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Bipolare Störung – Ein Leben zwischen Extremen

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Jeder weiß, wie schnell die eigene Stimmung von himmelhoch-jauchzend zu zu-Tode-betrübt wechseln kann. Und es gibt Menschen bei denen der Wechsel sehr ausgeprägt ist. Sie schwanken zwischen den Extremen des Abgrunds und der Euphorie. Diese Krankheit heißt bipolare oder auch manisch-depressive Störung und klingt beim ersten Hören nicht sehr gefährlich, doch sie schmeißt das Leben eines Menschen vollkommen durcheinander.

Die überregionale, deutsche Wochenzeitung Die Zeit hat vor etwa einem Jahr die Briefe eines Menschen mit dieser Krankheit an dessen Sohn veröffentlicht. Der Vater versucht dem Sohn zu erklären, was in ihm vorgeht und schildert eindrücklich, was die Krankheit alles bei ihm kaputt gemacht hat.

Leben in Phasen
Eine der zwei maßgeblichen Phasen ist die Manie. Sie drückt sich durch Euphorie, übersteigertes Selbstbewusstsein und hohe Aktivität aber auch Reizbarkeit aus. Der Briefeschreiber zum Beispiel war Regisseur und ist schnell sehr erfolgreich geworden. Er beschreibt, wie er unglaublich viel Sport gemacht und bis in die Nacht gearbeitet hat. Dazu kam dann ein hoher Alkoholkonsum. Ein vermindertes Schlafbedürfnis, sowie Gedankenrasen bis manchmal hin zu Wahnvorstellung gehören auch zu den Symptomen. Doch das damit verbundene verringerte Aufmerksamkeits- und Urteilsvermögen führten auch bei dem Regisseur zu Rückschlägen und Misserfolgen.

Dadurch folgt oftmals die zweite der Phasen: die Depression. Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel oder komplette innere Leere bestimmen dann die Betroffenen. Sie verlieren jegliches Interesse und können meist nicht mehr richtig Schlafen. Manchmal führen die Symptome der Depression – mehr darüber können Sie in dem Artikel “Wenn die Tage dunkler werden” lesen! – zu totaler Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken.
Wenn der Erkrankte schnell zwischen den beiden Phasen hin und her schwankt, nennt man das „Rapid Cycling“. Hierbei wechseln sich mindestens vier Episoden in 12 Monaten ab.
Dazwischen liegen meist „normale“, also unauffällige Phasen oder auch gemischte Phasen mit Symptomen von beiden Extremen

Probleme und Gefahren der bipolaren Störung
Von dieser Krankheit sind nach Schätzungen etwa 2 Millionen Deutsche betroffen und jeder kann an ihr erkranken. Es liegt dann eine ernsthafte Störung des Gehirnstoffwechsels vor. Schwierig ist, dass die Ursachen der Erkrankung noch überhaupt nicht bekannt sind. Aber die Entstehung geht wohl auf genetische, neurochemische und hormonelle Faktoren zurück. Besonders gefährlich ist sie durch das Suizidrisiko und die soziale Folgen für die Erkrankten: Durch die extremen Phasen wird vieles in einem Menschenleben kaputt gemacht. Der Vater, der die Briefe schreibt, kann nicht mehr richtig arbeiten, viele Beziehungen zerbrechen.
Problematisch ist auch, dass die Krankheit sehr schwer zu erkennen und diagnostizieren ist. Es gibt nämlich verschiedene Schweregrade, unterschiedliche Ausprägungen sowie Mischformen – und der Übergang zu einer überschwänglichen Persönlichkeit ist fließend. Auch wird die Krankheit manchmal durch Drogen- und Alkoholkonsum während der Manie überdeckt. Wenn die Krankheit dann erkannt wird, ist oftmals der Lebensweg schon stark beeinflusst.

Wie kann man gegen diese Krankheit angehen?

  • Anfangs muss meist eine stationäre Behandlung erfolgen, als Schutz vor selbstgefährdenden Handlungen, da die Krankheit besonders in extremen Situationen auffällig wird. In 2 -6 Wochen wird der Patient von möglichst vielen Reizen abgeschirmt und er bekommt Stimmungsstabilisierer und Antidepressiva/Antimanika.
  • Nach der akuten Phase ist dann die höchste Priorität, die Vermeidung des Rückfalles oder des Kippens ins andere Extrem. In diesen 2-6 Monaten müssen die bereits eingesetzten Medikamente besonders vorsichtig dosiert werden, da sie sonst einen Rückfall begünstigen.
  • Der Rückfallschutz und die Prophylaxe bleiben das ganze Leben lang sehr wichtig, da die Lebensgestaltung stark von der Krankheit stark beeinflusst wird. Der Patient muss lernen, Risikofaktoren zu vermeiden, die Therapie mittragen und weiterhin Medikamente einnehmen.

Der Autor der „Briefe aus Wolkenkuckucksheim“ hat die erste der drei Phasen erfolgreich hinter sich gebracht. Da die Krankheit bei ihm sehr früh erkannt wurde, kann er wieder in ein einigermaßen normales Leben zurückkehren. Zwar ist bei ihm Vieles kaputt gegangen, aber das Wichtigste ist ihm geblieben: seine Frau und Kind! Die sehr berührenden Briefe können Sie hier lesen: Briefe aus Wolkenkuckucksheim.

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

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Burnout-Syndrom: Auch die Seele kann ausbrennen

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Lange Zeit haben viele Leute Burnout als Modeerscheinung abgetan, aber das Syndrom ist mehr als nur Erschöpfung! Die vielen Betroffenen und die hohe mediale Präsenz in letzter Zeit zeigen es.

Inzwischen leiden sogar viele junge Leute darunter, denn im verschulten Bachelor- Studium herrscht oftmals hoher Druck. Im Beruf wächst der Leistungs- und Zeitdruck meist noch mehr und viele haben das Gefühl, alles gehe immer schneller. Dies und der Zwang immer erreichbar sein scheint die Menschen krank zu machen. Dazu kommt noch das Vorurteil, dass Leute die Stress haben, besonders wichtig sind. Da man das Gefühl hat, es habe ja heutzutage jeder Stress und durch kollektiven Stress teilweise sogar ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, ist eine individuelle frühzeitige Erkennung sehr schwer.

