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Die Methusalem-Strategie oder wie man dem Alzheimer davonläuft

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PD. Dr. med. Michael Nehls leitete über viele Jahre ein Biotechnologie-Unternehmen, um neue Medikamente gegen Krankheiten zu entwickeln, die sich als Zivilisationskrankheiten zur Geisel der modernen Welt entwickelt haben: Arteriosklerose, Alzheimer, Diabetes und zahlreiche weitere.
In seinem neuen Buch „Die Methusalem-Strategie“ erklärt der Arzt und Molekulargenetiker gut verständlich, dass alle diese Krankheiten kulturbedingte Probleme darstellen, die man völlig ohne Medikamente lösen könnte. Es geht ihm jedoch nicht darum, nur zu erklären, dass mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung oder sich einfach mehr Zeit für Freunde oder sich selbst zu nehmen, entscheidende Faktoren sind. Darüber gibt es schon so viele Bücher. Deshalb kam der Autor zu dem Schluss, dass man sich vielmehr die Frage stellen muss, weshalb das vorhandene Wissen in unserer Gesellschaft so wenig bewirkt.

Der erste Teil des Buches geht dieser Frage nach und Dr. Nehls kommt dabei zu verblüffenden Einsichten, die den Weg für jeden Leser ebnen, sich selbst auf Entdeckungsreise zu begeben, um aus diesem Wissen Weisheit für sich selbst zu erlangen. Im zweiten Teil seines Buches zeigt er wissenschaftlich fundiert anhand einer selbst erstellten Methusalem-Formel auf, welche alternativen Optionen wir haben, auch mit 100 Jahren noch so fit zu sein, wie heute ein durchschnittlicher 60-Jähriger.

Eine kleine Auswahl von Thesen und Inhalten aus der „Methusalem-Strategie“ sei hier aufgeführt: Dr. Nehls zeigt, dass wir Menschen ständig älter werden und unsere Lebenserwartung fast kontinuierlich steigt, dass aber, laut internationalen Studien, jedes zusätzlich gewonnene Lebensjahr mit einer chronischen Abhängigkeit von medikamentösen und anderen Therapien erkauft ist. Das sei aber völlig unnötig. So verdeutlicht er anhand wissenschaftlicher Studien, wie wir Menschen um Jahrzehnte älter werden könnten, ohne auf Medikamente oder andere Therapien angewiesen zu sein – und das allein mit heute schon vorhandenem Wissen.

Eine erklärende Metapher steckt in der Beantwortung der Frage: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Im Buch liefert er eine Lösung des Rätsels und erklärt, dass unsere kulturelle Entwicklung unsere genetische beendete und dass wir deshalb immer weniger an unsere Umwelt angepasst sind. Ferner beschreibt er eine alternative Theorie des Lebens und weshalb wir die Schuldfrage an dieser fatalen Entwicklung völlig falsch beantworten und deshalb auch an den falschen Lösungsversuchen arbeiten, nämlich diese Volkskrankheiten als Normalität zu akzeptieren und im Wesentlichen nur therapeutische Lösungen zu suchen.

So zeigt er am Beispiel einer experimentellen „Evolution im Zeitraffer“ – ein wissenschaftlicher Versuch, den er mit entwickelte und leitete -, dass es zwar theoretisch möglich ist, dass Menschen genetisch entstehen können, die besser an unsere kulturellen Erfordernisse adaptiert sind (im Buch bezeichnet als Homo hamburgensis), also dass es Menschen geben könnte, die trotz Bewegungsmangel und fettreicher Ernährung schlank bleiben und resistent gegen die Folgen dieser Fehlentwicklung sind, dass dies aber praktisch keine Bedeutung hat.
So erläutert er auch anhand eines Fadenwurms, weshalb die Pharmaindustrie nie Medikamente ohne Nebenwirkungen wird herstellen können, und weshalb wir daher andere Wege gehen müssen, um Volkskrankheiten wie beispielsweise den Morbus Alzheimer (und alle anderen) zu verhindern. In seinem neuen Buch geht Dr. Nehls diesen Weg und zeigt anhand seiner Methusalem-Formel, basierend auf wissenschaftlichen Studien aus dem Bereich der Paläomedizin, der modernen Genetik oder der Okinawa-Studie – in Okinawa ist die Wahrscheinlichkeit, über 100 Jahre alt zu werden, etwa 35-mal größer als bei uns, und das meist bei voller Gesundheit! -, wie beispielsweise so genannte Alzheimer-Mäuse ihrer Krankheit buchstäblich davonlaufen und was wir selbst tun können, um die Volkskrankheit der Zukunft zu verhindern.

Laut Dr. Nehls kann ein Massensterben, wie es derzeit stattfindet – Menschen sterben Jahrzehnte zu früh und meist nach langen Jahren nebenwirkungsreicher Therapien -, verhindert werden. Einige überraschende und provokante Gedanken offenbaren sich, wenn man sein revolutionäres Buch liest. So erklärt der Autor, man solle sich nie am vermeintlich Erfolgreichen orientieren, denn dieser könnte vielleicht nur eine glückliche Variante aus einer Masse sich falsch Verhaltender sein: Wie der Raucher, der 100 Jahre alt wird, oder der Lotto-Gewinner, der die Massen dazu einlädt, ihr Geld zu verspielen.

