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Deutsches Gesundheitssystem ist effizienter geworden

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Die Gesamtausgaben des Gesundheitswesens betrugen im Jahr 2007 rund 253 Milliarden Euro: Das ist eine Steigerung der Gesundheitskosten um 3 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt betrug zur gleichen Zeit 2.423 Milliarden Euro. Damit liegt der Anteil der Ausgaben im Gesundheitswesen vom Bruttoinlandsprodukt bei 9,6 Prozent – eine Verbesserung um ein Prozent in einem Jahr. Diese und weitere interessante Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen zeigt das neue Gesundheitskostenplakat des Internet-Gesundheitsportals imedo. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass von einer Kostenexplosion keine Rede sein kann, macht Kommunikationsleiter Sven-David Müller deutlich.

Gesundheitswesen einfach aufgeschlüsselt: Das Gesundheitskostenplakat
Nach wie vor gehört Deutschland zusammen mit den USA, der Schweiz und Frankreich zu den Staaten mit den höchsten Ausgaben im Gesundheitswesen weltweit. Das komplizierte System der Gesundheitsausgaben setzt sich aus einer Vielzahl von Kostenträgern zusammen: Die Gesetzliche Krankenversicherung trägt mit 58 Prozent den mit Abstand größten Anteil. Private Haushalte und Non-Profit-Organisationen steuern zur Finanzierung der Gesundheit in Deutschland 13 Prozent und die Private Krankenversicherung 9 Prozent bei. Die weiteren Ausgabenträger, von denen Leistungen fließen, sind Pflegeversicherung, Öffentliche Haushalte, Arbeitgeber sowie Unfallversicherung und Rentenversicherung. Wohin die Geldströme in Gesamthöhe von 253 Milliarden Euro fließen, macht der Kostennavigator Gesundheitskostenplakat von imedo großformatig transparent: Sämtliche Gesundheitsleistungen wie zum Beispiel ärztliche, pflegerische und therapeutische Leistungen, aber auch Zahnersatz, medizinische Hilfsmittel und Arzneimittel sind hier übersichtlich aufgeschlüsselt. Jeder Bereich gibt detailliert Auskunft über Gesamthöhe, Veränderung zum Vorjahr sowie Kostenaufteilung in Euro und Prozent. Diese umfassende und trotzdem übersichtliche Darstellung der Kosten des Gesundheitswesens ist einmalig.

Das deutsche Gesundheitswesen verstehen
Das Zahlen- und Datenmaterial des Gesundheitskostenplakates wird durch Hintergrundinformationen, Analysen und Infokästen zum Gesundheitssystem ergänzt. Hier sind beispielsweise aktuelle Anpassungen am Gesundheitsfonds, Trends bei den Gesundheitsausgaben oder deren Anteil am Gesamtkonsum der privaten Haushalte erläutert. Somit berücksichtigt das Gesundheitskostenplakat das Informationsbedürfnis der Menschen in Deutschland, um die sich das Gesundheitswesen als Patienten, Krankenversicherte und Arbeitnehmer in medizinischen Berufen dreht. Die Bürger geben zusätzlich zu Steuern und Versicherungsbeiträgen vier Prozent ihres Einkommens für Gesundheitspflege aus.

Informationen für Ärzte, Gesundheitszentren und Krankenkassen
Wie groß der Bedarf an umfassenden und verständlichen Informationen zu den Kosten des Gesundheitssystems ist, zeigt der Erfolg des Gesundheitskostenplakates. Gesundheitszentren, Arztpraxen und Krankenkassen möchten ihre Kunden, die Mitglieder und Beitragszahler, informieren und zur aktiven Teilnahme an den Diskussionen zur Umstrukturierung und Reform des Gesundheitswesens einladen. Themen wie der Gesundheitsfond, die Kopfpauschale und Zusatzbeiträge der Gesetzlichen Krankenkassen erfordern ein gutes Grundlagenwissen sowie einen Überblick über die Kostenströme und die Verwendung der 253 Milliarden Euro, die die Menschen in Deutschland bezahlen.

