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Stress mental steuern und kontrollieren

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche schreibt Stressmanagement-Trainerin und Ärztin Dr. Sabine Schonert-Hirz* aus Brühl in den imedo-Gesundheitsnews über unkontrollierten und kontrollierten Stress und darüber, wie Stress zu steuern ist.

Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie, in der das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Organ der Wissensbildung- und Verarbeitung beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Um in dieser Wissensgesellschaft erfolgreich zu sein, brauchen wir folgende Fähigkeiten:

  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit

Ein interessanter Aspekt ist dabei der Zusammenhang mit dem Stressgeschehen: Jede Fähigkeit benötigt die konzentrationssteigernden Effekte der Stressaktivierung, die im Gehirn und gesamten Körper wirksam werden. Ohne sie fehlt die Aufmerksamkeit, die zum Lernen und zur Entscheidungsvorbereitung nötig ist. Mangelt es an der Motivation sich mühsam in einen kreativen Prozess hineinzudenken, fehlt sowohl der Antrieb, sich auf andere Menschen zuzubewegen, als auch der Antrieb, sich flexibel auf eine neue Situation einzustellen.

Burnout-Syndrom bedeutet eine Reduktion der Gehirnbotenstoffe
Burnout ist eine durch langandauernde Überstrapazierung des Stresssystems hervorgerufene tiefe Erschöpfung. Die inzwischen weit fortgeschrittene Erforschung des Burnout-Syndroms zeigt, wie sehr wir von einem gewissen Level der Stresshormone und einiger anderer Gehirnbotenstoffe wie Dopamin und Serotonin profitieren – wenn sie im richtigen Maß vorhanden sind. Im Burnout kommt es zur Reduktion der Gehirnbotenstoffe und nachfolgend zu verschiedenen Störungen der geistig-emotionalen, sowie der körperlichen Gesundheit: Die durch die Wissensgesellschaft erforderlichen Fähigkeiten können nicht mehr richtig genutzt werden.

Zeitweiser Stresszustand ist normal
Die Stressforscher wissen heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und können uns beruhigen: Stressaktivität ist immer vorhanden und grundsätzlich weder negativ noch schädlich. Wir sind also bestens darauf eingerichtet, eine gewisse Zeit lang gestresst zu sein, was im ursprünglichen Wortsinn ganz neutral „belastet sein“ bedeutet. Das heißt, wir sind gesund, konzentriert und stimmungsstabil wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann.

Kontrollierter Stress und unkontrollierter Stress
Stressforscher sprechen heute nicht mehr von positivem und negativem, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress. Dauer, Intensität und Verlauf der Stressreaktion fallen je nach geistiger Einstellung und emotionaler Bewertung durch den Betroffenen ganz unterschiedlich aus: Kontrollierter Stress kann kurz- oder längerfristig auftreten und dennoch bleibt die Belastbarkeit erhalten. Intensive Anstrengungen werden vom Körper toleriert, wenn die Aussicht auf den gewünschten Erfolg erhalten bleibt und er auch genug Gelegenheit zum „Herunterfahren“ erhält. Unkontrollierter Stress hingegen übersteigt die Belastbarkeit entweder akut wie zum Beispiel durch ein Trauma oder langfristig wie zum Beispiel durch chronische berufliche oder seelische Überlastung und kann dadurch krank machen. Die erlebte Kontrolle, also die subjektive Einschätzung eine Situation überschauen, verstehen und bewältigen zu können, ist entscheidend für das Stressempfinden.

Menschliches Bindungsbedürfnis ist Antrieb für Stressaktivität
Erfolgreich zu lernen, Sachverhalte zu verstehen und sich zu merken, macht so glücklich und zufrieden, dass die Stressaktivität in Form von biochemischen Botenstoffen den Befehl zum Herunterfahren erhält. Dasselbe geschieht bei geglückten Kreativleistungen, bei einer guten Entscheidung, bei einer gelungenen Anpassung und besonders, wenn wir uns mit netten Menschen umgeben können. Das menschliche Bindungsbedürfnis ist einer der stärksten Antriebe für die Stressaktivität: Für Anerkennung, Zugehörigkeit und Zärtlichkeit sind wir deshalb bereit, viel zu leisten und uns dabei gegebenenfalls bis an unsere Belastungsgrenzen anzustrengen. Gelingt die Verbindung mit anderen nicht im richtigen Maß, wird die Stressaktivität stark strapaziert. Schon die Sorge, eventuell nicht berücksichtigt oder gar kritisiert zu werden, lässt die Stresshormone in Gehirn und Körper ansteigen – oft sogar ohne dass es vom Betroffenen bemerkt wird. Die Stressforschung weiß heute, wie sehr Ausgrenzung, Mobbing, unfreiwillige Einsamkeit und Gewalterfahrungen in der Lage sind, einen Menschen körperlich und geistig-seelisch zu destabilisieren.