Dazu gehört ein weiterer Grundsatz seines Denkens: Werde zum Philosoph deines Lebens und stelle Traditionen, Ideologien und die scheinbare Normalität in Frage. Es müsste weder normal sein, dass wir mit etwa fünfzig-prozentiger Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkranken, noch dürften wir Jahrzehnte zu früh durch die kulturellen Zwänge einem Herzkreislaufversagen oder Krebs erliegen.
Sein Buch richtet sich an jeden Menschen, insbesondere an jene, die ihre Chance erhöhen wollen, gesund einige Jahrzehnte älter zu werden, als es ihnen das Statistische Bundesamt prognostiziert.

Die Methusalem-Strategie ist überall im Buchhandel und übers Internet erhältlich. € 19,90, 176 Seiten mit Illustrationen, ISBN: ISBN 978-3981404838, Verlag Mental Enterprises
Mehr Informationen unter: www.methusalem-strategie.de

Stress mental steuern und kontrollieren

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche schreibt Stressmanagement-Trainerin und Ärztin Dr. Sabine Schonert-Hirz* aus Brühl in den imedo-Gesundheitsnews über unkontrollierten und kontrollierten Stress und darüber, wie Stress zu steuern ist.

Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie, in der das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Organ der Wissensbildung- und Verarbeitung beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Um in dieser Wissensgesellschaft erfolgreich zu sein, brauchen wir folgende Fähigkeiten:

  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit

Ein interessanter Aspekt ist dabei der Zusammenhang mit dem Stressgeschehen: Jede Fähigkeit benötigt die konzentrationssteigernden Effekte der Stressaktivierung, die im Gehirn und gesamten Körper wirksam werden. Ohne sie fehlt die Aufmerksamkeit, die zum Lernen und zur Entscheidungsvorbereitung nötig ist. Mangelt es an der Motivation sich mühsam in einen kreativen Prozess hineinzudenken, fehlt sowohl der Antrieb, sich auf andere Menschen zuzubewegen, als auch der Antrieb, sich flexibel auf eine neue Situation einzustellen.

Burnout-Syndrom bedeutet eine Reduktion der Gehirnbotenstoffe
Burnout ist eine durch langandauernde Überstrapazierung des Stresssystems hervorgerufene tiefe Erschöpfung. Die inzwischen weit fortgeschrittene Erforschung des Burnout-Syndroms zeigt, wie sehr wir von einem gewissen Level der Stresshormone und einiger anderer Gehirnbotenstoffe wie Dopamin und Serotonin profitieren – wenn sie im richtigen Maß vorhanden sind. Im Burnout kommt es zur Reduktion der Gehirnbotenstoffe und nachfolgend zu verschiedenen Störungen der geistig-emotionalen, sowie der körperlichen Gesundheit: Die durch die Wissensgesellschaft erforderlichen Fähigkeiten können nicht mehr richtig genutzt werden.

Zeitweiser Stresszustand ist normal
Die Stressforscher wissen heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und können uns beruhigen: Stressaktivität ist immer vorhanden und grundsätzlich weder negativ noch schädlich. Wir sind also bestens darauf eingerichtet, eine gewisse Zeit lang gestresst zu sein, was im ursprünglichen Wortsinn ganz neutral „belastet sein“ bedeutet. Das heißt, wir sind gesund, konzentriert und stimmungsstabil wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann.

Kontrollierter Stress und unkontrollierter Stress
Stressforscher sprechen heute nicht mehr von positivem und negativem, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress. Dauer, Intensität und Verlauf der Stressreaktion fallen je nach geistiger Einstellung und emotionaler Bewertung durch den Betroffenen ganz unterschiedlich aus: Kontrollierter Stress kann kurz- oder längerfristig auftreten und dennoch bleibt die Belastbarkeit erhalten. Intensive Anstrengungen werden vom Körper toleriert, wenn die Aussicht auf den gewünschten Erfolg erhalten bleibt und er auch genug Gelegenheit zum „Herunterfahren“ erhält. Unkontrollierter Stress hingegen übersteigt die Belastbarkeit entweder akut wie zum Beispiel durch ein Trauma oder langfristig wie zum Beispiel durch chronische berufliche oder seelische Überlastung und kann dadurch krank machen. Die erlebte Kontrolle, also die subjektive Einschätzung eine Situation überschauen, verstehen und bewältigen zu können, ist entscheidend für das Stressempfinden.

