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Schweinegrippe: Weihnachtsmärkte als Gefahr

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Die Schweinegrippe breitet sich immer schneller aus und die ersten Weihnachtsmärkte öffnen, die mit dichten Menschenmengen eine große Ansteckungsgefahr darstellen, macht Medizinjournalist Sven-David Müller vom Gesundheitsportal www.imedo.de deutlich. Aktuelle Studienergebnisse des Tübinger Friedrich-Löffler-Instituts und der Berliner Charité weisen darauf hin, dass eine mediterrane Heilpflanze die Schweinegrippe-Pandemie stoppen könnte: Die Zistrose enthält spezifische Polyphenole, die als Infektblocker wirken. Die sekundären Pflanzenstoffe sind in der Lage, die Zellen des Körpers vor dem Eindringen der Schweinegrippe-Viren zu schützen. Sie verändern die viralen Oberflächenproteine, die das Andocken der Viren auf der Zelloberfläche und die Einschleusung der Viren in die Zelle normalerweise möglich machen. Damit bietet die Zistrose eine neue Möglichkeit, sich vor Schweinegrippe zu schützen. Zistrosen-Pflanzenextrakte wirken lokal im Mund und können zur Vorbeugung gegen Schweinegrippe beispielsweise beim Weihnachtsmarkt-Besuch gelutscht werden.

Schweinegrippe-Risiko auf dem Weihnachtsmarkt und bei der Karnevalssitzung

Aber nicht nur der Weihnachtsmarkt stellt ein Schweinegrippe-Infektionsrisiko dar, sondern auch auch andere Menschenansammlungen wie Karnevalsveranstaltungen sind ein Risiko. Mehr als 53.000 Menschen sind in Deutschland seit April 2009 mit dem Schweinegrippe-Virus (H1N1-Virus) infiziert worden. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich vor den Schweinegrippe-Viren zu schützen. Problematisch ist, dass eine optimale Versorgung mit der Schweinegrippe-Impfung auch für gesunde Menschen frühestens in einigen Wochen möglich ist. Viele Menschen lehnen eine Impfung gegen die Schweinegrippe ab, andere halten die Impfung für überflüssig und viele Ärzte und Organisationen warnen sogar vor Nebenwirkungen der Schweinegrippe-Impfung. Zudem bestehen insbesondere für Schwangere und Stillende größte Vorbehalte vor einer Schweinegrippe-Impfung mit den bisher vorliegenden Seren. Die Ständige Impfkommission weist darauf hin, dass erst im Dezember ein geeigneter Impfstoff für Schwangere und Stillende zur Verfügung steht. Es gibt aber neben der Schweinegrippe-Impfung und dem Lutschen von Zistrosen-Tabletten noch weitere Möglichkeiten, die vor der Schweinegrippe-Infektion schützen. Solche Produkte sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

11 Tipps gegen die Schweinegrippe:
1. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife kann vor der Schweinegrippe schützen (Empfehlung: bei Bedarf – aber mindestens 10 mal täglich)
2. Hygienisch husten reduziert das Schweinegrippe-Risiko – zur Minimierung des Schweinegrippe-Infektionsrisikos am besten in die Armbeuge husten und nicht in die Hand
3. Zuhause bleiben gilt insbesondere für Schweinegrippe-Patienten, aber – wenn möglich – auch als Vorbeugung für Gesunde
4. Abstand halten vermindert das Risiko der Schweinegrippe-Infektion
5. Hygienemasken – auf jeden Fall für Schweinegrippe-Patienten und eventuell auch für alle, die der Schweinegrippe vorbeugen möchten
6. Die Krankheit Schweinegrippe erkennen, denn wenn der Arzt die Schweinegrippe frühzeitig erkennt, reduziert sich die Gefahr der Schweinegrippe-Infektion und andere Menschen können vor der Schweinegrippe bewahrt werden
7. Schweinegrippe-Patienten sollten sich schonen (Bettruhe, mindestens bis das Fieber abgeklungen ist), um rasch und ohne Rückfall wieder gesund zu werden
8. Mehrmals täglich lüften verringert die Schweinegrippe-Gefahr
9. Eine gesunde Ernährungsweise mit reichlich Gemüse und Frischobst einhalten, um die Abwehrkräfte im Kampf gegen die Schweinegrippe-Viren zu stärken
10. Auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr achten – dabei kommt Vitamin-D und dem Spurenelement Zink eine besondere Bedeutung in der Stärkung der Abwehrkräfte zu
11. Zistrosen-Tabletten lutschen, wirkt als Infektblocker gegen Schweinegrippe und saisonale Grippe

H1N1 Virus birgt große Gefahren
Wer aus den Pandemien der Vergangenheit lernt, reduziert auch das Risiko der Schweinegrippe-Infektion. Die wichtigste therapeutische Maßnahme bei einer Grippe-Infektion ist schon seit der Spanischen Grippe, das Bett zu hüten. Mediziner weisen darauf hin, dass die Schweinegrippe in der Regel sieben Tage mit ihren schwereren Symptomen andauert und in dieser Zeit auch ansteckend ist. Danach sollten sich Schweinegrippe-Patienten noch ein bis zwei Wochen schonen. Menschen, die unter dem Verdacht der Schweinegrippe-Infektion stehen, sollten nicht direkt zum Arzt gehen, um eine Infektion anderer Patienten zu vermeiden. Sie sollten den Arzt zuerst anrufen, um das Risiko der Ansteckung in der Arztpraxis zu vermeiden. Mit der Grippe ist grundsätzlich nicht zu scherzen!

