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Pollenallergie – wenn der Organismus überreagiert

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Jeder vierte Deutsche leidet unter den Symptomen der Pollenallergie und die Tendenz ist steigend. Geschwollene und brennende Augen, Schnupfen, Husten und Niesen machen die schönste Jahreszeit für die Betroffenen zur Qual, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Der Heuschnupfen schränkt die Geplagten in Ihrer Lebensqualität ein und kann sogar zu weiteren Allergien führen.

Der Körper wehrt harmlose Pollen ab

Bei dem Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie gegen bestimmte Pollen, also gegen den Blütenstaub einiger Pflanzen. Die kleinen Pollensporen, die sich in der Luft befinden, lösen bei den Betroffenen allergische Reaktionen aus, sobald sie mit den Schleimhäuten der Nase oder der Augen in Berührung kommen. Der Organismus reagiert mit der Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen, den Histaminen, die der Körper beim ersten Kontakt mit den eigentlich harmlosen Pflanzenpollen gebildet hat. Diese Histamine sorgen dafür, dass das Immunsystem Abwehrzellen freisetzt, die zu den Entzündungserscheinungen führen. Auslöser für Pollenallergien kann der Blütenstaub der verschiedensten Pflanzenarten sein, von Gräsern und Kräutern über Sträucher bis zu Bäumen. Da diese Pflanzen zu verschiedenen Zeiten des Jahres blühen, treten auch die entsprechenden Allergien saisonal auf.

Heuschnupfen geht häufig mit Lebensmittelallergien einher

Pollenallergien können zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Nahrungsmitteln führen. Der Allergologe spricht dann von einer Kreuzallergie. So reagieren Betroffene einer Überempfindlichkeit auf Birke oder Erle häufig auch allergisch auf Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Mandeln oder Äpfel. Diese Nahrungsmittel bestehen aus ähnlich zusammengesetzten Eiweißen wie die Pflanzenpollen und rufen deshalb die gleichen Abwehrreaktionen des Körpers hervor.

Hyposensibilisierung als Therapieform

Die beste Therapie bei Allergien ist, die auslösenden Allergene zu meiden. Das ist bei Nahrungsmitteln häufig problemlos möglich, den Pflanzenpollen jedoch kann der Allergiker kaum aus dem Weg gehen. Hat der Arzt eine Überempfindlichkeit gegenüber einem bestimmten Allergen festgestellt, kann er eine Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung durchführen. Dazu injiziert er dem Patienten regelmäßig, meist über einen Zeitraum von drei Jahren, den Allergie auslösenden Wirkstoff in kontinuierlich steigender Dosis direkt unter die Haut. An der Einstichstelle kann es zu Juckreiz, Brennen und Rötung kommen.

Warum der Klimawandel Allergien fördert, erfahren Interessierte in einem weiteren Artikel der imedo-Gesundheitsnews.

Alles Wissenswerte zum Thema Asthma lesen Betroffene in den imedo-Gesundheitsnews.

Einen passenden Arzt finden Patienten in der imedo-Arztsuche.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: fotolia.de

Heuschnupfen: Klimawandel fördert Allergien

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Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland reagiert inzwischen mit allergischem Schnupfen, ständigem Niesen und juckenden Augen auf den unsichtbaren Blütenstaub in der Luft. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Allergiker in den nächsten Jahren noch deutlich erhöht. Grund dafür ist der Klimawandel, so Medizinjournalist Sven-David Müller von www.imedo.de.

Die Menschen freuen sich nach dem langen und kalten Winter auf den Frühling. Für Millionen Pollenallergiker beginnt mit der warmen Jahreszeit jedoch eine Leidensphase. Die meisten Allergiker reagieren auf früh blühende Bäume und Sträucher wie Haselnuss, Erle oder Birke. Aber auch Gräser-, und Getreidepollen sind für viele Betroffene eine Qual. Viele Allergiker reagieren auf mehrere Pollenarten mit verschiedenen Blühzeiten, das bedeutet: durchgängige Heuschnupfen-Saison von Februar bis Oktober.