Menschliches Bindungsbedürfnis ist Antrieb für Stressaktivität
Erfolgreich zu lernen, Sachverhalte zu verstehen und sich zu merken, macht so glücklich und zufrieden, dass die Stressaktivität in Form von biochemischen Botenstoffen den Befehl zum Herunterfahren erhält. Dasselbe geschieht bei geglückten Kreativleistungen, bei einer guten Entscheidung, bei einer gelungenen Anpassung und besonders, wenn wir uns mit netten Menschen umgeben können. Das menschliche Bindungsbedürfnis ist einer der stärksten Antriebe für die Stressaktivität: Für Anerkennung, Zugehörigkeit und Zärtlichkeit sind wir deshalb bereit, viel zu leisten und uns dabei gegebenenfalls bis an unsere Belastungsgrenzen anzustrengen. Gelingt die Verbindung mit anderen nicht im richtigen Maß, wird die Stressaktivität stark strapaziert. Schon die Sorge, eventuell nicht berücksichtigt oder gar kritisiert zu werden, lässt die Stresshormone in Gehirn und Körper ansteigen – oft sogar ohne dass es vom Betroffenen bemerkt wird. Die Stressforschung weiß heute, wie sehr Ausgrenzung, Mobbing, unfreiwillige Einsamkeit und Gewalterfahrungen in der Lage sind, einen Menschen körperlich und geistig-seelisch zu destabilisieren.

Modernes Stressmanagement
Ein modernes Stressmanagement ist deshalb auch wesentlich mehr, als nur Sport zu treiben und Entspannungstechniken zu lernen. Es bedeutet vor allem, die sozialen Beziehungen zu stärken und darüber hinaus mit Hilfe der angeborenen Fähigkeiten des Gehirns, wie Entscheidungsfreude, Kreativität und Flexibilität dafür zu sorgen, dass die täglichen Herausforderungen zu bestehen sind. Dafür sollte sich jeder nach Kräften einsetzen, denn nur selbst erlebter Erfolg stimuliert diejenigen Botenstoffe im Gehirn, die die Stressaktivität zum Abschwingen bringen. Wer sich also passiv auf andere verlässt, gibt die Kontrolle aus der Hand und leistet damit den ungesunden Stressformen Vorschub.

In der imedo-Gruppe „Stressbewältigung“ hat jeder die Möglichkeit, sich mit anderen über verschiedene Formen der Stressbewältigung auszutauschen.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews die besten Tipps zum Stressmanagement, die eine gesunde Stress-Balance ermöglichen.

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*Dr. med. Sabine Schonert-Hirz (www.doktorstress.de) ist seit über 20 Jahren eine gefragte Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin. Nach dem Studium arbeitete sie als Ärztin und bildete sich in Psychologie, Entspannungstechniken, Sportmedizin und Coaching weiter. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Filmautorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDR-Fernsehen. Seit 2005 hat sie eine regelmäßige Kolumne in der Fernsehzeitschrift Prisma. 2008 bekam sie für ihre Arbeit den bekannten Conga-Award. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Ihr neuestes Buch: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft, Campus 2009.

Alzheimer: verblassende Erinnerung

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Alzheimer oder Demenz – die beiden Begriffe werden gerne verwechselt. Dr. Thomas Höhn und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erklären, woran man Alzheimer erkennt, welche Auswirkungen die Krankheit hat und welche Maßnahmen präventiv und therapeutisch ergriffen werden können.

Demenz ist nur in 45 Prozent eine „Alzheimererkrankung“. Am zweithäufigsten ist die vaskuläre Form, diese führt zu Blutgefäßveränderungen oder zu Verschlüssen von Gefäßen im Gehirn.

Eine Million Alzheimer-Patienten in Deutschland

Im Jahre 1906 veröffentlichte der deutsche Neurologe Dr. Alois Alzheimer die erste wissenschaftliche Arbeit über die Krankheit des Persönlichkeitsabbaus und des Vergessens. Seitdem wird der Morbus Alzheimer immer häufiger diagnostiziert. Heute leben in Deutschland etwa eine Million Betroffene.

Das Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, verdoppelt sich vom 60. Lebensjahr an alle fünf Jahre. 1,5 Prozent der 60- bis 65-Jährigen sind betroffen, die Anzahl der Kranken steigt ab dem 65. Lebensjahr steil an auf 40 Prozent der über 85-Jährigen. Wenn keine erfolgreichen Behandlungsmethoden und keine geeigneten Vorbeugestrategien entwickelt werden können, müssen wir bis zum Jahr 2010 aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge mit knapp zwei Millionen Alzheimer-Kranken allein in Deutschland rechnen. Die Zahl der an Morbus Alzheimer erkrankten Menschen unter 60 nimmt zu. Bei den Völkern, in denen die Menschen über 100 Jahre alt werden, ist der „Alzheimer“ nahezu unbekannt.

Treten frühzeitig Störungen der Hirnleistung auf, sollte der Arzt aufgesucht werden. Es gibt Kurztests, die bereits ab dem Alter von 40 Jahren Klarheit schaffen können, ob es sich um eine beginnende Demenz, eine Form der Depression oder um Stressschäden handelt. Dann können die weiteren Schritte geplant werden.

