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Gefährlicher Glühwein: Schweinegrippe bedroht Weihnachtsmarktbesucher

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Um den Glühwein als Infektionsgefahr für die Schweinegrippe zu entschärfen, empfiehlt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Gesundheitsportal www.imedo.de auf Plastikbecher umzusteigen. Zudem sollten die Weihnachtsmarktbesucher darauf achten, dass das Bedienpersonal an Glühweinständen und Co. Handschuhe trägt, am Stand Desinfektionsmittel vorhanden ist und von den Mitarbeitern regelmäßig verwendet wird, das Personal und der Stand einen hygienischen Eindruck machen und Geschirr optimal gereinigt wird.

Waren Sie schon auf dem Weihnachtsmarkt? Was macht fast jeder Mensch auf dem Weihnachtsmarkt? Zuckerwatte essen? Nein. Riesenrad fahren? Nein. Lose ziehen? Nein. Glühwein oder Glühpunsch trinken – mit und ohne Alkohol. Der Glühweinstand ist wohl der beliebteste auf allen Weihnachtsmärkten in Deutschland, von Aachen über Braunschweig bis nach Nürnberg: lecker Glühwein aus „hübschen“ Keramikbechern. Die Übertragung der Schweinegrippeviren droht Millionen Weihnachtsmarktbesuchern nicht nur durch die dichten Menschenmassen, denn zusätzlich stellen mangelhaft gereinigte, unhygienische Glühweinbecher eine Gefahr dar: Damit können die Schweinegrippeviren (H1N1) leicht übertragen werden, selbstverständlich auch die saisonale Grippe und die klassische Erkältung.

Wer der Gefahr entgehen möchte, sollte auf Einmal-Plastikbecher zurückgreifen. Schweinegrippe und saisonale Grippe vom Weihnachtsmarkt drohen dann nicht mehr. Grundsätzlich stellt der Weihnachtsmarktbesuch ein hohes Infektionsrisiko dar, da Kinder, die besonders häufig infiziert sind, und Senioren, die besonders abwehrschwach sind, zur größten Besuchergruppe gehören. Schweinegrippepatienten und Menschen, die unter Infektionsverdacht stehen, sollten Weihnachtsmärkten fern bleiben, so Müller abschließend.

Erwachsene erkranken in Deutschland im Schnitt zwei bis drei mal im Jahr an einem Grippalen Infekt. Umfassende Informationen dazu bietet Ihnen das imedo-Infocenter „Grippaler Infekt“.

Der Norovirus macht den Menschen in Herbst und Winter ebenfalls zu schaffen. Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews wo Ansteckungsgefahr besteht und wie Sie sich schützen können: „Winterproblem Magen-Darm-Grippe“

Bei imedo.de erfahren Sie auch, wie es zu einer Viruserkrankung und einer Erkältung kommt und was die wesentlichen Unterschiede dieser Erkältungskrankheiten sind.

Redaktion: Sven-David Müller, Andreas Köster
Bildquelle: pixelio.de, Stephanie Hofschläger, Siegfried Baler

Schweinegrippe: Weihnachtsmärkte als Gefahr

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Die Schweinegrippe breitet sich immer schneller aus und die ersten Weihnachtsmärkte öffnen, die mit dichten Menschenmengen eine große Ansteckungsgefahr darstellen, macht Medizinjournalist Sven-David Müller vom Gesundheitsportal www.imedo.de deutlich. Aktuelle Studienergebnisse des Tübinger Friedrich-Löffler-Instituts und der Berliner Charité weisen darauf hin, dass eine mediterrane Heilpflanze die Schweinegrippe-Pandemie stoppen könnte: Die Zistrose enthält spezifische Polyphenole, die als Infektblocker wirken. Die sekundären Pflanzenstoffe sind in der Lage, die Zellen des Körpers vor dem Eindringen der Schweinegrippe-Viren zu schützen. Sie verändern die viralen Oberflächenproteine, die das Andocken der Viren auf der Zelloberfläche und die Einschleusung der Viren in die Zelle normalerweise möglich machen. Damit bietet die Zistrose eine neue Möglichkeit, sich vor Schweinegrippe zu schützen. Zistrosen-Pflanzenextrakte wirken lokal im Mund und können zur Vorbeugung gegen Schweinegrippe beispielsweise beim Weihnachtsmarkt-Besuch gelutscht werden.

