Tag Archiv | "Depression"

Entspannungstechniken gegen Alltagsstress

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Immer mehr Menschen in Deutschland sind chronisch gestresst. Sie sind engagiert im Beruf, wollen alles perfekt, sowie jedem recht machen und das auch noch innerhalb kürzester Zeit. Doch viele Arbeitstiere vergessen, sich nach dem Feierabend richtig zu entspannen, haben es verlernt oder lassen sich selbst gar keine Freizeit mehr. Dabei ist es für den Menschen wichtig, nach großem Stress zur Ruhe zu kommen. Sven-David Müller, Kommunikationsleiter des Internet-Gesundheitsportals imedo sprach mit der Berliner Entspannungspädagogin und Autorin des Buches „Entspannung – so genießen Sie jeden Tag“ Almut Carlitscheck darüber, wie der chronisch Gestresste Entspannung neu erlernen kann. Zu Beginn gibt Almut Carlitscheck außerdem Auskunft über einfache Mittel gegen Ein- und Durchschlafprobleme.

Oftmals leiden Gestresste an Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Wie kann man nachts am besten zur Ruhe kommen?
Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck:
Überprüfen Sie Ihre Schlaf- und Abendgewohnheiten! Bereiten Sie sich und Ihren Körper auf den Schlaf vor, indem Sie mindestens eine halbe Stunde bevor Sie zu Bett gehen das Tempo deutlich drosseln und nichts Anstrengendes, Aktivierendes oder Aufwühlendes mehr tun. Schalten Sie den Fernseher ab, den PC aus, legen Sie die Arbeit beiseite und auch sportliche Aktivitäten sollten nicht so kurz vorm Zubettgehen unternommen werden. Die Bilder aus Fernsehen und PC, die erschütternden Nachrichten oder spannenden Filme verfolgen Sie bis in Ihren Schlaf hinein. Unser Geist ist hochkonzentriert, der Puls erhöht und die Seele voller beunruhigender Bilder. Ein entspannender, erholsamer Schlaf ist so nicht möglich! Machen Sie abends gezielt Dinge, die Sie beruhigen. Dazu zählen Dinge wie Handarbeiten, Malen oder Ähnliches. Hören Sie sanfte, beruhigende Musik oder nehmen Sie ein Schaumbad. Lavendel- oder Sandelholzduft im Schlafzimmer in Form von Lavendelblüten oder Duftölen wirken beruhigend. Notieren Sie alle Gedanken, die Ihnen spätabends noch durch den Kopf gehen und Ihren Schlaf verhindern in einem Schreibheft. Legen Sie das Heft auf Ihren Nachttisch - so können Sie Ihre Gedanken sofort notieren und müssen sie nicht länger kreisförmig in Ihrem Kopf festhalten. Führen Sie Autogenes Training aus, aber lassen Sie die 6. Übung - die erfrischende Kopfübung - weg.

Was sollte man tun, wenn man Anzeichen wie beispielsweise Kurzatmigkeit, Herzrasen oder Augenzucken bemerkt?
Grundsätzlich gilt bei körperlichen Symptomen und Beschwerden als ersten Schritt einen Arzt aufzusuchen. Beschwerden, denen wir Stress als Ursache zuschreiben, können auch andere Ursachen haben, die ein Arzt zunächst untersuchen und abklären muss. Wichtig ist, diese Symptome ernstzunehmen. Die durch Stress ausgelösten Verspannungen und Symptome halten wir für normal, so dass sie uns oftmals erst auffallen, wenn sie ein überaus ungesundes Maß erreicht haben. Wir haben uns an unsere ständigen Verspannungen und Launen gewöhnt. Wir bagatellisieren, rationalisieren, ignorieren sie oder schreiben ihnen andere Ursachen zu. Gegen Kopfschmerz lassen wir uns ein Schmerzmittel verschreiben, jedoch ohne an unserem Lebensrhythmus etwas zu ändern. So funktioniert der Körper wieder - bis zum nächsten Migräneanfall. Wichtig ist, unseren eigenen Anteil an diesen Symptomen zu erkennen und zu akzeptieren, denn nur so lässt sich etwas daran ändern. Als weiteren Schritt, nachdem ein Arzt Sie untersucht hat, erlernen Sie eine Entspannungstechnik, bauen Sie einige der beschriebenen Entspannungsrituale in Ihren Alltag ein und schauen Sie kritisch auf Ihre Lebensgewohnheiten. Wo geben Sie zu viel Anspannung hinein, was von all dem, was Sie tagtäglich verrichten, ist wirklich wichtig. Und achten Sie darauf, wenigstens Ihre Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen und Bewegung an der frischen Luft täglich ausreichend zu befriedigen.

Viele Menschen haben Probleme mit Entspannungstechniken. Welche Möglichkeiten empfehlen Sie dann?
Eine Entspannungstechnik zu erlernen erfordert Geduld und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Ursachen des Stresses und der inneren Unruhe auseinanderzusetzen. Das ist nicht immer leicht. Viele greifen dann auf Erholungs- und Freizeitangebote zurück wie Fahrradfahren, Fernsehen, Gartenarbeit oder kreative Hobbys. Das ist ein guter und wertvoller erster Schritt. Jedoch führen Entspannungstechniken und -methoden noch zielgerichteter und tiefer in die Entspannung. Freizeit hat einen hohen Erholungswert und ist daher enorm wichtig. Entspannung geht darüber hinaus. Sie regeneriert die Kräfte. Sie hilft, belastende Dinge zu verarbeiten und stellt eine Balance her zwischen Achtsamkeit, Gelassenheit sowie Ruhe und Power, Anspannung und Kraft. Ergänzend oder als Start in den Stressabbau bietet die Naturheilkunde einige Produkte wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse, die unterstützend wirken. Bei Schlafproblemen, in Prüfungsphasen oder anderen belastenden, aber vorübergehenden Situationen können diese Mittel in Form von Kapseln, Badezusätzen oder Tees helfen, zu entspannen und Stress abzubauen. Jede Form der Entspannung ist mehr als bloße Technik. Entspannung hat viel mit uns und unserer Haltung uns und dem Leben gegenüber zu tun. Wie gehe ich mit mir, meinem Umfeld, meinem Leben um? Ist es mein Ziel, alles perfekt und es jedem recht zu machen, viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen, überall dabei zu sein? Fürchte ich mich davor, für mich und meine Bedürfnisse einzutreten, habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich augenscheinlich nichts tue? Bei all diesen und weiteren Verhaltensweisen werde ich der Stressfalle kaum entgehen können. Nicht jede Form der Entspannung ist für jeden in jeder Situation gleichermaßen gut und sinnvoll. Wichtig ist es, die eigene Form der Entspannung herauszufinden.

Die meisten Menschen haben Angst vor Nebenwirkungen. Sind pflanzliche Beruhigungsmittel gefährlich?
Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Medikamenten befragen sollten, was Sie zu beachten haben, wie, in welcher Dosis und wann das Medikament einzunehmen ist. Lesen Sie den Beipackzettel aufmerksam und in Ruhe durch. Auch hier steht noch mal genau beschrieben, wie Sie das Medikament einzunehmen haben und worauf zu achten ist. Pflanzliche Kombinationen aus Baldrian, Johanniskraut und Melisse sind jedoch für ihre gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bekannt. Gefährlich sind die Folgen und Nebenwirkungen von Stress, dem Sie täglich ausgesetzt sind. Machen Sie den ersten Schritt - lassen Sie von Ihrem Arzt mögliche andere Ursachen für Ihre Symptome ausschließen, melden Sie sich bei einem Entspannungskurs an und lernen Sie, sich und Ihre Bedürfnisse wahr- und vor allem ernst zu nehmen.

Viele Beruhigungsmittel machen müde. Wie kann man seine Energie beibehalten?
Aufgrund der einschläfernden Wirkung vieler Beruhigungsmittel kommen Sie langfristig nicht drumherum, eine Entspannungstechnik zu erlernen, wollen Sie dauerhaft etwas für Ihre Entspannung und gegen den allgegenwärtigen Stress tun. Nur so gelangen Sie zu den Ursachen Ihres Stresses, die sie be- und verarbeiten lernen müssen, um so zu einem veränderten Umgang mit sich und Ihrem Alltag zu gelangen. Alles andere ist reine Symptombekämpfung und Sie geraten immer wieder an denselben Punkt der Stressfallen. Angenehmer als Unterstützung sind hier Heilpflanzen wie Baldrian oder Johanniskraut, denn sie haben keine einschläfernde Wirkung. Pflanzliche Beruhigungsmittel können wirksam helfen, akute Belastungssituationen wie eine Prüfungsphase, einen zu betrauernden Todesfall oder auch nur einen Umzug besser zu überwinden. Beruhigungsmittel sollten grundsätzlich nur kurzzeitig in akuten Stresssituationen eingenommen werden. So bald wie möglich sollte auf andere Mittel aus der Naturheilkunde oder Entspannungstechniken umgestellt werden.