Kosten für die Behandlung von Alzheimer

Jährlich kostet ein Patient rund 45.000 Euro – davon tragen die Krankenkassen etwa 2000 Euro, die Pflegekassen 15.000 Euro und die Familien 30.000 Euro. Unser Gesundheitswesen gibt über 15 Milliarden Euro für Behandlung und Betreuung der Alzheimer-Patienten aus. Dennoch wird laut statistischen Angaben nur jeder zehnte demente Heimbewohner ausreichend behandelt. Die Medikamente sind teuer.

Was passiert bei einer Alzheimer-Erkrankung?

Charakteristisch für die Stoffwechselstörung im „Alzheimer-Gehirn“ sind Amyloid-Plaques, harte Ablagerungen an Nervenenden, die durch fehlgeleiteten Eiweißstoffwechsel entstehen. Der Grund dafür ist ein Mangel an Acetylcholin, einem wichtigen Botenstoff des Nervensystems. Zellen des Gehirngewebes versuchen die Plaques über Entzündungsreaktionen aufzulösen. Dabei wird eine große Menge Energie verbraucht, die den Nervenzellen nicht mehr zur Verfügung steht. Der Mangel an Energie und Nährstoffen führt zum Verlust der befallenen Nervenzellen. Die Nerven verkürzen sich, reißen von den Verbindungsstellen ab und bilden an ihren Enden spiralförmige Strukturen. Die Vernetzungen der Hirnnervenzellen werden an immer mehr Stellen unterbrochen. Diese Programmierung scheint nicht umkehrbar zu sein. Ob die Entzündungen Ursache oder Folge sind, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Forscher haben Hinweise darauf, dass die Einnahme von Medikamenten gegen Entzündungen das Geschehen verzögern und milder verlaufen lassen.

Was sind die Ursache und Symptome von Alzheimer?

Über die Ursachen der Krankheit ist nicht viel bekannt. In Frage kommen beispielsweise Aluminiumverbindungen im Gehirn, Entzündungsreaktionen, ausgelöst durch Viren, Bakterien und die Kombination mehrerer Faktoren.

Was kann die Verwirrtheit auslösen?

  • fieberhafte Infektionen (Harn- oder Atemwege, Hirnhäute)
  • Elektrolyt-Entgleisungen (Kalium, Calcium, Natrium, etc.)
  • Wassermangel
  • Stoffwechselkrankheiten und hormonelle Störungen
  • Unterzuckerung
  • Eiweißmangel und andere Ernährungsdefizite (Vitamine B6, B12, Folsäure, Vitamin E)
  • Herzrhythmusstörungen mit Hirnembolien durch fortgeschleppte Blutgerinnungsklümpchen und andere Störungen im Herz-Kreislaufsystem (Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche)
  • zu wenig rote Blutkörperchen
  • Zustand nach Schlaganfall, Tumor, Bluterguss im Gehirn (nach Unfall)
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Alkohol, andere Drogen und deren Entzugssymptome
  • Schlafentzug
  • Blutgefäßerkrankung („Verkalkung“)
  • Parkinsonerkrankung

Es gibt Hinweise, an denen man eine Alzheimer-Erkrankung erkennen kann. Geruchsstörungen, akute Denk- und Orientierungsprobleme und wenn Personen immer dieselben Fragen stellen. Anfangs werden solche Störungen noch selbst bemerkt und korrigiert, eventuell auch als „kleiner Scherz“ bezeichnet. Später kommen Angst, Scham, Depression, Unruhe und in seltenen Fällen Aggressionen hinzu. Es folgt der soziale Rückzug. Zieht sich ein Mensch unter fadenscheinigen Gründen zurück und verwechselt Worte oder vergisst Termine, sollte man eine Therapie einleiten.

Alzheimer wird durchschnittlich erst im vierten Jahr nach Entstehung der ersten Symptome diagnostiziert. Das „Vergessen“ verläuft schleichend. Zunächst ziehen die Betroffenen beispielsweise Kleidungsstücke verkehrt herum an. Einfache Alltagshandlungen wie Waschen, Anziehen, Essen können zunehmend nur mit Hilfe anderer durchgeführt werden. In der nächsten Stufe geht das Verständnis für die Sprache verloren. Nahestehende Personen werden nicht oder erst nur mit Zögern erkannt. Monate später kommt vollkommener Erinnerungsverlust der persönlichen Daten wie Geburtstag hinzu. Traurigkeit und Depression können den Prozess begleiten.

Früherkennung sowie rechtzeitige Behandlung und Betreuung können das Leben der Alzheimer-Patienten um mehrere Jahre verlängern und die Lebensqualität verbessern. Verschlechterungen treten später ein und der totale Persönlichkeitsverlust kann verzögert werden. Zwischen Krankheitsbeginn und Tod liegen im Durchschnitt drei bis acht Jahre.

