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Hautkrebs: UV-Strahlung gefährdet besonders die Kleinen

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14.000 Menschen erkranken jedes Jahr an Hautkrebs. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Erkrankten um über 50 Prozent gestiegen, darunter sind immer öfter junge Menschen. Auslöser von Hautkrebs sind die ultravioletten Anteile des Sonnenlichts, die die Erbsubstanz in unseren Zellen schädigen.

Unsere Haut ist nachtragend
Dr. Dr. med. Mostafa Ghahremani, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie / Gesichtschirurgie in Groß-Umstadt und Experte für den Fachbereich Dermato-Chirurgie, sorgt sich besonders um junge Sonnenanbeter: „Sonnenbrände in der Kindheit sind fatal. Der Säureschutzmantel und die Aktivität der Talgdrüsen sind noch sehr schwach ausgeprägt, ebenso die Produktion von Melanin, dem schützenden Farbstoff unserer Haut. Die UV-Strahlung dringt deshalb noch tiefer in die Hautschichten vor.“ Auch wenn der Sonnenbrand verflogen ist, hat sich die Haut nur oberflächlich erholt. Jahre bis Jahrzehnte später zahlt man die Rechnung: Falten, Pigmentflecken und nicht selten Hautkrebs.

Schattenspiel statt Sonnenbrand
Niemand muss seine Kinder deshalb in den Sommermonaten einsperren. Kinder sollten stattdessen von klein auf den richtigen Umgang mit der Sonne lernen:

  • Während der Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr ersetzt am besten ein Ballspiel im Schatten oder ein Hörspiel im Haus die Wasserrutsche.
  • In der Sonne sollte man sich anziehen, anstatt ausziehen: Lange, weite Kleidung aus leichten Baumwollstoffen mit einem UV-Protektions-Faktor (UPF) von mindestens 40, den man beim Kauf an dem gelben Logo erkennt.
  • Ein Sonnenhut ist Pflicht. Hierbei sollte der Schirm groß genug sein, um Gesicht und Nacken vollständig zu schützen.
  • Eine Sonnenbrille erfüllt ihren Zweck nur mit UV-Filter.
  • Sonnencreme filtert die UV-Strahlung aus dem Licht und sollte in unparfümierter Form stets griffbereit sein.

UV-Strahlen abblitzen lassen
Bei Kindern liegt die Eigenschutzzeit der Haut bei lediglich fünf bis zehn Minuten. Der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme gibt an, um wie viel Mal sie diese Zeit erweitern kann. Regelmäßiges Nachcremen ist unerlässlich, verlängert den Schutz aber nicht. Babys unter einem Jahr ist auch nicht mit Sonnencreme geholfen: Sie gehören gänzlich aus der Sonne.
Vorsicht und Kontrolle. „Generell empfehle ich Eltern mit ihren Kindern ab dem 6. Lebensjahr zur Haut-Screening Untersuchung zu gehen, egal wie vorsichtig man davor war. Ein Melanom, die gefährlichste Art von Hautkrebs, kann man im Anfangsstadium noch gut behandeln, danach sinken die Heilungschancen drastisch. Helle Kinderhaut mit Leber- und Pigmentflecken ist besonders empfindlich gegen Sonne und bedarf doppelter Aufmerksamkeit“, so Dr. Ghahremani. Sonnenschäden warten übrigens nicht bis Sommeranfang: Schon ab Anfang März kann die UV-Strahlung hierzulande für die Kinderhaut gefährlich werden.

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Brustkrebs – Früher erkennen und Heilungschancen vergrößern

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Brustkrebs ist immer noch die Krebserkrankung, an der die meisten Frauen Jahr für Jahr sterben. 17.573 Frauen starben daran im Jahr 2010. Mindestens genauso erschreckend ist die Tatsache, dass ein Großteil der Toten vermeidbar gewesen wäre. Wie bei allen Krebserkrankungen gilt auch hier: Je früher der Krebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Doch zum Beispiel nur die Hälfte aller Frauen zwischen 50 und 70 Jahren nimmt einer Vorsorge-Untersuchung im Rahmen des Screening-Verfahrens teil. Wie viele Frauen andere Vorsorgemethoden nutzen, zum Beispiel die Tastuntersuchung beim Arzt oder die regelmäßige Selbstuntersuchung zu Hause, darüber liegen keine Zahlen vor.

Brustkrebs erkennen
Das Tückische an der Selbstuntersuchung: Brustkrebs verursacht anfangs keine Beschwerden oder Schmerzen. Bemerkt eine Frau jedoch Veränderungen, die auf Krebs hindeuten, sollte sie einen Arzt aufsuchen.
Typische Symptome können sein:

  • neu aufgetretene Knoten, Verdichtungen oder Verhärtungen in der Brust oder der Achselhöhle,
  • bisher nicht aufgefallene Form- oder Größenunterschiede der Brüste,
  • Einziehung einer Brustwarze,
  • wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze,
  • Einziehungen der Brusthaut an einer Stelle, “Apfelsinenhaut” oder kleine punktförmige Grübchen in der Haut,
  • neu auftretende, nicht abklingende Hautrötung oder -schuppung, oder
  • einseitige brennende Schmerzen oder Ziehen.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst

Sollte sich der Anfangsverdacht bestätigen und die Diagnose Brustkrebs gestellt werden, sind die Behandlungsmöglichkeiten für die betroffenen Frauen so unterschiedlich wie der Brustkrebs von Frau zu Frau. Wichtig ist deswegen, sich gut zu informieren und Arzt und Behandlungsmethode sorgfältig auszuwählen.

