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Nebenwirkungen von Glück: schützt vor Herzinfarkt und Depression

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche warnt der Mediziner und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen* vor den Nebenwirkungen von Glück. Er rät: „Lass einfach alles weg, was das Leben nachweislich verkürzt.“

Glück ist kein Naturzustand, Gesundheit auch nicht. Nicht jeder, der gesund ist, ist glücklich. Und nicht jeder, der krank ist, ist unglücklich. Aber wer öfter glücklich ist, wird seltener krank und lebt länger. Sein Glück zu mehren ist die beste Prävention. Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität in Rotterdam erforscht seit Jahren das Zusammenspiel von Glück und Gesundheit. Über 30 Einzelstudien bestätigen: Glücklichsein schützt konkret vor Herzinfarkten, Infekten und Diabetes – und natürlich auch vor Depression, dem Gegenteil von Glück. Auch deshalb schreibe ich diesen Text und bin jetzt mehr Arzt als Komiker.

Wie positive Gefühle auf den Körper wirken und wie uns chronische Krankheiten mürbe machen können, wird gerade erst als Forschungsthema entdeckt. Klar ist: Stress verursacht Unglück. Und Unglück verursacht Stress. Darunter leiden nicht nur die Laune und die Blutgefäße, sondern auch das Immunsystem. Wenn man Versuchspersonen eine definierte Menge an Schnupfenerregern ins Gesicht pustet, werden diejenigen seltener krank, die zu dem Zeitpunkt gut gelaunt sind. Die anderen haben vorher und nachher die Nase voll.

Glückliche Menschen reagieren gelassener auf Belastungen
Glückliche Menschen haben einen gesünderen Lebensstil: Sie achten auf ihr Gewicht, sind sportlicher und gehen verantwortungsvoll mit Alkohol und Zigaretten um. Weiterhin aktivieren Freude und Glück den Körper und machen ihn fitter. Bei unglücklichen Personen beobachtet man das Gegenteil: Ihre körperliche Aktivität sinkt und sie sind anfälliger für Krankheiten. Wenn Menschen jedoch bereits schwer krank sind, verlängert ein positiver Gemütszustand nicht das Leben, wohl aber die Lebensqualität. Dafür können Menschen informiert, trainiert und angeleitet werden, sich glücklich zu fühlen und auf einen Gutteil ihres Stresses zu verzichten. Auf diese Weise würden weniger Personen krank und die Kosten einer Behandlung könnten somit für eine sinnvolle Vorsorge verwendet werden.

Freude stärken, Leiden mindern
Dieses brauchbare Lebensmotto findet sich im Buddhismus und dem Christentum genauso wie im hippokratischen Eid. Und so verstehe ich auch diesen Text: Sollte er Sie glücklich machen, freut mich das. Aber der größere Effekt könnte sein, dass Sie sich nicht mehr für unglücklicher halten, als Sie sind. Das ist so ähnlich wie beim Salatessen. Warum ist Salat so gesund? Weil man, während man Berge von Salat isst, sich den Magen nicht mit etwas Ungesundem vollschlägt. Deshalb nimmt man auch ab, wenn man viel lacht. Nicht etwa, weil man beim Lachen nennenswert Kalorien verbrennt, sondern weil man beim Lachen nicht essen kann. Oder etwas philosophischer: „Glück ist Unglück, was man nicht hat.“

Der effektivste Trick, sein Leben zu verlängern, ist tatsächlich kein großes Geheimnis, sondern erschreckend banal: Lass einfach alles weg, was das Leben nachweislich verkürzt. Wer nicht raucht, nicht zu viel säuft und frisst und Spaß mit sich und anderen hat, lebt 14 Jahre länger als einer, der lieber Risikofaktoren sammelt und alles daransetzt, seine Sammlung auch zu vervollständigen.

Brokkoli hat die größte Wirkung, vor Krebs zu schützen, bei den Menschen, die am wahrscheinlichsten Krebs bekommen – bei den Rauchern. Ob die anderen viel von Brokkoli profitieren, ist schwerer zu belegen. Aber das heißt nicht, dass Sie jetzt mit dem Rauchen anfangen müssten oder mit Brokkoli aufhören sollten.

Nicht rauchen, sondern bewegen und Gemüse essen
Als ich noch Kinderarzt in der Charité war, hatte ich die erste Begegnung mit dem „Gesetz der umgekehrten Bedürftigkeit“. Welche Eltern bringen ihre Kinder pünktlich zu allen Untersuchungen? Die, die sich sowieso schon kümmern. Das sind nicht die Familien, die den Arzt am dringendsten bräuchten. Da dachte ich: „Mensch, warte nicht im Krankenhaus, bis die Kranken zu dir kommen. Sorg dafür, dass sie gar nicht erst krank werden. Mach Prävention, bring medizinisches Wissen in die Öffentlichkeit, mach Gesundheitsfernsehen.“ Ich habe fünf Jahre in der ARD eine wöchentliche Gesundheitssendung moderiert. Jeden Donnerstag fasste ich sinngemäß zusammen: nicht rauchen, sondern bewegen, Gemüse essen. Jetzt frage ich Sie: Wer guckt so eine Sendung? Genau: alle, die das schon wissen. Die Raucher, die sich nie von der Fernsehcouch wegbewegen und Pommes für Gemüse halten, schauen selten ARD-Gesundheitsmagazine. Die gucken RTL II. Man predigt immer den Falschen. Das ist in der Kirche auch so. Die, die in die Kirche kommen, denen muss man kein schlechtes Gewissen machen. In der Wirtschaft gilt genau das Gleiche. Wenn man Telefonmarketing für Hörgeräte macht – die, die rangehen, sind nicht die, die sie am dringendsten brauchen. So steht zu befürchten, dass Sie gar nicht so schlecht drauf sind. Diese Worte können einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen – aber vielleicht anregen.

Depression: alles ist sinnlos, hoffnungslos, emotionslos
Und deshalb noch ein paar ernste Worte zum Thema Depression: Was ist das Gegenteil von Glück? Unglück? Könnte man denken. Glück geht vorbei, Unglück auch. Das Gegenstück zu Glücksgefühlen ist, wenn man gar nichts mehr fühlt. Depression ist die Krankheit der „-losigkeit“. Alles ist sinnlos, hoffnungslos, emotionslos. Wer unter Depressionen leidet, ist schlaflos, antriebslos und wäre am liebsten sich selbst ganz los. Die Depression ist die häufigste seelische Störung überhaupt und auch die teuerste: Sie kostet viele Menschen das Leben durch Suizid, sie kostet zusammengenommen viele Jahrhunderte an Lebensqualität und sie kostet die Gesellschaft Milliarden, weil Depressive lange ausfallen als Eltern, Lehrer, Partner oder Steuerzahler. Fünf Millionen Menschen sollen in Deutschland depressiv sein, wobei strittig ist, ob die Krankheit tatsächlich zugenommen hat oder nur die Aufmerksamkeit für die Diagnose.