Das Gesundheitskostenplakat ist online und offline erhältlich
Die Redaktion stellt allen Internetnutzern das Gesundheitskostenplakat kostenlos zur Verfügung.
Eine hochauflösende, druckbare Version des Gesundheitskostenplakates steht gegen eine Gebühr zum Download bereit.
Der Berliner Wissenschaftsverlag Dr. Köster hat das Gesundheitskostenplakat als Druckwerk im DIN A1 Format herausgebracht, das mit begleitendem Booklet und Vorwort von Dr. Ellis Huber und MdB Dr. Rudolf Henke im Buchhandel erhältlich ist (ISBN 978-3-89574-726-7).

Redaktion: Andreas Köster

Persönliche Gesundheits-Beratung ist effektiver als Präventions-Broschüren

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Obwohl die Gesamtausgaben für Prävention, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung in Deutschland 10,1 Milliarden Euro ausmachen, kommt beim einzelnen Bürger wenig davon an. Die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsschutz sind von 2007 bis 2008 überproportional um 7,9 Prozent gestiegen, was grundsätzlich zu begrüßen ist. Leider beschränken sich Ausgaben in diesem Bereich in erster Linie auf Broschüren, Hörfunk- und TV-Spots sowie Plakate und andere Druckwerke. Die persönliche Beratung, Schulung und Information durch kompetente Fachkräfte kann effektiver für die Gesundheitsförderung sein, als Broschüren und Co, berichtet das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Persönliche Beratung hat die beste Wirkung
Pauschale Massenkampagnen können zwar zeitnah auf Gesundheitsgefahren aufmerksam machen, aber den Menschen bei ihren individuellen Fragen und Risiken nicht helfen. Die Gesundheitskompetenz des Einzelnen zu stärken ist das effektivste Präventionsmittel überhaupt, erklärte der langjährige Präsident der Berliner Ärztekammer Dr. med. Ellis Huber. Inzwischen gibt es sogar das qualifizierte Berufsbild des Präventologen (www.praeventologe.de). Prävention und Gesundheitsförderung sind grundsätzlich in der Lage, Krankheiten zu vermeiden und Kosten einzusparen. In der Prävention fehlt nicht erster Linie das Geld, sondern der effektive Einsatz davon, um gesundes Verhalten bei den Menschen zu erreichen. Für den Betrag von 5,8 Milliarden Euro, der für die Gesundheitsförderung zur Verfügung steht, könnten mehr als 100.000 Präventions-Fachkräfte wie beispielsweise Bewegungstherapeuten, Diätassistenten und Ernährungsberater DGE sowie psychologische und pädagogische Fachkräfte eingestellt werden, die die Bevölkerung im Dialog beraten, schulen und informieren. Ein Präventions-Fond, in den alle Kostenträger einzahlen, könnte die Prävention und den Gesundheitsschutz revolutionieren und gleichzeitig Arbeitsplätze im Zukunftsmarkt Gesundheit schaffen.

Das lernende Gesundheitssystem
Transparenz ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem lernenden Gesundheitssystem, das den Menschen hilft und die Kosten nicht ins Unbezahlbare treibt, machte der Präsident des Berufsverbandes der Präventologen, Doktor Ellis Huber, deutlich. Erfolgt die Verteilung von Geldmitteln in dieser Höhe falsch und wird mangelhaft auf Effektivität hin überprüft, muss man von Verschwendung sprechen.

Das imedo-Gesundheitskostenplakat steht allen Internetnutzern kostenlos zur Verfügung oder kann für 12,80 Euro als Druckversion inklusive Booklet beim Verlag Dr. Köster bestellt werden.

Volksdrogen ohne Rezept: Schmerzmittelmissbrauch in Deutschland

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Menschen in Deutschland gaben 213 Millionen Euro für die Schmerzbekämpfung aus. Sieben der zehn am häufigsten gekauften Arzneimittel wirken gegen Schmerzen. Immer mehr Todesfälle und Krankheiten sind das Ergebnis der zunehmenden Selbstmedikation, warnt das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Noch nicht geklärt ist, ob es eine Korrelation zwischen abnehmendem Krankenstand und zunehmender Selbstmedikation gibt.

