Tag Archiv | "Diabetes"

Diabetes-Explosion: Süßes Blut bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger

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Kinderdiabetologen beobachten in Deutschland eine Zunahme der Diabetesfälle bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch nicht erklären lässt. Besonders steil ist der Anstieg bei kleinen Kindern, fasst Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de aktuelle Erkenntnisse zusammen, die bei der Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Stuttgart Experten mitteilten. Eine aktuelle in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ publizierte europäische Studie legt nahe, dass sich die Zahl der kindlichen Diabetiker bis 2020 verdoppeln kann und die Diabetes-Häufigkeit in der Gruppe der unter 15-jährigen um 70 Prozent zu steigen droht.

Diabetes ist die häufigste Stoffwechselkrankheit im Kindes- und Jugendalter

Experten zufolge leiden 25.000 junge Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus. Damit ist Diabetes die häufigste Stoffwechselkrankheit bei Kindern und Jugendlichen. Aber trotzdem fühlen sich viele Kinder und Eltern isoliert, da „nur“ eins von 600 Kindern an Diabetes mellitus Typ 1 leidet und damit Kontakte zwischen betroffenen Kindern und deren Eltern schwierig sind. Auch auf die Behandlungsqualität hat das Einfluss, denn kaum eine durchschnittliche Kinderarzt-Praxis betreut mehr als ein diabetisches Kind. Da neun von zehn neuentdeckten jugendlichen Diabetikern keinen anderen von der chronischen Stoffwechselkrankheit Betroffenen in der Familie haben, geht die Erkrankungsentstehung scheinbar weit über genetische Faktoren hinaus. Die problematische Isolation der „kleinen Diabetiker“ und die Angst ihrer Eltern lässt nur wenige Betroffene „Diabet yes“ sagen.

Hartz 4 bedeutet schlechte Einstellung und Prognose für diabetische Kinder

Untersuchungen zeigen, dass diabetische Kinder aus sozial schwachen Familien eine schlechte Prognose haben und die Folgekomplikationen des Diabetes mellitus früh und ausgeprägt auftreten. Diabetes führt zu massiven Schäden an den Blutgefäßen und Nerven, Nieren, an unteren Extremitäten und Augen mit der Extremfolge Herzinfarkt und Schlaganfall, Dialysepflicht, Amputation sowie Erblindung. Psychosoziale Faktoren entscheiden über Therapieverhalten und Blutzuckereinstellung, erläuterte Professor Dr. med. Thomas Danne aus Anlass der Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Stuttgart.

Diät- und Ernährungsberatung ist für Diabetiker Mangelware

Obwohl die Diät- und Ernährungsberatung durch staatlich geprüfte Diätassistenten bei allen Diabetikern integraler Therapiebaustein ist, erhalten derzeit nur 59 Prozent der diabetischen Kinder und Jugendlichen entsprechende Aufklärung über eine diabetesgerechte Ernährungsweise. Aus Kostengründen verfügen selbst Diabeteszentren und kinderdiabetologische Schwerpunktpraxen nicht über Diätassistenten und auch die psychologische Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes lässt oft zu wünschen übrig, bedauert Professor Danne, der Chefarzt vom Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE ist.

Bayer macht sich mit dem Fine Star für Kinderdiabetes Projekte stark

Mit dem Fine Star zeichnet Bayer Diabetes Care vorbildliche Initiativen aus, die sich auf besonders kreative Weise mit dem Thema Kinderdiabetes beschäftigen. Der Fine Star ist der Bayer Preis für kreative Kinderdiabetes Projekte. In den vergangenen zwei Jahren erreichten 100 Bewerbungen die Fine Star Jury, der neben Professor Danne der 15-jährige Diabetiker Nico Münch, Dr. Katrin Kraats vom Kirchheim Verlag, Michael Bertsch, Initiator von diabetes-kids.de und Claudia Geis von Bayer angehören. Der Fine Star ist mit 17.500 Euro dotiert. Ab sofort können sich Diabetesprofis, Selbsthilfegruppen, Betroffene und Eltern bis zum 11. August 2010 zum Fine Star bewerben. Die drei Fine Star Gewinnerkonzepte stellt die Jury im Rahmen des Kirchheim Forums Wiesbaden am 22. Oktober 2010 vor.

Weitere Informationen zum Fine Star finden Interessierte im Internet unter www.bayerdiabetes.de oder sind per Mail zu erfragen: finestar@bayerdiabetes.de

Jetzt geht die Fine Star in die dritte Runde. Erstmalig können Patienten, Angehörige und Beratungskräfte auch über die Internet-Plattform www.diabetes-kids.de nominieren, abstimmen und gewinnen.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: Bayer Diabetes Care

Gesunde Bücher

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Verlage veröffentlichen tausende von neuen Büchern jeden Monat. Viele Interessenten verlieren bei dieser Vielzahl den Überblick über das Angebot. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de ist eine Gesundheitscommunitys im deutschsprachigen Raum und freut sich, die Neuerscheinungen auf dem deutschen Büchermarkt im Bereich Gesundheit vorzustellen, informiert imedo-Kommunikationsleiter und Medizinjournalist Sven-David Müller.

Natur Doping – Fit ohne fiese Tricks

Fernsehmoderator Peter Großmann vom ARD-Morgenmagazin und Gesundheitsexperte Prof. Hademar Bankhofer räumen in ihrem Buch mit Gesundheitsirrtümern rund um den Sport auf und zeigen, wie man sich unkompliziert fit und gesund halten kann, ganz ohne teure Fitnesskurse und neue Diättechniken.

Arthrose

Prof. Dr. Dieter Wessinghage und Dr. Isolde Leeb haben einen neuen Ratgeber für Betroffene von Arthrose verfasst und zeigen auf, wie die ständigen Schmerzen gelindert werden können. Auch wenn Arthrose in vielen Fällen eine Folge des Alters ist, bleiben auch Jüngere von Abnutzungserscheinungen der Gelenke nicht verschont. Die beiden Autoren beschreiben in Ihrem Ratgeber, was Betroffene selbst für ihre Gelenke tun können und welche Therapien und Medikamente Hilfe versprechen.

