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Burnout-Watcher – Raus aus der Opferrolle!

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Burnout ist in aller Munde. Es häufen sich Artikel, Bücher und Dokumentationen darüber. Da es jedoch für Betroffene des Syndroms, über das Sie in unserem Gesundheitsnewsbeitrag “Burnout – Auch die Seele kann ausbrennen” mehr erfahren, immer noch wenige Anlaufstellen gibt und die Diagnose schwierig ist, ist diese Entwicklung durchaus positiv. Denn durch gut erklärte, grundlegende Informationen kann man sich die Einschätzung der eigenen Situation erheblich leichter machen! Ein Beispiel für diese Informationsquellen ist das im Walhalla-Verlag neu erscheinende Buch „Burnout-Watcher“ von Matthias H.W.Braun, welches wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Burn-Out geht heutzutage alle an!
Das Syndrom wird in diesem Buch als Prozess gesehen, als Spirale, in der heutzutage sehr viele Menschen stecken und sei es noch ganz am Anfang. Die Diagnose Burnout wird daher zwar immer öfter gestellt, ist aber meistens sehr unscharf, da sie alle Stadien des Prozesses umfassen kann. Dadurch kann den Betroffenen meist nicht gezielt weitergeholfen werden. Oft wird geraten sich eine Auszeit zu nehmen oder „einfach mal kürzer zu treten“. Egal ob vielleicht kleinere, konkrete Maßnahmen reichen würden oder im anderen Extrem sogar professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten nötig ist.

Diese Ablehnung der Verallgemeinerung ist eine herausragende Qualität des „Burnout-Watchers“! Das Buch ist nämlich, nach einer kurzen Erklärung der Burnout-Phasen und dem dazugehörigen Test zur eigenen Einordnung, in verschiedene Abschnitte gegliedert, die sich an unterschiedlich stark Betroffene wenden. Das heißt, der Leser findet selbst heraus, ob er Sofortmaßnahmen, Prävention oder Immunisierung braucht und kann dann gleich zu dem dazugehörigen Abschnitt springen. Im letzten Teil des Buches werden zusätzlich viele wissenschaftliche Informationen gegeben, so zum Beispiel die biologische und psychische Erklärung von Stress oder der Wirkung von Entspannung.

Mit allen Sinnen und Medien
Durch dieses breite Angebot findet man schnell etwas für sich, sei es eine Entspannungstechnik oder das Arbeiten mit seinen inneren Glaubenssätzen, Bedürfnissen und Werten. Neben den zahlreichen Denk- und Handlungsanstößen aus dem Text verweist das Buch auf viele weitergehende, intermediale Angebote. So liegen zum Beispiel zwei Audio-Cds für so genannte „Body Scans“ und Mentalreisen bei, die zum Beispiel der Entspannung dienen, aber auch als Programmierung von positiven Glaubenssätzen genutzt werden. Außerdem bekommt der Leser einen Code für eine einjährige, kostenlose Mitgliedschaft auf www.burnout-watchers.de, wo es unter anderem Audiotracks oder Online-Coaching und sogar die passenden Apps geben wird. Dadurch kann sich jeder seine „Arbeit“ selbst mit den präferierten Medien gestalten.

Die Entscheidung steht zuerst
Eine wichtige Botschaft des Buches besteht darin, dass jeder sich selbst aus der viel verbreiteten Opferrolle befreien kann und muss. Man kann sich also in den meisten Stadien sehr gut selbst helfen und der „Burnout-Spirale“ entkommen, aber nur, wenn man sich wirklich klar dafür entscheidet. Dafür gibt der Autor viele gute Hilfen, so zum Beispiel einen Vertrag zwischen ihm und dem Leser am Anfang des Buches. Auch das konsequente Verweisen beispielsweise auf den hohen Beitrag der inneren Auslöser für Stress machen immer wieder deutlich, dass man keinesfalls machtlos ist im Kampf mit der Life-Work-Balance.

Der Arbeits- und Zeitaufwand in manchen Teilen des Buches ist natürlich gerade für überarbeitete Menschen erst einmal abschreckend, aber er wird immer gerechtfertigt und die Ziele der verschiedenen Aufgaben erklärt. Ob man mit den gestellten Aufgaben und auch mit den Audiotracks zurechtkommt ist wahrscheinlich geschmacks- und typsache.

Abschließend kann man sagen: Das Buch ist so gut, wie der Leser es umsetzt. Da inzwischen die Meisten begriffen haben sollten, dass man sich selbst gegen Burnout zu schützen vermag und sollte, kann es einen beträchtlichen Beitrag zu höherer Lebensqualität und besserer Selbstreflexion und –achtung beitragen!

Wenn Sie sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, dann besuchen Sie doch unser Burnout-Spezial-Portal: hilfe-bei-burnout.de/

Über imedo.de
imedo – Gesundheit, meine Sache! Das Gesundheitsportal www.imedo.de ermöglicht es, sich rund um die Themen Gesundheit, Krankheit und Therapien zu informieren. imedo bietet eine große Gesundheitscommunity zum Austausch mit Gleichgesinnten. Das Medizinlexikon und zahlreiche spezialisierte Webseiten, wie Operationauge.de oder Hilfe-bei-burnout.de, bieten Fachinformationen für Patienten und Gesundheitsinteressierten. imedo ist eine umfassende Arztsuche mit nutzerfreundlichen Filtermöglichkeiten und persönlichen Arztempfehlungen. Mit diesem breiten Serviceangebot fördert imedo, dass Patienten ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, den passenden Arzt finden und die für sie beste Gesundheitsentscheidung treffen können.

Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

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Burnout-Syndrom: Auch die Seele kann ausbrennen

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Lange Zeit haben viele Leute Burnout als Modeerscheinung abgetan, aber das Syndrom ist mehr als nur Erschöpfung! Die vielen Betroffenen und die hohe mediale Präsenz in letzter Zeit zeigen es.

