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Bier: Kühles Blondes als Heilmittel

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Bier gehört wie Mineralwasser und Kaffee zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Aber Bier ist nicht nur ein Genussmittel, sondern in moderaten Mengen ein Heilmittel, informiert heute die Redaktion des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Gerade zum Oktoberfest in München, das inzwischen viele Volksfest-Ableger in der ganzen Republik hat, aber auch zur Cannstatter Wasen nimmt der Bierkonsum in Deutschland sprunghaft zu. Bier ist durch seinen Hefe- und Malzgehalt ein effektiver Vitaminlieferant und Bier enthält große Konzentrationen der wichtigsten B-Vitamine sowie mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein Liter alkoholfreies Bier deckt die Hälfte des täglichen Magnesium-Bedarfs, zwei Drittel des Niacin-Bedarfs, 20 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Kalium und ein Drittel des täglichen Folsäure-Bedarfs. Gesundheitsbewusste trinken Bier grundsätzlich in moderater Menge zum Abendessen.

Alkohol und Kalorien in Bier
Definitionsgemäß ist Bier ein kohlensäure- und alkoholhaltiges Getränk mit einem durchschnittlichen Alkohol-Gehalt von 4,5 bis 6 Prozent. Bier enthält natürlich auch Kalorien: Der Kalorien-Gehalt von Bier liegt bei durchschnittlich 48 Kilokalorien pro 100 Milliliter Bier. Bier besteht aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. In Deutschland produzieren die Brauereien das Bier seit dem Erlass des Reinheitsgebotes vom 23. April 1516. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt die gesundheitsförderlichen Effekte eines moderates Bier-Konsums. Aber auch Bier mit normalen Alkoholgehalt ist vergleichsweise kalorienarm – Wein hat beispielsweise 75 Prozent mehr Kalorien. Grundsätzlich unterscheiden die Bier-Brauer Obergäriges Bier und Untergäriges Bier.

Obergäriges Bier (Altbier, Berliner Weiße oder Kölsch) und Untergäriges Bier (Pilz, Bock oder Export)
Bei obergärigem Bier wie Ale, Altbier, Berliner Weiße, Kölsch, Stout oder Weizenbier (Weißbier oder Hefeweizen) schwimmt die Bierhefe nach dem Brauvorgang auf dem Sud. Bei untergärigem Bier wie Bock oder Doppelbock, Exportbier, Lager, Märzen, Oktoberfest-Bier, Pils, Schwarzbier oder Zwickelbier sinkt die Bierhefe am Ende des Brauvorganges auf den Boden des Gärtanks. Becks, Heinicken und Amstel brauen beliebte Biere.

Moderater Bier-Genuss steigert Lebenserwartung
Saufen und regelmäßiger moderater Bier-Konsum haben nichts miteinander zu tun. Während Saufen zur Abhängigkeit und zu Krankheiten führen kann, ist der moderate Bierkonsum von einem Glas täglich gesundheitsförderlich. Bei Männern kann es auch mal ein zweites Glas sein, da Männer mehr Alkohol und damit auch Bier vertragen können als Frauen. Schon durch täglich ein Glas Bier steigt die Lebenserwartung: Moderat Bier trinken heißt, länger leben. Grundsätzlich zeigen Studien, dass moderate Bier-Trinker länger leben als Abstinenzler oder Säufer.

Weniger Nierensteine durch Bier
Es muss kein Altbier sein, um das Nierensteinrisiko zu vermindern. Untersuchungen zeigen, dass durch moderaten Bier-Konsum das Nierensteinrisiko um 40 Prozent sinkt.

Von wegen Bierbauch: Bier kann beim Abnehmen helfen
Mit Bier abzunehmen ist wohl der Traum vieler Bier-Fans. Der dicke Bauch von Bier-Trinkern wird oft als Bier-Bauch verunglimpft. Einen Bierbauch gibt es überhaupt nicht, denn der Bierbauch ist ein Fettbauch und der kommt durch eine kalorienreiche Ernährungsweise und mangelnde Bewegung zustande. Bier ist im Vergleich zu Kaffee und Mineralwasser nicht kalorienarm, aber moderater Bier-Konsum hilft sogar beim Abnehmen, wie Studien beweisen. Geradezu kalorienarm ist alkoholfreies Bier. Das Kalorien-Nährwert-Lexikon zeigt, dass alkoholfreies Bier nur 24 Kilokalorien enthält, während Limonade mit 84 Kilokalorien zu B(a)uche schlägt.

Bier-Empfehlungen für Sportler und stillende Frauen
Alkoholfreies Bier ist auch gut für Sportler und stillende Frauen: Alkoholfreies Bier erleichtert Studien zufolge das Stillen, weil es die Muttermilchproduktion anregt. Für Sportler ist alkoholfreies Weizenbier (Weißbier) besonders gut, da es ein optimales isotones Sportgetränk ist.

Vitaminbombe Bier und Bierhefe
Bier ist durch die enthaltene Bierhefe eine echte Vitaminbombe. Besonders die B-Vitamine Riboflavin, Pyridoxin, Biotin, Folsäure, Pantothensäure und Niacin kommen reichlich in Bier vor. Aber Bier ist auch reich an Kalium, Magnesium und liefert sogar beachtliche Mengen an Kalzium und Zink. Wer auf eine vitaminreiche und mineralstoffreiche Ernährungsweise Wert legt, sollte seine Kost mit Bierhefe ergänzen. Die in Bier und Bierhefe enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind insbesondere für schwangere und stillende Frauen sowie Menschen, die unter einer mangelhaften Versorgung mit dem Vitamin-B-Komplex leiden, wichtig.

Bier gegen Altersdemenz
Bier stärkt auch das Gedächtnis und beugt der Altersdemenz vor. Bier schützt vor Gallenstein-Leiden und hemmt das Risiko einer Helicobakter Pylori Infektion des Magens, die zur Magenschleimhaut-Entzündungen führen kann.

