Tag Archiv | "Blutzucker"

Zucker am Steuer

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Jederzeit mit dem Auto unabhängig und mobil zu sein, ist heute für die meisten Menschen selbstverständlich. Einfach einsteigen und losfahren. Für Diabetiker ist dies jedoch nicht ganz so einfach. Bei einer Über- oder Unterzuckerung während der Fahrt können sie sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, warnt Diabetesberater Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Deshalb sollten Diabetiker im Straßenverkehr einiges beachten:

Wahrnehmungsstörungen durch Unterzuckerung
Diabetes mellitus ist eine Gruppe chronischer Stoffwechselerkrankungen, die alle gemeinsam haben, dass der Körper Zucker über den Urin ausscheidet. Die Ursache für eine Überzuckerung ist meist eine Insulinresistenz oder ein Insulinmangel im Blut. Bei einer Unterzuckerung sinkt der Blutzuckerspiegel unter einen festgesetzten Grenzwert von 50 mg/dl. Dies kann durch die Unterversorgung des Nervensystems mit Traubenzucker (Blutzucker) zu unangenehmen und im Straßenverkehr gefährlichen Symptomen führen: Herzrasen, Unruhe, Unkonzentriertheit, Wahrnehmungsstörungen und im Extremfall sogar Bewusstlosigkeit.

Blutzuckermessung vor Fahrtantritt
Für Diabetiker ist es daher notwendig, vor jeder Autofahrt den Blutzucker zu messen. Nur wenn der Blutzuckerspiegel innerhalb der Grenzwerte ist, die der Betroffene gemeinsam mit dem Hausarzt festlegen sollte, darf er sich hinter das Steuer setzen. Bemerkt der Fahrer Anzeichen von Schwindel oder Unwohlsein, sollte er sofort an geeigneter Stelle anhalten, den Blutzuckerwert messen und gegebenenfalls schnell wirksame Kohlenhydrate beispielsweise in Form von Traubenzucker oder Orangensaft zu sich nehmen. Grundsätzlich sollten Zuckerkranke bei längeren Autofahrten etwa alle zwei Stunden eine Pause machen, um sich zu bewegen und etwas zu essen, empfiehlt Müller. Außerdem sollten sie immer ein Blutzuckermessgerät mitführen, um im Zweifel jederzeit den aktuellen Zuckerwert ermitteln zu können.

Rechtslage für Diabetiker im Straßenverkehr
Generell darf jeder Diabetiker den Führerschein für Personenkraftwagen, ohne Einschränkungen und ohne die Krankheit angeben zu müssen, machen und am Straßenverkehr teilnehmen. Lediglich  Berufskraftfahrer müssen die Erkrankung Diabetes mellitus angeben. Ein Gutachten entscheidet dann über die Zulassung. Kommt es jedoch zu einem Unfall aufgrund einer Über- oder Unterzuckerung, muss auch der private Kraftfahrer ein medizinisches Gutachten über sich ergehen lassen, das er zudem selbst zahlen muss. Außerdem kann die Führerscheinstelle von ihm verlangen, künftig ein Fahrtenbuch zu führen und er kann verpflichtet werden, vor Antritt jeder Fahrt den Blutzuckerspiegel zu bestimmen und zu dokumentieren.

Das imedo-Medizinlexikon klärt über medizinische Fachbegriffe auf, beispielsweise darüber, was „Diabetes mellitus“ bedeutet.

Weitere Informationen über Blutzucker-Messgeräte erhalten Sie beispielsweise bei Bayer: http://www.bayerdiabetes.de/.