Diabetes – Bescheid wissen – besser leben

Mindestens acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an der Gesundheitsstörung Diabetes mellitus. In seinem neuen Buch verrät Dr. Bernd Ruhland, worauf Betroffene achten sollten, welche Warnzeichen es gibt und inwieweit eine Selbstkontrolle dringend notwendig ist. Zusätzlich erläutert er die neuesten Erkenntnisse bei der Behandlung und welche Therapien bei welcher Diabetesform erfolgversprechend sind. Ziel ist es, die Lebensqualität zu sichern und ein Leben ohne Handicap zu ermöglichen.

Entspannung – So genießen Sie jeden Tag

Immer mehr Menschen leiden darunter, sich nicht mehr richtig entspannen und den Stress des Alltags zu Hause ablegen zu können. Schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlafstörungen oder Gedächtnisstörungen, können die Folge sein. Der neue Ratgeber von Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck beschreibt, wie körperliche und emotionale Faktoren, aber auch die richtige Ernährung zu einer inneren und gesunden Balance beitragen.

Warum krank? Wie heilen? – Konzepte einer Anderen Medizin

In Ihrem neuen Buch begibt sich die Gesundheitswissenschaftlerin, Erzieherin und Heilpraktikerin Annette Kerckhoff auf eine Reise durch die Gesundheitsgeschichte. Quer durch die Epochen der Zeitgeschichte ist sie auf der Suche nach längst vergessenen Heilungsmethoden. Ihr Ziel ist es, ein neues medizinisches Weltbild zu schaffen, welches die Schul- und Komplementärmedizin sowie die Gesundheitsförderung kombiniert, um neue Therapiemöglichkeiten zu entwickeln.

Diabetes-Kochbuch

Die Autorinnen Petra Ippach und Renate Ullrich haben ein Kochbuch verfasst, das Diabetes-Erkrankten helfen soll, sich trotz ihrer Unempfindlichkeit gegenüber dem blutzuckerregulierenden Hormon Insulin, schmackhaft ernähren zu können. Das Buch bietet einen Kalorienplaner, mit dem Betroffene Ihre Mahlzeiten aus verschiedenen Nahrungsmittelgruppen im richtigen Verhältnis auswählen und einen individuellen und bewussten Speiseplan zusammenstellen können.

Diabetes? – Packen wir´s an

Kinder und Jugendliche mit neuentdecktem Diabetes stellen sich viele Fragen, was nun mit ihnen geschieht und wie es weiter geht. Das neue Werk von der Autorin Jean Betschart-Roemer setzt sich das Ziel, viele dieser Fragen zu beantworten und gleichzeitig notwendiges Wissen über die Gesundheitsstörung Diabetes zu vermitteln. Das Buch ist im Comic-Stil geschrieben und seine Protagonisten Cindy und Mike habe, durch die Übersetzung von Prof. Dr. Wolfgang Hagge und Dipl.-Psych. Béla Bartus nichts von der lustigen Art verloren. Ganz im Gegenteil, die deutsche Übersetzung hat auf Grund ihrer farbigen Darstellung sicher noch gewonnen.

Zur Klärung von Fachbegriffen hilft das Medizinlexikon.

Einige Exemplare der Neuerscheinungen verlost imedo in seiner Gesundheitscommunity.

Natur Doping – Fit ohne fiese Tricks, Prof. Hademar Bankhofer/Peter Großmann, Ehrenwirth in der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG

Arthrose, Prof. Dr. Dieter Wessinghage/Dr. Isolde Leeb, S. Hirzel Verlag

Diabetes – Bescheid wissen – besser leben, Dr. Bernd Ruhland, S. Hirzel Verlag

Entspannung – So genießen Sie jeden Tag, Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck, Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co.

Warum krank? Wie heilen? – Konzepte einer Anderen Medizin, Annette Kerckhoff, S. Hirzel Verlag

Diabetes-Kochbuch, Petra Ippach/Reante Ullrich, S. Hirzel Verlag

Diabetes? – Packen wir´s an, Jean Betschart-Roemer, S. Hirzel Verlag

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller (Medizinjournalist)

Zucker am Steuer

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Jederzeit mit dem Auto unabhängig und mobil zu sein, ist heute für die meisten Menschen selbstverständlich. Einfach einsteigen und losfahren. Für Diabetiker ist dies jedoch nicht ganz so einfach. Bei einer Über- oder Unterzuckerung während der Fahrt können sie sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, warnt Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Deshalb sollten Diabetiker im Straßenverkehr einiges beachten:

Wahrnehmungsstörungen durch Unterzuckerung
Diabetes mellitus ist eine Gruppe chronischer Stoffwechselerkrankungen, die alle gemeinsam haben, dass der Körper Zucker über den Urin ausscheidet. Die Ursache für eine Überzuckerung ist meist eine Insulinresistenz oder ein Insulinmangel im Blut. Bei einer Unterzuckerung sinkt der Blutzuckerspiegel unter einen festgesetzten Grenzwert von 50 mg/dl. Dies kann durch die Unterversorgung des Nervensystems mit Traubenzucker (Blutzucker) zu unangenehmen und im Straßenverkehr gefährlichen Symptomen führen: Herzrasen, Unruhe, Unkonzentriertheit, Wahrnehmungsstörungen und im Extremfall sogar Bewusstlosigkeit.

Blutzuckermessung vor Fahrtantritt
Für Diabetiker ist es daher notwendig, vor jeder Autofahrt den Blutzucker zu messen. Nur wenn der Blutzuckerspiegel innerhalb der Grenzwerte ist, die der Betroffene gemeinsam mit dem Hausarzt festlegen sollte, darf er sich hinter das Steuer setzen. Bemerkt der Fahrer Anzeichen von Schwindel oder Unwohlsein, sollte er sofort an geeigneter Stelle anhalten, den Blutzuckerwert messen und gegebenenfalls schnell wirksame Kohlenhydrate beispielsweise in Form von Traubenzucker oder Orangensaft zu sich nehmen. Grundsätzlich sollten Zuckerkranke bei längeren Autofahrten etwa alle zwei Stunden eine Pause machen, um sich zu bewegen und etwas zu essen, empfiehlt Müller. Außerdem sollten sie immer ein Blutzuckermessgerät mitführen, um im Zweifel jederzeit den aktuellen Zuckerwert ermitteln zu können.