Schweinegrippe-Risiko auf dem Weihnachtsmarkt und bei der Karnevalssitzung

Aber nicht nur der Weihnachtsmarkt stellt ein Schweinegrippe-Infektionsrisiko dar, sondern auch auch andere Menschenansammlungen wie Karnevalsveranstaltungen sind ein Risiko. Mehr als 53.000 Menschen sind in Deutschland seit April 2009 mit dem Schweinegrippe-Virus (H1N1-Virus) infiziert worden. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich vor den Schweinegrippe-Viren zu schützen. Problematisch ist, dass eine optimale Versorgung mit der Schweinegrippe-Impfung auch für gesunde Menschen frühestens in einigen Wochen möglich ist. Viele Menschen lehnen eine Impfung gegen die Schweinegrippe ab, andere halten die Impfung für überflüssig und viele Ärzte und Organisationen warnen sogar vor Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung. Zudem bestehen insbesondere für Schwangere und Stillende größte Vorbehalte vor einer Schweinegrippe-Impfung mit den bisher vorliegenden Seren. Die Ständige Impfkommission weist darauf hin, dass erst im Dezember ein geeigneter Impfstoff für Schwangere und Stillende zur Verfügung steht. Es gibt aber neben der Schweinegrippe-Impfung und dem Lutschen von Zistrosen-Tabletten noch weitere Möglichkeiten, die vor der Schweinegrippe-Infektion schützen. Solche Produkte sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

11 Tipps gegen die Schweinegrippe:
1. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife kann vor der Schweinegrippe schützen (Empfehlung: bei Bedarf – aber mindestens 10 mal täglich)
2. Hygienisch husten reduziert das Schweinegrippe-Risiko – zur Minimierung des Schweinegrippe-Infektionsrisikos am besten in die Armbeuge husten und nicht in die Hand
3. Zuhause bleiben gilt insbesondere für Schweinegrippe-Patienten, aber – wenn möglich – auch als Vorbeugung für Gesunde
4. Abstand halten vermindert das Risiko der Schweinegrippe-Infektion
5. Hygienemasken – auf jeden Fall für Schweinegrippe-Patienten und eventuell auch für alle, die der Schweinegrippe vorbeugen möchten
6. Die Krankheit Schweinegrippe erkennen, denn wenn der Arzt die Schweinegrippe frühzeitig erkennt, reduziert sich die Gefahr der Schweinegrippe-Infektion und andere Menschen können vor der Schweinegrippe bewahrt werden
7. Schweinegrippe-Patienten sollten sich schonen (Bettruhe, mindestens bis das Fieber abgeklungen ist), um rasch und ohne Rückfall wieder gesund zu werden
8. Mehrmals täglich lüften verringert die Schweinegrippe-Gefahr
9. Eine gesunde Ernährungsweise mit reichlich Gemüse und Frischobst einhalten, um die Abwehrkräfte im Kampf gegen die Schweinegrippe-Viren zu stärken
10. Auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr achten – dabei kommt Vitamin-D und dem Spurenelement Zink eine besondere Bedeutung in der Stärkung der Abwehrkräfte zu
11. Zistrosen-Tabletten lutschen, wirkt als Infektblocker gegen Schweinegrippe und saisonale Grippe

H1N1 Virus birgt große Gefahren
Wer aus den Pandemien der Vergangenheit lernt, reduziert auch das Risiko der Schweinegrippe-Infektion. Die wichtigste therapeutische Maßnahme bei einer Grippe-Infektion ist schon seit der Spanischen Grippe, das Bett zu hüten. Mediziner weisen darauf hin, dass die Schweinegrippe in der Regel sieben Tage mit ihren schwereren Symptomen andauert und in dieser Zeit auch ansteckend ist. Danach sollten sich Schweinegrippe-Patienten noch ein bis zwei Wochen schonen. Menschen, die unter dem Verdacht der Schweinegrippe-Infektion stehen, sollten nicht direkt zum Arzt gehen, um eine Infektion anderer Patienten zu vermeiden. Sie sollten den Arzt zuerst anrufen, um das Risiko der Ansteckung in der Arztpraxis zu vermeiden. Mit der Grippe ist grundsätzlich nicht zu scherzen!

Redaktion: Andreas Köster, Sven-David Müller

In der imedo-Gruppe “Schweinegrippe” können Sie sich mit anderen Menschen über Ängste und Erfahrungen austauschen und erfahren, was sie über die Schutz-Impfung denken.

Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: Gefährliche Grippe oder einfache Erkältung?

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt eine Internetseite mit Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Pandemie und zur Schweinegrippe-Impfung bereit.