Globale Erderwärmung lässt Pollen länger fliegen
Die Mitglieder der Fachgesellschaft „European Respiratory Society“ rechnen mit Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Betroffen ist dabei nicht nur, wer bereits an Atemwegserkrankungen, also beispielsweise an Heuschnupfen (allergischer Rhinokonjunktivitis), leidet. Auch Menschen, die bisher nicht allergisch reagieren, können zukünftig betroffen sein. Denn das veränderte Klima begünstigt Pollenallergien massiv. „Die Folgen des Klimawandels sind in wenigen medizinischen Bereichen so unmittelbar und deutlich zu sehen wie in der Allergologie. Pollen-Allergiker sind stärker und länger im Jahr erkrankt als bisher“, betont der Wiesbadener Allergologe Professor Ludger Klimek vom Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. Durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur wandern fremde, stark Allergie auslösende Pflanzenarten wie Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut) in unsere Breiten ein. Außerdem beginnt die Blütezeit, auch der einheimischen Pflanzen, immer früher. Dadurch verlängert sich die Periode hoher Allergen-Belastung. Gräser-Pollen stellen dabei in Deutschland laut aktuellen Forschungsergebnissen weiterhin den häufigsten Auslöser für allergischen Schnupfen dar.

Behandlung und Hilfe bei wunder Nase und trockenen Allergikeraugen
Neben einem Allergietest beim Facharzt, der Grundlage für eine gezielte Behandlung der Überreaktion des Körpers ist, kann sich jeder Allergiker während der Pollenhochphase das Leben zusätzlich erleichtern. Ärzte raten in erster Linie dazu, sich den reizenden Partikeln so wenig wie möglich auszusetzen und Pollenschutzgitter an Fenstern und Türen der Wohnung zu befestigen. Um die Nasenschleimhäute vom Blütenstaub zu befreien, kann ein dexpanthenolhaltiges Meerwasser-Nasenspray helfen. Das Einsprühen reinigt und verringert die Pollenkonzentration in der Nase. Gegen wunde Stellen an der Nase und weitere Austrocknung hilft Augen- und Nasensalbe. Auch Bindehautreizungen, über die Pollen-Allergiker häufig klagen, können mit Salben behandelt werden. Eine einmal für die Nase benutzte Tube sollten Betroffene jedoch wegen anhaftender Bakterien nicht mehr am Auge anwenden.

Erfahren Sie mehr zu Heuschnupfen in den imedo-Gesundheitsnews:
Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker
Allergien durch Klimawandel

Mit der imedo-Arztsuche finden Sie schnell und einfach einen guten Allergologen in Ihrer Nähe.

Bildquelle: pixelio.de, Maria Lanznaster, Bayer HealthCare

Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker

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Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: Dr. Dierk Heimann erklärt woher Allergien kommen und was man gegen Pollen tun kann.

Immer wieder werde ich gefragt, warum heute so viele Menschen unter Allergien leiden und sich die Zahl der Betroffenen ständig zu vergrößern scheint.
Alles erklärende Antworten haben Mediziner darauf leider (noch) nicht – doch zumindest deutliche Hinweise, was etwa jeden dritten Deutschen zum Allergiker werden lässt.

Allergieauslöser: „Langeweile“ des Immunsystems

Einer der Gründe scheint darin zu liegen, dass diejenigen Abwehrmechanismen unseres Immunsystems, die für (Pollen)Allergien verantwortlich sind, dank einer klinisch reinen Gesellschaft (besonders in der Kindheit) schlicht unter „Langeweile“ leiden. Das alte Sprichwort gilt selbst für unseren Organismus: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Und so sind es genau diejenigen Abwehrzellen und Antikörper, die die heute selten gewordenen Wurmerkrankungen einstmals eindämmen sollten, die sich vor allem auf die frühjährlichen Pollen stürzen. Ein gelangweiltes Immunsystem, das Trugbildern hinterherjagt.

Pollen, Abgase und Ruß – ein allergiegeladenes Trio

Doch die abnehmenden Abwehraufgaben sind nur die eine Seite der Medaille – die andere ist die Kombination von Abgasen, Ruß und eben Pollen. Dieses gemeinsame Auftreten lockt das Immunsystem ganz besonders aus der Reserve und ist ein weiterer Erklärungsbaustein, warum das lästige „Hatschi“ samt tränenden Augen zunimmt.

Pollen – raus aus dem Haus!

