Tag Archiv | "Schwangerschaft"

Künstliche Befruchtungen: 10.000 Babys geboren

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Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 10.000 Babys nach künstlicher Befruchtung geboren. Zwar wurden wieder mehr künstliche Befruchtungen durchgeführt als 2006, der Trend ist aber rückläufig. Kosten und Auflagen schrecken ab. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Moderne Techniken der Fortpflanzungsmedizin haben in Deutschland 2007 bei 29 Prozent aller Behandlungen zu einer Schwangerschaft geführt. Das sagte Klaus Bühler vom deutschen IVF-Register, der die aktuellen Daten aus 118 Zentren zusammenfasste. Dies entspreche der natürlichen Chance auf eine Schwangerschaft, sagte Bühler dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht.

65.000 künstliche Befruchtungen

Rund 10.000 IVF-Babys wurden 2007 in Deutschland geboren. Zwar stieg die Zahl der künstlichen Befruchtungen (in-vitro-fertilisation, IVF) 2007 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 65.000. Der Trend ist im Allgemeinen aber rückläufig. Das liegt unter anderem daran, dass die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung nicht mehr vollständig übernehmen. Im Jahr 2003, als die Krankenkassen diese Kosten noch übernahmen, gab es nach Aussagen Bühlers 61 Prozent mehr Behandlungen als im Jahr 2007. Auch die Auflagen für eine künstliche Befruchtung erfüllen nicht alle Paare. Den Anspruch auf eine Übernahme der Hälfte der Kosten haben Paare nur dann, wenn sie auf natürlichem Wege keine Kinder zeugen können. Zudem müssen Frauen bei der künstlichen Befruchung mindestens 25 Jahre alt sein und höchstens 40 Jahre, ist sie jünger oder älter, tragen die Kassen die Kosten nicht.

Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich dem schwierigen Thema Unerfüllter Kinderwunsch angenommen und bietet Informationen und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen betroffenen Paaren.

Bildquelle: Ines Friedrich, pixelio.de

Depressionen bewirken ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten

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Schwangere, die an Depression leiden, sind einem höheren Risiko von Frühgeburten ausgesetzt. Eine Studie mit knapp 800 Frauen und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de zeigen die Gefahr von leichten und schweren Depressionen während der Schwangerschaft auf.

Depressionen während der Schwangerschaft erhöhen einer Studie im Magazin „Human Reproduction“ zufolge das Risiko von Frühgeburten. Die Autoren vermuten eine neuroendokrine Schädigung der Plazenta als Auslöser. Die Studie geht auf eine Umfrage unter 791 Mitgliedern der Krankenkasse Kaiser Permanente zurück. Die Frauen waren während der zehnten Schwangerschaftswoche interviewt worden. Ihre Antworten setzte Studienleiter De-Kun Li von der Forschungsabteilung von Kaiser Permanente mit dem Ausgang der Schwangerschaft in Beziehung.

Schwere Depressionen verdoppeln das Risiko einer Frühgeburt

Ergebnis: Schwangere mit einer leichten Depression waren zu 60 Prozent häufiger vor der 37. Woche entbunden worden. Bei Frauen mit schwereren Depressionen war das Risiko sogar mehr als verdoppelt. Der Forscher fand ferner heraus, dass ein niedriges Ausbildungsniveau, frühere Fertilitätsprobleme, sowie eine Adipositas und Stressereignisse die negativen Auswirkungen der Depression auf das Frühgeburtsrisiko verstärken.

Stress könnte Plazenta schädigen und dadurch Frühgeburten bewirken

Stress könnte nach Ansicht von Li der gemeinsame Nenner dieser Faktoren sein. Für den Epidemiologen ist durchaus vorstellbar, dass die neuroendokrinen Folgen von Stressereignissen die Plazenta schädigen.

Depressive finden Hilfe im Internet. Die imedo-Gesundheitsnews nehmen sich jetzt schwerpunktmäßig dem Thema Depression an. Infomieren Sie sich.