Das Burnout-Syndrom als Prozess

Es gibt noch keine eindeutige Festlegung über die Symptome eines Burnouts, weshalb es auch noch keine ärztliche Diagnose des Syndroms als Krankheit gibt. Sicher ist jedoch, dass es als Prozess verläuft, den man in sechs Phasen aufteilen kann:

  • Es beginnt meistens mit Überengagement. Man möchte viel schaffen und macht immer mehr Projekte. Man will Erfolge sehen und ist hoch motiviert. Wenn der Erfolg ausbleibt beginnt jedoch mit der Frustration die Teufelsspirale, auch wenn zu diesem Zeitpunkt das Syndrom fast nie erkannt wird.
  • Aus der Frustration, Erschöpfung und hohe Belastung folgt ein reduziertes Engagement. Die Betroffenen sind desillusioniert, der Idealismus schwindet oftmals verbunden mit einem emotionalen Abstumpfen. Das Gefühl der Ausbeutung bringt oder steigert den Widerwillen gegen die Arbeit.
  • Die emotionale Reaktion ist vor allem das suchen des Betroffenen nach Schuldigen für die Situation. Findet er diesen in sich selbst, führt dies zu Depressionen, also gefühlte Hilflosigkeit, Ohnmacht und Pessimismus. Sowie Nervosität und Angst. Beschuldigt er jedoch andere äußert sich dies in Aggression, also Gereiztheit und Ungeduld anderen Gegenüber und Zorn.
  • Damit baut die Person immer mehr ab: Die Leistungsfähigkeit schwindet, man macht Flüchtigkeitsfehler, wird vergesslich, unkreativ und unmotiviert. Innerlich haben die Personen oftmals schon gekündigt, verrichten nur noch Dienst nach Vorschrift und lehnen Veränderungen ab.
  • Darauf folgen die emotionale Verflachung und der Rückzug. Man wird vollkommen gleichgültig, teilweise entstehen sogar Langeweile und soziale Isolation. Am Ende des Syndroms steht die Verzweiflung. Das Gefühl der Ohnmacht führt zu totaler Hoffnungslosigkeit, das Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens oftmals bis zu Suizidgedanken.

Ursachen und Erklärungsansätze für das Burnout-Syndrom

  • Der persönlichkeitsorientierte Ansatz stellt innere Ursachen in den Vordergrund. Hier gelten übertriebener Perfektionismus, also meist unrealistische Zielsetzungen und ein Zweifel an kommunikative Fähigkeiten als bedeutende Faktoren.
  • Im Gegensatz steht der strukturzentrierte Erklärungsansatz, der sich auf die arbeitsbedingten Ursachen konzentriert, so zum Beispiel mangelnde Anerkennung und Mitspracherechte, Überlastung und zu geringer Lohn.

Es wird immer noch in verschiedene Richtungen geforscht und für beide Ansätze Belege und Lösungsansätze gesucht. Oft ist auch ein Zusammenspiel persönlichkeitsorientierter und strukturzentrierter Ursachen denkbar.

Burnoutvorsorge:

Im Bewusstsein, dass heutzutage fast jeder im Laufe seines Lebens in Burnout-Gefahr kommen kann, macht zum Glück eine Vermeidung dessen wesentlich einfacher. Der Feind vor Augen ist eben ungefährlicher, als die Gefahr im Rücken.

Diese Erkenntnis, kann uns helfen, unsere innere Haltung zu Stress zu verändern. Denn oft kann man an den strukturellen Gegebenheiten nicht umgestalten, aber wir können versuchen die persönlichkeitsorientierten Ursachen zu verringern.

Zum Beispiel kann es helfen, das Life-Balance-Modell zu achten. Dies besagt, dass es im Leben eines Menschen sieben Bereiche gibt, die ausgeglichen sein sollten: Persönlichkeitsentwicklung, Arbeit, Beziehungen, Finanzen, Gesundheit/Sport, Freizeit, Sinn.

Wenn man nun, ob bewusst oder unbewusst, seine Priorität auf die Arbeit gesetzt hat, bringt man sein Leben schnell aus der Balance. Denn Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung werden oft zugunsten von Arbeit und Finanzen zurück gestellt. Aber gerade die Vernachlässigung dieser Bereiche, also unter anderem gute Ernährung und Entspannung, führt schnell zu Burnout!

Da heißt es in den anderen Sparten die „Kunst des Weglassens“ zu erlernen, sprich das Nein-Sagen oder das Eingehen von Kompromissen. Natürlich ist das nicht immer leicht um zu setzen, aber es gibt zahlreiche Strategien, die helfen können, wie zum Beispiel Erfolgs- und Zufriedenheitslisten als Ergänzung zu den allseits bekannten To-do-Listen und natürlich Zeitmanagement, also das einbauen von Pufferzeit und Pausen, sowie Selbstreflektionsstrategien

Dazu präsentieren wir Ihnen Ende des Monats das Buch “Burnout-Watcher“, in dem solche Strategien vorgestellt werden.

Sie wollen wissen, ob Sie sich verstärkt der Vermeidung widmen sollten? In unserem Infocenter Burnout  können Sie es mit dem Burnout-Test herausfinden . Wenn Sie selbst gefährdet sind, jemanden kennen, der es ist oder einfach weitere Informationen suchen, sprechen Sie mit einem Arzt oder informieren Sie sich in unserem Burnout-Infocenter!

Wir wünschen eine hoffentlich stressfreie Vor-Vorweihnachtszeit!

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

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Wenn die Tage dunkler werden – und nicht nur der Herbst daran schuld ist!

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Dass die graue Herbststimmung und regnerisches Wetter etwas aufs Gemüt drücken können, ist allgemein bekannt. Doch immer mehr Menschen geht es auch zu anderen Jahreszeiten so! Sie leiden unter Depressionen. Depression kommt aus dem Lateinischen kommt und bedeutet niederdrücken. Und das ist deutlich ernst zu nehmender als ab und zu schlechte Laune! Leider werden sie aber immer noch viel zu selten erkannt, obwohl sie im Allgemeinen gut zu behandeln sind! Der Herbst steht nun im Zeichen der Aufklärung über psychische Erkrankungen.

Depression – inzwischen Volkskrankheit
Depressionen gehören zu den Volkskrankheiten unserer Zeit. Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass sich die Zahl der Arbeitsausfälle durch psychische Krankheiten seit 1994 verdoppelt hat. Mit insgesamt 12,1% des Gesamtkrankenstandes stehen sie an 4. Stelle der führenden Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und die psychischen Erkrankungen schon 2030 die weltweit auf Platz 1 sind.

Warum ist das so? Nach einer Forsa-Umfrage bestätigen 59% der Befragten, dass das Leben stressiger geworden sei. Vor allem im Berufsleben herrsche heutzutage ein viel höherer Druck und es fehle die Zeit für Ausgleich und Entspannung. Außerdem zeigt sich, dass Unzufriedenheit heutzutage besonders durch die Massenmedien generiert wird. So, wie uns zum Beispiel die Werbung vorgaukelt, wir könnten gar nicht glücklich sein, ohne dieses zu erreichen oder jenes zu besitzen.
Manche führen diese Situation auch darauf zurück, dass Depressionen heutzutage einfach nur öfter erkannt werden. Doch auch wenn die Diagnose Depression öfter gestellt wird als früher, bleiben immer noch viele der Erkrankungen unbekannt, da nur die Hälfte aller Betroffenen überhaupt zum Arzt gehen. Davon wiederum werden nur 50% als depressiv diagnostiziert, während man es bei den anderen 50% erst rückblickend feststellt.