Bier ist gesünder als Wein
Einige Forscherteams kommen sogar zu dem Ergebnis, dass Bier für die Gesundheit besser ist als Wein. In jedem Falle enthält Bier deutlich weniger Alkohol aber mehr Vitamine und Mineralstoffe als Wein. Die Bierhefe ist ein ideales Nahrungsergänzungsmittel und sorgt für gesunde Haare, Haut und Fingernägel. Menschen, die auf ihre Schönheit achten, sollten täglich Bierhefe einnehmen. Sie gibt es preiswert in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten in Form von Bierhefe-Tabletten und Bierhefe-Flocken. Da ungefiltertes Bier mehr Bierhefe enthält, sollten es gesundheitsbewusste Bier-Trinker bevorzugt trinken.

Bei Gicht und Zöliakie ist Bier verboten
Für Gicht-Patienten ist Bier schlecht, da es Purine enthält und die Harnsäure-Ausscheidung hemmt. Auch Menschen, die unter Zöliakie und Sprue leiden, dürfen kein Bier trinken, da es Gluten enthält.

Bier schützt vor Diabetes mellitus Typ 2 und Osteoporose
Bier ist fettfrei und enthält kein Cholesterin. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass moderater Bierkonsum vor Krankheiten schützen kann. Bier schützt insbesondere vor Diabetes mellitus Typ 2 und auch Osteoporose. Aber Bier schützt nicht nur vor der Zuckerkrankheit und der Knochenentkalkung. Bier und Bierextrakte wie Bierhefe sind entzündungshemmend. Mit Beta-Glukan angereicherte Bierhefe stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungskrankheiten (grippaler Infekt) vor.

Gesundbrunnen Bier
Moderater Bierkonsum senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf die Funktion der Nieren aus. Außerdem wirken die Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) antioxidativ und fangen freie Radikale ab. Der Gerstensaft hemmt die Arteriosklerose und schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen. Bier senkt das böse Cholesterin (LDL) und steigert das gute Cholesterin (HDL). Menschen, die moderat Bier trinken, haben ein um ein Drittel reduziertes Herzinfarkt-Risiko.

imedo-Tipps für gesundes Bier-Trinken
Anti-Alkoholiker leben nach einer Vielzahl von Studien kürzer als Menschen, die moderat Alkohol aufnehmen. Der moderate Bier-Konsum hat entscheidende gesundheitliche Vorteile. Nur wer häufig große Mengen Bier trinkt, muss eine Fettleber und Leberzirrhose fürchten. Die vorliegenden Studien sind keine Begründung für hemmungsloses Saufen, sondern vielmehr für das Genuss-Bierchen. Wer Alkohol meiden möchte, kann auf alkoholfreies Bier zurückgreifen. Zur Förderung der Schönheit von Haaren, Haut und Fingernägeln ist Bierhefe oder ungefiltertes Bier ideal.

Bier macht lustig
Die freie Enzyklopädie Wikipedia kennt einige humorvolle Bezeichnungen für den Bierbach: In der österreichischen Mundart existiert der Begriff „Gössermuskel“, nach der steirischen Gösser-Brauerei. In Köln wird der Bierbauch nach dem gleichnamigen 10 Liter Kölsch-Fass auch Pittermännchen genannt. Andere lustige Bezeichnungen für den dicken Bauch sind auch Veltinsmuskel, Pilsgeschwür, Hefespoiler, Paulaner-Muskel oder Brauerei-Tumor.

Lesen Sie weiter auf den imedo-Gesundheitsnews: Bierhefe macht schlank und schön

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Quellen:
1) Vliegenthart R etal,: Alcohol Consumption and Coronary Calcification in a General Population, Arch Intern Med. (2004); 164: 2355-2360
2) Burger M etal.: Alkohol consumption and its relation to cardiovascular risk factors in Germany, European Journal of Clinical Nutrition (2004) 58, 605-614
3) Roles of drinking pattern and type of alcohol consumed in coronary heart disease in men, New England Journal of Medicine, Vol 348, 02/2003
4) Bobak, M etal.: Effect of beer drinking on risk of myocardial infarction population based case – control study; British Medical Journal (2009) 320, 1378-1379
5) Schaeffner etal.: Alcohol Consumption and the Risk of Rental Dysfunction in Apparently Healthy Men, Arch Intern Med. (2005); 165:1048-1053
6) Brenner H: Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Infektionen mit Helicobacter pylori. American Journal of Epidemiology (1999), 149(6):571-6
7) Bobak etal.: Beer and Obesity: A cross-sectional Study, European Journal of Clinical Nutrition (2003) 57, 1250-1253
8 ) Koppes etal,: Moderate Alcohol Consumption Lowers the Risk of Type 2 Diabetes, Diabetes Care (2005), 28, 719-725
9) Bergmann RL etal.: Nikotin und Alkohol in der Stillzeit, gynäkol. Prax. (2002), 26, 431-436 10) Koletzko B etal.: Beer and Breastfeeding, Adv Exp Med Biol 2000; 478: 23-28
11) Stampfer, MJ etal, Effects of Moderate Alcohol Consumption of Cognitive Function in Women, The New England Journal of Medicine (2005); 352:245-253

Alzheimer: verblassende Erinnerung

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Alzheimer oder Demenz – die beiden Begriffe werden gerne verwechselt. Dr. Thomas Höhn und das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erklären, woran man Alzheimer erkennt, welche Auswirkungen die Krankheit hat und welche Maßnahmen präventiv und therapeutisch ergriffen werden können.

Demenz ist nur in 45 Prozent eine „Alzheimererkrankung“. Am zweithäufigsten ist die vaskuläre Form, diese führt zu Blutgefäßveränderungen oder zu Verschlüssen von Gefäßen im Gehirn.

Eine Million Alzheimer-Patienten in Deutschland

Im Jahre 1906 veröffentlichte der deutsche Neurologe Dr. Alois Alzheimer die erste wissenschaftliche Arbeit über die Krankheit des Persönlichkeitsabbaus und des Vergessens. Seitdem wird der Morbus Alzheimer immer häufiger diagnostiziert. Heute leben in Deutschland etwa eine Million Betroffene.

