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Naschkatzen-Studie: Jeder Fünfte greift täglich zu Süßigkeiten

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Ob Weihnachtszeit oder nicht – jeder fünfte Bundesbürger greift täglich zu Schokolade, Gummibärchen und Bonbons. Eine Umfrage im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, kurz ABDA, hat auch gezeigt, wo die größten Naschkatzen der Bundesrepublik leben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichet.

Knapp 3400 Bundesbürger hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände befragt, um das Naschverhalten der Deutschen herauszufinden. Das Ergebnis: Jeder fünfte Deutsche isst täglich Süßigkeiten, jeder Zweite greift zweimal in der Woche zu Bonbons und Schokolade.

Die Spitze bildet die Hauptstadt. 27 Prozent der Berliner essen täglich Süßigkeiten, 35 Prozent zweimal pro Woche. Am seltesten hingegen greifen die Thüringer zu Süßigkeiten – nur zehn Prozent naschen in dem Bundesland täglich.

Süßigkeiten enthalten viel Fett und Zucker

Erschreckend ist aber auch, dass in 30 Prozent der Haushalten mit Kleinkindern täglich Naschereien zur Verfügung stehen. In knapp der Hälfte aller Haushalte mit kleinen Kindern wird zweimal wöchentlich genascht. In Haushalten mit Schulkindern sind es 26 Prozent und 43 Prozent.

„Was oft vergessen wird: Süßigkeiten enthalten nicht nur viel Zucker, sondern meist auch sehr viel Fett. Größere Mengen an Süßigkeiten fördern Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen“, erklärt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekenkammer. „Plätzchen, Schokolade und Co. deshalb nur in kleinen Mengen essen und in Ruhe genießen.“

Schokolade jedoch, ist nicht nur ungesund. Die imedo-Gesundheitsnews verraten, warum ein Stück Schokolade sogar gesundheitsförderlich sein kann.

Auch mit Obst kommen Naschkatzen auf ihre Kosten. Herbstzeit ist beispielsweise Apfelzeit und der Apfel ist nicht nur schmackhaft, sondern zudem gesund. Mehr Informationen erhalten Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: BirgitH, pixelio.de

Diabetes im Wandel: Vom Schweineinsulin zum synthetischen Hightech-Insulin

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Die Lebenssituation der Diabetiker ist heute viel besser, als sie es noch vor einigen Jahren war. Die Forschung kommt immer weiter und die Abläufe im Körper werden klarer. Damit verbessert sich der Lebensstandard der Betroffenen beträchtlich. Reiner Tippel vom Deutschen Diabetiker Bund, selbst seit 45 Jahren Diabetiker, berichtete dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de von den Veränderungen in der Vergangenheit und der heutigen Situation.

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus

Der Begriff Diabetes mellitus kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Im Volksmund wird er auch „Zuckerkrankheit“ genannt. Beides beschreibt das ursprüngliche Symptom: Die Ausscheidung von Zucker im Urin. Die Entwicklung des Autoimmundefekts Diabetes ist bis heute nicht endgültig geklärt. Was man weiß, ist, dass beim sogenannten Typ I, die Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse die Produktion des Hormons Insulin fast oder ganz einstellen. Das Insulin bewirkt die Verstoffwechselung von Glukose im Gewebe sowie die Hemmung der Zuckerproduktion in der Leber. Fällt dieser Vorgang aus, sammelt sich Glukose im Körper an und die Leber stellt unkontrolliert Zucker her. Dieser findet sich dann im Blut und im Urin. Bis 1780 konnte Diabetes durch eine Geschmacksprobe des Urins diagnostiziert werden. In diesem Jahr fand der englische Arzt Francis Home einen Weg, den Zucker im Urin chemisch nachzuweisen. Doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute lässt sich durch Schnelltests mit Blut ein erhöhter Zuckerspiegel sehr schnell nachweisen.

Diabetes Typ II: längst kein Altersdiabetes mehr

Momentan gibt es in Deutschland schätzungsweise acht Millionen Diabetiker, doch die Zahl steigt weiter an. „Manche Prognosen gehen von bis zu 10 Millionen Betroffenen in den nächsten Jahren aus“, sagt Reiner Tippel, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin des Deutschen Diabetiker Bundes DBB. Eine offizielle Statistik gebe es aber nicht. Besonders die durch Bewegungsarmut und Fehlernährung größer werdende Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes Typ II, der bisher eher als Altersdiabetes angesehen wurde, macht Tippel Sorgen: „Da kommt einiges auf uns zu.“ Beim Diabetes des Typ II stellt der Körper die Produktion von Insulin nicht gänzlich ein, viele Diabetiker dieses Typs kommen mit einer oralen Therapie und ohne Spritzen aus. Je nachdem, wie der Patient seine Ernährung gestaltet, wie viel er sich bewegt und ob der Diabetes erblich bedingt ist, kann er den Weg von den oralen Medikation bis zur Insulinspritze aktiv verlängern, betont Tippel.