Bildquelle: Alexandra Bucurescu, pixelio.de

Bewegtes Leben: Der Herzschrittmacher ist 50

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Der Herzschrittmacher ist ein Meilenstein in der Geschichte der Medizin. Am 8. Oktober 1958 wurde dem Schweden Arne Larrson der erste Herzschrittmacher eingesetzt. Seither hat der künstliche Taktgeber Millionen Leben gerettet. Neueste Technik ermöglicht den Patienten ein weitgehend normales Leben.Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über den Herzfehler und den Lebensretter Herzschrittmacher.

Jasmine Krämer war bereits 20 Jahre alt, als sie von ihrem Herzfehler erfuhr. Eigentlich ist das ungewöhlich. Fehlbildungen am Herzen können heutzutage bereits bei der Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft festgestellt werden. Heute ist Jasmine Krämer 35 Jahre alt und führt ein weitgehend normales Leben – dank eines Herzschrittmachers. Sie hat drei Kinder zur Welt gebracht, geht regelmäßig schwimmen und hält sich mit ihrem Heimtrainer fit.

Angeborene Herzfehler rücken in den Fokus der Ärzte

In der Vergangenheit kam es häufiger vor, dass Herzfehler bei Neugeborenen nicht entdeckt wurden. „Es gibt an die hundert verschiedene angeborene Herzfehler mit wiederum hunderten verschiedener Ausprägungen“, erklärt Martin Schneider, Chefarzt der Kinderkardiologie im Deutschen Kinderherzzentrum in Sankt Augustin bei Bonn. „Wenn Neugeborene beispielsweise blau zur Welt kommen oder wenn Herzgeräusche zu hören sind, fallen sie sofort auf.“ Ganz anders sei es aber, wenn etwa zwischen den beiden Herzvorkammern ein Loch ist, das keinen Druckunterschied und damit auch keine Geräusche verursacht. „Dann wird ein solcher Defekt unter Umständen zeitlebens nicht entdeckt“, erklärt Schneider.

Für die Ärzte in Deutschland ist das Thema angeborener Herzfehler zunehmend in den Mittelpunkt gerückt. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, kurz DKG, leben hierzulande 180.000 Erwachsene mit Herzfehlern, kurz EMAH-Patienten. In zehn Jahren werden es etwa 225.000 sein.

Überlebenschancen bei Herzfehler stark gestiegen

Laut einer Statistik der DGK erreichte in den Jahren 1950 bis 1959 nur jeder 10. von den 15.000 Menschen, die mit schweren Herzfehlern zur Welt kamen, das 18. Lebensjahr. Bei den gut 12.000 Patienten, die von 1990 bis 1999 geboren wurden, lag die Überlebensrate mit fast 8500 Patienten bei 70 Prozent.

In Deutschland werden jährlich rund 65.000 Herzschrittmacher eingesetzt. Die kleinsten sind heute nicht größer als eine Zwei-Euro-Münze, Herzschrittmacher für Kinder sogar noch kleiner. „Wichtiges Ziel auch künftiger Schrittmacher-Forschung ist es aber, den Patienten ein Leben ohne Einschränkungen ermöglichen“, sagt Hans-Joachim Trappe, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung.

Wie das Herz als Generator des Herzschrittmachers fungieren kann und warum Kopfhörer den Herzschrittmacher stören können, erklären die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Jens Goetzke, pixelio.de

Karriere statt Kind

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Wie oft wurde in den vergangenen Jahren immer wieder über die jungen Akademikerinnen geschimpft, die sich aus reinem Egoismus gegen Kinder entscheiden und stattdessen lieber Karriere machen? Wieviel ist dran am Klischee der kinderlosen, akademisch gebildeten Karrierefrau? Eine Studie der Universität Münster und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de geben Antworten.

Karriere statt Kind – angeblich immer öfter die Wahl gut ausgebildeter junger Frauen. Auf jede Frau kommen in Deutschland 1,33 Kinder. Die meisten Kinder haben sozial eher niedrig einzustufende Familien mit vergleichsweise geringem Einkommen und Bildungsstand. Ganz so pauschal kann man das aber nicht mehr sagen. Der Haushaltswissenschaftler Rainer Hufnagel von der Universität Münster hat in einer Studie nachgewiesen, dass junge Akademikerinnen keineswegs die Gruppe mit einer besonders niedrigen Geburtenrate bilden. Er sieht hier auch keinen Interventionsbedarf.