Wer chronisch gestresst ist, läuft Gefahr, an dem Burnout-Syndrom zu erkranken. Nähere Informationen zum Krankheitsbild, Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten von Burnout finden Sie auf der Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

imedo stellt verschiedene Infocenter für seine User bereit, beispielsweise zum Thema „Innere Unruhe“ oder zum Thema „Burnout“.

Mehr über die Entspannungstechniken von Almut Carlitscheck finden Sie auf www.almutcarlitscheck.de.

Diskutieren Sie über diesen Artikel in der Gruppe “Gesundheitsnews” der imedo-Community.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Sassi / imedo-Infocenter Burnout

Aminosäuren gegen Burnout

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Kalte und trübe Tage mit wenig Tageslicht verschlechtern die Stimmung. Gerade in den Wintermonaten leiden viele hunderttausend Menschen zusätzlich unter Depressionen beziehungsweise depressiven Verstimmungen und Burnout. Doch diesen sich vor allem in psychischen Symptomen zeigenden Erkrankungen können Betroffene beispielsweise durch eine bestimmte Ernährungsweise vorbeugen. Der Wiener Burnout-Experte und Universitätsprofessor Doktor Jürgen Spona stand dem Kommunikationsleiter des Gesundheitsportals imedo, Sven-David Müller, Rede und Antwort. Professor Spona erklärt, was im menschlichen Körper passiert und welche Rolle Aminosäuren für den Organismus spielen.

Wie hängen Aminosäuren und Depressionen und Burnout miteinander zusammen?
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Spona: Depressionen und Burnout hängen insofern mit Aminosäuren zusammen, als dass Aminosäuren die Bausteine für die Botenstoffe im Nervensystem und damit auch im Gehirn sind. Sie sind auch die Bausteine von einer Reihe von Hormonen, die bei der Stressbewältigung eine Rolle spielen.

Was sind Aminosäuren und was bewirken Sie im Körper?
Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißkörpern, also Proteinen. Diese sind nach Wasser die Hauptbestandteile, aus denen der Organismus aufgebaut ist. Aminosäuren bilden die Basis für Muskeln, Häute, Schleimhäute, Haare, für alle Enzyme, viele Hormone, Immunglobuline, die für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind und eben die Botenstoffe im Gehirn. Diese Liste ist aber sicherlich nicht vollständig. Die Strukturen unterliegen einem laufenden Erneuerungsprozess. Unsere Darmschleimhaut  beispielsweise ist alle drei bis vier Tage erneuert. Das geht so weit, dass man sagen kann: Alle sieben Jahre sind wir ein „neuer” Mensch. Der Bedarf an diesen Stoffen ist also enorm, wobei wir essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterscheiden. Die essentiellen müssen dem Körper unbedingt von außen zugeführt werden, während er die nicht essentiellen selbst herstellen kann. Aber auch dafür müssen genügend essentielle Aminosäuren zur Verfügung stehen.

Wie kann man seinen Aminosäurespiegel und Mangelzustände überprüfen?

Aminosäuren kann man durch einen Bluttest überprüfen. Die im Blut kreisenden Aminosäuren sind ein Abbild der dem Körper zur Verfügung stehenden. Dieses Gleichgewicht bleibt konstant und reproduzierbar, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon in den siebziger Jahren zeigen konnten.

Was ist ein Aminogramm und kann man das bei jedem Hausarzt machen lassen?
Ein Aminogramm ist eine Laboruntersuchung, bei der die Blutspiegel der einzelnen Aminosäuren bestimmt werden. Im Prinzip kann jeder Hausarzt das dafür notwendige Blut abnehmen und an ein Speziallabor senden. Voraussetzung ist allerdings eine Zentrifuge, da das Blut für diese Untersuchung innerhalb einer ¾ Stunde abzentrifugiert werden muss, um aussagekräftige Werte zu erhalten.

Was passiert bei einem Ungleichgewicht von Aminosäuren?
Ein Ungleichgewicht beziehungsweise Mangel an Aminosäuren kann dazu führen, dass nicht ausreichend Bausteine beispielsweise für den Aufbau von Strukturen zur Verfügung stehen. Bei diesem Aufbau werden ja die verschiedenen Aminosäuren gemäß dem genetischen Code aneinandergereiht, vergleichbar einer Perlenkette. Wenn nun eine Aminosäure fehlt, kann diese Struktur nicht perfekt aufgebaut werden, beziehungsweise holt der Körper die fehlenden Aminosäuren aus nicht primär lebenswichtigen Organen wie den Muskeln.

Was kann man tun, um den Aminosäurespiegel zu verbessern?
Um den Aminosäurespiegel zu verbessern, kann man einerseits auf eine ausreichende und ausgewogene Eiweißaufnahme achten, wobei dann sichergestellt sein sollte, dass dieses Eiweiß gut aufgespaltet werden kann. Dies geschieht mit Hilfe der Magensäure. Man kann aber auch Aminosäuren direkt zuführen.

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter “Burnout”.

Weitere Informationen zum Thema Burnout stehen auf der Seite
http://www.hilfe-bei-burnout.de/ bereit.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, beispielsweise in der Gruppe „Burnout“.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Rafael Vogt / imedo-Infocenter Burnout

Licht gegen depressive Stimmung

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Müdigkeit, Reizbarkeit, Trübsinn und Verzweiflung sind häufige Symptome der saisonal abhängigen Depression (SAD), oder auch Winterblues genannt. Rund 800.000 Menschen, vorwiegend Frauen, leiden in den kalten und vor allem dunklen Wintermonaten an depressiven Verstimmungen. Die Anzahl verschriebener Antidepressiva nimmt in diesem Zeitraum jedoch nicht zu. „Diese Vermutung lässt sich an Hand der verschriebenen Antidepressiva nicht bestätigen“, klärt imedo-Kommunikationsleiter Sven-David Müller auf. Für den Einsatz dieser Medikamente nur in Ausnahmefällen sprechen sich Experten aus. Stattdessen raten sie zu einer anderen Behandlungsmethode und besonders zur Vorsorge.

Gesunde Ernährung zur Vorsorge
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit dem Verzehr von viel Obst und Gemüse ist immer ratsam, aber speziell im Winter unverzichtbar. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe bringen unseren Körper auf Trab und geben unserem Geist neue Energie. Besonders Bananen helfen gegen die miese Stimmung. Sie enthalten zwei wichtige Hormonstoffe: Serotonin und Norepinephrin. Diese sind beim Menschen für das positive Denken mitverantwortlich.

Viel trinken nicht nur bei hohen Temperaturen
Trotz der niedrigen Temperaturen ist es wichtig, viel zu trinken. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit sollte man im Tagesverlauf zu sich nehmen. Am besten geeignet ist stilles Mineralwasser, doch auch Grüner beziehungsweise Kräutertee sind gute Alternativen. Eine genügende Zufuhr von Flüssigkeit erleichtert den Stoffwechsel und sorgt für die optimale Nutzung der Vitamine und Mineralstoffe.

Tageslicht hilft auch ohne Sonne
Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist das Tageslicht im Vergleich viel intensiver als das künstliche Licht in Gebäuden. Eine Stunde täglich sich im Freien aufzuhalten, schützt davor in einem dunklen Büro der Verstimmung zu erliegen. Denn das Licht gilt als eine der Hauptursachen für den Winterblues.

Bereits erkrankt: Die Lichttherapie hilft
Die Auswertung an deutschen Krankenhäusern durchgeführter Studien ergibt, dass die Anwendung der Lichttherapie 80 Prozent der Betroffenen hilft. Sie sollte gleich am Morgen angewandt werden und dauert in etwa eine halbe Stunde. Dabei wird der Patient bei bis zu 10.000 Lux beleuchtet und eine Stimulation der Augen herbeigeführt. Das Gehirn wird zu einer Ausschüttung von Serotonin und Melatonin angeregt, welche zu dem antidepressiven Effekt führen.

Erfahrungsberichte und weitere Informationen bietet die imedo-Community unter http://www.imedo.de/practice/conditions/show/485-winterdepression und http://www.imedo.de/group/topics/show/57883-depressionen-und-forschung/#p471367.

Die imedo-Arztsuche unterstützt, die geeignete Praxis zur Durchführung der Therapie zu finden.