Diabetesbehandlung: Vom Schweineinsulin zur Insulinpumpe

Bis in die 80er Jahre hinein bedeutete die Diagnose Diabetes für den Patienten einen strikten Zeitplan für das Essen und Spritzen sowie eine Verbotsliste für Lebensmittel. Die damaligen Insuline waren aus Tieren gewonnene Substanzen und nur wenige Stunden wirksam. Hauptsächlich wurde Schweineinsulin benutzt, weil das Schwein dem Menschen genetisch sehr ähnlich ist, es gab aber auch Insulin von Schafen oder Rindern. In den 80er Jahren gelang es, Insulin synthetisch herzustellen.Seitdem schreitet die Forschung immer weiter fort und versucht, der natürlichen Herstellung des Insulins im Körper so nahe wie möglich zu kommen. Zum Einen gibt es die kurzwirkenden Insulinanaloga, die wie das natürliche Insulin sofort wirksam werden, dafür aber recht schnell wieder abfallen. Zum Anderen wurden mittels Molekülmanipulation Insuline hergestellt, die bis zu 24 Stunden wirksam sind. Anhand des HbA1C-Wertes, dem „Blutzucker-Gedächtnis“ des Körpers, das zusammen genommen mit regelmäßigen Blutzuckermessungen und eventuellen Störfaktoren Auskunft darüber gibt, wie gut oder schlecht der Diabetiker auf sein Insulin eingestellt ist, können Mediziner die Qualität der Therapie bewerten.

Heute ist die Therapie-Kombination aus Langzeitinsulinen und Insulinanaloga als adäquate Behandlung weltweit anerkannt. Sie hat die Lebensqualität der Betroffenen um ein Vielfaches verbessert. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, bestimmte Essenszeiten einzuhalten und auch die Verbotsliste von Lebensmitteln verschwunden. Ein Diabetiker ist heute sehr viel unabhängiger, nicht zuletzt durch die stete Weiterentwicklung der Spritz-Pens oder auch der Erfindung von Insulinpumpen. Reiner Tippel ist selbst seit einigen Jahren Pumpenträger und „sehr zufrieden damit“.

Informationen über die Insulinpumpe halten die imedo-Gesundheitsnews bereit: Insulinspritze adé: Leben mit der Insulinpumpe.

Bildquelle: Hans-Peter Häge, pixelio.de

Insulinspritze adé: das Leben mit der Insulinpumpe

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Heike Angele ist 22 Jahre alt, Studentin, Diabetikerin und Insulinpumpenträgerin. Damit ist sie eine von schätzungsweise 25.000 Diabetikern in Deutschland, die diese Form der Therapie gewählt haben. Ein noch sehr geringer Anteil bei geschätzten acht Millionen Diabeteserkrankten hierzulande. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat Heike Angele gefragt, wie sich ihr Leben durch die Pumpe verändert hat.

imedo: Wann wurde der Diabetes bei Ihnen festgestellt?

Heike Angele: Ich war sechs Jahre alt, als man es bei mir entdeckte. Ich musste ziemlich häufig auf die Toilette und habe extrem viel getrunken, also die typischen Merkmale. Mein Kinderarzt war nicht der Beste, aber er vermutete, dass es Diabetes ist und hat uns ins Krankenhaus geschickt. Da musste ich dann auch direkt vier Wochen lang bleiben, zum Einstellen.

imedo: War die Insulinpumpe die erste Wahl der Therapie?

Heike Angele: Ich habe zuerst gespritzt und wegen meines schlechten Glykohämoglobin-Wertes hat meine Mutter beim Arzt das Thema Pumpe angesprochen. Die Pumpe habe ich jetzt seit fünf Jahren. Davor war es so, dass ich dreimal am Tag regulär gespritzt habe. Bis zur Einstellung auf die Pumpe habe ich ab und zu auch sechs bis sieben Mal täglich spritzen müssen.

imedo: Was ist mit der Pumpe anders als mit der Spritze vorher?

