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Hautkrebs – Vermeiden, Erkennen, Behandeln

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Er gehört zu den eher unterschätzten Formen des Krebses, doch besonders der schwarze Hautkrebs kann sehr gefährlich werden. Das sogenannte maligne Melanom ist die am häufigsten tödlich endende Hautkrankheit, denn schon in frühen Stadien können sich Metastasen unbemerkt auch unter der Haut, in den Organen ausbilden. Jährlich erkranken etwa 14.000 Personen neu daran, womit die Neuerkrankungen in letzter Zeit stark gestiegen sind. Doch was kann man dagegen tun? Wichtig sind Prävention, frühe Erkennung und im Ernstfall die schnelle Behandlung. Auch das Forschen nach neuen Therapien zum Beispiel im Bereich der Zelltherapie ist ein wichtiger Beitrag um die Gefahr des Hautkrebses einzudämmen. Doch am besten lässt man es erst gar nicht so weit kommen!

Wie kann ich mich vor Hautkrebs schützen?
Das A und O der Prävention von Hautkrebs ist der Schutz vor der Sonne. Stellen Sie Bräune nicht über Ihre Gesundheit und vermeiden Sie Sonnenbrände! Tragen Sie frühzeitig, bevor Sie ihre Haut der Sonne aussetzen, eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor auf. Verbringen Sie erste Urlaubstage eher im Schatten, damit sich Ihre Haut langsam und schonend bräunen kann. Auch sollte in südlichen Ländern immer die Mittagssonne gemieden werden. Passen Sie sich lieber der örtlichen Kultur an und halten Sie eine Siesta!

Dann ist es wichtig, sich regelmäßig einem gründlichen Hautcheck durch einem Allgemeinmediziner oder Hautarzt zu unterziehen. Ab 35 Jahren ist dieser für gesetzlich Versicherte sogar alle zwei Jahre kostenlos! Besonders Menschen mit vielen oder sehr großen Muttermalen, einem hellen Hauttyp oder Hautkrebsfällen in der Familie müssen aufpassen. Man sollte auch selbst nach Veränderungen von Muttermalen Ausschau halten oder den Partner zum Beispiel am Rücken nachgucken lassen.

Daran erkennen Sie Hautkrebs
Um ein normales Muttermal von einem Melanom zu unterschieden gibt es glücklicherweise die leicht zu merkende ABCDE- Regel!

  • Asymmetrie: Normale Muttermale sind in der Regel rund, während sich Melanome asymmetrisch ausgebreiten.
  • Begrenzungen: Sind die Begrenzungen des Mals nicht scharf und regelmäßig, ist Vorsicht geboten, denn es kann sich um Hautkrebs handeln.
  • Colorit: Ein Melanom hat oftmals mehrere Farben oder ist wesentlich dunkler als andere Pigmentflecken.
  • Durchmesser: Vorsicht ist auch geboten, wenn ein Fleck größer als 5 Millimeter ist.
  • Erhabenheit/Entwicklung: Ist der Fleck schnell und etwas gewölbt, also dreidimensional gewachsen, ist es sehr wahrscheinlich kein einfaches Muttermal.

Wenn Sie also eine entsprechende Veränderung bemerken, ein Muttermal juckt oder im Laufe der Zeit dunkler wird, lassen Sie es sofort von einem Hautarzt untersuchen, nur so kann ein Melanom komplett entfernt werden!

Zelltherapie – der neue Heilungsansatz
Normalerweise wird Hautkrebs mit chirurgischem Eingriff entfernt. Doch es gibt Forschungen nach Alternativen zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden wie der so genannten Zelltherapie. In Köln am Zentrum für Molekulare Medizin haben neue Studien gezeigt, dass für eine erfolgreiche Bekämpfung des malignen Melanom nur 2 Prozent der Tumorzellen zerstört werden müssen. Die nämlich, die für den Wachstum des Tumors sorgen. Das soll folgendermaßen funktionieren: Aus dem Blut des Patienten werden bestimmte Lymphozyten entnommen, welche ein wichtiger Teil unseres adaptiven Immunsystem sind. Das heißt, diese besonderen, weißen Blutkörperchen können lernen, Fremdstoffe zu erkennen und zu bekämpfen. Im Labor werden sie dann so verändert, dass sie die wachstumsfördernden Tumorzellen erkennen. Dann vermehren sich die Lymphozyten, werden dem Patienten wieder zugeführt, sodass sie diese Zellen im Körper zerstören. Bisher wurde diese Therapie erfolgreich an von Hautkrebs betroffenen Mäusen getestet. Die Melanome schrumpften und sind auch nach Monaten nicht zurückgekehrt. Zwar wird es noch eine Weile dauern, bis vor allem klinische Verfahren für die breite Anwendung entwickelt werden, aber dann kann die Zelltherapie eine erfolgreiche Alternative zum operativen Eingriff bieten. Es bleibt also spannend und lehrreich, die medizinische Forschung zu verfolgen!

Über imedo.de
imedo – Gesundheit, meine Sache! Das Gesundheitsportal www.imedo.de ermöglicht es, sich rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Therapien zu informieren. imedo bietet eine große Gesundheitscommunity zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das Medizinlexikon und zahlreiche spezialisierte Webseiten, wie Operationauge.de oder Hilfe-bei-burnout.de, bieten Fachinformationen für Patienten und Gesundheitsinteressierten. imedo ist eine umfassende Arztsuche mit nutzerfreundlichen Filtermöglichkeiten und persönlichen Arztempfehlungen. Mit diesem breiten Serviceangebot fördert imedo, dass Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, den passenden Arzt finden und die für sie beste Gesundheitsentscheidung treffen können.

Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Du musst nicht siegen, um zu gewinnen

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„Du musst nicht siegen, um zu gewinnen. Race Across America“: Die filmische Dokumentation über ein außergewöhnliches Radrennen gefahren mit außergewöhnlicher Strategie von Dr. Michael Nehls.

Bewegung ist ein Lebenselixier. Die positiven Effekte von Ausdauersport auf Körper und Geist sind so vielseitig, dass man sich wundert, dass nicht mehr Menschen den Ruf ihres Körpers nicht hören und sich regelmäßig bewegen. Auch Dr. med. Michael Nehls hat über zu viele Jahre seine Zeit einzig der Kariere und seiner Familie „geopfert“, um dann im Alter von knapp 40 Jahren festzustellen, dass er im Begriff war, eine gefährliche Grenze zu überschreiten: Übergewicht, schlechte Blutwerte, Stress, Herzrhythmusstörungen. Es musste sich etwas ändern.
Er und seine Frau kauften sich Rennräder. Nach einem ersten Fahrradurlaub zu zweit quer durch die Pyrenäen schlug die Begeisterung auch auf ihre drei Kinder über. Den darauffolgenden Sommer ging es zu fünft quer über die Alpen, die Jüngste mit dem Vater auf einem Tandem. Für Dr. Nehls wurde das Radfahren zum willkommenen Ausgleich zur stressreichen Arbeit als Vorstandsvorsitzender eines Münchner Biotech-Unternehmens, die Zeit auf dem Fahrrad zur Erholung und zur Meditation. Fast alle wissenschaftlichen Erfindungen und strategischen Ideen fielen ihm in Bewegung ein, also beim Wandern oder Radfahren, nur selten am Schreibtisch, sagt Dr. Nehls rückblickend.

