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Niemals aufgeben – Interview mit einer Lungenkrebspatientin

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In Deutschland erkranken jährlich 47.000 Menschen an Lungenkrebs. Damit ist das Bronchialkarzinom die häufigste bösartige Krankheit des Menschen. Unter den Todesursachen in Deutschland nimmt es mit 40.000 Fällen den vierten Platz ein. Aber der Kampf gegen den Lungenkrebs ist auch Dank moderner Therapien nicht sinnlos. Das Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich mit einer Patientin unterhalten:

imedo:
Welche Gedanken gingen Ihnen durch den Kopf, als Sie das erste Mal mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurden?

Elke Ehlebracht-Spreen:
Ich bekam die Diagnose Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium, inoperabel, nicht heilbar. Das war ein absoluter Schock. Ich bin damals davon ausgegangen, dass ich in den nächsten Wochen oder Monaten sterben würde. Ich hatte furchtbare Angst vor einem Dahinsiechen, Schmerzen und dem Tod. Ich hatte zu dem Zeitpunkt Atemnot, was eine existentielle Bedrohung und Todesängste hervorgerufen hat. Außerdem empfand ich eine große Traurigkeit, mich von meiner Familie, Freunden und dem Leben verabschieden zu müssen.

imedo:
Wie konnten Ihre Familie und Freunde Sie in dieser schweren Zeit unterstützen?

E. E.-S.:
Besonders mein Mann und meine beiden erwachsenen Töchter haben mich unglaublich unterstützt in dieser Zeit. Ich selbst habe in einem absoluten Schockzustand gelebt und war zunächst zu nichts mehr fähig (Autofahren, Einkaufen oder Telefonate).
Mein Mann hat zum Beispiel alle Anfragen von Freunden, Familie und Beruf “gefiltert” und abgefangen, so dass ich mir den normalen Alltag ganz allmählich zurückerobern konnte. Er hat mich zu allen Untersuchungen und Behandlungen gefahren und begleitet, war immer neben mir. Er hat alle formalen Angelegenheiten, wie zum Beispiel Abrechnungen mit der Krankenkasse und ähnliches geregelt. Meine Familie hat nicht aufgehört, mir Mut und Hoffnung zu zusprechen: “Du schaffst das!” Besonders geholfen hat mir auch der Aufenthalt in der Natur beziehungsweise am Meer. Mein Mann und ich haben in dieser ersten Zeit regelmäßige Spaziergänge und Reisen unternommen, bei denen ich mich erholen und wieder Kräfte sammeln konnte. Meine ältere Tochter, gelernte Krankenschwester, hat mich ganz pragmatisch mit vielen Tipps und Ratschlägen unterstützt, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit der Chemotherapie. Abschließend muss ich allerdings sagen, dass kein Außenstehender richtig nachvollziehen kann, was in einem bei so einer Diagnose vorgeht. Also auch die Gespräche mit anderen Betroffenen und meinem Psychotherapeuten haben dazu beigetragen, meine ganze Situation zu verarbeiten.

imedo:
Wie erging es Ihnen während der Chemotherapie?

E. E.-S.:
Rückblickend habe ich, glaube ich, die Chemo ziemlich gut überstanden.
Allerdings ist so eine Therapie insgesamt die Hölle. Durch Begleitmedikamente wird zwar die extreme Übelkeit ziemlich gut unterdrückt, dennoch ist das Allgemeinbefinden schrecklich. Die erste Woche nach den Infusionen war ich nicht in der Lage irgendetwas zu machen und habe sie im Wesentlichen auf dem Sofa verbracht. Auch gut gemeinte Buchgeschenke oder Hörbücher konnten da nicht helfen. Ich konnte mich auf nichts konzentrieren. Nach dieser ersten Woche habe ich  versucht, mich wieder aufzurappeln und gleichzeitig zu wappnen für die nächste Infusion. Der Allgemeinzustand (Gewichtsabnahme, Schwäche oder Blutwerte) hat sich von Chemo zu Chemo verschlechtert, so dass wirklich sechs Intervalle eine Obergrenze sind. Zum Glück haben sich meine Tumore während der Chemo um etwa 50 Prozent zurückgebildet, so dass mich der Therapieerfolg entschädigt hat.

imedo:
Wie hat sich Ihre Lebensqualität durch die Einnahme von Erlotinib verändert?

