Tag Archiv | "Prävention"

Hautkrebs – Vermeiden, Erkennen, Behandeln

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Er gehört zu den eher unterschätzten Formen des Krebses, doch besonders der schwarze Hautkrebs kann sehr gefährlich werden. Das sogenannte maligne Melanom ist die am häufigsten tödlich endende Hautkrankheit, denn schon in frühen Stadien können sich Metastasen unbemerkt auch unter der Haut, in den Organen ausbilden. Jährlich erkranken etwa 14.000 Personen neu daran, womit die Neuerkrankungen in letzter Zeit stark gestiegen sind. Doch was kann man dagegen tun? Wichtig sind Prävention, frühe Erkennung und im Ernstfall die schnelle Behandlung. Auch das Forschen nach neuen Therapien zum Beispiel im Bereich der Zelltherapie ist ein wichtiger Beitrag um die Gefahr des Hautkrebses einzudämmen. Doch am besten lässt man es erst gar nicht so weit kommen!

Wie kann ich mich vor Hautkrebs schützen?
Das A und O der Prävention von Hautkrebs ist der Schutz vor der Sonne. Stellen Sie Bräune nicht über Ihre Gesundheit und vermeiden Sie Sonnenbrände! Tragen Sie frühzeitig, bevor Sie ihre Haut der Sonne aussetzen, eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor auf. Verbringen Sie erste Urlaubstage eher im Schatten, damit sich Ihre Haut langsam und schonend bräunen kann. Auch sollte in südlichen Ländern immer die Mittagssonne gemieden werden. Passen Sie sich lieber der örtlichen Kultur an und halten Sie eine Siesta!

Dann ist es wichtig, sich regelmäßig einem gründlichen Hautcheck durch einem Allgemeinmediziner oder Hautarzt zu unterziehen. Ab 35 Jahren ist dieser für gesetzlich Versicherte sogar alle zwei Jahre kostenlos! Besonders Menschen mit vielen oder sehr großen Muttermalen, einem hellen Hauttyp oder Hautkrebsfällen in der Familie müssen aufpassen. Man sollte auch selbst nach Veränderungen von Muttermalen Ausschau halten oder den Partner zum Beispiel am Rücken nachgucken lassen.

Daran erkennen Sie Hautkrebs
Um ein normales Muttermal von einem Melanom zu unterschieden gibt es glücklicherweise die leicht zu merkende ABCDE- Regel!

  • Asymmetrie: Normale Muttermale sind in der Regel rund, während sich Melanome asymmetrisch ausgebreiten.
  • Begrenzungen: Sind die Begrenzungen des Mals nicht scharf und regelmäßig, ist Vorsicht geboten, denn es kann sich um Hautkrebs handeln.
  • Colorit: Ein Melanom hat oftmals mehrere Farben oder ist wesentlich dunkler als andere Pigmentflecken.
  • Durchmesser: Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Fleck größer als 5 Millimeter ist.
  • Erhabenheit/Entwicklung: Ist der Fleck schnell und etwas gewölbt, also dreidimensional gewachsen, ist es sehr wahrscheinlich kein einfaches Muttermal.

Wenn Sie also eine entsprechende Veränderung bemerken, ein Muttermal juckt oder im Laufe der Zeit dunkler wird, lassen Sie es sofort von einem Hautarzt untersuchen, nur so kann ein Melanom komplett entfernt werden!

Zelltherapie – der neue Heilungsansatz
Normalerweise wird Hautkrebs mit chirurgischem Eingriff entfernt. Doch es gibt Forschungen nach Alternativen zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden wie der so genannten Zelltherapie. In Köln am Zentrum für Molekulare Medizin haben neue Studien gezeigt, dass für eine erfolgreiche Bekämpfung des malignen Melanom nur 2 Prozent der Tumorzellen zerstört werden müssen. Die nämlich, die für den Wachstum des Tumors sorgen. Das soll folgendermaßen funktionieren: Aus dem Blut des Patienten werden bestimmte Lymphozyten entnommen, welche ein wichtiger Teil unseres adaptiven Immunsystem sind. Das heißt, diese besonderen, weißen Blutkörperchen können lernen, Fremdstoffe zu erkennen und zu bekämpfen. Im Labor werden sie dann so verändert, dass sie die wachstumsfördernden Tumorzellen erkennen. Dann vermehren sich die Lymphozyten, werden dem Patienten wieder zugeführt, sodass sie diese Zellen im Körper zerstören. Bisher wurde diese Therapie erfolgreich an von Hautkrebs betroffenen Mäusen getestet. Die Melanome schrumpften und sind auch nach Monaten nicht zurückgekehrt. Zwar wird es noch eine Weile dauern, bis vor allem klinische Verfahren für die breite Anwendung entwickelt werden, aber dann kann die Zelltherapie eine erfolgreiche Alternative zum operativen Eingriff bieten. Es bleibt also spannend und lehrreich, die medizinische Forschung zu verfolgen!