Die Neurologen und Psychiater unterteilen Depression in verschiedene Schweregrade, je nachdem wie stark die Symptome ausgeprägt sind und wie lange sie schon anhalten. Eine Selbstdiagnose macht wenig Sinn: Manche Patienten neigen zur permanenten Selbstbeobachtung der Psyche und machen sich dadurch das Leben schwer. Die anderen ignorieren dagegen jede seelische Komponente und rennen jahrelang wegen Herz-, Rücken- oder Verdauungsproblemen zum Arzt, bis einer die richtige Diagnose stellt. Aber alles ist besser als gar nicht zum Arzt zu gehen.

Was passiert bei einer Depression im Gehirn?
Die komplizierten Gleichgewichte der verschiedenen Signalstoffe sind gestört. Maßgeblich fehlen Serotonin und Noradrenalin. Das erste Hormon signalisiert normalerweise Freude, das zweite Antrieb – beides fehlt dem Depressiven. Zudem fehlt es an Nervenwachstum. Genauso, wie sich der Depressive von seiner Außenwelt zurückzieht, haben auch die Nervenzellen im Hirn keine Lust mehr, sich anzustrengen und neue Kontakte zu knüpfen. Was zuerst kommt, der äußere oder der innere Rückzug, ist wie bei der Henne und dem Ei schwer zu klären. Aber das fehlende „Netzwerken“ im Kopf erklärt sehr gut, warum eine Behandlung mit Medikamenten nie sofort anschlägt: Bis sich die Synapsen wieder berappelt haben und neugierig auf andere zugehen, vergehen mindestens zwei bis vier Wochen.

Welchen „Sinn“ macht eine Krankheit der Sinnlosigkeit?
Am ehesten den einer Notbremse. Permanenter Stress und Überforderung führen zum Rückzug aus dem aktiven Leben, der Betroffene spart Energie und bringt andere dazu, ihn zu unterstützen. Wer einmal mit schwer Depressiven zu tun hatte, weiß, dass es ein Stadium gibt, in dem alle gut gemeinten Ratschläge wie „Raff dich doch einfach auf“ nichts nützen und nur alle Beteiligten noch hilfloser machen und bisweilen auch wütend. Depression ist eine Krankheit, kein Versagen. Wenn Sie ausgebrannt sind, gilt das Gleiche, wie wenn Ihre Wohnung brennt: Holen Sie Hilfe! Am besten schon, wenn Sie die ersten Rauchzeichen wahrnehmen.

Die gelernte Hilflosigkeit
Depression kommt meist nicht aus heiterem Himmel, sondern entsteht aus trüben Gedanken, die einen in endlosen Spiralen abwärts ziehen. Ein eindrucksvolles Tierexperiment revolutionierte das Verständnis dieser Lernprozesse. Martin Seligmans bahnbrechende Entdeckung war in den 60er-Jahren die „gelernte Hilflosigkeit“. Hunde, die in einem Käfig saßen, bekamen Futter, Wasser und – kleine Stromstöße. Die waren nicht gefährlich, aber unangenehm. Ein paar Stromstöße verträgt jeder, aber wenn sie immer wieder ohne ersichtlichen Grund kommen und ich „armer Hund“ nichts dagegen unternehmen kann, ergebe ich mich bald in mein Schicksal. Die Hunde legten sich apathisch hin und machten keinerlei Anstalten, sich aus der unangenehmen Situation zu befreien. So ähnlich fühlen sich viele Menschen, die sich sinnlos vom Schicksal mit Schlägen gebeutelt sehen, beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Wer selbst kündigt, fühlt sich ganz anders als jemand, der sich angestrengt hat, aber trotzdem geht die Firma pleite und er wird arbeitslos. Das macht depressiv.

Die eigentliche Erkenntnis kam, als Seligman den Käfig öffnete. Was geschah? Nichts. Die Hunde hätten abhauen können, aber sie taten es nicht. Sie hatten die Hilflosigkeit gelernt, sodass sie keinen Schritt mehr in die eigene Freiheit unternehmen wollten. Depressive Menschen erschaffen sich ihren Käfig in Gedanken und wenn Stöße und Erschütterungen dazukommen, können sie sich nicht mehr aus ihren Denkgittern und Endlosschleifen befreien: „Ich bin wertlos, meine Welt ist düster, meine Zukunft ist hoffnungslos.“

Kognitive Verhaltenstherapie

Diese typischen Denkmuster zeigen, dass man nicht nur Hilflosigkeit lernen kann, sondern auch Optimismus, indem man lernt, die Denkmuster zu unterbrechen. Die Methode heißt „Kognitive Verhaltenstherapie“ und ist nach heutigem Wissensstand eine der wirksamsten Methoden überhaupt, Depressionen zu behandeln. Was hilft noch? Den Umgang mit sich und anderen achtsamer gestalten: Die sozialen Fähigkeiten übt die „Interpersonelle Therapie“ (IPT) und die Achtsamkeitsmeditation unterstützt den gelasseneren Umgang mit sich selbst.

Welche Rolle spielen Medikamente?
Bei leichter Depression braucht man sie nicht. Bei schwerer Depression ist ein Gespräch oft unmöglich und somit können Medikamente helfen, eine psychotherapeutische Situation überhaupt erst möglich zu machen. In Amerika gehört es zum Lifestyle, Antidepressivum zu nehmen, in Deutschland gehört es zum Lifestyle, Psychopharmaka in Bausch und Bogen zu verdammen. Beides ist meiner Ansicht nach nicht hilfreich: Wer nicht depressiv ist, hat wenige Vorteile von Antidepressiva. Wer aber schwer depressiv ist, tut sich keinen Gefallen, keine Medikamente zu nehmen. Sie wirken langsam und auch in der Wahl des Mittels muss man geduldig sein. Sie machen nicht süchtig, denn sie geben keinen Kick, weil sie mehrere Wochen brauchen, um zu wirken. Somit durchlebt man keinen Entzug, wenn man sie nicht mehr nimmt. Niedrig dosiert verhindern sie auch Rückfälle.

Nur jeder fünfte Patient mit Depression in Deutschland wird richtig erkannt und behandelt. Dass jemand mit einer angeborenen Neigung zur Kurzsichtigkeit sich eine Brille verschreiben lässt, regt niemanden auf. Wenn jemand mit einer angeborenen Neigung zur Schwarzsichtigkeit und Freudlosigkeit ein Medikament verschrieben bekommt, das seine Hirnchemie korrigiert, erscheint uns das immer noch wie ein Frevel. Das kommt mir irgendwie kurzsichtig vor.