Inzwischen leiden sogar viele junge Leute darunter, denn im verschulten Bachelor- Studium herrscht oftmals hoher Druck. Im Beruf wächst der Leistungs- und Zeitdruck meist noch mehr und viele haben das Gefühl, alles gehe immer schneller. Dies und der Zwang immer erreichbar sein scheint die Menschen krank zu machen. Dazu kommt noch das Vorurteil, dass Leute die Stress haben, besonders wichtig sind. Da man das Gefühl hat, es habe ja heutzutage jeder Stress und durch kollektiven Stress teilweise sogar ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, ist eine individuelle frühzeitige Erkennung sehr schwer.

Das Burnout-Syndrom als Prozess

Es gibt noch keine eindeutige Festlegung über die Symptome eines Burnouts, weshalb es auch noch keine ärztliche Diagnose des Syndroms als Krankheit gibt. Sicher ist jedoch, dass es als Prozess verläuft, den man in sechs Phasen aufteilen kann:

  • Es beginnt meistens mit Überengagement. Man möchte viel schaffen und macht immer mehr Projekte. Man will Erfolge sehen und ist hoch motiviert. Wenn der Erfolg ausbleibt beginnt jedoch mit der Frustration die Teufelsspirale, auch wenn zu diesem Zeitpunkt das Syndrom fast nie erkannt wird.
  • Aus der Frustration, Erschöpfung und hohe Belastung folgt ein reduziertes Engagement. Die Betroffenen sind desillusioniert, der Idealismus schwindet oftmals verbunden mit einem emotionalen Abstumpfen. Das Gefühl der Ausbeutung bringt oder steigert den Widerwillen gegen die Arbeit.
  • Die emotionale Reaktion ist vor allem das suchen des Betroffenen nach Schuldigen für die Situation. Findet er diesen in sich selbst, führt dies zu Depressionen, also gefühlte Hilflosigkeit, Ohnmacht und Pessimismus. Sowie Nervosität und Angst. Beschuldigt er jedoch andere äußert sich dies in Aggression, also Gereiztheit und Ungeduld anderen Gegenüber und Zorn.
  • Damit baut die Person immer mehr ab: Die Leistungsfähigkeit schwindet, man macht Flüchtigkeitsfehler, wird vergesslich, unkreativ und unmotiviert. Innerlich haben die Personen oftmals schon gekündigt, verrichten nur noch Dienst nach Vorschrift und lehnen Veränderungen ab.
  • Darauf folgen die emotionale Verflachung und der Rückzug. Man wird vollkommen gleichgültig, teilweise entstehen sogar Langeweile und soziale Isolation. Am Ende des Syndroms steht die Verzweiflung. Das Gefühl der Ohnmacht führt zu totaler Hoffnungslosigkeit, das Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens oftmals bis zu Suizidgedanken.

Ursachen und Erklärungsansätze für das Burnout-Syndrom

  • Der persönlichkeitsorientierte Ansatz stellt innere Ursachen in den Vordergrund. Hier gelten übertriebener Perfektionismus, also meist unrealistische Zielsetzungen und ein Zweifel an kommunikative Fähigkeiten als bedeutende Faktoren.
  • Im Gegensatz steht der strukturzentrierte Erklärungsansatz, der sich auf die arbeitsbedingten Ursachen konzentriert, so zum Beispiel mangelnde Anerkennung und Mitspracherechte, Überlastung und zu geringer Lohn.

Es wird immer noch in verschiedene Richtungen geforscht und für beide Ansätze Belege und Lösungsansätze gesucht. Oft ist auch ein Zusammenspiel persönlichkeitsorientierter und strukturzentrierter Ursachen denkbar.

Burnoutvorsorge:

Im Bewusstsein, dass heutzutage fast jeder im Laufe seines Lebens in Burnout-Gefahr kommen kann, macht zum Glück eine Vermeidung dessen wesentlich einfacher. Der Feind vor Augen ist eben ungefährlicher, als die Gefahr im Rücken.

Diese Erkenntnis, kann uns helfen, unsere innere Haltung zu Stress zu verändern. Denn oft kann man an den strukturellen Gegebenheiten nicht umgestalten, aber wir können versuchen die persönlichkeitsorientierten Ursachen zu verringern.

Zum Beispiel kann es helfen, das Life-Balance-Modell zu achten. Dies besagt, dass es im Leben eines Menschen sieben Bereiche gibt, die ausgeglichen sein sollten: Persönlichkeitsentwicklung, Arbeit, Beziehungen, Finanzen, Gesundheit/Sport, Freizeit, Sinn.

Wenn man nun, ob bewusst oder unbewusst, seine Priorität auf die Arbeit gesetzt hat, bringt man sein Leben schnell aus der Balance. Denn Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung werden oft zugunsten von Arbeit und Finanzen zurück gestellt. Aber gerade die Vernachlässigung dieser Bereiche, also unter anderem gute Ernährung und Entspannung, führt schnell zu Burnout!

Da heißt es in den anderen Sparten die „Kunst des Weglassens“ zu erlernen, sprich das Nein-Sagen oder das Eingehen von Kompromissen. Natürlich ist das nicht immer leicht um zu setzen, aber es gibt zahlreiche Strategien, die helfen können, wie zum Beispiel Erfolgs- und Zufriedenheitslisten als Ergänzung zu den allseits bekannten To-do-Listen und natürlich Zeitmanagement, also das einbauen von Pufferzeit und Pausen, sowie Selbstreflektionsstrategien

Dazu präsentieren wir Ihnen Ende des Monats das Buch “Burnout-Watcher“, in dem solche Strategien vorgestellt werden.

Sie wollen wissen, ob Sie sich verstärkt der Vermeidung widmen sollten? In unserem Infocenter Burnout  können Sie es mit dem Burnout-Test herausfinden . Wenn Sie selbst gefährdet sind, jemanden kennen, der es ist oder einfach weitere Informationen suchen, sprechen Sie mit einem Arzt oder informieren Sie sich in unserem Burnout-Infocenter!

Wir wünschen eine hoffentlich stressfreie Vor-Vorweihnachtszeit!