Die Gruppe „Diabetes“ der imedo-Gesundheitscommunity bietet allen Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, sich zu dieser Erkrankung auszutauschen.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller
Bildquelle: Knipseline, pixelio.de

Gynäkologen übersehen mehr als 50 Prozent der Schwangerschaftsdiabetes-Fälle

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Zehn Prozent der niedergelassenen Gynäkologen vergessen, Schwangere auf einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) zu untersuchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die zwischen Juni und November 2008 von der Forschergruppe Diabetes der TU München mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care durchgeführt wurde. Noch immer beachten nicht alle Gynäkologen die Gefahr, die der Gestationsdiabetes für Mutter und Kind bedeutet. Studienleiter Privatdozent Dr. Martin Füchtenbusch und Dr. Helmut Kleinwechter, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft, sind sich einig, dass Gynäkologen das Diabetes-Screening zu selten durchführen. Die Perinatalstatistik der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung zeigt, dass der Schwangerschaftsdiabetes in Deutschland noch immer in mehr als 50 Prozent der Fälle übersehen wird. Das hat teilweise gravierende Folgen für Mutter und Kind, betont Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Blutzuckerbelastungstest ist meist keine Kassenleistung für Schwangere
Begründet sind die gefährlichen Versäumnisse der niedergelassenen Gynäkologen vor allem in der unklaren und uneinheitlichen Vergütungssituation. In den meisten Bundesländern müssen die Schwangeren den Blutzuckerbelastungstest als IGeL-Leistung selbst bezahlen. Diabetologen und Gynäkologen fordern, das Screening als Kassenleistung für alle Schwangeren durchzuführen. Um einen Schwangerschaftsdiabetes zu diagnostizieren, führt der Frauenarzt einen oralen Glukosetoleranztest (oGTT) mit 75 Gramm Traubenzucker durch. Im Gegensatz zur Blutzuckerselbstkontrolle sollten Gynäkologen den Blutzuckerspiegel dabei nicht mit Handgeräten, sondern über eine Labormethode bestimmen.

Erfolgreiche Therapie von Schwangerschaftsdiabetikerinnen
Für die Aufklärung von Schwangerschaftsdiabetikerinnen stellt Bayer Diabetes Care niedergelassenen Gynäkologen kostenlos Praxisposter, Informationsmaterial in Deutsch und Türkisch, Anleitungen für oGTT, Blutzuckertagebücher sowie Mutterpassaufkleber zur Verfügung. Schwangerschaftsdiabetikerinnen bedürfen einer intensiven Diabetikerschulung. Insbesondere der Ernährungstherapie kommt eine große Bedeutung zu. Es ist wichtig, dass Schwangerschaftsdiabetikerinnen sechs bis sieben kleinere Mahlzeiten essen. Nur durch eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr lässt sich die Ketonkörperbildung vermeiden. Die Therapie von Schwangerschaftsdiabetikerinnen ist fast immer erfolgreich. In der Regel normalisieren sich die Blutzuckerwerte von Gestationsdiabetikerinnen rasch nach der Geburt. Um das Typ 2 Diabetes-Risiko der Frauen zu reduzieren, empfehlen Gynäkologen den Frauen, mindestes 3 Monate zu stillen.

Weitere Informationen wie die Insulinwirkung verbessert werden kann, stehen auf den imedo-Gesundheitsnews zur Verfügung: Diabetiker Brauchen viel Bewegung

Das große Online Medizinlexikon von imedo.de enthält auch zu Schwangerschaftsdiabetes weitergehende Informationen und Links.

In der imedo-Gruppe „Diabetes“ finden Sie andere Diabetiker und können von deren Erfahrungen lernen sowie eigene Erfahrungen weitergeben.

Weitere Informationen liefert auch das imedo Infocenter Schwangerschaft und Stillzeit.

Bildquelle: pixelio.de, Alexandra Bucurescu

Matthias Steiners Olympiaprogramm für Diabetiker

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Diabetes ist ein gewaltiges Problem, unter dem auch Matthias Steiner, der Olympiasieger im Gewichtheben leidet. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert Diabetiker über das neue Motivations- und Gesundheitsprogramm des Spitzensportlers.