Redaktion: Andreas Köster, Sven-David Müller

In der imedo-Gruppe “Schweinegrippe” können Sie sich mit anderen Menschen über Ängste und Erfahrungen austauschen und erfahren, was sie über die Schutz-Impfung denken.

Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: Gefährliche Grippe oder einfache Erkältung?

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt eine Internetseite mit Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Pandemie und zur Schweinegrippe-Impfung bereit.

Literatur und Quellen:

http://www.zoonosen.net/NewsundPresse/tabid/1191/articleType/ArticleView/articleId/569/Default.aspx

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6T2H-4NWMWX3-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=840c00600fcd6bfcf457547266e2d838

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6T2H-4NRCW3R-1&_user=10&_rdoc=1&_fmt=&_orig=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=5487b6546634829f7a4f708f788242d6

http://zmbe.uni-muenster.de/institutes/imv/imvrescyst_de.htm

• Kiesewetter H, Ludwig S, Planz O: Aktuelle Forschungen zur antiviralen Wirkung von Cystus052. Deutsche Apothekerzeitung. 2009; 149(28):44-47.
• Kalus U, Kiesewetter H, Radtke H: Effect of CYSTUS052(R) and green tea on subjective symptoms in patients with infection of the upper respiratory tract. Phytother Res. 2009 May 14.
• Ehrhardt C, Hrincius ER, Korte V, Mazur I, Droebner K, Poetter A, Dreschers S, Schmolke M, Planz O, Ludwig S: A polyphenol rich plant extract, CYSTUS052, exerts anti influenza virus activity in cell culture without toxic side effects or the tendency to induce viral resistance. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):38-47.
• Droebner K, Ehrhardt C, Poetter A, Ludwig S, Planz O: CYSTUS052, a polyphenol-rich plant extract, exerts anti-influenza virus activity in mice. Antiviral Res. 2007 Oct;76(1):1-10.
• Droebner K, Ehrhardt C, Mueller, C, Hrincius ER, Buettner M, Ludwig S, Planz O: Early antiviral activity of CYSTUS052 against H5N1 influenza virus is more efficient compared to oseltamivir. Planta Medica. 2008 Jul;74:934.
• Ehrhardt C, Eike R, Hrincius ER, Droebner K, Korte V, Mazur I, Pötter A, Schmolke M, Planz O, Ludwig S: CYSTUS052, a polyphenol rich plant extract, exerts potent anti-influenza virus activity in cell culture by blocking viral attachment to host cells. Planta Medica. 2008 Jul;74:1019.

Bildquelle: pixelio.de, Wolfgang Hoyer

Gefährliche Grippe oder einfache Erkältung?

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In diesem Herbst nehmen die Fälle von Husten, Schnupfen und Fieber in Deutschland wie jedes Jahr deutlich zu. Verursacher sind verschiedene Viren und je nach Virusart handelt es sich dabei um eine einfache Erkältung oder um eine Grippe. Im ersten Fall sind harmlose Erkältungsviren die Verursacher, im zweiten Fall sind es die gefährlichen Grippeviren der Influenza-Gruppe. Das Problem: Eine Influenza-Grippe kann zu Beginn ähnliche Beschwerden verursachen wie eine harmlose Erkältung und ist dann schwer davon zu unterscheiden. Dr. med. Michael Prang* erklärt im Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de die Unterschiede und gibt hilfreiche Tipps, um die Erkältung möglichst rasch auszukurieren.

Grippe ist ein schwere Erkrankung
Die harmlose Erkältung verursacht oft Husten, Schnupfen, Heiserkeit und mitunter Fieber. Meist ist spätestens nach einer Woche alles wieder ausgestanden. Influenza-Grippe-Erkrankungen zeigen zwar ähnliche Beschwerden, diese sind jedoch wesentlich stärker. Dazu kommen oft noch Frösteln sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Ein Erkälteter fühlt sich nur gesundheitlich angeschlagen, ein Grippekranker dagegen schwer krank und körperlich völlig erschöpft.

Grippe-Schutz-Impfung schützt nicht vor Erkältungen
Zwar ist auch die Influenza-Grippe in der Regel nach rund einer Woche überstanden. Senioren, Menschen mit chronischer Bronchitis und starke Raucher erholen sich allerdings oft nicht so schnell. Zudem können bei ihnen gefährliche Komplikation wie eine Lungenentzündung auftreten. Schon bei einem Verdacht auf eine Influenza-Grippe sollte man deshalb nicht mit einem Arztbesuch zögern. Denn anders als eine Erkältung sollte der Verlauf einer Grippe und die eventuelle Gabe von Medikamenten ärztlich überwacht werden. Die Grippeschutzimpfung – der beste Termin hierfür ist der Herbst – sorgt zwar für einen Schutz gegen die Influenza-Grippe, trotzdem kann diese Impfung Erkältungen nicht verhindern.

