Tag Archiv | "Jugendliche"

Lebenslange Zusatzaufgabe: keinen Tag Urlaub vom Diabetes

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In Deutschland leben 200.000 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1. Die öffentliche Aufklärung über die oftmals als „Zuckerkrankheit“ verunglimpfte Stoffwechselerkrankung lässt noch immer sehr zu wünschen übrig. Selbst einfachstes Diabeteswissen ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt: Diabetes bekommt man nicht vom Naschen oder vom Zucker, Diabetes ist nicht harmlos und an der Diabetes-Erkrankung ist niemand schuld, wie der Medizinjournalist und Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Kinderdiabetes-Projekte mit dem „Fine Star“ geehrt
Ende Oktober erhielten die Gewinner des Bayer Vital Preises für kreative Kinderdiabetes-Projekte aus Anlass des Kirchheim-Forum Diabetes in Wiesbaden ihre Preise. Der „Fine Star“ ist mit 17.500 Euro dotiert und hat wie im vergangenen Jahr drei Preisträger. In diesem Jahr gingen 42 Bewerbungen auf den Fine Star beim Preiskuratorium ein. Bayer Diabetes Care hat den diesjährigen „Fine Star“ unter das Motto „Fine macht stark“ gestellt. Die Auszeichnung erhalten Projekte, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, diabetische Kinder und Jugendliche auf ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben mit der Stoffwechselerkrankung vorzubereiten. Die Plätze eins bis drei belegten das Team Diabetes des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) in Berchtesgaden, die Internetseite www.diabetes-kids.de und ein Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich. Der großartige Erfolg des Fine Star 2009 war für die Verantwortlichen von Bayer Diabetes Care Anlass genug, den Preis auch für 2010 auszuschreiben.

Eine Giraffe soll Diabetikern Mut machen
Namensgeberin und Patin für die Auszeichnung ist das Maskottchen Fine – eine kleine Giraffe mit großem Auftrag. Fine macht sich stark für diabetische Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Ziel sind selbstbewusste Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus. Grundsätzlich heißt es bei Diabetes, ein bisschen aufpassen, rund um die Uhr, ein Leben lang.

Offensichtliche Benachteiligung von Diabetikern
Erschreckend ist, dass jugendliche Diabetiker keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, in der Regel nicht verbeamtet werden und in einigen Bundesländern sogar nur unter Schwierigkeiten einen Führerschein machen können. Nicht alle männlichen diabetischen Jugendlichen empfinden es als Vorteil, dass sie weder zum Wehrdienst noch zum Zivildienst herangezogen werden, erläutert Medizinjournalist Sven-David Müller, der selbst im Alter von sieben Jahren an der chronischen Stoffwechselkrankheit erkrankte.

Was Diabetes für junge diabetische Patienten bedeutet, hat Müller zusammengefasst:

  • 2000 Insulin-Injektionen pro Jahr
  • 2000 Blutzuckermessungen mit Pieks in Fingerbeere oder Ohrläppchen im Jahr
  • 2000 berechnete, diabetesgerechte Mahlzeiten im Jahr

Der erste Platz beim Fine Star ist mit 10.000 Euro dotiert und ging an das Team Diabetes des CJD Berchtesgaden. In der Reha-Einrichtung in Berchtesgaden erfahren 35 diabetische Kinder und Jugendliche eine ganzheitliche Langzeitbetreuung. In der ausgezeichneten CJD-Einrichtung erhalten die jungen Diabetiker eine umfassende Betreuung und Schulung sowie schulische Ausbildung. Die oftmals aus schwierigen häuslichen Verhältnissen stammenden Diabetiker bleiben mindestens ein Jahr in Berchtesgaden. Hier ist das Ziel, unter dem Motto „Keiner soll verloren gehen“ den Körper der Patienten zu kräftigen, die Diabeteseinstellung zu optimieren und die Seele stark zu machen.