Über imedo.de
imedo – Gesundheit, meine Sache! Das Gesundheitsportal www.imedo.de ermöglicht es, sich rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Therapien zu informieren. imedo bietet eine große Gesundheitscommunity zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das Medizinlexikon und zahlreiche spezialisierte Webseiten, wie Operationauge.de oder Hilfe-bei-burnout.de, bieten Fachinformationen für Patienten und Gesundheitsinteressierten. imedo ist eine umfassende Arztsuche mit nutzerfreundlichen Filtermöglichkeiten und persönlichen Arztempfehlungen. Mit diesem breiten Serviceangebot fördert imedo, dass Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, den passenden Arzt finden und die für sie beste Gesundheitsentscheidung treffen können.

Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Persönliche Gesundheits-Beratung ist effektiver als Präventions-Broschüren

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Obwohl die Gesamtausgaben für Prävention, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung in Deutschland 10,1 Milliarden Euro ausmachen, kommt beim einzelnen Bürger wenig davon an. Die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsschutz sind von 2007 bis 2008 überproportional um 7,9 Prozent gestiegen, was grundsätzlich zu begrüßen ist. Leider beschränken sich Ausgaben in diesem Bereich in erster Linie auf Broschüren, Hörfunk- und TV-Spots sowie Plakate und andere Druckwerke. Die persönliche Beratung, Schulung und Information durch kompetente Fachkräfte kann effektiver für die Gesundheitsförderung sein, als Broschüren und Co, berichtet das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Persönliche Beratung hat die beste Wirkung
Pauschale Massenkampagnen können zwar zeitnah auf Gesundheitsgefahren aufmerksam machen, aber den Menschen bei ihren individuellen Fragen und Risiken nicht helfen. Die Gesundheitskompetenz des Einzelnen zu stärken ist das effektivste Präventionsmittel überhaupt, erklärte der langjährige Präsident der Berliner Ärztekammer Dr. med. Ellis Huber. Inzwischen gibt es sogar das qualifizierte Berufsbild des Präventologen (www.praeventologe.de). Prävention und Gesundheitsförderung sind grundsätzlich in der Lage, Krankheiten zu vermeiden und Kosten einzusparen. In der Prävention fehlt nicht erster Linie das Geld, sondern der effektive Einsatz davon, um gesundes Verhalten bei den Menschen zu erreichen. Für den Betrag von 5,8 Milliarden Euro, der für die Gesundheitsförderung zur Verfügung steht, könnten mehr als 100.000 Präventions-Fachkräfte wie beispielsweise Bewegungstherapeuten, Diätassistenten und Ernährungsberater DGE sowie psychologische und pädagogische Fachkräfte eingestellt werden, die die Bevölkerung im Dialog beraten, schulen und informieren. Ein Präventions-Fond, in den alle Kostenträger einzahlen, könnte die Prävention und den Gesundheitsschutz revolutionieren und gleichzeitig Arbeitsplätze im Zukunftsmarkt Gesundheit schaffen.

Das lernende Gesundheitssystem
Transparenz ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem lernenden Gesundheitssystem, das den Menschen hilft und die Kosten nicht ins Unbezahlbare treibt, machte der Präsident des Berufsverbandes der Präventologen, Doktor Ellis Huber, deutlich. Erfolgt die Verteilung von Geldmitteln in dieser Höhe falsch und wird mangelhaft auf Effektivität hin überprüft, muss man von Verschwendung sprechen.

Das imedo-Gesundheitskostenplakat steht allen Internetnutzern kostenlos zur Verfügung oder kann für 12,80 Euro als Druckversion inklusive Booklet beim Verlag Dr. Köster bestellt werden.

Schmerzlicher Ärztemangel: Schwächen des Deutschen Gesundheitssystems

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Die Kosten des Gesundheitswesens betrugen 253 Milliarden Euro und sind um drei Prozent gestiegen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller. Erstmalig und in einzigartiger Form zeigt das imedo-Gesundheitskostenplakat alle aktuellen Finanzdaten und Informationen zum Gesundheitswesen in Deutschland auf einen Blick. Das Gesundheitskostenplakat ist ein umfassender und trotzdem übersichtlicher Kostennavigator von der Medizinredaktion des Gesundheitsportals www.imedo.de. Der Gesundheitsrevolutionär Doktor Ellis Huber bietet mit den Driving Doctors die Lösung zum ärztlichen Versorgungsengpass in dünn besiedelten Gebieten. Der auf Schmerzbehandlung spezialisierte Doktor Siegfried Spernau fordert die Eindämmung der Schmerzmittelabgabe in Deutschland. Sven-David Müller macht konkrete Reformvorschläge zu den Geldern der Prävention und Gesundheitsförderung.