Heike Angele: Mein Leben mit der Pumpe ist sehr gut, ich möchte sie nicht mehr missen. Das Größte daran ist, dass ich ausschlafen kann. Wenn ich mal nichts essen möchte, dann lass ich es einfach. Früher beim Spritzen war es so, dass ich, wenn ich gespritzt hatte, auch essen musste. Jetzt führe ich mir nur dann Insulin zu, wenn ich auch etwas essen möchte. Meine Werte haben sich verbessert und es ist einfach sehr angenehm, nur noch auf einen Knopf drücken zu müssen. Ich habe auch weniger Unterzuckerungen, weil mein Zucker durch die Pumpe sehr gut eingestellt ist. Auch das Essen in der Öffentlichkeit ist einfacher, da ich nicht mehr auf die Toilette gehen muss, um zu spritzen. Wobei meine Freunde sich nie daran störten, wenn ich am Tisch gespritzt habe, aber man weiß ja nie, wie fremde Menschen darauf reagieren.

imedo: Inwiefern schränkt der Diabetes Sie ein?

Heike Angele: Eingeschränkt bin ich schon, aber nicht sehr. Ich kann beispielsweise keine Cola trinken und es gibt durchaus noch Restaurants und Bars, die keine Light-Cola führen, aber dann trinke ich eben etwas anderes. Auch, wenn ich mich unvorbereitet viel bewege, bin ich eingeschränkt, weil ich dann schnell mal eine Unterzuckerung bekomme. Für solche Notfälle muss ich immer etwas Traubenzucker oder Geld dabei haben, um mich schnell versorgen zu können. Auch muss ich mein Testgerät immer bei mir führen. Wenn ich auf Reisen gehe, habe ich durchaus mehr zu tragen als andere. Ich muss an meine Blutzuckertestsachen denken und an mein Pumpenzubehör. Da ist es mit dem Spritzen einfacher, weil man weniger mitnehmen muss. Aber das hat mich alles nicht davon abgehalten, für drei Monate allein nach Australien zu gehen.

imedo: Ist die Pumpe zu sehen und werden Sie darauf angesprochen?

Heike Angele: Meine Pumpe ist recht groß. Tagsüber trage ich sie immer in der Hosentasche und für die Nacht habe ich einen Gürtel, an dem ich die Pumpe festmache und hin- und herbewegen kann. So stört sie mich nicht beim Schlafen. Ich wurde schon öfter angesprochen, dass ich mein Handy weglegen soll, wenn ich die Pumpe in der Hand hatte. Bisher hatte ich aber noch nie ein wirklich negatives Erlebnis, ich bin eher auf positives Interesse gestoßen. Ich habe kürzlich ein vierwöchiges Praktikum in einer Schule gemacht und war überrascht, dass mich niemand auf die Pumpe angesprochen hat. Man kann sie leicht mit einem Handy verwechseln, wenn sie in der Hosentasche getragen wird. Ab und zu kommt der Schlauch der Pumpe aber eben doch zum Vorschein, auch wenn ich sehr darauf achte, dass immer alles bedeckt ist.

imedo: Was möchten Sie anderen Diabetikern mit auf den Weg geben?

Heike Angele: Ich finde, man sollte seine Krankheit akzeptieren. Gerade mit Diabetes kann man heute wirklich gut leben. Ich möchte auch jedem ans Herz legen, sich über eine Insulinpumpe zu informieren, da es einem das Leben doch erleichtert. Klar muss man immer etwas bei sich tragen, aber das wird zur Gewohnheit und ich sehe meine Pumpe nicht als etwas Negatives oder Lästiges, sondern als etwas sehr Positives.

Patienten mit Diabetes haben es derzeit sehr viel leichter, als noch vor wenigen Jahren. Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Diabetes im Wandel.

Bildquelle: B.Stolze, pixelio.de

Deutscher Diabetiker Bund will noch viel zu erreichen

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Der 14. November steht weltweit im Zeichen der Diabetes. In diesem Jahr findet die Hauptveranstaltung dazu in Berlin statt. Aus diesem Grund hat sich Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes Berlin des Deutschen Diabetiker Bundes getroffen, um mit ihm über seine Vereinsarbeit und die gesundheitspolitische Situation der Diabetiker in Deutschland zu sprechen.

Wenn man Reiner Tippel vom Landesverband des Deutschen Diabetiker Bundes, DDB, fragt, wie seine Idealvorstellung für das Leben der Diabetiker in Deutschland aussieht, antwortet er: „Ich würde mir wünschen, dass alle Diabetiker die Behandlung und Beratung bekommen, die gut, richtig und notwendig ist, um einen guten Lebensstandard zu erreichen“. Gleichzeitig sieht er jedoch die Probleme, die die Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen verursacht. Durch eine unzureichende Behandlung und Beratung von Diabetikern würden Spätfolgen riskiert, die dann letztlich mehr kosten, als es die Prävention getan hätte.