Redaktion: Danny Böckmann und Sven-David Müller
Bildquelle: pixelio.de, Patrick Oberbracht

Wege aus dem Winterblues

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Nicht nur in Berlin und Brandenburg hat der Sonnenmangel bei vielen Menschen die Stimmung verschlechtert: Ohne Sonne fehlt dem Körper Vitamin D und das macht depressiv, erläutert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Gesundheitsportal www.imedo.de. Aber noch mehr Menschen leiden unter Stress. Sie fühlen sich überfordert, sind rastlos und unruhig. Viele Gestresste haben verlernt, sich in Ihrer Freizeit aktiv zu entspannen. Dabei sind Entspannung und Stressabbau die richtigen Mittel, um die innere Balance wiederzufinden. imedo-Kommunikationsleiter Sven-David Müller sprach mit Almut Carlitscheck, psychlogische Beraterin und Autorin des Buches „Glück – So genießen Sie den Tag“ über Stress, Entspannungstechniken und vorbeugende Maßnahmen.

Was ist Stress und wie gefährdet er die Gesundheit?
Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck: Stress ist eine psychische und physiologische Reaktion auf äußere und innere Reize, die sogenannten Stressoren. Im gesunden Maß ermöglicht uns Stress, angemessen auf besondere Anforderungen, Signale und Situationen zu reagieren. Unsere Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit sind geschärft, fokussiert und unsere Muskeln zur Anspannung bereit. In brenzligen Situationen zum Beispiel im Straßenverkehr oder bei Prüfungen ist uns Stress ein Helfer und sinnvoll. Einige körperliche Zeichen für Stress sind eine kurze, flache Atmung, der Pulsschlag ist erhöht, Schweißausbruch sowie Muskelanspannung. Psychische Zeichen sind unter anderem Unruhegefühle, Nervosität, Schlaf-, Antriebs- und Appetitlosigkeit sowie Reizbarkeit. Ungesund und sogar für Körper und Psyche gefährlich wird Stress erst dann, wenn ein bestimmtes Maß an Druck und Anspannung überschritten ist, wenn der Mensch über einen längeren Zeitraum und in hohem Maß psychischen und/oder physischen Belastungen und damit Stress ausgesetzt ist. Dieses Maß wird sehr individuell empfunden, da die Stress auslösenden Situationen ebenfalls verschieden sind. Folgen dieses ungesunden Stresses sind Migräne, Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Atemlosigkeit, Haarausfall, schlechtes Hautbild, Herzstechen, Schwächung des Immunsystems, dadurch häufiges Auftreten von Infekten, Bluthochdruck. Langfristig ist so das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls deutlich erhöht. Aber auch die Psyche leidet und Folgen können Angstzustände, Depression, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, sozialer Rückzug oder aggressives Verhalten sein. Der berühmte Verspannungskopfschmerz oder die allmorgendlichen Darmbeschwerden, die Einschlafprobleme, die Appetitlosigkeit, die ständige schlecht Laune oder Nervosität und Grübelei können erste Warnsignale sein, dass dringend aktiv Stress abgebaut und etwas für die eigene Entspannung getan werden muss.

Was passiert im Körper bei Stress und was bei Entspannung?
Aktivitäten und Reaktionen des Körpers auf Reize werden durch das vegetative Nervensystem gesteuert, das sich über den ganzen Körper verteilt und seine Zentren in Teilen des Rückenmarks und des Gehirns hat. Es sorgt dafür, dass wir uns den äußeren und inneren Bedingungen anpassen können. Es besteht aus zwei Gegenspielern - dem sogenannten Sympathikus und dem Parasympathikus. Einer von beiden ist immer aktiv, der andere ist dann in einem Ruhezustand. Allgemein können die Funktionen des Sympathikus als aktivierend und aufmerksamkeitssteigernd, die des Parasympathikus als verlangsamend, beruhigend und deaktivierend bezeichnet werden. Stressoren, wie beispielsweise Zeitdruck, existentielle Sorgen, Krankheit, begründete oder unbegründete Ängste und vieles weitere, was uns begegnet, erleben wir als eine bedrohliche Situation. Hier ist der Sympathikus aktiv und beschleunigt die Herzfrequenz, erhöht den Blutdruck, verengt die Blutgefäße, aktiviert die Schweißdrüsen und erweitert die Bronchien. Eine solche Stressreaktion war als schützende und die Flucht ermöglichende Reaktion sinnvoll in prähistorischen Zeiten. Heute scheint dies auf den ersten Blick überflüssig und doch können Stressoren zu einer chronischen und dauerhaften Aktivierung des sympathischen Nervensystems führen, was dann zur akuten Bedrohung der Gesundheit führen kann. Ganz wichtig ist es also, den Gegenspieler des Sympathikus, den Parasympathikus zu aktivieren. Dies geschieht bei Entspannung. Der Körper schaltet dann auf sein Erholungs- und Regenerationsprogramm um. Verdauungsfunktionen werden optimiert, die Herzfrequenz und der Blutdruck gesenkt und der Körper kommt zur Ruhe. Es ist nachgewiesen, dass Stresshormone wie das Adrenalin in Entspannungssituationen erheblich weniger gebildet und in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden. Durch eine aktive, zielgerichtete und bewusste Entspannung bieten wir uns und unserem Körper die Möglichkeit, zu regenerieren, Kräfte auf- und Stress abzubauen und so die gefährlichen Folgeschäden von Stress zu vermeiden.

Wie kann man innerer Unruhe am besten vorbeugen?
Stress bereits präventiv zu begegnen ist sehr wichtig und sinnvoll, um gar nicht erst in den Stresskreislauf zu geraten. Stress löst unmittelbar körperliche wie auch psychische Reaktionen aus, die ihrerseits wieder stressen und als Bedrohung erlebt werden. Hat Stress allgegenwärtig im Leben Einzug gehalten und psychische und körperliche Symptome auswachsen lassen, ist es viel schwieriger, wenn auch nicht unmöglich, aktiv Stress abzubauen. Es würde wohl niemand auf die Idee kommen, an einem Sprachkurs erst dann teilzunehmen, wenn er sich bereits im Urlaub im Ausland befindet. Dann ist es zu spät. Die Fremdsprache erlernt man besser und sinnvoller vorher und kann sie dann im Urlaub anwenden. So ähnlich ist es auch mit Entspannung. Wenn die Stresswogen über einen niederschlagen, nimmt sich kaum jemand die Zeit und Muße, eine Entspannungstechnik zu erlernen, auch wenn er sie dann besonders nötig hätte - ein großer Teil des Stresses wäre gar nicht erst entstanden, wenn gezielt und regelmäßig Entspannung eingesetzt würde. Als Entspannungstechnik mit unmittelbaren positiven Wirkungen und auch langfristigen Auswirkungen hat sich das Autogene Training erwiesen. Diese Technik lässt sich in Kursen unter Anleitung gut erlernen. Beim Autogenen Training werden zielgerichtet und bewusst körperliche Entspannungsreaktionen hervorgerufen und auf diese Weise körperlichen wie auch psychischen Anspannungen entgegengewirkt. Durch regelmäßiges Üben verstärkt sich die Wirkung des Autogenen Trainings und führt zu tiefer Entspannung - im Alltag präventiv, aber auch langfristig. Das Üben von Autogenem Training verschafft regelmäßige Entspannung und Entlastung im Alltag.

Wie kann man nach einem stressigen Tag am besten entspannen?
Nach einem stressigen Tag, der voller Aufgaben, Termine, Gedanken und Planungen war, brauchen Körper und Psyche Entspannung. Sie müssen regenerieren, verarbeiten und zur Ruhe kommen. Machen Sie den Entspannungs-Check! Nehmen Sie für einige Minuten Ihre Atmung und Ihre Muskulatur bewusst wahr - egal ob im Sessel, beim Abwasch oder im Wartezimmer. Im Stress wird unsere Atmung kurz und flach, unsere Muskeln spannen sich an. Atmen Sie nun einige Minuten langsam und tief ein und aus. Lassen Sie sich beim Ausatmen besonders Zeit. Lockern Sie bewusst Ihre Muskulatur - viele unserer Muskeln sind überflüssig angespannt. Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit alle Ihre Muskelgruppen durch - von oben nach unten und lassen Sie immer ein Stückchen mehr los - so dass sich zum Beispiel Ihre Schultern merklich senken. Durch die gleichmäßige und tiefe Atmung sowie das Entspannen der Muskulatur wird Stresssymptomen unmittelbar entgegengewirkt. Wichtig ist es nun, genau „hinzuspüren“, was Sie brauchen - nicht müssen, sondern brauchen. Was würde Ihrem Körper nun gut tun? Was brauchen Sie, um Dampf abzulassen? Was, um zur Ruhe zu kommen? Fragen Sie sich, wenn Sie nach Hause kommen oder die Kinder endlich ins Bett gebracht sind, was brauchen Sie nun? Setzen Sie das unmittelbar um! Leichter fällt uns Entspannung, wenn unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind, die im hektischen und überladenen Alltag oftmals aus dem Blick geraten. Tanken Sie bei einem ruhigen Spaziergang frische Luft, atmen Sie an einem offenen Fenster oder auf dem Balkon tief und langsam die frische Luft ein. Nehmen Sie sich ein Glas Mineralwasser mit ein paar Spritzern Zitronensaft und trinken Sie Ihr Getränk genüsslich auf dem Sofa sitzend bei Kerzenschein. Schneiden Sie frisches Obst in kleine Stückchen, essen und genießen Sie in aufrechter Haltung auf einem Kissen. All das braucht nicht viel Zeit - 10 bis 30 Minuten reichen völlig aus, um einen Moment für sich zu schaffen. Machen Sie sich zu Hause ein Duftöl an - Lavendel beruhigt, Orange und Grapefruit wirken entspannend und Zitrone erfrischend. Ein warmes Schaumbad mit angenehmem Duft ist bei Kerzenlicht oder ruhiger, sanfter Musik ein i-Tüpfelchen jeder Entspannung.