Prävention und Gesundheitsförderung reformieren

Prävention und Gesundheitsförderung sind in der Lage, Krankheiten zu vermeiden und Kosten einzusparen. Nach allgemeiner Ansicht sind die Ausgaben in diesem Bereich gering. Der Blick durch die Gesundheitslupe zeigt hingegen, dass die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsschutz um 7,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro und davon für die Gesundheitsförderung um beachtliche 15,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro gestiegen sind. In der Prävention fehlt nicht das Geld, sondern der effektive Einsatz, um gesundes Verhalten bei den Menschen zu erreichen. Vor diesem Hintergrund ist zu überlegen, ob Druckwerke, Plakate und Fernsehspots mehr erreichen als die persönliche Aufklärung. Müller errechnete, dass für diese Summe 100.000 Präventions-Fachkräfte (Präventologen) wie beispielsweise Bewegungstherapeuten, Diätassistenten und Ernährungsberater DGE sowie psychologische und pädagogische Fachkräfte die Bevölkerung im Dialog persönlich beraten, schulen und informieren könnten. Ein Präventions-Fond, in den alle Kostenträger einzahlen, könnte die Prävention und den Gesundheitsschutz revolutionieren.

Geringe Kosten für Verwaltung
Als Kostentreiber stehen häufig die Verwaltungskosten der Krankenkassen im Mittelpunkt der Diskussion. Diese machen jedoch nur 5,2 Prozent der Gesundheitsausgaben aus und sind lediglich um 0,7 Prozent gestiegen. Sowohl die Inflationsrate als auch die allgemeine Steigerung der Gesundheitsausgaben liegen deutlich darüber. International muss das Deutsche Gesundheitswesen den Vergleich nicht scheuen: Das US-amerikanische System versorgt nicht alle Einwohner und verursacht trotzdem 47 Prozent mehr Ausgaben in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt als in Deutschland.

Ärztliche Leistungen verursachen Kosten in Höhe von 68,9 Milliarden Euro und Arzneimittel 41,7 Milliarden Euro. Die Steigerung der Ausgaben beträgt für die ärztliche Leistung 3,5 Prozent und für Arzneimittel 5 Prozent.

Gesundheit ist weit günstiger als viele Menschen glauben, denn die Bürger wenden durchschnittlich nur 4 Prozent ihrer Mittel dafür auf. Das ist weniger als für Urlaub, der 5 Prozent ausmacht. Damit ist das höchste Gut in Deutschland nicht zu teuer.

Volksdroge Schmerzmittel
Die Gesundheitslupe zeigt auch das Problem der zunehmenden Selbstmedikation zur Schmerzlinderung: Menschen in Deutschland gaben 213 Millionen Euro für die Schmerzbekämpfung aus. Sieben der zehn am häufigsten gekauften Arzneimittel wirken gegen Schmerzen. Immer mehr Todesfälle und Krankheiten sind das Ergebnis der zunehmenden Selbstmedikation. Schmerzmittel können die Leber und die Nieren massiv schädigen, paradoxer Weise Kopfschmerzen verursachen und zu Magengeschwüren führen. Die übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zum irreversiblen Ausfall der Nierenfunktion und damit zur Notwendigkeit der Dialysebehandlung (Blutwäsche) führen. Analgetika verursachen zudem auch Krebserkrankungen.

Seit den 90er Jahren und zunehmender Arbeitslosigkeit ist der Krankenstand in Deutschland nahezu kontinuierlich rückläufig und jetzt mit 3,2 Prozent auf dem historischen Tiefstand. Parallel besitzt die Selbstmedikation eine zunehmende Tendenz. Da die Menschen in Deutschland nicht grundsätzlich gesünder geworden sind, lässt sich ableiten, dass Arbeitnehmer in Krisenzeiten seltener „krankfeiern“, häufiger krank arbeiten und mutmaßliche Bagatell-Erkrankungen selbst behandeln, um sich nicht krankschreiben lassen zu müssen. Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust hat medizinische Konsequenzen. Extrem ist die Hinwendung der Bevölkerung zu freiverkäuflichen schmerzlindernden Arzneimitteln.

Der auf Schmerztherapie spezialisierte Mediziner Dr. Siegfried Spernau aus Neu-Isenburg prangert die Fehlversorgung der Menschen mit Schmerzmitteln an und konfrontiert die Politik mit einem Forderungskatalog. Konkret fordert Doktor Spernau, dass bestimmte Schmerzmittel nur in niedriger Dosierung und kleinen Packungsgrößen bei eingeschränkter empfohlener Anwendungsdauer freiverkäuflich in Apotheken erhältlich sein sollen. Die Indikationen sind zu beschränken, die Information durch Arzneimittelindustrie, Ärzte und Apotheker zu optimieren und einige Schmerzmittel sollten grundsätzlich nur durch einen Arzt verordnet werden können. Profitgier darf nicht zu Lasten der Gesundheit gehen. Die Kombination von schmerzlindernden Substanzen und Vitamin C ist ineffektiv und täuscht verharmlosend über das Schmerzmittel mit seinen zahlreichen Nebenwirkungen hinweg.