Alzheimer-Diagnose

Sichere Methoden zur Diagnosefindung gibt es noch nicht. Mit der PET, der Bild gebendenden Darstellung des Gehirns, können Mediziner feststellen, wie viel Hirngewebe abgebaut ist. Ein neuer Bluttest, der seit 2008 in Deutschland verfügbar ist, soll zu 80 Prozent eine Frühdiagnose ermöglichen.

Morbus Alzheimer ist vererbbar
Ein bis fünf Prozent der Erkrankten haben einen Fehler im Erbgut. Dieser wird an jeden zweiten Nachkommen weitergereicht. Die genetisch bedingten Alzheimer-Störungen treten früher auf. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, ist umso niedriger, desto älter die direkten Verwandten bei Ausbruch der Krankheit sind.

Maßnahmen gegen Alzheimer

Es gibt Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen. Langsames Vorlesen kurzer, leicht verständlicher, bekannter Texte, zum Beispiel aus Kindheit oder Jugend. Worte erzeugen Bilder, die alte Erinnerungsreste aus der Vergangenheit hervorholen. Erkrankten hilft es auch, wenn sie Hobbys aktivieren. Dadurch wird die Geschicklichkeit ausgebaut. Hilfreich ist Musik hören, Musizieren und Singen – allein und mit anderen. Außerdem stärken Gehirnjogging-Übungen das Gehirn. Je höher die Vernetzung im Gehirn, desto länger dauert der Abbau. Stress sollte beim Lernen vermieden werden.

Prävention ist durch Ernährung möglich:

  • viel Obst und Gemüse, vor allem Mango und Papaya sowie Avocado und alle einheimischen Gemüsesorten
  • wenig Fleisch
  • Gewürze: Piment, Paprika und Feldthymian
  • Walnüsse und Mandeln
  • Farbstoffe aus Pflanzen
  • Vitamin E und C, B12, Folsäure sowie Selen.

Alternative präventive Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • Ausleiten von Schwermetallen
  • Leberentgiftung mit Pflanzen wie Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel und Flüssighefe (Reformhaus)
  • zwei bis drei Liter Wasser pro Tag trinken
  • körperlich und geistig aktiv bleiben
  • intensiv atmen
  • Check-ups beim Arzt alle ein bis zwei Jahre
  • Kontakt zu anderen Menschen halten
  • hohen Homocysteinspiegel vermeiden
  • Blutuntersuchungen des Blutzucker und des Blutbildes

Den Austausch mit Angehörigen von Alzheimer-Patienten ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity durch die Alzheimer-Gruppe. Weitere Informationen über Alzheimer erhalten Sie mit Hilfe des imedo-Medizinlexikons.

Neue Erkenntnisse über die Krankheit vermitteln zudem die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie auch: Ursache für Alzheimer bei jungen Menschen näher gekommen und Bildung zögert Alzheimer-Ausbruch hinaus.

Bildquelle: Jerzy, pixelio.de

Meningokokken: Impfung kann Hirnhautentzündung verhindern

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Eine 18-jährige Schülerin ist vor wenigen Tagen in Berlin an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben. Ursache der Erkrankung waren Meningokokken. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat bei Johannes Elias vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie in Würzburg nachgefragt, warum Meningokokken so gefährlich sind und wie man sich schützen kann.

imedo: Was sind Meningokokken?

Johannes Elias: Meningokokken sind Bakterien, die in den meisten Fällen harmlos sind und von circa zehn Prozent der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum getragen werden. In seltenen Fällen verbleiben sie jedoch nicht da sondern verursachen aus ungeklärten Gründen Erkrankungen wie Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung.

imedo: Wie viele Fälle sind das jährlich und wie viele enden tödlich?

Johannes Elias: In Deutschland werden jährlich 400 bis 800 Fälle gemeldet. Die Sterblichkeit liegt trotz Behandlung zwischen acht und zehn Prozent.

imedo: Wie kann man sich schützen?

Johannes Elias: Seit 2006 besteht eine Impfempfehlung gegen Meningokokken der Serogruppe C. Unglücklicherweise kann mit derzeitigen Impfstoffen nur einem Drittel aller Fälle vorgebeugt werden, da es keine lizensierte universelle Meningokokken-Impfung gibt. Zwei Drittel aller Fälle sind derzeit leider nicht durch eine Impfung verhinderbar.

imedo: Warum sind vorwiegend Kinder und Jugendliche von Meningokokken-Krankheiten betroffen?

Johannes Elias: Kleinkinder sind nach der Stillzeit aufgrund der kürzeren Auseinandersetzung mit der bakteriellen Umwelt und der geringeren Reifung des Immunsystems weniger gegen Meningokokken geschützt. Ihr Erkrankungsrisiko ist demnach im Vergleich zu anderen Altersgruppen hoch. Bei Jugendlichen ist die Erklärung nicht so eindeutig. Man nimmt an, dass verhaltensabhängige Risikofaktoren hinzukommen, wie zum Beispiel das Küssen. Im Laufe des Lebens nimmt durch wiederholte Episoden unbemerkten Trägertums der erworbene Schutz gegen Meningokokken zu. Erkrankungen nach dem 30. Lebensjahr sind verhältnismässig selten.

imedo: Wie werden die Meningokokken verbreitet?