Die 7 besten Tipps gegen Erkältung


1. Es kribbelt und brennt in der Nase: Im Anfangsstadium lassen sich die Viren noch aufhalten oder zumindest die Erkältungsdauer abkürzen. Ziehen Sie sich warm an, lüften Sie häufig Ihre Wohnung, trinken Sie viel Wasser oder Tee. Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung können jetzt ebenfalls sinnvoll sein.
2. Es treten zusätzlich Halsschmerzen auf: Die Erkältungsviren breiten sich auf der Rachenschleimhaut aus. Jetzt helfen Lutschtabletten oder Gurgeln mit Salbei oder Myrrhe-Tinktur. Tragen Sie tagsüber und nachts ein Halstuch.
3. Sie fühlen sich zunehmend krank: Die Erkältungsviren vermehren sich stark. Sie sollten nicht mehr arbeiten und viel schlafen. So kann sich Ihr Immunsystem darauf konzentrieren, die Erkältungsviren zu bekämpfen.
4. Die Nase ist verstopft: Damit Sie keine Nasennebenhöhlenentzündung bekommen, sollten Sie das zäh gewordene Sekret mit schleimlösenden Mitteln verflüssigen. Bewährt haben sich pflanzliche Präparate wie Myrtol, Pfefferminz-, Eukalyptus-, Anis- oder Thymian-Öl zum Inhalieren.
5. Sie bekommen trockenen Husten: Die Erkältungsviren haben die Bronchien erreicht, der trockene Husten ist die Reaktion des Körpers darauf. Um den Husten zu unterdrücken können Sie auf pflanzliche Präparate aus Spitzwegerich, Sonnentau, Eibischwurzel, Isländisch Moos oder Huflattich zurückgreifen.
6. Sie bekommen Fieber: Ihr Körper fährt jetzt seine beste Verteidigungsstrategie gegen die Erkältungsviren auf: die Erhöhung der Körpertemperatur. Unterdrücken Sie deshalb Ihr Fieber nicht gleich. Wird Ihnen das Hitzegefühl zu unangenehm, dann helfen Wadenwickel oder Fieber senkende Medikamente.
7. Sie bekommen Kopf- und Gliederschmerzen: Die Erkältungsviren haben sich extrem stark vermehrt. Linderung verschaffen Ihnen Einreibungen mit ätherischen Ölen (Pfefferminzöl) oder Arnikatinktur. Auch die Fieber senkende Medikamente können Ihre Schmerzen abmildern. Gehen Sie gegebenenfalls zum Arzt!

Weitere Hausmittel gegen Erkältung.

Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: „Kefir stärkt die Abwehrkräfte und schützt vor Krankheiten“

Erwachsene erkranken in Deutschland zwei bis drei mal im Jahr an einem grippalen Infekt. Das Infocenter „Grippaler Infekt“ bietet umfassende Informationen zum Themengebiet Erkältungskrankheiten.

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*Der Mediziner Dr. Michael Prang wirkte langjährig als “Morning Doc” im SAT.1 Frühstücksfernsehen und ist als Medizinjournalist und Gesundheitspublizist tätig. Er arbeitet mit Men’s Health, Zeit.de, Publik, SAT.1, ZDF, Best Life, Krankenkassen und diversen Tageszeitungen zusammen. Er hat verschiedene Gesundheitsratgeber veröffentlicht und ist Moderator der weltweit ersten medizinischen Videocasts für eine junge Zielgruppe.

Impfungen bewahren vor Kinderkrankheiten

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Die Pocken sind ausgerottet, viele andere Kinderkrankheiten dagegen nicht. Gegen die meisten ist zwar kein Kraut gewachsen aber es gibt Impfungen, die vorsorglich schützen. Die Münchner Kinderärztin Ursel-Lindlbauer-Eisenach erkläutert, welche Impfungen für Kinder wichtig sind. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Das sichtbare Zeichen für den Erfolg von Impfungen tragen viele Erwachsene noch auf ihrem Oberarm – die Narbe der Pockenimpfung. Heute müssen Kinder nicht mehr gegen Pocken geimpft werden, denn dank einer groß angelegten Impfkampagne der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Krankheit seit 1980 ausgerottet.

Andere Bedrohungen bestehen aber weiterhin. So gelang es trotz großer Anstrengungen bislang nicht, die Erreger von Masern oder Kinderlähmung ganz zu eliminieren. Vor allem die Masern sorgten in den vergangenen Wochen dabei immer wieder für Schlagzeilen. Die rügte WHO in einer aktuellen Veröffentlichung beispielsweise explizit Deutschland wegen des geringen Impfgrades bei Masern.

Kollektivschutz dank Impfung

„Kinderkrankheiten sind keineswegs harmlos“, sagt Ursel Lindlbauer-Eisenach. Die Münchner Kinderärztin ist Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko), die am Berliner Robert Koch-Institut angesiedelt ist. Die Stiko veröffentlicht auch den Impfkalender, der die jeweils aktuellen Empfehlungen für Impfungen enthält. Vor allem in den vergangenen Jahren seien hier einige neue Impfungen dazugekommen, berichtet Lindlbauer-Eisenach.

Empfehlung: Impfung gegen Windpocken

Die Stiko seit 2004 eine allgemeine Impfung gegen Windpocken. In der Begründung betonen die beteiligten Mediziner dabei auch den Kollektivschutz, der mit der Impfung einhergeht. Dank dieser sogenannten Herdenimmunität sind nicht nur geimpfte Personen geschützt. Auch Ungeimpfte profitieren von der allgemeinen Immunisierung, weil die Wahrscheinlichkeit, mit Erkrankten in Kontakt zu kommen, insgesamt sinkt.