Lange Arbeitszeiten fordern ihren Tribut und locken nach Feierabend in Richtung Sofa und Fernseher, anstatt in die Küche und an den heimischen Herd. Schon lange ist es keine Ausnahme mehr, Fast Food zu essen, was nicht nur der Figur schadet, sondern zudem das Risiko in die Höhe treibt, an Diabetes zu erkranken. Das Krankheitsbild wird immer häufiger, sodass abzusehen ist, dass die Aufklärung hinsichtlich Diabetes in Zukunft einen immer größeren Stellenwert einnehmen muss. Matthias Steiner, heute Olympiasieger im Gewichtheben, erkrankte im Alter von 18 Jahren. Er gibt nun, gemeinsam mit seinem Trainer, einer Ernährungsexpertin und Accu-Chek, einen Sport- und Motivationsplan heraus, welcher Betroffenen den Umgang mit ihrer Krankheit erleichtern soll: „Stark mit Diabetes. Das persönliche Olympiaprogramm – von und mit Matthias Steiner“

Diabetes erfordert einen speziellen Umgang

Die Tatsache, das Steiner trotz seiner Krankheit derzeit als stärkster Mann der Welt in Erscheinung treten kann, gibt zu denken. Diabetes ist zwar eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung, wer es allerdings vermag, mit ihr umzugehen, ist zu Höchstleistungen fähig. In erster Linie gilt es, den Körper vor dem Unterzuckern zu bewahren, da die damit einhergehenden Symptome, wie beispielsweise Zittern, Schwitzen und Erbleichen äußerst unangenehm sein können. Viele Patienten beugen diese vor, indem sie stets Traubenzucker mit sich führen. Eine solche Taktik ist keineswegs falsch, Matthias Steiner weiß sie jedoch zu ergänzen.

Fünf Disziplinen versprechen Lebensqualität trotz Diabetes

Steiners Meinung nach bedarf es nur weniger Kniffe, um die Diabetes-Erkrankung zu erleichtern. Der Olympiasieger unterscheidet insgesamt fünf Disziplinen, mit deren Hilfe es möglich sei, gute Blutzuckerwerte zu erreichen:

  1. Stärke
  2. Ausdauer
  3. Ernährung
  4. Motivation
  5. Messen

In Sachen Kraft ist es für Erkrankte besonders wichtig, regelmäßig große Muskelgruppen zu fordern. Dies bewirkt, dass der Körper mehr Glukose verbraucht, was wiederum den Blutzuckerspiegel aktiv senkt. Ausdauertraining hat ähnlich erfreuliche Auswirkungen. Aus eigener Erfahrung kann Matthias Steiner berichten, dass Übungen nicht nur die Blutzuckerwerte positiv beeinflussen, sondern zudem Energie spenden. Fortschritte in Bezug auf die Werte ermöglicht zudem eine ausgewogene, fettarme Mischkost, bestehend aus Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, frischem Obst und Gemüse. Um die wertvollen Tipps in Sachen Sport und Ernährung allerdings umsetzen zu können, ist genügend Motivation unverzichtbar. Ein guter Grund, das Olympiaprogramm durchzuführen, stellt diesbezüglich der sich selbst erhaltene Kreislauf dar. Gute Blutzuckerwerte nämlich führen bei vielen Patienten ganz automatisch zu einem Motivationsschub. Andere sind durch Wochenmottos oder Bücher in der Lage, sich bei Laune zu halten, ist sich Steiner sicher. Die letzte Disziplin, das Messen, nimmt Bezug auf die übrigen Punkte. Sowohl vor und nach dem Trainingsprogramm, als auch vor dem Essen und im Anschluss an die Mahlzeiten, sei das Messgerät unverzichtbar. Nur auf diese Weise werde die positive Wirkung deutlich und könne ihre motivierende Wirkung entfalten.