Brauchen Diabetiker Selbsthilfegruppen?

Reiner Tippel, der 54-jährige Vorsitzende des Landesverbandes Berlin, ist selbst seit 45 Jahren Diabetiker. Der DDB hat bundesweit etwa 45.000 Mitglieder, auf den Landesverband Berlin entfallen davon 800 Mitglieder in 15 Selbsthilfegruppen. „Die Selbsthilfe ist einer der Pfeiler der 2004 verabschiedeten Gesundheitsreform. In unseren Gruppen bekommen die Betroffenen zusätzliche Informationen, die sie bei ihrem Arzt eventuell nicht bekommen.“ Viele fühlten sich allein gelassen mit ihren Fragen. Außerdem veranstaltet der Landesverband monatliche Treffen, bei denen es Vorträge von Ärzten gebe. „Ein Großteil unserer Mitglieder ist auch schon alt, viele suchen einfach etwas Gesellschaft.“

Mit der Gesundheitsreform von 2004 haben sich viele Dinge verändert, einige auch zum Schlechten. So sollten Krankenkassen die neuen kurzwirkenden Insulinanaloga für Diabetiker des Typs II nicht mehr übernehmen. Der Grund dafür sind die Kosten. Diese neuen Medikamente kosten rund 40 Prozent mehr, als das herkömmliche Insulin. Für sehr viele Patienten bedeuten sie aber sehr viel mehr Lebensqualität. Der Deutsche Diabetikerbund und die Ärzte protestierten gegen dieses Kostenreduktionsprogramm des Bundesgesundheitsministeriums und haben einen Teilerfolg erzielt. Die Kassen handelten mit den Herstellern Rabattverträge aus und übernehmen die Kosten für das Insulin weiterhin komplett.

Beratung und Behandlung von Diabetikern: Mindeststandard ist nicht flächendeckend erreicht

Außerdem wurde 2004 ein sogenannter Mindeststandard vereinbart, der die Qualität der Beratung und Behandlung von Diabetikern sichern soll. Die Kassen müssen seitdem ein Disease-Management-Programm anbieten, in dem regelmäßige Standarduntersuchungen beispielsweise der Füße und der Augen ebenso enthalten sind, wie Diabetes-Schulungen zu Ernährung, Bewegung und Forschungsentwicklungen. „Die Ärztevereinigung Deutsche Diabetesgesellschaft, DDG, bietet ein strukturiertes Schulungsprogramm an, aber das wird vermutlich nicht von allen Kassen und Ärzten genutzt.“ Die angebotenen Schulungen seien in der Qualität oft mangelhaft und alte Informationen, habe die Forschung längst verbessert oder widerlegt. Der vereinbarte Mindeststandard sei nicht flächendeckend erreicht. Überhaupt sieht Tippel die Zusammenarbeit der Selbsthilfegruppen mit den Kassen und Ärzten eher durchwachsen. Viele Ärzte würden sich freuen, wenn sie mit ihren Patienten auf Augenhöhe kommunizieren könnten, weil diese gut informiert sind. „Aber es gibt auch einige, die aufgeklärte Patienten nicht mögen, weil sie sich von ihnen in ihrer Autorität in Frage gestellt sehen.“

Auch Olympiasieger Matthias Steiner setzt sich mit seinem Olympiaprogramm für ein besseres Leben für Diabetiker ein.

Die imedo-Gesundeitscommunity ermöglicht mit der Gruppe zum Thema Diabetes den Erfahrungsaustausch von Diabetikern.

Bildquelle: Catfriend, pixelio.de

Diabetiker: Probleme mit Blutzuckermessgeräten

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Blutzuckermessgeräte stellen viele Benutzer vor Probleme. Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat 14 Geräte getestet. Das Ergebnis: viele sind benutzerunfreundlich und provozieren Fehler mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Von den acht Millionen Diabetikern in Deutschland fällt es vielen schwer, ihre Blutzuckermessgeräte korrekt zu bedienen. Zu diesem Ergebnis kommen Informationsdesigner der Hochschule der Medien, HdM, in Stuttgart nach einer Untersuchung von 14 im Handel erhältlichen Geräten. Einige zeigten sich als wenig benutzerfreundlich und provozierten Bedienfehler. Diese seien bei Medizingeräten schwerwiegender als bei einem Computer oder Handy, mahnt die Hochschule.