Das beste Mittel gegen die krankhafte Schwermut bleibt das Glück, in vielen kleinen Schritten. Seinen Weg zu ändern ist manchmal leicht. Meistens braucht es Wiederholungen, bis man etwas wirklich verstanden hat.

Lesen Sie weiter in der imedo-Gesundheitskolumne „Wohlstand macht krank“ von Dr. Thomas Kurscheid.

Wenn Sie befürchten, dass Sie Burnout-gefährdet sind, können Sie sich in dem imedo-Infocenter zum Thema „Burnout“ ausführlich informieren und Ihre persönliche Gefährdung online testen.

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*Der Mediziner und Kabarettist Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist bei imedo.de für das satirisch-humoristische in der Medizin zuständig. Er verläßt niemals das wissenschaftliche Niveau und bleibt doch bissig! Seine Kolumnen machen glücklich und helfen der Leber bei der Arbeit.

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Burnout mit Aminosäuren behandeln

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Experteninterview des Gesundheitsportals www.imedo.de und mit dem Burnout und Aminosäuren Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung sind schon lange nicht mehr das alleinige Problem von Managern – immer mehr Menschen in unserem Gesellschaftssystem leiden mittlerweile unter dem Burnout-Syndrom und verfallen in Folge dessen häufig in eine Depression. Doch so weit muss es nicht kommen: Wissenschaftler wie der Burnout Experte Prof. Dr. Jürgen Spona* weisen auf die Möglichkeiten der natürlichen Aminosäuren hin, die individuell abgestimmt eine wirksame Therapie gegen die Symptome von Burnout und Depressionen darstellen können. Der Redaktionsleiter der imedo-Gesundheitsnews Andreas Köster führte das Interview.

Andreas Köster von imedo.de: Sehr geehrter Professor Spona, wie bedeutend ist das Thema Burnout insgesamt und weiß man, wie viele Menschen in Europa darunter leiden?

Jürgen Spona: Das Thema Burn-out gewinnt immer mehr an Bedeutung, wobei allerdings keine strengen, wissenschaftliche Diagnose-Kriterien festgelegt sind. Vorsichtige Schätzungen gehen aber davon aus, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Laufe ihres Lebens davon betroffen sind. Früher sprach man von der sogenannten „Manager-Krankheit“. Heute geht man aber davon aus, dass der Personenkreis wesentlich größer ist. Er umfasst neben Managern, auch Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer, Hausfrauen und Schüler. Im Jahr 2007 gaben mehr als die Hälfte der in Deutschland ärztlich behandelten Patienten psychische Probleme wie Depression oder Burnout als Grund an. Kürzlich erhobene Zahlen sprechen dafür, dass 70 Prozent der Manager in Deutschland an Burnout leiden.

A. Köster von imedo.de: Welche klassischen, therapeutischen Maßnahmen gibt es zur Behandlung des Burnout-Syndroms?

J. Spona: Der Schwerpunkt liegt sicherlich bei psychotherapeutischen Methoden und Anleitung zu Stress-Reduktion. Zuweilen ist auch eine ärztliche Therapie mit Medikamenten notwendig. Auch moderate körperliche Betätigung erwies sich als sinnvoll.

A. Köster von imedo.de: Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren neben den klassischen Möglichkeiten, um die Symptome zu bekämpfen?

J. Spona: Eine optimale und gezielte Zufuhr von Nährstoffen hat sich bei Burnout als sehr hilfreich erwiesen. Zahlreiche Forschungsarbeiten konnten die positive Wirkung von Aminosäuren belegen.

A. Köster von imedo.de: Bitte erklären Sie uns ganz kurz, welche Funktion und Aufgaben Aminosäuren im menschlichen Körper haben.

J. Spona: Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß (Protein) und hiermit essentiell für zahlreiche Körperstrukturen wie Haut, Schleimhäute, Muskeln, Botenstoffe im Gehirn, den meisten Hormonen und allen Enzymen. Man kann sagen, dass im Rahmen der Nahrung Fette und Kohlenhydrate hauptsächlich dem Energieumsatz dienen, während Eiweißstoffe zusätzlich für die Bildung dieser Körperstrukturen wichtig sind, also nicht ersetzt werden können. Diese Strukturen erneuern sich fortlaufend das ganze Leben lang. Man kann sagen: Alle sieben Jahre ist ein Mensch „runderneuert“, der Bedarf ist also enorm.

A. Köster von imedo.de: Gibt es wissenschaftliche Nachweise für den Effekt und die Wirksamkeit von Aminosäuren?

J. Spona: Es gibt zahllose wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Eine eigene Forschungsarbeit weist zum Beispiel nach, dass die Erholung von Patienten mit major depression, also schwerer Depression, signifikant schneller verlief, wenn diese Patienten neben einem Antidepressivum zusätzlich Aminosäuren erhielten.

A. Köster von imedo.de: Ist es möglich, durch einen höheren Proteinkonsum so viele Aminosäuren aufzunehmen, dass positive Effekte erzielt werden können?

J. Spona: Im Prinzip sollte das möglich sein, in der Praxis erweist sich dies allerdings sehr häufig als schwierig. Dies gilt vor allem für jene Personen, bei denen die Aufspaltung oder die Aufnahme der Aminosäuren über die Darmschleimhaut nicht gut funktioniert.

A. Köster von imedo.de: Was raten Sie als Wissenschaftler Menschen mit Burnout um festzustellen, ob eine Aminosäure-Substitution in ihrem individuellen Fall hilfreich ist?

J. Spona: Man kann durch eine Blutanalyse eventuelle Aminosäure-Mängel feststellen und daraus Schlüsse für eine eventuelle Substitution mit Aminosäuren ziehen.

A. Köster von imedo.de: Muss die Einnahme von Aminosäure-Präparaten mit anderen Vitalstoffen kombiniert werden? Was muss man beachten?

J. Spona: Es ist sinnvoll, das zu tun. Vitamine und Mineralstoffe sind notwendige Hilfsstoffe für den Aminosäure-Stoffwechsel. Zusätzliche hilfreiche Stoffe sind Pflanzenextrakte, da diese neben den Aminosäuren die zweite Säule bei der Bekämpfung der freien Radikale darstellen, welche die Zellen schädigen können.

A. Köster von imedo.de: Welche Effekte hat die individuelle Aminosäuren-Therapie?

J. Spona: Durch eine solche Aminosäuren-Therapie kann, kurz gesagt, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessert werden. Sie kann auch bei Schlafstörungen hilfreich sein und nebenbei auch die Fettverbrennung ankurbeln und den Heißhunger auf Süßes dämpfen. Auch die Häufigkeit von Infekten nimmt deutlich ab.