Den zweiten, mit 5.000 Euro dotierten Platz erhielt die Internet-Initiative www.diabetes-kids.de. Dies ist die reichweitenstärkste virtuelle Gemeinschaft für und von diabetischen Kindern und Jugendlichen. Den Preis nahm Michael Bertschs für sein Projekt entgegen, das er im Sommer 2000 startete, als seine Tochter Carolin im Alter von anderthalb Jahren an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte. Er stellte damals fest, dass es viel zu wenig Informationen und überhaupt keine Dialogmöglichkeiten für diabetische Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige gibt.

Mit dem dritten Platz und 2.500 Euro wurde das Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich ausgezeichnet. Die Klinik gestaltete eine phantasievolle Diabetes-Schulungswoche für Kinder und Jugendliche mit dem Zirkus Tausendtraum. 30 junge Diabetiker traten als Artisten auf und erhielten tosenden Applaus vom Publikum. Diese Vorstellung war der krönende Abschluss der einwöchigen Diabetesschulung. Inzwischen bietet auch die Uni-Kinderklinik in Düsseldorf ambulante Schulungswochen mit dem Zirkus Tausendtraum an. Und mit dem Preisgeld von 2.500 Euro gibt es 2011 eine Wiederholung der Aktion in Aurich.

Zu einem gesunden und aktiven Leben gehört regelmäßige körperliche Aktivität einfach dazu – auch und gerade für Menschen mit Diabetes mellitus. Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: Diabetiker brauchen viel Bewegung

Das Gesundheitsportal www.imedo.de bietet zum Thema “Diabetes” zahlreiche Informationen, Gruppen und Medizinlexikoneinträge. Surfen Sie sich gesund.

Redaktion: Sven-David Müller, Andreas Köster
Bildquelle: Bayer Healthcare

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen – Gefahr für die Gesundheit

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Der Anteil übergewichtiger Menschen in Deutschland ist alarmierend: Laut Angabe des Statistischen Bundesamtes ist jeder zweite Deutsche über 18 Jahren bereits übergewichtig. Damit haben sich Übergewicht und Adipositas zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de meldet.

Übergewicht im Kinderzimmer
Auch im Kinderzimmer hat Übergewicht längst Einzug gehalten. Weil sich Kinder und Jugendliche immer weniger bewegen und mehr Zeit vor dem Fernseher, dem Computer oder der Play Station verbringen, werden sie immer dicker. Mittlerweile ist jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig. Unterstützt wird diese negative Entwicklung durch den Verlust traditioneller Ernährungsgewohnheiten in den Familien. Viele Kinder erleben zu Hause kein regelmäßiges Frühstück oder gemeinsames Abendessen. Stattdessen entwickeln die Kinder ungesunde Essgewohnheiten, die auch im Erwachsenenalter das Nahrungsverhalten prägen. So werden aus dicken Schulkindern dicke Erwachsene. Und diese leiden an den üblichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Schlaganfall.

Metabolisches Syndrom oder tödliches Quartett
Das sogenannte „tödliche Quartett“ zählt zu den gefährlichsten Krankheiten weltweit. Auch als „Metabolisches Syndrom“ bezeichnet, kostet es jährlich doppelt so viele Menschen das Leben wie Krebs. In den westlichen Industrienationen geht allein die Hälfte aller Todesursachen auf das „tödliche Quartett“ zurück. Gemeint ist mit dem Begriff die medizinisch bedenkliche Kombination aus Übergewicht und Bewegungsmangel, Insulinresistenz beziehungsweise Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten und Bluthochdruck.

Übergewicht verantwortlich für chronische Krankheiten
Im Alltag wird das enorme Gesundheitsrisiko von Übergewicht allerdings völlig unterschätzt. Und das, obwohl etwa 30 Prozent der chronischen Krankheiten darauf zurückzuführen sind. Allein diese Tatsache zeigt die enorme Bedeutung von mehr Prävention und Vorsorge. Wir alle wissen, dass ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung Voraussetzungen sind für ein gesünderes Leben. Aber wir wissen auch, dass Prävention häufig nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung in den Alltag scheitert.