Falsche Bedienung von Blutzuckermessgeräten kann fatale Folgen haben

Wird der Blutzucker auf Grund einer falschen Bedienung fehlerhaft abgelesen, dosiert der Diabetiker seine Medikamente nicht richtig und erleidet einen gesundheitlichen Schaden. Deshalb müssen Medizingeräte sicher und intuitiv zu benutzen sein. Dazu verpflichtet der Gesetzgeber die Hersteller den Angaben zufolge seit Juni 2006 mit der Ergänzungsnorm ISO 60601-1-6.

Entscheidung für ein Blutzuckermessgerät muss gut bedacht werden

Die getesteten Geräte wiesen dennoch große Unterschiede in der Benutzungsfreundlichkeit auf. „Von gut gestalteten Bedienungen bis zu gefährlichen Arbeitsschritten mit dem Gerät, haben wir alles gefunden“, sagt die beteiligte Forscherin Maike Reichel. So interpretierte eine ältere Testperson „24h“ nicht als Zeitformat, sondern als Dosierungsanleitung und folgerte: „24 Einheiten muss ich spritzen.“ Ein anderes Gerät forderte den Nutzer zum Auftragen von Blut auf, obwohl dieser den Teststreifen fehlerhaft eingeführt hatte.

Forscherin Reichel empfiehlt Diabetikern und Ärzten, die Entscheidung für ein Messgerät gut zu bedenken. Gute Messgeräte wie Accu-Chek Aviva von Roche und Ascensia Contour von Bayer garantierten eine sichere Messung in wenigen Schritten. Diabetiker könnten dort auf wichtige Funktionen über ein großes und gut lesbares Display schnell zugreifen.

Matthias Steiners Olymiaprogramm für Diabetiker ist kein reines Trainigsprogramm. Der Olympiasieger empfiehlt auch Blutzuckermessgeräte. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: knipseline, pixelio.de

„Warum erkrankt der gesunde Mensch?“: Studie über Zivilisationskrankheiten

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Was genau führt dazu, dass jemand, der vollkommen gesund ist, plötzlich Krebs entwickelt? Was ist der wahre Grund dafür, dass jemand, der sein gesamtes Leben geistig fit war, auf einmal verwirrt ist? Was ist verantwortlich für die Erkrankung an Diabetes? Die wahren Ursachen vieler Zivilisationskrankheiten sind heute noch Vermutungen. Diese Fragen möchte das Helmholtz Zentrum gemeinsam mit dem Krebsforschungszentrum beantworten. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

200.000 gesunde Bürger wollen Wissenschaftler über die nächsten zehn bis zwanzig Jahre in eine neue, groß angelegte Bevölkerungsstudie zur Erforschung häufiger chronischer Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf- oder Demenzerkrankungen einbinden. Das Helmholtz Zentrum München und das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg koordinieren die Studie. Dieses einzigartige Vorhaben wollen besagte Zentren gemeinsam mit den Universitäten und anderen nationalen Forschungseinrichtungen planen und durchführen. Der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft hat für die „Helmholtz-Kohorte“ Mittel in Höhe von rund 20 Millionen Euro bewilligt.

Zivilisationskrankheiten erfordern Maßnahmen

Die Zunahme von chronischen Krankheiten stellt die nationale und internationale Gesundheitsforschung sowie die Gesundheitssysteme vor immense Herausforderungen. Für die Epidemiologen gilt es nun, neue Strategien für die Risikoerfassung, Früherkennung und Prävention wichtiger multifaktorieller Erkrankungen zu entwickeln.

Vollständige Zusammenstellung der Teilnehmer zur Studie zum Thema Zivilisationskrankheiten ab 2012

Die Teilnehmer der „Helmholtz-Kohortenstudie“ sind zum Zeitpunkt ihrer Rekrutierung gesund und Mediziner sollen sie regelmäßig medizinisch untersuchen. Mittels Fragebögen erheben Wissenschaftler zudem umfangreiche Informationen zu psychosozialen Faktoren, Lebensstil, wie körperliche Aktivität, Ernährung und Rauchen, medizinischer Vorgeschichte und Einnahme von Medikamenten. Darüber hinaus entnehmen Ärzte allen Studienteilnehmern Blutproben, die sie für spätere Forschungsprojekte in einer zentralen Bioprobenbank lagern. Die nationale Kohortenstudie beginnt im Jahr 2009 mit einer Planungs- und Pilotphase, die ungefähr drei Jahre dauert. In dieser Phase entwickeln die Forscher Methoden zur Datenerhebung und Wege der Rekrutierung von Probanden. Mit der vollständigen Rekrutierung der Kohorte beginnen die Experten ab dem Jahr 2012.

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie zum Beispiel darüber, dass Diabetiker viel Bewegung brauchen.