Wodurch zeichnen sich Depressionen aus?
Die Schwierigkeit der Diagnose liegt vor allem darin, dass sich eine Depression meist in sehr individuellen Symptomen ausdrückt. Häufig sind Stimmungseinengung, also der Verlust des Vermögens, Freude oder Trauer zu empfinden. Außerdem sind Antriebs- und Denkhemmung und innere Unruhe typisch. Man fühlt sich oft hoffnungslos, minderwertig und hilflos, kommt nicht mehr aus dem Grübeln und Sorgen. Auch kann es zu so genannten Vitalstörungen kommen: Appetitlosigkeit, Schlafstörung, Gewichtszu- oder –abnahme und Schmerzen in verschiedenen Körperregionen.
Der Arzt oder Psychiater stellt eine Diagnose nach drei Haupt-Symptomen: depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit.
Wenn mindestens zwei davon und drei weniger typische Symptome zutreffen, wird bei einem ein Patient nach dem Klassifikationssystem ICD-10 eine depressive Episode diagnostiziert.

Was für Formen gibt es?
Neben der allgemeinen Depressiven Störung, die meistens in leichte, mittelgerade und schwere depressive Episoden eingeteilt wird, gibt es weitere spezifische Formen.
Am bekanntesten ist die jobbedingte Depression Burn-Out, was ein innerliches Ausbrennen einer Person durch Überforderung im Berufsleben bezeichnet.
Die Bipolare Störung ist eine Erkrankung, bei der sich depressive Episoden mit manischen Phasen, also Zeiten hoher Erregung und Aktivität sowie heiterer Stimmung abwechseln.
Bekannt ist auch die Postpartale Depression nach einer Entbindung. Diese kann von einem leichten Baby-Blues, also Traurigkeit und extremes Sorgen, bis zu einer postpartalen Psychose reichen.
Dann gibt es Saisonale Depressionen wie zum Beispiel die Winterdepression, die auf einen Mangel an Sonnenlicht zurückgeführt wird.
Außerdem gibt es somatisierte oder larvierte Depression, bei denen sich die Erkrankung hinter körperlichen Schmerzen versteckt, sowie die organische Depression, die erst durch eine körperliche Krankheit, wie eine Schilddrüsenfunktionsstörung ausgelöst wird.
Wie sich bestimmte Formen genau äußern, wie man sie früh erkennt und sich dagegen schützen kann, lesen Sie hier in den nächsten Wochen!

Woher weiß ich, dass jemand an einer Depression leidet?
Wirkliche Depressionen zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Betroffenen meist nicht selbst daraus befreien können. Das bedeutet, dass die Symptome bestehen bleiben, obwohl das auslösende Ereignis konstruktiv verarbeitet wurde. Sprich, wenn das Stimmungstief dauerhaft bleibt und sich nicht, durch zum Beispiel Erholung vom Job oder Klären von ungesunden Beziehungen mit der Zeit verflüchtigt. Da allerdings wie beschrieben immer noch viel zu wenig Depressionen erkannt werden, ist es immer sinnvoll, das Gespräch mit Vertrauten und eventuell einem Arzt zu suchen, wenn mehrere der oben genannten Symptome auf Sie zutreffen.
Und für alle gilt: Lassen Sie sich nicht vom dunklen Herbst niederkriegen, der nächste Frühling kommt bestimmt!

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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

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Aminosäuren gegen Burnout

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Kalte und trübe Tage mit wenig Tageslicht verschlechtern die Stimmung. Gerade in den Wintermonaten leiden viele hunderttausend Menschen zusätzlich unter Depressionen beziehungsweise depressiven Verstimmungen und Burnout. Doch diesen sich vor allem in psychischen Symptomen zeigenden Erkrankungen können Betroffene beispielsweise durch eine bestimmte Ernährungsweise vorbeugen. Der Wiener Burnout-Experte und Universitätsprofessor Doktor Jürgen Spona stand dem Kommunikationsleiter des Gesundheitsportals imedo, Sven-David Müller, Rede und Antwort. Professor Spona erklärt, was im menschlichen Körper passiert und welche Rolle Aminosäuren für den Organismus spielen.

Wie hängen Aminosäuren und Depressionen und Burnout miteinander zusammen?
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Spona: Depressionen und Burnout hängen insofern mit Aminosäuren zusammen, als dass Aminosäuren die Bausteine für die Botenstoffe im Nervensystem und damit auch im Gehirn sind. Sie sind auch die Bausteine von einer Reihe von Hormonen, die bei der Stressbewältigung eine Rolle spielen.

Was sind Aminosäuren und was bewirken Sie im Körper?
Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißkörpern, also Proteinen. Diese sind nach Wasser die Hauptbestandteile, aus denen der Organismus aufgebaut ist. Aminosäuren bilden die Basis für Muskeln, Häute, Schleimhäute, Haare, für alle Enzyme, viele Hormone, Immunglobuline, die für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind und eben die Botenstoffe im Gehirn. Diese Liste ist aber sicherlich nicht vollständig. Die Strukturen unterliegen einem laufenden Erneuerungsprozess. Unsere Darmschleimhaut  beispielsweise ist alle drei bis vier Tage erneuert. Das geht so weit, dass man sagen kann: Alle sieben Jahre sind wir ein „neuer” Mensch. Der Bedarf an diesen Stoffen ist also enorm, wobei wir essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterscheiden. Die essentiellen müssen dem Körper unbedingt von außen zugeführt werden, während er die nicht essentiellen selbst herstellen kann. Aber auch dafür müssen genügend essentielle Aminosäuren zur Verfügung stehen.

Wie kann man seinen Aminosäurespiegel und Mangelzustände überprüfen?

Aminosäuren kann man durch einen Bluttest überprüfen. Die im Blut kreisenden Aminosäuren sind ein Abbild der dem Körper zur Verfügung stehenden. Dieses Gleichgewicht bleibt konstant und reproduzierbar, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon in den siebziger Jahren zeigen konnten.