Acht Jahre später, 2010, begleitete ihn die ganze Familie wieder. Diesmal jedoch als Betreuer beim Race Across America (kurz RAAM), dem härtesten Ausdauerwettkampf der Welt. Es galt, über 4800 Kilometer von der Westküste der USA zur Ostküste zu bewältigen – in weniger als 12 Tagen. Die Uhr tickt immer, denn mit nur einer Etappe ist es das längste Einzelzeitfahren weltweit – hundertmal länger als ein Zeitfahren bei einer Tour de France. Ein Extremausdauerrennen als Familienausflug. Seine Frau Sabine kümmerte sich um das zwölfköpfige Begleitteam, Sohn Sebastian um die Filmkamera, Tochter Nadja interviewte das Team und die anderen Rennfahrer, Tochter Sarah betreute ihren Vater als ausgebildete Physiotherapeutin.
Dr. Nehls fuhr das Rennen jedoch völlig anders, als die anderen 30 Teilnehmer, die sich kaum Pausen gönnten. Manche schliefen nur acht Stunden auf der gesamten Strecke, weniger als eine Stunde am Tag. Ein Wahnsinn, kommentiert Dr. Nehls, denn die akuten gesundheitlichen Konsequenzen sind oft dramatisch.

Er selbst wandte beim RAAM seine Methusalem-Strategie an und verändert damit den Charakter des Rennens. Bei der Methusalem-Strategie geht es darum, dass man es mit weisen Entscheidungen schafft, bis ins hohe Alter topfit zu bleiben. Auf das RAAM übertragen bedeutet dies, so Nehls, sich so zu verhalten, dass man auch nach 4800 Kilometern noch so fit ist wie am Anfang des Rennens. Dass dies tatsächlich gelingen kann, zeigt eindrucksvoll die filmische Dokumentation „Du musst nicht siegen, um zu gewinnen. Race Across America“. Einer Metapher fürs Leben gleich, kontrastiert sie Menschen, wie sie Herausforderungen mit unterschiedlichen Strategien zu bewältigen suchen, wie sie ihr Ziel erreichen – aber auch, welche Vorgehensweisen sie scheitern lassen.

Motivation pur für jeden, der sich neuen Herausforderungen stellen will und dabei neue Wege gehen möchte. Ein Film sicher nicht nur für Radsportler.

Die DVD „Du musst nicht siegen, um zu gewinnen. Race Across America“ ist überall im Buchhandel und übers Internet erhältlich. € 19,90, 100 Minuten, ISBN: ISBN 978-3981404807, Verlag Mental Enterprises, Trailer und mehr Informationen unter: www.michael-nehls.de

Über den Autor: PD. Dr. Michael Nehls ist Arzt, Molekulargenetiker, Autor und Filmproduzent, Leistungssportler und veröffentlicht in den Gesundheitsnews monatlich seine Kolumnen. Nach seiner wissenschaftlichen Ausbildung an verschiedenen Forschungseinrichtungen in den USA und Deutschland wurde Dr. Nehls leitender Wissenschaftler einer texanischen Biotechnologie-Firma. Von 2000 bis 2007 war er Vorstandsvorsitzender eines Münchner Biopharmazeutischen Unternehmens. Er publizierte zahlreiche Forschungsarbeiten und Patente. 2001 begann er wieder Sport zu treiben und sieben Jahre später meisterte er mit seiner außergewöhnlichen Methusalem-Strategie zum ersten Mal das Race Across America. Dr. Nehls hält Vorträge über Strategie und Gesundheit. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Freiburg im Breisgau.

Low Carb, Low Fat oder Glyx – Wie finde ich eine Diät, die zu mir passt?

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Ein neues Jahr beginnt, gute Vorsätze werden gemacht und in den Auslagen der Buchhandlungen liegen stapelweise die Diätratgeber. Für viele ist jetzt der Zeitpunkt, anzufangen, an der Sommerfigur zu arbeiten. Also heißt es mit der Diät beginnen und abnehmen. Doch die Frage bleibt, welche ist jetzt die richtige Diät? Welche Diäten funktionieren eigentlich wirklich?

Viel wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen: Welche Diät passt eigentlich zu mir? Manche Diätwilligen wollen zum Beispiel immer gesund kochen und viel Sport treiben. Da aber die meisten eigentlich gar keine Zeit und Muße dafür haben, sind Enttäuschung und Frust vorprogrammiert. Andere geben schnell auf, weil sie es mit der erstbesten Methode versuchen, wie die wahrscheinlich die bekannteste Form der Diät: FdH – „Friss die Hälfte“. Allerdings braucht es dafür eine unwahrscheinlich große Disziplin. Denn diese Art abzunehmen ist besonders schwer, da bei ausbleibender Sättigung bestimmte chemische Prozesse im Gehirn das Hungergefühl verstärken. Und obwohl Diät umgangssprachlich mit der Reduktionsdiät gleichgesetzt wird, bedeutet das Wort eigentlich eher „richtige Lebensweise“. Das heißt, es muss auch anders gehen!
Aber wie findet man nun einen Weg zum richtigen Gewicht? Folgende Fragen sollen Ihnen helfen, um Ihre persönlich passende Diät zu finden!

Wie viel will ich abnehmen?
Sollen nur ein paar Pfunde abgenommen werden, die durch die zeitweise überhöhte Energiezufuhr über die Feiertage auf die Hüften gekommen sind? Oder wollen Sie Ihren Body-Mass-Index deutlich reduzieren? Bei 59% der Deutschen liegt Übergewicht vor, also je nach Alter ein BMI über 25-30, wobei eine Diät sicherlich sinnvoll ist. Liegt der Body-Mass-Index darunter, reicht meistens ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung für ein besseres Körpergefühl.
Generell gilt: Schnelles abnehmen ist meistens eher unwahrscheinlich oder sogar kontraproduktiv, durch den viel erwähnten Jo-Jo-Effekt. Das heißt, man braucht eine Diät, die längerfristig passt und auf die man Lust hat. Die Vorstellung, seine Essgewohnheiten gemäß der Diät konsequent umzustellen, sollte nicht abschrecken. Daher ist die nächste Frage besonders wichtig:

Welche Diät schmeckt mir?
Viele Diäten basieren darauf, bestimmte Lebensmittel oder Inhaltsstoffe konsequent wegzulassen. Könnten Sie also eher auf Brot und Nudeln verzichten oder auf Fleisch und Käse? Oder wollen Sie lieber von allem etwas essen, nur nicht so viel oder getrennt voneinander?
Für Pastaliebhaber gibt es zum Beispiel die Low-Fat-Diät, bei der nur Lebensmittel mit weniger als 30% Fett gegessen werden. Das heißt man darf essen, wenn man hungrig ist, soll dann aber aufhören, sobald man satt ist.
Dass Gegenstück dazu sind die Low-Carb-Diäten. Hier wird auf Kohlenhydrate verzichtet. Man isst also eher Milchprodukte, Fleisch, Wurst und Eier, sowie Obst und Gemüse mit wenig Fruchtzucker.

Was passt zu meinen Gewohnheiten?
Esse ich eher mehrere kleine Mahlzeiten am Tag oder nur drei Große? Je nachdem sollte auch der Diätplan aussehen. Es hilft schließlich nicht, wenn man sich zwingt, nur dreimal täglich zu essen und zwischendurch starken Hunger bekommt, der dann nur zu Fressattacken führt. Auch sollte man sich überlegen, ob man lieber auf bestimmte Prozent- oder Kalorienzahlen achten möchte, also auch konsequent auf ein Punktesystem wie bei zum Beispiel bei Weight Watchers. Oder kommt man besser mit festen Regeln, was und wann man isst, zurecht? Für die Leute eignen sich Diäten, bei denen es eher auf die Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Speisen, als auf die Mengen ankommt, wie zum Beispiel die Glyx-Diät.