Neu im Impfkalender: Pneumokokken

Ebenfalls neu in den Impfkalender aufgenommen wurde die Impfung gegen Pneumokokken. Diese Bakterien können schwere Infektionen wie Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung verursachen und Krankheiten wie Mittelohrentzündung oder Lungenentzündungen auslösen. Für ältere Kinder und Erwachsene stand hier schon seit längerem ein Impfstoff zur Verfügung.

Dieser Impfstoff bewirkte allerdings bei Säuglingen und Kleinkindern keinen ausreichenden Impfschutz. Grund dafür waren Besonderheiten im Immunsystem von Kleinkindern. Die körpereigene Abwehr von Säuglingen erkennt die Pneumokokken nur schlecht, da die Erreger mit einer Kapsel aus Zuckermolekülen, sogenannten Polysacchariden, umgeben sind. Damit das Immunsystem von Säuglingen die eindringenden Pneumokokken-Erreger erkennen kann, griff der Impfstoffhersteller daher zu einem Trick: Er koppelte Teile der Zucker-Kapsel an Eiweiße, die vom Immunsystem besser erkannt werden. Dank dieses sogenannten Konjugat-Impfstoffes könnten Kinder schon ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen Pneumokokken geimpft werden, erklärt Anika Wichert vom Arzneimittelhersteller Wyeth Pharma.

Impfschutz gegen Meningokokken

Noch nicht erfüllt habe sich der Wunsch vieler Mediziner nach einem Impfstoff gegen Meningokokken vom Typ B, erklärt Sabine Reiter vom Robert Koch-Institut. Die Wissenschaftlerin leitet dort das Fachgebiet <!– @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm }„Impfprävention“. Sie erläutert, dass es gegen Meningokokken des Typs C bereits einen Impfstoff gebe. Dieser bietet allerdings keinen Schutz gegen Erreger der Gruppe B, die in Deutschland rund 70 Prozent aller Erkrankungen verursachen. Betroffen davon sind vor allem Kleinkinder und Jugendliche – noch heute sterben fast zehn Prozent der Patienten. Aber auch wenn noch kein vorbeugender Schutz gegen Meningokokken vom Typ B existiert, sollten Eltern ihre Kinder gegen Meningokokken impfen lassen, empfiehlt die STIKO. Dadurch sinke zumindest das Risiko, an Erregern des Typs C zu erkranken.

Keine offizielle Empfehlung der Stiko hat bislang die Impfung gegen Rotaviren. Die Erreger verursachen bei Kindern vor allem Erbrechen und Durchfallerkrankungen. Seit 2006 sind in Deutschland zwei Impfstoffe gegen Rotaviren zugelassen. Daten aus Österreich zeigten, dass die Impfungen tatsächlich zu einem deutlichen Rückgang an Krankenhausaufenthalten wegen Rotaviren-Erkrankungen führen. In Österreich ist die Impfung seit 2006 offiziell empfohlen.

Einzelne Kassen übernehmen Kosten gegen Rotaviren

Hinter der zurückhaltenden Einstellung der Stiko zum Rotaviren-Impfstoff stehen allerdings auch finanzielle Überlegungen: Sobald die Stiko eine Empfehlung für einen Impfstoff ausspricht, sind die Krankenkassen verpflichtet, die Kosten für die entsprechende Impfung zu übernehmen. Einzelne Krankenkassen bezahlen allerdings auch heute schon die Impfung gegen Rotaviren. Interessierte Eltern sollten daher im Zweifelsfall bei ihrer Kasse nachfragen.

Ein Trend bei der Impfstoffentwicklung dürfte vor allem Eltern und Kinder freuen: Immer mehr Impfstoffe werden in Form von Kombinationsimpfungen angeboten, so dass nicht für jede einzelne Impfung ein Arztbesuch nötig ist. Zeit und Nerven der Eltern würden dabei ebenso geschont wie die Ärmchen der Kinder, erklärt Sabine Reiter: „Wir wollen die Kleinen schließlich nicht zu Nadelkissen machen.“

Die imedo-Gesundheitsredaktion rät: Eltern sollten ihre Kinder auf den Arztbesuch vorbereiten.

Grippeimpfung bei Säuglingen und Kleinkindern empfohlen

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Die Grippesaison hat begonnen. Viele Menschen sind bereits adurch die Influenza-Viren erkrankt. Angesichts des hohen Risikos für Säuglinge und Kleinkinder, raten Experten des Robert-Koch-Instituts und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de zu einer Impfung gegen das Virus. Die Kosten werden meistens von der Krankenkasse übernommen.

Angesichts des derzeit grassierenden Grippevirus empfehlen Ärzte das Impfen von Säuglingen und Kleinkindern. Der häufig gefundene Influenza A-Virus H3N2/Brisbane könne auch kleine Kinder gefährden, sagte Ursel Lindlbauer-Eisenach, Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) in München. In Australien seien während einer 2007 ausgelösten Epidemie sechs Kinder an den Folgen der Erkrankung gestorben. „Insofern sollten sich nicht nur ältere Menschen und chronisch Kranke schützen – auch bei Kleinkindern und Säuglingen muss eine Infektion verhindert werden“, betonte die Medizinerin.

Grippewelle früher ausgebrochen als erwartet

Lindlbauer-Eisenach riet auch Verwandten kleiner Kinder zur Vorsicht. „Vor allem in Familien, in denen ältere Personen und Kinder gemeinsam leben, sollten sich die Großeltern unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um die Kinder nicht anzustecken“, riet die Expertin. Die Stiko empfiehlt die jährliche Impfung aller Menschen ab 60 Jahren, sowie chronisch Kranker. DieKosten für diese Impfungen übernehmen die Krankenkassen. Anderen Altersgruppen empfahl Lindlbauer-Eisenach, bei ihrer Kasse nachzufragen.