Erstmalig zeigt das imedo-Gesundheitskostenplakat alle aktuellen Daten zum Gesundheitswesen in Deutschland auf einen Blick und macht Fehlentwicklungen und Tendenzen transparent. imedo stellt das Gesundheitskostenplakat sowie den begleitenden Report am 16. Dezember 2009 um 11.00 Uhr in Berlin vor. Schmerztherapeut Dr. Siegfried Spernau zeigt die Risiken der Fehlversorgung mit Schmerzmitteln auf, stellt effektive Therapien vor und fordert die Politik heraus.

Kostennavigator für das Gesundheitswesen
Das Gesundheitskostenplakat ist ein umfassender und trotzdem übersichtlicher Kostennavigator für das Gesundheitswesen, der ohne Konkurrenz ist: Es zeichnet den Strom von 253 Milliarden Euro nach, räumt mit Mythen auf und zeigt Verblüffendes über die Gesundheitsausgaben und Beeindruckendes zur Gesundheitsförderung. Das Gesundheitskostenplakat ist die Antwort auf die Frage, ob nach der Finanzkrise die Gesundheitskrise droht. Dr. Ellis Huber präsentiert mit der langjährigen Erfahrung als Präsident der Berliner Ärztekammer neue Konzepte der strukturierten Gesundheitsfürsorge, die den Ärztenotstand aufhalten und die Versorgungskrise vermeiden. Medizinjournalist Sven-David Müller moderiert die Pressekonferenz und erläutert das Gesundheitskostenplakat. Im Grußwort der begleitenden Broschüre äußert sich MdB Rudolf Henke (Arzt und erster Vorsitzender des Marburger Bundes) zu Problemen und Problemlösungen im Gesundheitswesen.

Programm:
11.00 Uhr   Begrüßung und Einführung, Sven-David Müller
11.05 Uhr   Das Gesundheitskostenplakat – 253 Mrd. Euro, Sven-David Müller
11.15 Uhr   Muss der Arzt auf die Rote Liste? Dr. med. Ellis Huber
11.25 Uhr   Volksdroge Schmerzbekämpfung, Dr. med. Siegfried Spernau
11.35 Uhr   Diskussion und Ausblick
11.45 Uhr   Individuelle Gespräche, Interviews, Imbiss
Moderation: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Andreas Köster (Redaktionsleiter)

Landkarte der Geldflüsse: imedo sorgt für Transparenz im deutschen Gesundheitswesen

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erklärt die Kosten und Strukturen des deutschen Gesundheitswesens. Erstmalig wird das System des Gesundheitswesens anschaulich auf einem Plakat dargestellt und erklärt die Zusammenhänge und Abhängigkeiten.

„Intransparenz, gegenseitiges Misstrauen, Geldgier und soziale Verantwortungslosigkeit, der tägliche gruppenegoistische Kampf um das knappe Geld lähmen die Produktivität des Gesundheitssystems und das organisatorische Wachstum der Gesundheitswirtschaft. Jeder im Gesundheitswesen misstraut jedem, alle fühlen sich benachteiligt und verkannt, keiner blickt wirklich durch und alle sind immer unzufrieden und kranke Menschen wissen nicht mehr, auf  wen sie sich noch verlassen können“, erklärt Ellis Huber bei der Präsentation des Gesundheitskostenplakats.

Das Gesundheitsportal imedo zeigt mit dem Gesundheitskostenplakat die Verteilung der Ein- und Ausgaben im Gesundheitswesen und sorgt damit für nötige Transparenz. Die Gesamtkosten des Gesundheitswesens belaufen sich auf rund 245 Mrd. Euro – das entspricht 86,5 Prozent des Bundeshaushaltes und ist 2,3 mal mehr als die in Fort Nox eingelagerten Goldreserven wert sind.