A. Köster von imedo.de: Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine solche Aminosäuren-Therapie bergen?

J. Spona: Da es sich bei Aminosäuren um natürliche Bausteine von Eiweiß (Protein) handelt, die der Körper unbedingt benötigt und die Therapie individuell für jeden Einzelnen ermittelt wird, gibt es praktisch kein Risiko und auch keine gravierenden Nebenwirkungen.

A. Köster von imedo.de: Muss eine solche Aminosäuren-Therapie dauerhaft angewendet werden oder ist eine zeitlich begrenzte Kur ausreichend?

J. Spona: In den meisten Fällen bemerkt man die positiven Effekte innerhalb des ersten Monats, wobei zur Festigung aber mindestens eine dreimonatige Aminosäuren-Kur zur Behandlung von Burnout oder Depressionen sinnvoll ist. Wenn allerdings die äußeren Belastungen unverändert bleiben, ist eine dauerhafte Anwendung sinnvoll. Dies hängt von der individuellen Befindlichkeit jedes einzelnen Anwenders ab. Es besteht jedenfalls keinesfalls eine Gefahr einer Gewöhnung oder eines Suchtpotentials.

Auf imedo.de finden Betroffene umfassende Informationen über den Zustand der Erschöpfung im Infocenter „Burnout“.

In der imedo-Gesundheitscommunity können Sie sich mit anderen Menschen in der Gruppe „Depression“ über Erfahrungen und andere Therapiemöglichkeiten austauschen.

„Energie statt Stress: Wege zur Stressbalance“, erfahren Sie in den imedo-Gesundheitsnews, wie Sie eine Überbelastung vermeiden und eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden können.

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*Prof. Dr. Jürgen Spona promovierte an der Universität Wien im Fach Chemie. Nach seinem Studium war er insgesamt zwei Jahre in den USA als Postdoctoral Fellow und Research Associate an den Universitäten Princeton, Penn State, Cornell Medical School und am NIH tätig. Auf der Basis dieser Tätigkeiten baute er an der Universitäts-Frauenklinik Wien das Hormonlaboratorium auf. Er war Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Experimentelle Endokrinologie, das sich mit Fragen des Aminosäuren-Stoffwechsels und mit der Anwendung von Aminosäuren bei Befindlichkeitsstörungen (Burnout, Depressionen) sowie beim Sport zur Leistungssteigerung beschäftigte.

Depressive finden Hilfe im Internet

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Das Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt sich jetzt schwerpunktmäßig dem Thema Depression an und führt auf den imedo-Gesundheitsnews eine Umfrage zum persönlichen Depressionsempfinden der Nutzer durch. Menschen mit Depressionen scheuen sich in der Regel davor, professionelle Hilfe anzunehmen. Leider ist dieses Krankheitsbild immer noch stigmatisiert, vergleichbar einer Geisteskrankheit. Durchschnittlich leiden Patienten erst einmal sieben Jahre lang, bevor in ihnen die Bereitschaft reift, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Die imedo-Umfrage bildet ein aktuelles Stimmungsbild zur Gemütslage ab.

Es sind bereits zahlreiche Artikel zur Volkskrankheit Depressionen auf den imedo-Gesundheitsnews erschienen wie zum Beispiel:

Unser Herz hat Stress
Verzögerte Wirkung von Antidepressiva
Lichttherapie hilft gegen Winterdepression

Der Facharzt für psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier gibt imedo.de ein ausführliches Interview und beschreibt, wie Betroffene die Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen können.

Zusätzlich sind auf imedo.de Informationen, Therapien und Behandlungen zu finden. In der Gruppe „Depressionen“ der Gesundheitscommunity können sich Menschen direkt mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Erste Anzeichen einer Depression kann eine innere Unruhe sein. Zu den Themen innere Unruhe und Burnout gibt es bei imedo.de ausführliche Informationen.

Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen

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Etwa acht Millionen Deutsche sind von einer Depression betroffen. Die Zahl der Diagnosen steigt stetig an. Depressionen werden auch depressive Störung, depressive Episode oder Melancholie genannt und zählen wohl zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Eine Depression unterscheidet sich von der natürlichen und auch gesunden Trauer durch ihre Intensität und ihren anhaltenden Charakter. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Depressionen.


Neben der ärztlichen Therapie tauschen sich Betroffene zunehmend im Internet über ihre Krankheit aus. Eine vorbildliche Plattform dafür ist das offene Forum www.kompetenznetz-depression.de. Das Diskussionsforum ist Preisträger des imedo-GesundPreises 2009. Der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier betreut die Betroffenen und ihre Angehörigen in dem Forum und erklärt, wie eine Hilfe von Mensch zu Mensch im Internet funktionieren kann.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, wie viele Betroffene sind momentan in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de angemeldet?

Niedermeier:
Es sind etwa 9000 User, jeden Tag kommen circa 20 Neuanmeldungen hinzu.

imedo:
Wie viele von Depression betroffene Menschen gibt es deutschlandweit?

Niedermeier: Ungefähr 8 Millionen Deutsche sind betroffen. Man kann davon ausgehen, dass rund 16 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens eine Depression erleiden, von der es viele unterschiedliche Arten gibt.

imedo:
Welche unterschiedlichen Arten der Depression gibt es?

Niedermeier: Es gibt neben zahlreichen Unterformen drei große Formen der Depression: die agitierte, die gehemmte und die somatisierte Depression. Die agitierte Form ist gekennzeichnet durch Anspannung, Unruhe, Konzentrationsstörungen und intensive Gefühle wie Angst oder Traurigkeit. Die gehemmte Form äußert sich im Gegensatz dazu eher durch einen Verlust von Gefühlen, Antriebsstörungen und Denkstörungen. Die Betroffenen erleben sich eher so, als ob man ihnen jede Energie entzogen hätte. Die somatisierte Depression versteckt sich primär hinter zahlreichen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauch- und Rückenschmerzen oder Syndromen wie Fibromyalgie.

imedo: Was sind die Ursachen von Depressionen?

Niedermeier:
Es gibt Depression im Rahmen oder in Folge körperlicher Erkrankungen. Sie können aber auch durch längere Medikamenteneinnahme entstehen – eine Ursache, die oft unterschätzt wird. Die häufigsten Ursachen der Depression sind besondere Lebensereignisse. Neue Erkenntnisse bestätigen, dass Depressionen auch durch körperliche Stoffwechselstörungen entstehen können, ohne dass äußere Faktoren einwirken.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, Sie sind schon viele Jahre Experte in diesem Gebiet, sind Entwicklungen und Trends bei Depressionserkrankungen erkennbar?