Wie viel Zeit habe ich?
Wenn die Zeit und Freude dafür da ist, ist es natürlich von Vorteil, selber zu kochen. Die Brigitte-Diät zum Beispiel setzt auf fettarme Mischkost bis zu einem bestimmten Kaloriensatz am Tag. Also mit frischen, möglichst naturbelassenen Lebensmitteln und eher fettarmem Fleisch, Käse und Soßen. Dazu gibt sie viele Rezeptvorschläge und vorgefertigte Tages- und Wochenpläne. Dies kann, vor allem wenn man dazu für viel Bewegung sorgt, sehr gut funktionieren.
Sie haben nicht so viel Zeit? Vielleicht ist dann eine Rohkostdiät das richtige für Sie. Das spart die Kochzeit und das Punkte zählen, sollte allerdings nicht zu lange gemacht werden.

Woraufhin sollte ich eine Diät immer überprüfen?
Das Schweizer Fernsehen hat eine Liste veröffentlicht, auf welche Aspekte hin man eine Diät überprüfen kann. Bestimmte Dinge können einen nämlich recht schnell auf Unseriosität und falsche Versprechungen hinweisen. So zum Beispiel, wenn eine Diät das Abnehmen ohne Änderung der Essgewohnheit verspricht. Oder wenn in ihr eine sehr einseitige Lebensmittelauswahl vorgeschlagen wird, wie bei vielen Crashdiäten. Auch wenn scheinbar wissenschaftliche oder klingende Fantasienamen vorgeschoben werden, mit unglaublichen Zahlen und Vorher-Nachher-Bildern geworben wird oder feste Vertragsbindungen eingegangen werden müssen, ist Vorsicht geboten. Des Weiteren sollte das Geben einer Erfolgsgarantie mit Ausbleiben des Jo-Jo-effekts stutzig machen, da es die allgemeingültige, perfekte Diät nicht gibt und es letztlich doch auf die Disziplin des Einzelnen ankommt.

Am Ende bleibt zu sagen: Überlegen Sie immer, was das Beste für Ihren Alltag und Ihre Eigenschaften ist. Ob Sie die Diät glücklich macht und Sie sich wohlfühlen! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Die Methusalem-Strategie oder wie man dem Alzheimer davonläuft

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PD. Dr. med. Michael Nehls leitete über viele Jahre ein Biotechnologie-Unternehmen, um neue Medikamente gegen Krankheiten zu entwickeln, die sich als Zivilisationskrankheiten zur Geisel der modernen Welt entwickelt haben: Arteriosklerose, Alzheimer, Diabetes und zahlreiche weitere.
In seinem neuen Buch „Die Methusalem-Strategie“ erklärt der Arzt und Molekulargenetiker gut verständlich, dass alle diese Krankheiten kulturbedingte Probleme darstellen, die man völlig ohne Medikamente lösen könnte. Es geht ihm jedoch nicht darum, nur zu erklären, dass mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung oder sich einfach mehr Zeit für Freunde oder sich selbst zu nehmen, entscheidende Faktoren sind. Darüber gibt es schon so viele Bücher. Deshalb kam der Autor zu dem Schluss, dass man sich vielmehr die Frage stellen muss, weshalb das vorhandene Wissen in unserer Gesellschaft so wenig bewirkt.

Der erste Teil des Buches geht dieser Frage nach und Dr. Nehls kommt dabei zu verblüffenden Einsichten, die den Weg für jeden Leser ebnen, sich selbst auf Entdeckungsreise zu begeben, um aus diesem Wissen Weisheit für sich selbst zu erlangen. Im zweiten Teil seines Buches zeigt er wissenschaftlich fundiert anhand einer selbst erstellten Methusalem-Formel auf, welche alternativen Optionen wir haben, auch mit 100 Jahren noch so fit zu sein, wie heute ein durchschnittlicher 60-Jähriger.

Eine kleine Auswahl von Thesen und Inhalten aus der „Methusalem-Strategie“ sei hier aufgeführt: Dr. Nehls zeigt, dass wir Menschen ständig älter werden und unsere Lebenserwartung fast kontinuierlich steigt, dass aber, laut internationalen Studien, jedes zusätzlich gewonnene Lebensjahr mit einer chronischen Abhängigkeit von medikamentösen und anderen Therapien erkauft ist. Das sei aber völlig unnötig. So verdeutlicht er anhand wissenschaftlicher Studien, wie wir Menschen um Jahrzehnte älter werden könnten, ohne auf Medikamente oder andere Therapien angewiesen zu sein – und das allein mit heute schon vorhandenem Wissen.

Eine erklärende Metapher steckt in der Beantwortung der Frage: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Im Buch liefert er eine Lösung des Rätsels und erklärt, dass unsere kulturelle Entwicklung unsere genetische beendete und dass wir deshalb immer weniger an unsere Umwelt angepasst sind. Ferner beschreibt er eine alternative Theorie des Lebens und weshalb wir die Schuldfrage an dieser fatalen Entwicklung völlig falsch beantworten und deshalb auch an den falschen Lösungsversuchen arbeiten, nämlich diese Volkskrankheiten als Normalität zu akzeptieren und im Wesentlichen nur therapeutische Lösungen zu suchen.

So zeigt er am Beispiel einer experimentellen „Evolution im Zeitraffer“ – ein wissenschaftlicher Versuch, den er mit entwickelte und leitete -, dass es zwar theoretisch möglich ist, dass Menschen genetisch entstehen können, die besser an unsere kulturellen Erfordernisse adaptiert sind (im Buch bezeichnet als Homo hamburgensis), also dass es Menschen geben könnte, die trotz Bewegungsmangel und fettreicher Ernährung schlank bleiben und resistent gegen die Folgen dieser Fehlentwicklung sind, dass dies aber praktisch keine Bedeutung hat.
So erläutert er auch anhand eines Fadenwurms, weshalb die Pharmaindustrie nie Medikamente ohne Nebenwirkungen wird herstellen können, und weshalb wir daher andere Wege gehen müssen, um Volkskrankheiten wie beispielsweise den Morbus Alzheimer (und alle anderen) zu verhindern. In seinem neuen Buch geht Dr. Nehls diesen Weg und zeigt anhand seiner Methusalem-Formel, basierend auf wissenschaftlichen Studien aus dem Bereich der Paläomedizin, der modernen Genetik oder der Okinawa-Studie – in Okinawa ist die Wahrscheinlichkeit, über 100 Jahre alt zu werden, etwa 35-mal größer als bei uns, und das meist bei voller Gesundheit! -, wie beispielsweise so genannte Alzheimer-Mäuse ihrer Krankheit buchstäblich davonlaufen und was wir selbst tun können, um die Volkskrankheit der Zukunft zu verhindern.

Laut Dr. Nehls kann ein Massensterben, wie es derzeit stattfindet – Menschen sterben Jahrzehnte zu früh und meist nach langen Jahren nebenwirkungsreicher Therapien -, verhindert werden. Einige überraschende und provokante Gedanken offenbaren sich, wenn man sein revolutionäres Buch liest. So erklärt der Autor, man solle sich nie am vermeintlich Erfolgreichen orientieren, denn dieser könnte vielleicht nur eine glückliche Variante aus einer Masse sich falsch Verhaltender sein: Wie der Raucher, der 100 Jahre alt wird, oder der Lotto-Gewinner, der die Massen dazu einlädt, ihr Geld zu verspielen.

Dazu gehört ein weiterer Grundsatz seines Denkens: Werde zum Philosoph deines Lebens und stelle Traditionen, Ideologien und die scheinbare Normalität in Frage. Es müsste weder normal sein, dass wir mit etwa fünfzig-prozentiger Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkranken, noch dürften wir Jahrzehnte zu früh durch die kulturellen Zwänge einem Herzkreislaufversagen oder Krebs erliegen.
Sein Buch richtet sich an jeden Menschen, insbesondere an jene, die ihre Chance erhöhen wollen, gesund einige Jahrzehnte älter zu werden, als es ihnen das Statistische Bundesamt prognostiziert.