Das Gesundheitskostenplakat deckt auf: knapp 79 Prozent der Menschen sind krankenversichert

Der einzelne Bundesbürger gibt rund vier Prozent seines Einkommens für die eigene Gesundheitspflege aus. Bei einem Durchschnittseinkommen von 2500 Euro brutto monatlich entspricht das 100 Euro. Die Deutschen liegen damit über dem europäischen Durchschnitt von 3,4 Prozent.

Rund 78,7 Mio. Menschen sind in Deutschland krankenversichert, rund 89 Prozent bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Etwa 8,5 Mio. Bundesbürger haben sich privat versichert. Gemessen an den Ausgaben bedeutet das, dass ein gesetzlich Versicherter rund 1991 Euro pro Jahr kostet, ein privat Versicherter im Schnitt 2650 Euro.

Gesundheitskosten

Für Präventionsmaßnahmen beanspruchen mit 9,3 Mrd. Euro etwa 3,8 Prozent des Gesamthaushaltes des Gesundheitswesens. Innerhalb der Vorsorge nimmt die Gesundheitsförderung mit rund 53 Prozent den größten Stellenwert ein. Aufklärung zu Zahnprophylaxe, Schutzimpfungen, Essstörungen und HIV stehen im Vordergrund.

Wer annimmt, dass Arzneimittel im Gesundheitswesen besonders schwer ins Gewicht fallen, der irrt. Die meisten Kosten werden durch ärztliche, pflegerische und therapeutische Leistungen verursacht. Arzneimittel stehen mit 39,6 Mrd. Euro an dritter Stelle der Gesamtausgaben.

Insgesamt steigen die Gesundheitsausgaben je Einwohner kontinuierlich an, die Qualität dagegen nimmt ab. Das belegen Statistiken, die zeigen, dass Ärzte immer älter werden und der Nachwuchs fehlt. Die Zahl der Absolventen eines humanmedizinischen Studium nimmt stetig ab.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern umfassende Informationen über das Gesundheitskostenplakat. Lesen Sie auch: Gesundheitsportal imedo und Deutsche Angestellten Krankenkasse informieren über Kosten im Gesundheitswesen und Leib und Seele sind kostspielig: Deutsche zahlen drauf.

Versorgung schwerbehinderter Menschen ist unzureichend

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Anlässlich des Tages für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2008 kritisierte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, die Versorgung für Erwachsene mit einer schweren Behinderung. Das deutsche Gesundheitssystem sei zu schlecht auf die Versorgung Behinderter ausgerichtet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die Versorgungslücken auf Kosten behinderter Menschen.

Defizite bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen sieht die Bundesärztekammer, kurz BÄK. „Erwachsene Patienten mit schwerer geistiger, körperlicher und mehrfacher Behinderung erhalten oft nicht die für sie notwendige Versorgung. Schuld daran ist auch eine Gesundheitspolitik, die mit Rabattverträgen Preisdumping betreibt und damit Qualitätsabbau billigend in Kauf nimmt“, sagte der BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember 2008.

Versorgung Behinderter bricht nach der Kindheit ab

In Deutschland leben 8,6 Millionen Menschen mit Behinderung, der größere Teil, etwa 6,7 Millionen, ist schwerbehindert. „Die medizinische Versorgung Schwerbehinderter ist oft unzulänglich. Es besteht ein erheblicher Bedarf an qualifizierter und spezialisierter, präventiver, kurativer und rehabilitationsmedizinischer Versorgung.“

Zwar sei für behinderte Kinder und Jugendliche eine flächendeckende Versorgung gewährleistet. „Wenn diese Patienten aber das Erwachsenenalter erreicht haben, bricht die Versorgung ab. Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht ausreichend auf die Versorgung schwer behinderter Erwachsener eingerichtet”, sagte Hoppe. Die BÄK sehe einen großen Bedarf an qualifizierter und spezialisierter präventiver, kurativer und rehabilitationsmedizinischer Versorgung. „Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre waren in dieser Hinsicht alles andere als bedarfsgerecht“, kritisierte der Ärztepräsident.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über das Down-Syndrom und erklären das Risiko, das Alkohol in der Schwangerschaft birgt.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

US-Wahl: geplante Gesundheitspolitik von Obama und McCain

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Die meisten erinnern sich an die Präsidenten-Wahl der Amerikaner. Eines der wichtigen Themen in dieser Wahl waren die Veränderungen am Gesundheitssystem der USA. Wie es der einzigen Supermacht der Welt wirklich geht, zeigt sich auch und gerade im Gesundheitssystem. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich mit den Plänen der beiden Kontrahenten auseinandergesetzt.