Gegen diese äußeren Gegebenheiten kann man leider erst mal wenig tun. Deshalb sollten Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker ihre Energie darauf verwenden, so viele Pollen wie möglich aus den eigenen vier Wänden zu verbannen. Denn auch die lästigen Plagegeister folgen so etwas wie einem „eigenen Biorhythmus“. Und der ist auf dem idyllischen, wiesenreichen Land anders als in der betonverbauten Stadt. Daher, vor allem in der pollenreichen Zeit:

  • in der Stadt – morgens lüften
  • Auf dem Land – nachmittags / abends die Fenster aufreißen

In der Zwischenzeit heißt es, diejenigen Räume ungelüftet zu lassen, in denen man sich gerne und besonders häufig aufhält.

Pollen als „blinde Passagiere“

Doch es gibt leider noch eine Reihe weiterer Eintrittspforten für Pollen, die man zumindest teilweise verstellen sollte. Wer vor allem nachts zu Beschwerden neigt, atmet die kleinen Plagegeister womöglich vom Kopfkissen hinein in Nase und Bronchien. Und wie kommen die dorthin, wenn doch das Fenster zu war? Als blinde Passagiere dank Wäschetrocknen an der Luft und auf den eigenen Haaren.
Daher:

  • Wäsche in der pollenreichen Zeit unbedingt drinnen trocken lassen
  • abends vor dem Zubettgehen gründlich die Haare waschen

Die Liste der viel zitierten Tipps gegen Pollen ist lang – doch was tun, wenn das alles nicht reicht? Wenn man keinen Urlaub am Meer oder im Hochgebirge während der persönlichen „Pollenwochen“ buchen kann? Spätestens jetzt ist der Arzt gefordert – und hier hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Zum Glück.

Augentropfen und Nasensprays helfen doch gegen Allergien!

Ist die Diagnose Heuschnupfen bekannt, die Lust auf Tabletten aber gering, können „lokale“ Lösungen mit Augentropfen und Nasensprays helfen, die Antihistaminika genannt werden. Sie blockieren die Allergiekaskade, die im Körper nach dem Kontakt mit den Pollen anläuft und wirken praktisch sofort. Hier heißt es jedoch, mit Arzt oder Apotheker die richtige Kombination zu finden. Die ärztliche Beratung und Untersuchung wird von den Kassen zwar bezahlt, die frei verkäuflichen Medikamente aber heißt es, selbst zu berappen.

Die Liste der therapeutischen Optionen hat sich heute dankenswerterweise stark ausgeweitet – von der gezielten Blockade des Immunsystems mit Hilfe von kortisonverwandten Stoffen in Sprays oder Tropfen bis hin zu einer Hyposensibilisierung, also dem Unempfindlichwerden gegenüber den Pollen (ohne Spritzen(!)) reicht die Palette. Letztlich muss mit dem Arzt entschieden werden, was passt.

Warum überhaupt Allergiebehandlung und nicht einfach die Zähne zusammen beißen?

Je besser ein Heuschnupfen und dessen Symptome behandelt werden, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Allergie ausbreitet und früher oder später beispielsweise die Bronchien ebenfalls betrifft (Etagenwechsel). In diesem Sinne: Haben Sie eine schöne Frühlingszeit!

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über verschiedene Allergien. Lesen Sie auch: Glutamat kann Unverträglichkiet bewirken und Neue Impfung gegen Heuschnupfen erfolgreich.

Neue Impfung gegen Heuschnupfen erfolgreich

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Wenn im Frühling für die meisten Menschen die schönste Zeit des Jahres beginnt, beginnt für Pollenallergiker die Zeit der Tortur. Niesen, Husten, rote Augen und Juckreiz – all das war bisher nur in einer langwierigen Desensibilisierungstherapie behandelbar. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de spendet nun Hoffnung auf wesentlich schnellere Hilfe.

Schweizer Forscher haben eine neue Methode zur Behandlung von Heuschnupfen erfolgreich an Patienten getestet. Sie spritzten allergieauslösende Substanzen direkt in die Lymphknoten der Patienten und konnten so innerhalb von zwei Monaten mit nur acht Injektionen die gleichen Erfolge erzielen, wie eine konventionelle Behandlung. Bisher bestand diese klassische Hyposensibilisierung bei Überempfindlichkeit gegenüber Gräserpollen häufig aus über 50 Impfungen in einem Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse ihrer Studie erläutern die Wissenschaftler um Gabriela Senti vom Universitätsklinikum Zürich in der Fachzeitschrift „PNAS“.