Rechtslage für Diabetiker im Straßenverkehr
Generell darf jeder Diabetiker den Führerschein für Personenkraftwagen, ohne Einschränkungen und ohne die Krankheit angeben zu müssen, machen und am Straßenverkehr teilnehmen. Lediglich  Berufskraftfahrer müssen die Erkrankung Diabetes mellitus angeben. Ein Gutachten entscheidet dann über die Zulassung. Kommt es jedoch zu einem Unfall aufgrund einer Über- oder Unterzuckerung, muss auch der private Kraftfahrer ein medizinisches Gutachten über sich ergehen lassen, das er zudem selbst zahlen muss. Außerdem kann die Führerscheinstelle von ihm verlangen, künftig ein Fahrtenbuch zu führen und er kann verpflichtet werden, vor Antritt jeder Fahrt den Blutzuckerspiegel zu bestimmen und zu dokumentieren.

Das imedo-Medizinlexikon klärt über medizinische Fachbegriffe auf, beispielsweise darüber, was „Diabetes mellitus“ bedeutet.

Weitere Informationen über Blutzucker-Messgeräte erhalten Sie beispielsweise bei Bayer: http://www.bayerdiabetes.de/.

Die Gruppe „Diabetes“ der imedo-Gesundheitscommunity bietet allen Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, sich zu dieser Erkrankung auszutauschen.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller
Bildquelle: Knipseline, pixelio.de

Lebenslange Zusatzaufgabe: keinen Tag Urlaub vom Diabetes

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In Deutschland leben 200.000 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1. Die öffentliche Aufklärung über die oftmals als „Zuckerkrankheit“ verunglimpfte Stoffwechselerkrankung lässt noch immer sehr zu wünschen übrig. Selbst einfachstes Diabeteswissen ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt: Diabetes bekommt man nicht vom Naschen oder vom Zucker, Diabetes ist nicht harmlos und an der Diabetes-Erkrankung ist niemand schuld, wie der Medizinjournalist und Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Kinderdiabetes-Projekte mit dem „Fine Star“ geehrt
Ende Oktober erhielten die Gewinner des Bayer Vital Preises für kreative Kinderdiabetes-Projekte aus Anlass des Kirchheim-Forum Diabetes in Wiesbaden ihre Preise. Der „Fine Star“ ist mit 17.500 Euro dotiert und hat wie im vergangenen Jahr drei Preisträger. In diesem Jahr gingen 42 Bewerbungen auf den Fine Star beim Preiskuratorium ein. Bayer Diabetes Care hat den diesjährigen „Fine Star“ unter das Motto „Fine macht stark“ gestellt. Die Auszeichnung erhalten Projekte, die sich in besonderer Weise dafür einsetzen, diabetische Kinder und Jugendliche auf ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben mit der Stoffwechselerkrankung vorzubereiten. Die Plätze eins bis drei belegten das Team Diabetes des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) in Berchtesgaden, die Internetseite www.diabetes-kids.de und ein Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich. Der großartige Erfolg des Fine Star 2009 war für die Verantwortlichen von Bayer Diabetes Care Anlass genug, den Preis auch für 2010 auszuschreiben.

Eine Giraffe soll Diabetikern Mut machen
Namensgeberin und Patin für die Auszeichnung ist das Maskottchen Fine – eine kleine Giraffe mit großem Auftrag. Fine macht sich stark für diabetische Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Ziel sind selbstbewusste Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus. Grundsätzlich heißt es bei Diabetes, ein bisschen aufpassen, rund um die Uhr, ein Leben lang.

Offensichtliche Benachteiligung von Diabetikern
Erschreckend ist, dass jugendliche Diabetiker keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, in der Regel nicht verbeamtet werden und in einigen Bundesländern sogar nur unter Schwierigkeiten einen Führerschein machen können. Nicht alle männlichen diabetischen Jugendlichen empfinden es als Vorteil, dass sie weder zum Wehrdienst noch zum Zivildienst herangezogen werden, erläutert Medizinjournalist Sven-David Müller, der selbst im Alter von sieben Jahren an der chronischen Stoffwechselkrankheit erkrankte.

Was Diabetes für junge diabetische Patienten bedeutet, hat Müller zusammengefasst:

  • 2000 Insulin-Injektionen pro Jahr
  • 2000 Blutzuckermessungen mit Pieks in Fingerbeere oder Ohrläppchen im Jahr
  • 2000 berechnete, diabetesgerechte Mahlzeiten im Jahr

Der erste Platz beim Fine Star ist mit 10.000 Euro dotiert und ging an das Team Diabetes des CJD Berchtesgaden. In der Reha-Einrichtung in Berchtesgaden erfahren 35 diabetische Kinder und Jugendliche eine ganzheitliche Langzeitbetreuung. In der ausgezeichneten CJD-Einrichtung erhalten die jungen Diabetiker eine umfassende Betreuung und Schulung sowie schulische Ausbildung. Die oftmals aus schwierigen häuslichen Verhältnissen stammenden Diabetiker bleiben mindestens ein Jahr in Berchtesgaden. Hier ist das Ziel, unter dem Motto „Keiner soll verloren gehen“ den Körper der Patienten zu kräftigen, die Diabeteseinstellung zu optimieren und die Seele stark zu machen.

Den zweiten, mit 5.000 Euro dotierten Platz erhielt die Internet-Initiative www.diabetes-kids.de. Dies ist die reichweitenstärkste virtuelle Gemeinschaft für und von diabetischen Kindern und Jugendlichen. Den Preis nahm Michael Bertschs für sein Projekt entgegen, das er im Sommer 2000 startete, als seine Tochter Carolin im Alter von anderthalb Jahren an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte. Er stellte damals fest, dass es viel zu wenig Informationen und überhaupt keine Dialogmöglichkeiten für diabetische Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige gibt.

Mit dem dritten Platz und 2.500 Euro wurde das Projekt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich ausgezeichnet. Die Klinik gestaltete eine phantasievolle Diabetes-Schulungswoche für Kinder und Jugendliche mit dem Zirkus Tausendtraum. 30 junge Diabetiker traten als Artisten auf und erhielten tosenden Applaus vom Publikum. Diese Vorstellung war der krönende Abschluss der einwöchigen Diabetesschulung. Inzwischen bietet auch die Uni-Kinderklinik in Düsseldorf ambulante Schulungswochen mit dem Zirkus Tausendtraum an. Und mit dem Preisgeld von 2.500 Euro gibt es 2011 eine Wiederholung der Aktion in Aurich.