Über imedo.de
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Hannah Ehlers, Redaktion Gesundheitsnews

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Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?

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Dr. Rose Shaw

Dr. Rose Shaw

Die Behandlung von älteren Patienten mit Depression kann schwierig sein, zum Beispiel aufgrund der Nebenwirkungen von Antidepressiva bei denjenigen Menschen, die oft sowieso schon körperliche Beschwerden haben. Eine Studie zeigt jedoch, dass kognitive Verhaltenstherapie älteren Depressionspatienten helfen kann. Dr. Rose Shaw, Psychotherapeutin aus München, hat einen Pressebericht über die Studie übersetzt, der die Vorteile von Psychotherapie für diese Menschen beschreibt:

Kognitive Verhaltenstherapie wirkt besser als Gesprächstherapie

Ältere Patienten mit Depression sprechen gut auf kognitive Verhaltenstherapie (KVT) an, und die Behandlung hilft besser als Gespräche mit jemandem, der warmherzig und Anteil nehmend zuhört. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der Dezemberausgabe 2009 der Archives of General Psychiatry erschienen ist.

Marc Antony Serfaty vom University College London und seine Mitarbeiter untersuchten in der Studie 204 Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter. Davon waren 79,4 Prozent Frauen, die eine Diagnose von Depression hatten. Die Patienten, die weiterhin alle ihre Standardbehandlung erhielten, wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde zusätzlich mit KVT und eine zweite mit Gesprächstherapie behandelt. Die dritte Gruppe erhielt keine Zusatzbehandlung.

Die Forscher werteten den geistig-seelischen Zustand der Patienten nach psychologischen Tests zu Anfang der Studie sowie nach vier und zehn Monaten Therapie aus. Die Ergebnisse zeigten, dass nach durchschnittlich nur etwas mehr als sieben Therapiesitzungen Patienten in der KVT-Gruppe stärker verbesserte Werte für Depression hatten als Patienten in der Gesprächstherapie-Gruppe.

„Obwohl man Symptome von Depression als normale Folge des Alterns betrachten kann, stellen unsere Ergebnisse den Mythos vom älteren Menschen infrage, der einfach nur einsam ist und Gesellschaft und ein offenes Ohr braucht“, schreiben die Autoren. „Wie frühere Studien bereits gezeigt haben, kann man ältere Menschen dafür gewinnen, aktiv an Gesprächstherapien teilzunehmen. Sie können für psychologische Unterstützung offen sein und von einer bestimmten Form der Behandlung wie kognitiver Verhaltenstherapie profitieren.“

Dr. Rose Shaw

Zur Autorin: Die Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin mit Praxen in München und Düsseldorf ist zugleich Lehrtherapeutin und Dozentin für verschiedene Ausbildungsinstitute. Einige ihrer Fachgebiete: Verhaltenstherapie bei Erwachsenen und Kindern, Klinische Hypnose, Behandlung von traumatischen Störungen, Prüfungs- und Auftrittsangst, kindlicher Adipositas u.v.m. Neben Artikeln in Lehrbüchern und Fachzeitschriften publizierte die Psychologin auch verschiedene Bücher als Co-Autorin. Weitere Informationen auf www.praxis-dr-shaw.de.

Quellen:

Dr. Rose Shaw, Blog „Psychologie Aktuell“, 13. Dez. 2009
HealthDay News , 10.12.09
Serfaty et al. Arch Gen Psychiatry 2009

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Entspannungstechniken gegen Alltagsstress

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Immer mehr Menschen in Deutschland sind chronisch gestresst. Sie sind engagiert im Beruf, wollen alles perfekt, sowie jedem recht machen und das auch noch innerhalb kürzester Zeit. Doch viele Arbeitstiere vergessen, sich nach dem Feierabend richtig zu entspannen, haben es verlernt oder lassen sich selbst gar keine Freizeit mehr. Dabei ist es für den Menschen wichtig, nach großem Stress zur Ruhe zu kommen. Sven-David Müller, Kommunikationsleiter des Internet-Gesundheitsportals imedo sprach mit der Berliner Entspannungspädagogin und Autorin des Buches „Entspannung – so genießen Sie jeden Tag“ Almut Carlitscheck darüber, wie der chronisch Gestresste Entspannung neu erlernen kann. Zu Beginn gibt Almut Carlitscheck außerdem Auskunft über einfache Mittel gegen Ein- und Durchschlafprobleme.

Oftmals leiden Gestresste an Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Wie kann man nachts am besten zur Ruhe kommen?
Dipl.-Päd. Almut Carlitscheck:
Überprüfen Sie Ihre Schlaf- und Abendgewohnheiten! Bereiten Sie sich und Ihren Körper auf den Schlaf vor, indem Sie mindestens eine halbe Stunde bevor Sie zu Bett gehen das Tempo deutlich drosseln und nichts Anstrengendes, Aktivierendes oder Aufwühlendes mehr tun. Schalten Sie den Fernseher ab, den PC aus, legen Sie die Arbeit beiseite und auch sportliche Aktivitäten sollten nicht so kurz vorm Zubettgehen unternommen werden. Die Bilder aus Fernsehen und PC, die erschütternden Nachrichten oder spannenden Filme verfolgen Sie bis in Ihren Schlaf hinein. Unser Geist ist hochkonzentriert, der Puls erhöht und die Seele voller beunruhigender Bilder. Ein entspannender, erholsamer Schlaf ist so nicht möglich! Machen Sie abends gezielt Dinge, die Sie beruhigen. Dazu zählen Dinge wie Handarbeiten, Malen oder Ähnliches. Hören Sie sanfte, beruhigende Musik oder nehmen Sie ein Schaumbad. Lavendel- oder Sandelholzduft im Schlafzimmer in Form von Lavendelblüten oder Duftölen wirken beruhigend. Notieren Sie alle Gedanken, die Ihnen spätabends noch durch den Kopf gehen und Ihren Schlaf verhindern in einem Schreibheft. Legen Sie das Heft auf Ihren Nachttisch – so können Sie Ihre Gedanken sofort notieren und müssen sie nicht länger kreisförmig in Ihrem Kopf festhalten. Führen Sie Autogenes Training aus, aber lassen Sie die 6. Übung – die erfrischende Kopfübung – weg.