Das Risiko, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, verdoppelt sich vom 60. Lebensjahr an alle fünf Jahre. 1,5 Prozent der 60- bis 65-Jährigen sind betroffen, die Anzahl der Kranken steigt ab dem 65. Lebensjahr steil an auf 40 Prozent der über 85-Jährigen. Wenn keine erfolgreichen Behandlungsmethoden und keine geeigneten Vorbeugestrategien entwickelt werden können, müssen wir bis zum Jahr 2010 aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge mit knapp zwei Millionen Alzheimer-Kranken allein in Deutschland rechnen. Die Zahl der an Morbus Alzheimer erkrankten Menschen unter 60 nimmt zu. Bei den Völkern, in denen die Menschen über 100 Jahre alt werden, ist der „Alzheimer“ nahezu unbekannt.

Treten frühzeitig Störungen der Hirnleistung auf, sollte der Arzt aufgesucht werden. Es gibt Kurztests, die bereits ab dem Alter von 40 Jahren Klarheit schaffen können, ob es sich um eine beginnende Demenz, eine Form der Depression oder um Stressschäden handelt. Dann können die weiteren Schritte geplant werden.

Kosten für die Behandlung von Alzheimer

Jährlich kostet ein Patient rund 45.000 Euro – davon tragen die Krankenkassen etwa 2000 Euro, die Pflegekassen 15.000 Euro und die Familien 30.000 Euro. Unser Gesundheitswesen gibt über 15 Milliarden Euro für Behandlung und Betreuung der Alzheimer-Patienten aus. Dennoch wird laut statistischen Angaben nur jeder zehnte demente Heimbewohner ausreichend behandelt. Die Medikamente sind teuer.

Was passiert bei einer Alzheimer-Erkrankung?

Charakteristisch für die Stoffwechselstörung im „Alzheimer-Gehirn“ sind Amyloid-Plaques, harte Ablagerungen an Nervenenden, die durch fehlgeleiteten Eiweißstoffwechsel entstehen. Der Grund dafür ist ein Mangel an Acetylcholin, einem wichtigen Botenstoff des Nervensystems. Zellen des Gehirngewebes versuchen die Plaques über Entzündungsreaktionen aufzulösen. Dabei wird eine große Menge Energie verbraucht, die den Nervenzellen nicht mehr zur Verfügung steht. Der Mangel an Energie und Nährstoffen führt zum Verlust der befallenen Nervenzellen. Die Nerven verkürzen sich, reißen von den Verbindungsstellen ab und bilden an ihren Enden spiralförmige Strukturen. Die Vernetzungen der Hirnnervenzellen werden an immer mehr Stellen unterbrochen. Diese Programmierung scheint nicht umkehrbar zu sein. Ob die Entzündungen Ursache oder Folge sind, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Forscher haben Hinweise darauf, dass die Einnahme von Medikamenten gegen Entzündungen das Geschehen verzögern und milder verlaufen lassen.

Was sind die Ursache und Symptome von Alzheimer?

Über die Ursachen der Krankheit ist nicht viel bekannt. In Frage kommen beispielsweise Aluminiumverbindungen im Gehirn, Entzündungsreaktionen, ausgelöst durch Viren, Bakterien und die Kombination mehrerer Faktoren.

Was kann die Verwirrtheit auslösen?

  • fieberhafte Infektionen (Harn- oder Atemwege, Hirnhäute)
  • Elektrolyt-Entgleisungen (Kalium, Calcium, Natrium, etc.)
  • Wassermangel
  • Stoffwechselkrankheiten und hormonelle Störungen
  • Unterzuckerung
  • Eiweißmangel und andere Ernährungsdefizite (Vitamine B6, B12, Folsäure, Vitamin E)
  • Herzrhythmusstörungen mit Hirnembolien durch fortgeschleppte Blutgerinnungsklümpchen und andere Störungen im Herz-Kreislaufsystem (Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche)
  • zu wenig rote Blutkörperchen
  • Zustand nach Schlaganfall, Tumor, Bluterguss im Gehirn (nach Unfall)
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Alkohol, andere Drogen und deren Entzugssymptome
  • Schlafentzug
  • Blutgefäßerkrankung („Verkalkung“)
  • Parkinsonerkrankung

Es gibt Hinweise, an denen man eine Alzheimer-Erkrankung erkennen kann. Geruchsstörungen, akute Denk- und Orientierungsprobleme und wenn Personen immer dieselben Fragen stellen. Anfangs werden solche Störungen noch selbst bemerkt und korrigiert, eventuell auch als „kleiner Scherz“ bezeichnet. Später kommen Angst, Scham, Depression, Unruhe und in seltenen Fällen Aggressionen hinzu. Es folgt der soziale Rückzug. Zieht sich ein Mensch unter fadenscheinigen Gründen zurück und verwechselt Worte oder vergisst Termine, sollte man eine Therapie einleiten.

Alzheimer wird durchschnittlich erst im vierten Jahr nach Entstehung der ersten Symptome diagnostiziert. Das „Vergessen“ verläuft schleichend. Zunächst ziehen die Betroffenen beispielsweise Kleidungsstücke verkehrt herum an. Einfache Alltagshandlungen wie Waschen, Anziehen, Essen können zunehmend nur mit Hilfe anderer durchgeführt werden. In der nächsten Stufe geht das Verständnis für die Sprache verloren. Nahestehende Personen werden nicht oder erst nur mit Zögern erkannt. Monate später kommt vollkommener Erinnerungsverlust der persönlichen Daten wie Geburtstag hinzu. Traurigkeit und Depression können den Prozess begleiten.

Früherkennung sowie rechtzeitige Behandlung und Betreuung können das Leben der Alzheimer-Patienten um mehrere Jahre verlängern und die Lebensqualität verbessern. Verschlechterungen treten später ein und der totale Persönlichkeitsverlust kann verzögert werden. Zwischen Krankheitsbeginn und Tod liegen im Durchschnitt drei bis acht Jahre.

Alzheimer-Diagnose

Sichere Methoden zur Diagnosefindung gibt es noch nicht. Mit der PET, der Bild gebendenden Darstellung des Gehirns, können Mediziner feststellen, wie viel Hirngewebe abgebaut ist. Ein neuer Bluttest, der seit 2008 in Deutschland verfügbar ist, soll zu 80 Prozent eine Frühdiagnose ermöglichen.