Gutartig oder bösartige Brustveränderungen
Die meisten Tumoren, die in der Brust gefunden werden sind gutartig (benigne). Es sind Bindegewebsgeschwülste, flüssigkeitsgefüllt Zysten oder ähnliche Veränderungen. Bösartige (maligne) Tumoren sind seltener und gehen fast immer vom Drüsengewebe der Brust aus. Entweder entstehen sie in den Drüsenläppchen (lobuläre Karzinome) oder sie entwickeln sich in den Milchgängen (duktale Karzinome). Je nach Größe und Beschaffenheit des Tumor, muss der Arzt entscheiden, wie viel Gewebe entfernt werden muss. Grob wird unterschieden in brusterhaltende Therapien oder Amputation der Brust (Mastektomie). Bei der brusterhaltenden Therapie wird in der Regel in Kombination mit einer anschließenden Bestrahlung durchgeführt. Der Vorteil dieser Therapie ist, dass die Brust erhalten bzw. leichter wieder aufgebaut werden kann und die Operationsnarbe kleiner ist und weniger Beschwerden verursacht. Bezüglich der Lebenserwartung und Rückfallquote der Brustkrebspatientinnen ergibt sich kein Nachteil gegenüber der Mastektomie, wenn die dazugehörige Bestrahlung nach der Operation durchgeführt wird.

Neue Methoden des Brustaufbaus – ganz ohne Silikon

Betroffenen Frauen stehen heute unterschiedlichste Methoden zur Verfügung, wenn sie ihre Brust wieder aufbauen lassen wollen. Speziell ausgebildete Mikrochirurgen können Brustkrebspatientinnen neue Brüste aus deren eigenem Bauchfett formen. Diese Art der Rekonstruktion hält lebenslang und zeigt ein absolut natürliches Ergebnis, ist aber leider noch nicht allen Ärzten bekannt. “Auch wenn die Brustwiederherstellung mit dem DIEP-Lappen sicher logistisch die anspruchsvollste Rekonstruktionsmethode darstellt, so liefert sie doch die natürlichsten, schönsten und dauerhaftesten Ergebnisse. Aus diesem Grunde sollte sich jede Patientin, die mit dem Gedanken einer Brustrekonstruktion spielt, zunächst ausführlich von in dieser Methode geübten Fachärzten beraten lassen”, so Dr. Simone Hellmann, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie .

Die Eigengewebsrekonstruktion hat die Zielsetzung, nicht nur das bestehende Hautdefizit auszugleichen, sondern durch Wiederherstellung der Brustkontur eine Symmetrie zur Gegenseite zu erzielen. Auf Implantate und die damit verbundenen möglichen Risiken kann so verzichtet werden. Die betroffenen Patientinnen erhalten wieder ein Dekolleté und können auf Hilfsmittel wie BH-Einlagen verzichten. Dies stellt eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität dar. Der DIEP-Lappen (DIEP = Deep inferior epigastric artery) ist ein so genannter Perforatorlappen. Dies sind Gewebelappen, die nur aus Haut und Fettgewebe bestehen und in diesem Falle vom Unterbauch entnommen werden. Bei dieser Technik der Rekonstruktion wird bei der Hebung des Lappens der darunter liegende Muskel belassen, wodurch die Beschwerden in der Spenderregion minimiert werden. Ein schmaler Hautschnitt wird im Unterbauch ähnlich einer Bauchdeckenstraffung durchgeführt. Unter Lupenvergrößerung entnimmt der Operateur nur das gewünschte Haut- und Fettgewebe mit dessen versorgenden Gefäßen. Die Blutgefäße des Lappens unter dem Mikroskop mit denen der Brustwand verbunden und das verpflanzte Gewebe wird abschließend zur neuen Brust geformt.

Der DIEP-Lappen genießt in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf, da der Unterbauch aus mehreren Gründen die ideale Spenderregion für die Brustwiederherstellung mit Eigengewebe ist. Er liefert meist ausreichend Gewebe, um eine oder sogar beide Brüste zu rekonstruieren und ist dem Tastgefühl des normalen Brustgewebes sehr ähnlich. Die Entnahmestelle wird durch eine Straffung der Oberbauchhaut geschlossen, was zusätzlich die Bauchkontur im Sinne einer Bauchdeckenstraffung verbessert. Die entstehende Narbe lässt sich in der Kleidung meist gut verbergen. Der DIEP-Lappen schafft üblicherweise eine sehr ansprechende Brustform und meist eine langfristige Symmetrie, die den Alterungsprozess in der Regel überdauert.

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Hautkrebs – Vermeiden, Erkennen, Behandeln

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Er gehört zu den eher unterschätzten Formen des Krebses, doch besonders der schwarze Hautkrebs kann sehr gefährlich werden. Das sogenannte maligne Melanom ist die am häufigsten tödlich endende Hautkrankheit, denn schon in frühen Stadien können sich Metastasen unbemerkt auch unter der Haut, in den Organen ausbilden. Jährlich erkranken etwa 14.000 Personen neu daran, womit die Neuerkrankungen in letzter Zeit stark gestiegen sind. Doch was kann man dagegen tun? Wichtig sind Prävention, frühe Erkennung und im Ernstfall die schnelle Behandlung. Auch das Forschen nach neuen Therapien zum Beispiel im Bereich der Zelltherapie ist ein wichtiger Beitrag um die Gefahr des Hautkrebses einzudämmen. Doch am besten lässt man es erst gar nicht so weit kommen!

Wie kann ich mich vor Hautkrebs schützen?
Das A und O der Prävention von Hautkrebs ist der Schutz vor der Sonne. Stellen Sie Bräune nicht über Ihre Gesundheit und vermeiden Sie Sonnenbrände! Tragen Sie frühzeitig, bevor Sie ihre Haut der Sonne aussetzen, eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor auf. Verbringen Sie erste Urlaubstage eher im Schatten, damit sich Ihre Haut langsam und schonend bräunen kann. Auch sollte in südlichen Ländern immer die Mittagssonne gemieden werden. Passen Sie sich lieber der örtlichen Kultur an und halten Sie eine Siesta!