Untersuchung zur Allergieimpfung

In der klinischen Untersuchung verglichen die Forscher die neu entwickelte Therapie mit der klassischen Allergieimpfung. Über 100 freiwillige Allergiker wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte davon behandelten die Mediziner mit der neuen Therapie, die andere Gruppe hingegen mit der herkömmlichen Methode zur Hyposensibilisierung. Mediziner untersuchten beide Probandengruppen regelmäßig während des Zeitraumes der Studie.

Neue Behandlung gegen Heuschnupfen: Schnellere Erfolge bei weniger Nebenwirkungen

Die Therapie der Schweizer war nicht nur in kürzerer Zeit ebenso erfolgreich wie die konventionelle Behandlung nach drei Jahren, es traten auch weniger Nebenwirkungen und Beschwerden auf. In den ersten vier Monaten der Therapien kam es bei der konventionell behandelten Gruppe zu 20 leichten bis schweren Abwehrreaktionen. In der Gruppe der nach dem neuen Verfahren Behandelten gab es jedoch nur sechs leichte Fälle von Überreaktionen.

Die Impfung selbst wird von den Patienten als weniger schmerzhaft beschrieben. Zudem führt die verkürzte Behandlungsdauer zu einer höheren Erfolgsquote. Während 22 von 54 Patienten der Hyposensibilisierungsgruppe die Therapie abgebrochen hatten, beendete kein Teilnehmer aus der Gruppe der Lymphknotenimpfungen die Behandlung. Im Frühjahr und im Sommer, während Pollenflugzeiten, mussten die Probanden der neuen Therapie signifikant weniger antiallergische Medikamente einnehmen als die Patienten der Vergleichsgruppe.

Weit verbreitete Pollenallergien

Pollenallergien sind in Industrienationen weit verbreitet. Bis zu 35 Prozent der westlichen Bevölkerung leiden unter dem allergischen Schnupfen, den Gräserpollen. Eine solche Allergie kann zu Niesanfällen, Juckreiz, starkem Schnupfen und Müdigkeit führen. Diese Symptome können die Lebensqualität von Allergikern beeinträchtigen.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Allergikern mit der Gruppe zum Thema Heuschnupfen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Eine Gesundheitskolumne der imedo-Gesundheitsnews, bietet Tipps und Tricks für Pollenallergiker.

Bildquelle: Templermeister, pixelio.de

Falsche Diagnosen bei Lebensmittelallergien

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor unsinnigen Testverfahren und nicht spezialisierten Ärzten: Allergien werden oftmals falsch oder gar nicht erkannt. Viele Menschen gehen fälschlicherweise von einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit aus, leiden aber eigentlich an anderen Dingen. Jeder dritte Erwachsene leidet nach Einschätzung von Experten an einer Allergie, nur jede zehnte werde aber richtig erkannt.

Nahrungsmittel-Allergien werden nach Einschätzung von Experten sehr häufig falsch diagnostiziert. „Es gibt eine Reihe unsinniger Testverfahren durch nicht spezialisierte Ärzte, die Patienten viel Leid und Geld kosten“, kritisierte der Präsident des seit Mittwoch in Erfurt tagenden Deutschen Allergie-Kongresses, Thomas Fuchs. Viele Menschen glaubten, allergisch auf bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe zu reagieren. Tatsächlich würden aber nur etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen und vier Prozent der Kinder an einer echten Nahrungsmittel-Unverträglichkeit leiden.

Erdnuss-Allergie besonders gefährlich

Die Suche nach den Auslösern sei schwierig und erfordere oft richtige Detektivarbeit. Bioresonanz-Tests oder Magnetismus seien dafür jedoch ungeeignet, sagte Fuchs. Er warnte vor einseitigen Diäten aufgrund von Verfahren, die für die Diagnose von Nahrungsmittel-Allergien ungeeignet seien. Zugleich dürfe die Gefahr dieser Allergien nicht unterschätzt werden. Würden die Betroffenen nicht die Allergieauslöser meiden, könne dies tödlich enden, warnte Fuchs.

Am gefährlichsten sei die Erdnuss-Allergie, sagte der Erste Vorsitzende der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, Albrecht Bufe. „Erdnuss-Allergene sind sehr aggressiv und können schnell zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen.“ Sie werden laut Bufe sowohl über die Mundschleimhäute als auch über die Atemwege aufgenommen. Besonders bei Kindern seien Erdnuss-Allergien auf dem Vormarsch. Generell würden Allergien meistens im Kindheitsalter beginnen.