Nicht nur in Amerika, sondern weltweit fieberten Menschen der Wahl entgegen. Nach monatelangem Vorwahlkampf ging es um alles oder aichts. 57 Prozent der US-Bürger halten die Gesundheitspolitik ihres Landes persönlich für wichtiger, als den Einsatz im Irak. Dementsprechend waren die Pläne der beiden Kontrahenten Barack Obama und John McCain zur Gesundheitspolitik ein bedeutendes Thema im Kampf um die Stimmen. Zu ändern war einiges, denn das Gesundheitssystem in den USA war alles andere als modern und gerecht.

Unzureichende Krankenversicherung vieler Amerikaner

47 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert. Nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie es sich schlicht nicht leisten können. Nicht jeder Arbeitgeber bietet Krankenversicherung als Bestandteil des Arbeitsvertrages an, und er muss es auch nicht. Das gilt als freiwillige Zusatzleistung. Wer zu wenig verdient oder bedürftig ist, ist auch nicht versichert. Nur in Notfällen wird seine Behandlung vom Staat übernommen. In der Regel zahlen diese Menschen alle Behandlungskosten selbst. Erst ab dem 65. Lebensjahr besteht ein Anspruch auf staatliche Basis-Gesundheitsversorgung zum Nulltarif. Neben den extrem hochpreisigen Privaten Krankenversicherungen existieren sogenannte Health Maintenance Organisations, HMO. Sie funktionieren ähnlich, wie die deutschen gesetzlichen Krankenkassen. Die Mitglieder bezahlen einen festen Betrag und in angeschlossenen Gesundheitseinrichtungen ist ihre Behandlung dann für sie kostenlos.

Die Folge dieses Gesundheitssystem ist erschreckend. Obwohl die USA über die modernsten Behandlungsmöglichkeiten und exzellente Forschungseinrichtungen verfügen, liegt die Lebenserwartung der Amerikaner unter dem Durchschnitt der OECD-Länder. Überproportional viele US-Bürger sterben an eigentlich beherrschbaren Infektionen wie beispielsweise Lungenentzündungen.

Obamas Traum von der staatlichen Krankenversicherung

Der Demokrat Barack Obama lehnt eine Pflichtversicherung aller Bürger ab. Seine Konkurrentin aus den Reihen der Demokraten, Hillary Clinton, hatte eine solche noch gefordert. Obama möchte aber durch ein erweitertes Angebot staatlicher Krankenversicherungspläne, SCHIP, alle Kinder versichern. Außerdem sieht er eine staatliche Krankenversicherung für Diejenigen vor, die bisher aufgrund der Einkommensbemessungsgrenze keinen Zugang dazu hatten und auch durch den Arbeitgeber nicht versichert waren. Die Arbeitgeber will er dazu verpflichten, entweder eine Krankenversicherung anzubieten oder in das staatliche System einzuzahlen.

Medikamentensubventionen plant Obama hauptsächlich für Senioren. Prinzipiell will er die Preise für Medikamente senken, durch gesetzliche Regulierungen und direkte Verhandlungen mit den Herstellern beziehungsweise auch durch Importe. Weiterhin setzt der demokratische Kandidat auf Prävention. Er wünscht sich „Wellness-Programme“ am Arbeitsplatz, eine bessere Schulspeisung und verspricht teilnehmenden Medizinern finanzielle Anreize für Vorbeugungsmaßnahmen. In einem Land, in dem kaum jemand einen Ausweis besitzt und ein Einwohnermeldeamt schlicht unbekannt ist, ist auch die Speicherung von Patientendaten in einem desolaten Zustand. Obama möchte dies ändern, indem er zehn Milliarden Dollar über fünf Jahre verteilt in ein standardisiertes elektronisches Verarbeitungssystem investiert.