Wenn Sie nähere Informationen zum Krankheitsbild, Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten von Burnout und Depressionen suchen, besuchen Sie die Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

imedo stellt verschiedene Infocenter für Sie bereit, beispielsweise zum Thema „Innere Unruhe“ oder zum Thema „Burnout“.

Mehr über die Entspannungstechniken von Frau Carlitscheck finden Sie auf www.almutcarlitscheck.de.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Cisco Ripac / pixelio.de, Birgit H.

Gegen Burnout hilft auch Entspannung

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Viele Menschen stecken ihre ganze Kraft und ihr volles Engagement in ein Projekt, meist in den Job. Doch bei vielen ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem sie sich ausgebrannt, erschöpft und müde fühlen. Das Burnout-Syndrom wird immer mehr zu einer Volkskrankheit.  Sven-David Müller, Kommunikationsleiter des Internet-Gesundheitsportals imedo, befragte die psychologische Beraterin und Entspannungspädagogin Almut Carlitscheck aus Berlin zu Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen bei Burnout.

Ist der Burnout ein Grund zum Arzt zu gehen?
Dipl.-Päd. A. Carlitscheck: Ja, auf jeden Fall! Ein Burnout muss von einem Arzt diagnostiziert werden. Er leitet dann weitere Schritte der Behandlung ein. Je nachdem in welcher Phase der Erkrankung sich der Patient befindet, sind unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll und angemessen. Ohne professionelle Hilfe ist eine wirksame und nachhaltige Genesung nicht möglich. Selbsttherapie greift zu kurz und kann allenfalls kurzfristig für Entlastung sorgen. Mit Symptombekämpfung alleine ist es nicht getan. Langfristig muss ein neuer Umgang mit dem Alltag, sich selbst und belastenden Situationen erlernt werden. Die eigene Leistungsfähigkeit sowie das eigene Bedürfnis zur Entspannung und Regeneration müssen wahrgenommen und realistisch eingeschätzt werden können. In einigen Fällen reicht es aus, eine Kur zu verschreiben oder der belastenden Situation, beispielsweise am Arbeitsplatz durch einen Arbeitsplatzwechsel zu entgehen. Ein Burnout-Syndrom verschwindet jedoch nicht einfach wieder von alleine. Der Arzt kann eine gezielte Psychotherapie verschreiben und, falls erforderlich, auch eine psychopharmakologische Behandlung in Form von Antidepressiva einleiten. Zu beachten sind beide erkrankten Komponenten – der Körper und die Psyche.

Wie stellt der Mensch eigentlich fest, ob er unter einem Burnout leidet?
Erste Symptome eines Burnout-Syndroms können eine ohne deutlich erkennbaren Grund auftretende Nervosität sein sowie Aktionismus bis hin zur Hyperaktivität. Ein Tätigkeitsbereich des Alltags – Beruf, Familie, Ehrenamt etc. – wird zum drastischen Lebensmittelpunkt, dem alle anderen Bereiche – einschließlich der eigenen Gesundheit und der eigenen Bedürfnisse – untergeordnet werden, oft kompromiss- und pausenlos. Erholungs- und Entspannungsphasen werden immer weniger bis gar nicht mehr eingebaut. Ein zum Beispiel zeitliches Ende dieser einseitigen Fokussierung ist nicht in Sicht. Dieses eingeschränkte Streben hat oftmals einen beobachtbaren sozialen Rückzug sowie eingeschränkte Gesprächsthemen zur Folge. Betroffene leiden unter chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Magen-/Darmbeschwerden, andauernden Kopfschmerzen, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, erhöhter Reizbarkeit und suchen Entlastung in schnell aber kurzfristig wirksamen Methoden wie Alkohol, Zigaretten, in der Computer- und Fernsehwelt, im Essen (…). Jedes einzelne Symptom ist noch keine Burnout-Erkrankung. Es sind einzelne Anzeichen von Übermüdung, Stress und ein Hinweis, dringend Entspannung und Erholung in den Alltag einzubauen. Treten diese Symptome jedoch in unterschiedlicher Gewichtung gehäuft und gemeinsam auf und sollten sie trotz bewusst eingebauter Phasen der Erholung – seien es ein paar ruhige und Abwechslung bietende Stunden am Abend oder am Wochenende – nicht deutlich gemildert werden, so ist ein Arztbesuch dringen anzuraten.

Was sind die ersten Anzeichen für ein Burnout?

Nicht jedes intensive Arbeiten und Fokussieren auf einen Lebensbereich führt automatisch zum Burnout. Oftmals ist eine Fokussierung sogar sinnvoll und angemessen. Kann sich der einzelne jedoch nach Abschluss eines Projektes, nach einer Prüfung oder einer anderweitig angespannten Phase nicht wieder in den „normalen“ Alltag zurückziehen oder fällt es ihm schwer, neben einer besonderen Aufgabe auch andere Dinge wahr- und ernstzunehmen – wie die eigenen Bedürfnisse nach ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung, Ruhephasen oder auch das soziale Umfeld etc. – und dreht sich sein Handeln und Denken tagein und tagaus fast ausschließlich um die eine Tätigkeit, so ist das Risiko, einen Burnout zu erleiden, deutlich erhöht. Ein Mensch, der unter besonderer Belastung steht – im Beruf, im sozialen Umfeld etc. – kann folgende Dinge an sich selbst beobachten: Bin ich nach 6 bis 8 Stunden Schlaf morgens wirklich erholt und gestärkt? Schlafe ich ungestört ein und durch? Habe ich neben dieser wichtigen Aufgabe andere Dinge oder Themen im Leben, die mich begeistern und mit denen ich mich gerne umgebe und beschäftige? Plane ich bewusst Pausen in den Alltag ein? Wie gestalte ich meine Freizeit? Habe ich überhaupt freie Zeit und nehme diese wahr? Was und wie esse ich? Esse ich regelmäßig an einem Tisch sitzend? Gehe ich regelmäßig an die frische Luft und mache wenigstens einen kurzen, ruhigen Spaziergang? Kreisen meine Gedanken kreisförmig tagelang um die gleiche Sache? Wie geht es meinem Körper? Wie geht es mir? Erste Anzeichen eines Burnouts können auf diese Weise erkannt werden. Warnsignale sind eine ständige Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Einseitigkeit in Themen und Gestaltung des Tages, sozialer Rückzug, dauernde Nervosität, Grübelei und Traurigkeit.

Was empfehlen Sie Menschen, die unter Burnout leiden?
Ich empfehle an erster Stelle, die an sich selbst beobachteten Symptome ernstzunehmen. Sie müssen nicht zwangsläufig ein Burnout sein – können aber dahin führen. Auf jeden Fall ist ein Arzt aufzusuchen, dem die an sich selbst beobachteten Symptome geschildert werden sollten. Der Arzt stellt dann die Diagnose Burnout-Syndrom und leitet weitere Schritte der Behandlung ein.

