht, aus sexueller Entdeckungsfreude Gegenstände in die Harnröhre einzuführen. Sie hantieren mit länglichen Geräten wie beispielsweise Kugelschreiberminen. Nach dem Einführen folgt die Ernüchterung – kein Lustgewinn, sondern Schmerzen, weil sich die Teile nicht mehr oder nur noch unter großen Beschwerden entfernen lassen. Daher sollte man nicht versuchen, weiter selber herumzudoktern, sondern unverzüglich eine Klinik aufsuchen, lautet der Rat von Urologin Kornelia Hackl. Der Arzt entfernt den Fremdgegenstand aus Harnröhre oder Blase endoskopisch.

Um das sexuelle Empfinden zu fördern, sollte man keine Experimente wagen, sondern die Beckenbodenmuskulatur stärken. Die imedo-Gesundheitsnews verraten wie es geht.

Die imedo-Gesundheitsnews thematisieren auch Internet-Sex: Internet-Sex führt zu Depressionen.

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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