Was sollte man tun, wenn man Anzeichen wie beispielsweise Kurzatmigkeit, Herzrasen oder Augenzucken bemerkt?
Grundsätzlich gilt bei körperlichen Symptomen und Beschwerden als ersten Schritt einen Arzt aufzusuchen. Beschwerden, denen wir Stress als Ursache zuschreiben, können auch andere Ursachen haben, die ein Arzt zunächst untersuchen und abklären muss. Wichtig ist, diese Symptome ernstzunehmen. Die durch Stress ausgelösten Verspannungen und Symptome halten wir für normal, so dass sie uns oftmals erst auffallen, wenn sie ein überaus ungesundes Maß erreicht haben. Wir haben uns an unsere ständigen Verspannungen und Launen gewöhnt. Wir bagatellisieren, rationalisieren, ignorieren sie oder schreiben ihnen andere Ursachen zu. Gegen Kopfschmerz lassen wir uns ein Schmerzmittel verschreiben, jedoch ohne an unserem Lebensrhythmus etwas zu ändern. So funktioniert der Körper wieder – bis zum nächsten Migräneanfall. Wichtig ist, unseren eigenen Anteil an diesen Symptomen zu erkennen und zu akzeptieren, denn nur so lässt sich etwas daran ändern. Als weiteren Schritt, nachdem ein Arzt Sie untersucht hat, erlernen Sie eine Entspannungstechnik, bauen Sie einige der beschriebenen Entspannungsrituale in Ihren Alltag ein und schauen Sie kritisch auf Ihre Lebensgewohnheiten. Wo geben Sie zu viel Anspannung hinein, was von all dem, was Sie tagtäglich verrichten, ist wirklich wichtig. Und achten Sie darauf, wenigstens Ihre Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen und Bewegung an der frischen Luft täglich ausreichend zu befriedigen.

Viele Menschen haben Probleme mit Entspannungstechniken. Welche Möglichkeiten empfehlen Sie dann?
Eine Entspannungstechnik zu erlernen erfordert Geduld und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Ursachen des Stresses und der inneren Unruhe auseinanderzusetzen. Das ist nicht immer leicht. Viele greifen dann auf Erholungs- und Freizeitangebote zurück wie Fahrradfahren, Fernsehen, Gartenarbeit oder kreative Hobbys. Das ist ein guter und wertvoller erster Schritt. Jedoch führen Entspannungstechniken und -methoden noch zielgerichteter und tiefer in die Entspannung. Freizeit hat einen hohen Erholungswert und ist daher enorm wichtig. Entspannung geht darüber hinaus. Sie regeneriert die Kräfte. Sie hilft, belastende Dinge zu verarbeiten und stellt eine Balance her zwischen Achtsamkeit, Gelassenheit sowie Ruhe und Power, Anspannung und Kraft. Ergänzend oder als Start in den Stressabbau bietet die Naturheilkunde einige Produkte wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse, die unterstützend wirken. Bei Schlafproblemen, in Prüfungsphasen oder anderen belastenden, aber vorübergehenden Situationen können diese Mittel in Form von Kapseln, Badezusätzen oder Tees helfen, zu entspannen und Stress abzubauen. Jede Form der Entspannung ist mehr als bloße Technik. Entspannung hat viel mit uns und unserer Haltung uns und dem Leben gegenüber zu tun. Wie gehe ich mit mir, meinem Umfeld, meinem Leben um? Ist es mein Ziel, alles perfekt und es jedem recht zu machen, viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen, überall dabei zu sein? Fürchte ich mich davor, für mich und meine Bedürfnisse einzutreten, habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich augenscheinlich nichts tue? Bei all diesen und weiteren Verhaltensweisen werde ich der Stressfalle kaum entgehen können. Nicht jede Form der Entspannung ist für jeden in jeder Situation gleichermaßen gut und sinnvoll. Wichtig ist es, die eigene Form der Entspannung herauszufinden.

Die meisten Menschen haben Angst vor Nebenwirkungen. Sind pflanzliche Beruhigungsmittel gefährlich?
Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Medikamenten befragen sollten, was Sie zu beachten haben, wie, in welcher Dosis und wann das Medikament einzunehmen ist. Lesen Sie den Beipackzettel aufmerksam und in Ruhe durch. Auch hier steht noch mal genau beschrieben, wie Sie das Medikament einzunehmen haben und worauf zu achten ist. Pflanzliche Kombinationen aus Baldrian, Johanniskraut und Melisse sind jedoch für ihre gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bekannt. Gefährlich sind die Folgen und Nebenwirkungen von Stress, dem Sie täglich ausgesetzt sind. Machen Sie den ersten Schritt – lassen Sie von Ihrem Arzt mögliche andere Ursachen für Ihre Symptome ausschließen, melden Sie sich bei einem Entspannungskurs an und lernen Sie, sich und Ihre Bedürfnisse wahr- und vor allem ernst zu nehmen.

Viele Beruhigungsmittel machen müde. Wie kann man seine Energie beibehalten?
Aufgrund der einschläfernden Wirkung vieler Beruhigungsmittel kommen Sie langfristig nicht drumherum, Entspannungstechniken zu erlernen, wollen Sie dauerhaft etwas für Ihre Entspannung und gegen den allgegenwärtigen Stress tun. Nur so gelangen Sie zu den Ursachen Ihres Stresses, die sie be- und verarbeiten lernen müssen, um so zu einem veränderten Umgang mit sich und Ihrem Alltag zu gelangen. Alles andere ist reine Symptombekämpfung und Sie geraten immer wieder an denselben Punkt der Stressfallen. Angenehmer als Unterstützung sind hier Heilpflanzen wie Baldrian oder Johanniskraut, denn sie haben keine einschläfernde Wirkung. Pflanzliche Beruhigungsmittel können wirksam helfen, akute Belastungssituationen wie eine Prüfungsphase, einen zu betrauernden Todesfall oder auch nur einen Umzug besser zu überwinden. Beruhigungsmittel sollten grundsätzlich nur kurzzeitig in akuten Stresssituationen eingenommen werden. So bald wie möglich sollte auf andere Mittel aus der Naturheilkunde oder Entspannungstechniken umgestellt werden.