Immer größere Lücken bei der ärztlichen Versorgung
Seit 1995 ist das Durchschnittsalter der Kassenärzte um fast vier Jahre auf jetzt 51,4 Jahre angestiegen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Absolventen im Fach Humanmedizin ab. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Überalterung und strukturellen Problemen in der ärztlichen Versorgung. Schon jetzt klagen Menschen in dünn besiedelten Gegenden über Ärztemangel: Die Zahl der niedergelassenen Ärzte nimmt ab und Patienten können weder zeit- noch wohnortnah versorgt werden. Zudem gibt es Defizite in der fachärztlichen Versorgung. Parallel zu diesen Entwicklungen steigt das Durchschnittsalter in Deutschland und erfordert eine intensive ärztliche Betreuung. Dr. Ellis Huber präsentiert mit der langjährigen Erfahrung als Präsident der Berliner Ärztekammer neue Versorgungskonzepte der strukturierten ärztlichen Versorgung, die den Ärztenotstand aufhalten und die Versorgungskrise vermeiden können.

Ländliche Regionen brauchen Driving Doctors
Ärztemangel muss nicht sein, wenn mit einem innovativen Versorgungsmanagement die Ärzte zu den Patienten kommen und nicht wie bisher umgekehrt. Junge Ärzte braucht das Land aber die Arztpraxis auf dem Land ist kein Anreiz für junge Mediziner aus der Stadt heraus zu ziehen: Sie entscheiden sich nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums oder nach bestandener Facharztprüfung nicht für Haus und Praxis auf dem Dorf, sondern bleiben in den urbanen Zentren oder gehen gar nach Australien. Die Hausarztpraxis und erst recht die Facharztpraxis auf dem Land passen nicht mehr zur Lebensplanung junger Mediziner. Notwendig ist daher eine neue Organisationsstruktur für die ärztliche Versorgung ländlicher Regionen, von der Uckermark über den Bayrischen Wald bis zur Schwäbischen Alb: Der Arzt kommt mit dem Auto in das Haus des Patienten, beschreibt Huber die Lösung des Problems.

Gesundheitskostenplakat ist im Buchhandel erhältlich
Der Berliner Wissenschaftsverlag Dr. Köster verlegt das Gesundheitskostenplakat mit einer Begleitbroschüre (ISBN 978-3-89574-726-7), welches für 12,80 € im Buchhandel erhältlich ist. Im Grußwort der begleitenden Broschüre äußert sich MdB Rudolf Henke (Arzt und erster Vorsitzender des Marburger Bundes) zu Problemen und Problemlösungen im Gesundheitswesen. Im Internet ist das Gesundheitskostenplakat unter www.gesundheitskostenplakat.de zu finden.

Hier können Sie die gedruckte Version des Gesundheitskostenplakates inklusive dem Booklet bestellen.

Hier gelangen Sie zum Downloadlink für das Gesundheitskostenplakat als PDF-Version

Frauen belasten das Gesundheitswesen stärker

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Frauen sind teurer als Männer. Das ist nicht nur im alltäglichen Leben so, sondern auch, wenn es um die Kosten im Gesundheitswesen geht. Die Zahlen der durch das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de durchgeführten Studie zu den Gesundheitskosten in Deutschland zeigen, dass Frauen in fast allen Altersgruppen mehr Ausgaben verursachen.

„In der Kindheit und Jugend sind die Mädchen den Jungen in der gesundheitlichen Entwicklung voraus. Sie sind weniger auf therapeutische Unterstützung und Hilfe angewiesen“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Präventologen Ellis Huber aus Anlass der Präsentation des imedo-Gesundheitskostenplakats in Berlin. „Im weiteren Lebensverlauf suchen Frauen eher Hilfe. Männer folgen ihrem Männlichkeitsideal ‘Ein Indianer kennt keinen Schmerz’ und verzichten lieber auf Arztbesuche“, erläutert Huber weiter. Der starke Anstieg im letzten Lebensabschnitt sei durch die längere Lebenserwartung der Frauen zu begründen.

Die Schwangerschaft ist kostspielig

Vom ersten Ultraschallbild bis zum Abschluss der Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) kostet eine Schwangerschaft und die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes zwischen 12.700 Euro und 27.500 Euro. Darin enthalten sind Blut- und Urinkontrollen, Blutdruckmessungen, Ultraschalluntersuchungen. Außerdem wird regelmäßig der Zustand des Kindes im Mutterleib kontrolliert: Herztöne, Lage und Größe. Auch Geburtsvorbereitungskurse zählen zum Topf des Gesamtbetrags.

Versorgung der Gesundheit von Kinder

Nach der Geburt läuft der Versorgungsapparat für das Kind an. Insgesamt neun U-Untersuchungen stehen auf dem Kalender des Kindes. Bis zum sechsten Lebensjahr werden Organe, Sehfähigkeit, Gewicht, Sozialverhalten, Sprachentwicklung und Motorik untersucht. Das Kind bekommt zudem alle notwendigen Schutzimpfungen.

Frauen kommen regelmäßig mit Ärzten in Kontakt

Ist das Kind ein Mädchen, so wird sie mit rund 15 Jahren das erste Mal einen Gynäkologen aufsuchen, ab dem 20. Lebensjahr beginnen die Vorsorgeuntersuchungen. Abstriche werden genommen, der Blutdruck gemessen und die Brüste werden abgetastet. Da Mädchen bzw. Frauen schon sehr früh regelmäßig mit Ärzten in Kontakt kommen, fällt es ihnen auch im späteren Leben nicht schwer an Krebsvorsorge-Maßnahmen teilzunehmen.