Morbus Alzheimer ist vererbbar
Ein bis fünf Prozent der Erkrankten haben einen Fehler im Erbgut. Dieser wird an jeden zweiten Nachkommen weitergereicht. Die genetisch bedingten Alzheimer-Störungen treten früher auf. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, ist umso niedriger, desto älter die direkten Verwandten bei Ausbruch der Krankheit sind.

Maßnahmen gegen Alzheimer

Es gibt Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen. Langsames Vorlesen kurzer, leicht verständlicher, bekannter Texte, zum Beispiel aus Kindheit oder Jugend. Worte erzeugen Bilder, die alte Erinnerungsreste aus der Vergangenheit hervorholen. Erkrankten hilft es auch, wenn sie Hobbys aktivieren. Dadurch wird die Geschicklichkeit ausgebaut. Hilfreich ist Musik hören, Musizieren und Singen – allein und mit anderen. Außerdem stärken Gehirnjogging-Übungen das Gehirn. Je höher die Vernetzung im Gehirn, desto länger dauert der Abbau. Stress sollte beim Lernen vermieden werden.

Prävention ist durch Ernährung möglich:

  • viel Obst und Gemüse, vor allem Mango und Papaya sowie Avocado und alle einheimischen Gemüsesorten
  • wenig Fleisch
  • Gewürze: Piment, Paprika und Feldthymian
  • Walnüsse und Mandeln
  • Farbstoffe aus Pflanzen
  • Vitamin E und C, B12, Folsäure sowie Selen.

Alternative präventive Behandlungsmöglichkeiten sind:

  • Ausleiten von Schwermetallen
  • Leberentgiftung mit Pflanzen wie Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel und Flüssighefe (Reformhaus)
  • zwei bis drei Liter Wasser pro Tag trinken
  • körperlich und geistig aktiv bleiben
  • intensiv atmen
  • Check-ups beim Arzt alle ein bis zwei Jahre
  • Kontakt zu anderen Menschen halten
  • hohen Homocysteinspiegel vermeiden
  • Blutuntersuchungen des Blutzucker und des Blutbildes

Den Austausch mit Angehörigen von Alzheimer-Patienten ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity durch die Alzheimer-Gruppe. Weitere Informationen über Alzheimer erhalten Sie mit Hilfe des imedo-Medizinlexikons.

Neue Erkenntnisse über die Krankheit vermitteln zudem die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie auch: Ursache für Alzheimer bei jungen Menschen näher gekommen und Bildung zögert Alzheimer-Ausbruch hinaus.

Bildquelle: Jerzy, pixelio.de

Bildung zögert Alzheimer-Ausbruch hinaus

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Ist Alzheimer eine Krankheit der bildungsfernen Schichten? Ist, wer mehr mit seinen Händen als mit seinem Kopf arbeitet, eher ein Risikokandidat für Demenz im Alter? Italienische Wissenschaftler haben genau diese Frage erforscht. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de stellt die Ergebnisse der Studie vor.

Menschen mit mehr Bildung und geistig anspruchsvollen Tätigkeiten könnten besser gegen den Erinnerungsverlust, der der Alzheimerkrankheit vorausgeht, geschützt sein. Dies sagt eine Studie aus, die jetzt in der Zeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde.

Test von Patienten mit vermutetem Alzheimer

Die Forscher untersuchten 242 Patienten mit vermutetem Alzheimer, sowie 144 Gesunde und 72 Patienten mit Gedächtnisstörungen, die über die für das Alter übliche Vergesslichkeit hinausgeht, und die Experten amnestische MCI, beziehungsweise mild cognitive impairment, nennen. 21 dieser aMCI-Personen entwickelten später Alzheimer. Die Wissenschaftler testeten das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten der Probanden. Außerdem ermittelten sie mittels Gehirnscans, in wie weit das Gehirn bereits durch die Alzheimerkrankheit geschädigt war.

Alzheimer-Puffer durch Bildung

Ergebnis der Studie war, dass bei Probanden mit dem gleichen Gedächtnisstatus diejenigen, die gebildet waren oder einen anspruchsvollen Job ausführten, weniger durch Alzheimer geschädigte Gehirnstrukturen aufwiesen. „Unsere Theorie ist, dass Bildung und mental anspruchsvolle Jobs einen Puffer oder eine kognitive Reserve gegen die Auswirkungen von Demenz hervorbringen“, sagt Studienautorin Valentina Garibotto. „Ihre Gehirne sind in der Lage, Schäden zu kompensieren und weiter zu arbeiten.“ Dafür gebe es zwei mögliche Erklärungen: „Das Gehirn könnte durch Bildung und anspruchsvolle Beschäftigung stärker werden.“ Es wäre durchaus aber auch denkbar, dass genetische Vorteile einigen Menschen eine höhere Ausbildung und die spätere Tätigkeit in mental ansprechenden Berufen ermöglichen und gleichzeitig eine höhere funktionelle Reserve bewirken.

Mit einfachem Gehirnjogging können Patienten Alzheimer also nicht aufhalten. Das Training könnte bestenfalls den Ausbruch der Erkrankung hinauszögern.

Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews über Alzheimer.

Betroffene bietet die imedo-Gesundheitscommunity die Möglichkeit, mit Hilfe der Gruppe zum Thema Alzheimer, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

Alzheimer: schleichendes Vergessen

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Von allen Demenzformen ist Alzheimer die bekannteste und wird daher oft mit Demenz gleichgesetzt. Mit rund 60 Prozent ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Ursache für Demenz. In Deutschland gibt es etwa eine Million Alzheimer-Kranke. In Anbetracht weltweit steigender Patientenzahlen arbeitet die Forschung mit Hochdruck an Lösungen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte schon, dass eine umfassende und menschenwürdige Versorgung von Demenzkranken „eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen“ sei. Darum hat der Bund mit der Pflegereform zum 1. Juli dieses Jahres auch die Bedingungen für die Pflege demenziell erkrankter Menschen verbessert und mehr Geld zur verfügung gestellt. Bereits seit 2007 gibt es das „Leuchtturmprojekt Demenz“, mit dem Projekte gefördert werden, die in der Pflege eine Vorbildfunktion haben.

