Tag Archiv | "Patienten"

Verhaltensregeln im Wartezimmer: Diskretion wahren

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Ein Wartezimmer beim Arzt ist ein Ort der Gemeinschaft aber auch der Diskretion. Mit anderen Patienten in einem Raum zu sitzen, heißt auch immer, dass man sich zurückhalten muss. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de und „Der neue große Knigge“ erklären, wie man sich in einer solchen Umgebung zu verhalten hat.

Den Aufenthalt im Wartezimmer eines Arztes empfinden viele Patienten als unangenehm. Oft sitzen Patienten dabei für einen ungewissen Zeitraum mit mehreren Kranken auf engstem Raum zusammen. „In dieser Situation ist es wichtig, dass man aufeinander Rücksicht nimmt“, sagt Silke Schneider-Flaig, Autorin des Buches „Der neue große Knigge“. Unbedingt respektieren sollte man zum Beispiel, dass sich nicht alle Patienten unterhalten wollen.

Tipps für das Gespräch im Wartezimmer

„Wenn zwei Wartende miteinander reden, sollten sie möglichst mit gedämpfter Stimme sprechen“, sagt Schneider-Flaig. Dafür sei es meist gut, wenn die beiden sich nebeneinander setzten. Da die anderen Patienten meist trotzdem die Konversation mithören müssten, gelte es, sich inhaltlich zurückzuhalten. Gerade wenn man über Krankheiten spreche, was in Wartezimmern häufiger vorkommt, sollte man nicht allzu sehr ins Detail gehen und auf unappetitliche Themen verzichten.

Im Wartezimmer ist Fingerspitzengefühl notwendig

Obwohl im Wartezimmer schnell eine Art Gemeinschaftsgefühl entstehe, dürfe man sich nicht einfach an den Gesprächen anderer Patienten beteiligen. Die eigene Bemerkung zu einer fremden Unterhaltung sollte man daher stets mit einer Entschuldigung dafür einleiten, dass man sich ungefragt einmischt. „Manche Menschen sind dankbar, wenn sie etwa über ihre Krankheit von einem anderen Patienten Informationen aus erster Hand bekommen und gehen darauf ein“, sagt die Buchautorin. Wenn man nicht an der Unterhaltung beteiligt werde, sollte man dies aber unbedingt akzeptieren.

Mit Fingerspitzengefühl sollte man auch Vorgehen, wenn man zum Zeitvertreib mit anderen Patienten ins Gespräch kommen möchte. „Manche Menschen beginnen mit einer ganz speziellen Frage wie „Werden bei ihnen auch die Laborwerte kontrolliert?““, berichtet Schneider-Flaig. Dies könne dem anderen aber unangenehm sein und wirke zudem sehr neugierig. Insofern sollten Wartende lieber mit Small Talk-Themen wie dem Wetter beginnen und schauen, ob der andere Lust auf eine Unterhaltung habe.

Auch beim Saunabesuch sollten einige Regeln beachtet werden. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Ärzte über Versorgungsqualität: kranke Zeiten in Sicht

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Erschreckende Aussichten für den Gesundheitsstandort Deutschland. Eine Umfrage unter 800 Ärzten zur Einschätzung des deutschen Gesundheitssystems hat ergeben, dass sich die Versorgungsqualität in den kommenden Jahren verschlechtern wird und dass medizinische Fortschritte nicht immer beim Patienten ankommen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Eine Studie im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller, kurz VFA, und des NAV-Virchow-Bundes hat ergeben, dass fast drei Viertel der niedergelassenen Ärzte in Deutschland die Therapiefreiheit als nicht mehr gewährleistet sehen. Der Kostendruck aufgrund der Budgetierung von Leistungen, Ausgabenbeschränkungen und der negative Einfluss von Regressandrohungen sind einige der Gründe, die den Medizinern Anlass für diese negative Einschätzung geben.

Ärzte: Schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität

Doch das sind noch nicht alle negativen Prognosen der 802 befragten Allgemein- und Fachärzte. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass die momentan im Allgemeinen als gut eingeschätzte Versorgungsqualität in zehn Jahren nicht mehr gewährleistet sein wird. Ein Drittel der Ärzte sagt sogar eine schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität voraus.