Je schlauer die Frau, desto mehr Nachwuchs

Zwar ist nach seinen Ergebnissen die Bildungsexpansion der Frauen mitverantwortlich für den Rückgang der Geburtenrate, aber hier würde auch der Effekt des empfundenen Wohlstandes eine Rolle spielen. Dieser besagt, dass auch bei durchschnittlich wachsender Güterversorgung der empfundene Wohlstand zurückgehen kann, wenn die Ansprüche schneller wachsen. Bis zum Beginn der 90er Jahre hätte es einen sich negativ auf die Geburtenrate auswirkenden Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand der Frau und der Anzahl der geborenen Kinder gegeben. Seit Mitte der 90er Jahre geht dieser negative Effekt zurück und entwickelt sich gegenteilig: Je besser die Bildung und die berufliche Entwicklung einer Frau ist, desto mehr Kinder bringt sie zur Welt.

Weniger Nachwuchs im Osten

Weiterhin haben Faktoren wie Lebenssituation oder Wohnort Einfluss auf den Fortpflanzungswunsch. Wenn eine Frau verheiratet ist, hat dies laut Hufnagel einen deutlich positiven Einfluss auf die Geburtenziffer. Die Wahrscheinlichkeit einer Ehe nehme zwar mit steigendem Bildungsniveau der Frau ab, das habe allerdings den Zusammenhang zwischen Humanvermögen der Frau und der Geburtenziffer lediglich gedämpft. Auch das Humanvermögen des Ehemannes ist mitentscheidend für den Kinderwunsch. Je höher es liegt, desto höher ist die Anzahl der geborenen Kinder.

In den neuen Bundesländern ist die Geburtenzahl niedriger als im Westen. Dies lässt sich nach Hufnagel ebenfalls mit dem Effekt des gefühlten Wohlstandes erklären. Der materielle Wohlstand ist im Osten zwar durchaus gestiegen, allerdings fanden sich viele Menschen verglichen mit DDR-Zeiten in einer neuen Einkommensposition.

Rund 13 Prozent der Frauen zwischen 50 und 75 Jahren sind kinderlos. Mit den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über dieses Thema.

Jedes fünfte Paar ist von unerfülltem Kinderwunsch betroffen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren.

Das imedo-Infocenter zum Thema Kinderwunsch liefert weitere Informationen. Zudem ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity durch die Gruppe „Kinderwunsch/Fruchtbarkeit“ Betroffenen den Austausch.

Bildquelle: Bernd Boscolo, pixelio.de

Sex nach der Schwangerschaft

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Der Sex nach der Schwangerschaft wird überschattet von Vorurteilen, Mythen und vom Stress mit dem Nachwuchs. Vor allem ein Gerücht hält sich hartnäckig in den Köpfen: Während der Stillzeit kann Frau nicht schwanger werden. Dieses Gerede möchte das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de nun aus der Welt schaffen und aufklärende Informationen liefern.

Babygeschrei, Stress, alltägliche Probleme und Schlafmangel - Aufgrund von fehlender Zeit und ausbleibender Lust, kommen Zärtlichkeiten nach der Geburt des Kindes oft zu kurz. Man könnte vermuten, dass an Sex gar nicht erst zu denken ist. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch ergeben, dass frischgebackene Mütter relativ schnell wieder in das Liebesleben einsteigen.

Junge Frauen haben es eiliger mit dem Sex nach der Geburt

200 Frauen, die zwischen Juni 2007 und März 2008 ein Kind zur Welt gebracht haben, wurden im Auftrag der Essex Pharma GmbH mit Sitz in München, befragt. 43 Prozent der Frauen gaben an, innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt wieder Sex zu haben. Nach drei Monaten waren es bereits knapp 84 Prozent. Die Befragung machte deutlich, dass jüngere Frauen es meist eiliger haben. Besonders Mütter zwschen 15 und 25 Jahren waren schon kurz nach der Geburt wieder bereit, sexuell aktiv zu werden. Sie ließen sich im Durchschnitt nur sieben Wochen Zeit, bis zum ersten Sex nach der Entbindung. Junge Frauen bemühten sich zudem um ein frühes Abstillen. Im Durchschnitt säugten sie ihre Kinder nur 17,5 Wochen. Frauen zwischen 26 und 45 dagegen, stillten hingegen gute 23 Wochen.