Dann ist es wichtig, sich regelmäßig einem gründlichen Hautcheck durch einem Allgemeinmediziner oder Hautarzt zu unterziehen. Ab 35 Jahren ist dieser für gesetzlich Versicherte sogar alle zwei Jahre kostenlos! Besonders Menschen mit vielen oder sehr großen Muttermalen, einem hellen Hauttyp oder Hautkrebsfällen in der Familie müssen aufpassen. Man sollte auch selbst nach Veränderungen von Muttermalen Ausschau halten oder den Partner zum Beispiel am Rücken nachgucken lassen.

Daran erkennen Sie Hautkrebs
Um ein normales Muttermal von einem Melanom zu unterschieden gibt es glücklicherweise die leicht zu merkende ABCDE- Regel!

  • Asymmetrie: Normale Muttermale sind in der Regel rund, während sich Melanome asymmetrisch ausgebreiten.
  • Begrenzungen: Sind die Begrenzungen des Mals nicht scharf und regelmäßig, ist Vorsicht geboten, denn es kann sich um Hautkrebs handeln.
  • Colorit: Ein Melanom hat oftmals mehrere Farben oder ist wesentlich dunkler als andere Pigmentflecken.
  • Durchmesser: Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Fleck größer als 5 Millimeter ist.
  • Erhabenheit/Entwicklung: Ist der Fleck schnell und etwas gewölbt, also dreidimensional gewachsen, ist es sehr wahrscheinlich kein einfaches Muttermal.

Wenn Sie also eine entsprechende Veränderung bemerken, ein Muttermal juckt oder im Laufe der Zeit dunkler wird, lassen Sie es sofort von einem Hautarzt untersuchen, nur so kann ein Melanom komplett entfernt werden!

Zelltherapie – der neue Heilungsansatz
Normalerweise wird Hautkrebs mit chirurgischem Eingriff entfernt. Doch es gibt Forschungen nach Alternativen zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden wie der so genannten Zelltherapie. In Köln am Zentrum für Molekulare Medizin haben neue Studien gezeigt, dass für eine erfolgreiche Bekämpfung des malignen Melanom nur 2 Prozent der Tumorzellen zerstört werden müssen. Die nämlich, die für den Wachstum des Tumors sorgen. Das soll folgendermaßen funktionieren: Aus dem Blut des Patienten werden bestimmte Lymphozyten entnommen, welche ein wichtiger Teil unseres adaptiven Immunsystem sind. Das heißt, diese besonderen, weißen Blutkörperchen können lernen, Fremdstoffe zu erkennen und zu bekämpfen. Im Labor werden sie dann so verändert, dass sie die wachstumsfördernden Tumorzellen erkennen. Dann vermehren sich die Lymphozyten, werden dem Patienten wieder zugeführt, sodass sie diese Zellen im Körper zerstören. Bisher wurde diese Therapie erfolgreich an von Hautkrebs betroffenen Mäusen getestet. Die Melanome schrumpften und sind auch nach Monaten nicht zurückgekehrt. Zwar wird es noch eine Weile dauern, bis vor allem klinische Verfahren für die breite Anwendung entwickelt werden, aber dann kann die Zelltherapie eine erfolgreiche Alternative zum operativen Eingriff bieten. Es bleibt also spannend und lehrreich, die medizinische Forschung zu verfolgen!

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Weltkrebstag – Jeder vierte Deutsche starb 2010 an Krebs

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Sieben Millionen Menschen sterben jedes Jahr weltweit, jeder zweite Mann und jede dritte Frau werden einmal in ihrem Leben die Diagnose Krebs erhalten. Jedoch 1 von 3 Krebstoten können verhindert werden durch Vorsorge und Früherkennung. – So beginnt der Aufruf „Stand up and Do Something“ der World Cancer Day – Union for International Cancer Control. Worum es geht? Jedes Jahr am 4. Februar wird der Weltkrebstag ausgerufen. Es soll erinnert werden an die Notwendigkeit, Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Motto dieses Jahr „Together it is possible“

Der Weltkrebstag, ursprünglich 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen, findet auch alljährlich in Deutschland breite Aufmerksamkeit. Denn allein in Deutschland erkranken mehr als 450.000 Menschen jedes Jahr neu an Krebs. Laut statistischem Bundesamt in Wiesbaden sind im Jahr 2010 in Deutschland 218.889 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

Die meisten Toten forderten Lungen- und Bronchialkrebserkrankungen, insgesamt 42.972 Tote. Danach folgte Brustkrebs mit 17.573 Gestorbenen. An dritter und vierter Stelle standen Krebserkrankungen des Dickdarms mit insgesamt 17.161 Fällen und der Bauchspeicheldrüse mit 15.488 Fällen.

Erschreckende Zahlen, denn man geht davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Todesfälle könnten vermieden werden: durch einen vernünftigen Lebensstil und ein rechtzeitiges Erkennen mithilfe von Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. Dafür ist ein breites in der Gesellschaft etabliertes Verständnis notwendig. Gerade Vorsorgeuntersuchungen sind für viele Menschen immer noch ein sensibles Thema. Weil viele wollen sich mit der Möglichkeit an Krebs zu erkranken nicht auseinandersetzen. Dabei ist diese Thema sehr wichtig, nicht nur für die Erwachsenen selbst, sondern mindestens ebenso sehr für unsere Kinder. Die wirksamsten Strategie Krebserkrankungen vorzubeugen beruhen auf einer dauerhaften Veränderung des Lebensstils. Gesund essen, Schadstoffe vermeiden, nicht rauchen, nicht im Übermaß trinken und regelmäßige Bewegung und Sport sind einige der Schlüsselfaktoren für ein längeres und krebsfreies Leben.