Wer chronisch gestresst ist, läuft Gefahr, an dem Burnout-Syndrom zu erkranken. Nähere Informationen zum Krankheitsbild, Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten von Burnout finden Sie auf der Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

imedo stellt verschiedene Infocenter für seine User bereit, beispielsweise zum Thema „Innere Unruhe“ oder zum Thema „Burnout“.

Mehr über die Entspannungstechniken von Almut Carlitscheck finden Sie auf almutcarlitscheck.de.

Diskutieren Sie über diesen Artikel in der Gruppe “Gesundheitsnews” der imedo-Community.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Sassi / imedo-Infocenter Burnout

Aminosäuren gegen Burnout

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Kalte und trübe Tage mit wenig Tageslicht verschlechtern die Stimmung. Gerade in den Wintermonaten leiden viele hunderttausend Menschen zusätzlich unter Depressionen beziehungsweise depressiven Verstimmungen und Burnout. Doch diesen sich vor allem in psychischen Symptomen zeigenden Erkrankungen können Betroffene beispielsweise durch eine bestimmte Ernährungsweise vorbeugen. Der Wiener Burnout-Experte und Universitätsprofessor Doktor Jürgen Spona stand dem Kommunikationsleiter des Gesundheitsportals imedo, Sven-David Müller, Rede und Antwort. Professor Spona erklärt, was im menschlichen Körper passiert und welche Rolle Aminosäuren für den Organismus spielen.

Wie hängen Aminosäuren und Depressionen und Burnout miteinander zusammen?
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Spona: Depressionen und Burnout hängen insofern mit Aminosäuren zusammen, als dass Aminosäuren die Bausteine für die Botenstoffe im Nervensystem und damit auch im Gehirn sind. Sie sind auch die Bausteine von einer Reihe von Hormonen, die bei der Stressbewältigung eine Rolle spielen.

Was sind Aminosäuren und was bewirken Sie im Körper?
Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißkörpern, also Proteinen. Diese sind nach Wasser die Hauptbestandteile, aus denen der Organismus aufgebaut ist. Aminosäuren bilden die Basis für Muskeln, Häute, Schleimhäute, Haare, für alle Enzyme, viele Hormone, Immunglobuline, die für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind und eben die Botenstoffe im Gehirn. Diese Liste ist aber sicherlich nicht vollständig. Die Strukturen unterliegen einem laufenden Erneuerungsprozess. Unsere Darmschleimhaut  beispielsweise ist alle drei bis vier Tage erneuert. Das geht so weit, dass man sagen kann: Alle sieben Jahre sind wir ein „neuer” Mensch. Der Bedarf an diesen Stoffen ist also enorm, wobei wir essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterscheiden. Die essentiellen müssen dem Körper unbedingt von außen zugeführt werden, während er die nicht essentiellen selbst herstellen kann. Aber auch dafür müssen genügend essentielle Aminosäuren zur Verfügung stehen.

Wie kann man seinen Aminosäurespiegel und Mangelzustände überprüfen?

Aminosäuren kann man durch einen Bluttest überprüfen. Die im Blut kreisenden Aminosäuren sind ein Abbild der dem Körper zur Verfügung stehenden. Dieses Gleichgewicht bleibt konstant und reproduzierbar, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon in den siebziger Jahren zeigen konnten.

Was ist ein Aminogramm und kann man das bei jedem Hausarzt machen lassen?
Ein Aminogramm ist eine Laboruntersuchung, bei der die Blutspiegel der einzelnen Aminosäuren bestimmt werden. Im Prinzip kann jeder Hausarzt das dafür notwendige Blut abnehmen und an ein Speziallabor senden. Voraussetzung ist allerdings eine Zentrifuge, da das Blut für diese Untersuchung innerhalb einer ¾ Stunde abzentrifugiert werden muss, um aussagekräftige Werte zu erhalten.

Was passiert bei einem Ungleichgewicht von Aminosäuren?
Ein Ungleichgewicht beziehungsweise Mangel an Aminosäuren kann dazu führen, dass nicht ausreichend Bausteine beispielsweise für den Aufbau von Strukturen zur Verfügung stehen. Bei diesem Aufbau werden ja die verschiedenen Aminosäuren gemäß dem genetischen Code aneinandergereiht, vergleichbar einer Perlenkette. Wenn nun eine Aminosäure fehlt, kann diese Struktur nicht perfekt aufgebaut werden, beziehungsweise holt der Körper die fehlenden Aminosäuren aus nicht primär lebenswichtigen Organen wie den Muskeln.

Was kann man tun, um den Aminosäurespiegel zu verbessern?
Um den Aminosäurespiegel zu verbessern, kann man einerseits auf eine ausreichende und ausgewogene Eiweißaufnahme achten, wobei dann sichergestellt sein sollte, dass dieses Eiweiß gut aufgespaltet werden kann. Dies geschieht mit Hilfe der Magensäure. Man kann aber auch Aminosäuren direkt zuführen.

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter “Burnout”.

Weitere Informationen zum Thema Burnout stehen auf der Seite
http://www.hilfe-bei-burnout.de/ bereit.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, beispielsweise in der Gruppe „Burnout“.

Redaktion: Sven-David Müller und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Rafael Vogt / imedo-Infocenter Burnout

Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen – Anzeichen für Burnout

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Nach Schätzungen von Burnout-Experten sind 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland von depressiven Leiden betroffen. Das Burnout-Syndrom und Depressionen werden immer mehr zu Volkskrankheiten. Der Medizinjournalist Sven-David Müller von Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de sprach mit Universitätsprofessor Doktor Jürgen Spona aus Wien über Anzeichen und Ursachen von Burnout und Depressionen und die Unterschiede zwischen den beiden Erkrankungen.