Die Umfrage brachte zudem ein Ammenmärchen ans Licht, das sich hartnäckig in den Köpfen hält. 28 Prozent der Befragten, die angaben, während der Stillzeit nicht verhütet zu haben, glauben, dass innerhalb dieser Zeit keine erneute Schwangerschaft möglich ist. Das Gerücht hat auch wahre Züge, sollte allerdings nicht überbewertet werden. Nur wenn bestimmt Voraussetzungen erfüllt sind, kann man ausschließen, wiederholt schwanger zu werden. Bereits bei einer Stillpause von vier Stunden kann der Eisprung und somit auch eine abermalige Schwangerschaft erfolgen.

Stillzeit und Verhütung

Auch die Verhütung während der Stillzeit wird von Frauen ganz unterschiedlich gehandhabt. Lediglich 70 Prozent der Frauen greifen überhaupt auf Präservativa zurück. 58 Prozent von ihnen nutzen Kondome, während 40 Prozent mittels hormoneller Methoden verhüten. Hier werden insbesondere östrogenfreie Präparate bevorzugt, da Östrogene die Muttermilch beeinflussen können, indem sie sich negativ auf Menge und Zusammensetzung auswirken.

Das Forum der imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Nutzern, sich über verschiedene Themen auszutauschen und Fragen zu stellen, so auch in Bezug auf Sexlust nach der Schwangerschaft.

Die imedo-Gesundheitsnews halten allerlei Wisseswertes in einer eigenen Rubrik zum Thema Schwangerschaft bereit.

Einen passenden Gynäkologen in Ihrer Nähe finden Sie mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft unterschätzt

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Jedes Jahr am 9. September, dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes, läuten die Kirchenglocken, um auf das Problem des Fetalen Alkoholsyndroms, kurz FAS, aufmerksam zu machen. Und das ist offensichtlich notwendig, denn nur die wenigsten Frauen verzichten während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol. Und riskieren mit jedem Schluck schwerwiegende Schädigungen ihres Kindes. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Alkohol in der Schwangerschaft kann Fetales Alkoholsyndrom bewirken

In einer Studie der Charité gaben 58 Prozent der befragten schwangeren Frauen an, während der Schwangerschaft gelegentlich Alkohol zu trinken. Jedes Jahr werden 10.000 alkoholgeschädigte Kinder in Deutschland geboren, davon 4.000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms, einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung. Äußerlich erkennbare Symptome sind unter anderem Kleinwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit oder eine mangelhafte Muskelentwicklung. Es gibt typische Gesichtsveränderungen wie beispielsweise schmale Lidspalten, ein kurzer Nasenrücken, eine Hautfalte am inneren Augenwinkel und schmale, mangelhaft ausgeformte Lippen. Die Mittelrinne zwischen Nase und Oberlippe ist oft wenig bis kaum ausgebildet. Auch geistige Schäden sind häufig feststellbar. Kinder mit FAS weisen nicht selten Entwicklungsverzögerungen auf, haben Probleme mit dem Sprechen oder Lernen oder sind hyperaktiv. Manche Kinder werden autistisch oder das genaue Gegenteil, sehr vertrauensselig und distanzlos. Viele der betroffenen Kinder sind emotional instabil oder aggressiv, können sich in die Gesellschaft nicht einfügen. Nur etwa 20 Prozent der mit dem Fetalen Alkoholsyndrom diagnostizierten Kinder sind später in der Lage, selbstständig zu leben. Die übrigen 80 Prozent sind ein ganzes Leben lang auf Betreuung angewiesen. Trotz dieser erheblichen Zahl wird FAS kaum thematisiert. FAS stellt die häufigste Behinderung bei Neugeborenen in Deutschland dar, sie tritt doppelt so häufig wie das Down-Syndrom auf – und ist zu 100 Prozent vermeidbar.