McCain: gegen Pflichtversicherung und Verstaatlichung des Gesundheitssystems

Naturgemäß hatte der republikanische Kandidat und Vietnam-Veteran John McCain andere Ideen zur Verbesserung des Gesundheitssystemes. Er war strikt gegen eine Pflichtversicherung und auch gegen eine Verstaatlichung des Gesundheitssystems. McCain setzte auf mehr Wettbewerb unter den Versicherungen, die sich dann nach seiner Vorstellung, nach unten regulieren und so für Patienten erschwinglicher werden. Ihm ist die Wahlfreiheit des Einzelnen beim Versicherungsschutz wichtiger, als die umfassende Versicherung aller Amerikaner. McCain sah Steuersubventionen vor, um auch Geringverdienern eine Versicherung zu ermöglichen.

In der Frage der besseren Bezahlbarkeit von Medikamenten stand McCain auf dem gleichen Standpunkt wie Obama. Bezüglich der Präventionsprogramme und der Versorgung chronisch Kranker sieht der Republikaner jedoch die Verantwortlichkeit bei den Betroffenen selbst. Er empfiehlt Eltern, ihren Kindern eine bessere Ernährung zukommen zu lassen. Weiter wünschte er sich Programme zur Verhinderung chronischer Krankheiten und will sein Volk dazu ermutigen, das Rauchen zu vermeiden. Seine genauen Pläne diesbezüglich behielt er allerdings weitestgehend für sich.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten eine eigene Rubrik für gesundheitspolitische Themen im Ausland. Informieren Sie sich.

Bildquelle: Rainer Sturm, pixelio.de

Ärzte über Versorgungsqualität: kranke Zeiten in Sicht

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Erschreckende Aussichten für den Gesundheitsstandort Deutschland. Eine Umfrage unter 800 Ärzten zur Einschätzung des deutschen Gesundheitssystems hat ergeben, dass sich die Versorgungsqualität in den kommenden Jahren verschlechtern wird und dass medizinische Fortschritte nicht immer beim Patienten ankommen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Eine Studie im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller, kurz VFA, und des NAV-Virchow-Bundes hat ergeben, dass fast drei Viertel der niedergelassenen Ärzte in Deutschland die Therapiefreiheit als nicht mehr gewährleistet sehen. Der Kostendruck aufgrund der Budgetierung von Leistungen, Ausgabenbeschränkungen und der negative Einfluss von Regressandrohungen sind einige der Gründe, die den Medizinern Anlass für diese negative Einschätzung geben.

Ärzte: Schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität

Doch das sind noch nicht alle negativen Prognosen der 802 befragten Allgemein- und Fachärzte. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass die momentan im Allgemeinen als gut eingeschätzte Versorgungsqualität in zehn Jahren nicht mehr gewährleistet sein wird. Ein Drittel der Ärzte sagt sogar eine schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität voraus.

„Wir müssen handeln“, fordert Klaus Bittmann, Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes. Er ist selbst Gynäkologe und kann viele Aussagen der Studie bestätigen. Patientenbefragungen gingen seinen Aussagen zufolge in eine ähnliche Richtung. Darin bestehe eine Gefährdung des Arzt-Patienten-Verhältnisses, „das höchste Gut, dass wir haben“, ergänzt Bittmann.

Medizinische Fortschritte haben keine Auswirkungen auf Versorgung von Patienten

Ein weiteres Defizit ist, dass innovative medizinische Fortschritte nicht beim Patienten ankommen. Am schlimmsten betroffen seien Demenzkranke und Menschen mit Depression. Am besten geht es in dieser Hinsicht Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und HIV – Allesamt Krankheiten mit einer hohen Aufmerksamkeitsquote, bedingt durch eine hohe Medienpräsenz.