Was Diabetiker beim Sport beachten sollten

  • Matthias Steiner empfiehlt allen werdenden Sportlern vor dem Trainingsbeginn mit einem Arzt über ihr Vorhaben zu sprechen. Auf diese Weise bekommt der Patient hilfreiche Tipps und kann auch die letzten Zweifel aus dem Weg räumen. Ebenso bietet es sich an, während des Programms, den Kontakt mit einem Mediziner zu halten. Kommen Fragen auf, oder stellen sich Probleme, kann auf diese Weise schnell geholfen werden.
  • Bevor man das Sportprogramm in die Tat umsetzt, ist es von Nöten, den Trainingspartner über die Erkrankung aufzuklären. Hier sollte der Patient insbesondere das Unterzuckern erwähnen und darstellen, wie andere in einem Notfall helfen können.
  • Damit die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, ist es wichtig, das Sportprogramm regelmäßig zu wiederholen.
  • Die Atmung spielt im Training eine wichtige Rolle und sollte kontrolliert und regelmäßig erfolgen, will man dauerhaft Sport treiben und Kondition aufbauen.
  • Anfänger sollten sich nicht zu viel zumuten. Am besten ist es, mit einem leichten Training zu beginnen und sich langsam zu steigern.
  • Es gibt kein Allgemeinrezept für ein gutes Konditionstraining. Um dauerhaft am Ball zu bleiben, könnte es sich positiv auswirken, die eigenen Interessen bei der Auswahl der Trainingsmethode zu beachten.

Unverzichtbare Technik während des Olympiaprogramms

Nicht zufällig unterstützt die Diabetes Care Marke Accu-Chek von Roche Diagnostics, Matthias Steiner bei seiner Broschüre. Diabetiker benötigen technische Hilfsmittel, ob im Alltag oder im Training. Accu-Chek ist weltweit führend im Bereich Blutzucker-Selbstmanagement. Wie der Olympiasieger hat auch Accu-Chek sich zum Ziel gesetzt, Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu verbessern. Steiner verweist auf Produkte der Firma, da diese seiner Meinung nach, eine leichte Handhabung gewährleisten, handlich sind und teilweise sogar über einen USB-Anschluss verfügen, der das Erfassen und Auswerten der Blutzuckerwerte erleichtert.

Die Gruppe Diabetes Typ 2 der imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht den Erfahrungsaustausch Betroffener und hält wichtige Informationen für Erkrankte bereit.

Mit verschiedenen Formen der Therapie von Diabetes beschäftigen sich die imedo-Gesundheitsnews hier: Insulinspritze adé: Leben mit der Insulinpumpe.

(Redaktion: Svea Hagen)
Bildquelle: knipseline, Maria Lanznaster, pixelio.de

Diabetes im Wandel: Vom Schweineinsulin zum synthetischen Hightech-Insulin

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Die Lebenssituation der Diabetiker ist heute viel besser, als sie es noch vor einigen Jahren war. Die Forschung kommt immer weiter und die Abläufe im Körper werden klarer. Damit verbessert sich der Lebensstandard der Betroffenen beträchtlich. Reiner Tippel vom Deutschen Diabetiker Bund, selbst seit 45 Jahren Diabetiker, berichtete dem Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de von den Veränderungen in der Vergangenheit und der heutigen Situation.

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus

Der Begriff Diabetes mellitus kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Im Volksmund wird er auch „Zuckerkrankheit“ genannt. Beides beschreibt das ursprüngliche Symptom: Die Ausscheidung von Zucker im Urin. Die Entwicklung des Autoimmundefekts Diabetes ist bis heute nicht endgültig geklärt. Was man weiß, ist, dass beim sogenannten Typ I, die Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse die Produktion des Hormons Insulin fast oder ganz einstellen. Das Insulin bewirkt die Verstoffwechselung von Glukose im Gewebe sowie die Hemmung der Zuckerproduktion in der Leber. Fällt dieser Vorgang aus, sammelt sich Glukose im Körper an und die Leber stellt unkontrolliert Zucker her. Dieser findet sich dann im Blut und im Urin. Bis 1780 konnte Diabetes durch eine Geschmacksprobe des Urins diagnostiziert werden. In diesem Jahr fand der englische Arzt Francis Home einen Weg, den Zucker im Urin chemisch nachzuweisen. Doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute lässt sich durch Schnelltests mit Blut ein erhöhter Zuckerspiegel sehr schnell nachweisen.