E. E.-S.:
Seit dem ich Erlotinib nehme, haben sich meine Tumore stetig weiter zurückgebildet beziehungsweise sogar ganz aufgelöst, so dass nur noch “diskrete” Reste im CT (Computertomographie) zu sehen sind. Meine sämtlichen Werte und meine Lungenfunktion liegen wieder im Normalbereich. Wenn ich nicht wüsste, dass ich diese Erkrankung habe, würde ich sagen, ich bin gesund. Ich bin ganz normal belastbar, bin wieder berufstätig, treibe Sport und habe mein psychisches Gleichgewicht wieder erlangt. Die Nebenwirkungen durch das Medikament sind tragbar und behindern mich in meinem Alltag nur gelegentlich.

imedo:
Welchen Tipp können Sie aus Ihren Erfahrungen an andere Betroffene weitergeben?

E. E.-S.:
Also, als erstes würde ich sagen, niemals aufgeben!!!

Zum Glück sind die Erkenntnisse der Medizin inzwischen so weit fortgeschritten, dass durch eine kompetente Behandlung eine ganze Menge möglich ist, auch beispielsweise bei Lungenkrebs. Wichtig ist also eine gute medizinische Versorgung beziehungsweise ein Krankenhaus mit Experten zu der speziellen Erkrankung.
Um den Allgemeinzustand zu verbessern und das Immunsystem zu stärken, kann man eine ganze Menge aus dem Bereich Homöopathie und der Chinesischen Medizin tun. Ich habe zum Beispiel nach der Chemotherapie eine Akupunkturbehandlung gemacht, die die Folgen der Chemotherapie (Sensibilitätsstörungen in den Händen und Füßen) positiv beeinflusst hat.
Als besonders wichtig habe ich eine psychotherapeutische Begleitung empfunden. In der akuten Situation ging es darum, Ängste zu verarbeiten, Entspannungs- und Visualisierungstechniken zu lernen. Darüber hinaus ist es eine Chance, die gesamte Persönlichkeit zu stabilisieren und für die psychische Gesundheit zu sorgen, auch wenn die Zusammenhänge einer Krebserkrankung und psychischen Konflikten weiterhin unklar sind beziehungsweise nicht bewiesen werden konnten.

Als letzter Tipp vielleicht noch, das Leben und den Augenblick möglichst genießen, nicht soweit in die Zukunft blicken oder mit dem Schicksal hadern. Dadurch kann sich eine große Zufriedenheit und Dankbarkeit einstellen.

Die imedo-Gesundheitsnews halten weitere Artikel zum Thema Lungenkrebs für Interessierte bereit, beispielsweise den Artikel „Lungenkrebs-Diagnose durch Atemluft“ unter http://gesundheitsnews.imedo.de/news/102213-lungenkrebs-diagnose-uber-atemluft.

Weitere Informationen für Lungenkrebs-Patienten bietet die Internetseite http://www.der-zweite-atem.de.

Mithilfe der imedo-Arztsuche unter http://www.imedo.de/verzeichnis findet jeder Patient den passenden Arzt.

Asthma: Arten, Symptome und Behandlung der Lungenerkrankung

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Sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Lungenerkrankungen mit dauernder oder zeitweiliger Luftnot und Husten. Das sind 5 Prozent aller Erwachsenen und sogar 10 Prozent aller Kinder. Mögliche Folgen von Asthma sind chronischer Sauerstoffmangel der Organe und irreversible Schäden an Lunge und Herz. Der Berliner Mediziner Dr. Thomas Höhn erklärt in den imedo-Gesundheitsnews, welche Arten von Asthma unterschieden werden, was ihre Symptome sind und wie Asthmatiker die Beschwerden lindern können.

Asthma ist nicht immer akut
Als Asthma bezeichnet man Anfälle von Atemnot, zwischen denen beschwerdelose Intervalle mit normaler Lungenatmung möglich sind. Ursache für akutes Asthma sind allergische Reaktionen in den Atemwegsschleimhäuten. Ist die Atmung dagegen ununterbrochen erschwert, handelt es sich um eine chronische Lungenerkrankung mit Atemwegsverengung, die auch COPD abgekürzt wird (chronic obstructive pulmonary disease). Sie ist Folge einer Entzündung durch eine chronische Bronchitis. Eine chronische Bronchitis liegt vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils drei Monate ununterbrochen eine Bronchitis mit Husten bestand.