Die Methusalem-Strategie ist überall im Buchhandel und übers Internet erhältlich. € 19,90, 176 Seiten mit Illustrationen, ISBN: ISBN 978-3981404838, Verlag Mental Enterprises
Mehr Informationen unter: www.methusalem-strategie.de

Burnout-Watcher – Raus aus der Opferrolle!

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Burnout ist in aller Munde. Es häufen sich Artikel, Bücher und Dokumentationen darüber. Da es jedoch für Betroffene des Syndroms, über das Sie in unserem Gesundheitsnewsbeitrag “Burnout – Auch die Seele kann ausbrennen” mehr erfahren, immer noch wenige Anlaufstellen gibt und die Diagnose schwierig ist, ist diese Entwicklung durchaus positiv. Denn durch gut erklärte, grundlegende Informationen kann man sich die Einschätzung der eigenen Situation erheblich leichter machen! Ein Beispiel für diese Informationsquellen ist das im Walhalla-Verlag neu erscheinende Buch „Burnout-Watcher“ von Matthias H.W.Braun, welches wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Burn-Out geht heutzutage alle an!
Das Syndrom wird in diesem Buch als Prozess gesehen, als Spirale, in der heutzutage sehr viele Menschen stecken und sei es noch ganz am Anfang. Die Diagnose Burnout wird daher zwar immer öfter gestellt, ist aber meistens sehr unscharf, da sie alle Stadien des Prozesses umfassen kann. Dadurch kann den Betroffenen meist nicht gezielt weitergeholfen werden. Oft wird geraten sich eine Auszeit zu nehmen oder „einfach mal kürzer zu treten“. Egal ob vielleicht kleinere, konkrete Maßnahmen reichen würden oder im anderen Extrem sogar professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten nötig ist.

Diese Ablehnung der Verallgemeinerung ist eine herausragende Qualität des „Burnout-Watchers“! Das Buch ist nämlich, nach einer kurzen Erklärung der Burnout-Phasen und dem dazugehörigen Test zur eigenen Einordnung, in verschiedene Abschnitte gegliedert, die sich an unterschiedlich stark Betroffene wenden. Das heißt, der Leser findet selbst heraus, ob er Sofortmaßnahmen, Prävention oder Immunisierung braucht und kann dann gleich zu dem dazugehörigen Abschnitt springen. Im letzten Teil des Buches werden zusätzlich viele wissenschaftliche Informationen gegeben, so zum Beispiel die biologische und psychische Erklärung von Stress oder der Wirkung von Entspannung.

Mit allen Sinnen und Medien
Durch dieses breite Angebot findet man schnell etwas für sich, sei es eine Entspannungstechnik oder das Arbeiten mit seinen inneren Glaubenssätzen, Bedürfnissen und Werten. Neben den zahlreichen Denk- und Handlungsanstößen aus dem Text verweist das Buch auf viele weitergehende, intermediale Angebote. So liegen zum Beispiel zwei Audio-Cds für so genannte „Body Scans“ und Mentalreisen bei, die zum Beispiel der Entspannung dienen, aber auch als Programmierung von positiven Glaubenssätzen genutzt werden. Außerdem bekommt der Leser einen Code für eine einjährige, kostenlose Mitgliedschaft auf www.burnout-watchers.de, wo es unter anderem Audiotracks oder Online-Coaching und sogar die passenden Apps geben wird. Dadurch kann sich jeder seine „Arbeit“ selbst mit den präferierten Medien gestalten.

Die Entscheidung steht zuerst
Eine wichtige Botschaft des Buches besteht darin, dass jeder sich selbst aus der viel verbreiteten Opferrolle befreien kann und muss. Man kann sich also in den meisten Stadien sehr gut selbst helfen und der „Burnout-Spirale“ entkommen, aber nur, wenn man sich wirklich klar dafür entscheidet. Dafür gibt der Autor viele gute Hilfen, so zum Beispiel einen Vertrag zwischen ihm und dem Leser am Anfang des Buches. Auch das konsequente Verweisen beispielsweise auf den hohen Beitrag der inneren Auslöser für Stress machen immer wieder deutlich, dass man keinesfalls machtlos ist im Kampf mit der Life-Work-Balance.

Der Arbeits- und Zeitaufwand in manchen Teilen des Buches ist natürlich gerade für überarbeitete Menschen erst einmal abschreckend, aber er wird immer gerechtfertigt und die Ziele der verschiedenen Aufgaben erklärt. Ob man mit den gestellten Aufgaben und auch mit den Audiotracks zurechtkommt ist wahrscheinlich geschmacks- und typsache.

Abschließend kann man sagen: Das Buch ist so gut, wie der Leser es umsetzt. Da inzwischen die Meisten begriffen haben sollten, dass man sich selbst gegen Burnout zu schützen vermag und sollte, kann es einen beträchtlichen Beitrag zu höherer Lebensqualität und besserer Selbstreflexion und –achtung beitragen!

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, dann besuchen Sie doch unser Burnout-Spezial-Portal: hilfe-bei-burnout.de/

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Kennen Sie unser Spezialportal hilfe-bei-burnout.de? Burnout überwinden mit hilfe-bei-burnout.de

Bandscheibenvorwölbung und -vorfall müssen nicht immer operiert werden

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Rückenschmerzen, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall – laut Angaben der Aktion Gesunder Rücken, AGR e.V. leiden 3 von 4 Deutschen mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen – im schlimmsten Fall unter Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall. Warum diese Diagnose nicht in jedem Fall eine Wirbelsäulen-Operation nach sich ziehen muss, welche Behandlungsalternativen es gibt und wie man sonst dem Bandscheibenvorfall entgegenwirken kann, dazu schreibt diese Woche unser Gesundheitskolumnist, Heilpraktiker und Schmerztherapeut Horst Boss.

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befinden sich insgesamt 23 Bandscheiben. Deren Aufgabe ist es, Stöße abzufedern. Bandscheiben bestehen zum einen aus einem äußeren, faserigen Knorpelring (Anulus fibrosus) und zum anderen aus einem gallertartigen Kern (Nucleus pulposus), innen. Die Kerne enthalten Wasser und dienen so als Puffer. Durch den Druck des Körpergewichts verlieren sie tagsüber an Flüssigkeit. Dadurch wird der Mensch bis zu 3 cm kleiner. Nachts, im Liegen, saugen sich die Kerne dann wieder voll. Man wird wieder größer. Durch den Druckwechsel werden die Bandscheiben gleichzeitig mit Nährstoffen versorgt.

Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion) und Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)
Bei der Vorwölbung drückt der Gallertkern von innen nach außen auf den Knorpelring, ohne dass dieser beschädigt wird. Dabei bildet sich eine Art Beule, die auf die Nerven drücken kann. So entstehen manchmal starke Schmerzen und evtl. sogar Lähmungen. Beim Bandscheibenvorfall reißt der faserige Knorpelring ein. Dies ist das Ergebnis einer oft langjährigen Vorschädigung. Gallertmasse tritt aus und kann so auf die Nerven drücken, was dann zu Schmerzen führen kann.

Beurteilt man Röntgenbilder, dann gibt es drei Möglichkeiten:

  1.   Entweder man sieht den Bandscheibenvorfall, aber der Patient hat gar keine Schmerzen und weiß auch nichts davon. Das kommt sogar häufig vor.
  2.   Es ist kein Bandscheibenvorfall ersichtlich, jedoch klagt der Patient über enorme Schmerzen.
  3.   Man sieht den Bandscheibenvorfall und die Aufnahme passt auch zum Schmerzbild.