„Je früher Krebs erkannt wird, desto höher ist die Chance einer Heilung“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Deutsche Krebshilfe ist eine von mehreren großen gemeinnützigen Organisationen, die sich der Information der Bevölkerung und der Förderung von Vorsorge und Forschung zur Bekämpfung von Krebserkankungen verschreiben haben. Die Deutsche Krebshilfe hilft Interessierten, sich über den Nutzen der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu informieren. Sie bietet kostenlos umfassende und allgemeinverständliche Faltblätter, welche die verschiedenen Untersuchungsverfahren erläutern oder auch Nachteile benennen.

Anlässlich des Weltkrebstages am 04. Februar widmen sich zwei weitere Beiträge diesem Thema. Samstag gibt es einen Beitrag zum Thema „Hautkrebs – Vermeiden, Erkennen, Behandeln“ und am Montag einen Beitrag zum Thema Brustkrebs und seine Behandlungsmöglichkeiten.

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Niemals aufgeben – Interview mit einer Lungenkrebspatientin

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In Deutschland erkranken jährlich 47.000 Menschen an Lungenkrebs. Damit ist das Bronchialkarzinom die häufigste bösartige Krankheit des Menschen. Unter den Todesursachen in Deutschland nimmt es mit 40.000 Fällen den vierten Platz ein. Aber der Kampf gegen den Lungenkrebs ist auch Dank moderner Therapien nicht sinnlos. Das Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich mit einer Patientin unterhalten:

imedo:
Welche Gedanken gingen Ihnen durch den Kopf, als Sie das erste Mal mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurden?

Elke Ehlebracht-Spreen:
Ich bekam die Diagnose Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium, inoperabel, nicht heilbar. Das war ein absoluter Schock. Ich bin damals davon ausgegangen, dass ich in den nächsten Wochen oder Monaten sterben würde. Ich hatte furchtbare Angst vor einem Dahinsiechen, Schmerzen und dem Tod. Ich hatte zu dem Zeitpunkt Atemnot, was eine existentielle Bedrohung und Todesängste hervorgerufen hat. Außerdem empfand ich eine große Traurigkeit, mich von meiner Familie, Freunden und dem Leben verabschieden zu müssen.

imedo:
Wie konnten Ihre Familie und Freunde Sie in dieser schweren Zeit unterstützen?

E. E.-S.:
Besonders mein Mann und meine beiden erwachsenen Töchter haben mich unglaublich unterstützt in dieser Zeit. Ich selbst habe in einem absoluten Schockzustand gelebt und war zunächst zu nichts mehr fähig (Autofahren, Einkaufen oder Telefonate).
Mein Mann hat zum Beispiel alle Anfragen von Freunden, Familie und Beruf “gefiltert” und abgefangen, so dass ich mir den normalen Alltag ganz allmählich zurückerobern konnte. Er hat mich zu allen Untersuchungen und Behandlungen gefahren und begleitet, war immer neben mir. Er hat alle formalen Angelegenheiten, wie zum Beispiel Abrechnungen mit der Krankenkasse und ähnliches geregelt. Meine Familie hat nicht aufgehört, mir Mut und Hoffnung zu zusprechen: “Du schaffst das!” Besonders geholfen hat mir auch der Aufenthalt in der Natur beziehungsweise am Meer. Mein Mann und ich haben in dieser ersten Zeit regelmäßige Spaziergänge und Reisen unternommen, bei denen ich mich erholen und wieder Kräfte sammeln konnte. Meine ältere Tochter, gelernte Krankenschwester, hat mich ganz pragmatisch mit vielen Tipps und Ratschlägen unterstützt, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit der Chemotherapie. Abschließend muss ich allerdings sagen, dass kein Außenstehender richtig nachvollziehen kann, was in einem bei so einer Diagnose vorgeht. Also auch die Gespräche mit anderen Betroffenen und meinem Psychotherapeuten haben dazu beigetragen, meine ganze Situation zu verarbeiten.

imedo:
Wie erging es Ihnen während der Chemotherapie?

E. E.-S.:
Rückblickend habe ich, glaube ich, die Chemo ziemlich gut überstanden.
Allerdings ist so eine Therapie insgesamt die Hölle. Durch Begleitmedikamente wird zwar die extreme Übelkeit ziemlich gut unterdrückt, dennoch ist das Allgemeinbefinden schrecklich. Die erste Woche nach den Infusionen war ich nicht in der Lage irgendetwas zu machen und habe sie im Wesentlichen auf dem Sofa verbracht. Auch gut gemeinte Buchgeschenke oder Hörbücher konnten da nicht helfen. Ich konnte mich auf nichts konzentrieren. Nach dieser ersten Woche habe ich  versucht, mich wieder aufzurappeln und gleichzeitig zu wappnen für die nächste Infusion. Der Allgemeinzustand (Gewichtsabnahme, Schwäche oder Blutwerte) hat sich von Chemo zu Chemo verschlechtert, so dass wirklich sechs Intervalle eine Obergrenze sind. Zum Glück haben sich meine Tumore während der Chemo um etwa 50 Prozent zurückgebildet, so dass mich der Therapieerfolg entschädigt hat.

imedo:
Wie hat sich Ihre Lebensqualität durch die Einnahme von Erlotinib verändert?