Niedermeier: Es ist in der Tat so, dass immer mehr Depressionen diagnostiziert werden. Ob dies allerdings darauf zurückzuführen ist, dass tatsächlich immer mehr Menschen unter Depressionen leiden oder ob die Diagnose besser erkannt und diagnostiziert wird, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich erscheint aber, dass Krisenzeiten und damit verbundene Unsicherheiten und Ängste dazu beitragen, dass depressive Verstimmungen ansteigen werden.

imedo: Welche Möglichkeiten bietet das Internet den Betroffenen? Viele Leute stehen dem eventuell skeptisch gegenüber.

Niedermeier:
Es dient dazu, beim ersten Verdacht nähere Informationen über die Krankheit zu finden. Sollte sich der Verdacht einer Depression erhärten, ist eine ärztliche Therapie notwendig. Im weiteren Verlauf dienen Foren im Internet dem emotionalen Austausch. Sie unterstützen dadurch die Therapie und helfen auch Angehörigen.

imedo:
Was sind die wichtigsten Themen, die in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de diskutiert werden?

Niedermeier: Drei Viertel der Beiträge handeln vom Umgang mit Depressionen im Alltag. Die Betroffenen geben sich gegenseitig die Tipps, die sie vom Therapeuten eventuell nicht bekommen. Wie gesagt, kann der Austausch mit anderen Betroffenen die Therapie unterstützen.

imedo:
Gibt es speziell für die Angehörigen in Ihrem Forum die Möglichkeit zum Austausch?

Niedermeier: Ja, es gibt eine eigene Rubrik für Angehörige, diese wird aber leider noch von zu wenigen Menschen benutzt. Da wünschen wir uns mehr Zulauf.

imedo:
Warum folgen Betroffene eigentlich häufiger dem Rat von unbekannten anderen Betroffenen im Internet als dem von Angehörigen?

Niedermeier: Hinter Ratschlägen von Angehörigen steht auch immer ein Eigeninteresse. Die Betroffenen im Forum verfolgen keine eigenen Ziele, wenn sie anderen Tipps geben. Die Ratschläge sind neutraler, da keine langjährige Beziehung zwischen den Betroffenen existiert, und werden daher besser akzeptiert. Außerdem sind die „anderen Betroffenen“ ja (durch ihre eigene Erkrankung) Experten für diese Erkrankung und können damit viele Emotionen und Bedrängnisse von Betroffenen besser einschätzen als es jemand vermag, der noch nie unter einer solchen Erkrankung gelitten hat.

Depressive Menschen finden Rat, Hilfe und Austausch mit Betroffenen sowie mit ausgewählten Experten unter www.kompetenznetz-depression.de. Das Gesundheitsportal imedo.de bietet ebenfalls Gruppen für Depressive und deren Angehörige.

Mit den imedo-Gesundheitsnews finden Depressive Hilfe im Internet. Zudem informiert die imedo-Gesundheitsredaktion: Glück schützt vor Depressionen. Informieren Sie sich auch zu diesem Thema.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen zudem mit der Gruppe zum Thema Depression die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Weitere Informationen über Depressionen liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Peter Ries Düsseldorf, pixelio.de

Gesundheitsportal imedo.de stellt Test zur inneren Unruhe online

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Fast acht Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich ständig überfordert, sind rastlos und unruhig. Ob das eigene innere Gleichgewicht gefährdet ist, können Internetnutzer jetzt mit einem Fragenkatalog auf dem Gesundheitsportal www.imedo.de testen.

Anstehende Prüfungen, neue Herausforderungen oder das Bewältigen mehrerer komplexer Aufgaben stellen für das Nervensystem eine hohe Belastung dar. Dieser Leistungsdruck bewirkt, dass das Gehirn verstärkt Stresshormone wie Adrenalin ausschüttet und Glückshormone wie Endorphin keine Chance mehr haben zu wirken, wie imedo.de berichtet.

Alkohol, Fernsehen und Zigaretten als Abhilfe
Mit über 45 Prozent greift fast die Hälfte aller Berufstätigen zur Entspannung zum Alkohol oder zur Zigarette. Bei über 85 Prozent der Menschen dient der Fernseher als „Entspannungshilfe“. Damit ist dieser das am häufigsten genutzte Mittel zur Ablenkung von Alltagsnöten und seelischer Anspannung.

Symptome für innere Unruhe
Die „innere Unruhe“ genau zu definieren ist schwer, da es sich nicht um eine Krankheit mit eindeutigen Symptomen handelt. Innere Unruhe kann sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise zeigen.
Einige Menschen reagieren mit Symptomen, die vom Kopf ausgehen: Sie fühlen sich überfordert, rastlos und können nicht abschalten. Gedanken schwirren durch ihren Kopf und die Konzentration fällt ihnen schwer. Bei kleinsten Unregelmäßigkeiten im Alltag reagieren die Betroffenen über und geraten unmittelbar in Stress.
Andere wiederum reagieren über das unbewusste, vegetative Nervensystem auf innere Unruhe: Nervosität, welche sich in zittrigen Händen, Herzrasen, Augenzucken, Schweißausbrüchen und Reizbarkeit äußert, ist ein typisches Symptom. Ebenso leiden die Betroffenen unter nervösen Magen- und Darmbeschwerden sowie unter durch Nervosität bedingtem Durchfall. Bei Frauen kann es außerdem zu Menstruationsstörungen kommen.

Eines haben fast alle Betroffenen gemeinsam: Der ständige Unruhe- und Stresszustand führt häufig zu Schlafstörungen. Eine schlechte Schlafqualität wirkt sich zusätzlich negativ auf die Gesundheit aus. Wenn diese Symptome den Alltag beherrschen, ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Ursachen für innere Unruhe
Die Ursachen für eine ständige innere Unruhe sind vielfältig. Langfristig angestaute Problemsituationen können sie ebenso auslösen wie ein einzelnes Ereignis. Dies kann beispielsweise ein Trauerfall sein, Einsamkeit oder Sorge um die Gesundheit. Innere Unruhe kann jedoch auch eine Begleiterscheinung der Wechseljahre sein oder durch eine Schilddrüsenüberfunktion bedingt werden. In der Regel handelt es sich ursächlich um andauernde Stress- und Überforderungs-Situationen im privaten und beruflichen Bereich, in denen ein „zur Ruhe Kommen“ einfach nicht mehr gelingt.

Wirkungsvoll: Pflanzliche Beruhigungsmittel
Studien zeigen, dass 25 Prozent der Menschen in Deutschland auf pflanzliche Beruhigungsmittel zurückgreift, um eine innere Ausgeglichenheit zu erreichen. Nur ein geringer Prozentsatz der Betroffenen von weniger als 10 Prozent nimmt zu diesem Zweck chemische Arzneimittel zu sich.