Experten rechnen mit mehr Alzheimerpatienten

Die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter an. In unserer medizinisch weit fortgeschrittenen Zeit, in der die Menschen immer älter werden, erwarten Gesundheitsexperten deutlich zunehmende Patientenzahlen.

Bei Alzheimer verändert sich das Gehirn sichtbar. Mit bildgebenden Verfahren kann nachgewiesen werden, wie die Krankheit das Gehirn „auffrisst“ und die Zwischenräume immer größer werden. Zwar kann man heute die chemischen Abläufe erklären, in denen die Krankheit verläuft, aber nicht, warum es zur Krankheit kommt. Genmutationen scheinen eine entscheidende Rolle zu spielen, es wurde aber noch nicht herausgefunden, ob und wie man diese verhindern oder wenigstens aufhalten kann.

Alzheimer ist nahezu unaufhaltsam, aber früh erkennbar

Schon etwa acht Jahre vor dem eigentlichen Ausbruch von Alzheimer lassen sich Symptome festsstellen, die auf die Krankheit hinweisen können. Am Leichtesten zu erkennen sind hier Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis und damit in Verbindung stehende Probleme, neue Information aufzufassen. Manchmal kann es schon in diesem Stadium zu leichten Beeinträchtigungen beim Sprachverständnis und der Verfolgung von persönlichen Zielen kommen. Oft treten auch Befindlichkeitsstörungen wie Depression und Teilnahmslosigkeit auf. Diese Symptome sollten allerdings gründlich untersucht werden, damit es nicht zu Fehldiagnosen kommt. Hierbei sind die Angehörigen dem Arzt eine wichtige Hilfe, denn sie können Veränderungen in Wesen und Verhalten am besten erkennen und beschreiben.

Alzheimer bleibt unheilbar

Obwohl die Pharmahersteller weltweit an einem Wirkstoff forschen, mit dem Alzheimer deutlich aufgehalten oder gar gestoppt werden könnte, sind die bis dato vorhandenen Medikamente dazu noch nicht in der Lage. 38 Präparate befinden sich momentan in der Patiententestphase, einige davon in der Abschlussphase, die der Zulassung vorausgeht. Die Wissenschaft geht hier verschiedene Wege. Einige Präparate wirken den Alzheimer-typischen Veränderungen der Nervenzellen entgegen, andere den Ablagerungen im Gehirn. Die in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe sollen hauptsächlich die körpereigene Abwehr gezielt mobilisieren, damit das Immunsystem selbst gegen die Ablagerungen vorgeht. Vorerst jedoch bleibt den Patienten nur die Hoffnung.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Verwandten von Alzheimerpatienten sowie Interessierten mit der Gruppe zum Thema Alzheimer die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Zudem finden Sie Informationen zur Krankheit auch mit Hilfe des imedo-Medizinlexikons.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren umfassend über Alzheimer. Lesen Sie auch: Alzheimer: verblassende Erinnerung und Bildung zögert Alzheimer-Ausbruch hinaus.

Bildquelle: adel, pixelio.de

Demenz: der Kopf lässt nach

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Oft wird Demenz mit der Alzheimer-Krankheit verwechselt. Diese ist aber nur eine Form der Demenz und bei weitem nicht die einzige. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat sich intensiver mit dem Thema beschäftigt.

Mit dem Begriff „Demenz“ werden Erkrankungsbilder zusammengefasst, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen einhergehen. Dazu zählen unter anderem Denken, Erinnern, die Orientierung und die Fähigkeit zur Verknüpfung von Denkinhalten. Durch den Verlust dieser Funktionen fällt es den Betroffenen zusehends schwerer, alltägliche Aktivitäten selbstständig durchzuführen. Zu den Demenzerkrankungen werden die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, die Frontotemporale Demenz und weitere Demenzformen gerechnet.

Demenz: Wenn der Geist den Körper verlässt

Das Wort „Demenz“ kommt von der lateinischen Bezeichnung dementia, was soviel heißt, wie „ohne Geist“. Demenzbetroffenen kommen nicht nur kognitive Fähigkeiten abhanden, sondern auch emotionale und soziale Fähigkeiten. Sie wirken oft ungerecht, unbeherrscht oder gemein, dann wieder teilnahmslos und traurig. An schlechten Tagen erinnern sie sich nicht an enge Familienangehörige, an guten Tagen an Kleinigkeiten aus dem Krieg. Der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses und des Denkvermögens beeinflusst die Sprache und das Verhalten. Oft sind vertraute Tätigkeiten ein Halt. So wurden beispielsweise für den verstorbenen Ex-US-Präsidenten Ronald Reagan auf seinem Grundstück die eben von ihm zusammengefegten Blätter wieder verteilt, damit er von vorn beginnen konnte. In manchen auf Demenzerkrankungen spezialisierten Pflegeeinrichtungen bekommen die Patienten Aufgaben, die denen in ihrem ehemaligen Arbeitsalltag ähneln. Ein früherer Sachbearbeiter etwa ordnet dann den Tag über Papiere von rechts nach links. Was von außen grausam erscheinen mag, gibt den Patienten das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Behandlung von Demenz

Einige Ursachen von Demenz sind heute geklärt, aber längst noch nicht alle. Einige Formen können besonders im Anfangsstadium recht gut behandelt und die Entwicklung verzögert werden. Ganz und gar aufhalten lässt sich Demenz aber nicht. Seit einigen Jahren gibt es Medikamente gegen Demenz, sogenannte Antidementiva, seit kurzem sogar in Pflasterform. Diese Antidementiva wirken bei einigen Patienten sehr gut, bei anderen gar nicht. In jedem Fall aber entfaltet sich eine optimale Wirkung am besten am Beginn einer Demenz.

Bei der Behandlung der vaskulären Demenz, auch gefäßbedingte Demenz genannt, wird zum einen mit Medikamenten gearbeitet, die auch in der Therapie gegen chronische Gefäßerkrankungen eingesetzt werden und zum anderen mit Antidementiva.