Die Grippewelle ist in dieser Saison früher ausgebrochen als in den vergangenen Jahren. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am RKI registrierte in den zwei Wochen um den Jahreswechsel herum, einen deutlichen Anstieg und ein stark erhöhtes Niveau bei den akuten Atemwegserkrankungen. Betroffen waren besonders die westlichen und nördlichen Bundesländer. In 62 von 94 untersuchten Proben konnten Wissenschaftler Influenzaviren nachweisen.

Es ist wichtig, den den Grippeschutz auch in der Schwangerschaft wahrzunehmen. Die imedo-Gesundheitsnes informieren.

Experten fordern: die Grippeimpfung für Schwangere ab dem vierten Monat

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät Schwangeren, sich ab dem vierten Monat gegen Grippe impfen zu lassen. Eine Infektion mit Influenza-Viren sollte während der Schwangerschaft dringend vermieden werden, da häufig Komplikationen auftreten. Das Neugeborene kann sogar nach der Geburt noch von der Schutzimpfung profitieren. Schwar-weiß Bild einer Schwangeren. Ab dem vierten Monat sollten sich Schwangere gegen Grippe impfen lassen.

Ab dem vierten Monat können sich Schwangere bedenkenlos gegen Grippe impfen lassen. “Eine Impfung gegen Influenza-Viren ist werdenden Müttern sogar zu empfehlen, weil sie ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben”, gibt der niedergelassene Hannoveraner Gynäkologe Dr. med. Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte, zu bedenken. Darüber hinaus seien schwangere Frauen im Falle einer Infektion zusätzlichen Gefahren ausgesetzt, weil bei ihnen häufiger Komplikationen wie Lungenentzündungen aufträten. “Nach Ablauf der 14. Schwangerschaftswoche sollte deshalb eine Schutzimpfung routinemäßig vorgenommen werden”, sagt der Frauenarzt.

Die Grippeimpfung in der Schwangerschaft birgt keine Gefahren

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft werde eine Impfung dagegen in der Regel vermieden, weil in dieser Phase die körperliche Entwicklung des Kindes noch im Gange sei, erklärt Albring: “Allgemein bestehen für Mutter und Kind aber keine Gefahren, weil bei der Impfung nur abgetötete Erreger verabreicht werden”. Das Neugeborene könne nach der Geburt sogar von der Impfung profitieren, weil sich der Schutz in den ersten Monaten auch auf das Kind übertrage.

Schwangere, die an einer Erkältungskrankheit leiden, sollten allerdings laut Albring mit der Impfung warten, bis die Krankheit auskuriert ist. Die Kosten für den Impfschutz übernähmen die Krankenkassen. Im Gegensatz zu meist harmlosen Erkältungserkrankungen wie dem grippalen Infekt, handelt es sich bei der “echten” Influenza um eine oft lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Zu ihren Symptomen gehören unter anderem Husten, hohes Fieber, Gliederschmerzen sowie Hals-, Kopf- und Bauchschmerzen.

Die imedo-Gesundheitsnews verraten zudem: Auch Säuglinge und Kleinkinder sollten gegen Grippe geimpft werden.

EInen geeigneten Mediziner, welcher Ihnen über vorbeugende Maßnahmen gerne Auskunft geben und die Schutzimpfung durchführen wird, finden Sie mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Eltern sollten Kinder auf den Arztbesuch vorbereiten

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Vor allem Kleinkinder müssen durch die Früherkennungsuntersuchungen, auch U-Untersuchungen genannt, einige Behandlungen beim Kinderarzt über sich ergehen lassen. Viele Kinder sind vor den Arztbesuchen nervös oder ängstlich. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de und Kinder- und Jugendarzt Thomas Fischbach verraten, wie Eltern ihren Nachwuchs auf den Arztbesuch vorbereiten können.

Viele Kleinkinder sind bei Arztbesuchen aufgeregt oder ängstlich. Noch nervöser sind häufig ihre Eltern, wenn sie mit ansehen müssen, wie sich Mediziner mit Stethoskop oder Spritze dem Nachwuchs nähern. „Vor allem junge Eltern reagieren oft sehr verunsichert und glauben, ihre Kinder beschützen zu müssen“, berichtet der Solinger Kinder- und Jugendarzt Thomas Fischbach. Dabei ist es für eine erfolgreiche Behandlung besonders wichtig, dass sie als Partner des Kinderarztes auftreten.

Auch Eltern müssen vo dem Arztbesuch beruhigt werden

Nach Erfahrung des Mediziners wirkt es auf Eltern meist beruhigend, wenn sie sich vor dem Arztbesuch über die anstehenden Behandlungsschritte informieren. „Die Eltern müssen selbst wissen, was passiert, denn Ängste hat man besonders vor Dingen, die man nicht kennt“, betont Fischbach. Insbesondere bei sehr kleinen Patienten ist es für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Kind unerlässlich, dass die Eltern signalisieren, dass es in Ordnung ist, was der Arzt tut. „Die Kinder haben dafür eine feine Antenne und merken sofort, wenn ihre Eltern unsicher sind“, sagt Fischbach.