So entstehen die meisten Schmerzen
Auf die allgemein bekannten Möglichkeiten, dem Schmerz zu Leibe zu rücken, wird an dieser Stelle verzichtet. Häufig zieht sich so mancher Leidensweg dadurch arg in die Länge. Und am Schluss kennt man dann fast jeden Therapeuten (Therapeuten-Hopping). Doch die Schmerzen sind immer noch da.
Fakt ist, dass Schmerzen bei Bandscheiben-Geschehen, im Lendenwirbel-Bereich, manchmal in Rücken und Beine ausstrahlen. Im Extremfall sogar bis in die Füße. Diese Schmerzen gilt es so schnell als möglich einzudämmen, oder evtl. sogar ganz zu nehmen.
Durch langfristige Fehlhaltung, einseitige Bewegungsmuster, kleinere oder größere Unfälle, falsches Training usw. können sich Muskeln verkürzen – oft einseitig. Zum einen werden ganze Muskelgruppen länger nicht mehr richtig gedehnt, ziehen sich bei ruckartigen Bewegungen völlig zusammen und machen, aus welchen Gründen auch immer, nur unzureichend wieder auf. Sie bleiben verkürzt. In minderschweren Fällen berichten Patienten davon, dass sie sich deftig verzogen haben. Das ist eine äußerst schmerzhafte Erfahrung.
Durch die Verkürzung der Muskeln sind die Muskelfaserstränge völlig überfordert und überlastet. In den dauerkontrahierten Muskeln kommt es somit erstens zu Nervenblockaden und zweitens zu Behinderungen in den dort verlaufenden Gefäßen. Durch den kräftigen Zug werden die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern, z. B. im Lebendwirbel-Bereich, zusätzlich gequetscht und die Wirbel ggf. leicht verdreht. Die Schmerzspirale nimmt ihren Lauf. Mitverantwortlich für dieses Desaster ist u. a. der Musculus iliopsoas, der einerseits im Bereich 12. Brustwirbel bis 5. Lendenwirbel und andererseits am kleinen Rollhügel (Trochanter minor) des Oberschenkelknochens (Femur) ansetzt. Dieser starke Muskel (Beuger) ist u. a. dafür verantwortlich, dass wir uns nach vorne beugen können.

Viele Bandscheibenvorwölbungen und –vorfälle müssen nicht operiert werden

Die manuelle Schmerzpunkt-Pressur setzt in solchen Fällen an bestimmten Muskel-/Sehnenübergängen an. In diesem Gebiet befinden sich sogenannte Golgi-Sehnenorgane. Dieses Nervengeflecht dient der Regelung der Muskelspannung und leitet an das Zentralnervensystem ständig Informationen über den Spannungszustand der jeweiligen Muskeln weiter. Mit manueller Druckerzeugung gelingt es in den allermeisten Fällen, dass, vereinfacht gesagt, dass die Muskeln dadurch wieder aufmachen, länger werden und völlig entspannen. Die Bandscheiben werden entlastet und können, wie die Wirbelkörper, wieder in ihre Ursprungslage zurückkehren. Der Schmerz lässt oft schon während der ersten Behandlung nach, bzw. verschwindet unter Umständen nach ein paar Folgebehandlungen ganz.
Damit der Zustand möglichst anhält
Um den schmerzreduzierten/-freien Zustand aufrecht zu erhalten ist es aber wichtig, dass man, parallel zur Schmerzbehandlung, ganz spezielle Übungen erlernt, die möglichst zweimal täglich, je 10 Minuten lang, zuhause gemacht werden. Nur so ist es letztendlich möglich, dass sich ein solches Dilemma nicht wiederholt.

Bleiben Sie gesund
Ihr
Horst Boss
Heilpraktiker/Schmerztherapeut – Praxis für Naturheilverfahren
boss health-column

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„Positiv zusammen leben – Aber sicher!“

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Das ist das Motto des Weltaidstags. Die Kampagne des Gesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sowie der Deutschen Aids Hilfe und Stiftung gibt es seit 1988, als der Welt-Aids-Tag erstmals von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufen wurde.
Sie soll für mehr Aufklärung und Verständnis sorgen, für Solidarität und Toleranz. Viele fragen sich jedoch:

Ist Aufklärung noch nötig?
Das Wissen um dieses Thema scheint schon sehr verbreitet. Aber es gibt, wie eine selbst betroffene Botschafterin der Kampagne berichtet, noch viele Lücken: Es herrschen weiterhin diffuse Übertragungs- und Ansteckungsängste durch unzureichende Information! Auf der anderen Seite hat Aids durch die guten Behandlungsmöglichkeiten bei Vielen seinen Schrecken verloren, was zur Nachlässigkeit bei der Verhütung führt. Also ja: das Thema HIV und Aids sollte weiterhin angesprochen werden und die Fragen um Übertragung, Behandlung und die Krankheit an sich beantwortet werden.

HIV oder Aids?
Der Begriff Aids ist die Abkürzung des englischen Wortes für „erworbenes Immundefektsyndrom“ und umschließt eine bestimmte Gruppe von Symptomen einer Infektion. Diese Infektion erfolgt durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und schwächt das Immunsystem. Kurz nach der Aufnahme dieses Erregers beginnt die erste akute Phase der HIV- Infektion. In diesen vier bis sechs Wochen kann sich zum Beispiel – aber nicht zwangsläufig – die Infektion durch Fieber, Gewichtsverlust und Kraftlosigkeit, sowie Kopfschmerzen und Ausschlag ausdrücken. Danach folgt eine sehr lange, meist neun bis elf Jahre dauernde, Inkubationszeit, die ohne jegliche Symptome von Statten geht. Wer HIV-infiziert ist, ist also noch nicht gleich Aids-krank!
Nun kann es zum Aids Related Complex – kurz ACR-Phase- kommen, bei der die Symptome der akuten Phase dauerhaft auftreten.
Schließlich kann es zum Ausbruch einer „aids-definierende Erkrankung“ kommen. Dies sind verschiedenste opportunistische, also sich die Schwäche des Immunsystems zu Nutze machende, Infektionen und Tumore. Sie sind für HIV-Positive lebensbedrohlich, weil der Organismus nicht mehr wehren kann.

Übertragung und Verbreitung
Das Virus wird durch Blut und Körperflüssigkeiten, wie Sperma, Muttermilch, Cerebrospinalflüssigkeit, oder Vaginalsekret und zumeist über frische Wunden an Schleimhäuten übertragen. So eben bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Drogenkonsum mit kontaminierten Nadeln und Kanüle. Nach einem solchen Vorfall kann jedoch innerhalb von 2 Stunden durch eine postexpositionelle Prophylaxe einer Infektion entgegen gewirkt werden.
Tränen, Schweiß, Speichel und Urin reichen jedoch nicht für eine Ansteckung! Die Übertragung von einer Mutter auf Kind beträgt etwa 10 – 30 %. Bei Wissen um die Krankheit sinkt das Risiko jedoch durch Medikamente und Kaiserschnitt auf nur 2%. Insgesamt hat die Krankheit nach Schätzungen weltweit bereits 25 Millionen Tote gefordert und weitere 34 Millionen leiden noch unter der Krankheit. Glücklicherweise verringert sich die Zahl der Neuinfektionen seit 1996 durch vermehrte Aufklärung stetig. In Deutschland allerdings ist sie in letzten Jahren wieder gestiegen, durch die schon erwähnte Nachlässigkeit der Verhütung, zum Beispiel in der Schwulenszene.

Leben mit HIV/Aids
Die 73.000 Menschen HIV-infizierten in Deutschland profitieren von der guten Therapier- und Behandelbarkeit. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber ein relativ geregeltes Leben ist durch die Vielzahl an erfolgreichen Medikamenten gut möglich. Eine frühe und konsequente Einnahme selbiger führt sogar zu einer nahezu normalen Lebenserwartung, geht allerdings teilweise mit beträchtlichen Nebenwirkungen einher. Viel belastender ist neben den körperlichen Auswirkungen meist vor allem die Angst vor Ausschluss und Stigmatisierung besonders bei jungen Leuten.