Was ist das Burnout-Syndrom?
Univ.-Prof. Dr. Spona: Der Begriff Burnout-Syndrom existiert erst seit den 1970er Jahren und es gibt an sich keine einheitliche „harte” Definition dafür. Durch alle Definitionen zieht sich aber dennoch ein roter Faden an Symptomen. Die charakteristischen Merkmale sind körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso ist eine abweisende Grundstimmung gegenüber den Mitmenschen und der eigenen Arbeit festzustellen. Psychosomatisch kommt es in der Folge zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch häufiger zu Infektionskrankheiten. Weitere Symptome sind oft Verspannungen, Schlafstoerungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch Herzbeschwerden, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, schwerer Tinnitus, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Alkoholkrankheit sowie Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten und anderen Drogen können in der Folge auftreten. Eines ist bei dieser Definition aber auch klar: Wer ausgebrannt ist, muss einmal gebrannt haben. Das heißt, dass jemand mit großem Enthusiasmus und Engagement tätig war, bevor er oder sie dann seine Tätigkeit nur mehr unter großen Anstrengungen ausüben kann.

Wie unterscheidet sich ein Burnout von einer Depression?
Im fortgeschrittenen Stadium von Burnout, das sich vor allem in einer völligen Antriebsschwäche äußert, verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Diagnosen. Die Unterschiede liegen wohl eher in den Ursachen. Die Ursache für Burnout kann man am besten mit einem Missverhältnis zwischen den Anforderungen von außen und den eigenen Ressourcen beschreiben. Dabei können diese überhöhten Anforderungen durchaus auch „hausgemacht”, also objektiv völlig unrealistisch sein. Dieser Prozess zieht sich immer über einen längeren Zeitraum hin. Bei Depressionen nimmt man ein Zusammenwirken von Belastungen und einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn als Hauptursachen an. Eine genetische Disposition kann auch eine Rolle spielen, wobei all diese Faktoren unterschiedlich gewichtet sein können. Eine Depression kann auch ziemlich unvermittelt auftreten.

Wie aktuell ist das Thema Depression und Burnout?
Das Thema Burnout und Depression ist brandaktuell. Man nimmt an, dass 20 Prozent aller Erwachsenen schon mindestens eine depressive Episode hinter sich haben, wobei bereits auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Nur die Hälfte davon wird adäquat behandelt. Statistisch hat sich die Zahl der Krankenstandstage wegen psychischer Leiden seit 1991 verdoppelt. Bezüglich Burnout gibt es verschiedene Untersuchungen, man kann sicherlich annehmen, dass mindestens 10 Prozent der arbeitenden Bevölkerung gefährdet sind.

Sind vom Burnout-Syndrom nur Manager betroffen?
Keinesfalls sind nur Manager vom Burnout-Syndrom betroffen. Wir erinnern uns zwar noch an den früher häufig gebrauchten Ausdruck „Manager-Krankheit” für die Folgen von Überlastung und Erschöpfung. Mittlerweile muss man aber davon ausgehen, dass durch die objektiv gestiegenen Anforderungen und Belastungen ein wesentlich größerer Personenkreis betroffen ist. Der Knackpunkt ist sicherlich die andauernde Belastung, der die Menschen heutzutage unterliegen. Für kurzzeitige Stressoren hat der Organismus gute Antworten, aber einer ständigen Dauerbelastung an der Obergrenze des Möglichen ausgesetzt zu sein, überfordert den modernen Menschen sehr häufig.

Was sind die Ursachen von Depressionen und Burnout?
Die Ursachen von Depressionen und Burnout sind vielfältig. Fast immer sind solche Zustände mit Stoffwechselveränderungen verbunden, die sich in einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn äußern.

An welchen Anzeichen kann man erkennen, dass man an einer ständigen Überbelastung (Burnout) leidet?
Eines der ersten Anzeichen für das Burnout-Syndrom ist sicherlich eine chronische Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und ein Übersehen der eigenen Grenzen. Dies führt in weiterer Folge zu Fehlleistungen wie Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche und zu Energiemangel und Schwächegefühl auf der körperlichen Ebene. Dem versucht man dann in der Regel mit vermehrtem Konsum von Kaffee oder anderen Aufputschmitteln zu begegnen. Dies versetzt aber den Körper weiterhin in einen ständigen Alarmzustand, was natürlich kontraproduktiv ist. Es kommt zu Schlafstörungen und ständiger Müdigkeit. Auch psychosomatische Zeichen wie beispielsweise Herzklopfen, Magenbeschwerden und eine verringerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen können auftreten. Man fühlt sich zu müde für Dinge, die einem sonst eigentlich Freude bereiten, beispielsweise der Pflege von sozialen Kontakten.

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter “Burnout”.

Weitere Informationen zum Thema Burnout erhalten Sie auf der Seite
http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

Die imedo-Gesundheitscommunity bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, beispielsweise in der Gruppe „Burnout“.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Marika Kude / imedo-Infocenter Burnout

Gegen Burnout hilft auch Entspannung

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Viele Menschen stecken ihre ganze Kraft und ihr volles Engagement in ein Projekt, meist in den Job. Doch bei vielen ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem sie sich ausgebrannt, erschöpft und müde fühlen. Das Burnout-Syndrom wird immer mehr zu einer Volkskrankheit.  Sven-David Müller, Kommunikationsleiter des Internet-Gesundheitsportals imedo, befragte die psychologische Beraterin und Entspannungspädagogin Almut Carlitscheck aus Berlin zu Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugungsmaßnahmen bei Burnout.