Arten von Asthma

Ein Lungenemphysem als Folge verschiedener chronischer Lungenerkrankungen mit Überblähung der Lungenbläschen gilt als nicht heilbar. Mit der Zeit erlahmen die elastischen Rückstellkräfte und die nicht mehr ausgeatmete Luft füllt die Lungenbläschen – es kommt zum Emphysem. Die Verengung der Atemwege erhöht den Widerstand beim Ausatmen und bläht die Bläschen auf. Eine Bronchitis dagegen ist eine Entzündung der Schleimhäute der tiefen Atemwege. Die Luftröhre verzweigt sich wie ein Baum zum Lungengewebe hin und geht in die Bronchien und Bronchiolen über, die in die Lungenbläschen münden. Das klassische Asthma ist das durch verengte Atemwege verursachte Unvermögen, richtig auszuatmen. Folgende Faktoren verengen die Atemwege: Allergien, die zur Freisetzung von eigentlich schützenden Substanzen führen, die die Schleimhäute anschwellen lassen (zum Beispiel Histamin).

Die häufigsten Allergene hierfür sind: Pollen, Tierschuppen und -haare, Staubmilben und Schimmelpilze. Übererregbare Schleimhäute von an klassischem Asthma erkrankten Menschen reagieren schon auf den kleinsten Reiz mit Schwellung und Verlegung der Atemwege, so zum Beispiel auf Bakterien, Viren und Entzündungen. Hat das Bronchialsystem einmal „gelernt“, auf Reize mit Asthma zu reagieren, können auch Faktoren wie Ängste und Stress oder auch die bloße Vorstellung von Pollen oder die Betrachtung eines Bildes eines blühenden Baumes den Asthma-Anfall auslösen.

Folgen des Asthma bronchiale
Symptome des Asthma bronchiale sind Enge der Atemwege durch Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur, Anschwellen der Bronchialschleimhaut sowie zähe und glasige Sekrete in den Atemwegen, die nur unter größten Anstrengungen abgehustet werden können. Häufigstes Asthma-Symptom ist hierbei Atemnot, die auch lebensgefährlich werden kann. Der Anfall beginnt oft mit trockenem Husten, später mit Auswurf. Das Atemgeräusch ist gewöhnlich pfeifend, bedingt durch zähe Schleimfäden, die wie die Saiten eines Musikinstrumentes im durch die verengten Luftwege beschleunigten Luftstrom vibrieren. Es besteht Luftnot, da die Lunge mit verbrauchter Luft überfüllt ist.

Untersuchung durch den Arzt
Der Arzt hört zuerst die Lunge mit dem Stethoskop ab, um die oben beschriebenen Atemgeräusche vor allem beim Ausatmen zu erkennen. Er kann bronchitische und die für Lungenentzündung typischen Geräusche diagnostizieren. Die anschließende Lungenfunktionsprüfung ermöglicht, das Ausmaß der Atemwegsverengung anhand der Strömungsgeschwindigkeit sowie das Atemluftvolumen zu bestimmen. Ein Röntgenbild der Lunge zeigt gegebenenfalls das Maß der Überblähung (Emphysem) und die Belastung des rechten Teils des Herzens. Ein Elektrokardiogramm weist dann charakteristische Veränderungen für eine chronische Belastung durch Lungenüberblähungen auf (Cor pulmonale). Allergietests auf der Haut können schließlich einen Verdacht auf Allergieauslöser bestätigen oder widerlegen.

Lungenfunktion mit Peak-Flow-Meter testen
Mit einem handlichen Lungen-Funktionstester, Peak-Flow-Meter genannt, kann auf einfache Weise die Funktion der Lunge und die Reaktion auf Belastung sowie der Erfolg einer Behandlung überprüft werden. Die Reaktion auf Belastung wird auch Allergie-Provokationstest genannt. Bläst man in das Gerät hinein, wird der Wert auf einer Skala angezeigt. Von zwei bis drei Versuchen nimmt man den höchsten Wert und trägt ihn in eine Tabelle ein. Eine 50-jährige Frau von 1,65 Meter Größe sollte beispielsweise ein Luftvolumen von 300 Liter pro Minute ausstoßen können. Das entspricht der Leistung eines 75-jährigen Mannes gleicher Größe.