Asthma und Heuschnupfen weit verbreitet

Laut Bufe leiden bis zu sieben Prozent der 5- bis 15-Jährigen in Deutschland an Neurodermitis, bis zu zwölf Prozent an Asthma und bis zu 15 Prozent hätten Heuschnupfen. Für deren fachärztliche Versorgung stünden jedoch gerade einmal 460 Kinder-und Jugendärzte mit allergologischer Weiterbildung bereit.

Bei Allergien richtet sich das Immunsystem versehentlich gegen harmlose Substanzen wie Pollen oder Staub, die es als gefährlich einschätzt. Nach Meinung von Experten leidet inzwischen bereits jeder dritte Erwachsene an einer Allergie. Am häufigsten sind dabei die Atemwegs-Allergien. Nach Schätzungen der Fachärzte wird nur etwa jeder zehnte Allergiker korrekt therapiert. In Erfurt tauschen die rund 1000 Teilnehmer des Kongresses noch bis zum Samstag neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus. Die Tagung wird zum dritten Mal gemeinsam von den drei allergologischen Fachgesellschaften organisiert.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien und geben Tipps, wie der Restaurantbesuch trotz Lebensmittelallergie Spaß machen kann.

Bildquelle: S.Hainz, pixelio.de

Akupunktur gegen Heuschnupfen

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Jucken, Schniefen, Brennen, Niesen – gut ein Fünftel der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie. Betroffene greifen alljährlich zu neuen aggressiven Präparaten, um die Allergie zu bekämpfen. Dabei hilft eine Akupunktur-Behandlung jedem zweiten Allergiker, den Heuschnupfen behutsam zu lindern. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Akupunktur bei Heuschnupfen.

Wie entsteht Heuschnupfen?

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) basiert wie alle allergischen Erkrankungen auf einer Fehlreaktion im Immunsystem. Unsere körperliche Abwehr hält dabei harmlose Stoffe wie Pollen für Feinde und behandelt sie wie gefährliche Bakterien oder Viren. Das Immunsystem bildet Antikörper, die dann versuchen, die Allergene (allergieauslösende Stoffe) zu vernichten. Gleichzeitig schütten die Schleimhautzellen den Botenstoff Histamin aus, der schließlich die akuten Heuschnupfattacken auslöst.

Viele Medikamente helfen nur kurzfristig gegen Heuschnupfen

Die Symptome von Heuschnupfen sind vielfältig: die Augen brennen, die Nase juckt und trieft, die Atemwege sind blockiert und man muss ständig niesen. Gegen viele Symptome helfen auch viele Mittel – oder etwa nicht? Antiallergische Nasensprays, Augentropfen und andere Medikamente stellen oft nur eine mäßige Hilfe dar. Sie bekämpfen nämlich ausschließlich die Symptome, nicht aber deren Ursachen. Mit Antihistaminika soll die Wirkung des Histamins, das das Brennen und Niesen verursacht, unterdrückt werden. Kortison lindert die Entzündungen der Schleimhäute. Das hilft zwar für den Moment, auf Dauer müssen Allergiker jedoch nach einer anderen Lösung suchen.

Akupunktur kann Heuschnupfen über Jahre hinweg beseitigen

Eine gute Alternative zu Antihistaminika und anderen Präparaten ist die Akupunktur. Bei jedem zweiten Pollenallergiker schlägt die Heilmethode ganz deutlich an. In der Regel verhelfen sechs bis acht Sitzungen dem Heuschnupfenpatienten zu einer spürbaren Verbesserung. Die positive Wirkung hält dann meist ein ganzes Jahr lang an und kann sogar über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben. Es empfiehlt sich, bereits in der symptomfreien Zeit mit der Behandlung anzufangen. Allerdings ist es auch möglich, in der akuten Phase hilfreich mit Akupunktur einzugreifen.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin vertreibt Heuschnupfen mit sanften Mitteln. Durch Ohren- und Körperakupunktur wird die Abwehrfunktion der Lunge gestärkt und somit dem Juckreiz der Nasenschleimhäute entgegen gewirkt. Das gelingt dem Akupunkteur, indem er den Fluss der Lebensenergie (Chi) reguliert. Er setzt dazu Nadeln an immunaktivierende Punkte des Körpers entlang der Energielaufbahnen (Meridiane). Dadurch wird der Füllezustand der oberen Atemwege ausgeglichen und die normale Funktion der Schleimhäute wiederhergestellt. Nach einer erfolgreichen Akupunktur-Behandlung kann der Patient weitestgehend auf zusätzliche Medikamente verzichten.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über eine erfolgreiche Impfung gegen Heuschnupfen.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern durch die Gruppe „Heuschnupfen“ den Austausch.