Johannes Elias: Der Keim braucht eine große Nähe um zwischen Menschen übertragen zu werden. Er fliegt nicht kilometerweit durch die Luft und überlebt in der unbelebten Umwelt nur für kurze Zeit. Es gibt auch kein tierisches Reservoir. Ein enger zwischenmenschlicher Kontakt ist also für die Übertragung notwendig.

imedo: Warum werden Meningokokken-Erkrankungen schwer erkannt?

Johannes Elias: Die Anfangssysmptome einer Meningokokken-Erkrankung sind unspezifisch. Wenn der Arzt keine Erfahrung mit der Erkrankung hat oder nicht mit ihr rechnet, kann es relativ schnell zu Verwechslungen kommen. Das Problem ist aber, dass es schwer ist, auf diesem Feld Erfahrung zu sammeln. Die Erkrankung ist selten und viele Ärzte sehen Meningokokken-Erkrankungen zweimal in ihrer Karriere, wenn sie nicht auf dieses Gebiet spezialisiert sind. Es ist beispielsweise bekannt, dass bei Folgefällen die Überlebenschance höher als beim Erstfall ist, da Ärzte bei Wiederholungsfällen bereits sensibilisiert sind. Insgesamt ist es aber dennoch so, dass bei rechtzeitig eingeleiteter Therapie circa 90 Prozent der Erkrankten überleben.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie über Meningokokken: Meningokokken – gefährliche Krankheitserreger.

Bildquelle: Monika Torloxten, pixelio.de

Kinder lernen durch Lob

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Kinder lernen hauptsächlich durch Lob. Eine niederländische Studie mit Kindern verschiedener Altersgruppen hat gezeigt, dass Kinder erst ab zwölf Jahren aus ihren Fehlern lernen, vorher reagieren sie meist nur auf positive Rückmeldungen. Die Studie zeigt aber auch, dass sich die Aktivität bestimmter Hirnregionen im Alter nicht ändert. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Kinder haben mit acht Jahren andere Lernstrategien als mit zwölf Jahren. „Während Achtjährige vor allem durch Lob lernen und Hinweise auf Fehler wenig Wirkung zeigen, können Zwölfjährige möglicherweise besser mit negativen Rückmeldungen umgehen und aus ihren Fehlern lernen“, sagt Christa Schaff, Vorsitzende des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, kurz BKJPP.

Die Ergebnisse dazu liefert eine Studie von Forschern um Eveline Crone an der Universität Leiden in den Niederlanden. Die Experten untersuchten verschiedene Altersgruppen, um das Lernvermögen zu ermitteln. Die jüngsten Teilnehmer waren zwischen acht und neun Jahren alt. Die zweite Gruppe wurde aus 12- und 13-Jährigen gebildet. Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren bildeten die letzte Gruppe.

Starke Hirnaktivität bei Lob

Alle Studienteilnehmer mussten in einer Aufgabe am Computer Regeln ableiten. Wurde die Aufgabe richtig erfüllt, wurde das mit einem Häkchen gekennzeichnet, die falsche Lösung bekam ein Kreuz. „Bei den Acht- bis Neunjährigen kam es zu einer starken Aktivierung von Hirnregionen, die bei der kognitiven Kontrolle eine wichtige Rolle spielen, wenn die Kinder eine positive Rückmeldung bekamen. Bei einer negativen Rückmeldung blieb diese Hirnaktivität nahezu aus“, erklärt Schaff.

Ermittelt wurde die Hirnaktivität der Teilnehmer mittels einer funktionellen Magnetresonanztomographie. Bei den 12- bis 13-Jährigen und auch bei den Erwachsenen war genau das Gegenteil zu beobachten. Die Kontrollzentren im Gehirn wurden stärker aktiviert, wenn den Personen mitgeteilt wurde, dass sie einen Fehler gemacht hatten.

Lob statt Strafe

„Das Ergebnis bestätigt, dass Kinder durch Belohnung besser lernen können als durch Bestrafung“, sagt Christa Schaff. Aus Fehlern zu lernen sei komplexer als so weiterzumachen wie bisher, da man sich fragen müsse, was falsch gelaufen sei, ergänzt sie. Die Forschungsergbnisse haben aber auch gezeigt, dass sich die Aktivität bestimmter Hirnregionen im Alter nicht ändert. Alle drei Altersgruppen wiesen bei bei einer positiven Rückmeldung eine starke Aktivität der Gehirnkontrollzentren auf.

Eltern müssen einiges über den richtigen Umgang mit ihrem Nachwuchs lernen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über dieses Thema.