Behandlung von Asthma
Nach den Leitlinien des Stufenplans der deutschen Atemwegsliga werden anfangs Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, bei Bedarf als Spray. Sie sind auch als Inhalationsmittel, Tabletten oder Injektionen verfügbar. Antileukotriene, wie zum Beispiel Montelukast, unterdrücken die Entzündung. Außerdem werden Cortison-Präparate als Dosier-Aerosol oder Pulverkapseln angewendet (inhalative Corticoide). In höheren Stadien kommen sie auch als Tablette oder als Injektion im Anfall zum Einsatz. Theophyllin, eine koffeinähnliche Substanz, ist seit Jahrzehnten ein Standardmedikament. Es wird als Tablette, Kapsel, Injektion, im Anfall auch als Infusion genommen. Cromoglicinsäure (DNCG) hindert die Schleimhautzellen daran, Histamin auszuschütten. Formoterol kommt bei COPD zur Dauer- und Akuttherapie als Spray zum Einsatz.

Verhalten bei einem Asthma-Anfall
Durch gute Schulung und ärztliche Kontrolle lässt sich ein Selbstmanagement erlernen, welches wie bei allen chronischen Krankheiten notwendig ist. Ein Spray, der Corticoide und Beta-Mimetika enthält, sollte für die Selbstbehandlung bei einem Asthma-Anfall zusätzlich immer mitgeführt werden.

Risikofaktoren
Nikotin und Alkohol gilt es unbedingt zu meiden, da sie die Empfindlichkeit der Atemwegsschleimhäute erhöhen. Rauchen verschlimmert Lungen- und Bronchialerkrankungen in jedem Fall. Obwohl 30 Prozent der Erwachsenen unter einer chronischen Bronchitis leiden, rauchen trotzdem viele weiter oder setzen sich Zigarettenrauch aus. Vermeiden sollten Asthmakranke zudem offene Feuer (Kamin), plötzliche Kälte, Aspirin, Essen spät abends und Atmen durch den Mund (Austrocknen der Schleimhäute).

Selbsthilfe und naturheilkundliche Behandlungsstrategien

  • Autogenes Training hilft, die Atemwege zu entspannen und zu weiten. Angst und Unruhe beim Anfall werden so aktiv reduziert. Alleine das gedankliche Visualisieren eines großen weiten Meeres mit einer sanften Brise oder der gedankliche Blick von einem hohen Berg in eine schöne Landschaft voller Weite weiten auch die Atemwege und lindern die Symptome der Enge.
  • Akupressur kann Asthmaleiden vermindern. Der Akupressurpunkt für die Lunge ist oft verspannt und leicht schmerzempfindlich.
  • Rechtzeitig die richtige Atemtechnik zu erlernen ist für jeden Asthmatiker sehr hilfreich und stellt die beste Selbsthilfe dar. Auch mit Yoga und Yoga-Atmung können sich Asthmakranke selbst helfen.
  • Sport bessert die Symptome, und das Peak-Flow-Meter zeigt, wie Anstrengung und Trainingserfolge auf die Lunge wirken. Die Weltklasse-Schwimmer Mark Spitz und Christian Keller (26facher deutscher Meister) litten unter Anstrengungs-Asthma und schwammen unter ärztlicher Betreuung den Symptomen sogar davon. In vielen Sportarten gibt es unter solchen Ausnahme-Athleten Asthmakranke.
  • Kaffee wirkt dank Koffein schon in geringen Mengen bronchialerweiternd. Diese Eigenschaft besitzt der Kaffee aufgrund der chemischen Ähnlichkeit zu dem alten Asthma-Medikament Theophyllin.
  • Da die Nasennebenhöhlen mit derselben Schleimhaut ausgestattet sind wie die Bronchien, ist immer damit zu rechnen, dass ein Etagenwechsel der betroffenen Bereiche in die unteren Atemwege stattfindet. Es sollten also die Nasennebenhöhlen mit einer Nasendusche und lauwarmer Salzlösung gespült werden.
  • Eine weitere gute Selbsthilfe ist die Vermeidungstaktik: Weichen Sie den Pollen aus, verreisen Sie in pollenarme Gegenden, wenn hierzulande „Ihre“ Allergene fliegen.
  • Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Tieren aller Art zusammengekommen sind, entwickeln in späteren Lebensjahren deutlich weniger Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma.
  • Sauerstofftherapie mit niedrig eingestellter Dauerbegasung per Nasensonde beispielsweise über Nacht: Das Gerät ist in Sanitätshäusern erhältlich, und der Lungenfacharzt oder Hausarzt können hierzu Fragen beantworten.