Naturheilkundliche Mittel wie Knoblauch oder Gingko sind umstritten in ihrer Wirkung. Beruhigungsmittel und Neuroleptika, unter anderem gegen Halluzinationen eingesetzt, wirken eher kontraproduktiv bei Demenz, weil sie die kognitiven Leistungen beeinflussen.

Das Gedächtnistraining als Behandlungsmethode ist ebenfalls umstritten, weil eine Konfrontation der Patienten mit ihren Defiziten zu einer Verschlechterung ihrer Gesamtsituation führen kann. Dennoch konnten Behandlungserfolge bei erlernten Prozessen wie dem Wiedererkennen von Gesichtern auf Fotos oder der Orientierung im Gelände nachgewiesen werden.

Alzheimer ist eine Form der Demenz. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Durch das imedo-Medizinlexikon erfahren sie mehr über Demenz.

Bildquelle: Slydgo, pixelio.de

Neues Medikament für Alzheimer-Patienten

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Die Firma TauRx Therapeutics hat angeblich ein Medikamente hergestellt, das dem Fortschreiten von Alzheimer entgegenwirken kann. Eine erste Studie hat erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Im kommenden Jahr sollen zunächst weltweite Tests folgen, erst in einigen Jahren gibt es dann grünes Licht für eine Markteinführung. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Die Firma TauRx Therapeutics, eine Ausgründung der Universität Aberdeen und der Charité Berlin, hat einen großen Erfolg in der Alzheimer-Forschung erzielt. Tests mit dem Mittel Rember an 321 Patienten reduzierten das Fortschreiten der Erkrankung um 81 Prozent. Das Medikament zielt auf die Ansammlung des Proteins namens Tau im Gehirn ab.

Studie über Demenz

Patienten mit einer leichten oder gemäßigten Form der Erkrankung erhielten entweder 30, 60 oder 100 Milligramm Rember oder ein Blindpräparat. Bei 60 Milligramm war die Wirkung am deutlichsten. In einem Zeitraum von 50 Wochen konnte ein Unterschied von sieben Punkten auf einer Skala zur Messung der Schwere der Demenz erzielt werden. Nach 19 Monaten konnte kein signifikanter Verfall der geistigen Funktionen mehr festgestellt werden. Bildgebende Daten legen laut BBC ebenfalls nahe, dass das Medikament in jenen Teilen des Gehirns seine größte Wirkung entfaltet, die für das Gedächtnis verantwortlich sind.

Wirkung auf Alzheimer zufällig entdeckt

Der Zusammenhang zwischen den Proteinablagerungen im Inneren der Nervenzellen des Gehirns und Alzheimer wurde vor mehr als 100 Jahren hergestellt. Sie bestehen, wie später nachgewiesen wurde, aus dem Protein Tau. Die Ablagerungen bilden sich in den Zellen, die direkt mit der Gedächtnisleistung in Verbindung stehen. Sie werden durch die Ablagerungen immer weiter zerstört. Rember oder Methylthioniniumchlorid, kurz MTC, ist das erste Medikament, das spezifisch auf die Tau-Ablagerungen abzielt. Bisher konzentrierten sich die meisten Medikamente mit beta-Amyloid auf ein Protein, das harte Ablagerungen bildet. Die aktuellen Forschungsergebnisse legen nahe, dass bei Tau die besseren Ergebnisse erzielt werden könnten. Methylthioniniumchlorid wird normalerweise eher als blaue Farbe bei Laborexperimenten eingesetzt.

Wischik entdeckte seine Wirkung zufällig vor rund 20 Jahren, als ein Tropfen Methylthioniniumchlorid zum Verschwinden eines Tau-Proteins in einem Teströhrchen führte. „Wir haben erstmals nachgewiesen, dass es möglich sein kann, das Fortschreiten dieser Krankheit durch das Abzielen auf jene Ablagerungen zum Stehen zu bringen, die in direktem Zusammenhang mit der Krankheit stehen. Wir haben das Ausmaß der Wirkung nach 24 und nach 50 Wochen mit der Wirkung bestehender Medikamente verglichen und ein rund zweieinhalb Mal besseres Ergebnis erzielt“, erklärt Wischik. Größere Tests sollen 2009 beginnen. Auf dem Alzheimer Kongress in Chicago hielt es der leitende Wissenschaftler Claude Wischik für denkbar, dass Rember bis 2012 auf dem Markt sein kann. Bis dahin müssen aber weitere großangelegte Tests weltweit stattfinden. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler, ob das Medikament auch zur Prävention eingesetzt werden kann.

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Bildquelle: Balzer Matthias, pixelio.de

Betreuung Demenzkranker durch Langzeitarbeitslose

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Mehrere tausend Langzeitarbeitslose sollen künftig Demenzkranke in Pflegeheimen betreuen. Sie sollen die geistig verwirrten Menschen füttern, ihnen vorlesen und mit ihnen spazieren gehen. Pflegevertreter kritisierten die Pläne scharf. Insgesamt werden 10.000 Betreuer benötigt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Das Bundesgesundheitsministerium hat in Absprache mit der Bundesagentur für Arbeit, kurz BA, offenbar vereinbart, dass rund 10.000 offene Betreuerstellen in Pflegeheimen für Demenzkranke mit Langzeitarbeitslosen besetzt werden sollen. Sie sollen als Helfer für das Pflegepersonal fungieren und die Patienten beschäftigen. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Klaus Vater, sagt, auf diese Weise solle den Demenzkranken ein „humanerer Alltag“ ermöglicht werden. Der Bedarf sei da. Er betont, die Langzeitarbeitslosen würden nicht zu Pflegeleistungen hinzugezogen, da dafür eine spezielle Ausbildung nötig sei, sondern ihnen würden nur Betreuungsaufgaben zugewiesen. Die Kosten dafür würden die Pflegekassen tragen. Ihre Höhe konnte er nicht beziffern. Der Sprecher wies darauf hin, dass es  rund 15.000 arbeitslose Pfleger gebe.