Lässt sich dem Burnout vorbeugen? Wenn ja, wie?
Einem Burnout lässt sich entgegenwirken, wenn rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Der in unserer Gesellschaft oft als normal angesehene hohe Stresspegel sollte kritisch im eigenen Alltag hinterfragt werden. Stress, Einseitigkeit von Aufgaben und Anforderungen, Begeisterung und Engagement für eine Sache/Tätigkeit, all das sind Ereignisse, denen der Mensch nicht 100prozentig ausweichen kann und auch nicht braucht. Jedoch ist es unablässig, neben Anspannung, Power und Energie auch die andere Seite der Gesundheitswaage zu fördern und bewusst im Blickfeld zu halten – Entspannung, Ruhe und Erholung. Gerade in Phasen des Stresses, der Belastung und unter besonderen – und oft einseitigen – Anforderungen müssen dringend Phasen der Ruhe und Regeneration in den Alltag eingebaut werden. Neben dem Erlernen einer Entspannungstechnik wie dem Autogenen Training gibt es unzählige alltagstaugliche Entspannungsmöglichkeiten. Kombinieren Sie ein ruhiges Schaumbad mit dem Trinken eines Kräutertees bei Kerzenschein und besinnlicher Musik, treffen Sie sich mit Freunden und gehen Sie ins Kino oder ins Schwimmbad, verabreden Sie sich mit anderen zum Tanzen, zu einem Spaziergang oder in ein Café, erlernen Sie etwas, was Sie schon immer können wollten – wie etwa eine Fremdsprache, ein Instrument oder einen besonderen Tanz. Versuchen Sie, Ihren Alltag nicht einseitig zu gestalten und sorgen Sie für Abwechslung. Das weckt die Lebensgeister und bringt neben Spaß Erholung und Regeneration in Ihren Alltag. Warten Sie nicht erst bis es Ihnen besonders schlecht geht, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die ersten Anzeichen von Stress, von Depression bis hin zu den ersten Anzeichen eines Burnouts führen oft zum Gegenteil dessen, was den Burnout ausgelöst hat: Viel Engagement führt zur Auspowerung, Energielosigkeit bis hin zur Lähmung; die Kraftreserven sind aufgebraucht. Wenn es soweit gekommen ist, helfen Präventivmaßnahmen nicht mehr und ohne professionelle Hilfe kommen Sie dann nicht mehr aus der Burnout-Falle heraus. Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Weitere Informationen zum Thema Burnout erhalten Sie auf der Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über die Entspannungstechniken von Frau Carlitscheck, klicken Sie auf ihre Webseite: www.almutcarlitscheck.de

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Günter Havlena / www.imedo.de/infocenter/burnout

Kaufsucht als Ventil für psychische Probleme

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Die Kaufsucht wird auch Kaufwahn oder Kaufzwang genannt und ist eine ernsthafte psychische Störung. Sie äußert sich als zwanghaftes, episodisches Kaufen von Waren oder Dienstleistungen. In der Bundesrepublik Deutschland sind bis zu fünf Prozent aller Menschen betroffen, wovon mit 90 Prozent fast ausschließlich Frauen kaufsüchtig sind. Die Kaufsucht ist schwer greifbar und erfährt in der allgemeinen Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit, daher berichtet das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de jetzt schwerpunktmäßig über das Thema.

Kaufsucht wird ähnlich wie die Spielsucht oder die Arbeitssucht nicht als eigenständige Krankheit angesehen, sondern als Zwangsstörung bezeichnet. Kaufsüchtige Menschen sind also nicht körperlich abhängig, wie bei Heroin oder Alkohol, sondern psychisch.

Kaufsüchtig nach bestimmten Dingen
Meistens wird eine bestimmte Warengruppe, wie zum Beispiel Puppen oder Kleider, von den Betroffenen bevorzugt. Sie kaufen dann weit über den Bedarf und ein sinnvolles Maß hinaus Gegenstände und lagern diese oft originalverpackt in der Wohnung oder werfen sie nach dem Kauf sogar weg – nur die eigentliche Kaufhandlung befriedigt sie in ihrem Zwang. Besonders fatal für Menschen die kaufsüchtig sind ist, dass in Zeiten des Internets Käufe immer leichter abzuschließen sind und oft ein einziger Klick genügt, um einen später bereuten Kaufabschluss zu tätigen.

Ursachen von Kaufsucht
Hinter der Kaufsucht können sich unterschiedlichste Ursachen verbergen: Ängste, Depressionen, innere Unruhe oder ein geringes Selbstwertgefühl. Die Einkaufsucht ist dann der Versuch, diese Gefühle in den Griff zu bekommen. Für die Betroffenen beginnt damit ein Teufelskreis: negative Gefühle wie Ärger und Stress führen zum Kaufen. Das Kaufen führt nach kurzer Zeit zu Schuldgefühlen, finanziellen Schulden und Depressionen. Diese werden mit erneuten Käufen zu bewältigen versucht und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Therapie gegen Kaufsucht

Bei Anzeichen einer Kaufsucht können sowohl Betroffene, als auch Angehörige zunächst eine Suchtberatungsstelle aufsuchen um sich zu informieren. Im Zweifelsfall sollte der Betroffene eine Psychotherapie bei einem Arzt durchführen.

Bei ersten Anzeichen, die auf eine Sucht hinweisen, können bei imedo.de Betroffene gefragt werden, die bereits Erfahrungen mit Kaufsucht machen mussten. Zum Austausch darüber gibt es die geschlossene Gruppe „Kaufsucht“, der Sie beitreten können.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren in verschiedenen Artikeln rund um das Phänomen des zwanghaften Kaufens:

Immer mehr Kaufsüchtige – Therapieplätze reichen nicht aus

Durchbruch: Therapie gegen Kaufsucht

Keine psychische Krankheit dagegen ist die Schaufensterkrankheit: schmerzende Beine als Symptom

Bildquelle: Ernst Rose, pixelio.de

Nebenwirkungen von Glück: schützt vor Herzinfarkt und Depression

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche warnt der Mediziner und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen* vor den Nebenwirkungen von Glück. Er rät: „Lass einfach alles weg, was das Leben nachweislich verkürzt.“

Glück ist kein Naturzustand, Gesundheit auch nicht. Nicht jeder, der gesund ist, ist glücklich. Und nicht jeder, der krank ist, ist unglücklich. Aber wer öfter glücklich ist, wird seltener krank und lebt länger. Sein Glück zu mehren ist die beste Prävention. Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität in Rotterdam erforscht seit Jahren das Zusammenspiel von Glück und Gesundheit. Über 30 Einzelstudien bestätigen: Glücklichsein schützt konkret vor Herzinfarkten, Infekten und Diabetes – und natürlich auch vor Depression, dem Gegenteil von Glück. Auch deshalb schreibe ich diesen Text und bin jetzt mehr Arzt als Komiker.

Wie positive Gefühle auf den Körper wirken und wie uns chronische Krankheiten mürbe machen können, wird gerade erst als Forschungsthema entdeckt. Klar ist: Stress verursacht Unglück. Und Unglück verursacht Stress. Darunter leiden nicht nur die Laune und die Blutgefäße, sondern auch das Immunsystem. Wenn man Versuchspersonen eine definierte Menge an Schnupfenerregern ins Gesicht pustet, werden diejenigen seltener krank, die zu dem Zeitpunkt gut gelaunt sind. Die anderen haben vorher und nachher die Nase voll.

Glückliche Menschen reagieren gelassener auf Belastungen
Glückliche Menschen haben einen gesünderen Lebensstil: Sie achten auf ihr Gewicht, sind sportlicher und gehen verantwortungsvoll mit Alkohol und Zigaretten um. Weiterhin aktivieren Freude und Glück den Körper und machen ihn fitter. Bei unglücklichen Personen beobachtet man das Gegenteil: Ihre körperliche Aktivität sinkt und sie sind anfälliger für Krankheiten. Wenn Menschen jedoch bereits schwer krank sind, verlängert ein positiver Gemütszustand nicht das Leben, wohl aber die Lebensqualität. Dafür können Menschen informiert, trainiert und angeleitet werden, sich glücklich zu fühlen und auf einen Gutteil ihres Stresses zu verzichten. Auf diese Weise würden weniger Personen krank und die Kosten einer Behandlung könnten somit für eine sinnvolle Vorsorge verwendet werden.

Freude stärken, Leiden mindern
Dieses brauchbare Lebensmotto findet sich im Buddhismus und dem Christentum genauso wie im hippokratischen Eid. Und so verstehe ich auch diesen Text: Sollte er Sie glücklich machen, freut mich das. Aber der größere Effekt könnte sein, dass Sie sich nicht mehr für unglücklicher halten, als Sie sind. Das ist so ähnlich wie beim Salatessen. Warum ist Salat so gesund? Weil man, während man Berge von Salat isst, sich den Magen nicht mit etwas Ungesundem vollschlägt. Deshalb nimmt man auch ab, wenn man viel lacht. Nicht etwa, weil man beim Lachen nennenswert Kalorien verbrennt, sondern weil man beim Lachen nicht essen kann. Oder etwas philosophischer: „Glück ist Unglück, was man nicht hat.“

Der effektivste Trick, sein Leben zu verlängern, ist tatsächlich kein großes Geheimnis, sondern erschreckend banal: Lass einfach alles weg, was das Leben nachweislich verkürzt. Wer nicht raucht, nicht zu viel säuft und frisst und Spaß mit sich und anderen hat, lebt 14 Jahre länger als einer, der lieber Risikofaktoren sammelt und alles daransetzt, seine Sammlung auch zu vervollständigen.