Zu einem gesunden und aktiven Leben gehört regelmäßige körperliche Aktivität einfach dazu – auch und gerade für Menschen mit Diabetes mellitus. Lesen Sie weiter in den imedo-Gesundheitsnews: Diabetiker brauchen viel Bewegung

Das Gesundheitsportal www.imedo.de bietet zum Thema “Diabetes” zahlreiche Informationen, Gruppen und Medizinlexikoneinträge. Surfen Sie sich gesund.

Redaktion: Sven-David Müller, Andreas Köster
Bildquelle: Bayer Healthcare

Gynäkologen übersehen mehr als 50 Prozent der Schwangerschaftsdiabetes-Fälle

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Zehn Prozent der niedergelassenen Gynäkologen vergessen, Schwangere auf einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zu untersuchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die zwischen Juni und November 2008 von der Forschergruppe Diabetes der TU München mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care durchgeführt wurde. Noch immer beachten nicht alle Gynäkologen die Gefahr, die der Gestationsdiabetes für Mutter und Kind bedeutet. Studienleiter Privatdozent Dr. Martin Füchtenbusch und Dr. Helmut Kleinwechter, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft, sind sich einig, dass Gynäkologen das Diabetes-Screening zu selten durchführen. Die Perinatalstatistik der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung zeigt, dass der Schwangerschaftsdiabetes in Deutschland noch immer in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen wird. Das hat teilweise gravierende Folgen für Mutter und Kind, betont Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Blutzuckerbelastungstest ist meist keine Kassenleistung für Schwangere
Begründet sind die gefährlichen Versäumnisse der niedergelassenen Gynäkologen vor allem in der unklaren und uneinheitlichen Vergütungssituation. In den meisten Bundesländern müssen die Schwangeren den Blutzuckerbelastungstest als IGeL-Leistung selbst bezahlen. Diabetologen und Gynäkologen fordern, das Screening als Kassenleistung für alle Schwangeren durchzuführen. Um einen Schwangerschaftsdiabetes zu diagnostizieren, führt der Frauenarzt einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) mit 75 Gramm Traubenzucker durch. Im Gegensatz zur Blutzuckerselbstkontrolle sollten Gynäkologen den Blutzuckerspiegel dabei nicht mit Handgeräten, sondern über eine Labormethode bestimmen.

Erfolgreiche Therapie von Schwangerschaftsdiabetikerinnen
Für die Aufklärung von Schwangerschaftsdiabetikerinnen stellt Bayer Diabetes Care niedergelassenen Gynäkologen kostenlos Praxisposter, Informationsmaterial in Deutsch und Türkisch, Anleitungen für oGTT, Blutzuckertagebücher sowie Mutterpassaufkleber zur Verfügung. Schwangerschaftsdiabetikerinnen bedürfen einer intensiven Diabetikerschulung. Insbesondere der Ernährungstherapie kommt eine große Bedeutung zu. Es ist wichtig, dass Schwangerschaftsdiabetikerinnen sechs bis sieben kleinere Mahlzeiten essen. Nur durch eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr lässt sich die Ketonkörperbildung vermeiden. Die Therapie von Schwangerschaftsdiabetikerinnen ist fast immer erfolgreich. In der Regel normalisieren sich die Blutzuckerwerte von Gestationsdiabetikerinnen rasch nach der Geburt. Um das Typ 2 Diabetes-Risiko der Frauen zu reduzieren, empfehlen Gynäkologen den Frauen, mindestes 3 Monate zu stillen.

Weitere Informationen wie die Insulinwirkung verbessert werden kann, stehen auf den imedo-Gesundheitsnews zur Verfügung: Diabetiker Brauchen viel Bewegung

Das große Online Medizinlexikon von imedo.de enthält auch zu Schwangerschaftsdiabetes weitergehende Informationen und Links.

In der imedo-Gruppe „Diabetes“ finden Sie andere Diabetiker und können von deren Erfahrungen lernen sowie eigene Erfahrungen weitergeben.

Weitere Informationen liefert auch das imedo Infocenter Schwangerschaft und Stillzeit.

Bildquelle: pixelio.de, Alexandra Bucurescu

Diabetiker brauchen viel Bewegung

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Zu einem gesunden und aktiven Leben gehört regelmäßige körperliche Aktivität einfach dazu – auch und gerade für Menschen mit Diabetes mellitus. Man unterscheidet hier zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes. Professor und Sportwissenschaftler Dr. Ingo Froböse* aus Köln berichtet als Kolumnist des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de, wie körperliche Aktivität die Insulinwirkung verbessern kann und wie Diabetiker sich trainieren können.


Diabetes in jungen Jahren
Der Typ 1 Diabetes tritt am häufigsten in frühen Lebensjahren auf. Deshalb wurde diese Diabetes-Form früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet. Nicht selten beginnt er mit plötzlich einsetzenden Beschwerden wie beispielsweise Bewusstseinsverlust. Diabetes Typ 1 beruht auf einem absoluten Mangel an Insulin infolge zerstörter Insulin produzierender Zellen, den Beta-Zellen, in der Bauchspeicheldrüse. Als mögliche Ursachen werden bei Diabetes Typ 1 verschiedene Faktoren diskutiert: eine Fehlsteuerung des Immunsystems, eine erbliche Veranlagung und äußere Faktoren wie zum Beispiel Virusinfektionen.

Spiel und Sport hilft gegen Diabetes Typ 1
Bei der immunologisch vermittelten Form des Typ 1 Diabetes mellitus bildet der Körper Antikörper, die sich unter anderem gegen die Insulin produzierenden Zellen richten und diese zerstören. In Folge dessen kann kein Insulin mehr produziert und Glucose nicht mehr aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden: Der Blutzucker steigt an. Da der Körper kein eigenes Insulin mehr bilden kann, müssen Patienten sich dieses als Medikament spritzen. Sport ist hier wichtig, um langfristigen Schäden wie Gefäßveränderungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht vorzubeugen. Außerdem zeigen Studien eine deutliche Verbesserung der Blutzuckereinstellung bei jugendlichen, sporttreibenden Typ 1 Diabetikern im Vergleich zu nicht aktiven Kontrollpersonen. Des Weiteren sind Spiel und Sport in der Gruppe ein wichtiges integratives Moment für Kinder und Jugendliche mit Typ 1. Die Möglichkeit, sich zusammen mit den nicht diabetischen Freunden am Schul- und Vereinssport zu beteiligen, ist nicht zu unterschätzen. Ein gänzlicher Verzicht auf Insulinmedikation durch Sport ist im Gegensatz zum Typ 2 Diabetiker jedoch nicht möglich.

