Tag Archiv | "Kindergesundheit"

Lebenslange Zusatzaufgabe: keinen Tag Urlaub vom Diabetes

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In Deutschland leben 200.000 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1. Die öffentliche Aufklärung über die oftmals als „Zuckerkrankheit“ verunglimpfte Stoffwechselerkrankung lässt noch immer sehr zu wünschen übrig. Selbst einfachstes Diabeteswissen ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt: Diabetes bekommt man nicht vom Naschen oder vom Zucker, Diabetes ist nicht harmlos und an der Diabetes-Erkrankung ist niemand schuld, wie der Medizinjournalist und Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Kinderdiabetes-Projekte mit dem „Fine Star“ geehrt
Ende Oktober erhielten die Gewinner des Bayer Vital Preises für kreative Kinderdiabetes-Projekte aus Anlass des Kirchheim-Forum Diabetes in Wiesbaden ihre Preise. Der „Fine Star“ ist mit 17.500 Euro dotiert und hat wie im vergangenen Jahr drei Preisträger. In diesem Jahr gingen 42 Bewerbungen auf den Fine Star beim Preiskuratorium ein. Bayer Diabetes Care hat den diesjährigen „Fine Star“ unter das Motto „Fine macht stark“ gestellt. Die Auszeichnung erhalten Projekte, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, diabetische Kinder und Jugendliche auf ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben mit der Stoffwechselerkrankung vorzubereiten. Die Plätze eins bis drei belegten das Team Diabetes des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) in Berchtesgaden, die Internetseite www.diabetes-kids.de und ein Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich. Der großartige Erfolg des Fine Star 2009 war für die Verantwortlichen von Bayer Diabetes Care Anlass genug, den Preis auch für 2010 auszuschreiben.

Eine Giraffe soll Diabetikern Mut machen
Namensgeberin und Patin für die Auszeichnung ist das Maskottchen Fine – eine kleine Giraffe mit großem Auftrag. Fine macht sich stark für diabetische Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Ziel sind selbstbewusste Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus. Grundsätzlich heißt es bei Diabetes, ein bisschen aufpassen, rund um die Uhr, ein Leben lang.

Offensichtliche Benachteiligung von Diabetikern
Erschreckend ist, dass jugendliche Diabetiker keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, in der Regel nicht verbeamtet werden und in einigen Bundesländern sogar nur unter Schwierigkeiten einen Führerschein machen können. Nicht alle männlichen diabetischen Jugendlichen empfinden es als Vorteil, dass sie weder zum Wehrdienst noch zum Zivildienst herangezogen werden, erläutert Medizinjournalist Sven-David Müller, der selbst im Alter von sieben Jahren an der chronischen Stoffwechselkrankheit erkrankte.

Was Diabetes für junge diabetische Patienten bedeutet, hat Müller zusammengefasst:

  • 2000 Insulin-Injektionen pro Jahr
  • 2000 Blutzuckermessungen mit Pieks in Fingerbeere oder Ohrläppchen im Jahr
  • 2000 berechnete, diabetesgerechte Mahlzeiten im Jahr

Der erste Platz beim Fine Star ist mit 10.000 Euro dotiert und ging an das Team Diabetes des CJD Berchtesgaden. In der Reha-Einrichtung in Berchtesgaden erfahren 35 diabetische Kinder und Jugendliche eine ganzheitliche Langzeitbetreuung. In der ausgezeichneten CJD-Einrichtung erhalten die jungen Diabetiker eine umfassende Betreuung und Schulung sowie schulische Ausbildung. Die oftmals aus schwierigen häuslichen Verhältnissen stammenden Diabetiker bleiben mindestens ein Jahr in Berchtesgaden. Hier ist das Ziel, unter dem Motto „Keiner soll verloren gehen“ den Körper der Patienten zu kräftigen, die Diabeteseinstellung zu optimieren und die Seele stark zu machen.

Den zweiten, mit 5.000 Euro dotierten Platz erhielt die Internet-Initiative www.diabetes-kids.de. Dies ist die reichweitenstärkste virtuelle Gemeinschaft für und von diabetischen Kindern und Jugendlichen. Den Preis nahm Michael Bertschs für sein Projekt entgegen, das er im Sommer 2000 startete, als seine Tochter Carolin im Alter von anderthalb Jahren an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte. Er stellte damals fest, dass es viel zu wenig Informationen und überhaupt keine Dialogmöglichkeiten für diabetische Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige gibt.

Mit dem dritten Platz und 2.500 Euro wurde das Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich ausgezeichnet. Die Klinik gestaltete eine phantasievolle Diabetes-Schulungswoche für Kinder und Jugendliche mit dem Zirkus Tausendtraum. 30 junge Diabetiker traten als Artisten auf und erhielten tosenden Applaus vom Publikum. Diese Vorstellung war der krönende Abschluss der einwöchigen Diabetesschulung. Inzwischen bietet auch die Uni-Kinderklinik in Düsseldorf ambulante Schulungswochen mit dem Zirkus Tausendtraum an. Und mit dem Preisgeld von 2.500 Euro gibt es 2011 eine Wiederholung der Aktion in Aurich.