Was kann ich tun?
Die meisten sind ja nicht direkt selbst betroffen, trotzdem ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn das ist der Schlüssel im Kampf gegen Diskriminierung HIV-Positiver und gleichzeitig das Fundament für nachhaltige Prävention! Es gibt viele Möglichkeiten sich gegen die Krankheit zu engagieren: Man kann „Schleife zeigen“ bei facebook (zum Beispiel durch diese Seite: www.welt-aids-tag.de) oder natürlich Spenden und ehrenamtliche Aktionen unterstützen. Wenn Sie Zeit spenden möchten, können Sie beispielsweise am Sonntag, den 3.12.2011 die Aktion „Rote Schleifen für Berlin“ unterstützen. Dabei können Sie einen Tag vorher in der Berliner Aidshilfe Spendendosen und Schleifen bekommen. Am Sonntag können Sie diese dann in einem selbstgewählten Gebiet verteilen und Spenden sammeln.
Auf der Webseite des Welt-Aids-Tages e. V. können Sie Kontaktdaten und weitere Informationen finden! Einige HIV-Betroffene wie zum Beispiel Zübeyde erzählen, wie sie ihr Leben als Freund, Partner, Mutter oder Vater, usw. meistern. Neben all dem ist es das Wichtigste, dass wir Betroffenen in unserem Umfeld mit Respekt und Offenheit begegnen und sie nicht ausgrenzen. Und natürlich, dass sich jeder einzelne selbst vor der Krankheit schützt!

Über imedo.de
imedo – Gesundheit, meine Sache! Das Gesundheitsportal www.imedo.de ermöglicht es, sich rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Therapien zu informieren. imedo bietet eine große Gesundheitscommunity zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das Medizinlexikon und zahlreiche spezialisierte Webseiten, wie Operationauge.de oder Hilfe-bei-burnout.de, bieten Fachinformationen für Patienten und Gesundheitsinteressierten. imedo ist eine umfassende Arztsuche mit nutzerfreundlichen Filtermöglichkeiten und persönlichen Arztempfehlungen. Mit diesem breiten Serviceangebot fördert imedo, dass Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, den passenden Arzt finden und die für sie beste Gesundheitsentscheidung treffen können.

Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Die Rote Schleife

Die roten Schleifen kann man sich übrigens auf der welt-aids-tag.de-Webseite runterladen.

Burnout-Syndrom: Auch die Seele kann ausbrennen

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Lange Zeit haben viele Leute Burnout als Modeerscheinung abgetan, aber das Syndrom ist mehr als nur Erschöpfung! Die vielen Betroffenen und die hohe mediale Präsenz in letzter Zeit zeigen es.

Inzwischen leiden sogar viele junge Leute darunter, denn im verschulten Bachelor- Studium herrscht oftmals hoher Druck. Im Beruf wächst der Leistungs- und Zeitdruck meist noch mehr und viele haben das Gefühl, alles gehe immer schneller. Dies und der Zwang immer erreichbar sein scheint die Menschen krank zu machen. Dazu kommt noch das Vorurteil, dass Leute die Stress haben, besonders wichtig sind. Da man das Gefühl hat, es habe ja heutzutage jeder Stress und durch kollektiven Stress teilweise sogar ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, ist eine individuelle frühzeitige Erkennung sehr schwer.

Das Burnout-Syndrom als Prozess

Es gibt noch keine eindeutige Festlegung über die Symptome eines Burnouts, weshalb es auch noch keine ärztliche Diagnose des Syndroms als Krankheit gibt. Sicher ist jedoch, dass es als Prozess verläuft, den man in sechs Phasen aufteilen kann:

  • Es beginnt meistens mit Überengagement. Man möchte viel schaffen und macht immer mehr Projekte. Man will Erfolge sehen und ist hoch motiviert. Wenn der Erfolg ausbleibt beginnt jedoch mit der Frustration die Teufelsspirale, auch wenn zu diesem Zeitpunkt das Syndrom fast nie erkannt wird.
  • Aus der Frustration, Erschöpfung und hohe Belastung folgt ein reduziertes Engagement. Die Betroffenen sind desillusioniert, der Idealismus schwindet oftmals verbunden mit einem emotionalen Abstumpfen. Das Gefühl der Ausbeutung bringt oder steigert den Widerwillen gegen die Arbeit.
  • Die emotionale Reaktion ist vor allem das suchen des Betroffenen nach Schuldigen für die Situation. Findet er diesen in sich selbst, führt dies zu Depressionen, also gefühlte Hilflosigkeit, Ohnmacht und Pessimismus. Sowie Nervosität und Angst. Beschuldigt er jedoch andere äußert sich dies in Aggression, also Gereiztheit und Ungeduld anderen Gegenüber und Zorn.
  • Damit baut die Person immer mehr ab: Die Leistungsfähigkeit schwindet, man macht Flüchtigkeitsfehler, wird vergesslich, unkreativ und unmotiviert. Innerlich haben die Personen oftmals schon gekündigt, verrichten nur noch Dienst nach Vorschrift und lehnen Veränderungen ab.
  • Darauf folgen die emotionale Verflachung und der Rückzug. Man wird vollkommen gleichgültig, teilweise entstehen sogar Langeweile und soziale Isolation. Am Ende des Syndroms steht die Verzweiflung. Das Gefühl der Ohnmacht führt zu totaler Hoffnungslosigkeit, das Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens oftmals bis zu Suizidgedanken.

Ursachen und Erklärungsansätze für das Burnout-Syndrom

  • Der persönlichkeitsorientierte Ansatz stellt innere Ursachen in den Vordergrund. Hier gelten übertriebener Perfektionismus, also meist unrealistische Zielsetzungen und ein Zweifel an kommunikative Fähigkeiten als bedeutende Faktoren.
  • Im Gegensatz steht der strukturzentrierte Erklärungsansatz, der sich auf die arbeitsbedingten Ursachen konzentriert, so zum Beispiel mangelnde Anerkennung und Mitspracherechte, Überlastung und zu geringer Lohn.

Es wird immer noch in verschiedene Richtungen geforscht und für beide Ansätze Belege und Lösungsansätze gesucht. Oft ist auch ein Zusammenspiel persönlichkeitsorientierter und strukturzentrierter Ursachen denkbar.

Burnoutvorsorge:

Im Bewusstsein, dass heutzutage fast jeder im Laufe seines Lebens in Burnout-Gefahr kommen kann, macht zum Glück eine Vermeidung dessen wesentlich einfacher. Der Feind vor Augen ist eben ungefährlicher, als die Gefahr im Rücken.

Diese Erkenntnis, kann uns helfen, unsere innere Haltung zu Stress zu verändern. Denn oft kann man an den strukturellen Gegebenheiten nicht umgestalten, aber wir können versuchen die persönlichkeitsorientierten Ursachen zu verringern.

Zum Beispiel kann es helfen, das Life-Balance-Modell zu achten. Dies besagt, dass es im Leben eines Menschen sieben Bereiche gibt, die ausgeglichen sein sollten: Persönlichkeitsentwicklung, Arbeit, Beziehungen, Finanzen, Gesundheit/Sport, Freizeit, Sinn.

Wenn man nun, ob bewusst oder unbewusst, seine Priorität auf die Arbeit gesetzt hat, bringt man sein Leben schnell aus der Balance. Denn Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung werden oft zugunsten von Arbeit und Finanzen zurück gestellt. Aber gerade die Vernachlässigung dieser Bereiche, also unter anderem gute Ernährung und Entspannung, führt schnell zu Burnout!

Da heißt es in den anderen Sparten die „Kunst des Weglassens“ zu erlernen, sprich das Nein-Sagen oder das Eingehen von Kompromissen. Natürlich ist das nicht immer leicht um zu setzen, aber es gibt zahlreiche Strategien, die helfen können, wie zum Beispiel Erfolgs- und Zufriedenheitslisten als Ergänzung zu den allseits bekannten To-do-Listen und natürlich Zeitmanagement, also das einbauen von Pufferzeit und Pausen, sowie Selbstreflektionsstrategien

Dazu präsentieren wir Ihnen Ende des Monats das Buch “Burnout-Watcher“, in dem solche Strategien vorgestellt werden.