Programm zur Betreuung Demenzkranker

Das mit der Bundesagentur für Arbeit verabredete und in der Gesundheitsreform festgelegte Programm startete am 1. September 2008. Nach dem neuen Pflegegesetz dürfen Heime für an Demenz erkrankte Bewohner zusätzliches Personal einstellen. Vor dem Beginn wurden überall in Deutschland Bewerberpools gebildet, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge. Teilnehmen könne jeder, der sich für die Arbeit in einem Heim interessiere und für eine Weiterbildung infrage komme. Ein Kritikpunkt der Gegner ist, dass die  Arbeitslosen offensichtlich nur eine Kurzausbildung bekommen: 160 Stunden Unterricht und einige Praktika. Ähnliche Lehrgänge hätten in der Vergangenheit 900 Stunden Schulung vorgesehen, kritisiert ein Sprecher der Deutschen Alzheimergesellschaft.

Kritik: kurze Ausbildung der Betreuer Demenzkranker

Der Münchner Pflegeexperte Claus Fussek bemängelt in der „Süddeutschen Zeitung“: „Man kann nicht jeden in so einen Beruf schicken.“ Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Elisabeth Scharfenberg, sagte: „Man muss sich für diesen Beruf entscheiden, und kann nicht hinein-entschieden werden“. Kritik kam auch von der FDP. „Allein der Umstand der Arbeitslosigkeit ist keine Qualifikation für einen Pflegeberuf. Die Pflege alter und kranker Menschen ist zu wichtig für eine solche arbeitsmarktstatistische Scharlatanerie“, sagte Generalsekretär Dirk Niebel der „Bild am Sonntag“. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann erklärte in der „Süddeutschen Zeitung“, es müsse bei dieser Rekrutierungsaktion „die menschliche Eignung der Bewerber“ und „nicht ihre schwere Vermittelbarkeit“ im Vordergrund stehen. Unionsfraktionschef Volker Kauder begrüßt die Pläne. „Wenn die Menschen für diese Aufgabe qualifiziert sind, ist das in Ordnung“, äußerte Kauder. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bedauert, dass sich in die Debatte „Misstrauen und Arroganz gegenüber den Arbeitslosen eingeschlichen“ habe. Das hätten die Langzeitarbeistlosen nicht verdient. Viele von ihnen seien ausgesprochen sozial engagiert und hätten gute Vorkenntnisse im pflegerischen Bereich. Die Angehörigen und die Pflegeheime warteten auf eine solche Regelung.

Informationen über Demenz erhalten Sie in den imedo-Gesundheitsnews.

Über Alzheimer, eine Form der Demenz, informieren die imedo-Gesundheitsnews und das imedo Infocenter zum Thema Alzheimer-Demenz.

Weitere Informationen über Demenz liefert das imedo-Medizinlexikon.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht durch die Gruppe „Alzheimer“ den Austausch über die Erkrankung.

Bildquelle: Albrecht E. Arnold, pixelio.de

Alzheimer-Risiko von Singles

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Laut einer Studie des „Karolinska Institutet“ in Stockholm ist die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken, für Singles weit höher als die für in Paarbeziehungen lebende Menschen. Die Studie hat bewiesen, dass die bei alleinlebenden Personen oft fehlenden sozialen Interaktionen das Demenzrisiko anheben können. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über das Alzheimer-Risiko für Singles.

Im mittleren Alter Single sein, kann offenbar mehr bedeuten, als nur allein zu leben. Laut einer aktuellen Studie des „Alzheimer’s Research Trust“ erhöht sich für Singles das Risiko, an Demenz zu erkranken. Das Zusammenleben in Paarbeziehungen kann es hingegen halbieren. Die Forscher gehen davon aus, dass die soziale Interaktion helfen kann, das Alzheimer-Risiko zu senken. Mit Blick auf die hohe Scheidungsrate allein in Großbritannien bewertet der „Alzheimer’s Research Trust“ die Ergebnisse als Besorgnis erregend.

Singles und verwitwete Alleinstehende haben ein hohes Demenz-Risiko

Das Forscherteam um Krister Hakansson geht nach seinen Untersuchungen davon aus, dass manche Menschen sogar stärker betroffen sein könnten. Nach einer Scheidung Alleinlebende verfügten den Erkenntnissen der Studie nach über ein drei Mal so hohes Demenz-Risiko. Jung verwitwete Alleinlebende wiesen sogar ein sechsfach erhöhtes Risiko auf. Untersucht wurden die Daten von 1449 Personen aus einer finnischen Datenbank. Sie wurden befragt, in welcher Form einer Beziehung sie im mittleren Alter lebten. Nach 21 Jahren wurden sie erneut befragt, um in der Zwischenzeit entstandene Demenz-Erkrankungen festzustellen.

Beziehung schützt vor Demenz

Bei insgesamt 139 Personen wurde eine kognitive Beeinträchtigung festgestellt. Bei 48 Teilnehmern wurde bereits Demenz diagnostiziert. Obwohl in der Auswertung Faktoren, die das Entstehen der Krankheit ohnehin beeinflussen (wie Rauchen oder Alkoholmissbrauch), berücksichtigt wurden, war das Erkrankungsrisiko für Singles trotzdem deutlich höher. Studienleiter Hakansson erläuterte, dass das Leben in einer Paarbeziehung normalerweise eine der intensivsten Formen sozialer und intellektueller Stimulierung sei. „Wenn soziale und kognitive Herausforderungen gegen eine Demenz schützen können, sollte das auch für die Beziehungen zwischen zwei Menschen gelten“.

Den Austausch mit Angehörigen von Alzheimer-Patienten ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Alzheimer-Gruppe. Weitere Informationen über Alzheimer erhalten Sie mit Hilfe des imedo-Medizinlexikons und im Infocenter von imedo zum Thema Alzheimer-Demenz: Leben mit der Diagnose.

Neue Erkenntnisse über die Krankheit vermitteln zudem die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie auch: Ursache für Alzheimer bei jungen Menschen näher gekommen und Bildung zögert Alzheimer-Ausbruch hinaus.