Brokkoli hat die größte Wirkung, vor Krebs zu schützen, bei den Menschen, die am wahrscheinlichsten Krebs bekommen – bei den Rauchern. Ob die anderen viel von Brokkoli profitieren, ist schwerer zu belegen. Aber das heißt nicht, dass Sie jetzt mit dem Rauchen anfangen müssten oder mit Brokkoli aufhören sollten.

Nicht rauchen, sondern bewegen und Gemüse essen
Als ich noch Kinderarzt in der Charité war, hatte ich die erste Begegnung mit dem „Gesetz der umgekehrten Bedürftigkeit“. Welche Eltern bringen ihre Kinder pünktlich zu allen Untersuchungen? Die, die sich sowieso schon kümmern. Das sind nicht die Familien, die den Arzt am dringendsten bräuchten. Da dachte ich: „Mensch, warte nicht im Krankenhaus, bis die Kranken zu dir kommen. Sorg dafür, dass sie gar nicht erst krank werden. Mach Prävention, bring medizinisches Wissen in die Öffentlichkeit, mach Gesundheitsfernsehen.“ Ich habe fünf Jahre in der ARD eine wöchentliche Gesundheitssendung moderiert. Jeden Donnerstag fasste ich sinngemäß zusammen: nicht rauchen, sondern bewegen, Gemüse essen. Jetzt frage ich Sie: Wer guckt so eine Sendung? Genau: alle, die das schon wissen. Die Raucher, die sich nie von der Fernsehcouch wegbewegen und Pommes für Gemüse halten, schauen selten ARD-Gesundheitsmagazine. Die gucken RTL II. Man predigt immer den Falschen. Das ist in der Kirche auch so. Die, die in die Kirche kommen, denen muss man kein schlechtes Gewissen machen. In der Wirtschaft gilt genau das Gleiche. Wenn man Telefonmarketing für Hörgeräte macht – die, die rangehen, sind nicht die, die sie am dringendsten brauchen. So steht zu befürchten, dass Sie gar nicht so schlecht drauf sind. Diese Worte können einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen – aber vielleicht anregen.

Depression: alles ist sinnlos, hoffnungslos, emotionslos
Und deshalb noch ein paar ernste Worte zum Thema Depression: Was ist das Gegenteil von Glück? Unglück? Könnte man denken. Glück geht vorbei, Unglück auch. Das Gegenstück zu Glücksgefühlen ist, wenn man gar nichts mehr fühlt. Depression ist die Krankheit der „-losigkeit“. Alles ist sinnlos, hoffnungslos, emotionslos. Wer unter Depressionen leidet, ist schlaflos, antriebslos und wäre am liebsten sich selbst ganz los. Die Depression ist die häufigste seelische Störung überhaupt und auch die teuerste: Sie kostet viele Menschen das Leben durch Suizid, sie kostet zusammengenommen viele Jahrhunderte an Lebensqualität und sie kostet die Gesellschaft Milliarden, weil Depressive lange ausfallen als Eltern, Lehrer, Partner oder Steuerzahler. Fünf Millionen Menschen sollen in Deutschland depressiv sein, wobei strittig ist, ob die Krankheit tatsächlich zugenommen hat oder nur die Aufmerksamkeit für die Diagnose.

Die Neurologen und Psychiater unterteilen Depression in verschiedene Schweregrade, je nachdem wie stark die Symptome ausgeprägt sind und wie lange sie schon anhalten. Eine Selbstdiagnose macht wenig Sinn: Manche Patienten neigen zur permanenten Selbstbeobachtung der Psyche und machen sich dadurch das Leben schwer. Die anderen ignorieren dagegen jede seelische Komponente und rennen jahrelang wegen Herz-, Rücken- oder Verdauungsproblemen zum Arzt, bis einer die richtige Diagnose stellt. Aber alles ist besser als gar nicht zum Arzt zu gehen.

Was passiert bei einer Depression im Gehirn?
Die komplizierten Gleichgewichte der verschiedenen Signalstoffe sind gestört. Maßgeblich fehlen Serotonin und Noradrenalin. Das erste Hormon signalisiert normalerweise Freude, das zweite Antrieb – beides fehlt dem Depressiven. Zudem fehlt es an Nervenwachstum. Genauso, wie sich der Depressive von seiner Außenwelt zurückzieht, haben auch die Nervenzellen im Hirn keine Lust mehr, sich anzustrengen und neue Kontakte zu knüpfen. Was zuerst kommt, der äußere oder der innere Rückzug, ist wie bei der Henne und dem Ei schwer zu klären. Aber das fehlende „Netzwerken“ im Kopf erklärt sehr gut, warum eine Behandlung mit Medikamenten nie sofort anschlägt: Bis sich die Synapsen wieder berappelt haben und neugierig auf andere zugehen, vergehen mindestens zwei bis vier Wochen.

Welchen „Sinn“ macht eine Krankheit der Sinnlosigkeit?
Am ehesten den einer Notbremse. Permanenter Stress und Überforderung führen zum Rückzug aus dem aktiven Leben, der Betroffene spart Energie und bringt andere dazu, ihn zu unterstützen. Wer einmal mit schwer Depressiven zu tun hatte, weiß, dass es ein Stadium gibt, in dem alle gut gemeinten Ratschläge wie „Raff dich doch einfach auf“ nichts nützen und nur alle Beteiligten noch hilfloser machen und bisweilen auch wütend. Depression ist eine Krankheit, kein Versagen. Wenn Sie ausgebrannt sind, gilt das Gleiche, wie wenn Ihre Wohnung brennt: Holen Sie Hilfe! Am besten schon, wenn Sie die ersten Rauchzeichen wahrnehmen.

Die gelernte Hilflosigkeit
Depression kommt meist nicht aus heiterem Himmel, sondern entsteht aus trüben Gedanken, die einen in endlosen Spiralen abwärts ziehen. Ein eindrucksvolles Tierexperiment revolutionierte das Verständnis dieser Lernprozesse. Martin Seligmans bahnbrechende Entdeckung war in den 60er-Jahren die „gelernte Hilflosigkeit“. Hunde, die in einem Käfig saßen, bekamen Futter, Wasser und – kleine Stromstöße. Die waren nicht gefährlich, aber unangenehm. Ein paar Stromstöße verträgt jeder, aber wenn sie immer wieder ohne ersichtlichen Grund kommen und ich „armer Hund“ nichts dagegen unternehmen kann, ergebe ich mich bald in mein Schicksal. Die Hunde legten sich apathisch hin und machten keinerlei Anstalten, sich aus der unangenehmen Situation zu befreien. So ähnlich fühlen sich viele Menschen, die sich sinnlos vom Schicksal mit Schlägen gebeutelt sehen, beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Wer selbst kündigt, fühlt sich ganz anders als jemand, der sich angestrengt hat, aber trotzdem geht die Firma pleite und er wird arbeitslos. Das macht depressiv.

Die eigentliche Erkenntnis kam, als Seligman den Käfig öffnete. Was geschah? Nichts. Die Hunde hätten abhauen können, aber sie taten es nicht. Sie hatten die Hilflosigkeit gelernt, sodass sie keinen Schritt mehr in die eigene Freiheit unternehmen wollten. Depressive Menschen erschaffen sich ihren Käfig in Gedanken und wenn Stöße und Erschütterungen dazukommen, können sie sich nicht mehr aus ihren Denkgittern und Endlosschleifen befreien: „Ich bin wertlos, meine Welt ist düster, meine Zukunft ist hoffnungslos.“

Kognitive Verhaltenstherapie

Diese typischen Denkmuster zeigen, dass man nicht nur Hilflosigkeit lernen kann, sondern auch Optimismus, indem man lernt, die Denkmuster zu unterbrechen. Die Methode heißt „Kognitive Verhaltenstherapie“ und ist nach heutigem Wissensstand eine der wirksamsten Methoden überhaupt, Depressionen zu behandeln. Was hilft noch? Den Umgang mit sich und anderen achtsamer gestalten: Die sozialen Fähigkeiten übt die „Interpersonelle Therapie“ (IPT) und die Achtsamkeitsmeditation unterstützt den gelasseneren Umgang mit sich selbst.

Welche Rolle spielen Medikamente?
Bei leichter Depression braucht man sie nicht. Bei schwerer Depression ist ein Gespräch oft unmöglich und somit können Medikamente helfen, eine psychotherapeutische Situation überhaupt erst möglich zu machen. In Amerika gehört es zum Lifestyle, Antidepressivum zu nehmen, in Deutschland gehört es zum Lifestyle, Psychopharmaka in Bausch und Bogen zu verdammen. Beides ist meiner Ansicht nach nicht hilfreich: Wer nicht depressiv ist, hat wenige Vorteile von Antidepressiva. Wer aber schwer depressiv ist, tut sich keinen Gefallen, keine Medikamente zu nehmen. Sie wirken langsam und auch in der Wahl des Mittels muss man geduldig sein. Sie machen nicht süchtig, denn sie geben keinen Kick, weil sie mehrere Wochen brauchen, um zu wirken. Somit durchlebt man keinen Entzug, wenn man sie nicht mehr nimmt. Niedrig dosiert verhindern sie auch Rückfälle.