Altersdiabetes: oft spät erkannt
Bei dem Typ 2 Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, bildet die Bauchspeicheldrüse zunächst ausreichend Insulin, das jedoch nicht ausreichend wirkt. Ärzte sprechen dann von einer Insulinresistenz. Im weiteren Verlauf kann die Insulinproduktion abnehmen, sodass auch bei dieser Diabetes-Form eine Insulintherapie notwendig werden kann. Die Erkrankung kann lange symptomlos bleiben und macht meist erst nach dem 40. Lebensjahr durch Folgekomplikationen auf sich aufmerksam. Der Krankheitsverlauf ist hauptsächlich durch die Folgen der Gefäßschäden bestimmt: Etwa drei Viertel der Betroffenen sterben an Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Leider finden sich immer mehr jüngere Menschen, die Altersdiabetes haben.
Risikofaktoren zur Entstehung des Typ 2 Diabetes sind Übergewicht, Bewegungsmangel und eine falsche Ernährungsweise. Häufig tritt diese Diabetes-Form im Rahmen des Zivilisationsproblems „metabolisches Syndrom“ auf, bei dem der Organismus eine Resistenz gegenüber dem Insulin entwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass zum einen Energie verbrannt und zum anderen der Blutzucker besser verwertet wird. Dies ist durch körperliche Aktivität möglich, da nur die Muskeln ausreichend Zucker verbrennen.

Körperliche Aktivität verbessert die Insulinwirkung
Regelmäßige Bewegung verbessert das körperliche Wohlbefinden, hilft Stress abzubauen, beeinflusst den Blutzuckerspiegel günstig und wirkt sich vorteilhaft auf Gewicht und Herz-Kreislauf-System aus. Risikofaktoren des Typ 2 Diabetes mellitus, wie erhöhte Blutfettwerte oder zu hoher Blutdruck werden dadurch günstig beeinflusst. Sport kann je nach Schweregrad der Erkrankung in Einzelfällen zu einem völligen Rückgang des Typ 2 Diabetes verhelfen.
Die Muskelzellen können den Blutzucker besser aufnehmen und die Muskeln brauchen bei Bewegung mehr Energie – das verbraucht zusätzlich Blutzucker und senkt die Werte. Auch langfristig verbessert Bewegung die Blutzuckerwerte, da der Körper Muskulatur aufbaut und Muskelzellen auch im Ruhezustand zusätzlichen Blutzucker verbrauchen. Die körperliche Aktivität wirkt sich jedoch bei jedem in individuellem Maße aus. Daher ist es gerade während des Sports wichtig, den Blutzuckerspiegel im Blick zu haben: Man sollte vor, eventuell während sowie ein bis zwei Stunden nach der körperlichen Aktivität den Blutzucker messen, um möglichen Stoffwechselentgleisungen vorzubeugen und die Reaktionen des Körpers kennenzulernen. Von diesen Komplikationen sind nur Diabetiker betroffen, die Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, die die Insulinproduktion steigern.

Auch bei Diabetikern fängt Bewegung im Alltag an
Alle Diabetiker sollten daher jede Gelegenheit nutzen, sich zu bewegen. Zum Beispiel kleinere Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, statt mit dem Auto und besser die Treppen nutzen als den Aufzug. Auch Hausarbeiten, wie Staub saugen, Fenster putzen und Gartenarbeiten, sind körperliche Betätigungen und gehören zu einem körperlich aktiven Alltag.
Regelmäßiges Training kann das Risiko an Diabetes zu erkranken um 69 Prozent senken. Ausdauersport wirkt sich dabei ebenso positiv aus, wie Krafttraining oder eine Mischung aus beiden. Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen beeinflusst das Herz-Kreislauf-System, die Atmung, den Stoffwechsel sowie die Durchblutung der großen Muskelgruppen positiv. Auch Krafttraining wirkt sich positiv auf den Organismus aus und kann das Risiko für Bluthochdruck erheblich senken: Unsere Muskeln stellen das größte Stoffwechselorgan in unserem Körper dar und verbrennen am meisten Zucker und Fett. Sport optimiert also den Blutzucker und die Figur.
Ein erster Erfolg tritt schon nach acht bis vierzehn Tagen ein, tiefgreifende Körperumstellungen finden allerdings erst nach vier bis sechs Monaten statt. Um einen optimalen Erfolg zu erreichen, ist es optimal dreimal pro Woche zu trainieren.

Fazit: Sport tut Diabetikern gut
Körperliche Aktivität beeinflusst den Körper im Hinblick auf Diabetes sehr positiv: Sport kann das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 deutlich senken und auch die Betroffenen von Typ 1 Diabetes profitieren nachhaltig von Bewegung. Die Sekundärschäden werden deutlich reduziert und die Leistungsfähigkeit bleibt erhalten. Ist es zur Erkrankung gekommen, kann Sport den Blutzuckerspiegel so günstig beeinflussen, dass Typ 2 Diabetiker Medikamente deutlich reduziert beziehungsweise weggelassen werden können. Diabetiker sollten den Nutzen und die Vorgehensweise mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Bei imedo.de erhalten Sie nicht nur umfangreiche Informationen zu Diabetes, sondern können sich auch in der Gruppe „Diabetes“ mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen mit Sport und Bewegung profitieren.

In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über den Wandel von Diabetes und über synthetisches Hightech-Insulin.

Dr. Prang warnt im imedo-Gesundheits-TV vor den Folgekomplikationen unbemerkter Diabetes und erklärt, wie man Diabetes rechtzeitig erkennen kann.

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*Professor Dr. Ingo Froböse ist als Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln tätig und leitet dort das Zentrum für Gesundheit und das Institut für Rehabilitation. Er ist Autor einer Vielzahl von Beiträgen und Artikeln in den Publikums- und Fachmedien. Professor Froböse ist Beirat und Vorstandsmitglied sowie Berater einer Vielzahl von renommierten Fachgesellschaften und Gremien.

Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de

Matthias Steiners Olympiaprogramm für Diabetiker

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Diabetes ist ein gewaltiges Problem, unter dem auch Matthias Steiner, der Olympiasieger im Gewichtheben leidet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert Diabetiker über das neue Motivations- und Gesundheitsprogramm des Spitzensportlers.