Prävention gegen Übergewicht
Und gerade Prävention ist entscheidend, denn: Je früher die Weichen gestellt werden, desto leichter sind gesundheitliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Es ist wichtig, Kinder und Eltern mit Übergewicht nicht alleine zu lassen. Ihnen müssen Wege gezeigt werden, Übergewicht abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

In der imedo Gruppe „Adipositas“ haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über Erfahrungen und Therapien auszutauschen und können offen darüber schreiben.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews den Artikel „Mehr Kreativität gegen das Übergewicht von Kindern“ von Dr. Michael Prang und erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

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Autor: Edmund Fröhlich
Edmund Fröhlich absolvierte ein sozial- und erziehungswissenschaftliches Studium, das er 1983 als Diplom-Pädagoge abschloss. Dennoch war es das Management, das seine berufliche Laufbahn prägte: zunächst in der Freien Wohlfahrtspflege und seit 1991 im Gesundheitsbereich, in der Geschäftsleitung von Rehabilitationskliniken, u. a. einer Adipositas-Klinik. Er ist heute selbstständig im Management für Unternehmen und Verbände im Gesundheitswesen tätig, zudem ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Kinderhilfe und des Kindernetzwerkes sowie im Beirat der Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e. V. engagiert. Fröhlich hat für das gesellschaftliche Phänomen der fettleibigen Kinder und Jugendlichen den Begriff „Generation Chips“ (www.generation-chips.de) geprägt und engagiert sich intensiv für eine Besserung der Umstände.

Bildquelle: Sebastian Hühn, pixelio.de

Gegen Schwerhörigkeit bei Jugendlichen: Führerschein für DJs

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Die Schwerhörigkeit unter Jugendlichen nimmt zu. Immer mehr junge Erwachsene sind auf Hörgeräte angewiesen. Nun gibt es Workshops für DJs in Diskotheken, in denen sie über die Folgen zu lauter Musik aufgeklärt werden. Das Projekt wird vom Bundesverband deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe und der Techniker Krankenkasse unterstützt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Immer mehr Jugendliche hören schwer. Jedem Zehnten drohen nach Experteneinschätzungen bleibende Hörschäden. Ursachen sind häufig zu laute Musik über MP3-Player, Walkman, Autoradios, Konzerte und die Diskothek. Hier soll der DJ-Führerschein Abhilfe schaffen. In einem Seminar werden die DJs über die gesundheitlichen Folgen von zu lauter Musik, über akustisch-technische Möglichkeiten und haftungsrechtliche Aspekte informiert.

DJ-Führerschein: DJs erfahren Folgen lauter Musik

Die gemeinsame Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, des Bundesverbandes deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT im Dehoga Bundesverband) und der Techniker Krankenkasse, kurz TK, soll bei den DJs zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Musiklautstärke führen. Am 8. Dezember 2008 wurde der Führerschein in der Berliner Diskothek „Maxxim“ an fast 100 Discjockeys vergeben. Es ist bundesweit bereits die 24. Fortbildungsveranstaltung. Fast 2400 DJs haben bisher den DJ-Führerschein erworben.

Diskothekenbetreiber übernehmen Verantwortung

„Die DJs sowie Club- und Diskothekenbetreiber können wesentlich dazu beitragen, dass die Lautstärke reduziert wird. Sie müssen verstehen, dass ihre Qualifikation und Beliebtheit nicht mit der Höhe des Schallpegels steigt“, sagt der Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Benjamin-Immanuel Hoff.