Ist der Burnout ein Grund zum Arzt zu gehen?
Dipl.-Päd. A. Carlitscheck: Ja, auf jeden Fall! Ein Burnout muss von einem Arzt diagnostiziert werden. Er leitet dann weitere Schritte der Behandlung ein. Je nachdem in welcher Phase der Erkrankung sich der Patient befindet, sind unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll und angemessen. Ohne professionelle Hilfe ist eine wirksame und nachhaltige Genesung nicht möglich. Selbsttherapie greift zu kurz und kann allenfalls kurzfristig für Entlastung sorgen. Mit Symptombekämpfung alleine ist es nicht getan. Langfristig muss ein neuer Umgang mit dem Alltag, sich selbst und belastenden Situationen erlernt werden. Die eigene Leistungsfähigkeit sowie das eigene Bedürfnis zur Entspannung und Regeneration müssen wahrgenommen und realistisch eingeschätzt werden können. In einigen Fällen reicht es aus, eine Kur zu verschreiben oder der belastenden Situation, beispielsweise am Arbeitsplatz durch einen Arbeitsplatzwechsel zu entgehen. Ein Burnout-Syndrom verschwindet jedoch nicht einfach wieder von alleine. Der Arzt kann eine gezielte Psychotherapie verschreiben und, falls erforderlich, auch eine psychopharmakologische Behandlung in Form von Antidepressiva einleiten. Zu beachten sind beide erkrankten Komponenten – der Körper und die Psyche.

Wie stellt der Mensch eigentlich fest, ob er unter einem Burnout leidet?
Erste Symptome eines Burnout-Syndroms können eine ohne deutlich erkennbaren Grund auftretende Nervosität sein sowie Aktionismus bis hin zur Hyperaktivität. Ein Tätigkeitsbereich des Alltags – Beruf, Familie, Ehrenamt etc. – wird zum drastischen Lebensmittelpunkt, dem alle anderen Bereiche – einschließlich der eigenen Gesundheit und der eigenen Bedürfnisse – untergeordnet werden, oft kompromiss- und pausenlos. Erholungs- und Entspannungsphasen werden immer weniger bis gar nicht mehr eingebaut. Ein zum Beispiel zeitliches Ende dieser einseitigen Fokussierung ist nicht in Sicht. Dieses eingeschränkte Streben hat oftmals einen beobachtbaren sozialen Rückzug sowie eingeschränkte Gesprächsthemen zur Folge. Betroffene leiden unter chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Magen-/Darmbeschwerden, andauernden Kopfschmerzen, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, erhöhter Reizbarkeit und suchen Entlastung in schnell aber kurzfristig wirksamen Methoden wie Alkohol, Zigaretten, in der Computer- und Fernsehwelt, im Essen (…). Jedes einzelne Symptom ist noch keine Burnout-Erkrankung. Es sind einzelne Anzeichen von Übermüdung, Stress und ein Hinweis, dringend Entspannung und Erholung in den Alltag einzubauen. Treten diese Symptome jedoch in unterschiedlicher Gewichtung gehäuft und gemeinsam auf und sollten sie trotz bewusst eingebauter Phasen der Erholung – seien es ein paar ruhige und Abwechslung bietende Stunden am Abend oder am Wochenende – nicht deutlich gemildert werden, so ist ein Arztbesuch dringen anzuraten.

Was sind die ersten Anzeichen für ein Burnout?

Nicht jedes intensive Arbeiten und Fokussieren auf einen Lebensbereich führt automatisch zum Burnout. Oftmals ist eine Fokussierung sogar sinnvoll und angemessen. Kann sich der einzelne jedoch nach Abschluss eines Projektes, nach einer Prüfung oder einer anderweitig angespannten Phase nicht wieder in den „normalen“ Alltag zurückziehen oder fällt es ihm schwer, neben einer besonderen Aufgabe auch andere Dinge wahr- und ernstzunehmen – wie die eigenen Bedürfnisse nach ausreichend Schlaf, ausgewogener Ernährung, Ruhephasen oder auch das soziale Umfeld etc. – und dreht sich sein Handeln und Denken tagein und tagaus fast ausschließlich um die eine Tätigkeit, so ist das Risiko, einen Burnout zu erleiden, deutlich erhöht. Ein Mensch, der unter besonderer Belastung steht – im Beruf, im sozialen Umfeld etc. – kann folgende Dinge an sich selbst beobachten: Bin ich nach 6 bis 8 Stunden Schlaf morgens wirklich erholt und gestärkt? Schlafe ich ungestört ein und durch? Habe ich neben dieser wichtigen Aufgabe andere Dinge oder Themen im Leben, die mich begeistern und mit denen ich mich gerne umgebe und beschäftige? Plane ich bewusst Pausen in den Alltag ein? Wie gestalte ich meine Freizeit? Habe ich überhaupt freie Zeit und nehme diese wahr? Was und wie esse ich? Esse ich regelmäßig an einem Tisch sitzend? Gehe ich regelmäßig an die frische Luft und mache wenigstens einen kurzen, ruhigen Spaziergang? Kreisen meine Gedanken kreisförmig tagelang um die gleiche Sache? Wie geht es meinem Körper? Wie geht es mir? Erste Anzeichen eines Burnouts können auf diese Weise erkannt werden. Warnsignale sind eine ständige Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Einseitigkeit in Themen und Gestaltung des Tages, sozialer Rückzug, dauernde Nervosität, Grübelei und Traurigkeit.

Was empfehlen Sie Menschen, die unter Burnout leiden?
Ich empfehle an erster Stelle, die an sich selbst beobachteten Symptome ernstzunehmen. Sie müssen nicht zwangsläufig ein Burnout sein – können aber dahin führen. Auf jeden Fall ist ein Arzt aufzusuchen, dem die an sich selbst beobachteten Symptome geschildert werden sollten. Der Arzt stellt dann die Diagnose Burnout-Syndrom und leitet weitere Schritte der Behandlung ein.