Lange Arbeitszeiten fordern ihren Tribut und locken nach Feierabend in Richtung Sofa und Fernseher, anstatt in die Küche und an den heimischen Herd. Schon lange ist es keine Ausnahme mehr, Fast Food zu essen, was nicht nur der Figur schadet, sondern zudem das Risiko in die Höhe treibt, an Diabetes zu erkranken. Das Krankheitsbild wird immer häufiger, sodass abzusehen ist, dass die Aufklärung hinsichtlich Diabetes in Zukunft einen immer größeren Stellenwert einnehmen muss. Matthias Steiner, heute Olympiasieger im Gewichtheben, erkrankte im Alter von 18 Jahren. Er gibt nun, gemeinsam mit seinem Trainer, einer Ernährungsexpertin und Accu-Chek, einen Sport- und Motivationsplan heraus, welcher Betroffenen den Umgang mit ihrer Krankheit erleichtern soll: „Stark mit Diabetes. Das persönliche Olympiaprogramm – von und mit Matthias Steiner“

Diabetes erfordert einen speziellen Umgang

Die Tatsache, das Steiner trotz seiner Krankheit derzeit als stärkster Mann der Welt in Erscheinung treten kann, gibt zu denken. Diabetes ist zwar eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung, wer es allerdings vermag, mit ihr umzugehen, ist zu Höchstleistungen fähig. In erster Linie gilt es, den Körper vor dem Unterzuckern zu bewahren, da die damit einhergehenden Symptome, wie beispielsweise Zittern, Schwitzen und Erbleichen äußerst unangenehm sein können. Viele Patienten beugen diese vor, indem sie stets Traubenzucker mit sich führen. Eine solche Taktik ist keineswegs falsch, Matthias Steiner weiß sie jedoch zu ergänzen.

Fünf Disziplinen versprechen Lebensqualität trotz Diabetes

Steiners Meinung nach bedarf es nur weniger Kniffe, um die Diabetes-Erkrankung zu erleichtern. Der Olympiasieger unterscheidet insgesamt fünf Disziplinen, mit deren Hilfe es möglich sei, gute Blutzuckerwerte zu erreichen:

  1. Stärke
  2. Ausdauer
  3. Ernährung
  4. Motivation
  5. Messen

In Sachen Kraft ist es für Erkrankte besonders wichtig, regelmäßig große Muskelgruppen zu fordern. Dies bewirkt, dass der Körper mehr Glukose verbraucht, was wiederum den Blutzuckerspiegel aktiv senkt. Ausdauertraining hat ähnlich erfreuliche Auswirkungen. Aus eigener Erfahrung kann Matthias Steiner berichten, dass Übungen nicht nur die Blutzuckerwerte positiv beeinflussen, sondern zudem Energie spenden. Fortschritte in Bezug auf die Werte ermöglicht zudem eine ausgewogene, fettarme Mischkost, bestehend aus Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, frischem Obst und Gemüse. Um die wertvollen Tipps in Sachen Sport und Ernährung allerdings umsetzen zu können, ist genügend Motivation unverzichtbar. Ein guter Grund, das Olympiaprogramm durchzuführen, stellt diesbezüglich der sich selbst erhaltene Kreislauf dar. Gute Blutzuckerwerte nämlich führen bei vielen Patienten ganz automatisch zu einem Motivationsschub. Andere sind durch Wochenmottos oder Bücher in der Lage, sich bei Laune zu halten, ist sich Steiner sicher. Die letzte Disziplin, das Messen, nimmt Bezug auf die übrigen Punkte. Sowohl vor und nach dem Trainingsprogramm, als auch vor dem Essen und im Anschluss an die Mahlzeiten, sei das Messgerät unverzichtbar. Nur auf diese Weise werde die positive Wirkung deutlich und könne ihre motivierende Wirkung entfalten.

Was Diabetiker beim Sport beachten sollten

  • Matthias Steiner empfiehlt allen werdenden Sportlern vor dem Trainingsbeginn mit einem Arzt über ihr Vorhaben zu sprechen. Auf diese Weise bekommt der Patient hilfreiche Tipps und kann auch die letzten Zweifel aus dem Weg räumen. Ebenso bietet es sich an, während des Programms, den Kontakt mit einem Mediziner zu halten. Kommen Fragen auf, oder stellen sich Probleme, kann auf diese Weise schnell geholfen werden.
  • Bevor man das Sportprogramm in die Tat umsetzt, ist es von Nöten, den Trainingspartner über die Erkrankung aufzuklären. Hier sollte der Patient insbesondere das Unterzuckern erwähnen und darstellen, wie andere in einem Notfall helfen können.
  • Damit die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, ist es wichtig, das Sportprogramm regelmäßig zu wiederholen.
  • Die Atmung spielt im Training eine wichtige Rolle und sollte kontrolliert und regelmäßig erfolgen, will man dauerhaft Sport treiben und Kondition aufbauen.
  • Anfänger sollten sich nicht zu viel zumuten. Am besten ist es, mit einem leichten Training zu beginnen und sich langsam zu steigern.
  • Es gibt kein Allgemeinrezept für ein gutes Konditionstraining. Um dauerhaft am Ball zu bleiben, könnte es sich positiv auswirken, die eigenen Interessen bei der Auswahl der Trainingsmethode zu beachten.

Unverzichtbare Technik während des Olympiaprogramms

Nicht zufällig unterstützt die Diabetes Care Marke Accu-Chek von Roche Diagnostics, Matthias Steiner bei seiner Broschüre. Diabetiker benötigen technische Hilfsmittel, ob im Alltag oder im Training. Accu-Chek ist weltweit führend im Bereich Blutzucker-Selbstmanagement. Wie der Olympiasieger hat auch Accu-Chek sich zum Ziel gesetzt, Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu verbessern. Steiner verweist auf Produkte der Firma, da diese seiner Meinung nach, eine leichte Handhabung gewährleisten, handlich sind und teilweise sogar über einen USB-Anschluss verfügen, der das Erfassen und Auswerten der Blutzuckerwerte erleichtert.

Die Gruppe Diabetes Typ 2 der imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht den Erfahrungsaustausch Betroffener und hält wichtige Informationen für Erkrankte bereit.

Mit verschiedenen Formen der Therapie von Diabetes beschäftigen sich die imedo-Gesundheitsnews hier: Insulinspritze adé: Leben mit der Insulinpumpe.