Bildquelle: gnubier, pixelio.de; Sabine Weiße, pixelio.de

Allergie-Mythen und Allergie-Wahrheiten

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Allergien sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das Wissen ist aber nur zum Teil gegeben. Die Medien schüren Ängste, verbreiten Halbweisheiten und verwirren damit die Gesellschaft. Es gibt viele Allergie-Mythen deren Wahrheitsgehalt eher gering ist. Kann man im Alter eine Allergie bekommen? Sind Allergien heilbar? Welche Rolle spielt dabei die Psyche? Informieren sie sich beispielsweise mit Hilfe des Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Kontakt zu Allergenen kann Allergien auslösen

Allergie Der direkte und unmittelbare Kontakt zum Allergen, wie zum Beispiel zum Nickel, vergrößert das Risiko zur Sensibilisierung. Eine allergische Reaktion auf Kontaktallergien ist demnach sehr wahrscheinlich. Untersuchungen zufolge kommt es auf die Menge des allergieauslösenden Reizes an. Ist der hoch, kann schon eine einmalige Berührung die Allergie auslösen. Friseurlehrlinge erhalten des öfteren am Anfang ihrer Ausbildung Allergien. Durch die hochdosierten Färbemittel kann schon beim ersten Anrühren der Farbe eine Allergie ausgelöst werden. Gelangt der allergieauslösende Stoff direkt ins Blut, zum Beispiel durch Verletzungen an den Händen, kann sehr rasch eine Allergie ausgelöst werden.

Allergie kann heilen

Die Allergieanfälligkeit wird immer bestehen bleiben, doch eine frühe Behandlung kann helfen, die Leiden zu mildern oder auch verschwinden zu lassen. Dies hängt jedoch von der Art der Allergie ab. In der Frühphase kann eine Hyposensibilisierung bei acht von zehn Pollenallergikern heilsam wirken. Es gibt verschiedene Therapien, die bei Allergikern eingesetzt werden. Aufgrund der Behandllungsmöglichkeiten, können Allergien gegen Insektengift mittlerweile zu fast 100 Prozent ausgeheilt werden. Bei einer Katzenallergie ist es möglich, die Symptome zu 62 Prozent abzuschwächen. Hier verabreicht man dem Patienten in einer milden Dosis, den Stoff gegen den er allergisch reagiert. Diese Behandlung dauert etwa zwei Jahre und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Neue Therapiemaßnahmen beziehen sich auf einen kürzeren Therapiezeitraum. Kurz bevor die Pollen ihr Unheil anrichten können, werden die Patienten fünf Mal die Woche mit Antiallergen-Spritzen versorgt. Wie sich dies auf längere Zeit auswirkt, kann noch nicht gesagt werden, hierfür bedarf es an einer Langzeitüberwachung der Maßnahme.

Allergien treten nicht nur in jungen Jahren auf

Beobachtungen zeigen, dass auch ältere Menschen erstmalig an Allergien erkranken. Die Neusensibilisierung tritt mittlerweile recht häufig in älteren Jahren auf. Allergische Reaktionen kommen vermehrt im Alter von 40 bis 50 Jahren vor. Dies wäre noch vor ein paar Jahren ein Phänomen gewesen, mittlerweile ist das der Alltag.

Eine vorhandene Allergie steigert die Wahrscheinlichkeit der Kreuzallergien

Es gibt sogenannte Kreuzallergien. DIes bedeutet, dass zum Beispiel Pollenallergiker häufiger bestimmten Lebensmitteln gegenüber sensibel reagieren. Allergiker reagieren oft auf die Substanzen, die biologisch oder chemisch eng mit dem Stoff verwandt sind, gegen den sie allergisch sind. Die Ursache hierfür ist ein individuell auftretendes Unvermögen der Antikörper.