E. E.-S.:
Seit dem ich Erlotinib nehme, haben sich meine Tumore stetig weiter zurückgebildet beziehungsweise sogar ganz aufgelöst, so dass nur noch “diskrete” Reste im CT (Computertomographie) zu sehen sind. Meine sämtlichen Werte und meine Lungenfunktion liegen wieder im Normalbereich. Wenn ich nicht wüsste, dass ich diese Erkrankung habe, würde ich sagen, ich bin gesund. Ich bin ganz normal belastbar, bin wieder berufstätig, treibe Sport und habe mein psychisches Gleichgewicht wieder erlangt. Die Nebenwirkungen durch das Medikament sind tragbar und behindern mich in meinem Alltag nur gelegentlich.

imedo:
Welchen Tipp können Sie aus Ihren Erfahrungen an andere Betroffene weitergeben?

E. E.-S.:
Also, als erstes würde ich sagen, niemals aufgeben!!!

Zum Glück sind die Erkenntnisse der Medizin inzwischen so weit fortgeschritten, dass durch eine kompetente Behandlung eine ganze Menge möglich ist, auch beispielsweise bei Lungenkrebs. Wichtig ist also eine gute medizinische Versorgung beziehungsweise ein Krankenhaus mit Experten zu der speziellen Erkrankung.
Um den Allgemeinzustand zu verbessern und das Immunsystem zu stärken, kann man eine ganze Menge aus dem Bereich Homöopathie und der Chinesischen Medizin tun. Ich habe zum Beispiel nach der Chemotherapie eine Akupunkturbehandlung gemacht, die die Folgen der Chemotherapie (Sensibilitätsstörungen in den Händen und Füßen) positiv beeinflusst hat.
Als besonders wichtig habe ich eine psychotherapeutische Begleitung empfunden. In der akuten Situation ging es darum, Ängste zu verarbeiten, Entspannungs- und Visualisierungstechniken zu lernen. Darüber hinaus ist es eine Chance, die gesamte Persönlichkeit zu stabilisieren und für die psychische Gesundheit zu sorgen, auch wenn die Zusammenhänge einer Krebserkrankung und psychischen Konflikten weiterhin unklar sind beziehungsweise nicht bewiesen werden konnten.

Als letzter Tipp vielleicht noch, das Leben und den Augenblick möglichst genießen, nicht soweit in die Zukunft blicken oder mit dem Schicksal hadern. Dadurch kann sich eine große Zufriedenheit und Dankbarkeit einstellen.

Die imedo-Gesundheitsnews halten weitere Artikel zum Thema Lungenkrebs für Interessierte bereit, beispielsweise den Artikel „Lungenkrebs-Diagnose durch Atemluft“ unter http://gesundheitsnews.imedo.de/news/102213-lungenkrebs-diagnose-uber-atemluft.

Weitere Informationen für Lungenkrebs-Patienten bietet die Internetseite http://www.der-zweite-atem.de.

Mithilfe der imedo-Arztsuche unter http://www.imedo.de/verzeichnis findet jeder Patient den passenden Arzt.

Mehr Lebensqualität für Lungenkrebs-Patienten

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In jedem Jahr erkranken in Deutschland 47.000 Menschen an Lungenkrebs. Seit dem 27. April können Lungenkrebs-Patienten, bei denen die erste Chemotherapie keinen Tumor-Rückgang, sondern lediglich einen Wachstumsstillstand erzielte, früher von Erlotinib profitieren, informieren die Experten des Gesundheitsportals imedo. Sie erhalten die als Tumor-Wachstumshemmer wirkende Substanz Erlotinib. Im Gegensatz zur Chemotherapie, die sich gegen alle schnell teilenden Zellen des Körpers richtet, wirkt der Wachstumshemmer Erlotinib vorrangig an den Tumorzellen selbst. Das gut verträgliche Erlotinib verlängert nachweislich das Leben der Patienten und lindert den Lungenkrebs begleitende Beschwerden wie Husten, Schmerzen und Atemnot.

Erlotinib hemmt das Tumorwachstum und verlängert die Lebenserwartung. Erlotinib ist ein Molekül, das die Teilung der Tumorzellen verhindert, indem es in sie eindringt und das Zellwachstum deutlich verlangsamt. Dadurch erhöht Erlotinib die Lebenserwartung von Lungenkrebs-Patienten, lindert Husten, Schmerzen oder Atemnot und kann die Lebensqualität verbessern. Im Vergleich zu Chemotherapie hat Erlotinib den Vorteil, dass es Patienten einmal täglich als Tablette einnehmen und Infusionen entfallen können. Die Therapie mit Erlotinib erfolgt jetzt direkt nach der Chemotherapie. Bisher hatten Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs nach der Chemotherapie eine „Behandlungspause“ bis Kontrolluntersuchungen zeigten, dass es erneut zum Tumorwachstum oder Metastasenbildung kam. Von der neuen „Erhaltungstherapie“ können alle Patienten mit unverändertem Krankheitszustand nach der ersten Chemotherapie profitieren. Moderne Wirkstoffe wie Erlotinib hemmen zielgerichtet das Krebszellwachstum und haben in den vergangenen Jahren die Therapie des fortgeschrittenen Lungenkrebs revolutioniert. Dabei sind sie im Vergleich zur Chemotherapie gut verträglich.