Was ist ein Aminogramm und kann man das bei jedem Hausarzt machen lassen?
Ein Aminogramm ist eine Laboruntersuchung, bei der die Blutspiegel der einzelnen Aminosäuren bestimmt werden. Im Prinzip kann jeder Hausarzt das dafür notwendige Blut abnehmen und an ein Speziallabor senden. Voraussetzung ist allerdings eine Zentrifuge, da das Blut für diese Untersuchung innerhalb einer ¾ Stunde abzentrifugiert werden muss, um aussagekräftige Werte zu erhalten.

Was passiert bei einem Ungleichgewicht von Aminosäuren?
Ein Ungleichgewicht beziehungsweise Mangel an Aminosäuren kann dazu führen, dass nicht ausreichend Bausteine beispielsweise für den Aufbau von Strukturen zur Verfügung stehen. Bei diesem Aufbau werden ja die verschiedenen Aminosäuren gemäß dem genetischen Code aneinandergereiht, vergleichbar einer Perlenkette. Wenn nun eine Aminosäure fehlt, kann diese Struktur nicht perfekt aufgebaut werden, beziehungsweise holt der Körper die fehlenden Aminosäuren aus nicht primär lebenswichtigen Organen wie den Muskeln.

Was kann man tun, um den Aminosäurespiegel zu verbessern?
Um den Aminosäurespiegel zu verbessern, kann man einerseits auf eine ausreichende und ausgewogene Eiweißaufnahme achten, wobei dann sichergestellt sein sollte, dass dieses Eiweiß gut aufgespaltet werden kann. Dies geschieht mit Hilfe der Magensäure. Man kann aber auch Aminosäuren direkt zuführen.

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter “Burnout”.

Weitere Informationen zum Thema Burnout stehen auf der Seite
http://www.hilfe-bei-burnout.de/ bereit.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, beispielsweise in der Gruppe „Burnout“.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Rafael Vogt / imedo-Infocenter Burnout

Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen – Anzeichen für Burnout

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Nach Schätzungen von Burnout-Experten sind 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland von depressiven Leiden betroffen. Das Burnout-Syndrom und Depressionen werden immer mehr zu Volkskrankheiten. Der Medizinjournalist Sven-David Müller von Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de sprach mit Universitätsprofessor Doktor Jürgen Spona aus Wien über Anzeichen und Ursachen von Burnout und Depressionen und die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen.

Was ist das Burnout-Syndrom?
Univ.-Prof. Dr. Spona: Der Begriff Burnout-Syndrom existiert erst seit den 1970er Jahren und es gibt an sich keine einheitliche „harte” Definition dafür. Durch alle Definitionen zieht sich aber dennoch ein roter Faden an Symptomen. Die charakteristischen Merkmale sind körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso ist eine abweisende Grundstimmung gegenüber den Mitmenschen und der eigenen Arbeit festzustellen. Psychosomatisch kommt es in der Folge zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch häufiger zu Infektionskrankheiten. Weitere Symptome sind oft Verspannungen, Schlafstoerungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch Herzbeschwerden, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, schwerer Tinnitus, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Alkoholkrankheit sowie Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten und anderen Drogen können in der Folge auftreten. Eines ist bei dieser Definition aber auch klar: Wer ausgebrannt ist, muss einmal gebrannt haben. Das heißt, dass jemand mit großem Enthusiasmus und Engagement tätig war, bevor er oder sie dann seine Tätigkeit nur mehr unter großen Anstrengungen ausüben kann.

Wie unterscheidet sich ein Burnout von einer Depression?
Im fortgeschrittenen Stadium von Burnout, das sich vor allem in einer völligen Antriebsschwäche äußert, verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Diagnosen. Die Unterschiede liegen wohl eher in den Ursachen. Die Ursache für Burnout kann man am besten mit einem Missverhältnis zwischen den Anforderungen von außen und den eigenen Ressourcen beschreiben. Dabei können diese überhöhten Anforderungen durchaus auch „hausgemacht”, also objektiv völlig unrealistisch sein. Dieser Prozess zieht sich immer über einen längeren Zeitraum hin. Bei Depressionen nimmt man ein Zusammenwirken von Belastungen und einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn als Hauptursachen an. Eine genetische Disposition kann auch eine Rolle spielen, wobei all diese Faktoren unterschiedlich gewichtet sein können. Eine Depression kann auch ziemlich unvermittelt auftreten.

Wie aktuell ist das Thema Depression und Burnout?
Das Thema Burnout und Depression ist brandaktuell. Man nimmt an, dass 20 Prozent aller Erwachsenen schon mindestens eine depressive Episode hinter sich haben, wobei bereits auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Nur die Hälfte davon wird adäquat behandelt. Statistisch hat sich die Zahl der Krankenstandstage wegen psychischer Leiden seit 1991 verdoppelt. Bezüglich Burnout gibt es verschiedene Untersuchungen, man kann sicherlich annehmen, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung gefährdet sind.

Sind vom Burnout-Syndrom nur Manager betroffen?
Keinesfalls sind nur Manager vom Burnout-Syndrom betroffen. Wir erinnern uns zwar noch an den früher häufig gebrauchten Ausdruck „Manager-Krankheit” für die Folgen von Überlastung und Erschöpfung. Mittlerweile muss man aber davon ausgehen, dass durch die objektiv gestiegenen Anforderungen und Belastungen ein wesentlich größerer Personenkreis betroffen ist. Der Knackpunkt ist sicherlich die andauernde Belastung, der die Menschen heutzutage unterliegen. Für kurzzeitige Stressoren hat der Organismus gute Antworten, aber einer ständigen Dauerbelastung an der Obergrenze des Möglichen ausgesetzt zu sein, überfordert den modernen Menschen sehr häufig.

Was sind die Ursachen von Depressionen und Burnout?
Die Ursachen von Depressionen und Burnout sind vielfältig. Fast immer sind solche Zustände mit Stoffwechselveränderungen verbunden, die sich in einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn äußern.

An welchen Anzeichen kann man erkennen, dass man an einer ständigen Überbelastung (Burnout) leidet?
Eines der ersten Anzeichen für das Burnout-Syndrom ist sicherlich eine chronische Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und ein Übersehen der eigenen Grenzen. Dies führt in weiterer Folge zu Fehlleistungen wie Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche und zu Energiemangel und Schwächegefühl auf der körperlichen Ebene. Dem versucht man dann in der Regel mit vermehrtem Konsum von Kaffee oder anderen Aufputschmitteln zu begegnen. Dies versetzt aber den Körper weiterhin in einen ständigen Alarmzustand, was natürlich kontraproduktiv ist. Es kommt zu Schlafstörungen und ständiger Müdigkeit. Auch psychosomatische Zeichen wie beispielsweise Herzklopfen, Magenbeschwerden und eine verringerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen können auftreten. Man fühlt sich zu müde für Dinge, die einem sonst eigentlich Freude bereiten, beispielsweise der Pflege von sozialen Kontakten.