Nur jeder fünfte Patient mit Depression in Deutschland wird richtig erkannt und behandelt. Dass jemand mit einer angeborenen Neigung zur Kurzsichtigkeit sich eine Brille verschreiben lässt, regt niemanden auf. Wenn jemand mit einer angeborenen Neigung zur Schwarzsichtigkeit und Freudlosigkeit ein Medikament verschrieben bekommt, das seine Hirnchemie korrigiert, erscheint uns das immer noch wie ein Frevel. Das kommt mir irgendwie kurzsichtig vor.

Das beste Mittel gegen die krankhafte Schwermut bleibt das Glück, in vielen kleinen Schritten. Seinen Weg zu ändern ist manchmal leicht. Meistens braucht es Wiederholungen, bis man etwas wirklich verstanden hat.

Lesen Sie weiter in der imedo-Gesundheitskolumne „Wohlstand macht krank“ von Dr. Thomas Kurscheid.

Wenn Sie befürchten, dass Sie Burnout-gefährdet sind, können Sie sich in dem imedo-Infocenter zum Thema „Burnout“ ausführlich informieren und Ihre persönliche Gefährdung online testen.

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*Der Mediziner und Kabarettist Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist bei imedo.de für das satirisch-humoristische in der Medizin zuständig. Er verläßt niemals das wissenschaftliche Niveau und bleibt doch bissig! Seine Kolumnen machen glücklich und helfen der Leber bei der Arbeit.

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de

Burnout mit Aminosäuren behandeln

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Experteninterview des Gesundheitsportals www.imedo.de und mit dem Burnout und Aminosäuren Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung sind schon lange nicht mehr das alleinige Problem von Managern – immer mehr Menschen in unserem Gesellschaftssystem leiden mittlerweile unter dem Burnout-Syndrom und verfallen in Folge dessen häufig in eine Depression. Doch so weit muss es nicht kommen: Wissenschaftler wie der Burnout Experte Prof. Dr. Jürgen Spona* weisen auf die Möglichkeiten der natürlichen Aminosäuren hin, die individuell abgestimmt eine wirksame Therapie gegen die Symptome von Burnout und Depressionen darstellen können. Der Redaktionsleiter der imedo-Gesundheitsnews Andreas Köster führte das Interview.

Andreas Köster von imedo.de: Sehr geehrter Professor Spona, wie bedeutend ist das Thema Burnout insgesamt und weiß man, wie viele Menschen in Europa darunter leiden?

Jürgen Spona: Das Thema Burn-out gewinnt immer mehr an Bedeutung, wobei allerdings keine strengen, wissenschaftliche Diagnose-Kriterien festgelegt sind. Vorsichtige Schätzungen gehen aber davon aus, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Laufe ihres Lebens davon betroffen sind. Früher sprach man von der sogenannten „Manager-Krankheit“. Heute geht man aber davon aus, dass der Personenkreis wesentlich größer ist. Er umfasst neben Managern, auch Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer, Hausfrauen und Schüler. Im Jahr 2007 gaben mehr als die Hälfte der in Deutschland ärztlich behandelten Patienten psychische Probleme wie Depression oder Burnout als Grund an. Kürzlich erhobene Zahlen sprechen dafür, dass 70 Prozent der Manager in Deutschland an Burnout leiden.

A. Köster von imedo.de: Welche klassischen, therapeutischen Maßnahmen gibt es zur Behandlung des Burnout-Syndroms?

J. Spona: Der Schwerpunkt liegt sicherlich bei psychotherapeutischen Methoden und Anleitung zu Stress-Reduktion. Zuweilen ist auch eine ärztliche Therapie mit Medikamenten notwendig. Auch moderate körperliche Betätigung erwies sich als sinnvoll.

A. Köster von imedo.de: Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren neben den klassischen Möglichkeiten, um die Symptome zu bekämpfen?

J. Spona: Eine optimale und gezielte Zufuhr von Nährstoffen hat sich bei Burnout als sehr hilfreich erwiesen. Zahlreiche Forschungsarbeiten konnten die positive Wirkung von Aminosäuren belegen.

A. Köster von imedo.de: Bitte erklären Sie uns ganz kurz, welche Funktion und Aufgaben Aminosäuren im menschlichen Körper haben.

J. Spona: Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß (Protein) und hiermit essentiell für zahlreiche Körperstrukturen wie Haut, Schleimhäute, Muskeln, Botenstoffe im Gehirn, den meisten Hormonen und allen Enzymen. Man kann sagen, dass im Rahmen der Nahrung Fette und Kohlenhydrate hauptsächlich dem Energieumsatz dienen, während Eiweißstoffe zusätzlich für die Bildung dieser Körperstrukturen wichtig sind, also nicht ersetzt werden können. Diese Strukturen erneuern sich fortlaufend das ganze Leben lang. Man kann sagen: Alle sieben Jahre ist ein Mensch „runderneuert“, der Bedarf ist also enorm.

A. Köster von imedo.de: Gibt es wissenschaftliche Nachweise für den Effekt und die Wirksamkeit von Aminosäuren?

J. Spona: Es gibt zahllose wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Eine eigene Forschungsarbeit weist zum Beispiel nach, dass die Erholung von Patienten mit major depression, also schwerer Depression, signifikant schneller verlief, wenn diese Patienten neben einem Antidepressivum zusätzlich Aminosäuren erhielten.

A. Köster von imedo.de: Ist es möglich, durch einen höheren Proteinkonsum so viele Aminosäuren aufzunehmen, dass positive Effekte erzielt werden können?

J. Spona: Im Prinzip sollte das möglich sein, in der Praxis erweist sich dies allerdings sehr häufig als schwierig. Dies gilt vor allem für jene Personen, bei denen die Aufspaltung oder die Aufnahme der Aminosäuren über die Darmschleimhaut nicht gut funktioniert.

A. Köster von imedo.de: Was raten Sie als Wissenschaftler Menschen mit Burnout um festzustellen, ob eine Aminosäure-Substitution in ihrem individuellen Fall hilfreich ist?

J. Spona: Man kann durch eine Blutanalyse eventuelle Aminosäure-Mängel feststellen und daraus Schlüsse für eine eventuelle Substitution mit Aminosäuren ziehen.

A. Köster von imedo.de: Muss die Einnahme von Aminosäure-Präparaten mit anderen Vitalstoffen kombiniert werden? Was muss man beachten?

J. Spona: Es ist sinnvoll, das zu tun. Vitamine und Mineralstoffe sind notwendige Hilfsstoffe für den Aminosäure-Stoffwechsel. Zusätzliche hilfreiche Stoffe sind Pflanzenextrakte, da diese neben den Aminosäuren die zweite Säule bei der Bekämpfung der freien Radikale darstellen, welche die Zellen schädigen können.

A. Köster von imedo.de: Welche Effekte hat die individuelle Aminosäuren-Therapie?

J. Spona: Durch eine solche Aminosäuren-Therapie kann, kurz gesagt, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessert werden. Sie kann auch bei Schlafstörungen hilfreich sein und nebenbei auch die Fettverbrennung ankurbeln und den Heißhunger auf Süßes dämpfen. Auch die Häufigkeit von Infekten nimmt deutlich ab.

A. Köster von imedo.de: Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine solche Aminosäuren-Therapie bergen?

J. Spona: Da es sich bei Aminosäuren um natürliche Bausteine von Eiweiß (Protein) handelt, die der Körper unbedingt benötigt und die Therapie individuell für jeden Einzelnen ermittelt wird, gibt es praktisch kein Risiko und auch keine gravierenden Nebenwirkungen.

A. Köster von imedo.de: Muss eine solche Aminosäuren-Therapie dauerhaft angewendet werden oder ist eine zeitlich begrenzte Kur ausreichend?

J. Spona: In den meisten Fällen bemerkt man die positiven Effekte innerhalb des ersten Monats, wobei zur Festigung aber mindestens eine dreimonatige Aminosäuren-Kur zur Behandlung von Burnout oder Depressionen sinnvoll ist. Wenn allerdings die äußeren Belastungen unverändert bleiben, ist eine dauerhafte Anwendung sinnvoll. Dies hängt von der individuellen Befindlichkeit jedes einzelnen Anwenders ab. Es besteht jedenfalls keinesfalls eine Gefahr einer Gewöhnung oder eines Suchtpotentials.