Eltern sollten ehrlich mit ihren Kindern über den Arztbesuch sprechen

Zur Vorbereitung sollten Eltern ihren Kindern möglichst wahrheitsgetreu erklären, warum der Arztbesuch notwendig ist. „Vor einer Blutabnahme bringt es gar nichts, wenn die Eltern dem Kind vorgaukeln, dass der Arzt schon nichts Besonderes machen wird“, sagt Fischbach. Denn wenn sich dies als falsch herausstelle, stünden die Eltern als Lügner da, und das Kind entwickle womöglich ein allgemeines Misstrauen gegen ärztliche Behandlungen. Besser sei, die jungen Patienten vorher auf „den kleinen Pieks“ einzustellen.

Etwa bis zum 14. Lebensjahr sollten Eltern laut Fischbach die Möglichkeit haben, bei der Untersuchung ihres Kindes im Behandlungszimmer anwesend zu sein. Wenn der Entwicklungsstand des jungen Patienten es zulasse, könne manchmal auch ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Arzt sinnvoll sein, insbesondere wenn die Kinder sich vor den Eltern offenkundig nicht trauen, über bestimmte Probleme zu reden, sagt Fischbach.

Intaktes Vertrauensverhältnis ist ausschlaggebend für die Behandlung beim Arzt

Wenn die kleinen Patienten allerdings sehr unkooperativ seien oder die Eltern besonders nervös, bestehe in Ausnahmefällen auch die Möglichkeit, die Untersuchung abzubrechen, sagt der Kinderarzt: „Solange es sich nicht um einen Notfall handelt, kann ich dann zum Beispiel vorschlagen, ob es nicht besser wäre, die Behandlung in 14 Tagen fortzusetzen“.

Schwierig können nach Fischbachs Erfahrung auch Diskussionen über bestimmte Therapien sein, etwa wenn die Wirksamkeit alternativer Behandlungsmethoden unterschiedlich eingeschätzt werde. Die Ärzte müssten hier bei akuten Erkrankungen eine klare Grenze ziehen, was bei einer notwendigen Medikamenten-Therapie verhandelbar sei und was nicht. Ausschlaggebend für mögliche Absprachen mit den Eltern sei ein intaktes Vertrauensverhältnis, sagt Fischbach: „Die Eltern müssen in der Lage sein, zu kooperieren und Absprachen einzuhalten“.

Warum es wichtig ist, Kinder impfen zu lassen, verraten die imedo-Gesundheitsnews: Impfungen bewahren vor Kinderkrankheiten.

Meningokokken: Impfung kann Hirnhautentzündung verhindern

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Eine 18-jährige Schülerin ist vor wenigen Tagen in Berlin an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben. Ursache der Erkrankung waren Meningokokken. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat bei Johannes Elias vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie in Würzburg nachgefragt, warum Meningokokken so gefährlich sind und wie man sich schützen kann.

imedo: Was sind Meningokokken?

Johannes Elias: Meningokokken sind Bakterien, die in den meisten Fällen harmlos sind und von circa zehn Prozent der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum getragen werden. In seltenen Fällen verbleiben sie jedoch nicht da sondern verursachen aus ungeklärten Gründen Erkrankungen wie Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung.

imedo: Wie viele Fälle sind das jährlich und wie viele enden tödlich?

Johannes Elias: In Deutschland werden jährlich 400 bis 800 Fälle gemeldet. Die Sterblichkeit liegt trotz Behandlung zwischen acht und zehn Prozent.

imedo: Wie kann man sich schützen?

Johannes Elias: Seit 2006 besteht eine Impfempfehlung gegen Meningokokken der Serogruppe C. Unglücklicherweise kann mit derzeitigen Impfstoffen nur einem Drittel aller Fälle vorgebeugt werden, da es keine lizensierte universelle Meningokokken-Impfung gibt. Zwei Drittel aller Fälle sind derzeit leider nicht durch eine Impfung verhinderbar.

imedo: Warum sind vorwiegend Kinder und Jugendliche von Meningokokken-Krankheiten betroffen?

Johannes Elias: Kleinkinder sind nach der Stillzeit aufgrund der kürzeren Auseinandersetzung mit der bakteriellen Umwelt und der geringeren Reifung des Immunsystems weniger gegen Meningokokken geschützt. Ihr Erkrankungsrisiko ist demnach im Vergleich zu anderen Altersgruppen hoch. Bei Jugendlichen ist die Erklärung nicht so eindeutig. Man nimmt an, dass verhaltensabhängige Risikofaktoren hinzukommen, wie zum Beispiel das Küssen. Im Laufe des Lebens nimmt durch wiederholte Episoden unbemerkten Trägertums der erworbene Schutz gegen Meningokokken zu. Erkrankungen nach dem 30. Lebensjahr sind verhältnismässig selten.

imedo: Wie werden die Meningokokken verbreitet?

Johannes Elias: Der Keim braucht eine große Nähe um zwischen Menschen übertragen zu werden. Er fliegt nicht kilometerweit durch die Luft und überlebt in der unbelebten Umwelt nur für kurze Zeit. Es gibt auch kein tierisches Reservoir. Ein enger zwischenmenschlicher Kontakt ist also für die Übertragung notwendig.

imedo: Warum werden Meningokokken-Erkrankungen schwer erkannt?