Literatur und Quellen:

http://www.zoonosen.net/NewsundPresse/tabid/1191/articleType/ArticleView/articleId/569/Default.aspx

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6T2H-4NWMWX3-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=840c00600fcd6bfcf457547266e2d838

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6T2H-4NRCW3R-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=5487b6546634829f7a4f708f788242d6

http://zmbe.uni-muenster.de/institutes/imv/imvrescyst_de.htm

• Kiesewetter H, Ludwig S, Planz O: Aktuelle Forschungen zur antiviralen Wirkung von Cystus052. Deutsche Apothekerzeitung. 2009; 149(28):44-47.
• Kalus U, Kiesewetter H, Radtke H: Effect of CYSTUS052(R) and green tea on subjective symptoms in patients with infection of the upper respiratory tract. Phytother Res. 2009 May 14.
• Ehrhardt C, Hrincius ER, Korte V, Mazur I, Droebner K, Poetter A, Dreschers S, Schmolke M, Planz O, Ludwig S: A polyphenol rich plant extract, CYSTUS052, exerts anti influenza virus activity in cell culture without toxic side effects or the tendency to induce viral resistance. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):38-47.
• Droebner K, Ehrhardt C, Poetter A, Ludwig S, Planz O: CYSTUS052, a polyphenol-rich plant extract, exerts anti-influenza virus activity in mice. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):1-10.
• Droebner K, Ehrhardt C, Mueller, C, Hrincius ER, Buettner M, Ludwig S, Planz O: Early antiviral activity of CYSTUS052 against H5N1 influenza virus is more efficient compared to oseltamivir. Planta Medica. 2008 Jul;74:934.
• Ehrhardt C, Eike R, Hrincius ER, Droebner K, Korte V, Mazur I, Pötter A, Schmolke M, Planz O, Ludwig S: CYSTUS052, a polyphenol rich plant extract, exerts potent anti-influenza virus activity in cell culture by blocking viral attachment to host cells. Planta Medica. 2008 Jul;74:1019.

Bildquelle: pixelio.de, Wolfgang Hoyer

Durch Lüften der Schweinegrippe trotzen

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Die Schweinegrippe-Pandemie* schreitet rasch voran. Bis zum heutigen Tag haben sich nach Angaben des Europäischen Seuchenkontrollzentrums (ECDC) in Stockholm über 150.000 Menschen infiziert. Auch die Zahlen für Deutschland sind mit mehr als 5300 Infizierten alarmierend. Gegen das neue Influenza A/H1N1-Virus* schützende Impfstoffe werden derzeit mit Hochdruck entwickelt. Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Gesundheit können erste Impfungen jedoch erst in drei bis vier Monaten stattfinden. Zudem wird nur für 30 Prozent der Bevölkerung Impfstoff bestellt. Die Gesundheitsredaktion des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de gibt die besten Tipps gegen die Schweinegrippe-Infektion.

Impfung gegen Schweinegrippe: Schwangere und Polizisten zuerst
Zuerst wird der fertige Impfstoff voraussichtlich im Herbst 2009 für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen und für Schlüsselpersonal zur Verfügung gestellt. Dazu zählt vor allem medizinisches Personal, aufgrund des vermehrten Kontakts zu Grippe-Infizierten. Bei einer Pandemie muss neben der medizinischen Versorgung auch die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten werden. Daher sind auch für Mitarbeiter der Feuerwehr, der Polizei sowie der Justizvollzugsanstalten Impfstoffdosen vorgesehen. Eine Infektion mit dem A/H1N1-Virus kann vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangere zu einem ernsten Gesundheitsproblem führen. Deshalb wird für diese Gruppen ebenfalls Impfstoff zur Verfügung stehen, was auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt. Die Pandemieplanung von Bund und Ländern sieht einen öffentlichen Aufruf zur Impfung vor. Wahrscheinlich benachrichtigen die Krankenkassen ihre zu einer der Risikogruppen gehörenden Versicherten. Über den genauen Ablauf der Impfungen informieren dann die örtlichen Gesundheitsämter. Bevölkerungsgruppen, die besonders gefährdet sind, werden rechtzeitig darüber informiert, wo die Impfungen stattfinden. Bei Beschäftigten für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist davon auszugehen, dass die Impfung am Arbeitsplatz erfolgt.

Wirkung der Impfung gegen Schweinegrippe
Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfdosen notwendig. Der Mindestabstand zwischen diesen Impfungen sollte nach Einschätzung von Experten etwa zwei Wochen betragen. Ein Immunschutz stellt sich zwischen der ersten und zweiten Impfung ein und ist etwa zehn Tage nach der zweiten Impfung komplett.