Als Grundlage dienen der imedo-Studie und dem daraus resultierenden Gesundheitskostenplakat unter anderem die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamtes, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Bundesministeriums für Gesundheit und einer Vielzahl weiterer renommierter Institutionen.

Informationen über das Gesundheitskostenplakat liefern die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie beispielsweise: Landkarte der Geldflüsse und Leib und Seele sind kostspielig.

Chancengleichheit und Prävention für Kinder gefordert

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Gesundheit ist in jedem Alter ein wichtiges Thema. Ein gesunder Lebensstil ist besonders für kleine Kinder von großer Bedeutung, da er die Grundlage für schulische Leistungen darstellt und weil er späteren Erkrankungen vorgebeugen kann. Das Bundesministerium für Gesundheit wird in den kommenden Jahren über vier Millionen Euro für die Prävention und Chancengleichheit bei Kindern bereitstellen. Um die Ziele zu erreichen, ist die Mitarbeit aller gefordert. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut, kurz RKI, zu der Tagung „Kinder in eine gesunde Zukunft“ eingeladen und mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung neue Ansätze zur Verbesserung der Kindergesundheit erörtert.

„In der Kindheit werden die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil gelegt. In jungen Jahren entscheidet sich oft schon das Risiko für eine spätere Erkrankung“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär Rolf Schwanitz. „Aber es geht hier nicht nur um gesundheitliche Chancengleichheit, sondern um sehr viel mehr. Die Gesundheit von Kindern beeinflusst auch den schulischen und den beruflichen Erfolg – Gesundheit ist ein wichtiger Teil des Lebensglücks.“ Es liege in der Verantwortung aller, die Eltern dabei zu unterstützen, damit möglichst alle Kinder eine Chance auf einen guten Start in ein Leben mit guter Gesundheit erhielten, erklärt Schwanitz.

Gesundheitliche Prävention und Chancengleichheit für Kinder

Zentrales Ziel der Strategie Kindergesundheit ist, über gesundheitliche Prävention und Gesundheitsförderung die gesundheitliche Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen zu fördern und ein gesundes Aufwachsen der Kinder zu ermöglichen. In allen Lebensbereichen, wie beispielsweise Umwelt, Verkehr, Ernährung wird dazu beigetragen, gesundheitliche Risiken weiter zu vermindern. Dazu bündelt die Bundesregierung ihre Initiativen zur Förderung der Kindergesundheit und setzt eine nachhaltige Entwicklung in Gang, die weit über das Gesundheitswesen hinaus, in alle Bereiche hineinwirken wird, die ein gesundes Aufwachsen beeinflussen.

Ausgangspunkt der Strategie Kindergesundheit sind die Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, kurz Kiggs, zur Gesundheit, zum Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Kiggs zeigt, dass die gesundheitliche Situation insgesamt gut ist, sich jedoch eine Häufung gesundheitlicher Risiken bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien findet. Zudem verschiebt sich das Krankheitsspektrum von akuten zu chronischen Erkrankungen und von somatischen zu psychischen Gesundheitsstörungen. Das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben nach Auswertung der Daten Handlungsempfehlungen abgeleitet, die bei der Tagung vorgestellt werden.

Für die Kindergesundheit müssen alle gemeinsam handeln

„Kindergesundheit braucht erfolgreiche und politikübergreifende Initiativen. Das Bundesgesundheitsministerium wird in den nächsten vier Jahren insgesamt über 4,2 Millionen Euro zusätzlich einsetzen. Eine dauerhafte Wirkung ist aber nur bei aktiver Unterstützung durch die Länder und Kommunen, die Wissenschaft und die Verbände möglich“, sagt Rolf Schwanitz. Ziel sei es, innerhalb von vier Jahren nachhaltige Initiativen und Strukturen auf den Weg zu bringen. Dazu bedürfe es des gemeinsamen Handelns aller Beteiligten, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär.

Kinder mit Migrationshintergrund haben häufig Übergewicht. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews. Warum und wie Eltern ihre Kinder auf den Arztbesuch vorbereiten sollten, erfahren Sie ebenfalls durch die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Ines Friedrich, pixelio.de

Haut regelmäßig untersuchen

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät Patienten verdächtige Veränderungen auf der Haut unbedingt ernstzunehmen. Neben der eigenen Untersuchung sollten Patienten auch Haut-Screenings als Vorsorge in Anspruch nehmen. Die Krankenkasse kommt für diese Leistung auf.

Anders als innere Organe wie Magen oder Darm kann man die eigene Haut mit bloßen Augen auf verdächtige Veränderungen untersuchen. Klaus Fritz vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen rät zu solchen regelmäßigen Laien-Checks, um beispielsweise Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. „Sieht ein Muttermal oder eine andere Hautstelle verdächtig aus, sollte man dann aber umgehend einen Dermatologen aufsuchen“, sagt der Mediziner.