„Die Diskothekenunternehmer in Deutschland stehen zu ihrer Verantwortung für das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Gäste. Der Diskothekenbesuch ist das beliebteste Freizeitvergnügen der Jugendlichen. Jährlich strömen etwa 100 Millionen Gäste in die rund 2500 Clubs und Diskotheken in Deutschland. Mit dem DJ-Führerschein setzen sich der BDT/Dehoga Bundesverband zusammen mit dem Dehoga Landesverband Berlin und dem Berufsverband der Discjockeys für mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung im Umgang mit lauter Musik in der Diskothekenbranche ein“, erläutert Henning Franz, Präsident des BDT/Dehoga, die Gründe für das Engagement des Diskothekenverbandes.

Steigende finanzielle Belastung von Krankenkassen durch Schwerhörigkeit

Zunehmender Freizeitlärm stelle ein bislang zu wenig beachtetes gesundheitliches Risiko dar. Die TK verzeichnet unter ihren Versicherten einen dramatischen Anstieg an Hörgeräteverordnungen. „Insbesondere die 15- bis 30-Jährigen müssen immer häufiger ein Hörgerät tragen. Das behindert die jungen Menschen in ihrem täglichen Leben und bei der Berufswahl; für die Krankenkassen stellt es zudem eine steigende finanzielle Belastung dar“, sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin.

Reduzierung der Musikschallpegel in Diskotheken wird angestrebt

Die Organisatoren des „DJ-Führerscheins“ wollen eine Reduzierung der Musikschallpegel in Diskotheken unter 100 Dezibel erreichen. Dieser Wert orientiert sich an einer Forderung der Gesundheitsministerkonferenz. Untersuchungen hätten zudem gezeigt, dass sich große Teile der Besucher von Diskotheken und Konzerten niedrigere Musiklautstärken wünschen. Eine reduzierte Musikbeschallung sei für sie nicht gleichbedeutend mit weniger Hörgenuss.

Weitere Informationen über die Generation MP3 und optimale Hörgeräte bieten die imedo-Gesundheitsews.

Bildquelle: Nik Styles, pixelio.de

Alkohol und Gewalt: Kampagne klärt Jugendliche auf

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Eine neue Kampagne soll Jugendliche über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklären. Unter dem Slogan „Don’t drink too much – Stay Gold“ machen Polizei und Regierung auf die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam. Prominente Gesichter sollen dabei helfen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet über das neue Projekt.

Logo der Kampagne. Unter dem Slogan

„Don’t drink too much – Stay Gold“ heißt der Slogan der neuen Kampagne gegen exzessiven Alkoholkonsum und Gewalt, die von Jörg Schönbohm, dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz und Innenminister des Landes Brandenburg, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing MdB, und dem Vorsitzenden der „Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes“, dem Landespolizeipräsidenten von Baden-Württemberg, Erwin Hetger, gestartet wurde.

Maßnahme gegen Alkoholkonsum als Trend

„Übermäßiger Alkoholkonsum junger Menschen liegt leider im Trend und die Folgen, wie Gesundheitsschädigungen und Gewaltstraftaten, sind gravierend. Die Innenminister-Konferenz hat sich deshalb auf ihrer Herbsttagung im Vorjahr für eine jugendgemäße Öffentlichkeitskampagne ausgesprochen, die zur nachhaltigen Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs beiträgt“, erinnerte Innenminister Schönbohm.

Ziel der Anti-Aklohol-Kampagne

„Die von uns gemeinsam startende Kampagne soll Jugendliche, Eltern sowie Erziehungsverantwortliche, aber auch Gewerbebetreibende für den Jugendschutz sensibilisieren und über die schädlichen Folgen des Alkoholkonsums aufklären“, formulierte der IMK-Vorsitzende die Zielstellung. Der Alkoholmissbrauch müsse eingedämmt werden. „Generell gilt für unter 16-Jährige und junge Fahrer – kein Alkohol! Alle anderen müssen sich bewusst sein, dass übermäßiger Alkoholgenuss nur Schattenseiten hat. Wenn sich die Menschen in solchen Situationen nur lächerlich machen, ist das eigentlich kein Problem der Polizei. Viel zu oft aber gipfelt übermäßiger Alkoholkonsum in Gewalt“, sagte Landespolizeipräsident Erwin Hetger.