8 Empfehlungen zum persönlichen Schutz vor Schweinegrippe

Angesichts der Verbreitung der Schweinegrippe empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung folgende Regeln zum persönlichen Schutz der Bürger:

1. Richtig Hände waschen
Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern.

2. Hände vom Gesicht fernhalten
Vermeiden Sie es, Mund, Nase oder Augen mit den Händen zu berühren, weil auf diesem Weg Viren von den Händen über die Schleimhäute in den Körper gelangen können.

3. Hygienisch husten und niesen
Halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Personen. Husten und niesen Sie in ein Einmaltaschentuch oder in Ihre Armbeuge, auf keinen Fall in die Hand. Das Taschentuch gehört nach einmaliger Benutzung sofort in den Abfall.

4. Wer kann sich zurzeit mit dem Influenza-Virus A/H1N1 anstecken?
Anstecken kann sich nur, wer Kontakt zu erkrankten oder infizierten Menschen hat. In Deutschland sind gegenwärtig nur sehr wenige Menschen erkrankt.

5. Auf erste Anzeichen achten
Auf eine Grippe weisen plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen hin. Wenn Sie sich krank fühlen, vereinbaren Sie telefonisch mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin einen Termin, um ein Ansteckungsrisiko im Wartezimmer zu vermeiden.

6. Andere schützen
Verzichten Sie, wenn Sie erkrankt sind, auf Körperkontakt wie Umarmen oder Küssen. Wenn Sie zu Hause versorgt werden, halten Sie sich nach Möglichkeit in einem separaten Raum auf. Achten Sie auf generelle Sauberkeit Ihrer Wohnung, insbesondere in Küche und Bad.

7. Geschlossene Räume regelmäßig lüften
Lüften Sie geschlossene Räume drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten. Dadurch wird die Zahl der Viren in der Luft verringert und ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert.

8. Reiseempfehlungen
Beachten Sie die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.

Auf der Startseite der Gesundheitsnews kann man an der aktuellen imedo-Umfrage zur Einschätzung der Gefahr der Schweinegrippe teilnehmen und sehen, wie andere Menschen darüber denken.

Eine ganze imedo-Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema Schweinegrippe und bietet neben hilfreichen Quellen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.
Bildquelle: Martin Schemm, seedo, pixelio.de

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*Glossar:
Pandemie
Unter Pandemie versteht man die weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht begrenzt. Die moderne Infrastruktur und Fernreisen per Flugzeug beschleunigen heutzutage die Verbreitung der Erreger. Die von der WHO ausgerufene Phase 6 beschreibt den Verlauf der Pandemie: Wachsende und anhaltende Übertragungen von Mensch zu Mensch in der gesamten Bevölkerung sowie räumlich getrenntes Ausbruchsgeschehen in mindestens zwei WHO-Regionen.

A/H1N1-Virus
Der Virus ist ein häufig umlaufender Subtyp der Humaninfluenza. Er kann besonders leicht in menschliche Körperzellen eindringen und sein Erbgut einschleusen. Weil sein erster Nachweis im Jahr 1930 aus Schweinen gelang, werden durch diesen Subtyp verursachte Infektionen beim Schwein als Schweineinfluenza und beim Menschen umgangssprachlich als „Schweinegrippe“ bezeichnet. A/H1N1 beschreibt dabei die Beschaffenheit der Oberflächenstruktur des Virus.

Schweinegrippe: Bisher drei Fälle in Deutschland bestätigt

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Die Schweinegrippe hat Deutschland nun endgültig erreicht und breitet sich weltweit immer mehr aus. Auch in den USA ist bereits ein Mensch an dem Virus gestorben. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warnt zwar vor einer Verharmlosung der Grippe, bestätigt aber, dass Deutschland gut gewappnet ist. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Die Schweinegrippe breitet sich weiter aus. In Deutschland sind bisher drei deutsche Mexiko-Rückkehrer an der neuen Influenza erkrankt, wie Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Mittwoch in Berlin sagte. Das Robert-Koch-Institut sieht derzeit für die deutsche Bevölkerung jedoch “keine allgemeine Gefährdung”. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte von den Ländern vorsorglich die gebotenen Medikamente bereitzustellen. Experten hatten zuvor vor Engpässen beim Vorrat an Grippemitteln gewarnt.