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter “Burnout”.

Weitere Informationen zum Thema Burnout erhalten Sie auf der Seite
http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, beispielsweise in der Gruppe „Burnout“.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Marika Kude / imedo-Infocenter Burnout

Gegen Burnout hilft auch Entspannung

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Viele Menschen stecken ihre ganze Kraft und ihr volles Engagement in ein Projekt, meist in den Job. Doch bei vielen ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem sie sich ausgebrannt, erschöpft und müde fühlen. Das Burnout-Syndrom wird immer mehr zu einer Volkskrankheit.  Sven-David Müller, Kommunikationsleiter des Internet-Gesundheitsportals imedo, befragte die psychologische Beraterin und Entspannungspädagogin Almut Carlitscheck aus Berlin zu Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen bei Burnout.

Ist der Burnout ein Grund zum Arzt zu gehen?
Dipl.-Päd. A. Carlitscheck: Ja, auf jeden Fall! Ein Burnout muss von einem Arzt diagnostiziert werden. Er leitet dann weitere Schritte der Behandlung ein. Je nachdem in welcher Phase der Erkrankung sich der Patient befindet, sind unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll und angemessen. Ohne professionelle Hilfe ist eine wirksame und nachhaltige Genesung nicht möglich. Selbsttherapie greift zu kurz und kann allenfalls kurzfristig für Entlastung sorgen. Mit Symptombekämpfung alleine ist es nicht getan. Langfristig muss ein neuer Umgang mit dem Alltag, sich selbst und belastenden Situationen erlernt werden. Die eigene Leistungsfähigkeit sowie das eigene Bedürfnis zur Entspannung und Regeneration müssen wahrgenommen und realistisch eingeschätzt werden können. In einigen Fällen reicht es aus, eine Kur zu verschreiben oder der belastenden Situation, beispielsweise am Arbeitsplatz durch einen Arbeitsplatzwechsel zu entgehen. Ein Burnout-Syndrom verschwindet jedoch nicht einfach wieder von alleine. Der Arzt kann eine gezielte Psychotherapie verschreiben und, falls erforderlich, auch eine psychopharmakologische Behandlung in Form von Antidepressiva einleiten. Zu beachten sind beide erkrankten Komponenten – der Körper und die Psyche.

Wie stellt der Mensch eigentlich fest, ob er unter einem Burnout leidet?
Erste Symptome eines Burnout-Syndroms können eine ohne deutlich erkennbaren Grund auftretende Nervosität sein sowie Aktionismus bis hin zur Hyperaktivität. Ein Tätigkeitsbereich des Alltags – Beruf, Familie, Ehrenamt etc. – wird zum drastischen Lebensmittelpunkt, dem alle anderen Bereiche – einschließlich der eigenen Gesundheit und der eigenen Bedürfnisse – untergeordnet werden, oft kompromiss- und pausenlos. Erholungs- und Entspannungsphasen werden immer weniger bis gar nicht mehr eingebaut. Ein zum Beispiel zeitliches Ende dieser einseitigen Fokussierung ist nicht in Sicht. Dieses eingeschränkte Streben hat oftmals einen beobachtbaren sozialen Rückzug sowie eingeschränkte Gesprächsthemen zur Folge. Betroffene leiden unter chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Magen-/Darmbeschwerden, andauernden Kopfschmerzen, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, erhöhter Reizbarkeit und suchen Entlastung in schnell aber kurzfristig wirksamen Methoden wie Alkohol, Zigaretten, in der Computer- und Fernsehwelt, im Essen (…). Jedes einzelne Symptom ist noch keine Burnout-Erkrankung. Es sind einzelne Anzeichen von Übermüdung, Stress und ein Hinweis, dringend Entspannung und Erholung in den Alltag einzubauen. Treten diese Symptome jedoch in unterschiedlicher Gewichtung gehäuft und gemeinsam auf und sollten sie trotz bewusst eingebauter Phasen der Erholung – seien es ein paar ruhige und Abwechslung bietende Stunden am Abend oder am Wochenende – nicht deutlich gemildert werden, so ist ein Arztbesuch dringen anzuraten.

Was sind die ersten Anzeichen für ein Burnout?

Nicht jedes intensive Arbeiten und Fokussieren auf einen Lebensbereich führt automatisch zum Burnout. Oftmals ist eine Fokussierung sogar sinnvoll und angemessen. Kann sich der einzelne jedoch nach Abschluss eines Projektes, nach einer Prüfung oder einer anderweitig angespannten Phase nicht wieder in den „normalen“ Alltag zurückziehen oder fällt es ihm schwer, neben einer besonderen Aufgabe auch andere Dinge wahr- und ernstzunehmen – wie die eigenen Bedürfnisse nach ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung, Ruhephasen oder auch das soziale Umfeld etc. – und dreht sich sein Handeln und Denken tagein und tagaus fast ausschließlich um die eine Tätigkeit, so ist das Risiko, einen Burnout zu erleiden, deutlich erhöht. Ein Mensch, der unter besonderer Belastung steht – im Beruf, im sozialen Umfeld etc. – kann folgende Dinge an sich selbst beobachten: Bin ich nach 6 bis 8 Stunden Schlaf morgens wirklich erholt und gestärkt? Schlafe ich ungestört ein und durch? Habe ich neben dieser wichtigen Aufgabe andere Dinge oder Themen im Leben, die mich begeistern und mit denen ich mich gerne umgebe und beschäftige? Plane ich bewusst Pausen in den Alltag ein? Wie gestalte ich meine Freizeit? Habe ich überhaupt freie Zeit und nehme diese wahr? Was und wie esse ich? Esse ich regelmäßig an einem Tisch sitzend? Gehe ich regelmäßig an die frische Luft und mache wenigstens einen kurzen, ruhigen Spaziergang? Kreisen meine Gedanken kreisförmig tagelang um die gleiche Sache? Wie geht es meinem Körper? Wie geht es mir? Erste Anzeichen eines Burnouts können auf diese Weise erkannt werden. Warnsignale sind eine ständige Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Einseitigkeit in Themen und Gestaltung des Tages, sozialer Rückzug, dauernde Nervosität, Grübelei und Traurigkeit.

Was empfehlen Sie Menschen, die unter Burnout leiden?
Ich empfehle an erster Stelle, die an sich selbst beobachteten Symptome ernstzunehmen. Sie müssen nicht zwangsläufig ein Burnout sein – können aber dahin führen. Auf jeden Fall ist ein Arzt aufzusuchen, dem die an sich selbst beobachteten Symptome geschildert werden sollten. Der Arzt stellt dann die Diagnose Burnout-Syndrom und leitet weitere Schritte der Behandlung ein.