Bildquelle: Paul-Georg Meister, pixelio.de

Bauchfett erhöht das Demenzrisiko

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Übergewicht ist ungesund. Das ist soweit keine Neuigkeit. Nun aber haben amerikanische Forscher in einer Langzeit-Studie entdeckt, dass Menschen, die in der Mitte ihres Lebens in der Mitte ihres Körpers einen „Schwimmring“ ansammelten, einem signifikant erhöhten Demenzrisiko ausgesetzt waren. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor Bauchfett.

Wer sich in den mittleren Lebensjahren zu viele Reserven zulegt, erhöht so selbst das Risiko einer Demenz im späteren Alter. Für eine Langzeitstudie wurden bei mehr als 6.500 Menschen, die in den Jahren 1964 bis 1973 im Alter zwischen 40 und 45 Jahren waren, Körperdaten erfasst und anlysiert. Nach 36 Jahren wurden die gleichen Personen erneut untersucht und die Ergebnisse verglichen. Inzwischen hatten etwa 16 Prozent Demenz entwickelt, wobei diejenigen, die in mittleren Jahren viel Fett um die Körpermitte angereichert hatten, stärker betroffen waren als die Schlankeren. Auch bei Personen, die nach dem Body Mass Index, kurz BMI, als normalgewichtig einzustufen waren, aber einen Bauch hatten, ließ sich wie bei den Übergewichtigen ein bis zu 89 Prozent erhöhtes Demenzrisiko feststellen.

Schädliche Fettanlagerungen am Bauch

Im Fachmagazin „Neurology“, in dem die Studie online veröffentlicht wurde, schrieben die Forscher um Rachel Whitmer vom Kaiser-Permanente-Institut in Oakland, dass „die Ergebnisse ein weiterer Hinweis darauf sind, dass Fettanlagerungen in der Körpermitte besonders gefährlich sind – selbst für jene ohne Übergewicht“ und dass von den schädlichen Effekten auch das Gehirn betroffen sein könne.

Schlechtes Verhalten in der Lebensmitte legt Grundstein für Demenz im Alter

Möglicherweise sei der Zusammenhang verhaltensbedingt: Bauchfett entstehe durch bestimmtes Verhalten, das im mittleren Lebensabschnitt die Grundlagen für die Entstehung von Demenz im Alter bilden könnte, schreiben die Forscher weiter. Da immerhin „50 Prozent der Erwachsenen zuviel Fett um die Körpermitte tragen, sollte der Mechanismus dahinter dringend untersucht werden“, bestärken sie. In Deutschland sind laut der ersten Verzehrstudie der Bundesregierung des Jahres 2008 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen übergewichtig. Jeder fünfte Deutsche ist sogar adipös, also fettsüchtig.

Die imedo-Gesundheitsnews thematisieren verschiedene Schönheitsoperationen, so auch das Fettabsaugen.

Allen, die sich für den Eingriff interessieren und die das Fettabsaugen schon hinter sich haben, bietet die imedo-Gesundheitscommunity durch die Gruppe Fettabsaugen die Möglichkeit, Erfahrungen und Wissen auszutaschen.

Bierhefe lässt keinen Bierbauch entstehen, sondern macht schlank und hält jung. Informationen zu diesem Thema liefern die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: S.Perkiewicz, pixelio.de

Zigaretten und Alkohol können Alzheimer-Entstehung begünstigen

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Alzheimer beschleunigen oder besser entgegenwirken? Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät zu einem gesunden Lebensstil. Dieser schützt vor einem frühen Ausbruch der Krankheit. Auf Zigaretten und Alkohol sollte verzichtet werden.

AlzheimerIn ihrer häufigsten Form tritt die Alzheimer-Erkrankung als neurodegenerative Schädigung bei Personen nach dem 65. Lebensjahr auf. Bereits heute leiden etwa eine Millionen Menschen in Deutschland an der Verschlechterung der Lebensqualität durch Alzheimer. Das Risiko zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. In Folge des demographischen Wandels wird die Zahl der Alzheimer-Erkrankten in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen.

Alzheimer als Volkskrankheit

Alzheimer ist längst eine Volkskrankheit. Für Mitarbeiter der Mount Sinai Medical School in New York Grund genug sich damit zu befassen, welche Faktoren den Ausbruch der Krankheit beeinflussen. Zu diesem Zweck führten sie eine Befragung durch, bei der Angehörige von Alzheimerpatienten nach Rauch- und Trinkgewohnheiten der Erkrankten befragt wurden.

Alkohol begünstigt Entstehung von Alzheimer

Aus den Ergebnissen lassen sich eindeutige Schlüsse ziehen. Der Konsum von täglich mehr als einem Päckchen Zigaretten führt dazu, dass der Patient im Schnitt 2,3 Jahre früher an Alzheimer erkrankt. Ein Glas Rotwein am Tag schadet nicht, es soll sogar gesund sein. Wer mehr als zwei Gläser Alkohol pro Tag konsumiert, setzt sich einem höheren Risiko aus, an Alzheimer zu erkranken. Wer diese oder sogar noch eine höhere Mengen an Alkohol konsumiert, erkrankt durchschnittlich viereinhalb Jahre früher an Alzheimer.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung. „Wenn alle Patienten durchschnittlich fünf Jahre später erkranken, würde das bedeuten, dass zu einem beliebigen Zeitpunkt 50 Prozent weniger Menschen unter Alzheimer leiden“, erklärt Studienleiterin Ranja Duara. Dies würde für das Gesundheitssystem eine deutliche Entlastung darstellen.

Alzheimer vorbeugen

Durch einen gesunden Lebensstil kann es gelingen Alzheimer vorzubeugen. Das Risiko an Alzheimer zu erkranken, kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Doch ein gesunder Lebenswandel mit vitaminreicher Ernährung und ausreichender körperlicher Betätigung kann sich positiv auf die eigene Geschichte der Gesundheit auswirken.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern weitere informationen zum Thema Alzheimer: Alzheimer: verblassende Erinnerungen, Alzheimer: das schleichende Vergessen

Alzheimer ist eine Form der Demenz. Informieren Sie sich mit Hilfe des imedo Infocenters zum Thema Alzheimer-Demenz.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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