Die drei deutschen Erkrankten sind RKI-Präsident Jörg Hacker zufolge nicht in Lebensgefahr. Sie zeigten grippeartige Symptome wie “relativ hohes Fieber”. Bayerische Gesundheitsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, dass eine Erkrankte aus Kulmbach mittlerweile “völlig beschwerdefrei” sei. Bei vier Fällen bestätigte sich dem Ministerium zufolge der Verdacht einer Infektion nicht. Bei zwei weiteren gebe es noch “keine abschließende Klarheit”.

Meldepflicht bei Verdachtsfällen gefordert

Schmidt forderte unterdessen eine Meldepflicht von Ärzten bei begründeten Schweinegrippe-Verdachtsfällen. Eine entsprechende Verordnung werde derzeit auf den Weg gebracht, kündigte sie an. Derzeit bestehe lediglich eine Informationspflicht für Labore, die das neue Influenzavirus feststellten.

Trotz der erfolgreichen Behandlung von Erkrankten in den USA mit Medikamenten warnte die Ministerin davor, die Grippe “auf die leichte Schulter” zu nehmen. Die Behandlungserfolge seien jedoch “eine
Beruhigung”. Im Falle einer Pandemie sollen die Deutschen zweimal gegen das Virus geimpft werden. Ein ausreichender Impfstoff sei mit den Herstellern vertraglich abgesichert, sagte Schmidt.

Hacker sagte, mit der neuen Grippe müsse sehr sorgfältig umgegangen werden. Es könnte sich derzeit möglicherweise um den Start einer globalen Grippe handeln. “Deshalb nehmen wir die wenigen Fälle ernst”, betonte der RKI-Präsident. Eine allgemeine Gefährdung für die Deutschen schloss sein Institut derzeit jedoch aus.

Bundeskanzlerin Merkel forderte ein rasches Handeln der Behörden von Bund und Länder. Die Bürger müssten sich darauf verlassen können, dass in Deutschland alles Notwendige gegen die Krankheit unternommen werde.

Kein ausreichender Schutz für alle?

Derzeit verfügen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage des Internetportals lungenaerzte-im-netz.de nicht alle Länder über einen ausreichenden Vorrat an antiviralen Medikamenten. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg seien nur für 11 bis 14 Prozent der Bevölkerung Grippemittel eingelagert. Der nationale Pandemieplan gibt eine Bevorratung von mindestens 20 Prozent vor.

Nach Mexiko gab es nun auch in den USA den ersten Todesfall. Ein knapp zweijähriges Kind starb an dem Virus. Die mexikanischen Behörden haben indessen ihre Angaben zu der Zahl von an Schweinegrippe gestorbenen Menschen nach unten korrigiert. Bislang wurde das Virus demnach in sieben Fällen nachgewiesen.

Diagnose des Virus ist schwierig

Wegen dieser Korrektur kommen erste Zweifel an der Gefährlichkeit des A/H1N1-Virus auf. Alexander Kekulé, Mikrobiologe an der Universität Halle, sagte: “Die Diagnose des A/H1N1-Virus ist schwierig und unter den mexikanischen Gesundheitsbedingungen nicht möglich.” Die nicht auf die Schweinegrippe zurückzuführenden Todesfälle bezeichnete er als “die ganz normalen Todesraten in einem Schwellenland”. Nicht jeder, der an einer Lungenerkrankung sterbe, sei ein Epidemieopfer.

Das Virus ist auch in Kanada, Israel, Spanien, Neuseeland und Großbritannien ausgebrochen. Nach Angaben des RKI gibt es weltweit in 20 Ländern Verdachtsfälle. Am Donnerstag treffen sich die EU-Gesundheitsminister in Luxemburg, um über das weitere Vorgehen zu
beraten.

Weitere Informationen zum Thema Schweinegrippe finden Sie bei imedo.

Erster Schweinegrippe-Verdacht in Deutschland

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Ist die Schweinegrippe nun auch in Deutschland angekommen? Drei Personen liegen derzeit im Krankenhaus in Bielefeld. Das Ergebnis wird für den späten Montagabend erwartet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

In Deutschland sind erstmals drei Verdachtsfälle der für den Menschen gefährlichen Variante der Schweinegrippe aufgetreten. Drei Bielefelder, zwei Männer und eine Frau, liegen derzeit auf einer Isolierstation im Krankenhaus, weil der Verdacht besteht, sich mit der Schweinegrippe infiziert zu haben, berichtete die “Neue Westfälische” in ihrer Onlineausgabe am Montag. Zwei von ihnen seien gerade von einer Mexiko-Reise mit einer fieberhaften Erkältung zurückgekehrt.