Lässt sich dem Burnout vorbeugen? Wenn ja, wie?
Einem Burnout lässt sich entgegenwirken, wenn rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Der in unserer Gesellschaft oft als normal angesehene hohe Stresspegel sollte kritisch im eigenen Alltag hinterfragt werden. Stress, Einseitigkeit von Aufgaben und Anforderungen, Begeisterung und Engagement für eine Sache/Tätigkeit, all das sind Ereignisse, denen der Mensch nicht 100prozentig ausweichen kann und auch nicht braucht. Jedoch ist es unablässig, neben Anspannung, Power und Energie auch die andere Seite der Gesundheitswaage zu fördern und bewusst im Blickfeld zu halten – Entspannung, Ruhe und Erholung. Gerade in Phasen des Stresses, der Belastung und unter besonderen – und oft einseitigen – Anforderungen müssen dringend Phasen der Ruhe und Regeneration in den Alltag eingebaut werden. Neben dem Erlernen einer Entspannungstechnik wie dem Autogenen Training gibt es unzählige alltagstaugliche Entspannungsmöglichkeiten. Kombinieren Sie ein ruhiges Schaumbad mit dem Trinken eines Kräutertees bei Kerzenschein und besinnlicher Musik, treffen Sie sich mit Freunden und gehen Sie ins Kino oder ins Schwimmbad, verabreden Sie sich mit anderen zum Tanzen, zu einem Spaziergang oder in ein Café, erlernen Sie etwas, was Sie schon immer können wollten – wie etwa eine Fremdsprache, ein Instrument oder einen besonderen Tanz. Versuchen Sie, Ihren Alltag nicht einseitig zu gestalten und sorgen Sie für Abwechslung. Das weckt die Lebensgeister und bringt neben Spaß Erholung und Regeneration in Ihren Alltag. Warten Sie nicht erst bis es Ihnen besonders schlecht geht, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die ersten Anzeichen von Stress, von Depression bis hin zu den ersten Anzeichen eines Burnouts führen oft zum Gegenteil dessen, was den Burnout ausgelöst hat: Viel Engagement führt zur Auspowerung, Energielosigkeit bis hin zur Lähmung; die Kraftreserven sind aufgebraucht. Wenn es soweit gekommen ist, helfen Präventivmaßnahmen nicht mehr und ohne professionelle Hilfe kommen Sie dann nicht mehr aus der Burnout-Falle heraus. Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Weitere Informationen zum Thema Burnout erhalten Sie auf der Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über die Entspannungstechniken von Frau Carlitscheck, klicken Sie auf ihre Webseite: www.almutcarlitscheck.de

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Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Günter Havlena / www.imedo.de/infocenter/burnout

Burnout mit Aminosäuren behandeln

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Experteninterview des Gesundheitsportals www.imedo.de und mit dem Burnout und Aminosäuren Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien

Zunehmende Arbeitsbelastung, Stress und dauerhafte mentale Anspannung sind schon lange nicht mehr das alleinige Problem von Managern – immer mehr Menschen in unserem Gesellschaftssystem leiden mittlerweile unter dem Burnout-Syndrom und verfallen in Folge dessen häufig in eine Depression. Doch so weit muss es nicht kommen: Wissenschaftler wie der Burnout Experte Prof. Dr. Jürgen Spona* weisen auf die Möglichkeiten der natürlichen Aminosäuren hin, die individuell abgestimmt eine wirksame Therapie gegen die Symptome von Burnout und Depressionen darstellen können. Der Redaktionsleiter der imedo-Gesundheitsnews Andreas Köster führte das Interview.

Andreas Köster von imedo.de: Sehr geehrter Professor Spona, wie bedeutend ist das Thema Burnout insgesamt und weiß man, wie viele Menschen in Europa darunter leiden?

Jürgen Spona: Das Thema Burn-out gewinnt immer mehr an Bedeutung, wobei allerdings keine strengen, wissenschaftliche Diagnose-Kriterien festgelegt sind. Vorsichtige Schätzungen gehen aber davon aus, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Laufe ihres Lebens davon betroffen sind. Früher sprach man von der sogenannten „Manager-Krankheit“. Heute geht man aber davon aus, dass der Personenkreis wesentlich größer ist. Er umfasst neben Managern, auch Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer, Hausfrauen und Schüler. Im Jahr 2007 gaben mehr als die Hälfte der in Deutschland ärztlich behandelten Patienten psychische Probleme wie Depression oder Burnout als Grund an. Kürzlich erhobene Zahlen sprechen dafür, dass 70 Prozent der Manager in Deutschland an Burnout leiden.

A. Köster von imedo.de: Welche klassischen, therapeutischen Maßnahmen gibt es zur Behandlung des Burnout-Syndroms?

J. Spona: Der Schwerpunkt liegt sicherlich bei psychotherapeutischen Methoden und Anleitung zu Stress-Reduktion. Zuweilen ist auch eine ärztliche Therapie mit Medikamenten notwendig. Auch moderate körperliche Betätigung erwies sich als sinnvoll.

A. Köster von imedo.de: Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren neben den klassischen Möglichkeiten, um die Symptome zu bekämpfen?

J. Spona: Eine optimale und gezielte Zufuhr von Nährstoffen hat sich bei Burnout als sehr hilfreich erwiesen. Zahlreiche Forschungsarbeiten konnten die positive Wirkung von Aminosäuren belegen.

A. Köster von imedo.de: Bitte erklären Sie uns ganz kurz, welche Funktion und Aufgaben Aminosäuren im menschlichen Körper haben.

J. Spona: Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß (Protein) und hiermit essentiell für zahlreiche Körperstrukturen wie Haut, Schleimhäute, Muskeln, Botenstoffe im Gehirn, den meisten Hormonen und allen Enzymen. Man kann sagen, dass im Rahmen der Nahrung Fette und Kohlenhydrate hauptsächlich dem Energieumsatz dienen, während Eiweißstoffe zusätzlich für die Bildung dieser Körperstrukturen wichtig sind, also nicht ersetzt werden können. Diese Strukturen erneuern sich fortlaufend das ganze Leben lang. Man kann sagen: Alle sieben Jahre ist ein Mensch „runderneuert“, der Bedarf ist also enorm.

A. Köster von imedo.de: Gibt es wissenschaftliche Nachweise für den Effekt und die Wirksamkeit von Aminosäuren?

J. Spona: Es gibt zahllose wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Eine eigene Forschungsarbeit weist zum Beispiel nach, dass die Erholung von Patienten mit major depression, also schwerer Depression, signifikant schneller verlief, wenn diese Patienten neben einem Antidepressivum zusätzlich Aminosäuren erhielten.

