Tag Archiv | "Blutzuckertest"

Zucker am Steuer

Tags: , , , , , ,


Jederzeit mit dem Auto unabhängig und mobil zu sein, ist heute für die meisten Menschen selbstverständlich. Einfach einsteigen und losfahren. Für Diabetiker ist dies jedoch nicht ganz so einfach. Bei einer Über- oder Unterzuckerung während der Fahrt können sie sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, warnt Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Deshalb sollten Diabetiker im Straßenverkehr einiges beachten:

Wahrnehmungsstörungen durch Unterzuckerung
Diabetes mellitus ist eine Gruppe chronischer Stoffwechselerkrankungen, die alle gemeinsam haben, dass der Körper Zucker über den Urin ausscheidet. Die Ursache für eine Überzuckerung ist meist eine Insulinresistenz oder ein Insulinmangel im Blut. Bei einer Unterzuckerung sinkt der Blutzuckerspiegel unter einen festgesetzten Grenzwert von 50 mg/dl. Dies kann durch die Unterversorgung des Nervensystems mit Traubenzucker (Blutzucker) zu unangenehmen und im Straßenverkehr gefährlichen Symptomen führen: Herzrasen, Unruhe, Unkonzentriertheit, Wahrnehmungsstörungen und im Extremfall sogar Bewusstlosigkeit.

Blutzuckermessung vor Fahrtantritt
Für Diabetiker ist es daher notwendig, vor jeder Autofahrt den Blutzucker zu messen. Nur wenn der Blutzuckerspiegel innerhalb der Grenzwerte ist, die der Betroffene gemeinsam mit dem Hausarzt festlegen sollte, darf er sich hinter das Steuer setzen. Bemerkt der Fahrer Anzeichen von Schwindel oder Unwohlsein, sollte er sofort an geeigneter Stelle anhalten, den Blutzuckerwert messen und gegebenenfalls schnell wirksame Kohlenhydrate beispielsweise in Form von Traubenzucker oder Orangensaft zu sich nehmen. Grundsätzlich sollten Zuckerkranke bei längeren Autofahrten etwa alle zwei Stunden eine Pause machen, um sich zu bewegen und etwas zu essen, empfiehlt Müller. Außerdem sollten sie immer ein Blutzuckermessgerät mitführen, um im Zweifel jederzeit den aktuellen Zuckerwert ermitteln zu können.

Rechtslage für Diabetiker im Straßenverkehr
Generell darf jeder Diabetiker den Führerschein für Personenkraftwagen, ohne Einschränkungen und ohne die Krankheit angeben zu müssen, machen und am Straßenverkehr teilnehmen. Lediglich  Berufskraftfahrer müssen die Erkrankung Diabetes mellitus angeben. Ein Gutachten entscheidet dann über die Zulassung. Kommt es jedoch zu einem Unfall aufgrund einer Über- oder Unterzuckerung, muss auch der private Kraftfahrer ein medizinisches Gutachten über sich ergehen lassen, das er zudem selbst zahlen muss. Außerdem kann die Führerscheinstelle von ihm verlangen, künftig ein Fahrtenbuch zu führen und er kann verpflichtet werden, vor Antritt jeder Fahrt den Blutzuckerspiegel zu bestimmen und zu dokumentieren.

Das imedo-Medizinlexikon klärt über medizinische Fachbegriffe auf, beispielsweise darüber, was „Diabetes mellitus“ bedeutet.

Weitere Informationen über Blutzucker-Messgeräte erhalten Sie beispielsweise bei Bayer: http://www.bayerdiabetes.de/.

Die Gruppe „Diabetes“ der imedo-Gesundheitscommunity bietet allen Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, sich zu dieser Erkrankung auszutauschen.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller
Bildquelle: Knipseline, pixelio.de

Diabetiker: Probleme mit Blutzuckermessgeräten

Tags: , , ,


Blutzuckermessgeräte stellen viele Benutzer vor Probleme. Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat 14 Geräte getestet. Das Ergebnis: viele sind benutzerunfreundlich und provozieren Fehler mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Von den acht Millionen Diabetikern in Deutschland fällt es vielen schwer, ihre Blutzuckermessgeräte korrekt zu bedienen. Zu diesem Ergebnis kommen Informationsdesigner der Hochschule der Medien, HdM, in Stuttgart nach einer Untersuchung von 14 im Handel erhältlichen Geräten. Einige zeigten sich als wenig benutzerfreundlich und provozierten Bedienfehler. Diese seien bei Medizingeräten schwerwiegender als bei einem Computer oder Handy, mahnt die Hochschule.

Falsche Bedienung von Blutzuckermessgeräten kann fatale Folgen haben

Wird der Blutzucker auf Grund einer falschen Bedienung fehlerhaft abgelesen, dosiert der Diabetiker seine Medikamente nicht richtig und erleidet einen gesundheitlichen Schaden. Deshalb müssen Medizingeräte sicher und intuitiv zu benutzen sein. Dazu verpflichtet der Gesetzgeber die Hersteller den Angaben zufolge seit Juni 2006 mit der Ergänzungsnorm ISO 60601-1-6.

Entscheidung für ein Blutzuckermessgerät muss gut bedacht werden

Die getesteten Geräte wiesen dennoch große Unterschiede in der Benutzungsfreundlichkeit auf. „Von gut gestalteten Bedienungen bis zu gefährlichen Arbeitsschritten mit dem Gerät, haben wir alles gefunden“, sagt die beteiligte Forscherin Maike Reichel. So interpretierte eine ältere Testperson „24h“ nicht als Zeitformat, sondern als Dosierungsanleitung und folgerte: „24 Einheiten muss ich spritzen.“ Ein anderes Gerät forderte den Nutzer zum Auftragen von Blut auf, obwohl dieser den Teststreifen fehlerhaft eingeführt hatte.

Forscherin Reichel empfiehlt Diabetikern und Ärzten, die Entscheidung für ein Messgerät gut zu bedenken. Gute Messgeräte wie Accu-Chek Aviva von Roche und Ascensia Contour von Bayer garantierten eine sichere Messung in wenigen Schritten. Diabetiker könnten dort auf wichtige Funktionen über ein großes und gut lesbares Display schnell zugreifen.

Matthias Steiners Olymiaprogramm für Diabetiker ist kein reines Trainigsprogramm. Der Olympiasieger empfiehlt auch Blutzuckermessgeräte. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: knipseline, pixelio.de

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

Jetzt Interviews lesen!

Werbung