Einer der Hauptgründe für die Verwendung von pflanzlichen Beruhigungsmitteln ist die gute Verträglichkeit der Produkte: Es sind nur sehr wenige Nebenwirkungen bekannt. Häufig beschriebene, unerwünschte Nebeneffekte wie Tagesmüdigkeit und geistige Abwesenheit sind bei pflanzlichen Produkten wie Baldrian und Johanniskraut nicht zu beobachten. Sie eignen sich dadurch hervorragend, um das erforderliche Maß an Entspannung und innerer Ruhe zu erreichen, ohne jedoch abhängig zu werden.

imedo.de nimmt sich dem Thema mit einem speziellen Health Care Center an. Dort finden potenziell Betroffene Informationen zu den Ursachen Trauer und Einsamkeit und können sich in den „Innere Unruhe Newsletter“ eintragen.

Weitergehende Informationen, Literaturtipps und vor allem die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen bietet die Gesundheitscommunity von imedo.de.

Unser Herz hat Stress

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Herz-Kreislauf-Schwächen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Viele Betroffene sterben infolge eines Herzinfarktes. Neben den bisherigen gesundheitlichen Problemen, die zu einem Herzinfarkt führen, gibt es nun neue Erkenntnisse in der Forschung. Stress und Depression machen unseren Herzen schwer zu schaffen, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de jetzt berichtet.

Berlin – Über 60.000 Deutsche sterben jedes Jahr an den Folgen eines Herzinfarktes. Entsprechend fieberhaft suchen Forscher nach den Ursachen dieser tückischen Erkrankung, wobei immer wieder die bekannten Verdächtigen wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen im Fokus stehen. Herzspezialisten warnen jetzt aber auch vor den sekundären Risikofaktoren: Stress und depressive Verstimmungen spielen hier eine größere Rolle, als bisher vermutet wurde.

Ständige Überforderung belastet das Herz

Viele Menschen sind durch Zeitmangel, Hektik und Überlastung einer permanenten Stresssituation ausgesetzt. Dabei ist Stress eigentlich durchaus etwas Positives, denn nur durch eine gewisse Anspannung meistern wir den beruflichen Alltag, Doppelbelastungen durch Familie und Beruf, Prüfungssituationen oder sportliche Herausforderungen. Erst wenn wir unseren Ehrgeiz und die persönlichen Anforderungen zu hoch schrauben, entsteht negativer Stress, der zu einem Gefühl der ständigen Überforderung führt. Jetzt stehen wir dauerhaft unter dem Einfluss von Stresshormonen, die eigentlich nur sehr kurz im Körper zum Einsatz kommen sollen, um kritische Situationen zu überwinden. Durch Dauerstress läuft unser Körper ständig unter Volldampf, und das bleibt nicht ohne Folgen: Besonders das Herzkreislaufsystem leidet unter dieser Belastung. Es entwickeln sich nervöse Herzbeschwerden oder Herzrhythmusstörungen und schlimmstenfalls kommt es zu koronaren Herzerkrankungen und Herzinfarkt.

Fatalerweise erhöht sich durch psychischen Stress gleichzeitig auch die Neigung zu gesundheitsschädigendem Verhalten. Wer permanent unter Hochdruck steht, bestätigen Studien übereinstimmend, lebt deutlich ungesünder: Kaffee, Alkohol und Zigaretten werden einerseits zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, andererseits aber auch zur Entspannung eingesetzt. Ein ständiges Hin und Her zwischen Anregen und Dämpfen. Eine gesunde Ernährung und körperliche Bewegung kommen bei Gestressten durch permanenten Zeitmangel oft zu kurz.

Volkskrankheit Depression

Schwermut hat sich zu einer echten Volkskrankheit entwickelt, die fast jeden Zehnten trifft. Die Ursachen des Leidens kennt niemand genau. Mal kommt die quälende Trübsal ohne erkennbare Ursache, mal löst ein belastendes Erlebnis wie Tod, Trennung oder eine schwere Krankheit die Depression aus. Ärzte klären Risikofaktoren ihrer Patienten mit einfachen Fragen ab:

- Sind Sie oft traurig und fühlen sich antriebslos?
- Fällt es Ihnen schwer einzuschlafen, durchzuschlafen oder leiden Sie unter Tagesmüdigkeit?
- Haben Sie manchmal Versagensängste oder Angst zu enttäuschen?
- Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren, etwa die Zeitung zu lesen oder fernzusehen?

Als Ursache von Depressionen verdächtigen Mediziner unter anderem den Dauerstress. In Tierversuchen lösten Überdosen von Stresshormonen depressionsähnliche Symptome aus, beispielsweise Angst, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Amerikanische, deutsche und niederländische Forscher haben gemeinsam herausgefunden, dass Depressionen das kranke Herz nicht direkt schädigen, sondern vielmehr indirekt über das Verhalten. Menschen mit Depressionen führen meist einen besonders ungesunden Lebensstil. Sie haben keinen Antrieb, sodass sie sich nur wenig bewegen, keine Energie für geregelte, gesunde Mahlzeiten haben, dafür aber mehr rauchen oder Alkohol trinken.

Entspannung durch Sport und Natur

Körperliche Bewegung ist die einzige Maßnahme, durch die man Stresshormone auf natürlichem Wege wieder abbauen kann. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, schützt sein Herz gleich mehrfach: Stresshormone werden abgebaut, seelische Verstimmungen können sich lösen und das Herz wird nachweislich gestärkt und entlastet. Der erste Schritt auf dem Weg aus der Krise führt zum Stressmanagement, also dem besseren Umgang mit belastenden Situationen. Die Betroffenen müssen lernen, sich wieder zu entspannen und ihrem Körper eine “Auszeit” zu gönnen.

Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Bärlauch und Mistel können dem Körper und besonders dem Herzen helfen. Die Inhaltsstoffe des in der Natur weitverbreiteten Weißdorns stärken und schützen das Herz. Außerdem fördern sie die Durchblutung und steigern die Leistungskraft des Herzens. Das beliebte Wildgemüse Bärlauch wächst in Mitteleuropa als urheimische Pflanze und zeichnet sich durch einen ausgesprochen hohen Gehalt an Adenosin aus. Dieser natürliche Inhaltsstoff beugt der Entstehung von gefährlichen Blutgerinnseln vor und kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken. Aber das ist noch nicht alles: Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Bärlauchs, die auch für seinen typischen Geschmack verantwortlich sind, haben eine blutdrucksenkende und herzschützende Wirkung. Die Inhaltsstoffe der Mistel verlangsamen den Herzschlag, erweitern die Arterien und haben krampflösende sowie blutdrucksenkende Wirkung.

imedo.de stellt Menschen die sich unruhig, rastlos und überfordert fühlen ein Health-Care-Center mit Informationen und Austauschmöglichkeiten mit anderen Betroffenen bereit.