A. Köster von imedo.de: Ist es möglich, durch einen höheren Proteinkonsum so viele Aminosäuren aufzunehmen, dass positive Effekte erzielt werden können?

J. Spona: Im Prinzip sollte das möglich sein, in der Praxis erweist sich dies allerdings sehr häufig als schwierig. Dies gilt vor allem für jene Personen, bei denen die Aufspaltung oder die Aufnahme der Aminosäuren über die Darmschleimhaut nicht gut funktioniert.

A. Köster von imedo.de: Was raten Sie als Wissenschaftler Menschen mit Burnout um festzustellen, ob eine Aminosäure-Substitution in ihrem individuellen Fall hilfreich ist?

J. Spona: Man kann durch eine Blutanalyse eventuelle Aminosäure-Mängel feststellen und daraus Schlüsse für eine eventuelle Substitution mit Aminosäuren ziehen.

A. Köster von imedo.de: Muss die Einnahme von Aminosäure-Präparaten mit anderen Vitalstoffen kombiniert werden? Was muss man beachten?

J. Spona: Es ist sinnvoll, das zu tun. Vitamine und Mineralstoffe sind notwendige Hilfsstoffe für den Aminosäure-Stoffwechsel. Zusätzliche hilfreiche Stoffe sind Pflanzenextrakte, da diese neben den Aminosäuren die zweite Säule bei der Bekämpfung der freien Radikale darstellen, welche die Zellen schädigen können.

A. Köster von imedo.de: Welche Effekte hat die individuelle Aminosäuren-Therapie?

J. Spona: Durch eine solche Aminosäuren-Therapie kann, kurz gesagt, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessert werden. Sie kann auch bei Schlafstörungen hilfreich sein und nebenbei auch die Fettverbrennung ankurbeln und den Heißhunger auf Süßes dämpfen. Auch die Häufigkeit von Infekten nimmt deutlich ab.

A. Köster von imedo.de: Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine solche Aminosäuren-Therapie bergen?

J. Spona: Da es sich bei Aminosäuren um natürliche Bausteine von Eiweiß (Protein) handelt, die der Körper unbedingt benötigt und die Therapie individuell für jeden Einzelnen ermittelt wird, gibt es praktisch kein Risiko und auch keine gravierenden Nebenwirkungen.

A. Köster von imedo.de: Muss eine solche Aminosäuren-Therapie dauerhaft angewendet werden oder ist eine zeitlich begrenzte Kur ausreichend?

J. Spona: In den meisten Fällen bemerkt man die positiven Effekte innerhalb des ersten Monats, wobei zur Festigung aber mindestens eine dreimonatige Aminosäuren-Kur zur Behandlung von Burnout oder Depressionen sinnvoll ist. Wenn allerdings die äußeren Belastungen unverändert bleiben, ist eine dauerhafte Anwendung sinnvoll. Dies hängt von der individuellen Befindlichkeit jedes einzelnen Anwenders ab. Es besteht jedenfalls keinesfalls eine Gefahr einer Gewöhnung oder eines Suchtpotentials.

Auf imedo.de finden Betroffene umfassende Informationen über den Zustand der Erschöpfung im Infocenter „Burnout“.

In der imedo-Gesundheitscommunity können Sie sich mit anderen Menschen in der Gruppe „Depression“ über Erfahrungen und andere Therapiemöglichkeiten austauschen.

„Energie statt Stress: Wege zur Stressbalance“, erfahren Sie in den imedo-Gesundheitsnews, wie Sie eine Überbelastung vermeiden und eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung finden können.

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*Prof. Dr. Jürgen Spona promovierte an der Universität Wien im Fach Chemie. Nach seinem Studium war er insgesamt zwei Jahre in den USA als Postdoctoral Fellow und Research Associate an den Universitäten Princeton, Penn State, Cornell Medical School und am NIH tätig. Auf der Basis dieser Tätigkeiten baute er an der Universitäts-Frauenklinik Wien das Hormonlaboratorium auf. Er war Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Experimentelle Endokrinologie, das sich mit Fragen des Aminosäuren-Stoffwechsels und mit der Anwendung von Aminosäuren bei Befindlichkeitsstörungen (Burnout, Depressionen) sowie beim Sport zur Leistungssteigerung beschäftigte.

Stress mental steuern und kontrollieren

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. In dieser Woche schreibt Stressmanagement-Trainerin und Ärztin Dr. Sabine Schonert-Hirz* aus Brühl in den imedo-Gesundheitsnews über unkontrollierten und kontrollierten Stress und darüber, wie Stress zu steuern ist.

Wir leben im Zeitalter der Wissensökonomie, in der das öffentliche Interesse an der Hirnforschung, der Wissenschaft, die sich mit dem zentralen Organ der Wissensbildung- und Verarbeitung beschäftigt, in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen hat. Um in dieser Wissensgesellschaft erfolgreich zu sein, brauchen wir folgende Fähigkeiten:

  • Lernfähigkeit
  • Entscheidungsfreude
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit

Ein interessanter Aspekt ist dabei der Zusammenhang mit dem Stressgeschehen: Jede Fähigkeit benötigt die konzentrationssteigernden Effekte der Stressaktivierung, die im Gehirn und gesamten Körper wirksam werden. Ohne sie fehlt die Aufmerksamkeit, die zum Lernen und zur Entscheidungsvorbereitung nötig ist. Mangelt es an der Motivation sich mühsam in einen kreativen Prozess hineinzudenken, fehlt sowohl der Antrieb, sich auf andere Menschen zuzubewegen, als auch der Antrieb, sich flexibel auf eine neue Situation einzustellen.

Burnout-Syndrom bedeutet eine Reduktion der Gehirnbotenstoffe
Burnout ist eine durch langandauernde Überstrapazierung des Stresssystems hervorgerufene tiefe Erschöpfung. Die inzwischen weit fortgeschrittene Erforschung des Burnout-Syndroms zeigt, wie sehr wir von einem gewissen Level der Stresshormone und einiger anderer Gehirnbotenstoffe wie Dopamin und Serotonin profitieren – wenn sie im richtigen Maß vorhanden sind. Im Burnout kommt es zur Reduktion der Gehirnbotenstoffe und nachfolgend zu verschiedenen Störungen der geistig-emotionalen, sowie der körperlichen Gesundheit: Die durch die Wissensgesellschaft erforderlichen Fähigkeiten können nicht mehr richtig genutzt werden.

Zeitweiser Stresszustand ist normal
Die Stressforscher wissen heute bereits viel über die Programmierung der Stressreaktionen im Gehirn und können uns beruhigen: Stressaktivität ist immer vorhanden und grundsätzlich weder negativ noch schädlich. Wir sind also bestens darauf eingerichtet, eine gewisse Zeit lang gestresst zu sein, was im ursprünglichen Wortsinn ganz neutral „belastet sein“ bedeutet. Das heißt, wir sind gesund, konzentriert und stimmungsstabil wenn das Stresssystem zwischen Aktivität und Ruhe hin und her schwingen kann.