(Redaktion: Svea Hagen)
Bildquelle: knipseline, Maria Lanznaster, pixelio.de

Gesundheitskolumne: Wohlstand macht krank

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Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: Dr. Thomas Kurscheid warnt vor krank machendem Wohlstand.

Ein Großteil der Krankheiten entsteht durch falsche Ernährung. Zwei der größten Probleme sind dabei Übergewicht und Adipositas. Einer Studie zufolge sind 66 Prozent aller Männer und 51 Prozent der Frauen in Deutschland übergewichtig. Das ist dann der Fall, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 25 liegt. Bei adipösen Menschen liegt der BMI über 30. Das ist immerhin bei 21 Prozent der übergewichtigen Männer und 19 Prozent der übergewichtigen Frauen der Fall.

Folgeerkrankungen des Übergewichts

Bei einem BMI ab 30 kann man getrost davon ausgehen, dass sich irgendwann Folgeerkrankungen des Übergewichts einstellen, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und erhöhte Blutzuckerwerte. In der Konsequenz folgt dann Diabetes und eine zunehmende Verkalkung der Arterien, die dann wiederum zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Dies umso mehr, wenn man auch noch erblich vorbelastet ist. Etwa jeder zweite Mensch stirbt in Deutschland an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sieben bis acht Millionen Deutsche haben Diabetes, davon 80 bis 90 Prozent Diabetes Typ II. Der sogenannte „Altersdiabetes“ müsste umbenannt werden. Er tritt heutzutage infolge andauernder „Kalorienvergiftung“ schon häufig im Alter von 15 auf!

Unser Körper ist im Vergleich zum Auto ein hochkomplexes System. Beim Auto wissen wir: Wenn wir zu viel tanken, läuft der Tank über, wenn wir statt Benzin Diesel tanken, geht der Motor kaputt. Unser Körper reagiert zwar etwas nachsichtiger, aber auch nicht auf Dauer. Kurzfristig vertragen wir fast jeden „Treibstoff“. Langfristig führt ein Zuviel an falscher Ernährung zu Krankheiten im System Mensch.

Metabolisches Syndrom

Eine typische Vorstufe ist das sogenannte metabolische Syndrom, kurz MetSyn. Es nimmt in Industrieländern rasant zu, mittlerweile ist rund ein Viertel der westlichen Bevölkerung betroffen. Je wohlhabender eine Nation ist, desto mehr schlägt sich dies auch auf den Hüften nieder. Die Risikofaktoren für das metabolische Syndrom nennt man auch „die vier B“ oder „das tödliche Quartett“: Bauchfett, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette und Bluthochdruck. Vom metabolischen Syndrom sind Menschen betroffen, auf die mindestens drei der folgenden Kriterien zutreffen.

- Stammbetontes Übergewicht: Ist der Taillenumfang einer Frau größer als 88 Zentimeter oder der eines Mannes größer als 102 Zentimeter. Bauchfett ist ein hormonell hoch aktiver Gewebsbestandteil, der ursächlich an Fettstoffwechselstörungen beteiligt ist.

- Diabetes Typ II: Liegt der Nüchternblutzucker höher als 100 mg/dl (Milligramm pro 100 Milliliter).

- Bluthochdruck: über 130 bzw. 85 mmHG. Das Herz eines übergewichtigen Menschen muss deutlich mehr leisten als das eines Normalgewichtigen.

- Fettstoffwechselstörung oder eine Erhöhung der Triglyceride über 150 mg/dl. Beides lässt die Gefäße schneller altern und bereitet so den Boden für vorzeitigen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Das Problem des metabolischen Syndroms besteht darin, dass jede einzelne Erkrankung für sich bereits eine Gefahr für die Gesundheit ist. Das gemeinsame Auftreten erhöht die Gefahren erheblich. Ein erhöhter Blutdruck in Kombination mit einem erhöhten Cholesterinspiegel verdoppelt das Herz-Kreislauf-Risiko nicht nur, sondern vervierfacht es.

Viele Menschen denken, dass die Risiken übertrieben werden. “Mich wird es schon nicht treffen.” Doch hier muss ich widersprechen: Es könnte Sie treffen, aber – das ist die gute Nachricht – Sie können sehr viel tun, um dies zu verhindern.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Gicht als Erb- und Wohlstandskrankheit und die Wohlstandsgesellschaft, die hinsichtlich der Ernährungsweise Gefahren birgt hat.

Mehr Informationen finden Sie bei imedo und dem imedo-Gesundheitsfernsehen.

Bildquelle: RainerSturm, pixelio.de

Gesunde Ernährung: Zwischen Lügen und Marketingstrategien

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat beim Ernährungsmediziner Martin Lemperle nachgefragt, was eine gesunde Ernährung ausmacht und welche Ernährungslügen getrost aus den Köpfen der Menschen verschwinden können.

imedo: Was macht eine gesunde Ernährung aus?

Lemperle: Sie muss von den Kalorien her angepasst sein, das heißt, dass man darauf achten sollte, nicht zu viele Kalorien zu sich zu nehmen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass 50 Prozent der Nahrung aus Kohlenhydraten bestehen sollte, 30 bis 35 Prozent aus Fett und 15 bis 20 Prozent aus Eiweiß. Vitamine und Mineralstoffe sollten in ausreichender Menge verzehrt werden. Viel Obst und Gemüse sollte auf dem Speiseplan stehen, wobei Gemüse den höheren Stellenwert hat. Die Nährstoffdichte von Gemüse ist zwei- bis zehnmal höher als die von Obst. Weißbrot sollte man meiden und stattdessen Vollkornprodukte essen. Eiweiß sollte nicht nur tierisch sein, pflanzliches Eiweiß liefern Hülsenfrüchte wie Bohne oder Linsen. Auch Sojaprodukte sind sinnvoll und eiweißreich.

imedo: 30 Prozent Fett klingt viel, worauf muss man dabei achten?