Zu einem gesunden und aktiven Leben gehört regelmäßige körperliche Aktivität einfach dazu – auch und gerade für Menschen mit Diabetes mellitus. Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: Diabetiker brauchen viel Bewegung

Das Gesundheitsportal www.imedo.de bietet zum Thema “Diabetes” zahlreiche Informationen, Gruppen und Medizinlexikoneinträge. Surfen Sie sich gesund.

Redaktion: Sven-David Müller, Andreas Köster
Bildquelle: Bayer Healthcare

Adipositas im Kindes- und Jugendalter

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Das Robert-Koch-Institut geht in seiner groß angelegten KIGSS-Studie von 800.000 von Adipositas betroffenen Kindern und Jugendlichen aus. Bei der Hälfte der adipösen Kinder und Jugendlichen liegt mindestens eine Begleiterkrankung oder ein weiterer Risikofaktor vor. Aus mehreren regionalen Untersuchungen in Deutschland wird deutlich, dass die Krankheitshäufigkeit von Übergewicht und Adipositas weiter stark steigt. Daraus lässt sich schließen, dass die im Moment durchgeführten Maßnahmen zur Prävention nicht ausreichen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt.

Auf der Basis der aktuellen Referenzwerte der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) sind derzeit 10 bis 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig. Eine Adipositas als krankhafte Fettleibigkeit liegt bei etwa 4 bis 8 Prozent vor. Besondere Risikofaktoren für die Entstehung einer Adipositas im Kindes- und Jugendalter sind:

  • familiäre Belastung (adipöse und übergewichtige Eltern)
  • ethnische Zugehörigkeit (anderes Herkunftsland als Deutschland)
  • niedriger sozialer Status (niedriges Einkommen der Eltern, niedrige Schulbildung der Kinder)

Adipositas: hoher Krankheitswert
Der Krankheitswert der Adipositas im Kindes- und Jugendalter ergibt sich aus der funktionellen und individuellen Einschränkung, der psychosozialen Beeinträchtigung und vor allem der bereits fassbaren häufigeren Folgeerkrankungen im Vergleich zu Normalgewichtigen. Darüber hinaus ist ein deutlich erhöhtes Erkrankungs- und früheres Sterblichkeitsrisiko im Erwachsenenalter bekannt. Die gesundheitlichen Risiken der Adipositas im Erwachsenenalter sind wissenschaftlich gut belegt.

Kosten der Fettleibigkeit

Für das zunehmende medizinische und ökonomische Problem der Adipositas im Kindes- und Jugendalter gibt es weder präventiv noch therapeutisch eine überzeugende Lösung. Das ökonomische Problem ergibt sich allein aus der Tatsache, dass die ernährungsmitbedingten Krankheiten mit weit über 70 Milliarden Euro an den Kosten des deutschen Gesundheitssystems beteiligt sind. Allein zur Behandlung der Folgen von 300.000 Herzinfarkten werden drei Milliarden Euro im Jahr ausgegeben.

Patienten immer schwerer
Das Wissen über die Ursachen der Adipositas steigt. Dies erklärt aber nicht, warum die Zahl der adipösen Patienten weiter zunimmt und diejenigen, die zur stationären Therapie kommen, um 20 bis 30 Kilogramm schwerer sind als noch vor 20 Jahren. Die Anzahl der negativen Begleiterscheinungen und Folgeerkrankungen der Adipositas steigt ebenfalls. Die Ernährung und die Ernährungsmöglichkeiten haben sich in diesem Zeitraum weder wesentlich verbessert noch verschlechtert. Die Bewegungshäufigkeit hat mit Sicherheit abgenommen, die Lust sich zu bewegen ebenfalls.

Kein Ausbildungsplatz wegen Adipositas?
Nicht nur die Begleiterkrankungen bei Kindern mit Adipositas nehmen zu, sondern auch die nachteiligen Auswirkungen auf Schule, Ausbildung und Beruf: Im Kampf um freie Lehrstellen haben dicke Jugendliche kaum Chancen, weil man ihnen mehr oder weniger unbewusst unterstellt, dass sie träge, faul und häufiger krank sind.

Präventionsmaßnahmen haben bisher nicht ausgereicht, um der beschriebenen Entwicklung von Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Legt man streng wissenschaftliche Kriterien an, lassen sich zurzeit keine Aussagen über die Wirksamkeit einer Adipositastherapie im Kindes- und Jugendalter oder über die Wirksamkeit einzelner Elemente der Therapie machen.

In der imedo Gruppe „Adipositas“ haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über Erfahrungen und Therapien auszutauschen und können offen darüber schreiben.