Ayurvedische Rezepte gegen Asthma
Tee-Rezept: Tee aus 1 Teelöffel Zimt + ¼ Teelöffel Ingwer + ¼ Teelöffel scharfe Paprika pro Tasse heißes Wasser. 1 Teelöffel Honig dazugeben, zweimal 1 Tasse täglich.
Pfeffer-Rezept: 1 Teelöffel braunes Senföl + 1 Teelöffel Rohrzucker mischen, täglich dreimal im Munde zergehen lassen, vor den Mahlzeiten. Damit kann man auch den Brustkorb einreiben.
19-tägige Pfefferkur mit länglichen schwarzen Pfefferschoten, die morgens mit der Pfeffermühle frisch gemahlen und mit 1 Teelöffel Honig oder mehr vermengt werden. Gut einspeicheln vor dem Schlucken, pro Tag um eine Schote steigern bis zum 10. Tag, anschließend pro Tag eine weniger.
Schwarzkümmeltee mit Schwarzkümmelöl: 1 Esslöffel fein gemahlenen Schwarzkümmel, 1 Teelöffel Kamille, 1 Teelöffel Süßholz vermischen und mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und mit Honig oder Zuckerrohr süßen. Dreimal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Homöopathie gegen Asthma

  • Ipecacuanha D4, D6, D12, D30 (Zentnerlast auf der Brust, akutes Giemen, Husten, Brechneigung)
  • Arsenicum album D6, D12 (Hustenanfälle nach Mitternacht, Luftnot im Liegen, Unruhe, Schwäche, Kälteempfinden)
  • Grindelia D3, D4 oder höher (Erstickungsgefühl, viel Auswurf, sehr zähe Sekrete)
  • Sulfur D6,D8, D12, D30 (Heiserkeit, Räuspern, das nicht bessert)

Ernährung anpassen gegen Asthma

  • Weniger Weizen und Milch zu sich zu nehmen bringt in vielen Fällen Besserung.
  • Konserven mit vielen Zusatzstoffen übersteigen oft die Verträglichkeitsgrenzen von Asthmatikern.
  • Bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie sollte der Betroffene immer einen Auslassversuch über 14 Tage starten.
  • Empfohlene Vitalstoffe und Nahrungsergänzungen sind: zwei- bis dreimal 200 bis 250 Milligramm Vitamin B6, zweimal 2000 Milligramm Vitamin C, 1000 Milligramm Calcium, 500 Milligramm Magnesium.
  • Einnahme von Schwarzkümmelölkapseln: dreimal zwei oder mehr täglich vor dem Essen oder dreimal täglich 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl vor dem Essen.

In der imedo-Gruppe „Asthma“ können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie weitere Tipps und Tricks speziell für Pollenalergiker.

Bildquellen: Sigrid Roßmann, pixelio.de; A.Dreher, pixelio.de

Bundesweiter Lungentag: Informationen über Lungenerkrankungen

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Zum zwölften Mal fand am 26. September 2009 der Tag zu Gunsten der Lunge statt. Unter dem Motto: „gesunde Lunge ‘Wellness für die Lunge’“ berieten und informierten Fachärzte, Kliniken, Krankenhäuser, Krankenkassen, Apotheker und Behörden über die Lunge und Lungenerkrankungen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

COPD, von Experten auch chronic obstructive pulmonary disease bezeichnet, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Bedingt durch Aersole wie Partikel im Zigarettenrauch oder Feinstaub entstehen zahlreiche Lungenkrankheiten. Die häufigste unter ihnen ist die COPD, eine Mischung aus chronischer Bronchitis und einer Verengung der Atemwege.

Rauchen ist die häufigste Ursache der COPD

Da COPD langsam über mehrere Jahre hinweg entsteht und vor allem durch Zigarettenrauchen verursacht wird, ist sie eigentlich eine Erkrankung, die vermieden werden könnte. Neun von zehn COPD-Fälle sind bedingt durch den Glimmstängel. Die Atemwegserkrankung ist nicht heilbar, sie lässt sich allenfalls therapieren. Im schlimmsten Fall kann COPD sogar lebensbedrohlich sein.

Weitere Informationen zum Lungentag finden Sie unter: www.lungentag.de.

In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über die Lungenerkrankung Asthma und den Sauerstoffgehalt auf dem Mount Everest.

Lungenschäden bei Frühgeborenen vermeiden

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Die Lunge von Frühgeborenen ist meist unreif und droht beim Ausatmen zu kollabieren. Denn ihr fehlt ein Schutzfilm für die Lungenbläschen, auch Surfactant genannt. Doch die derzeitig übliche Gabe von Surfactant unter maschineller Beatmung kann die Lunge schädigen. Deshalb verzichten die Neonatologen am Universitätsklinikum Bonn auf eine künstliche Beatmung. Das Internet-Gesundheitsortal www.imedo.de informiert über eine neue Methode, Surfactant zu verabreichen.