Lässt sich dem Burnout vorbeugen? Wenn ja, wie?
Einem Burnout lässt sich entgegenwirken, wenn rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Der in unserer Gesellschaft oft als normal angesehene hohe Stresspegel sollte kritisch im eigenen Alltag hinterfragt werden. Stress, Einseitigkeit von Aufgaben und Anforderungen, Begeisterung und Engagement für eine Sache/Tätigkeit, all das sind Ereignisse, denen der Mensch nicht 100prozentig ausweichen kann und auch nicht braucht. Jedoch ist es unablässig, neben Anspannung, Power und Energie auch die andere Seite der Gesundheitswaage zu fördern und bewusst im Blickfeld zu halten – Entspannung, Ruhe und Erholung. Gerade in Phasen des Stresses, der Belastung und unter besonderen – und oft einseitigen – Anforderungen müssen dringend Phasen der Ruhe und Regeneration in den Alltag eingebaut werden. Neben dem Erlernen einer Entspannungstechnik wie dem Autogenen Training gibt es unzählige alltagstaugliche Entspannungsmöglichkeiten. Kombinieren Sie ein ruhiges Schaumbad mit dem Trinken eines Kräutertees bei Kerzenschein und besinnlicher Musik, treffen Sie sich mit Freunden und gehen Sie ins Kino oder ins Schwimmbad, verabreden Sie sich mit anderen zum Tanzen, zu einem Spaziergang oder in ein Café, erlernen Sie etwas, was Sie schon immer können wollten – wie etwa eine Fremdsprache, ein Instrument oder einen besonderen Tanz. Versuchen Sie, Ihren Alltag nicht einseitig zu gestalten und sorgen Sie für Abwechslung. Das weckt die Lebensgeister und bringt neben Spaß Erholung und Regeneration in Ihren Alltag. Warten Sie nicht erst bis es Ihnen besonders schlecht geht, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die ersten Anzeichen von Stress, von Depression bis hin zu den ersten Anzeichen eines Burnouts führen oft zum Gegenteil dessen, was den Burnout ausgelöst hat: Viel Engagement führt zur Auspowerung, Energielosigkeit bis hin zur Lähmung; die Kraftreserven sind aufgebraucht. Wenn es soweit gekommen ist, helfen Präventivmaßnahmen nicht mehr und ohne professionelle Hilfe kommen Sie dann nicht mehr aus der Burnout-Falle heraus. Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Weitere Informationen zum Thema Burnout erhalten Sie auf der Seite http://www.hilfe-bei-burnout.de/.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über die Entspannungstechniken von Frau Carlitscheck, klicken Sie auf ihre Webseite: www.almutcarlitscheck.de

Informationen, Tipps und Hilfe bei Burnout bietet das imedo-Infocenter.

Redaktion: Sven-David Müller (Medizinjournalist) und Marcel Kresin
Bildquelle: pixelio.de, Günter Havlena / www.imedo.de/infocenter/burnout

Burn-Out: Stress macht krank

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Terminstress, Leistungsdruck und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes machen müde, depressiv oder krank, wie wissenschaftliche Studien beweisen. Ökonomische Einschnitte in den Betrieben, immer weiter steigende Lebenshaltungskosten und Angst um den Arbeitsplatz setzen die Deutschen immer stärker unter Druck. Während lange Zeit vor allem Menschen in Helferberufen, zum Beispiel Krankenschwestern, Therapeuten, Ärzte und Sozialarbeiter als gefährdet galten, beobachten Mediziner und Psychologen jetzt das „Burn- out- Syndrom” in allen Branchen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Was genau ist Burn-Out

Das chronische Müdigkeitssyndrom wird auch chronisches Erschöpfungssyndrom oder Chronic Fatigue Syndrom, kurz CFS, genannt. Es zeichnet sich durch einen dauerhaften Erschöpfungszustand mit begleitendem Krankheitsgefühl aus, der länger als sechs Monate andauert. Darüber hinaus treten unspezifische Beschwerden auf, wie zum Beispiel Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Fieber und Schlafstörungen. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland 300.000 bis 1,5 Millionen Menschen aller Altersgruppen am chronischen Müdigkeitssyndrom.

Das Burn-Out-Syndrom kann jeden treffen

Die Ergebnisse aus Umfragen, Erfahrungen von behandelnden Ärzten und wissenschaftlichen Studien sind alarmierend. Junge Mediziner machen Überstunden, werden schlecht bezahlt, fühlen sich „körperlich und emotional“ erschöpft, belegt eine Studie der Technischen Universität Berlin.

Das Unbehagen beim Job macht krank: Ärzte leiden häufiger unter hohem Blutdruck, Magengeschwüren und Depressionen. Verlacht, verspottet und bedroht: Vor allem Lehrern an Berufsschulen wächst die Erziehungsarbeit über den Kopf. Sie klagen vermehrt „über Rückenschmerzen, Herzrasen bis hin zu Schlaflosigkeit und Depressionen“, sagt der Psychotherapeut Wolfgang Hagemann, der als ärztlicher Leiter der Röher Parkklinik in Eschweiler Pädagogen behandelt. Desweiteren breitet sich Burn-Out zunehmend im Dienstleistungssektor aus, wie beispielsweise in Banken und Versicherungen, wo die Angestellten viel Kundenkontakt haben. Terminstress, Leistungsdruck und Überstunden – sehr viel Energie geht auch im Redaktionsalltag von Journalisten flöten, ein Stress der nicht gerade gesundheitsfördernd auf die Mitarbeiter wirkt.

Wie kann man dem Burn-Out vorbeugen?

Um dem chronischen Müdigkeitssyndrom vorzubeugen, ist es ratsam, schon frühzeitig Strategien zu entwickeln, angemessen mit Stress umzugehen. Auch empfiehlt es sich, überhöhte Leistungsansprüche an sich selbst kritisch in Frage zu stellen, eigene Fähigkeiten bewusst wahrzunehmen und für eine befriedigende Freizeitgestaltung zu sorgen. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichendem Schlaf, Bewegung und ausgewogener Ernährung trägt dazu bei, körperlich gegen Erschöpfungszustände gewappnet zu sein. Soweit bekannt und möglich, sollte auch der Kontakt zu Umweltgiften vermieden werden.

Experten empfehlen das Burnout-Syndrom mit Aminosäuren zu behandeln. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Mit imedo finden Depressive Hilfe im Internet.

Betroffenen bietet die imedo-Gesundheitscommunity zudem mit der Gruppe zum Thema Burnout die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: Tanja, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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