Auf imedo.de finden Betroffene umfassende Informationen über den Zustand der Erschöpfung im Infocenter „Burnout“.

In der imedo-Gesundheitscommunity können Sie sich mit anderen Menschen in der Gruppe „Depression“ über Erfahrungen und andere Therapiemöglichkeiten austauschen.

„Energie statt Stress: Wege zur Stressbalance“, erfahren Sie in den imedo-Gesundheitsnews, wie Sie eine Überbelastung vermeiden und eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden können.

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*Prof. Dr. Jürgen Spona promovierte an der Universität Wien im Fach Chemie. Nach seinem Studium war er insgesamt zwei Jahre in den USA als Postdoctoral Fellow und Research Associate an den Universitäten Princeton, Penn State, Cornell Medical School und am NIH tätig. Auf der Basis dieser Tätigkeiten baute er an der Universitäts-Frauenklinik Wien das Hormonlaboratorium auf. Er war Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Experimentelle Endokrinologie, das sich mit Fragen des Aminosäuren-Stoffwechsels und mit der Anwendung von Aminosäuren bei Befindlichkeitsstörungen (Burnout, Depressionen) sowie beim Sport zur Leistungssteigerung beschäftigte.

Depressive finden Hilfe im Internet

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Das Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt sich jetzt schwerpunktmäßig dem Thema Depression an und führt auf den imedo-Gesundheitsnews eine Umfrage zum persönlichen Depressionsempfinden der Nutzer durch. Menschen mit Depressionen scheuen sich in der Regel davor, professionelle Hilfe anzunehmen. Leider ist dieses Krankheitsbild immer noch stigmatisiert, vergleichbar einer Geisteskrankheit. Durchschnittlich leiden Patienten erst einmal sieben Jahre lang, bevor in ihnen die Bereitschaft reift, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Die imedo-Umfrage bildet ein aktuelles Stimmungsbild zur Gemütslage ab.

Es sind bereits zahlreiche Artikel zur Volkskrankheit Depressionen auf den imedo-Gesundheitsnews erschienen wie zum Beispiel:

Unser Herz hat Stress
Verzögerte Wirkung von Antidepressiva
Lichttherapie hilft gegen Winterdepression

Der Facharzt für psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier gibt imedo.de ein ausführliches Interview und beschreibt, wie Betroffene die Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen können.

Zusätzlich sind auf imedo.de Informationen, Therapien und Behandlungen zu finden. In der Gruppe „Depressionen“ der Gesundheitscommunity können sich Menschen direkt mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Erste Anzeichen einer Depression kann eine innere Unruhe sein. Zu den Themen innere Unruhe und Burnout gibt es bei imedo.de ausführliche Informationen.

Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen

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Etwa acht Millionen Deutsche sind von einer Depression betroffen. Die Zahl der Diagnosen steigt stetig an. Depressionen werden auch depressive Störung, depressive Episode oder Melancholie genannt und zählen wohl zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Eine Depression unterscheidet sich von der natürlichen und auch gesunden Trauer durch ihre Intensität und ihren anhaltenden Charakter. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Depressionen.


Neben der ärztlichen Therapie tauschen sich Betroffene zunehmend im Internet über ihre Krankheit aus. Eine vorbildliche Plattform dafür ist das offene Forum www.kompetenznetz-depression.de. Das Diskussionsforum ist Preisträger des imedo-GesundPreises 2009. Der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier betreut die Betroffenen und ihre Angehörigen in dem Forum und erklärt, wie eine Hilfe von Mensch zu Mensch im Internet funktionieren kann.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, wie viele Betroffene sind momentan in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de angemeldet?

Niedermeier:
Es sind etwa 9000 User, jeden Tag kommen circa 20 Neuanmeldungen hinzu.

imedo:
Wie viele von Depression betroffene Menschen gibt es deutschlandweit?

Niedermeier: Ungefähr 8 Millionen Deutsche sind betroffen. Man kann davon ausgehen, dass rund 16 Millionen Menschen im Laufe ihres Lebens eine Depression erleiden, von der es viele unterschiedliche Arten gibt.

imedo:
Welche unterschiedlichen Arten der Depression gibt es?

Niedermeier: Es gibt neben zahlreichen Unterformen drei große Formen der Depression: die agitierte, die gehemmte und die somatisierte Depression. Die agitierte Form ist gekennzeichnet durch Anspannung, Unruhe, Konzentrationsstörungen und intensive Gefühle wie Angst oder Traurigkeit. Die gehemmte Form äußert sich im Gegensatz dazu eher durch einen Verlust von Gefühlen, Antriebsstörungen und Denkstörungen. Die Betroffenen erleben sich eher so, als ob man ihnen jede Energie entzogen hätte. Die somatisierte Depression versteckt sich primär hinter zahlreichen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauch- und Rückenschmerzen oder Syndromen wie Fibromyalgie.

imedo: Was sind die Ursachen von Depressionen?

Niedermeier:
Es gibt Depression im Rahmen oder in Folge körperlicher Erkrankungen. Sie können aber auch durch längere Medikamenteneinnahme entstehen – eine Ursache, die oft unterschätzt wird. Die häufigsten Ursachen der Depression sind besondere Lebensereignisse. Neue Erkenntnisse bestätigen, dass Depressionen auch durch körperliche Stoffwechselstörungen entstehen können, ohne dass äußere Faktoren einwirken.

imedo: Herr Dr. Niedermeier, Sie sind schon viele Jahre Experte in diesem Gebiet, sind Entwicklungen und Trends bei Depressionserkrankungen erkennbar?

Niedermeier: Es ist in der Tat so, dass immer mehr Depressionen diagnostiziert werden. Ob dies allerdings darauf zurückzuführen ist, dass tatsächlich immer mehr Menschen unter Depressionen leiden oder ob die Diagnose besser erkannt und diagnostiziert wird, kann man nicht genau sagen. Wahrscheinlich erscheint aber, dass Krisenzeiten und damit verbundene Unsicherheiten und Ängste dazu beitragen, dass depressive Verstimmungen ansteigen werden.

imedo: Welche Möglichkeiten bietet das Internet den Betroffenen? Viele Leute stehen dem eventuell skeptisch gegenüber.

Niedermeier:
Es dient dazu, beim ersten Verdacht nähere Informationen über die Krankheit zu finden. Sollte sich der Verdacht einer Depression erhärten, ist eine ärztliche Therapie notwendig. Im weiteren Verlauf dienen Foren im Internet dem emotionalen Austausch. Sie unterstützen dadurch die Therapie und helfen auch Angehörigen.

imedo:
Was sind die wichtigsten Themen, die in Ihrem Forum kompetenznetz-depression.de diskutiert werden?

Niedermeier: Drei Viertel der Beiträge handeln vom Umgang mit Depressionen im Alltag. Die Betroffenen geben sich gegenseitig die Tipps, die sie vom Therapeuten eventuell nicht bekommen. Wie gesagt, kann der Austausch mit anderen Betroffenen die Therapie unterstützen.

imedo:
Gibt es speziell für die Angehörigen in Ihrem Forum die Möglichkeit zum Austausch?

Niedermeier: Ja, es gibt eine eigene Rubrik für Angehörige, diese wird aber leider noch von zu wenigen Menschen benutzt. Da wünschen wir uns mehr Zulauf.

imedo:
Warum folgen Betroffene eigentlich häufiger dem Rat von unbekannten anderen Betroffenen im Internet als dem von Angehörigen?

Niedermeier: Hinter Ratschlägen von Angehörigen steht auch immer ein Eigeninteresse. Die Betroffenen im Forum verfolgen keine eigenen Ziele, wenn sie anderen Tipps geben. Die Ratschläge sind neutraler, da keine langjährige Beziehung zwischen den Betroffenen existiert, und werden daher besser akzeptiert. Außerdem sind die „anderen Betroffenen“ ja (durch ihre eigene Erkrankung) Experten für diese Erkrankung und können damit viele Emotionen und Bedrängnisse von Betroffenen besser einschätzen als es jemand vermag, der noch nie unter einer solchen Erkrankung gelitten hat.

Depressive Menschen finden Rat, Hilfe und Austausch mit Betroffenen sowie mit ausgewählten Experten unter www.kompetenznetz-depression.de. Das Gesundheitsportal imedo.de bietet ebenfalls Gruppen für Depressive und deren Angehörige.

Mit den imedo-Gesundheitsnews finden Depressive Hilfe im Internet. Zudem informiert die imedo-Gesundheitsredaktion: Glück schützt vor Depressionen. Informieren Sie sich auch zu diesem Thema.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen zudem mit der Gruppe zum Thema Depression die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Weitere Informationen über Depressionen liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Peter Ries Düsseldorf, pixelio.de

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