Erlotinib ist seit fünf Jahren in der Therapie von fortgeschrittenem Lungenkrebs bewährt. Bisher aber als Zweitlinientherapie. Das heißt, dass die Patienten den Wirkstoff erst erhalten, wenn die Chemotherapie als Erstlinientherapie nicht mehr wirkt und die Erkrankung nach einer Therapiepause weiter voranschreitet. Jetzt können Lungenkrebspatienten im Anschluss an die Chemotherapie direkt von der Erlotinib-Wirkung profitieren. Damit lässt sich die Lebenserwartung von mit Chemotherapie vorbehandelten Lungenkrebs-Patienten verlängern. Zudem verbessert es die Lebensqualität und lindert die Krankheitssymptome, denn die Betroffenen leiden weniger unter den für Lungenkrebs typischen Beschwerden wie Husten, Schmerzen und Atemnot. Die Substanz Erlotinib wirkt, indem sie die Rezeptoren für Wachstumsfaktoren blockiert und damit die Zellvergrößerung und schließlich Zellteilung vermindert. Dadurch verkümmert die Krebszelle und stirbt ab. Seit dem 27. April 2010 ist Erlotinib direkt für die Behandlung nach der Chemotherapie zugelassen. Heute verlieren wir bei Patienten, die nicht gut auf die Chemotherapie ansprechen, keine Zeit mehr durch eine Therapiepause, da sie direkt weiterbehandelt werden können, betont der leitende Arzt der pneumologisch-onkologischen Abteilung am Krankenhaus Großhansdorf, Dr. med. Ulrich Gatzemeier, bei seinem Vortrag bei der Pressekonferenz der Roche Pharma AG „Lungenkrebs – Was gibt es Neues? Die Tablette nach der Chemotherapie“.

Die imedo-Gesundheitsnews halten weitere Artikel zum Thema Lungenkrebs für Interessierte bereit, beispielsweise den Artikel „Lungenkrebs-Diagnose durch Atemluft“.

Weitere Informationen für Lungenkrebs-Patienten bietet die Internetseite http://www.der-zweite-atem.de.

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Bildquelle: Roche Pharma AG

Tomatensaft im Anflug

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Insbesondere die Geschmackswahrnehmung ist über den Wolken anders und daher trinken extrem viele Menschen Tomatensaft an Bord von Flugzeugen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Das Tomatensaft-Verlangen ist höher als der Bierkonsum. Allein auf Lufthansa-Flügen schenkt das Bordpersonal mehr als 1,7 Millionen Liter des Gemüsedrinks aus. Insgesamt betrachtet ist der Hauptabsatzort für Tomatensaft das Flugzeug. Die Druckverhältnisse beim Flug vermindern die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung und daher kommt der intensiv schmeckende Tomatensaft insbesondere mit zusätzlichem Salz und Pfeffer besonders gut an. Außerdem ist Tomatensaft ein Getränk, dass weniger harntreibend als Alkoholika wie Bier oder aber Kaffee und Schwarztee wirkt. An Bord von Flugzeugen ist der Flüssigkeitsbedarf deutlich erhöht und Fluggäste vermeiden „Diurese-Getränke“.

Herdentrieb: Einer macht’s vor, die anderen kommen auf den Geschmack

Neben organischen Gründen für den erhöhten Konsum von Tomatensaft während des Fluges gibt es noch eine weitere mögliche Erklärung für dieses Phänomen: den „Herdentrieb“. Hat erst einmal ein Feinschmecker den Saft auf seinem Ausklapptisch zu stehen, kommen auch andere Passagiere auf die Idee, mal wieder einen Tomatensaft zu trinken. Und so bestellen nach und nach immer mehr Sitznachbarn den erfrischenden Drink. Schließlich steht der Tomatensaft bei den meisten Menschen selten auf der Einkaufsliste und damit auch kaum im heimischen Kühlschrank. Da genießen Reisende ihn gern im Flieger.

Tomatensaft für mehr Gesundheit

Der sämige Nachtschattentrank ist extrem kalorienarm und sättigend. Wer abnehmen möchte, sollte vor dem Mittag- und Abendessen ein großes Glas Tomatensaft trinken. Aber im Tomatensaft steckt noch mehr: Er ist reich an blutdrucksenkendem Kalium und Vitaminen. Das macht den roten Saft zu einem vitalen Schlankdrink, der aus ernährungsphysiologischen Gründen zu den besonders gesundheitsförderlichen Getränken gehört. Mehr Tomatensaft bedeutet mehr Gesundheit! Der Gemüsesaft enthält den zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehörenden Farbstoff Lycopin, der in wissenschaftlichen Studien krebsvorbeugende Effekte zeigt. Da die Strahlungsbedingungen im Flugzeug krebsförderlich sind, erscheint es ratsam, dass Fluggäste insbesondere bei längeren Flügen zu Tomaten- und Orangensaft greifen, um sich optimal mit antioxidativ wirkenden Substanzen zu versorgen, rät Müller. Besonders lecker ist nicht zu kalter Tomatensaft mit einem Spritzer Limettensaft und Tabasco, einer Prise Meersalz, wenig grob gemahlenem Pfeffer und einem Teelöffel Schnittlauchröllchen.

Tomatensaft gegen den Kater

Übrigens ist der Tomatensaft ein hervorragender Katerkiller. Wer am Vorabend zu tief in die Schnapsflasche geschaut hat und vielleicht zwei bis drei Margarita zu viel hatte, kann mit dem Gemüsetrank seinen Elektrolyte-Haushalt wieder auffüllen. Oder noch besser: Zu jedem Glas eines alkoholischen Getränks gleich ein Glas gesalzenen Tomatensaft trinken. Dann bleibt der Kater aus, sofern der Feiernde nicht bis zum Stillstand sämtlicher Organfunktionen trinkt. Denn der Saft aus den knallroten Früchten ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Der Kater mit Kopfschmerzen nach dem übermäßigen Konsum von Alkohol ist gerade auf den Mangel an diesen Mineralstoffen und Wasser zurückzuführen, weil der Körper durch die harntreibende Wirkung des Alkohols sie regelrecht „herausgespült“ hat.