Für viele Ärzte hat der Beruf an Attraktivität verloren. Die Mediziner bemängeln den hohen Verwaltungsaufwand, lange Arbeitszeiten und ihr Einkommen. Diese Gründe bewegen knapp 70 Prozent der Befragten, eine Auswanderung ins Ausland in Erwägung zu ziehen. Das sei auch ein nicht unerheblicher finanzieller Verlust für die Gesellschaft. Ein Medizinstudium kostet 250.000 Euro, diese Kosten trägt größtenteils der Steuerzahler. Jährlich wandern nach Aussagen Bittmanns rund 2500 Ärzte ins Ausland ab. Dem gegenüber stehen nur 800 Ärzte, die vom Ausland zuwandern.

Ärzte fordern Abbau von Bürokratie

Fast alle befragten Mediziner wünschen sich mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen über die Verordnungsfähigkeit innovativer Arzneimittel. Zudem fordert Bittmann, dass Ärzte von Bürokratie ferngehalten werden. Erst wenn das gegeben sei und die Therapiefreiheit nicht weiter eingeschränkt wird, gewinnt der Beruf auch wieder an Attraktivität. Ein Drittel der Ärzte würde der Umfrage zufolge ihren Beruf heute nicht mehr wählen.

Sie vermissen Transparenz im deutschen Gesundheitswesen? Die imedo-Gesundheitsnews können Abhilfe schaffen.

Bildquelle: Rolf van Melis, pixelio.de

Kalifornische Regierung geht Gesundheitseinrichtungen ans Budget

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Die kalifornische Regierung hat im Jahr 2008 ihre Zahlungen an einen Großteil privater Gesundheitseinrichtungen eingestellt beziehungsweise radikal gekürzt. Vor allem Krankenhäuser, die sich um sozial schwache und mittellose Kranke kümmern, sind betroffen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Aufgrund „ungeklärter Budgetschwierigkeiten“ hat die kalifornische Regierung zahlreichen privaten Gesundheitseinrichtungen das Geld gekürzt oder die Zahlungen an sie ganz eingestellt. Das berichtet die „Los Angeles Times“. Bisher wurden diese Einrichtungen, die sich hauptsächlich um sozial Schwache und mittellose Kranke kümmern, aus dem „Medi-Cal Programm“ finanziert. Vielen dieser Einrichtungen bleibt nun nichts weiter übrig, als Kredite aufzunehmen, um ihre Hilfe weiter garantieren zu können. Doch wegen der Immobilienkrise in den USA sind die Banken sehr zurückhaltend mit der Vergabe von Überbrückungskrediten. William Dobson, Präsident der Hilfsorganisation Watts Healthcare Corperation sagte hierzu: „Von daher kann ich heute nicht sagen, wie lange wir die 22.000 Menschen in unserem Zuständigkeitsgebiet noch versorgen können.“ „Es wird sehr eng dieses Jahr“, sagt Cheryl Loflin Wertz, die 18 Gruppenheime in Los Angeles und Orange County unterhält. „Haben wir in den zurückliegenden Jahren mit den horrenden Zinsen zu kämpfen gehabt, so kämpfen wir in diesem Jahr darum, überhaupt wieder Kredite zu bekommen.“

Gesundheitseinrichtungen sind auf Hilfe angewiesen

Vielen Einrichtungen bleibt für den Moment nur die Bitte um Hilfe bei Familie, Freunden oder gar Kredithaien. Klinikleiterin Michelle Clarke erzählte der „Los Angeles Times“, dass sie sich, um solvent zu bleiben, bei einem Geldverleiher wöchentlich 100.000 Dollar leihen muss. Dafür müsse sie allerdings auch 5000 Dollar Zinsen in der Woche zahlen. Cheryl Loflin Wertz gab an, dass sie in den letzten Tagen mehrere Angestellte entlassen und den übrigen Urlaubsverbot erteilen musste, weil sie jetzt jede helfende Hand brauche.