Sabine Bätzing übernimmt die Schirmherrschaft der Anit-Alkohol-Kampagne

Alkohol stellt auch eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung für Heranwachsende dar. Deshalb hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, die Schirmherrschaft der Kampagne übernommen. „Die Kampagne der Polizei kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der Trend zum exzessiven Trinken bei Jugendlichen ist weiterhin ungebrochen. Jeder Fünfte Jugendliche betrinkt sich mindestens einmal im Monat mit mindestens fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Häufig folgen diesem Rauschtrinken Gewalttaten. Daher unterstütze ich die Kampagne der Polizei gegen das Rauschtrinken gerne durch meine Schirmherrschaft. Weitere Unterstützung durch die Gesellschaft und Vereine ist notwendig und durch das flexible Konzept der Kampagne auch möglich.“

Alle drei plädierten deshalb für einen maßvollen Umgang mit Alkohol – entsprechend dem Motto „Don’t drink too much – Stay Gold“ fordert die Kampagne junge Menschen auf, nicht zu viel zu trinken und sich so selbst treu zu bleiben. Ihre Zielgruppe sind 17- bis 19-Jährige.

Exzessiver Alkoholmissbrauch und seine Folgen

Immer mehr Kinder und Jugendliche werden in Deutschland aufgrund Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Waren es im Jahr 2000 noch 9500 Betroffene im Alter von zehn bis 19 Jahren, die mit der Diagnose einer akuten Alkoholvergiftung eingeliefert wurden, so verdoppelte sich die Zahl bis ins Jahr 2006 auf 19.500 Fälle.

„Alkohol ist der Gewaltkatalysator und deshalb ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft“, sagte Hetger. „Wenn die Gewalt sich dann gegen einschreitende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte richtet, ist das mehr als beunruhigend.“ Der Polizeilichen Kriminalstatistik, kurz PKS, zufolge wurde im Jahr 2007 nahezu jede dritte Gewalttat unter Alkoholeinfluss begangen. Zudem standen bei mehr als 60 Prozent der Widerstandsdelikte die Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern weitere Informationen zum Thema: Deutsche Jugendliche trinken Alkohol, rauchen aber nicht, Kampftrinken unter Jugendlichen – Staat greift ein

Jugendliche brauchen ausreichend Schlaf

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Schlafmangel und Schlafstörungen sind keine Probleme Erwachsener. Immer mehr Jugendliche können schlecht einschlafen oder schlafen schlicht zu wenig. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt: Der Schlafmangel wirkt sich negativ auf die Schulleistungen der Jugendlichen aus.

Wie Erwachsene haben auch Heranwachsende ein unterschiedlich ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Tritt aber über längere Zeit eine Tagesschläfrigkeit auf, ist das ein Hinweis auf eine zu geringe Schlafdauer. Dafür könne es unterschiedliche Gründe geben, sagt Hans-Ulrich Neumann von Bundesverband Kinder- und Jugendärzte. Oft gingen die Jugendlichen allerdings einfach nur zu spät ins Bett. Oft können sie zudem nicht schlafen, weil sie am späten Abend noch vor dem Computer sitzen oder laut Musik hören und deshalb keine Ruhe finden.

Ursachen für Schlafmangel

Es kann aber auch organische Ursachen geben. „Hält die Tagesschläfrigkeit an, obwohl der Jugendliche ausreichend schläft, sollte man einen Arzt aufsuchen“, rät Neumann. So können zum Beispiel vergrößerte Mandeln nachts zu Atemaussetzern führen. Auch eine Depression kann sich hinter den Schlafproblemen verbergen.