Jeder Schluck Alkohol ist gefährlich

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sagt: „Es gibt keinen sicheren Grenzwert für den ungefährlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft.“ Das Kind sei dem Alkohol genauso ausgesetzt wie die Mutter, habe allerdings weitaus mehr unter dem Konsum zu leiden, da der Fötus Alkohol erst mit einer Leistung von vier Prozent im Vergleich zur Mutter abbaue. „Ein vollständiger Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist somit unabdingbar.“ Das Bewusstsein um die Existenz des Fetalen Alkoholsyndroms, der Umgang mit den Betroffenen und die Möglichkeit der Prävention sei sowohl bei Ärzten, Hebammen als auch werdenden Müttern noch nicht ausreichend ausgeprägt. Weiter wies Bätzing darauf hin, dass die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft häufig verharmlost oder gar nicht wahrgenommen würden. „Viele Schwangere erliegen dem Vorurteil, ein Gläschen in Ehren könne dem Fötus nicht schaden.“ Frauen aus der Mittelschicht würden diesem Irrtum besonders oft erliegen. Bätzing fordert, dass Aufklärung, Beratung und Prävention in der Schwangerschaftsvorsorge optimiert werden. Es reiche nicht, eine rhetorische Frage zum Thema Alkohol zu stellen, die das Nein automatisch mit einschließt.

Die Charité, die die Studie durchgeführt hatte, empfiehlt aufgrund der Ergebnisse freiwillige Fragebogen, wie den sogenannten „Audit-C“ zur Identifikation eines riskanten Alkoholkonsums in der Schwangerschaft einzuführen. Bätzing stimmte dem audrücklich zu und geht noch einen Schritt weiter: „Weitere Empfehlungen, wie die Einführung von neuartigen Biomarkern weisen in die richtige Richtung, müssen aber durch spezifische Schulungen der Ärzte auch greifen.“

Weitere Informationen über das fetale Alkoholsyndrom liefert das imedo-Medizinlexikon.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren zudem über Sex nach der Schwangerschaft und das Down-Syndrom

Bildquelle: Klaus Steves, pixelio.de

Steine als Droge: manche Kenianerinnen essen Steine

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Steine enthalten Eisen, Kalzium und viele andere Mineralien. In Kenia fangen viele Frauen in der Schwangerschaft an, Steine zu essen. Das Internet-Gesundheitsortal www.imedo.de warnt vor gesundheitlichen Schäden, und der Sucht, die die Steine auslösen können. Eine ehemalige Steineesserin berichtet.

Sie liegen in Supermärkten von Nairobi zwischen Gewürzen und Suppen. Verpackt in kleinen 100 Gramm- oder sogar 500 Gramm-Plastiktütchen, erscheint es ungewöhnlich, dass die etwa walnussgroßen Steine neben Nahrungsmitteln zum Verzehr angeboten werden. Bei genauerem Hinsehen offenbart die Verpackung den Grund: Die Steine sind bekannt für ihren reichhaltigen Eisenwert und sind außerdem für Vegetarier geeignet.

Steineessen ist eine Krankheit

Tatsächlich ernähren sich tausende Frauen in Kenia zusätzlich durch Steine. Violet Mugwang’a war 24 Jahre alt, als sie begann, Steine zu kauen. „Ich habe mich über zehn Jahre von Steinen ernährt. Am Anfang wollte ich es nur ausprobieren, doch dann verspürte ich ein inneres Verlangen danach, und es fiel mir schwer davon los zu kommen“, erinnert sich die heute 35-Jährige.

Kenianische Ärzte haben das Steine-Essen bereits als eine Krankheit namens Pica diagnostiziert. Betroffen sind meistens Frauen. Sie beginnen in der Schwangerschaft, Steine zu essen, weil sie gerade in dieser Zeit ein außerordentliches Verlangen nach Eisen, Kalzium und anderen Mineralien entwickeln. Deshalb versuchen sie, die fehlenden Mineralien durch Steine zu ersetzen. Die Steine werden zerkleinert und können dann, da sie von eher bröseliger Konsistenz sind, bequem zerkaut werden.

„Das ist ein eindeutiges Zeichen für Eisenmangel“, sagt Wilfred Kisingu, Ernährungswissenschaftler am Medizinischen Forschungsinstitut Kenias, Kemri genannt. „Der Verzehr ist aber gefährlich und ungesund.“ Die Steine führen nicht nur zu Blockierungen im Blinddarm, sondern können auch Verletzungen in der Magenwand
verursachen. Verdickung des Blutes und damit Bluthochdruck sind weitere Folgeerscheinungen.