Bei imedo.de erhalten Sie nicht nur umfangreiche Informationen zu Diabetes, sondern können sich auch in der Gruppe „Diabetes“ mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen mit Sport und Bewegung profitieren.

Bildquelle: Günter Havlena, pixelio.de

Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes

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In einem Gebiet südlich der Sahara gibt es eine Diabetes-Art, die offenbar Herpes-Viren mitverursachen. Dieser Diabetes verläuft besonders aggressiv und kann zu einer tödlichen Übersäuerung des Körpers führen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Eine besondere Form des Diabetes, die bei Menschen in Afrika südlich der Sahara auftritt, könnte durch Herpes mit ausgelöst werden. Darauf deuten Untersuchungen an Patienten mit einer Form von Diabetes hin, die mit einem häufigen Auftreten von Ketosen verknüpft ist. Die Ketose ist eine Folgeerscheinung unzureichender Kohlenhydratzufuhr und der dadurch verstärkten Produktion von Ketonen, die in extremen Fällen tödlich verlaufen kann. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler um Eugene Sobngwi vom Sant-Louis-Hospital in Paris im Fachmagazin „JAMA“.

Diabetesvariante bewirkt Stresssituation in der Zelle

Die spezielle Form des Diabetes kommt nur südlich der Sahara vor und tritt dort häufig bei Menschen in Erscheinung, die Träger des Herpesvirus HHV-8 sind, also etwa 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung. In ihrer Studie konnten die Forscher bei 87 Prozent der Patienten mit dieser untypischen Diabetesvariante auch die HHV-8-Viren nachweisen. Das Virus könnte die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse direkt infizieren und dadurch die Produktion des lebenswichtigen Hormons stören, erklären die Forscher die mögliche Wechselwirkung zwischen Diabetes und Herpes. Eine solche Infektion, der auch als Langerhansschen Inseln bezeichneten Zellhaufen, beobachteten Forscher bis jetzt jedoch nur im Reagenzglas. Die Infektion könnte eine Stresssituation in der Zelle auslösen, wie sie schon bei einem verwandten Herpesvirusstamm beobachtet wurde. Besondere Kennzeichen dieser speziellen Diabetes-Variante sind ihr plötzliches Einsetzen, eine kurzfristig drastisch reduzierte Insulinproduktion und die Anhäufung sogenannter Ketonkörper. Ketone sind Stoffwechselprodukte, die der Körper bei Insulinmangel durch den Abbau von Fettreserven erzeugt. Diese Anhäufung von Ketonen in Gewebe und Körperflüssigkeiten kann zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes führen, die im schlimmsten Fall tödlich verläuft.

HHV-8-Herpesvirus ist Krebsauslöser

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet diese Diabetesart bisher zum Typ 1 Diabetes Mellitus, der durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist. Der Beginn der Krankheit in höherem Alter und die genetische Veranlagung sprechen allerdings dafür, dass sie eher zum Typ 2 gehört, der auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin beruht. Um die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse genauer zu verstehen, müssten weitere Studien in größerem Ausmaß und mit anderen Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden, erklären die Wissenschaftler. Das HH8-Herpesvirus wurde erst 1994 von amerikanischen Virologen entdeckt. Es wird unter anderem dafür verantwortlich gemacht, Krebs auszulösen.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern weitere Informationen zu Diabetes, so zum Beispiel zum Thema: Diabetiker brauchen viel Bewegung.

Diabetikern bietet die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe zum Thema Diabetes die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: knipseline, pixelio.de

Hörschäden: höheres Risiko für Diabetiker

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Bereits seit den 1960er Jahren vermuten Wissenschaftler, dass es einen Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Hörstörungen gibt. Eindeutige Belege gab es bisher nicht. Eine aktuelle Studie beweist aber, dass Diabetiker doppelt so häufig an Hörstörungen leiden als andere Menschen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Wissenschaftler des National Institut of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases, kurz NIDDK, haben in einer Querschnittsstudie herausgefunden, dass es eine Verbindung zwischen Diabetes mellitus und Hörstörungen gibt. Ein Zusammenhang wird bereits seit mehreren Jahrzehnten vermutet, eine Bestätigung gab es aber bisher nicht.

Die Untersuchung stützt sich auf Daten des National Health and Nutrition Examination Survey, kurz NHANES, mit dem sich die US-Centers of Disease Control und Prevention regelmäßig einen Überblick über den Gesundheitszustand der Bevölkerung verschaffen. Die Befragungen fanden zwischen 1999 und 2004 statt. Die Hälfte der 11.405 Teilnehmer unterzog sich zusätzlich einem Hörtest.