Kontrollierter Stress und unkontrollierter Stress
Stressforscher sprechen heute nicht mehr von positivem und negativem, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress. Dauer, Intensität und Verlauf der Stressreaktion fallen je nach geistiger Einstellung und emotionaler Bewertung durch den Betroffenen ganz unterschiedlich aus: Kontrollierter Stress kann kurz- oder längerfristig auftreten und dennoch bleibt die Belastbarkeit erhalten. Intensive Anstrengungen werden vom Körper toleriert, wenn die Aussicht auf den gewünschten Erfolg erhalten bleibt und er auch genug Gelegenheit zum „Herunterfahren“ erhält. Unkontrollierter Stress hingegen übersteigt die Belastbarkeit entweder akut wie zum Beispiel durch ein Trauma oder langfristig wie zum Beispiel durch chronische berufliche oder seelische Überlastung und kann dadurch krank machen. Die erlebte Kontrolle, also die subjektive Einschätzung eine Situation überschauen, verstehen und bewältigen zu können, ist entscheidend für das Stressempfinden.

Menschliches Bindungsbedürfnis ist Antrieb für Stressaktivität
Erfolgreich zu lernen, Sachverhalte zu verstehen und sich zu merken, macht so glücklich und zufrieden, dass die Stressaktivität in Form von biochemischen Botenstoffen den Befehl zum Herunterfahren erhält. Dasselbe geschieht bei geglückten Kreativleistungen, bei einer guten Entscheidung, bei einer gelungenen Anpassung und besonders, wenn wir uns mit netten Menschen umgeben können. Das menschliche Bindungsbedürfnis ist einer der stärksten Antriebe für die Stressaktivität: Für Anerkennung, Zugehörigkeit und Zärtlichkeit sind wir deshalb bereit, viel zu leisten und uns dabei gegebenenfalls bis an unsere Belastungsgrenzen anzustrengen. Gelingt die Verbindung mit anderen nicht im richtigen Maß, wird die Stressaktivität stark strapaziert. Schon die Sorge, eventuell nicht berücksichtigt oder gar kritisiert zu werden, lässt die Stresshormone in Gehirn und Körper ansteigen – oft sogar ohne dass es vom Betroffenen bemerkt wird. Die Stressforschung weiß heute, wie sehr Ausgrenzung, Mobbing, unfreiwillige Einsamkeit und Gewalterfahrungen in der Lage sind, einen Menschen körperlich und geistig-seelisch zu destabilisieren.

Modernes Stressmanagement
Ein modernes Stressmanagement ist deshalb auch wesentlich mehr, als nur Sport zu treiben und Entspannungstechniken zu lernen. Es bedeutet vor allem, die sozialen Beziehungen zu stärken und darüber hinaus mit Hilfe der angeborenen Fähigkeiten des Gehirns, wie Entscheidungsfreude, Kreativität und Flexibilität dafür zu sorgen, dass die täglichen Herausforderungen zu bestehen sind. Dafür sollte sich jeder nach Kräften einsetzen, denn nur selbst erlebter Erfolg stimuliert diejenigen Botenstoffe im Gehirn, die die Stressaktivität zum Abschwingen bringen. Wer sich also passiv auf andere verlässt, gibt die Kontrolle aus der Hand und leistet damit den ungesunden Stressformen Vorschub.

In der imedo-Gruppe „Stressbewältigung“ hat jeder die Möglichkeit, sich mit anderen über verschiedene Formen der Stressbewältigung auszutauschen.

Lesen Sie in den imedo-Gesundheitsnews die besten Tipps zum Stressmanagement, die eine gesunde Stress-Balance ermöglichen.

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*Dr. med. Sabine Schonert-Hirz (www.doktorstress.de) ist seit über 20 Jahren eine gefragte Stressmanagement- und Gesundheitsexpertin. Nach dem Studium arbeitete sie als Ärztin und bildete sich in Psychologie, Entspannungstechniken, Sportmedizin und Coaching weiter. Bekannt wurde sie als Moderatorin und Filmautorin für verschiedene Gesundheitssendungen im WDR- und NDR-Fernsehen. Seit 2005 hat sie eine regelmäßige Kolumne in der Fernsehzeitschrift Prisma. 2008 bekam sie für ihre Arbeit den bekannten Conga-Award. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Ihr neuestes Buch: Machen Sie Ihren Kopf fit für die Zukunft, Campus 2009.

Sport beugt Burnout vor

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Ehrgeiz und Perfektionismus begünstigen das Burnout-Syndrom. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät zu regelmäßigem Sport, um dem Burnout zu entgehen.

Laut dem Verein Pro Psychotherapie in München sind krankhafte Ehrgeizlinge, Menschen mit Helfersyndrom und augeprägte Perfektionisten besonders anfällig für das so genannte Burnout-Syndrom. Allerdings kann regelmäßige Bewegung pro Woche dem Burnout vorbeugen.

Nicht unter Druck setzen lassen, sonst droht das Burnout-Syndrom

Zwei- bis dreimal pro Woche joggen oder walken, ins Fitnessstudio gehen oder eine halbe Stunde mit dem Fahrrad fahren sollte für den Anfang schon ausreichen. Allerdings sollte man sich dabei weder zeitlich noch mit einem bestimmten Leistungsanspruch unter Druck setzen. Viele Berufstätige könnten während an warmen Tagen beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder einmal ein längeres Stück laufen. Auch wenn viele es immer noch nicht wahrhaben wollen, der menschliche Körper braucht nach einem langen Tag im Büro den physischen Ausgleich.

Burnout-Vorbeugung: Take your time

Berufstätige brauchen die Regenerationsphase zwischen den Arbeitsphasen dringend zur Erholung des Körpers. Eine halbe oder sogar eine ganze Stunde mehr Schlaf pro Nacht kann da oft schon Wunder wirken. Man sollte aber nach Möglichkeit den Konsum von Krimis oder Aktionfilmen, sowie auf den Verzehr von schweren Lebensmitteln kurz vor dem Einschlafen verzichten, da diese die Schlafqualität negativ beeinflussen.

Wenn Stress krank macht, spricht man von einem Burnout. Die imedo-Gesundheitsredaktin hat mit Experte Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien gesprochen, er empfiehlt den Burnout mit Aminosäuren zu behandeln.

In der imedo-Gruppe Burnout finden Sie Erfahrungsberichte und Therapiebewertungen von Betroffenen.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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