Unterleibsschmerzen nach dem Verzehr von Steinen werden in Kauf genommen

„Während der ganzen Zeit, als ich Steine gegessen hatte, hatte ich Unterleibsschmerzen. Aber ich konnte einfach nicht aufhören“, erzählt Violet. Sie beschreibt ein Phänomen, das sich in Kenia und auch in anderen afrikanischen Ländern in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Das Steineessen ist zu einer Art Droge geworden. „Es gibt den Frauen ein Gefühl von Befriedigung“, sagt Leah Kirumbi, Ärztin beim Kemri in der Abteilung für Frauenfragen und Schwangerschaft. Und auch Violet bestätigt dieses Gefühl.

Verkauf von Steinen boomt in Kenia

Auf dem Gikomba-Markt, einem der größten Märkte Nairobis, bietet die Verkäuferin Lilian Omukhobelo die Steine bereits für zwei Shilling, umgerechnet etwa zwei Cent, pro Säckchen an. Sie weiß nicht genau, wie viele Menschen täglich kommen, aber es müssten wohl tausende sein, meint sie. Schon Grundschulmädchen kaufen bei ihr. Und sogar einige Männer zählen zu ihren Kunden. Lilian verkauft tagesabhängig zwischen drei bis fünf Säcke, von denen einer 50 kg schwer ist.

Steine werden heimlich gegessen

Jeder Einwohner von Nairobi hat schon einmal von Pica gehört oder kennt eine Frau, die wenigstens während der Schwangerschaft Steine verzehrt hat. Dennoch ist das Steineessen keine öffentliche Angelegenheit. Vielen ist es peinlich, und sie praktizieren es heimlich. Auch Violet aß die Steine heimlich weiter, nachdem sie geheiratet hatte. „Irgendwann konnte ich dem Druck von meinem Mann und den Schmerzen aber nicht mehr Stand halten und bin zum Arzt gegangen. Seit einem Jahr bin ich von Pica geheilt.“

Die imedo-Gesundheitsnews verfügen über eine eigene Rubrik zum Thema Schwangerschaft.

Bildquelle: Kunstzirkus, pixelio.de

Vorsicht bei Flugreisen in der Schwangerschaft

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Während der Schwangerschaft wollen viele Paare ihre Zweisamkeit noch einmal intensiv und gemeinsam genießen. Da bieten sich die preiswerten Flüge für einen Kurzurlaub in den Süden an. Doch ist eine Flugreise für Schwangere empfehlenswert? Wie gefährlich ist so ein Flug wirklich und sollte man doch lieber auf dem Boden bleiben? Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert werdende Mütter über Flugreisen in der Schwangerschaft.

Noch einmal in den Urlaub fliegen, bevor das Baby kommt. „Aber ist das nicht zu riskant?“, fragen viele werdende Mütter. In jedem Fall sollte vor einer Flugreise der Arzt aufgesucht werden, um vorhandene Komplikationen auszuschließen. Erst recht, wenn es die zweite Schwangerschaft ist und in der ersten bereits Komplikationen wie Blutungen, Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck aufgetreten sind oder es sogar zu einer Fehlgeburt gekommen ist, sollte die anstehende Reise mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Plant das Paar eine Reise in ein fernes Land, sollte die Schwangere sich über die empfohlenen und notwendigen Impfungen sowie die Standards der medizinischen Versorgung in dem Land informieren und vorsorgen.

Empfehlung: Flugreise im zweiten Drittel der Schwangerschaft

Am besten wird eine Flugreise für das zweite Drittel der Schwangerschaft geplant. Der Körper der werdenden Mutter hat sich dann schon weitgehend an die körperliche Veränderung und die anfänglichen Probleme gewöhnt. Die Übelkeit am Morgen geht zurück und das Risiko einer Fehlgeburt ist sehr niedrig. Bedenken sollte man auch, dass es wohl die letzte Zeit für Reisen ohne schweres Gepäck ist. Außerdem befindet sich die zukünftige Mutter in der Phase, in der sie sich weitestgehend noch uneingeschränkt bewegen kann.