Lesen Sie weiter zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den imedo-Gesundheitsnews: “Jugendliche brauchen ausreichend Schlaf”

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Autor: Edmund Fröhlich 
Edmund Fröhlich absolvierte ein sozial- und erziehungswissenschaftliches Studium, das er 1983 als Diplom-Pädagoge abschloss. Dennoch war es das Management, das seine berufliche Laufbahn prägte: zunächst in der Freien Wohlfahrtspflege und seit 1991 im Gesundheitsbereich, in der Geschäftsleitung von Rehabilitationskliniken, u. a. einer Adipositas-Klinik. Er ist heute selbstständig im Management für Unternehmen und Verbände im Gesundheitswesen tätig, zudem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Kinderhilfe und des Kindernetzwerkes sowie im Beirat der Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. engagiert. Fröhlich hat für das gesellschaftliche Phänomen der fettleibigen Kinder und Jugendlichen den Begriff „Generation Chips“ (www.generation-chips.de) geprägt und engagiert sich intensiv für eine Besserung der Umstände.

Bildquelle: Thommy Weiss, Gunther Richter, pixelio.de

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr für die Gesundheit

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Der Anteil übergewichtiger Menschen in Deutschland ist alarmierend: Laut Angabe des Statistischen Bundesamtes ist jeder zweite Deutsche über 18 Jahren bereits übergewichtig. Damit haben sich Übergewicht und Adipositas zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de meldet.

Übergewicht im Kinderzimmer
Auch im Kinderzimmer hat Übergewicht längst Einzug gehalten. Weil sich Kinder und Jugendliche immer weniger bewegen und mehr Zeit vor dem Fernseher, dem Computer oder der Play Station verbringen, werden sie immer dicker. Mittlerweile ist jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig. Unterstützt wird diese negative Entwicklung durch den Verlust traditioneller Ernährungsgewohnheiten in den Familien. Viele Kinder erleben zu Hause kein regelmäßiges Frühstück oder gemeinsames Abendessen. Stattdessen entwickeln die Kinder ungesunde Essgewohnheiten, die auch im Erwachsenenalter das Nahrungsverhalten prägen. So werden aus dicken Schulkindern dicke Erwachsene. Und diese leiden an den üblichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlaganfall.

Metabolisches Syndrom oder tödliches Quartett
Das sogenannte „tödliche Quartett“ zählt zu den gefährlichsten Krankheiten weltweit. Auch als „Metabolisches Syndrom“ bezeichnet, kostet es jährlich doppelt so viele Menschen das Leben wie Krebs. In den westlichen Industrienationen geht allein die Hälfte aller Todesursachen auf das „tödliche Quartett“ zurück. Gemeint ist mit dem Begriff die medizinisch bedenkliche Kombination aus Übergewicht und Bewegungsmangel, Insulinresistenz beziehungsweise Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck.

Übergewicht verantwortlich für chronische Krankheiten
Im Alltag wird das enorme Gesundheitsrisiko von Übergewicht allerdings völlig unterschätzt. Und das, obwohl etwa 30 Prozent der chronischen Krankheiten darauf zurückzuführen sind. Allein diese Tatsache zeigt die enorme Bedeutung von mehr Prävention und Vorsorge. Wir alle wissen, dass ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung Voraussetzungen sind für ein gesünderes Leben. Aber wir wissen auch, dass Prävention häufig nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung in den Alltag scheitert.

Prävention gegen Übergewicht
Und gerade Prävention ist entscheidend, denn: Je früher die Weichen gestellt werden, desto leichter sind gesundheitliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Es ist wichtig, Kinder und Eltern mit Übergewicht nicht alleine zu lassen. Ihnen müssen Wege gezeigt werden, Übergewicht abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

In der imedo Gruppe „Adipositas“ haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über Erfahrungen und Therapien auszutauschen und können offen darüber schreiben.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews den Artikel „Mehr Kreativität gegen das Übergewicht von Kindern“ von Dr. Michael Prang und erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

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Autor: Edmund Fröhlich
Edmund Fröhlich absolvierte ein sozial- und erziehungswissenschaftliches Studium, das er 1983 als Diplom-Pädagoge abschloss. Dennoch war es das Management, das seine berufliche Laufbahn prägte: zunächst in der Freien Wohlfahrtspflege und seit 1991 im Gesundheitsbereich, in der Geschäftsleitung von Rehabilitationskliniken, u. a. einer Adipositas-Klinik. Er ist heute selbstständig im Management für Unternehmen und Verbände im Gesundheitswesen tätig, zudem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Kinderhilfe und des Kindernetzwerkes sowie im Beirat der Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. engagiert. Fröhlich hat für das gesellschaftliche Phänomen der fettleibigen Kinder und Jugendlichen den Begriff „Generation Chips“ (www.generation-chips.de) geprägt und engagiert sich intensiv für eine Besserung der Umstände.

Bildquelle: Sebastian Hühn, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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