Haut regelmäßig untersuchen

Schlecht sichtbare Stellen wie im Rückenbereich kann man daheim gut einsehen, wenn man zwei Spiegel einsetzt. Oder aber der Partner beziehungsweise die Partnerin wird gebeten, an der prophylaktischen Untersuchung teilzunehmen.

Hautkrebsscreening alle zwei Jahre

Ab dem 35. Lebensjahr haben Frauen wie Männer zudem alle zwei Jahre die Möglichkeit, am Hautkrebs-Screening teilzunehmen und sich in einer dermatologischen Praxis von Kopf bis Fuß auf bösartige Hautveränderungen untersuchen zu lassen. „Die Kosten werden seit Juli 2008 auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen“, sagt Fritz.

Über Hautkrebs informieren Sie die imedo-Gesundheitsnews: Hautkrebs: Arten, Risikofaktoren und Prävention.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

Männer: das schwächere Geschlecht

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Männer können nicht kochen? Männer ernähren sich ungesünder als Frauen? Männer gehen mit ihrem Körper schonungsloser um als Frauen? Alles Vorurteile? Weit gefehlt. Die meisten Männer kochen kaum, essen stattdessen lieber Fastfood und treiben Raubbau an ihrem Körper. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die ungesunde Lebenswese vieler Männer.

Fastfood wie Döner, Pommes und Hamburger steht bei Männern häufig auf dem Speiseplan. Acht von zehn Männern ist kalorienbewusste Ernährung weitgehend egal, wie aus einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, kurz GfK, hervorgeht. Demnach isst fast jeder dritte Mann mehrmals pro Woche Fastfood und jeder Vierte verzehrt häufig Fertiggerichte. Möglicherweise liegt die ungesunde Ernährung auch an der fehlenden Fähigkeit zur Eigenfürsorge: Knapp 40 Prozent der Befragten sagen der Umfrage zufolge, sie könnten überhaupt nicht kochen. An der repräsentativen GfK-Befragung nahmen den Angaben zufolge 1041 Männer teil.

Viele Männer überschätzen ihren Gesundheitszustand

Wie das „Manager-Magazin“ berichtet, halten vier von fünf Männern ihren Gesundheitszustand für „gut“ bis „ausgezeichnet“. Im April dieses Jahres stellte die Deutsche Angestelltenkrankenkasse, kurz DAK, ihren jährlichen Gesundheitsreport vor. In diesem stellte sich heraus: Männer überschätzen ihren Gesundheitszustand bei weitem. Zwar sind sie durchschnittlich einen Tag im Jahr weniger krank als Frauen, sie leben aber sehr viel riskanter und sterben etwa sechs Jahre früher.

Ungeschlagen auf Platz eins der Krankheiten bei Männern sind die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzinfarkte sind bei Männern mittleren Alters die häufigste Todesursache. Direkt darauf folgen Lungenkrebs und alkoholbedingte Leberkrankheiten. Die Ursache sehen die Experten von der DAK darin, dass noch immer mehr Männer als Frauen rauchen und regelmäßiger sowie mehr trinken. Aber auch mit vermeintlichen Frauenkrankheiten wie Schlafstörungen sind mehr Männer in Behandlung als Frauen. Die Zahl der Männer mit Depressionen nimmt ebenfalls zu, weil Männer eher dazu neigen, Probleme zu verdrängen oder aggressiv reagieren, statt traurig-passiv zu werden.

Gesundheitszustand der Männer könnte besser sein

Als wären ungesunde Ernährung mit daraus resultierendem Übergewicht, zuviel Alkohol und Nikotin bei fehlender Bewegung nicht schon schlimm genug, sind Männer zudem auch noch richtiggehende Vorsorgemuffel. Sie gehen viel zu selten zum Arzt. Zur Krebsvorsorge geht gerade mal jeder Vierte und nur jeder Fünfte nimmt den kostenlosen zweijährlichen Gesundheitscheck wahr. DAK-Vorstandsvorsitzender Herbert Rebscher konstatiert gegenüber dem „Manager-Magazin“ hierzu: „Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV als sich selbst zur Vorsorge anzumelden.“ Für den aktuellen Gesundheitsreport wurden erstmals rund 1000 Männer zwischen 30 und 65 Jahren ausführlich zu ihrem Verhalten befragt.

Informieren Sie sich mit den imedo-Gesundheitsnews über den Gesundheitszustand der Männer: Männer leben ie so gesund wie Frauen, Muskelmänner haben ein längeres Leben.

Impfungen werden selten in Anspruch genommen

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Nordrhein-Westfalen hat sich gerüstet für den Kampf gegen Röteln, Masern und Mumps. Der September 2008 wurde zum „Monat der Impfens“ auserkoren. Mit einer groß angelegten Kampagne sollte die Bevölkerung motiviert werden, sich impfen zu lassen. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern deutschlandweit bleibt die Möglichkeit zur Vorsorge oftmals unbeachtet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Impfungen, die nicht in Asnpruch genommen werden

Nordrhein-Westfalen wirbt für Impfungen

„Daniel (12) behindert durch Masern“, prangte in großen Lettern auf dem Plakat. Das war nur eines der vier Plakatmotive, die sich das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens ausgedacht hatte, um die Bevölkerung zum einen abzuschrecken und gleichzeitig dazu zu motivieren, sich impfen zu lassen. Neben der Plakatwerbung gehören auch Aktionstage vor Ort zu den Maßnahmen der Regierung. „Uns geht es darum, die Bevölkerung noch besser zu schützen und die Durchimpfungsraten zu erhöhen“, sagte der Gesundheitsminister Nordrhein-Westfalens Karl-Josef Laumann.