Erlerntes Wissen geht nicht verloren. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

Sprachverarbeitung durch das Gehirn

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In einer Studie der Charité Berlin fanden Wissenschaftler heraus, dass bei der Verarbeitung von Sprache mehrere Gehirnregionen zusammenwirken. Diese Erkenntnis könnte vor allem bei der Behandlung von Hirninfarkten hilfreich sein. Hier achteten Experten bisher eher auf motorische Ausfallerscheinungen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de stellt die neuen Erkenntnisse vor, die zukünftig dazu beitragen könnten, dass Mediziner Hirnregionen gezielter untersuchen können.

Das Zusammenspiel unterschiedlicher Gehirnregionen während der Verarbeitung von Sprache zeigt jetzt eine gemeinsame Studie der Charité-Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, gefördert wurde. Bislang waren vor allem Sprachfunktionen der Hirnrinde, des sogenannten Kortex, bekannt. „Wir konnten zeigen, dass weitere, in der Tiefe des Gehirns gelegene Strukturen an der inhaltlichen und grammatikalischen Analyse von Sprache beteiligt sind“, sagt Studienleiter Fabian Klostermann, Oberarzt an der Klinik für Neurologie der Charité.

Tiefe Hirnstrukturen und Hirnrinde beirken die Sprachverarbeitung

Für die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Neuron“ veröffentlichte Studie wurde bei 22 Personen die Aktivität von Nervenzellen in der Hirnrinde und in tiefen Hirnstrukturen aufgezeichnet. Die Messungen erfolgten bei Patienten, die aufgrund neurologischer Bewegungsstörungen mit dem Verfahren der tiefen Hirnstimulation behandelt wurden. Dabei implantieren Experten Elektroden in Areale der Basalganglien und des Thalamus. Das sind unterhalb der Hirnrinde gelegene Strukturen, deren Beteiligung an der Verarbeitung von Sprache kontrovers diskutiert wird.

Da während eines kurzen Zeitraums nach der Operation die Kabel der Elektrodenimplantate einfach zugänglich sind, konnte die bioelektrische Aktivität der umgebenden, ansonsten unzugänglichen Nervenzellverbände aufgezeichnet werden. Während dieser Messungen hörten die Versuchsteilnehmer Sätze, die zum Teil inhaltliche oder grammatikalische Fehler enthielten und deren Richtigkeit zu beurteilen war. Das Ergebnis: Über die Elektroden wurde angezeigt, dass das Erkennen sowohl der Satzstruktur als auch des Satzinhalts in Kooperation von Gehirnrinde und Thalamus geleistet wird. In den Basalganglien wurde hingegen keine Aktivität gemessen.

Erkenntnisse über Sprachverarbeitung haben Auswirkungen

„Das Ergebnis modifiziert einflussreiche Konzepte zur Biologie der Sprache“, erklärt Klostermann. „Ganz praktisch folgt, dass man bei Defekten des Thalamus, beispielsweise durch Hirninfarkte, vermehrt auf Symptome achten sollte, die weniger selbstverständlich erscheinen als die üblichen motorischen oder sensiblen Ausfälle, insbesondere auf Störungen des sprachlichen Denkens.“

Die imedo-Gesundheitsnews informieren, dass Hirntumore sich im Blut nachweisen lassen und erlerntes Wissen nicht verloren geht.

Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de

Wachstum des Gehirns: auch im Alter noch möglich

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Im Alter wird alles schlechter: Die Haut wird schlaff, das Gedächtnis lässt nach, die Knochen schmerzen, die Augen werden schwach, das Gehör auch. Doch offensichtlich geht es im Alter nicht zwangsläufig nur bergab. Forscher fanden heraus, dass auch das Gehirn von über 60-Jährigen noch wachsen kann. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Auch bei älteren Menschen kann das Gehirn durch Training noch zu Wachstum angeregt werden. Nachdem eine Zunahme der grauen Hirnsubstanz durch Jonglier-Übungen bei jüngeren Probanden bereits 2004 nachgewiesen wurde, gelang das in diesem Jahr auch bei Teilnehmern im Alter von 55 bis 67 Jahren, sagte der Neurologe Arne May in Hamburg. „Lernen und Üben ist definitiv gut für das Gehirn, auch mit 60 Jahren.“ Im Congress Center der Hansestadt treffen sich von Mittwoch bis Samstag rund 4000 Teilnehmer zum 81. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, kurz DGN.

Gehirnwachstum durch Jonglieren

Nach Mays Angaben war nach einer dreimonatigen Trainingsphase auch bei den älteren Jongleuren eine Vergrößerung der grauen Substanz im sogenannten visuellen Assoziationscortex feststellbar. Diese Gehirnregion ist darauf spezialisiert, Bewegungen im Raum zu erkennen. Nach einer dreimonatigen Trainingspause hatte sich die Erweiterung teilweise zurückgebildet. „Diese Ergebnisse zeigen erstmalig, dass die Veränderungen nicht nur auf das jugendliche Gehirn beschränkt sind, sondern dass sich die anatomische Struktur des erwachsenen Gehirns selbst im Alter noch signifikant verändern kann“, erläuterte der Forscher. Nachgewiesen wurden die Veränderungen in den Gehirnen der Teilnehmer durch Aufnahmen im Kernspintomographen.