„Wir müssen handeln“, fordert Klaus Bittmann, Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes. Er ist selbst Gynäkologe und kann viele Aussagen der Studie bestätigen. Patientenbefragungen gingen seinen Aussagen zufolge in eine ähnliche Richtung. Darin bestehe eine Gefährdung des Arzt-Patienten-Verhältnisses, „das höchste Gut, dass wir haben“, ergänzt Bittmann.

Medizinische Fortschritte haben keine Auswirkungen auf Versorgung von Patienten

Ein weiteres Defizit ist, dass innovative medizinische Fortschritte nicht beim Patienten ankommen. Am schlimmsten betroffen seien Demenzkranke und Menschen mit Depression. Am besten geht es in dieser Hinsicht Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und HIV – Allesamt Krankheiten mit einer hohen Aufmerksamkeitsquote, bedingt durch eine hohe Medienpräsenz.

Für viele Ärzte hat der Beruf an Attraktivität verloren. Die Mediziner bemängeln den hohen Verwaltungsaufwand, lange Arbeitszeiten und ihr Einkommen. Diese Gründe bewegen knapp 70 Prozent der Befragten, eine Auswanderung ins Ausland in Erwägung zu ziehen. Das sei auch ein nicht unerheblicher finanzieller Verlust für die Gesellschaft. Ein Medizinstudium kostet 250.000 Euro, diese Kosten trägt größtenteils der Steuerzahler. Jährlich wandern nach Aussagen Bittmanns rund 2500 Ärzte ins Ausland ab. Dem gegenüber stehen nur 800 Ärzte, die vom Ausland zuwandern.

Ärzte fordern Abbau von Bürokratie

Fast alle befragten Mediziner wünschen sich mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen über die Verordnungsfähigkeit innovativer Arzneimittel. Zudem fordert Bittmann, dass Ärzte von Bürokratie ferngehalten werden. Erst wenn das gegeben sei und die Therapiefreiheit nicht weiter eingeschränkt wird, gewinnt der Beruf auch wieder an Attraktivität. Ein Drittel der Ärzte würde der Umfrage zufolge ihren Beruf heute nicht mehr wählen.

Sie vermissen Transparenz im deutschen Gesundheitswesen? Die imedo-Gesundheitsnews können Abhilfe schaffen.

Bildquelle: Rolf van Melis, pixelio.de

Arzt oder Ärztin?

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Die Behandlungsqualität beim Arztbesuch ist davon abhängig, ob Ihr Arzt ein Mann oder eine Frau ist. Bisher war nur bekannt, dass das Patientengeschlecht Einfluss auf die Qualität hat. Frauen werden im Durchschnitt schlechter behandelt als Männer. Doch nun belegt eine neue Studie, dass auch das Geschlecht der Ärzte verantwortlich für die Qualität der medizinischen Behandlung ist. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

An einer Studie, die an der Medizinischen Klinik II der Universität Köln durchgeführt wurde, nahmen 50.000 Diabetes-Patienten teil. Weibliche Mediziner schnitten hier besser ab als ihre männlichen Kollegen. Für die Behandlung der Volkskrankheit Diabetes gibt es Leitlinien, die für den Erfolg der Behandlung wichtig sind. An diese Leitlinien sollten sich sowohl Patienten als auch Ärzte halten.

Im Ergebnis stellte sich jedoch heraus, dass die männlichen Ärzte hier nicht konsequent genug vorgehen.

Vorteile von Ärztinnen

  • Patienten erreichen bessere Werte (beispielsweise bei den Risikofaktoren Bluthochdruck und Cholesterin)
  • Erkrankte erhalten mehr Diabetikerschulungen und brauchen weniger Medikamente
  • Diabetiker führen weniger Selbstmessungen des Blutzuckers durch und ihr Blutzucker ist besser eingestellt

Sind Frauen wirklich die besseren Mediziner?

Die Gründe für dieses Ergebnis sind ungeklärt und Experten können darüber nur spekulieren. Womöglich könnte eine Erklärung sein, dass bei Diabetes-Patienten eine kooperative ärztliche Betreuung notwendig ist. Gute Gesprächsführung und Motivatorfähigkeiten sind hier von Vorteil, um ein partnerschaftliches Arzt-Patienten-Verhältnis aufzubauen. Womöglich sind Frauen in diesen Punkten ihren männlichen Kollegen gegenüber im Vorteil.

Jede zehnte Behandlungs verläuft fehlerhaft. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über dieses Thema.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Informationen zu MRSA, den Krankheitserregern im Krankenhaus.

Bildquelle: Thommy Weiss, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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