Johannes Elias: Die Anfangssysmptome einer Meningokokken-Erkrankung sind unspezifisch. Wenn der Arzt keine Erfahrung mit der Erkrankung hat oder nicht mit ihr rechnet, kann es relativ schnell zu Verwechslungen kommen. Das Problem ist aber, dass es schwer ist, auf diesem Feld Erfahrung zu sammeln. Die Erkrankung ist selten und viele Ärzte sehen Meningokokken-Erkrankungen zweimal in ihrer Karriere, wenn sie nicht auf dieses Gebiet spezialisiert sind. Es ist beispielsweise bekannt, dass bei Folgefällen die Überlebenschance höher als beim Erstfall ist, da Ärzte bei Wiederholungsfällen bereits sensibilisiert sind. Insgesamt ist es aber dennoch so, dass bei rechtzeitig eingeleiteter Therapie circa 90 Prozent der Erkrankten überleben.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie über Meningokokken: Meningokokken – gefährliche Krankheitserreger.

Bildquelle: Monika Torloxten, pixelio.de

Grippe: schon jetzt impfen lassen

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Vielerorts verwöhnen uns immer noch wärmende Sonnenstrahlen. Da denken nur die wenigsten Menschen an die Grippeimpfung. Wer allerdings glaubt, dass einen die Grippe nur in der kalten Jahreszeit im Januar oder Februar erwischen kann, liegt falsch. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät, rechtzeitig für einen optimalen Impfschutz zu sorgen.

Im vergangenen Jahr mussten laut Robert-Koch-Institut etwa 2,7 Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt, bei 14.000 Menschen war sogar ein stationärer Aufenthalt notwendig. Alarmierend: In jeder Grippesaison sterben zwischen 7000 und 8000 Menschen an den Folgen einer Influenza. Neun von zehn Todesfälle treten bei Menschen ab 65 Jahren auf.

Ständig neue Grippeviren

Da sich Grippeviren ständig verändern, muss auch die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe jedes Jahr geändert und die Impfung jährlich erneuert werden. Für die Zusammensetzung der Impfstoffe gibt die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, in jedem Frühjahr die drei Virusstämme bekannt, die gerade am häufigsten zirkulieren. Für einen optimalen Impfschutz muss der aktuelle Grippeimpfstoff möglichst genau die jeweils in der kommenden Grippesaison zirkulierenden Virusstämme enthalten.

Immer wieder zirkulieren Viren, die für das menschliche Abwehrsystem neu sind. Und: Einer dieser Stämme, Influenza A, kurz H3N2, führt in der Regel zu schweren Erkrankungen. Wer sich in diesem Herbst nicht gegen Influenza impfen lässt, steht den angreifenden Viren nahezu unvorbereitet gegenüber und könnte bei einer Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit erkranken, so Peter Wutzler vom Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena.

Kosten für Grippeimpfung werden bei gefährdeten Personen übernommen

Experten raten, die infektarme Zeit des Spätsommers für die Grippeimpfung zu nutzen. Bedenken sollte man, dass der Körper in der Regel zwischen sieben und 14 Tagen benötigt, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung vor allem für Personen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko aufweisen. Also Kleinkinder, chronisch kranke Menschen und solche über 60 Jahre und Menschen mit erhöhter Infektionsgefahr im Beruf wie Ärzte, Krankenschwestern, Arzthelferinnen, Kindergärtnerinnen.

Die Impfung schützt zu 70 bis 80 Prozent vor echten Grippeviren. Einem grippalen Infekt kann die Impfung nicht vorbeugen, da dieser nicht durch die Viren bedingt wird. Die Krankenkasse trägt die Kosten der Impfung für die besonders gefährdeten Personengruppen. In einigen Fällen werden die Kosten vom Arbeitgeber gezahlt. Die Kosten betragen ansonsten circa 25 Euro.

Experten empfehlen auch Säuglinge und Kleinkinder gegen die Grippe impfen zu lassen und auch Schwangere sollten ab dem vierten Monat eine Grippeimpfung bekommen. Auch zu diesen Themen finden Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews Informationen.

Impfungen werden selten in Anspruch genommen

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Nordrhein-Westfalen hat sich gerüstet für den Kampf gegen Röteln, Masern und Mumps. Der September 2008 wurde zum „Monat der Impfens“ auserkoren. Mit einer groß angelegten Kampagne sollte die Bevölkerung motiviert werden, sich impfen zu lassen. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern deutschlandweit bleibt die Möglichkeit zur Vorsorge oftmals unbeachtet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Impfungen, die nicht in Asnpruch genommen werden

Nordrhein-Westfalen wirbt für Impfungen

„Daniel (12) behindert durch Masern“, prangte in großen Lettern auf dem Plakat. Das war nur eines der vier Plakatmotive, die sich das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens ausgedacht hatte, um die Bevölkerung zum einen abzuschrecken und gleichzeitig dazu zu motivieren, sich impfen zu lassen. Neben der Plakatwerbung gehören auch Aktionstage vor Ort zu den Maßnahmen der Regierung. „Uns geht es darum, die Bevölkerung noch besser zu schützen und die Durchimpfungsraten zu erhöhen“, sagte der Gesundheitsminister Nordrhein-Westfalens Karl-Josef Laumann.