Psyche kann Empfinden für das Leiden unter einer Allergie beeinflussen

Eine Tendenz zur Allergieanfälligkeit wird mit den Genen gegeben. Hier spielt die Psyche mehr oder weniger keine große Rolle. Einzig und allein das eigene Empfinden für das Leiden unter der Allergie kann von der Psyche beeinflusst werden. Anfälligkeit seitens der Eltern erhöht die Wahrscheinlichkeit für Kinder, allergisch zu reagieren um 40 Prozent. Vorhandene Allergien verdoppeln die Neigung, wie zum Beispiel bei Heuschnupfen.

Schmutz beugt Allergien vor

Der bekannte Spruch „Dreck macht Speck“ kommt nicht von nirgendwo. Spielt ein Kind oft draußen in der Natur, kommt es mit bestimmten Keimen immer wieder in Kontakt. Diese Keime stärken das Immunsystem. Studienergebnisse beweisen, dass Kinder, die auf dem Lande aufwachsen, seltener Allergien haben, als jene, die in der Stadt groß werden. Der Berliner Allergologe Dr. Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma-Zentrum Westend stellt fest, dass die Gründe für die unterschiedliche Entwicklung der Allergieverbreitung am westlichen, urbanen Lebensstil und den kleineren Familien liegt.

Mehr Allergien durch Umeltfaktoren

Nein, Allergien sind keine Erfindung der Neuzeit. Es gab sie schon immer. Persiens Einwohner reagierten beispielsweise häufig allergisch auf Rosenblüten, dem englischen König Richard III waren Erdbeeren ein Gräuel. Doch die Verbreitung der Allergien ist epidemieartig gewachsen. Hierzu machen Forscher die Umweltfaktoren und dem Klimawandel verantwortlich.

Der Klimawandel begünstigt Allergien. Mehr Informatonen zu diesem Thema finden Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Zudem informieren die imedo-Gesundheitsnews über Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien.

Allergie gegen Ambrosiapollen

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Die aus Nordamerika eingeschleppte Ambrosiapflanze sorgt mit ihren hochaggressiven Samen für gesundheitliche Missstände unter den Allergikern. Sie kann Betroffenen schon lange vor dem Frühling zu schaffen machen.Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich mit den Ambrosiapollen beschäftigt.

Frühblüher, wie Maiglöckchen oder Gänseblümchen, bereiten vielen Allergikern in diesen Monaten gesundheitliche Probleme. Doch eine Gefahr lauert schon im Winter – die Samen der Ambrosiapflanze, welche bereits im ausgestreuten Vogelfutter enthalten sind und den Pollenallergikern das Leben schwer machen.

Ambrosiapollen im Vogelfutter

Viele Tierfreunde haben in den Wintermonaten große Sympathien für die in Deutschland überwinternden Vogelarten. Diese werden mit verschiedenstem Vogelfutter durch den Winter gebracht. In einer im letzten Jahr durchgeführten Untersuchung fand das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ heraus, dass in 15 von 18 getesteten Sorten von Vogelfutter, die Samen der Ambrosiapflanze enthalten waren. In den USA sind die Ambrosiapollen der häufigste Auslöser für Heuschnupfen.

Die Belastung der aggressiven Ambrosiapollen nimmt zu

Mediziner haben festgestellt, dass es in Deutschland zu einer zunehmenden Belastung der höchst aggressiven Ambrosiapollen gekommen ist. Gerade einmal sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reichen aus, um eine Reaktion bei empfindlichen Personen hervor zurufen. Die Pollen können schwere allergische Asthmaanfälle auslösen.

Klimawandel sorgt für begünstigten Wachstum der Ambrosiapflanze

Die Zahl der Neuerkrankungen wird in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen. Das durch den Klimawandel bedingte mildere Klima begünstigt in unseren Breiten das Wachstum verschiedener Pflanzen. So auch das der Ambrosiapflanze. Der gesamte süddeutsche Raum, das Rhein-Main-Gebiet sowie Sachsen-Anhalt sind besonders von der Ausbreitung dieser Pflanze betroffen.

Im Zuge einer Gesundheitskolumne verraten die imedo-Gesundheitsnews Tipps und Tricks für Pollenallergiker.

Dass der Klimawandel Allergien begünstigt, wurde bereits angesprochen. Weitere informationen zum Thema liefer die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Burkhardt Preuß, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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