Modernes Stressmanagement
Ein modernes Stressmanagement ist deshalb auch wesentlich mehr, als nur Sport zu treiben und Entspannungstechniken zu lernen. Es bedeutet vor allem, die sozialen Beziehungen zu stärken und darüber hinaus mit Hilfe der angeborenen Fähigkeiten des Gehirns, wie Entscheidungsfreude, Kreativität und Flexibilität dafür zu sorgen, dass die täglichen Herausforderungen zu bestehen sind. Dafür sollte sich jeder nach Kräften einsetzen, denn nur selbst erlebter Erfolg stimuliert diejenigen Botenstoffe im Gehirn, die die Stressaktivität zum Abschwingen bringen. Wer sich also passiv auf andere verlässt, gibt die Kontrolle aus der Hand und leistet damit den ungesunden Stressformen Vorschub.

In der imedo-Gruppe „Stressbewältigung“ hat jeder die Möglichkeit, sich mit anderen über verschiedene Formen der Stressbewältigung auszutauschen.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews die besten Tipps zum Stressmanagement, die eine gesunde Stress-Balance ermöglichen.

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*Dr. med. Sabine Schonert-Hirz (www.doktorstress.de) ist seit über 20 Jahren eine gefragte Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin. Nach dem Studium arbeitete sie als Ärztin und bildete sich in Psychologie, Entspannungstechniken, Sportmedizin und Coaching weiter. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Filmautorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDR-Fernsehen. Seit 2005 hat sie eine regelmäßige Kolumne in der Fernsehzeitschrift Prisma. 2008 bekam sie für ihre Arbeit den bekannten Conga-Award. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Ihr neuestes Buch: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft, Campus 2009.

Depressive finden Hilfe im Internet

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Das Gesundheitsportal www.imedo.de nimmt sich jetzt schwerpunktmäßig dem Thema Depression an und führt auf den imedo-Gesundheitsnews eine Umfrage zum persönlichen Depressionsempfinden der Nutzer durch. Menschen mit Depressionen scheuen sich in der Regel davor, professionelle Hilfe anzunehmen. Leider ist dieses Krankheitsbild immer noch stigmatisiert, vergleichbar einer Geisteskrankheit. Durchschnittlich leiden Patienten erst einmal sieben Jahre lang, bevor in ihnen die Bereitschaft reift, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Die imedo-Umfrage bildet ein aktuelles Stimmungsbild zur Gemütslage ab.

Es sind bereits zahlreiche Artikel zur Volkskrankheit Depressionen auf den imedo-Gesundheitsnews erschienen wie zum Beispiel:

Unser Herz hat Stress
Verzögerte Wirkung von Antidepressiva
Lichttherapie hilft gegen Winterdepression

Der Facharzt für psychotherapeutische Medizin Dr. med. Nico Niedermeier gibt imedo.de ein ausführliches Interview und beschreibt, wie Betroffene die Volkskrankheit Depressionen im Internet bekämpfen können.

Zusätzlich sind auf imedo.de Informationen, Therapien und Behandlungen zu finden. In der Gruppe „Depressionen“ der Gesundheitscommunity können sich Menschen direkt mit anderen Betroffenen und deren Angehörigen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Erste Anzeichen einer Depression kann eine innere Unruhe sein. Zu den Themen innere Unruhe und Burnout gibt es bei imedo.de ausführliche Informationen.