Stützstrümpfe gegen Thrombose bei Flugreisen in der Schwangerschaft

In den meisten Flugzeugen ist der Platz in der Economy sehr beengt. Außerdem ist das Risiko einer Thrombose beim Fliegen sowieso und ebenso in der Schwangerschaft erhöht. Hier treffen also zwei Risikofaktoren aufeinander. Zur Vorbeugung von Thrombose und Krampfadern sowie um die Blutzirkulation zu sichern, werden Stützstrümpfe empfohlen.

Die Gefahr einer Fehlgeburt oder von Komplikationen aufgrund von erhöhter Bestrahlung besteht nicht. Eine Fehlgeburt könnte nur dann darauf zurückzuführen sein, wenn die Schwangere regelmäßig, zum Beispiel durch eine Stewardessentätigkeit, fliegen würde.

Flugverbot der Fluggesellschaften

Ein Flugverbot gilt bei vielen Fluggesellschaften zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche, da eine Geburt an Bord vermieden werden soll. Beim Kauf eines Tickets sollte daher beachtet werden, dass Fluggesellschaften die Reise für Schwangere ab der 28. Woche verweigern dürfen. Sollte eine Flugreise jedoch unumgänglich sein, so kann sich die Schwangere eine Erlaubnis des behandelnden Arztes einholen, mit der sie meist problemlos fliegen kann. Informieren Sie sich deshalb bei der Reiseplanung bei der jeweiligen Fluggesellschaft und planen Sie Ihren Rückflug in einer sicheren Zeit ein.

Die imedo-Gesundheitsnews verraten den Grund für den Tomatensaftkonsum im Flugzeug und informieren über die Thrombosegefahr auf Langstreckenflügen.

Bildquelle: StS, pixelio.de

„Sumo-Babys“: gefährlich für Mutter und Kind

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Winzig, zart und feingliedrig sind die meisten Säuglinge – doch immer häufiger werden Müttern im Kreißsaal regelrechte Brocken in die Arme gelegt. Nicht nur viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind zu dick, auch bei Fötus und Neugeborenem zeigt sich ein Trend zum Übergewicht. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor den Gefahren, die „Sumobabys“ mit sich bringen – nicht nur für das Neugeborene.

In Deutschland bringen inzwischen acht bis zehn Prozent aller Neugeborenen 4000 Gramm und mehr auf die Waage, sagt Klaus Vetter, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, kurz DGGG. In der Kölner Klinik für Frauenheilkunde habe jüngst ein 5,7 Kilo schwerer Säugling das Licht der Welt erblickt, erinnert sich Direktor Peter Mallmann. Vor wenigen Tagen wurde der propere Federico mit immerhin 4500 Gramm geboren – rund 1000 Gramm mehr als durchschnittlich.

Kein nationales Problem: Babys werden weltweit dicker

Auch in anderen Ländern ist diese Tendenz zu beobachten. Ein fast acht Kilo schweres Riesenbaby sorgte 2007 in Mexiko für Aufregung. Anfang 2008 brachte in Russland ein neugeborener Junge 6,1 Kilo auf die Waage, bei einer ungewöhnlichen XXL-Länge von 63 Zentimetern. In Polen kam ein Sieben-Kilo-Baby zur Welt. Hauptgründe für die „hyperalimentierten“, überversorgten, Babys sind nach Mediziner-Angaben das zunehmende Alter und wachsende Übergewicht der Mütter. Jede vierte Schwangere in Deutschland ist 35 Jahre und älter, ebenfalls etwa jede vierte Schwangere ist zu dick. Für ältere und übergewichtige Mütter steigt zudem Risiko, in der Schwangerschaft einen Diabetes zu entwickeln, was die Wahrscheinlichkeit eines Riesenbabys erhöht, wie DGGG-Vize Vetter erklärt.

Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen während der „anderen Umstände“ einer werdenden Mutter. Viele überdimensionierte Neugeborene sind zwar kerngesund. Für die „Sumo-Säuglinge“ könnten sich aber durch die so genannte fetale Makrosomie auch gesundheitliche Schäden ergeben. „Makrosome Kinder bekommen zu viel Insulin, das ist ein Wachstumshormon. Es führt zu Gewichtszunahme und kann auch die Körperkomposition verändern“, erklärt Vetter.