Nils kam drei Monate zu früh auf die Welt – mit einem Geburtsgewicht von etwas über 500 Gramm ein Höchstrisikokind. Denn seine unreife Lunge produzierte noch kein Surfactant. Dieses Gemisch aus Eiweißen und Fetten senkt die Oberflächenspannung der Lungenbläschen. Ohne Surfactant fallen die Lungenbläschen – wie ein Zelt ohne Stangen – beim Ausatmen in sich zusammen. Die Kinder entwickeln ein lebensgefährliches Atemnotsyndrom. Daher wurden sie bisher direkt nach der Geburt mit einem Schlauch durch die Nase hindurch bis in die Luftröhre intubiert und mehrere Tage maschinell beatmet.

Surfactant aus Tierlungen für Frühgeborene

Die Ende der 80er Jahre eingeführte zusätzliche Gabe von aus Tierlungen gewonnenem Surfactant über den Beatmungsschlauch in die Lunge verbesserte die Überlebenschancen kleiner Frühgeborener enorm. „Doch die maschinelle Beatmung gefährdet die Lunge, da sie das empfindliche Gewebe überdehnen kann. Mögliche Folge ist eine Bronchopulmonale Dysplasie“, sagt Markus Treichel, Oberarzt in der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Bonn. Die betroffenen Säuglinge leiden unter Atemnot, erhöhter Herzfrequenz und hohem Kalorienverbrauch durch die erhöhte Atemarbeit – schwere Atemwegsinfektionen, Rechtsherzbelastung sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen drohen.

Kleine Frühgeborene können selber atmen

Daher boten die Bonner Neonatologen Nils Eltern an, Surfactant kurz nach der Geburt unter Spontanatmung zu geben, also ohne Anschluss eines Beatmungsgerätes.„Alles Notwendige sollte für unser Kind getan werden“, sagt Ulrike L. Am 11. November 2007 war es soweit, und Nils kam laut schreiend auf die Welt. „Er wollte selber atmen und brauchte nur unsere Unterstützung. Früher wurde unterschätzt, was die Frühgeborenen schon alles können – ein Paradigmenwechsel in der Medizin “, sagt sein erstversorgender Kinderarzt Axel Heep, leitender Oberarzt an der Bonner Universitäts-Neonatologie. In den ersten Minuten nach der Geburt führten die Bonner Neonatologen vorsichtig eine Sonde – so dünn wie eine Kugelschreibermine – über die Nase in die oberen Atemwege. Dort gaben sie etwa 30 Tropfen Surfactant in die Lunge, der sich dort verteilte.

Die Prozedur dauerte nur einige Minuten, erfordert aber viel Erfahrung. „Die Sonde ist kleiner als der Kehlkopf, und die Kinder können weiter atmen. Bei einer Intubation dagegen verlegt der Schlauch die Atemwege“, erklärt Treichel. Meist reicht eine Gabe, denn rasch nach der Geburt beginnen die Säuglinge, selbst Surfactant zu produzieren. Anschließend wird über eine Maske Atemluft unter leichtem Überdruck in die Atemwege transportiert. Dieser leichte Überdruck hält die Lungen offen. „Die Kinder atmen selbständig und regulieren ihre Atmung selber. Wir müssen sie normalerweise nicht mehr maschinell beatmen, außer sie erschöpfen sich oder erkranken an einer Lungenentzündung“, sagt Treichel.

Anteil der maschinell beatmeten frühgeborenen Kinder reduziert

Das Team um Peter Bartmann, Direktor der Neonatologie am Universitätsklinikum Bonn, konnte den Anteil der maschinell beatmeten Kinder, die vor der 33. Schwangerschaftswoche auf die Welt kamen, von 65 Prozent auf 52 Prozent senken. Zudem reduzierten sich die Beatmungstage von durchschnittlich elf auf fünf Tage. „Wir konnten eine sanftere Pflege der Frühchen erreichen und damit außerdem das Auftreten einer Bronchopulmonalen Dysplasie von 20 Prozent auf 9 Prozent senken“, erklärt Treichel.

Auch Nils brauchte keine maschinelle Beatmung und ist nun mit über fünf Kilogramm ein normales gesundes Kind.

Depressionen bewirken ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über dieses Thema und verraten zudem, warum Ärzte vor Q-Fieber warnen.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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