Schulleistungen leiden unter dem Schlafmangel Jugendlicher

Fortdauernder Schlafmangel kann zu Erschöpfungszuständen und auch zu Verhaltensänderungen führen – die Jugendlichen werden unruhig, ungeduldig und aufbrausend. Aber auch die Schulleistungen leiden, sagt Neumann: „Was die Kinder tagsüber lernen, wird im Gehirn in einen Arbeitsspeicher gepackt, der nachts im Schlaf auf die Festplatte überspielt wird.“

Die imedo-Gesundheitsnews weisen auf einen weiteren Grund hin, warum genügend Schlaf wichtig ist: Viel Schlaf schützt vor Erkältungen.

Bildquelle: Heike Dreisbach, pixelio.de

Stottern: Wenn die Worte hängen bleiben

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Marilyn Monroe, Bruce Willis und Winston Churchill haben eine Gemeinsamkeit: Die Worte kamen oder kommen ihnen nicht so leicht über die Lippen wie anderen Menschen. Das Problem teilen sie mit rund einem Prozent der Menschen weltweit. Stottern – die sprechbedingte Koordinationsstörung – kann für Betroffene zur Dauerqual werden. Kein einfaches Los, aber man kann lernen damit umzugehen und sich helfen zu lassen, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Wenn man sich heute mit Anja Herde unterhält, merkt man nicht, dass sie eigentlich ein großes Problem hat. Anja stottert seit ihrem vierten Lebensjahr und hatte jahrelang damit zu kämpfen. Jetzt ist sie Vorsitzende des Landesverbands der Berliner Stotterer-Selbsthilfe e.V. Der Weg bis dahin war aber nicht immer ganz einfach. “Als ich noch in der Grundschule war, haben mich meine Mitschüler ausgelacht, wenn ich vorlesen musste”, erzählt die 25-Jährige. “Einen englischen Vortrag musste ich sausen lassen, weil ich einfach zu viel Angst hatte.”

Stottern und Intelligenz hängen nicht zusammen

Weltweit leidet circa ein Prozent der Bevölkerung an Stottern, einer Störung im Ablauf der sprechmotorischen Bewegung. Die zum Sprechen benötigten Muskeln können nicht fließend arbeiten wie bei „normalen“ Menschen. Fünf Prozent aller Kinder stottern. Bei vielen ist es entwicklungsbedingt und verschwindet wieder. „Mit Intelligenz hat das nichts zu tun“, sagt Ellinor Schunack, Logopädin in Berlin. Die Betroffenen dehnen oder wiederholen bestimmte Laute oder Worte. Die Folgen des Stotterns seien Kommunikationsstörungen, weil die Lust am Sprechen verloren gehe, Betroffene hätten Angst vor dem Sprechen, erläutert die Expertin.

Bei den meisten Betroffenen ist das Symptom so ausgeprägt, dass die Sprechangst bei Fremden am größten ist. „Bei mir ist es eher anders. Mein Sprechen ist im direkten Aug-in-Aug-Kontakt flüssiger als bei vertrauten Personen“, sagt Anja Herde. Lediglich Telefonate mit fremden Personen seien für sie eine Herausforderung. Das liege ihrer Meinung nach an dem nur provisorischen Kontakt. Man sei nicht in der Lage die Reaktionen des Gegenüber zu betrachten und dadurch verstärkt sich die Unsicherheit.

Jungen stottern häufiger als Mädchen

Am häufigsten sind Jungs vom Stottern betroffen. “Auf drei Jungen kommt ein Mädchen”, sagt die Logopädin. Die Veranlagung für das Stottern kann erblich bedingt sein. Ob es dann tatsächlich zum Stottern kommt ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Vor allem aber davon, wie die Umwelt auf das Stottern reagiert. Das ist für den Leidensdruck der Betroffenen entscheidend. “Es gibt klassische Fehler, die im Umgang mit Stotternden gemacht werden”, erklärt Ellinor Schunack. Dazu gehörten beispielsweise das Beenden von Sätzen und Wörtern, wenn ein Stotternder hängen bleibt. Häufig kommen von Außenstehenden auch die Ratschläge: “Hör doch einfach auf zu stottern“ oder „Hol’ nochmal Luft und fang von vorne an“. Die Betroffenen werden durch solche Äußerungen weiter unter Druck gesetzt und das Stottern verstärkt sich.