Impfung gegen Masern kann vor Hirnhautentzündung schützen

Immerhin 879 Fälle Masern verzeichnet das Robert-Koch-Institut bereits in diesem Jahr. Ein Großteil davon wurde aus Bayern und Baden-Württemberg gemeldet. In den vergangenen 30 Jahren konnten Masern weitgehend eingedämmt werden. Es kommt dennoch immer wieder zu kleinräumigen Ausbrüchen. Die meisten Betroffenen überstehen die Krankheit zwar unbeschadet, dennoch gibt es Folgekrankheiten, wie beispielsweise Hirnhautentzündung, an denen Menschen sterben.

Bis 2010 sollen die Masern durch eine erhöhte Impfrate ausgerottet sein

95 Prozent Impfquote will Ulla Schmidt durch die Kampagne in Nordrhein-Westfalen erreichen. Das sagte die Bundesgesundheitsministerin beim Start der Kampagne. „Zwar sind fast 94 Prozent der Kinder und Jugendlichen einmal gegen Masern geimpft. Doch nur 74 Prozent haben die notwendige Zweitimpfung erhalten“, heißt es in dem Kindergesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts.

Bis 2010 will die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, die Masern komplett ausgerottet haben. Als Vorbild könnten die USA gelten. Ohne Impfung dürfen Kinder nicht an die Schule. Radikal, aber wirksam: In den USA kommt die Krankheit nur noch sehr selten vor.

Impfungen bewahren vor Kinderkrankheiten und eine Impfung soll vor Bluthochdruck schützen. Informationen zu diesen Themen finden Sie in den imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Interessierten durch die Gruppe „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ den Austausch.

Bildquelle: Jens Goetzke, pixelio.de

Impfung soll Blutdruck senken

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Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Etwa zwölf Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen und müssen täglich Tabletten einnehmen. Doch viele Patienten versäumen es, die Medikamente regelmäßig zu schlucken. Eine Impfung soll nun die lästige Einnahme ersetzen und dauerhaft helfen, den Bluthochdruck zu senken. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Bluthochdruck verursacht Krankheiten

Der ideale Blutdruck liegt nach Angaben der „Hochdruckliga“ bei 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck (Hypertonie oder Hypertonus) spricht man, wenn der Druck in den Arterien krankhaft auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen Wert über 90 mmHg gesteigert ist. Der systolische Wert entspricht dem während der Anspannungsphase der linken Herzkammer maximal entwickelten Druck. Der diastolische Blutdruck entspricht dem niedrigsten Druck während der Entspannungs- und Erweiterungsphase des Herzmuskels.

Auch der als noch normal bezeichnete Blutdruck zwischen 130-139/85-89 mmHg kann schon Schäden wie Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Im Alter zwischen 25 und 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerte im normalen Bereich (< 130/85 mm Hg). Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte.

80 Blurhochdruck-Patienten sollen probeweise behandelt werden

Das Präparat der Schweizer Biotechnologie-Firma Cytos mit dem kryptischen Namen „CYT006-AngQb“ wurde an der Medizinischen Hochschule Hannover, kurz MHH, und anderen deutschen Kliniken versuchsweise bereits in geringen Dosierungen gespritzt. Die Wirkung ließ allerdings nach einigen Monaten wieder nach. Nun soll der Wirkstoff in höherer Dosis bei den ausgewählten Probanden dauerhaft den Bluthochdruck senken. Dafür bekommen die Patienten zwölf Injektionen in fünf Wochen. „Wir wollen mit einer Impfung, die zweimal im Jahr durchgeführt werden muss, die tägliche Einnahme von Tabletten überflüssig machen“, sagt Wolfgang Renner von der Cytos Biotechnology AG. Vor 2012 oder 2013 werde das aber nicht gelingen, da noch umfangreiche Studien ausstünden. In ganz Deutschland sollen 80 Patienten probeweise behandelt werden. Das Mittel wird an Menschen erprobt, die bereits leichten bis mittelschweren Bluthochdruck haben – vorbeugend wird nicht geimpft. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, könnte das Mittel die Behandlung revolutionieren: Millionen Menschen bräuchten dann keine blutdrucksenkenden Tabletten mehr einzunehmen.

Blutdruck kann gesenkt werden

Der Blutdruck kann gesenkt werden, indem der Körper seine Adern weiter stellt. Für steigenden Blutdruck sorgt unter anderem ein Eiweiß namens Angiotensin II. Der neue experimentelle Impfstoff besteht aus dem Protein und daran gekoppelten Bestandteilen von Viren. Nach der Impfung mit diesem Komplex entstehen im Körper der Probanden Antikörper, die gegen Angiotensin II gerichtet sind. Es wird blockiert – und damit auch seine blutdrucksteigernde Wirkung.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Bluthochdruck

Bevor es überhaupt zum Bluthochdruck kommt, kann jeder durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen. Es wird frische, kochsalzarme und individuell zubereitete Nahrung empfohlen. Ebenso sollte man viel Obst und Gemüse zu sich nehmen. Der Alkoholkonsum sollte stark eingeschränkt und der Nikotingenuss vermieden werden. Entspannungstechniken, wie beispielsweise Autogenes Training und regelmäßiges körperliches Training können ebenfalls helfen, den Blutdruck zu regulieren.

Von der unbemerkten Schädigung der Gefäße durch Bluthochdruck berichten die imedo-Gesundheitsnews.

Kampfer hilft bei niedrigem Blutdruck. Mehr Informationen zu diesem Thema bieten die imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Menschen mit Bluthochdruck und niedrigen Blutdruck durch die Gruppe „Probleme mit dem Blutdruck“ den Austausch.

Informationen über den Blutdruck liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Joujou, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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