Gleichgewichtstraining bewirkt mehr Sicherheit und Fitness im Alter. Mit den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Das Gehirn kann sich im Alter jedoch auch negativ entwickeln. Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Alzheimer.

Der freie Wille als Illusion

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Lange nahm man an, unsere Entscheidungen wären ein Resultat durchdachter Intentionen. Ein Zusammenspiel zwischen dem eigenen Willen und abgewogener Absichten. Untersuchungen der University of Minnesota zufolge ist das ein Trugschluss. Amerikanische Psychologen sind der Ansicht, dass die Definition des freien Willens umgeschrieben werden muss. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

freier-willeAn einer Universität in den USA wurden Studenten zum freien Willen getestet. Man hat sie vor einer Mathematikklausur in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe wurde sofort in die Prüfungsräume geführt, während man der anderen, vor der Prüfung einen Vortrag über die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung präsentiert hat. Inhalt war die Illusion des freien Willens. Während der Klausur wurde ein Defekt am PC simuliert. Die Studenten bekamen die Information, die PC wären defizitär, denn sie erhielten nicht nur die Prüfungsaufgaben über den Bildschirm, sondern zeitgleich auch die Ergebnisse. Die Pfrüflinge wurden dazu angehalten, die Resultate nicht anzuschauen. Sie sollten sich nur den Fragestellungen zu widmen. Fazit der Untersuchung: Studenten, die zuvor den Vortrag über die Illusion der freien Entscheidung gehört hatten, spickten häufiger auf die Ergebnisse, als die die zuvor nicht beeinflusst wurden.

Entscheidung des Gehirns vor Bewusstsein

Psychologen erklären das Endergebnis folgendermaßen. Auch wenn der beabsichtigte Entschluss zwei Zehntelsekunde vor der Handlung auftritt, baut das Gehirn schon drei Zehntelsekunde vorher die Bereitschaft für die Tat auf. Dies bedeutet, dass das Gehirn sich schon entscheidet, bevor das Bewusstsein eine Ahnung davon hat.

Das Gehirn hält eine Überraschung parat

Ferner nehmen Forscher an, dass die Gehirnaktivität und das bewusste Erleben voneinander getrennt gesehen werden sollten, denn man nimmt an, dass es das Gleiche ist, nur wird es zeitverzögert wahrgenommen. Der Wille hingegen ist ein subjektives Erleben. Beides, sowohl das Bewusste, als auch das Unbewusste geschieht auch gleichzeitig, doch die Verarbeitung im Gehirn erfolgt nicht parallel.

Die Wahl der Entscheidung ist demnach ein Zusammenspiel zwischen Gefühlen, Erinnerungen und der Wahrnehmung. Denn auch wenn das Gehirn uns sagt, was wir zu tun haben, so sondert es verschiedene Einflüsse schon vor der Anweisung aus.

Das Gehirn verrät die Absicht schon vor der eigentlichen Entscheidung. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Die Prokrastination ist das ewige Aufschieben. Mit den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie auch zu diesem Thema mehr.

Entscheidungsfindung: Gehirn verrät Absicht schon vor der Entscheidung

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Ein Team von Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, der Charité Berlin wie auch des Bernstein Zentrums für Computational Neuroscience Berlin haben herausgefunden, dass bereits mehrere Sekunden bevor ein Mensch eine Entscheidung trifft, Anzeichen der Absicht aus dem Gehirn abzulesen sind. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die Entscheidungsfindung.

gehirn-entscheidung-entscheidungsfindung1Experiment zur Entscheidungsfindung

Das Experiment wurde unter der Leitung von John-Dylan Haynes durchgeführt. Testpersonen wurden mit Hilfe einer Magnetresonanztomografie auf Veränderungen im Gehirn untersucht, die bewussten Entscheidungen vorausgehen. Die Probanden hatten die Wahl, mit der linken oder rechten Hand auf einen Knopf zu drücken. Nebenbei wurde vor ihren Augen eine Buchstabenreihe abgespielt, wobei sie angeben sollten, zu welchem Zeitpunkt eine Gefühlsentscheidung in ihnen vorging.

Areale des Gehirns verraten Entscheidung

Mit dem Experiment wollten die Wissenschaftler herausfinden, in welchem Areal des Gehirns selbstbestimmte Entscheidungen entstehen und ob dies geschieht, bevor es uns bewusst wird. Das Ergebnis war, dass die Wissenschaftler bereits sieben Sekunden vor der bewussten Entscheidung vorhersagen konnten, mit welcher Hand der Proband den Knopf betätigen wird. Anhand der Erkennung einer Aktivität des frontopolaren Kortex an der Stirnseite des Gehirns wurde ihre Prognose erstellt.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über weitere Forschungsergebnisse. Erfahren Sie beispielsweise mehr über die Rolle des Dopamins in Stresssituationen und darüber, dass ein Schlaganfall nicht nur Hirnregionen schädigt.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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