Mit der optimalen Stressbalance können Sie Ihren Körper trotz hoher Anforderungen fit und gesund halten.

Energie statt Stress: Weg zur Stressbalance

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Stress treibt uns an, Stress ist wichtig. Wenn eine gesunde Stressbalance nicht mehr gegeben ist, reagiert der Körper mit Erschöpfung und Krankheit. Dr. Sabine Schonert-Hirz ist seit 20 Jahren Expertin für Stressmanagement und erklärt gemeinsam mit dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de, warum Stress wichtig ist und wie man seine persönliche Stressbalance wieder herstellen kann.

Stress als wichtiger Mechanismus des Körpers

Stress ist für uns so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sonst hätte die Evolution ihn schon längst aus unserem Repertoire ausgesondert. Nach neueren Erkenntnissen ist Stress nichts anderes, als eine Fähigkeit unseres Gehirns, die uns hilft, Probleme zu lösen. Sie sorgt dafür, dass wir alles bekommen, was wir zum Leben brauchen. Schnelligkeit ist dabei besonders wichtig. Stress bewahrt unsere körperliche Unversehrtheit, indem er blitzartig alle Organsysteme für Kampf oder Flucht organisiert, sollten wir angegriffen werden.

Fehlt etwas zum Leben, wie Nahrung oder Schutz, macht Stress uns unruhig und schickt uns los. Er warnt uns vor dem Verlust lieb gewonnener Mitmenschen und hilft, seelische Verletzungen zu vermeiden. Auch heute brauchen wir die Bereitstellung von Aufmerksamkeit, Konzentration und körperlicher Leistungsbereitschaft, um jede noch so kleine Aufgabe unseres bewegten Alltagslebens zu lösen. Ohne Stress kein Lernen, keine Weiterentwicklung und kein Glück!

Stressbalance ist wichtig für die Gesundheit

Doch das gilt nur, solange wir den Stress in Balance halten können. Das heißt: Auf eine längere Stressaktivierung sollte eine Erholungspause folgen. Wir brauchen eine ausgewogene Mischung an positiven und negativen Emotionen, an Geborgenheit und aktiver Einflussnahme. Wir brauchen das Gefühl, dass wir anerkannt, geachtet und fair behandelt werden. Wir brauchen etwas, für das sich die tagtäglichen Anstrengungen des Lebens und Arbeitens lohnen, wir sind auf andere, uns wohlgesinnte Menschen angewiesen und sollten hin und wieder etwas Vorfreude erleben. Und wenn wir dann noch über einen gesunden, gut trainierten und ausgeschlafenen Körper verfügen, ist unsere Widerstandskraft enorm und wir können eine Menge Stressaktivierung vertragen! Doch leider sind die Bedingungen des modernen Lebens oft genug völlig anders.

Wir vernachlässigen „Wartung und Pflege“ des Körpers, fühlen uns ausgeliefert und hilflos, allein gelassen und missachtet. Unterliegen selbstgemachten und fremden Zwängen und haben Angst, aus dem Hamsterrad nicht mehr herauszukommen. Dauert dieser Zustand etliche Wochen, gar Monate oder Jahre an, können wir krank werden. Negative Emotionen treiben die Stressreaktion dauerhaft in die Höhe. Es kommt zu einem längeren und übermäßigen Anstieg der Stresshormone, vor allem des Stresshormons Cortisol.

Normalerweise macht es das Gehirn wach und stimuliert den Stoffwechsel, der uns unsere Handlungsenergie in den Muskeln liefert. Doch sind seine Spiegel dauerhaft erhöht, kann es vor Ort an den Zellen der Organe, aber auch im Gehirn die Regulation der Zellen verändern und dadurch Erkrankungen, die im Erbgut des betreffenden Menschen bereits angelegt sind, zum Ausbruch bringen. Die Forschung hat heute schon gut dokumentiert, dass auf diese Weise Schmerzen (z.B. Muskel– oder Kopfschmerzen), Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen, Störungen der Immunabwehr und des Entzündungsgeschehens, des Stoffwechsels und der Gehirnfunktion getriggert werden können. Gerade Burnout und psychische Erkrankungen wie Ängste, Zwänge und Depressionen sind derzeit auf dem Vormarsch und spiegeln den zunehmenden Verlust der Stressbalance vieler Menschen wider. Die Stressbalance wieder herzustellen ist deshalb unsere wichtigste Aufgabe, um dauerhaft körperlich und seelisch gesund zu bleiben.

Mit drei Strategien zur Stressbalance

1. Den Körper gesund und fit halten.
2. Kurzfristig die Balance wieder herstellen: Die besten Tipps für den Stressnotfall.
3. Langfristige die Stressbalance sichern: Probleme professionell lösen

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Verzögerte Wirkung von Antidepressiva

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Antidepressiva wirken oft erst nach wenigen Wochen. In der Übergangszeit sollte Betroffenen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da sich die Stimmung verschlechtern kann. Martin Haupt von der Deutschen Gesellschschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie erklärt, wie man helfen kann. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Bei der medikamentösen Therapie von Depressionen sollten Erkrankte und Angehörige in der ersten Zeit besonders aufmerksam sein. Denn manche Psychopharmaka entfalten erst nach bis zu drei Wochen ihre volle Wirksamkeit. In der Zwischenzeit können sich die depressiven Symptome vorübergehend sogar verstärken.

„Erst nach zwei bis drei Wochen schlägt sich der antidepressive Effekt voll nieder“, sagt Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie. Bis zu diesem Zeitpunkt müsse die Wirksamkeit des gewählten Medikaments regelmäßig überprüft und die richtige Dosierung herausgefunden werden.

Hilfe bei bei der Anwendung von Antidepressiva

In den ersten Wochen einer Therapie mit Antidepressiva müssen sich die Patienten laut Haupt regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen unterziehen. Auch Angehörige sollten sich in dieser Zeit verstärkt um die Erkrankten kümmern. Denn bei einem ohnehin unruhigen Patienten könne die Gabe von antriebssteigernden Psychopharmaka zum Beispiel kurzzeitig zu einem verstärkten Lebensüberdruss bis hin zur Suizidgefahr führen, warnt Haupt. In solchen Situationen müssten unter Umständen zusätzlich beruhigende Medikamente eingesetzt oder es müsse ein anderes Antidepressivum verschrieben werden.