Selbsthilfegruppe gibt Mut

Anja Herde hat ihr Stotter-Problem vor allem in der Schule lange Zeit versteckt. Lediglich ihre beste Freundin wusste davon. “Meine mündlichen Noten waren schlecht, aber das konnte ich durch die Schriftlichen ausbügeln”, erklärt die Studentin. Nach dem Abitur hat sie sich Hilfe geholt. In einer Selbsthilfegruppe fand sie Gleichgesinnte und konnte ihre Probleme schildern. Aus eigener Erfahrung weiß Anja Herde, dass viele Menschen Probleme beim Aufbau sozialer Kontakte haben. Die Angst, nicht akzeptiert zu werden, ist einfach zu groß. Die Bundesvereinigung hat deutschlandweit 1400 Mitglieder und in jedem Bundesland einen eigenen Landesverband.

Am effektivsten sei die professionelle Behandlung über einen längeren Zeitraum, sagt Ellinor Schunack. In der sogenannten Intervalltherapie betreut sie einige ihrer Patienten schubweise. Nach einigen Therapiestunden wird das Stottern zwar gemildert, ganz heilbar ist es aber nicht. „Die Therapie mildert den Leidensdruck“, erklärt die Logopädin. Die Betroffenen lernen ihr Stottern kennen und können dadurch lernen, sich selbst zu helfen. “Ich begleite meine Patienten über die Therapie hinaus. Es gibt immer wieder Situationen im Leben in denen das Stottern wieder schlimmer werden kann”, sagt die Expertin. “Da bin ich als Ansprechpartnerin für Betroffene oder Eltern da.”

Dicke Kinder sind glücklich

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Rundum glücklich sind vor allem runde Kinder. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hat ergeben, dass sich Kinder, die sich dick fühlen unglücklicher sind, als diejenigen, die es wirklich sind. Mehr als 7000 Jugendliche wurden im Rahmen der Studie befragt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.Dicke Kinder sind glücklicher

Laut einer bundesweiten Studie des Robert-Koch-Instituts ist die Lebensqualität von Jugendlichen, die sich zu dick fühlen niedriger, als die der Normalgewichtigen. Fast 7000 Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 17 Jahren wurden über ihre Selbsteinschätzung zu ihrem Gewicht hin befragt.

Jugendliche lagen mit der Selbsteinschätzung in Sachen Gewicht falsch

Bei der Auswertung der Daten stellte sich heraus, dass obwohl dreiviertel der Jugendlichen ein normales Gewicht besaßen, sich 55 Prozent der Mädchen und 35 Prozent der Jungen ihrer Ansicht nach zu dick fanden. Dabei waren nur 18 Prozent der jugendlichen Probanden tatsächlich übergewichtig. Sieben bis acht Prozent lagen sogar unter dem Normalgewicht. Die Lebensqualität der Jugendlichen, die sich trotz ihres normalen Gewichtes zu dick fühlten, war tendenziell niedriger als die, die mit sich zufrieden waren. Es nahmen auch übergewichtige Teilnehmer an der Untersuchung teil, die sich in ihrer Haut wohl fühlten und eine deutlich bessere Lebensqualität vorwiesen.

Immer mehr JuDicke Kinder sind glücklichergendliche haben ein falsches Bild von sich

Die Zahl der Jugendlichen, die sich zu dick fühlen, wächst stetig. Die Forscher vermuten, dass der gesellschaftliche Druck und das in den Köpfen der Menschen manifestierte Schlankheitsideal für die Fehleinschätzung verantwortlich sind. Jedoch bemerkten die Forscher ebenfalls, dass trotz des lang anhaltenden Trends, 40 Prozent der Jugendlichen zufrieden mit ihrem Gewicht sind.