Blutzucker für Babys gefährlich

Ein Übermaß an Blutzucker der Mutter gelangt zum Fötus, der mit einer erhöhten Insulin-Produktion reagiert. Da die Plazenta aber nicht für Insulin durchlässig ist, kann das Hormon den kindlichen Körper nicht verlassen. Bei den Riesenbabys werden auch die Knochen dicker, mitunter ist der Kopfumfang übergroß, der Hals kurz und wuchtig sowie die Breite der Schultern ungewöhnlich. „Ein voraussichtliches Geburtsgewicht ab 4000 Gramm ist anzeigepflichtig, weil die Komplikationsgefahr steigt“, erklärt der Kölner Mediziner Mallmann. Die meisten Eltern entscheiden sich für Kaiserschnitt.

Zu den möglichen Komplikationen bei der Entbindung gehört die gefährlich Schulterdystokie – ein „Albtraum“: Weil der Geburtskanal zu eng ist, bleibt das Kind nach Geburt des Kopfes mit seinen breiten Schultern stecken. Mallmann zufolge kann der Schulterknochen brechen, ein verkürzter Arm kann die Folge sein. Die Gefahr eines Sauerstoffmangels steigt. Für die Mutter wächst das Risiko von Geburtsverletzungen, Darm- und Blasenschädigungen, einer späteren Inkontinenz.

Maße des Babys im Mutterleib oft unerkannt

Oft sind die XXL-Ausmaße aber während Schwangerschaft nicht erkennbar. Vor allem eine Messung der Schulter im Mutterleib über Ultraschall ist Gynäkologen zufolge extrem schwierig. Ein makrosomes Kind, das die Geburt gut überstanden hat, startet aber möglicherweise doch mit einer „Hypothek“ ins Leben, wie DGGG-Vize Vetter betont. Dicke Neugeborene werden häufig übergewichtige Kinder und Erwachsene, makrosome Babys neigen später eher zu Diabetes und den mit der Stoffwechselkrankheit verbundenen Spätschäden.

Schwangere mit Diabetes – und später auch der Säugling – sollten schon vor der Geburt von einem Expertenteam aus Diabetologen, Geburtsmedizinern und Neonatologen betreut werden, meint Vetter. Mallmann rät Frauen vor einer Schwangerschaft dringend, den „erheblichen Risikofaktor Übergewicht zu minimieren“. Das Abspecken und eine gesunde Ernährung seien die beste Vorbeugung. Einig sind sich die Experten: Das früher gern propagierte neunmonatige „Essen für zwei“ ist tabu.

Warum das Essen für zwei dem Baby schaden kann, können Sie den imedo-Gesundheitsnews entnehmen.

Bildquelle: Atze Baumann, pixelio.de

Schwangerschaft: Essen für zwei schädigt das Baby

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Du bist schwanger, du musst jetzt für zwei essen!“: Diesen gut gemeinten Rat hört sicher jede Schwangere einmal. Doch dieser Rat ist nicht nur falsch, er kann sogar gefährlich für das Ungeborene sein. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über das richtige Essverhalten werdender Mütter.

Entgegen der weit verbreiteten Ansicht sollen schwangere Frauen keineswegs für zwei essen. Ein ständiger Nahrungsüberfluss kann dem Baby sogar schaden, denn dadurch werden seine Hormon-Messfühler im Gehirn falsch geeicht. Das erklärt der Leiter der Abteilung Stoffwechselstörungen am Dr. von Haunerschen Kinderspital München, Berthold Koletzko, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“: Die Ungeborenen schütteten dann hohe Mengen an Insulin aus und nähmen den Überfluss als normal an.

Diät vor der Schwangerschaft, währenddessen normal ernähren

„Diese kleinen Nimmersatts entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit später selbst Übergewicht“, macht Koletzko deutlich. Damit trügen die Kinder auch schon das Risiko für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Erhöhung der Blutfette, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in sich. Frauen, die ohnehin schon mit Übergewicht kämpften, sollten möglichst vor einer geplanten Schwangerschaft abnehmen. Während das Baby heranwachse, seien Diäten tabu. Mütter sollten dann weder zu viel noch zu wenig essen.

Informieren Sie sich mit den imedo-Gesundheitsnews zudem über Alkohol in der Schwangerschaft und Sex nach der Schwangerschaft.

Bildquelle: Sonja Gräber, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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