Hörvermögen von Diabetikern schlechter

Zudem wurde bei weiteren 2259 Patienten der Blutzuckeranteil bestimmt, so dass sich die Daten nicht ausschließlich auf die Angaben der Patienten stützen. Zwischen den Diabetes Typen I und II wurde aber nicht unterschieden – ein großer Nachteil der Studie. Trotzdem waren die Ergebnisse eindeutig. In allen Frequenzbereichen hörten die Diabetiker schlechter als die anderen Teilnehmer.

Für die Epidemiologin Catherine Cowie ist der Zusammenhang eindeutig. Die Schädigung könnte relativ plausibel über eine diabetische Schädigung des Hörnervs oder Erkrankungen der kleinen Blutgefäße im Innenohr erklärt werden.

Regelmäßiges Screening der Diabetes-Patienten

Catherine Cowie empfiehlt ein regelmäßiges Screening der Diabetiker, stößt damit aber nicht nur auf Befürworter. Keiko Hirose, Leiter der Hals-Nasen-Ohren-Station des Kinderkrankenhauses der Washington Universität in St. Louis ist anderer Meinung. Eine Querschnittstudie könne nicht ausschließen, dass einige Hörstörungen nur vorübergehend auftreten. Ein regelmäßiges Screening könnte zu einer Überversorgung führen. Stattdessen sei es besser abzuwarten, bis die Patienten die Schwerhörigkeit selbst festellen.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren ausführlich über Diabetes mellitus. Lesen Sie auch: Diabetiker brauchen viel Bewegung, Diabetes im Wandel: Vom Schweineinsulin zum synthetischen Hightech-Insulin

Bildquelle: Rainer Sturm, pixelio.de

Schlechtere Wirkung bitterer Medizin

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„Medizin wirkt nur, wenn sie bitter schmeckt.“ Diese Volkweisheit haben Forscher nun widerlegt. Sie konnten nachweisen, dass das Empfinden für Bitterstoffe auch im Darm vorliegt und dafür sorgt, dass bittere Medizin schlechter wirkt als neutral oder süß schmeckende. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet über die neuen Erkenntnisse.

Nicht nur die Zunge, auch der Darm verfügt über Rezeptoren für die Geschmacksempfindung „bitter“. Er reagiert darauf mit einer Abwehrhaltung, welche einerseits einen natürlichen Schutz vor Vergiftungen bietet, andererseits aber auch die Wirkung mancher Medikamente herabsetzen könnte, wie eine Publikation im „Journal of Clinical Investigation“ nahelegt. Der Geschmacksrezeptor für die Empfindung „bitter“ wurde bereits im Jahr 2000 entdeckt. Zur Überraschung der Forscher findet sich das Molekül nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Darm. Dort scheint es die gleiche Funktion zu haben wie auf der Zunge. „Bitter“ ist ein natürliches Warnsignal gegenüber pflanzlichen Giften. Die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge verhindern, dass wir weitere Nahrung zu uns nehmen. Die Geschmacksrezeptoren im Darm haben nach Ansicht von Timothy Osborne von der Universität von Kalifornien in Irvine die gleiche Aufgabe. Zunächst haben sie eine vermehrte Freisetzung des Hormones Cholecystokinin zur Folge. Dieses Hormon hemmt im Gehirn den Appetit, sodass die Aufnahme potenziell giftiger Nahrung eingestellt wird. Im Magen hemmt Cholecystokinin die Entleerung in den Darm. Außerdem kommt es zu Übelkeit und nicht selten auch zum Erbrechen, womit Gifte wieder aus dem Körper entfernt werden. Im Darm steigert Cholecystokinin die Freisetzung von Gallensäuren, was möglicherweise Gifte im Darm bindet.

Bitterstoffe könnten Medikamentenwirksamkeit hemmen

Bitterstoffe finden sich vor allem in pflanzlicher Nahrung, die gleichzeitig arm an Cholesterin ist. Fleisch ist dagegen reich an Cholesterin und enthält im Normalfall wenig Giftstoffe. Die neuesten Ergebnisse von Osborne zeigen nun, dass eine cholesterinarme Diät die Bildung des Rezeptors für Bitterstoffe steigert. Normalerweise dürfte dies bei einer überwiegend pflanzlichen Kost der Fall sein. In Experimenten an Versuchstieren wurde dies jedoch durch die Gabe von Wirkstoffen erzielt, die die Bildung von Cholesterin im Körper senken oder deren Resorption im Darm vermindern. Die Studie zeigt, dass Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss auf die Verdauung von Bitterstoffen haben. Dies könnte erklären, warum manche Menschen Bitterstoffe wie Chinin besser vertragen als andere. Die Studienergebnisse könnten aber auch medizinische Konsequenzen haben. Viele Medikamente haben einen bitteren Geschmack, was traditionell fast schon als Voraussetzung für eine Wirkung galt. Ein bitterer Geschmack könnte jedoch die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen, befürchtet Osborne.