Bündnisse gegen Depressionen helfen

Hilfe und Beratung können Angehörige und Betroffene laut Haupt nicht nur bei behandelnden Ärzten finden, sondern auch über regionale Bündnisse gegen Depressionen.

Wie Patienten Depressionen im Internet bekämpfen, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Schicksalsschläge bewirken häufig Depressionen

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Ein Schicksalsschlag kann auch Menschen, die sonst einiges wegstecken können, in eine tiefe Krise stürzen. Wenn die psychische Belastung zu lange anhält, können Depressionen entstehen. Das Internet-Gesundheitportal www.imedo.de informiert: Es gibt Berufsgruppen, die ein besonders hohes Risiko einer solchen Erkrankung haben.

Ein schwerer Unfall oder ein Todesfall kann auch nervenstarke Menschen aus der Bahn werfen. Wichtig sei dann, dass man mit seinen Problemen offen umgehe und sich rasch professionelle Hilfe suche, sagt Professor Frank-Gerald Pajonk, Chefarzt der Privat-Nerven-Klinik Dr. med. Kurt Fontheim im niedersächsischen Liebenburg. Andernfalls könne sich der seelische Kummer chronifizieren und zum Beispiel zu einer schweren, Posttraumatischen Belastungsstörung auswachsen.

Depressionen vorbeugen: Stabilisierung der Psyche

Manche Berufsgruppen wie Ärzte, Feuerwehrleute oder Polizisten werden häufig mit sehr belastenden Ereignissen konfrontiert. „Leider herrscht dort auch besonders häufig das Bild vor, dass starke Männer alles bewältigen könnten“, sagt Pajonk. Dem sei aber nicht so: Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Reizbarkeit und wiederkehrende Alpträume könnten Anzeichen dafür sein, dass Betroffene ein schlimmes Erlebnis nicht verarbeiten konnten.

Bei Anzeichen auf Depression hilft der Psychotherapeut

Pajonk rät dazu, einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufzusuchen, wenn solche Symptome über mehrere Wochen anhalten. Mit Medikamenten und einer Psychotherapie sei die Chance groß, dass sich die ins Wanken geratene Psyche wieder stabilisieren lasse.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten viele Informationen über Depressionen. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Depressive finden Hilfe im Internet.

Bildquelle: Paul-Georg Meister, pixelio.de

Internet-Sex führt zu Depressionen

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Wer seine sexuellen Bedürfnisse über Internetseiten ausleben will, kann sich eines großen Angebotes bedienen. In der virtuellen Welt sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und für immer mehr Menschen entwickelt sich das Internet zur Suchtfalle. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert: die Nutzer der einschlägigen Internetseiten sind einem hohen Depressionsrisiko ausgesetzt. Vor allem unter Studenten sind die Zahlen alarmierend.

Menschen, die Sexseiten im Internet sehr intensiv nutzen, riskieren ihre psychische Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die Forscher der Swinburne University of Technology in Australien durchgeführt haben. Demnach weisen Besucher von Erotik-Seiten im Web „alarmierend hohe Raten“ an Depressionen, Angstgefühlen und Stress auf. Die Suche nach sexueller Befriedigung im Internet wird für viele innerhalb kürzester Zeit regelrecht zur Sucht. Dies führt dazu, dass Betroffene letztendlich mehr als zwölf Stunden pro Woche auf Pornoseiten, Plattformen für Sex-Kontakte, in Erotik-Chats oder mit Webcam-Angeboten verbringen. Laut Studie ist der Großteil der Betroffenen männlich und verfügt über einen höheren Bildungsgrad.

Vor allem gebildete Menschen von Online-Sexsucht betroffen

„In Deutschland ist von den drei Arten der Internetsucht eindeutig die Online-Sexsucht am stärksten ausgeprägt“, stellt Gabriele Farke, Onlinesucht-Beraterin und Initiatorin des Selbsthilfe-Portals Onlinesucht.de fest. Diese Variante sei in der Öffentlichkeit zwar immer noch ein Tabu-Thema, werde aber zunehmend auch als Problem ernst genommen. „Aus der Berufspraxis kann ich nur bestätigen, dass sich die überwiegende Mehrheit der betroffenen Suchtkranken in diesem Bereich aus jungen 24- bis 29-jährigen Männern rekrutiert”, ergänzt Farke. Auffallend sei der besonders hohe Anteil an Studenten. „Der hohe Bildungsgrad zieht sich durch alle Onlinesucht-Ausprägungen“, merkt Farke an. Die näheren Hintergründe hierfür seien nicht leicht zu durchschauen. „Besonders gebildete Menschen haben anscheinend oft den Eindruck, dass sie sich jederzeit von ihrer Sucht losreißen können. In der Regel dauert es aber Jahre, bis sie sich ihr Problem eingestehen“, meint Farke.

Online-Sexsucht führt zu Depressionen

Die im Rahmen der australischen Studie angegebenen zwölf Stunden, die Betroffene mit der Nutzung von Sex-Angeboten im Web verbringen, seien laut der Onlinesucht-Expertin aber deutlich zu weit unten angesetzt. „Wir wären froh, wenn Online-Sexsüchtige mit nur zwölf Stunden pro Woche auskämen. In der Praxis ist dieser Wert deutlich höher“, schildert Farke. Manche würden sogar komplett auf ihr herkömmliches Leben verzichten und sich rund um die Uhr ihrem „Hobby“ widmen. „Dass Betroffene längerfristig die psychischen Konsequenzen ihrer Sucht in Form von Depressionen oder Ähnlichem zu spüren bekommen, kann ich aber nur bestätigen. In vielen Fällen werden die Menschen durch ihre Online-Sexsucht vollkommen beziehungsunfähig“, sagt Farke.

27 Prozent der Online-Sex-Nutzer leiden an Depressionen

„Die hohe Rate an psychischen Gesundheitsproblemen innerhalb der untersuchten Auswahlgruppe ist äußerst beunruhigend“, erklärt Marcus Squirell, Doktoratstudent und Leiter der Studie an der Swinburne University gegenüber der australischen Zeitung „Sydney Morning Herald“. So stellten die Forscher bei den intensiven Nutzern von Online-Sex-Angeboten einen Anteil von 27 Prozent fest, bei dem Experten eine moderate bis schwere Depression diagnostizieren konnten. Rund 30 Prozent litten zudem unter ausgeprägten Angstzuständen und weitere 35 Prozent wiesen typische Stresssymptome auf. „Das Risiko für eine psychische Erkrankung steigt dabei proportional zur wöchentlichen Nutzungsdauer von Sex-Angeboten“, betont Squirell.

Wie Betroffene, Depressionen jedoch auch im Internet bekämpfen können, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Den Erfahrungsaustausch ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe zum Thema Depressionen.

Bildquelle: pauline, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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