Sie wollen wissen, ob Sie sich verstärkt der Vermeidung widmen sollten? In unserem Infocenter Burnout  können Sie es mit dem Burnout-Test herausfinden . Wenn Sie selbst gefährdet sind, jemanden kennen, der es ist oder einfach weitere Informationen suchen, sprechen Sie mit einem Arzt oder informieren Sie sich in unserem Burnout-Infocenter!

Wir wünschen eine hoffentlich stressfreie Vor-Vorweihnachtszeit!

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

Kennen Sie unser Spezialportal hilfe-bei-burnout.de? Burnout überwinden mit hilfe-bei-burnout.de

Märchen der explodierenden Krankenkassen-Verwaltungskosten

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Kein anderer Kostenfaktor des Gesundheitswesens prägte die Debatte über das deutsche Gesundheitssystem seit Jahrzehnten wie die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Die Verwaltungskosten aller Krankenkassen machen aber gerade einmal 5,2 Prozent der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen aus, wie das Gesundheitskostenplakat von imedo zeigt, stellt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de klar. Dennoch erwecken Experten und Medien immer wieder den Anschein, eine Reduzierung der Verwaltungskosten der  Krankenkassen könne die finanziellen Löcher im Gesundheitssystem stopfen. Wie jedoch Einsparungen bei den 13,2 Milliarden Euro Verwaltungskosten die Gesamtausgaben von 253 Milliarden Euro deutlich senken sollen, ist unklar.

Verwaltungsapparat bei privaten Krankenkassen ist teuer

Viele Kritiker der gesetzlichen Krankenversicherungen sprechen sich für eine Privatisierung der Gesundheitsversorgung aus und bevorzugen ein Modell mit ausschließlich privaten Krankenversicherungen (PKV).  Dabei lassen sich die PKV im prozentualen Vergleich zu den GKV ihren Verwaltungsapparat deutlich mehr kosten. Während die privaten Krankenversicherungen 15 Prozent ihrer Einnahmen in die Verwaltung steckten, betrug der Anteil bei den gesetzlichen Krankenversicherungen gerade einmal 6 Prozent.

Verwaltungskosten der Krankenkassen „explodieren“ nicht

Die Behauptung der „explodierenden“ Verwaltungskosten entspricht nicht der Realität, wie die Zahlen des imedo-Gesundheitskostenplakates zeigen. Im Jahr 2007 sind diese um gerade einmal 0,7 Prozent angestiegen. Die Gesamtausgaben für das deutsche Gesundheitswesen stiegen hingegen um 3 Prozent und auch die Inflationsrate lag beträchtlich höher. Von einer Explosion, wie viele Medien behaupten, kann also gar keine Rede sein, betont Müller. Einsparungen bei der Verwaltung sind sicher möglich und notwendig, stellen jedoch keinen großen Wurf dar, um die Gesamtkosten signifikant zu senken.

Weitere Artikel über die Kosten im deutschen Gesundheitswesen bieten die Gesundheitsnews.

Mehr Informationen zum imedo-Gesundheitskostenplakat im Internet unter http://www.gesundheitskostenplakat.de.

Oder gleich in den Buchhandel und das imedo-Gesundheitskostenplakat mit Begleitbroschüre unter der ISBN 978-3-89574-726-7 bestellen.

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: imedo GmbH

Die Bedeutung des Internets bei Fragen zur Gesundheit

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Immer mehr Menschen informieren sich im Internet über Gesundheitsthemen. Nach dem Arzt ist das Internet für viele Deutsche der wichtigste Ratgeber bei Sorgen um die eigene Gesundheit. Wenn Patienten online nach einem Arzt suchen, möchten sie vor allem Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten und über Spezialgebiete des Arztes erhalten. Das sind Ergebnisse einer Studie zur Nutzung von Internetangeboten zum Thema Gesundheit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Das Internet spielt eine immer größere Rolle bei der Beschaffung von Informationen aller Art. Zwei Drittel der Deutschen sind nach einer Studie von ARD und ZDF im Internet – die Tendenz ist in den letzten Jahren steigend (siehe Abbildung 1). Auch in Gesundheitsfragen wird das Onlinemedium immer wichtiger: eine Studie der e-Health Trends aus dem Jahr 2008 zeigte, dass sich 30 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen online zum Thema Gesundheit informieren. 42 Prozent betrachten das Internet sogar als das wichtigste Erstinformationsmedium in Gesundheitsfragen und 51 Prozent der Deutschen gaben an, sie suchten ihren Arzt bereits online. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Zahlen bis heute noch erhöht haben und zukünftig weiter wachsen werden. Aber welche Rolle spielt das Internet nun tatsächlich bei der Suche nach dem richtigen Arzt? Und was verspricht sich der Patient von der Internetpräsenz eines Arztes oder einer Klinik?


Abbildung 1: Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland von 2000 bis 2008
Quelle: ARD/ZDF Online-Studie 2008

Diesen Fragen ist eine Studie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der imedo GmbH und der Ecorium GmbH nachgegangen. Dazu wurden am 24. April sowie am 3. Juni 2009 im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK) des Universitätsklinikums schriftliche Umfragen mit Patienten durchgeführt. Im ersten Durchgang wurden 425 Antworten ausgewertet, im zweiten waren es 501 Antworten. Um beide Umfragen vergleichbar zu machen, wurden die Ergebnisse der ersten Umfrage auf die Grundgesamtheit der zweiten Befragung (n=501) hochgerechnet. Bei den meisten Fragen waren Mehrfachantworten möglich. In beiden Umfragen waren mehr als die Hälfte der Teilnehmer (60 Prozent) unter 50 Jahre alt und etwas mehr als die Hälfte (52 beziehungsweise 57 Prozent) waren weiblich.

Online-Suche nach medizinischen Einrichtungen

Auf die Frage, wie die Teilnehmer auf die Einrichtung des ZMK aufmerksam geworden seien, antworteten in beiden Versuchsreihen die meisten Patienten (42 Prozent beziehungsweise 47 Prozent), sie hätten von ihrem  behandelnden Arzt davon erfahren. Während Tipps von Freunden und Bekannten bei der ersten Umfrage mit 26 Prozent klar vor dem Internet mit 18 Prozent auf Platz zwei rangieren, liegt in der Befragung vom 3. Juni die Internetrecherche mit 28 Prozent vor dem guten Rat von Freunden (25 Prozent). Dies entspricht einer Steigerung von etwa 60 Prozent bei der Internetrecherche (siehe Abbildung 2). Die Online-Suche nach dem passenden medizinischen Angebot spielt offensichtlich eine immer größere Rolle.


Abbildung 2: Wie sind Sie auf unsere Einrichtung aufmerksam geworden?

Das Internet als wichtige Quelle bei Gesundheitsfragen

Auch für die Frage, wie und vor allem wo sich die Befragten zum Thema Gesundheit informieren, ist das Internet eine wichtige Größe. Hier nennen 212 beziehungsweise 222 von 501 Personen zuerst den Arzt. Auf Platz zwei und drei landen nahezu gleichauf die Medien Zeitung und Radio sowie das Fernsehen. Immerhin 149 Personen in der ersten und 152 Personen in der zweiten Umfrage nutzen das Internet, um sich zum Thema Gesundheit zu informieren. Das ist ein Drittel aller Umfrageteilnehmer.
Noch deutlicher wird die zunehmende Relevanz des Internets als Informationsquelle für Gesundheitsthemen bei der Auswertung der Antworten auf die Frage „Wohin wenden Sie sich als erstes, wenn Sie sich Sorgen um Ihre Gesundheit machen?“. Dass von mehr als 80 Prozent der Probanden der Arzt an erster Stelle genannt wird, dürfte nicht überraschen. Dass aber als zweitwichtigste Quelle das Internet gilt, ist beachtlich. 199 beziehungsweise 212 Mal wurde das Internet hier genannt. Das entspricht 39 und 42 Prozent. Auf Freunde, Bücher oder gar die Apotheke wird deutlich weniger zurückgegriffen (siehe Abbildung 3).