Zwei Frauen könnten sich angesteckt haben

Die Schwester eines der Mexiko-Reisenden habe sich offenbar in Bielefeld angesteckt. Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes in Bielefeld, Peter Schmid, bestätigte die Angaben. Das Ergebnis des molekular-biologischen Nachweises werde für den späten Montagabend erwartet.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten weitere Informationen zum Thema Schweinegrippe.

Weltweite Alarmbereitschaft: Schweinegrippe breitet sich weiter aus

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In Mexiko sind bis gestern bereits 103 Menschen an der Schweinegrippe gestorben und auch in den USA wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Angst, das Virus könnte sich nun auch in Deutschland ausbreiten, ist groß. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de ruft dazu auf, nicht in Panik zu verfallen.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, hält es für denkbar, dass der Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 bis nach Deutschland kommt. “Das ist durchaus möglich. Das Virus scheint über alle Eigenschaften zu verfügen, um sich weltweit auszubreiten”, sagte Hacker der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse” (Montagausgabe). Allerdings warnte der Experte davor, “in Panik zu verfallen”. Zwar könne die in Mexiko ausgebrochene Schweinegrippe eine “weltweite Epidemie” auslösen. “Ob es aber tatsächlich dazu kommt, kann derzeit noch nicht gesagt werden”, sagte Hacker.

Opfer der Schweinegrippe

In Mexiko seien zwar mehr als 100 Patienten an der Schweinegrippe verstorben. “Dagegen ist der Verlauf bei den in den USA aufgetretenen Fällen milder. Nicht wenige Erkrankte in den USA sind mittlerweile wieder gesund”, sagte Hacker. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts versicherte: “Wir sind gut vorbereitet. Es gibt Pläne für den Fall der Fälle.” So liege ein Nationaler Pandemieplan von Bund und Ländern vor, auf dessen Grundlage angemessen auf einen Sprung der Schweinegrippe von Mexiko nach Deutschland reagiert werden könne.

Schweinegrippe ist gefährlicher als der normale Grippe-Virus

Das Schweinevirus äußert sich zu Beginn mit den gleich Symptomen wie eine normales Grippe-Virus: hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Husten, allgemeine Schwäche, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

“Es ist noch nicht klar, ob die herkömmliche Grippe-Impfung gegen diesen Erreger hilft. Aber die gute Nachricht ist: Nach allen Informationen, die uns vorliegen, helfen Arzneimittel, mit der auch die normale saisonale Grippe behandelt wird”, sagte Hacker.

Der Virenexperte Stefan Schubert hat vor dem neuen Schweinegrippe-Virus gewarnt. “Die Ansteckungsgefahr ist kaum größer als bei einer normalen Grippe – aber die Tödlichkeit kann weitaus höher sein. Das ist das Gefährliche”, sagte der Leiter der Infektions- und Tropenmedizin an der Uniklinik Leipzig der “Leipziger Volkszeitung” (Montagausgabe). Hinzu komme, dass es noch keinen Impfstoff gegen den Erreger-Subtyp gebe. “Die Arbeiten daran werden rasch beginnen, aber sicherlich noch einige Monate dauern”, so Schubert. Der Impfstoff werde erst in einigen Monaten zur Verfügung stehen. Das Gute sei jedoch, dass sich eine pandemische Ausbreitung auch nicht in wenigen Tagen vollziehe.

Bevölkerung muss ruhig bleiben

Zur Entstehung des neuen Virus sagte Schubert: “Es ist seit Jahren bekannt, dass eine Pandemie mit einem neuen Subtyp auftreten könnte, insbesondere durch die sogenannte Vogelgrippe.” Es sei ein natürlicher Ablauf, dass sich Viren anpassen und nach einigen Jahrzehnten neue Subtypen bilden, besonders bei der echten Grippe.

Zugleich warnte der Virenexperte vor Panik: “Die Bevölkerung muss besonnen reagieren.” Durch Tourismus und Flugverkehr könne es zwar schon bald erste Fälle auch in Europa geben. “Doch wir und die anderen Kliniken sind vorgewarnt und vorbereitet. Auf alle Fälle existiert seit Jahren ein Grippe-Pandemieplan.” Es gebe Netzwerke von Schwerpunktpraxen, die die Ausbreitung überwachen. Sobald erste Fälle in Deutschland aufträten, würden Informationen zu Verhaltensweisen gegeben, so Schubert.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten weitere Information zum Thema Schweinegrippe.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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