Impfung gegen Masern kann vor Hirnhautentzündung schützen

Immerhin 879 Fälle Masern verzeichnet das Robert-Koch-Institut bereits in diesem Jahr. Ein Großteil davon wurde aus Bayern und Baden-Württemberg gemeldet. In den vergangenen 30 Jahren konnten Masern weitgehend eingedämmt werden. Es kommt dennoch immer wieder zu kleinräumigen Ausbrüchen. Die meisten Betroffenen überstehen die Krankheit zwar unbeschadet, dennoch gibt es Folgekrankheiten, wie beispielsweise Hirnhautentzündung, an denen Menschen sterben.

Bis 2010 sollen die Masern durch eine erhöhte Impfrate ausgerottet sein

95 Prozent Impfquote will Ulla Schmidt durch die Kampagne in Nordrhein-Westfalen erreichen. Das sagte die Bundesgesundheitsministerin beim Start der Kampagne. „Zwar sind fast 94 Prozent der Kinder und Jugendlichen einmal gegen Masern geimpft. Doch nur 74 Prozent haben die notwendige Zweitimpfung erhalten“, heißt es in dem Kindergesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts.

Bis 2010 will die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, die Masern komplett ausgerottet haben. Als Vorbild könnten die USA gelten. Ohne Impfung dürfen Kinder nicht an die Schule. Radikal, aber wirksam: In den USA kommt die Krankheit nur noch sehr selten vor.

Impfungen bewahren vor Kinderkrankheiten und eine Impfung soll vor Bluthochdruck schützen. Informationen zu diesen Themen finden Sie in den imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Interessierten durch die Gruppe „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ den Austausch.

Bildquelle: Jens Goetzke, pixelio.de

Chancen im Zweiten Gesundheitsmarkt

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Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und sogar der Urlaub – alles soll gesünder werden. Wenn es um die Gesundheit geht, scheuen die Bundesbürger keine Kosten. Für Politik und Wirtschaft gibt es in der Gesundheitsbranche noch viele Nischen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Ausgaben für die Gesundheit

Erwachsene geben im Durchschnitt zusätzlich zur Krankenversicherung 900 Euro im Jahr für ihre Gesundheit aus: für Vorsorgeuntersuchungen, alternative Medizin, Wellness, Sport oder gesunde Ernährung. Seit 2006 sind solche privaten Gesundheitsausgaben pro Jahr um sechs Prozent gestiegen. Das Volumen des so genannten zweiten Gesundheitsmarktes umfasst 60 Milliarden Euro im Jahr. 2003 waren es nur 49 Milliarden Euro. Die Nachfrage übersteigt bei Weitem das Angebot: Schon heute existiert eine zusätzliche Nachfrage von 16 Milliarden Euro – nur das Angebot fehlt noch. Das ergibt eine aktuelle Studie des Roland Berger Strategieberatung.

„Beinahe alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig vom Einkommen, möchten zunehmend etwas für ihre Gesundheit tun und nutzen gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen“, erklärt Joachim Kartte, Partner und Leiter des Kompetenzzentrums Pharma & Healthcare der Roland Berger Strategieberatung.  Gesundheitsthemen begleiten uns Tag für Tag, sei es bei der Ernährung, Kleidung oder im Tourismus. Der heutige Gesundheitsmarkt umfasst mehr als traditionelle Zusatzangebote oder freiwillige Vorsorgeuntersuchungen. „Der Trend geht klar dahin: alles wird gesund“, sagt Kartte.

Chancen für Politik und Wirtschaft durch Interesse an Gesundheit

Diese Entwicklung stellt sowohl für die Politik, als auch für die Wirtschaft enorme Chancen dar. Die Gesundheit der Bevölkerung wird verbessert und es werden weitere Arbeitsplätze geschaffen. Gerade in Zeiten einer stark alternden Bevölkerung ist es von zentraler Bedeutung, dass Arbeitskräfte möglichst lange gesund sind und dem Arbeitsmarkt erhalten bleiben. Für die Wirtschaft bieten sich so neue Geschäftsmöglichkeiten. Um das Potential des zweiten Gesundheitsmarktes optimal nutzen zu können, ist das Wissen des Konsumentenverhaltens wichtig. Zu diesem Zweck erarbeiten die Strategieberater fünf unterschiedliche Gesundheitstypen.