Mittels Notfallfonds sichern Gesundheitseinrichtungen die Grundversorgung für Arme

Um die Grundversorgung abzusichern, werden Ärzte und Apotheker, die für sozial Schwache arbeiten, weiterhin aus dem „Medi-Cal Programm“ bezahlt. Von den Budgetsparmaßnahmen sind nur Einrichtungen und Organisationen mit sechs Betten oder mehr betroffen. Es ist nicht absehbar, ob und wenn ja, ab wann die Gelder der Regierung wieder wie gewohnt angewiesen werden. Für den Fall, dass sich die Budgetkürzungen über mehrere Monate fortsetzen sollten, rechnen Experten jedoch mit drastischen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Für die kurzfristige Hilfe ist ein Notfonds bereitgestellt worden, der zumindest einigen Einrichtungen die Weiterarbeit ermöglichen soll.

imedo sorgt für Transparenz im deutschen Gesundheitssystem. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über das Gesundheitskostenplakat. Lesen Sie auch: Gesundheitsportal imedo und Deutsche Angestellten Krankenkasse informieren über Kosten im Gesundheitswesen und Leib und Seele sind kostspielig: Deutsche zahlen drauf.

Bildquelle: wrw, pixelio.de

Kassenpatienten warten länger auf den Arzttermin

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Was viele in der Bevölkerung seit langem vermuteten, bringt eine an der Universität Köln durchgeführte Studie deutlich zum Vorschein: Kassenpatienten warten erheblich länger – dreimal so lange – auf ihren Termin bei einem Facharzt, als Privatversicherte. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Die Studie, durchgeführt am Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie kann erstmals wissenschaftlich fundiert nachweisen, dass privat Krankenversicherte bei der Terminvergabe vorgezogen werden. Von Seiten der Facharztpraxen wurde dieser Trend bisher immer bestritten.

In der Studie sind Hausarztpraxen nicht berücksichtigt. Bei ihnen ist es allgemein üblich auch ohne einen vorher vereinbarten Termin im Wartezimmer Platz zu nehmen, an einer längeren Wartezeit stören sich die Patieten dabei nicht. Terminvergabe wird lediglich von Fachärzten praktiziert.

Fachärzte im Großraum Köln wurden von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Institutes, als Kassenpatient oder als Privatpatient, telefonisch kontaktiert und nach einem Termin, zu einer von fünf im Vorfeld ausgewählten Untersuchungen gebeten. Die fünf ausgewählten Untersuchungen waren eine Augenuntersuchung, ein Allergie- und Lungenfunktionstest, eine Magenspiegelung, ein Hörtest und eine Magnetresonanztomographie des Knies.

Privatversicherte bekommen einen früheren Termin

Entscheidendes Merkmal waren die Werktage zwischen der telefonischen Kontaktaufnahme und dem erhaltenen Termin. Im Ergebnis zeigen sich deutlich erkennbare Unterschiede, so bekommen Privatversicherte durchschnittlich 24,8 Tage früher einen Termin für eine Magenspiegelung als Kassenpatienten. Der geringste Unterschied ergab sich für die Terminvereinbarung eines Hörtests. Kassenpatienten werden durchschnittlich 4,6 Tage später zur Untersuchung in die Praxis gebeten als Privatversicherte.

Gesundheitssystem ruft starke Unterschiede zwischen Versicherten hervor

Nach Meinung des Institutes sind nicht die behandelnden Ärzte schuld an diesen Missständen, sondern das Gesundheitssystem. Für einen Privatpatienten erhält der Arzt im Durchschnitt etwa 20 bis 35 Prozent mehr als für einen Kassenpatienten.

In Deutschland erleben wir gerade einen historischen Moment in der Geschichte der deutschen Krankenversicherung, sagt der SPD Gesundheitsexperte und Direktor des Institutes Karl Lauterbach. „Bald haben wir amerikanische Verhältnisse.“

Die Studie macht deutlich, dass das derzeitig existierende Gesundheitssystem sich hinsichtlich des Vergütungssystems ändern muss. Die Unterschiede nach denen private und gesetzliche Kassen zahlen sind einfach viel zu groß und müssen angepasst werden. Die Lösung ist ganz einfach, gleiche Honorare für gleiche Leistung – ob Privat- oder Kassenpatient.

Glücklicherweise sind nahezu alle Patienten mit ihren Ärzten zufrieden. Informationen zu diesem Thema finden Sie ebenfalls mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: tommyS, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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