Abbildung 3: Wohin wenden Sie sich als erstes, wenn Sie sich Sorgen um Ihre Gesunheit machen?

Die meisten Befragten gaben an, dass sie ganz allgemein mindestens wöchentlich Onlineangebote nutzen (34 Prozent in der ersten Umfrage und 37 Prozent in der zweiten), ein Viertel surft sogar täglich im Web (23 Prozent und 27 Prozent). Das Internet ist mittlerweile ein wichtiges Medium zur schnellen Informationsbeschaffung.
Bei der Frage, wie oft sich die Teilnehmer der Befragung im Internet zum Thema Gesundheit informieren, zeigt sich eine Tendenz zur regelmäßigen und häufigeren Nutzung: während bei der ersten Umfrage nur 28 Personen angaben, sie würden sich wöchentlich online zum Thema Gesundheit informieren, waren es bei der zweiten Befragung schon 50 Teilnehmer. Monatlich nutzten nach der ersten Befragung 133 Personen, nach der zweiten Umfrage 161 Personen diese Möglichkeit. Die Zahl derer, die weniger als einmal im Monat nach Gesundheitsinformationen im Internet suchen, sank derweil von 200 auf 185.

Patienten wollen Informationen zu ihrem Arzt

Am wichtigsten ist den Patienten bei einer guten Arztsuche im Web, dass sie Informationen über dessen Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Das gaben 241 beziehungsweise 275 Gesundheitsinteressierte an (48 Prozent beziehungsweise 55 Prozent). Gewünscht sind weiterhin Informationen über Spezialgebiete der Ärzte (41 beziehungsweise 43 Prozent), Angaben über freie Termine und Sprechstunden (30 beziehungsweise 27 Prozent) und eine Arztbewertung durch andere Patienten (27 beziehungsweise 25 Prozent; siehe auch Abbildung 4).


Abbildung 4: Was wünschen Sie sich am meisten von einer guten Arztsuche im Internet?

Wenn Patienten im Internet nach einem Arzt suchen, dann vor allem in Form von spezifischen Berufsbezeichnungen oder anhand des Namens der Erkrankung. Diese Kategorien wurden von 33 Prozent beziehungsweise 30 Prozent angegeben. Nach dem Namen des Arztes wird jedoch wenig gesucht. Mit dieser Methode kommen laut Umfrage nur 3 bis 5 Prozent zum gewünschten Ergebnis. Vor diesem Hintergrund ist zweifelhaft, ob allein eine Praxis-Homepage dem Arzt zu größerer Bekanntheit verhilft.

Auf die Frage „Wie gut gefallen Ihnen die Online-Seiten unserer Einrichtung (ZMK)?“ antwortete  im April etwa die Hälfte der Patienten, sie würden die Internetpräsenz des ZMK gar nicht kennen. Im Juni waren es immerhin noch 43 Prozent. Die auf Gesundheitsportalen eingebundene Online-Arztsuche kann den Interessierten helfen, die Homepage eines Arztes schnell und einfach zu finden.

Eine Arztsuche und Bewertung von Ärzten erleichtern die Arztwahl

Eine Online-Bewertung von Medizinern, wie es einige Online-Arztsuchen bieten, würde die Arztwahl vieler Patienten beeinflussen. So gaben 208 beziehungsweise 206 befragte Personen (41 Prozent) an, Bewertungen würden die Wahl des Arztes ein wenig beeinflussen, 173 oder 170 Personen (34 Prozent) gaben sogar an, dass dies ihre Entscheidung deutlich beeinflussen würde. Lediglich 70 Personen sagten im ersten Befragungsdurchgang, dies würde gar nichts an ihrer Arztwahl ändern, im zweiten Durchgang waren es nur noch 54 Befragte. Die Zahl derer, die einschätzten, dass die Arztbewertung ihre Entscheidung sehr stark beeinflussen würde, stieg bei der zweiten Umfrage auf 54 gegenüber 39 Teilnehmern der ersten Befragung. Die Studie zeigt, dass es für Mediziner im niedergelassenen Bereich sowie für poliklinische Einrichtungen und medizinische Versorgungszentren (MVZ) wirtschaftlich sinnvoll ist, sich in einer Online-Arztsuche darzustellen.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass das Web eine zunehmend wichtige Informationsquelle ist und auch im Gesundheitssektor eine immer bedeutendere Rolle spielt. Bei Sorgen um die eigene Gesundheit greifen deutlich mehr der befragten Personen auf Informationen aus dem Internet zurück als auf Ratschläge von Freunden und Bekannten oder von Apothekern. Die Online-Recherche nimmt einen immer höheren Stellenwert bei der Suche nach Ärzten ein. Um 60 Prozent steigerte sich die Suche im „World Wide Wartezimmer“ von der ersten Umfrage zur zweiten, die nur wenige Wochen später durchgeführt wurde. Vor allem möchten die Patienten im Internet Informationen über Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich außerdem eine Online-Bewertung von Ärzten. Das würde vielen Menschen die Arztwahl erleichtern. In Zeiten, da 42 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen das Internet als wichtigstes Erstinformationsmedium in Gesundheitsfragen betrachten und bereits 51 Prozent ihren Arzt online suchen, muss über Verbesserungen der Online-Angebote nachgedacht werden. Idealerweise wird die Praxis-Homepage durch umfassende Profile in einer Online-Arztsuche erweitert, um dem Informationsbedarf von Patienten nachzukommen und das Online-Praxismarketing auszubauen. Denn Ärzte sind meist keine Computer-Spezialisten.

Autoren: Marcel Kresin und Sven-David Müller; Karl-Liebknecht-Straße 5, 10178 Berlin

Quellen:
- Studie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der imedo GmbH und Ecorium GmbH
- Lausen, B. / Potapov, S. / Prokosch, H.-U. (2008): Gesundheitsbezogene Internetnutzung in Deutschland 2007. Abgerufen am 22.12.2009 unter http://www.univis.uni-erlangen.de/formbot/dsc_3Danew_2Fpub_view_26pubs_3D2008_3Atech_2FIMMD_2Finfome_2Fgesund_26dir_3Dtech_2FIMMD_2Finfome_26ref_3Dpub_26years_3Dall
- Gerhards, M. / Mende, A. (2008): Ein Drittel der Deutschen bleibt weiter offline. Abgerufen am 22.12.2009 unter http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/Gerhards.pdf
- Baumann, E. (2006): Auf der Suche nach der Zielgruppe – Das Informationsverhalten hinsichtlich Gesundheit und Krankheit als Grundlage erfolgreicher Gesundheitskommunikation. In: Böcken, J./ Braun,B./ – Amhof, R./ Schnee, M. (Hrsg.): Gesundheitsmonitor 2006. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 117-153.
- Quelle Abbildung 1: ARD/ZDF Online-Studie 2008
- Quelle Abbildungen 2-4: Studie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH

Das imedo-Praxis-Onlinemarketing unterstützt Ärzte bei der Optimierung Ihrer Präsenz im Internet und bietet so die Möglichkeit einer hervorragenden Außendarstellung der Praxis.

In der imedo-Arztsuche mit mehr als 78.000 Arzt-Empfehlungen findet jeder den richtigen Arzt.

Mit dem imedo-Partnerprogramm können sich Interessierte bares Geld verdienen.

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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