Die Gesundheitstypen

  • Der rundum Aktive: Interesse für Sport und Wellness, Ausgaben für Vorsorge und Zusatzversicherungen, fühlen sich gut, wenige Gedanken über ihre Gesundheit, selten zum Arzt
  • Der sorglose Sportler: Sport wichtiger Lebensinhalt, Gesundheit eher ein netter Nebeneffekt, selten zum Arzt, kein Interesse an alternativen Heilmethoden, Minimum an Gesundheitsvorsorge
  • Der traditionelle Minimalisten: gelegentliche Arztbesuche, sportlich kaum aktiv, generell wenig Interesse an Gesundheitsthemen, Gesundheit bedeutet für sie die Abwesenheit von Krankheit
  • Der passive Zauderer: Bewusstsein mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen, fehlende Disziplin, treiben wenig Sport, kaum Interesse an Gesundheitsthemen
  • Der selbstkritisch Interessierte: intensives Auseinandersetzen mit Gesundheitsthemen und dem eigenen Gesundheitszustand, von allen fünf Typen die höchsten Ausgaben für Gesundheit

Anstieg der Ausgaben für Gesundheit und private Präventionen

In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Ausgaben für private Präventionen jährlich um zehn Prozent, die für gesunde Lebensmittel um acht Prozent. Auch der Gesundheitstourismus ist im Wachstum, bis 2010 wird eine Steigung von acht Prozent pro Jahr prognostiziert. Andere Märkte wachsen ebenfalls, beispielsweise für gesunde Sitzmöbel, atmungsaktive Kleidung mit UV-Schutz („functional clothing“) oder strahlungsärmere technische Geräte. Die Teilnehmer des ersten Gesundheitsmarktes (Ärzte, Apotheker, Krankenversicherungen) sollten ebenfalls die Chancen erkennen, sie stehen keineswegs außerhalb.

Gerade durch die jahrelange Markterfahrung und die Kompetenzen, die ihnen zweifelsohne zugeschrieben werden, ist das Erfolgspotential groß. Denkbar wären hier zum Beispiel ambulante Arztpraxen im Supermarkt mit Standarddiensten und geringen Wartezeiten.

Gesundheitsportal imedo und die Deutsche Angestellten Krankenkasse informieren über Kosten im Gesundheitswesen. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zum Thema.

In Sachen Gesundheit zahlen Deutsche fleißig drauf. Weitere Informationen über die Landkarte der Geldflüsse erhalten Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Renate Franke, pixelio.de

Gesundheit im Job: Durch Prävention sparen Unternehmen Geld

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Bisher bieten nur wenige Unternehmen ihren Mitarbeitern gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie beispielsweise firmeneigene Fitnesskurse oder Kooperationen mit Fitness- oder Gesundheitsstudios an. Die Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle liegen derzeit bei 30 Milliarden Euro. Diese Ausgaben könnten durch regelmäßiges Fitnesstraining deutlich verringert und so eine Kostenreduzierung um etwa ein Drittel erreicht werden. Das ergab eine aktuelle Hochrechnung des Verbandes Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen e.V., kurz VDF. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet von idealen Arbeitsbedingungen und dadurch erzielte Gewinne.

Die Betriebe sehen zunehmens, dass verstärktes Engagement im Gesundheitsmanagement zur Senkung von Krankenheitsausfällen oder Fluktuation führt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird gesteigert und somit mehr Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität erzielt. Erkrankungen können beispielsweise durch regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining gemindert werden. So auch bei Muskel- und Skeletterkrankungen, die zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle zählen. Ein Training bringt den Kreislauf in Schwung, die Gefäßdurchblutung wird angeregt – das führt zu einer Stärkung von Muskeln und Knochen und damit zu einer deutlichen Senkung von Arbeitsausfällen. Derzeitig liegt die durchschnittliche Ausfallzeit der rund 32 Millionen Berufstätigen bei fast zwölf Tagen pro Arbeitnehmer und 750 Euro pro Fehltag.

Einsatz für Mitarbeitergesundheit zahlt sich aus

Prävention zahlt sich aus. Davon ist auch Dr. Dirk Klassemann, Geschäftsführer padoc – health & productivity management und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention überzeugt: „Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter lohnen sich. Wir rechnen heute damit, dass ein Betrieb, der 1 Euro für Präventionsmaßnahmen ausgibt, mindestens 3 Euro zurückbekommt.” Im Vordergrund muss die Förderung des persönlichen Gesundheitsverhaltens eines Mitarbeiters stehen. Für dieses Bestreben ist es jedoch essentiell, optimale Bedingungen zur Erhaltung der Gesundheit zu bieten. Prozessbegleitend stehen einige Krankenkassen bereit und beraten ausführlich über ein individuelles Maßnahmenpaket inklusive Erfolgskontrolle. Ferner ist es angebracht, Untersuchungen zum Krankenstand im Unternehmen durchzuführen. Auf Grund der Ergebnisse werden so qualitative Gesundheitsangebote entwickelt. Die Effizienz der Maßnahmen wird letztendlich durch Dokumentation und Erfolgskontrolle, beispielsweise durch Evaluationsstudien beurteilt.

Arbeit bedingt immer mehr Krankheiten. Blaues Licht beispielsweise ist eine gute Investition für Arbeitgeber, denn blaues Licht verbessert die Konzentrationsfähigkeit im Büro.

Bildquelle: Kathrin Antrak, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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