Burn-Out-Syndrom: Bis zu 200 Ärzte nehmen sich jährlich das Leben

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Immer mehr Ärzte werden selbst psychisch krank. Die Berufsgruppe der Ärzte ist diejenige, die am häufigsten am Burn-Out-Syndrom leidet. Einge werden alkohol- oder tablettenabhängig, Medienberichten zufolge nehmen sich jedes Jahr zwischen 100 und 200 Ärzte das Leben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Etwa 25 Prozent aller niedergelassenen Ärzte und 20 Prozent aller Ärzte in Krankenhäusern leiden an Burn-Out in unterschiedlichen Ausprägungen. „Der enorme Kostendruck und infolgedessen eine unmenschliche Arbeitsverdichtung machen immer mehr Ärzte krank“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe anlässlich des Deutsches Kongresses für Orthopädie und Unfallchirugie in Berlin.

Viele Selbstmorde unter Ärzten

10 bis 15 Prozent aller Ärzte werden im Laufe ihres Lebens tabletten- oder alkoholahhängig. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge, bringen sich jährlich 100 bis 200 Ärzte um. Ärztinnen nehmen sich fünfmal so häufig das Leben, wie Angehörige anderer Berufsgruppe, ihre männlichen Kollegen dreimal so häufig. Die Mehrzahl von 900 befragten Ärzten klagt über Überstunden und Nachtdienste.

Abwehrreaktion bei betroffenen Ärzten

Neben den Wirtschaftsmanagern stellen Ärzte die Berufsgruppe, die am häufigsten vom Burn-Out-Syndrom betroffen ist. Vielen Ärzten ist gar nicht klar, dass sie ein Burn-Out haben. Gerade im Anfangsstadium ist die Krankheit schwer zu diagnostizieren.

Facharzt Thomas Berger hat eigens für diese Thematik eine Internetseite gegründet. Er war vor zwei Jahren der erste, der über das Burn-Out-Syndrom bei Ärzten ein Buch veröffentlicht hat. Seinen Ansichten zufolge, führe der Begriff Burn-Out bei vielen Ärzten sofort zu einer Abwehrreaktion. Die Mediziner wollen sich vor der Diagnose schützen. Obwohl die Abwehr zwar verständlich ist, schadet sie den Betroffenen auf Dauer. Wie bei jeder anderen Krankheit auch sind die Heilungschancen bei Burn-Out größer, je früher der Patient es erkennt und behandeln lässt.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten ein Experteninterview mit dem Burnout- und Aminosäuren-Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien.

Mit Hilfe der Gruppe zum Thema Burnout, bietet die imedo-Gesundheitscommunity Betroffenen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: Krümel, pixelio.de

Sport beugt Burnout vor

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Ehrgeiz und Perfektionismus begünstigen das Burnout-Syndrom. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät zu regelmäßigem Sport, um dem Burnout zu entgehen.

Laut dem Verein Pro Psychotherapie in München sind krankhafte Ehrgeizlinge, Menschen mit Helfersyndrom und augeprägte Perfektionisten besonders anfällig für das so genannte Burnout-Syndrom. Allerdings kann regelmäßige Bewegung pro Woche dem Burnout vorbeugen.

Nicht unter Druck setzen lassen, sonst droht das Burnout-Syndrom

Zwei- bis dreimal pro Woche joggen oder walken, ins Fitnessstudio gehen oder eine halbe Stunde mit dem Fahrrad fahren sollte für den Anfang schon ausreichen. Allerdings sollte man sich dabei weder zeitlich noch mit einem bestimmten Leistungsanspruch unter Druck setzen. Viele Berufstätige könnten während an warmen Tagen beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder einmal ein längeres Stück laufen. Auch wenn viele es immer noch nicht wahrhaben wollen, der menschliche Körper braucht nach einem langen Tag im Büro den physischen Ausgleich.

Burnout-Vorbeugung: Take your time

Berufstätige brauchen die Regenerationsphase zwischen den Arbeitsphasen dringend zur Erholung des Körpers. Eine halbe oder sogar eine ganze Stunde mehr Schlaf pro Nacht kann da oft schon Wunder wirken. Man sollte aber nach Möglichkeit den Konsum von Krimis oder Aktionfilmen, sowie auf den Verzehr von schweren Lebensmitteln kurz vor dem Einschlafen verzichten, da diese die Schlafqualität negativ beeinflussen.

Wenn Stress krank macht, spricht man von einem Burnout. Die imedo-Gesundheitsredaktin hat mit Experte Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien gesprochen, er empfiehlt den Burnout mit Aminosäuren zu behandeln.

In der imedo-Gruppe Burnout finden Sie Erfahrungsberichte und Therapiebewertungen von Betroffenen.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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