Für Diabetiker hingegen könnten Bitterstoffe jedoch auch eine günstige Wirkung haben. Laut Osborne stimulieren sie die Produktion des eines Stoffes, der die Insulinproduktion stimuliert.

(Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

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Bildquelle: Andreas Morlok, pixelio.de

Diabetes und PAVK: mehr Amputationen

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Die Zahl der Amputationen in Deutschland nimmt zu: Waren 2001 noch 45.000 Menschen betroffen, meldete der Gesundheitsbericht Diabetes 2008 im vergangenen Jahr 60.000 Amputationen. Damit ist die Rate in der Bundesrepublik im europaweiten Vergleich hoch. Hinter einem Großteil der Amputationen steckt eine tückische Krankheit mit einem harmlosen Namen: die Schaufensterkrankheit. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Das Ziel der St. Vincent Deklaration von 1998, die Amputationsrate von Diabetikern um die Hälfte zu reduzieren, wurde weit verfehlt. Die Amputationsrate steigt weiter an und Experten schlagen Alarm. Ursache der Amputationen sind Arteriosklerose und das diabetische Fußsyndrom. 70 Prozent der Amputationsfälle geht Diabetes mellitus voran. Diabetiker haben ein zehn bis 15fach höheres Amputationsrisiko als Nichtdiabetiker. Knapp die Hälfte der Diabetiker leidet gleichzeitig unter der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz PAVK.

Schaufensterkrankheit wird unterschätzt

Das Anfangsstadium der Krankheit wird auch Schaufensterkrankheit genannt. Das klingt zwar harmlos, ist aber nicht zu unterschätzen. Die Erkrankung bezeichnet eine Gefäßverengung im Bein. Die ersten Anzeichen der Krankheiten werden oftmals nicht wahrgenommen. Betroffene lassen sich erst dann untersuchen, wenn die Schmerzen bereits im Ruhezustand auftreten und nicht auschließlich bei Bewegung.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Gefäßverkalkung nicht als solche erkannt und daher nur orthopädisch behandelt wird. Durch die mangelnde Durchblutung bilden sich Geschwüre und nicht heilende Wunden – eine Amputation ist dann oft unvermeidbar. Am häufigsten sind Zehen, Füße und Unterschenkel betroffen. Im schlimmsten Fall ist es sogar das ganze Bein.

Doch nicht nur das Amputationsrisiko ist bei PAVK-Patienten ist besonders hoch. Sie haben auch ein hohes Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko. 75 Prozent der Betroffenen sterben daran. Jeder fünfte Mensch über 65 Jahre leidet der Studie zufolge an einer PAVK, egal, ob die Symptome bereits aufgetreten sind oder nicht. Von 6880 Patienten über 65 Jahre mit leichtem bis mittleren Übergewicht leiden knapp 21 Prozent an einer PAVK, ohne davon zu wissen.

Amputationsrate wird weiter steigen

Bedingt durch die immer höher werdende Lebenserwartung und die steigende Zahl an Diabetikern, wird die Amputationsrate auch künftig weiter zunehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Angiologie, kurz DGA, fordert daher, dass eine Dopplerdruckmessung in das Standardprogramm der Hausarztuntersuchung aufgenommen wird. Sie misst den Verschlussdruck an den Armen und den Knöchelarterien. Mediziner können Durchblutungsstörungen auf diese Weise zuverlässig erkennen. „Gesundheitspolitisch völlig unverständlich ist es, dass der Hausarzt, der ja die Patienten zuerst sieht, die zuverlässige, einfache und preisgünstige Dopplerdruckmessung für die Erstdiagnose mit der Kassenärztlichen Vereinung nicht abrechnen kann“, sagt der DGA-Präsident Karl-Ludwig Schulte. „Eine schlimme Lücke der Versorgung tut sich hier auf“.

Weitere Informationen zum Thema Schaufensterkrankheit, erhalten Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren zudem ausführlich über Diabetes mellitus. Lesen Sie auch: Hörschäden: Diabetiker haben ein höheres Risiko, Diabetes: Tai Chi Chuan reduziert Blutzucker

Bildquelle: Birgit Meyke, pixelio.de

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