Im Archiv der imedo-Gesundheitsnews können Interessierte weitere Artikel lesen, beispielsweise warum sie bei Tomaten unbedingt den Strunk entfernen sollten.

Die imedo-Gesundheitscommunity gibt allen Nutzern die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, beispielsweise darüber, wie falsche Ernährung zu Krankheiten führen kann.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: Hexe66, pixelio.de

Krebs durch Sodbrennen

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Sodbrennen kann zu schmerzhaften Entzündungen der Speiseröhre und sogar zu Krebs-Erkrankungen führen, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Die Symptome des Sodbrennens kennt fast jeder: ein Brennen in der Brust, ein bitterer Geschmack im Hals, Schluckbeschwerden und Aufstoßen. Dass diese Beschwerden bei regelmäßigem Auftreten die Ursache für gefährliche Erkrankungen sein können, wissen jedoch die wenigsten.

Zu Sodbrennen, auch Refluxkrankheit genannt, kommt es, wenn saurer Mageninhalt den Weg zurück in die Speiseröhre nimmt. Dies geschieht nur dann, wenn der Verschluss-Mechanismus zwischen Speiseröhre und Magen nicht einwandfrei funktioniert oder eine erhöhte Magensäureproduktion vorliegt. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben: Erschlaffung des Speiseröhrenschließmuskels durch Medikamente beziehungsweise bei zunehmendem Alter, angeborene Schäden des Schließmuskelgewebes oder eine erhöhte Magensäureproduktion beispielsweise durch Stress. Übergewichte und Schwangere neigen zu Sodbrennen, weil die größere Körpermasse auf den Magen drückt. Die zurückfließende Magensäure reizt die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre. Im Gegensatz zum Magen ist die Speiseröhre nicht mit einem schützenden Film vor der Säure geschützt. Die Betroffenen verspüren ein Brennen in der Speiseröhre, einen bitteren Geschmack im Hals und müssen oft aufstoßen. Morgendliches Husten ist bei den Betroffenen häufig, erläutert Müller. Weitere Symptome können Brustschmerzen sein oder das Gefühl, dass Nahrung im Hals stecken geblieben ist. Sodbrennen tritt meistens etwa zwei Stunden nach dem Essen auf. Bücken oder Liegen kann den Reflux begünstigen, da die Magensäure noch leichter in die Speiseröhre fließen kann.

Die Gefahr des regelmäßigen Sodbrennens

Das Sodbrennen ist zunächst nur eine Beschwerde, aber keine Krankheit. Bei gelegentlichem Sodbrennen besteht also kein Grund zur Beunruhigung. Wenn der Reflux jedoch mehrmals pro Woche auftritt, kann die Magensäure die Speiseröhre sozusagen verätzen. Dabei kommt es zu einer Speiseröhren-Entzündung (Refluxösophagitis). Eine immer wiederkehrende, also chronische, Speiseröhren-Entzündung kann sogar zu einer Entartung der angegriffenen Schleimhautzellen führen. Die Folge ist Speiseröhrenkrebs.

Weniger Stress, mehr Bewegung und Entspannung, gesunde Ernährung

Wer häufig an den Beschwerden des Sodbrennens leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. In vielen Fällen kann eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten helfen, das Sodbrennen zu vermindern. Betroffene sollten Kaffee, Alkohol und Nikotin meiden. Ebenso reizen zu üppige Mahlzeiten, fettes und stark gewürztes Essen, Fruchtsäuren und Schokolade den Magen. Viel Bewegung treibt den Kreislauf und die Magen-Darm-Tätigkeit an und kann Übergewicht verhindern beziehungsweise abbauen. Wichtig ist auch, Stress zu vermeiden, sich ausreichend Entspannung zu gönnen und sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen. Mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Betroffene die letzte Mahlzeit essen und das Kopfteil sollten sie hochstellen. Enge Kleidung und Gürtel verstärken das Refluxproblem. Hinuntergeschlungene Speisen belasten den Magen und können Beschwerden bis hin zu ernsthaften Erkrankungen verursachen, mahnt Medizinjournalist Müller abschließend.

Wer häufig Probleme mit Sodbrennen hat und weitere Informationen sucht, kann sich in der Gesundheitsgemeinschaft von www.imedo.de in der Gruppe „Sodbrennen“ mit anderen Betroffenen austauschen.

In den imedo-Gesundheitsnews können Interessierte erfahren, warum bei Magenproblemen nicht immer die alten Hausmittel helfen.

In der imedo-Arztsuche findet jeder Patient den passenden Arzt.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: Maren Beßler, pixelio.de

Gefährliches Grillen

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Fleisch und Wurst vom Holzkohlegrill ist in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädlich: krebserregendes Acrylamid sowie viel Fett und Cholesterin machen es zu einem Gesundheitsrisiko, warnt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Die knackige braune Bratwurst vom Grill schmeckt, ist aber krebserregend

Spätestens mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen hat die diesjährige Grillsaison begonnen. Schon bald sitzen wieder in jedem Park und in jedem Kleingarten Grillfreunde beisammen und schlagen sich die Bäuche an gemütlichen Abenden mit Steaks, Bratwürsten und Bier voll. Doch der Verzehr von Gegrilltem ist alles andere als ungefährlich. Schon das Einatmen des vom Grill aufsteigenden Rauchs ist krebserregend und sogar gefährlicher als Zigarettenrauch. Für die Bräunung der Steaks und Bratwürste auf dem Grill ist eine durch die Hitze hervorgerufene chemische Reaktion von Aminosäuren und bestimmten Kohlenhydraten verantwortlich. Diese so genannte Maillard-Reaktion sorgt für den typischen Grillgeschmack. Die knackige braune Oberfläche kann allerdings das krebserregende Acrylamid enthalten, das schon im Zusammenhang mit Kartoffelchips und Pommes für Aufsehen sorgte.

Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Grill, sondern in den Müll

Oft sind gerade Lebensmittel, die auf den Grill kommen, besonders fett-, cholesterin- und kalorienreich. Zwar fließt durch die Hitze ein Teil des Fettes aus der Wurst und dem Fleisch, aber dieses Fett geht eine bedrohliche Verbindung ein: Denn wenn Fett, Wasser oder Bier auf die Glut tropft, bilden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese PAKs steigern das Krebsrisiko. Auf gepökeltes Fleisch wie Wiener Würstchen oder Kasseler Braten sollten Grillfreunde ganz verzichten. Aus dem im Pökelsalz enthaltenen Nitrit und dem im Fleisch enthaltenen Eiweiß entstehen durch die große Hitze Nitrosamine, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen.

Krebsgefahr vermeiden

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Gesundheitsrisiko beim Grillen deutlich reduzieren: Weitaus geringer als beim Holzkohlegrill beispielsweise ist das Krebsrisiko bei Gas- oder Elektrogrills. Wer dennoch nicht auf die mit Kohle befeuerte Variante verzichten will, sollte in jedem Fall Alufolie beziehungsweise eine Aluschale auf den Rost legen oder die Steaks und Würste in Alufolie einwickeln. Noch besser ist es, das Grillgut seitlich neben der Glut zu positionieren statt direkt darüber. So kann kein Fett in die Glut tropfen und die gefährlichen PAKs können nicht entstehen. Fischfilets, Gemüse und Obst auf dem Grill kann zu mehr Abwechslung und zu kalorienarmer Ernährung beitragen. Mit frischen Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Oregano verfeinerte Grillzutaten schmecken nicht nur aromatischer, sondern die Kräuter binden auch die gesundheitsschädlichen Kohlenwasserstoffe, so dass der Körper sie gar nicht erst aufnimmt, sondern ausscheidet, erläutert Müller abschließend.

Es muss nicht immer das fertig eingelegte Grillfleisch aus dem Discounter sein. Die imedo-Gesundheitsnews geben Tipps für eigene Grillsoßen und Würzmarinaden.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren zu weiteren Fakten rund um die Ernährung, beispielsweise warum Radieschen gesund sind.

In der Gruppe „Krankheiten aufgrund falscher Ernährung“ in der imedo-Gesundheitscommunity können sich Interessierte über richtige und falsche Ernährung austauschen.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquellen: pixelio.de, Katja Hinsenbrock / pixelio.de, Ronny Senst

Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer steht zur Wahl des beliebtesten Gesundheitsexperten Deutschlands

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Die echten Superstars sind im Gesundheitswesen zu finden, sagt die Redaktion des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de und startete „Deutschland sucht den beliebtesten Gesundheitsexperten“ (DSBG). Zur Wahl steht auch Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, der seit 1997 Leiter des privatwirtschaftlichen Forschungszentrums Grönemeyer Institut für MikroTherapie in Bochum ist. Der deutsche Humanmediziner zählt zu den berühmten Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Radiologie und wurde für seine Arbeit in der medizinischen Forschung mehrfach ausgezeichnet.

Jetzt steht Grönemeyer zur Wahl des beliebtesten Gesundheitsexperten Deutschlands von imedo.de, und jeder gesundheitsinteressierte Internetnutzer kann auf den imedo-Gesundheitsnews seine Stimme abgeben. Der Gesundheits-Wahlkampf stößt im Internet auf großes Interesse, wie über 2.200 Abstimmungen in kürzester Zeit belegen, informiert Sven-David Müller, Kommunikationsleiter der imedo GmbH.

Dietrich Grönemeyer wurde am 12. November 1952 geboren und ist in Bochum gemeinsam mit seinen Brüdern Wilhelm und Herbert aufgewachsen. Nach seinem Abitur studierte Grönemeyer ab 1976 Humanmedizin in Kiel. Im Jahr 1977 heiratete er Christa Enste. Er ist Vater von drei Kindern.

Grönemeyers MikroTherapie hilft bei Erkrankungen der Blutgefäße und Krebs
Im Jahr 1981 promovierte Grönemeyer in Medizin zum Thema “Quantitative Blutfluss-Bestimmung mit Hilfe digitaler Röntgenbildverarbeitung im Modell und Tierversuch” und wurde im Anschluss Assistenzarzt für Radiologie in Kiel und Witten. Im Jahr 1990 erfolgte seine Habilitation an der Privatuniversität Witten/Herdecke. Ab 1996 erhielt Grönemeyer dort auch den Lehrstuhl für Radiologie und Mikrotherapie, was den ersten Lehrstuhl dieser Art darstellte. Anwendung findet die MikroTherapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Blutgefäße sowie der Krebserkrankung. Dabei praktiziert er nach dem Verständnis eines ganzheitlichen Therapieansatzes unter Einbeziehung von Hightech-Medizin und traditioneller Naturheilkunde.

Noch bis zum 26. Februar bietet imedo.de die Möglichkeit zur Abstimmung. Neben Grönemeyer stehen noch der Präsident der Parkinson-Hilfe-Deutschland e.V. Lothar Jenrich-Gügel, die Fernsehärztinnen Dr. med. Antje-Katrin Kühnemann und Dr. Marianne Koch sowie Prof. Hademar Bankhofer und TV-Doc Dr. Herbert Plum zur Wahl.

Mit Hilfe der imedo-Arztsuche finden auch Sie im Internet einen „Gesundheitsexperten“: Geben Sie einfach Ort und den gewünschten Fachbereich ein und finden Sie den passenden Arzt in Ihrer Nähe.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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