Lemperle: Die Hälfte der Fette sollten aus einfach ungesättigten Fetten bestehen. Diese findet man hauptsächlich in Nüssen und Pflanzenölen. Rapsöl, Walnussöl und Leinöl sind am besten für die Ernährung geeignet – sogar besser als Olivenöl. 20 Prozent der Fette sollten als gesättigte Fette und 30 Prozent als mehrfach ungesättigte Fette aufgenommen werden. Bei den mehrfach ungesättigten Fetten sollte man besonders auf die Omega-3-Fettsäuren achten. Lieferanten der Omega-3-Fettsäuren sind Seefische wie Lachs und Makrele und Hering. Zwei Mahlzeiten pro Woche sollten daher am besten aus diesen Zutaten bestehen. Da muss man natürlich auf die Kalorien achten. Stark übergewichtige Menschen sollten die Omega-3-Fettsäuren besser als Kapseln einnehmen.     

imedo: Fruchtsäfte und Fruchtgummis aus der Werbung sollen angeblich wichtige Vitaminlieferanten für Kinder sein. Was muss man bei der Ernährung von Kindern beachten?

Lemperle: Fruchtsäfte sind Zuckerwasser. Bonbons sind zuckerreich und daher ebenfalls nicht zu empfehlen. Besser ist, Obst wirklich als Obst zu essen. Wichtig ist eine breitgefächerte aber nicht hochdosierte Einnahme von Vitaminen. Kinder sollten genug davon zuführen. Außerdem sollten vor allem Kinder Omega-3-Fettsäuren aufnehmen. Das fördert die Entwicklung des Gehirns.

imedo: Welche Unterschiede gibt es in der Ernährung von Schulkindern und Erwachsenen?

Lemperle: Im Prinzip sind die Ernährungsempfehlungen fast gleich – abgesehen von den Kalorien. Was die Verhältnis innerhalb der Ernährung angeht, so ist das bei beiden gleich. Bei Kindern findet man oft einen Mangel an Vitamin D oder Folsäure. Das Problem ist, das Kinder gesunde Sachen oft nicht gern essen. Wenn man sicher gehen will, dass sie genug Vitamine bekommen, kann man Kindern ruhigen Gewissens eine gute Multi-Vitamintablette geben.

imedo: Wie sieht es aus mit probiotischen Joghurts und Wellnesswasser? Wie viel braucht der Mensch wirklich?

Lemperle: Wenn er sich total gesund ernährt, braucht er davon nichts. Nur ist das in der heutigen Zeit leider kaum mehr möglich. Das fängt schon damit an, dass wir unbewusst oft Konservierungsstoffe essen, die in den Lebensmitteln enthalten sind. Die stören zum Teil die Darmflora. Probiotische Produkte sind auf jeden Fall nicht ungesund und können helfen. Es müssen nicht die teueren Produkte sein, die probiotischen Bakterien wirken alle gleich. Wellnessdrinks haben fast nur Marketing-Charakter. Die wirklich guten Inhaltsstoffe haben eine zu niedrige Konzentration.

imedo: Welche Auswirkung hat die Ernährung von Masttieren auf unsere Ernährung?

Lemperle: Es ist klar, dass die Mästung von Tieren an sich nicht zu gesünderem Fleisch führt. Oft werden Tieren mit Hormonen und Antiobiotika versorgt, die sind dann im Fleisch enthalten. Auch die wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind im Mastfleisch deutlich weniger als von Tieren mit natürlicher Haltung. Man muss auch davon ausgehen, dass mehr verseuchtes Fleisch im Umlauf ist, als man aufdeckt. Es lässt sich aber trotzdem sagen, dass Mastfleisch nicht so ungesund ist wie sein Ruf.

imedo: Ist Zucker für Diabetiker noch immer verboten?

Lemperle: Zucker ist prinzipiell nicht verboten, Zucker vermeiden ist aber gesünder – sowohl für Diabetiker als auch für Nicht-Diabetiker.

imedo: Sind Eier wirklich schlecht für das Herz?

Lemperle: Die Meinung hat sich geändert. Man weiß heute, dass der Körper 80 bis 90 Prozent seines Cholesterins selbst produziert – unabhängig von Eiern. Eier generell nicht mehr zu empfehlen ist falsch. Das trifft nur auf Leute zu, die einen hohen Blutfettgehalt haben, weil Eier viel Fett enthalten. Selbst mehrere Eier pro Woche schaden nicht.

Wie Sie mit Gemüse richtig umgehen und gesund essen und dabei schlank werden, erfahren Sie durch die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Ernst Rose, pixelio.de

Krabbenpanzer helfen bei Verbrennungen

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Die Folgen schwerer Verbrennungen könnten sich künftig vermeiden lassen. Drei Jahre haben Forscher der Wilhelms-Universität Münster den Wirkstoff Chitosan getestet, der aus den Schalen von Krabben gewonnen wird. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert: Chitosan beschleunigt die Wundheilung bei Verbrennungen und kann auch Diabetikern das Leben erleichtern.

Wie man aus den Schalen von Krabben einen wichtigen Wirkstoff gegen schwere Verbrennungen gewinnen kann, haben Wissenschaftler in einem dreijährigen Projekt näher erforscht. Die Panzerung der Krebstiere enthalte Chitin, aus dem der Stoff Chitosan hergestellt werden könne. Für dieses sogenannte Saccharid gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, etwa als Pflanzenschutzmittel oder als Ausgangsstoff für Wundverbände, wie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster mitteilt. Bisher funktioniere die Wundheilung mit Chitosan allerdings nicht in allen Fällen.

Aus Chitosan entsteht Insulin

Die Forscher untersuchten deshalb vor allem die Wechselwirkungen von Chitosan mit dem menschlichen Körper. So hätten etwa Säuglinge mit großflächigen, eigentlich tödlichen Verbrennungen unter Chitosanverbänden in mehreren Fällen nicht nur überlebt, sondern ihnen sei wieder eine vollständig neue und narbenfreie Haut gewachsen, berichtet Projektleiter Professor Bruno Moerschbacher. Darüber hinaus könnten aus Chitosan gewonnene Nanopartikel dazu genutzt werden, das für viele zuckerkranke Menschen lebenswichtige Insulin direkt über die Nasenschleimhaut zu verabreichen. Die bisher nötige Spritze könne dann wegfallen.

Designer-Chitosane könnten Mittel gegen Verbrennungen werden

Das Grundlagenwissen soll jetzt dazu genutzt werden, künftig gezielt „Designer-Chitosane“ mit bestimmten medizinischen Wirkungen zu produzieren. Auf Grundlage der Forschungsergebnisse könne eventuell ein zuverlässiges Mittel gegen Verbrennungen für den freien Verkauf in Apotheken entwickelt werden, hofft Moerschbacher.

Auch die Sonne kann gefährliche Hautverbrennungen hervorrufen. Wie Sie sich vor Sonnenbrand schützen, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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