Wie Sie dicke Probleme im Internet lösen und schnell, ohne Hunger und Jojo-Effekt abnehmen können, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Rauchverbote in Gaststätten: positiv für Jugendliche

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Rauchverbote in Gaststätten verhindern, dass Jugendliche zu Ketternrauchern werden. Das melden Ergebnisse einer Beobachtungsstudie unter der Führung von Michael Siegel von der Boston University Of Public Health. Im Zuge dieser untersuchten Wissenschaftler den Einfluss von Rauchverboten in Gaststätten auf das Rauchverhalten von Jugendlichen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Da im US-Bundesstaat Massachusetts einzelne Städte und Gemeinden derzeit darüber entscheiden möchten, ob das Rauchen in ihren Gaststätten erlaubt sein soll oder nicht, wurde diesbezüglich das Verhalten von Jugendlichen analysiert.

Jugendliche und das Rauchen

Als die Beobachtungsstudie 2001/2002 startete, wurden circa 3.800 Jugendliche im Alter von zwölf und 17 Jahren interviewt. Zwei Jahre später befragte man rund 2.800 und nach vier Jahren nochmals etwa 2.200 Heranwachsende. Während der Beobachtungsstudie sind nach Angabe der Forscher 9,3 Prozent zu dauerhaften Rauchern geworden. Jedoch lag die Wahrscheinlichkeit, in Orten mit strengem Rauchverbot um 40 Prozent niedriger.

Rauchverbot schützt Jugendliche

Rauchverbote in Gaststätten wären die wirkungsvollste Methode, um Jugendliche vor einer schweren Nikotinabhängigkeit zu bewahren, meldete Michael Siegel. Jugendliche merken so, dass Raucher sozial weniger akzeptiert werden.

Die imedo-Gesundheitsnews thematisieren das Rauchen als Krankheit und erklären, wie Raucherentwöhnung per SMS funktioniert.

Über Nikotinsucht und -entwöhnung erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews mehr.

Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, können mit Hilfe der imedo-Gesundheitscommunity und der Gruppe zum Thema Rauchen aufhören, Erfahrungen austauschen.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

Keine Schönheitsoperationen für Jugendliche

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20 Prozent der Jugendlichen wollen sich einer Schönheitsoperation unterziehen. Die USA machen es vor. Zum Schulabschluss eine Nasenkorrekturen, Brustvergrößerungen oder Fettabsaugen – für viele junge Amerikaner kein seltener Wunsch, der an die Eltern herangetragen wird. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de und deutsche Kinder- und Jugendärzte warnen vor diesem Trend.

Schönheits-OperationVerbot für Schönheitsoperationen an Minderjährigen

Gesundheitspolitiker verlangen ein einhaltliches Verbot, das Schönheitsoperationen an Minderjährigen verhindern soll. CDU/CSU- wie auch SPD-Politiker wollen den Missbrauch von Schönheitsoperationen unterbinden. Karl Lauterbach, SPD-Politiker spricht von einem „verirrten Schönheits-Ideal“ und fordert deshalb eine gesetzliche Regelung. Es handele sich nicht um medizinisch erforderliche Eingriffe, sondern um rein ästhetische Korrekturen.

Schönheitsoperationen: Zahlen steigen

Laut Schätzungen unterziehen sich mehr als eine Million Deutsche pro Jahr einer Schönheitsoperation. Ungefähr zehn Prozent davon, etwa 100.000, sollen unter 20 Jahre alt sein. Einer Umfrage der LBS Initiative für junge Familien zufolge, wünschen sich 20 Prozent der neun bis 14-Jährigen eine Schönheitsoperation, weil sie mir ihrem Körper unzufrieden sind.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über verschiedene Schönheitsoperationen, wie Brustvergrößerung, Fettabsaugen und Schönheitsoperationen für Männer.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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