Diabetes Typ II: längst kein Altersdiabetes mehr

Momentan gibt es in Deutschland schätzungsweise acht Millionen Diabetiker, doch die Zahl steigt weiter an. „Manche Prognosen gehen von bis zu 10 Millionen Betroffenen in den nächsten Jahren aus“, sagt Reiner Tippel, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin des Deutschen Diabetiker Bundes DBB. Eine offizielle Statistik gebe es aber nicht. Besonders die durch Bewegungsarmut und Fehlernährung größer werdende Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes Typ II, der bisher eher als Altersdiabetes angesehen wurde, macht Tippel Sorgen: „Da kommt einiges auf uns zu.“ Beim Diabetes des Typ II stellt der Körper die Produktion von Insulin nicht gänzlich ein, viele Diabetiker dieses Typs kommen mit einer oralen Therapie und ohne Spritzen aus. Je nachdem, wie der Patient seine Ernährung gestaltet, wie viel er sich bewegt und ob der Diabetes erblich bedingt ist, kann er den Weg von den oralen Medikation bis zur Insulinspritze aktiv verlängern, betont Tippel.

Diabetesbehandlung: Vom Schweineinsulin zur Insulinpumpe

Bis in die 80er Jahre hinein bedeutete die Diagnose Diabetes für den Patienten einen strikten Zeitplan für das Essen und Spritzen sowie eine Verbotsliste für Lebensmittel. Die damaligen Insuline waren aus Tieren gewonnene Substanzen und nur wenige Stunden wirksam. Hauptsächlich wurde Schweineinsulin benutzt, weil das Schwein dem Menschen genetisch sehr ähnlich ist, es gab aber auch Insulin von Schafen oder Rindern. In den 80er Jahren gelang es, Insulin synthetisch herzustellen.Seitdem schreitet die Forschung immer weiter fort und versucht, der natürlichen Herstellung des Insulins im Körper so nahe wie möglich zu kommen. Zum Einen gibt es die kurzwirkenden Insulinanaloga, die wie das natürliche Insulin sofort wirksam werden, dafür aber recht schnell wieder abfallen. Zum Anderen wurden mittels Molekülmanipulation Insuline hergestellt, die bis zu 24 Stunden wirksam sind. Anhand des HbA1C-Wertes, dem „Blutzucker-Gedächtnis“ des Körpers, das zusammen genommen mit regelmäßigen Blutzuckermessungen und eventuellen Störfaktoren Auskunft darüber gibt, wie gut oder schlecht der Diabetiker auf sein Insulin eingestellt ist, können Mediziner die Qualität der Therapie bewerten.

Heute ist die Therapie-Kombination aus Langzeitinsulinen und Insulinanaloga als adäquate Behandlung weltweit anerkannt. Sie hat die Lebensqualität der Betroffenen um ein Vielfaches verbessert. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, bestimmte Essenszeiten einzuhalten und auch die Verbotsliste von Lebensmitteln verschwunden. Ein Diabetiker ist heute sehr viel unabhängiger, nicht zuletzt durch die stete Weiterentwicklung der Spritz-Pens oder auch der Erfindung von Insulinpumpen. Reiner Tippel ist selbst seit einigen Jahren Pumpenträger und „sehr zufrieden damit“.

Informationen über die Insulinpumpe halten die imedo-Gesundheitsnews bereit: Insulinspritze adé: Leben mit der Insulinpumpe.

Bildquelle: Hans-Peter Häge, pixelio.de

Diabetiker: Probleme mit Blutzuckermessgeräten

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Blutzuckermessgeräte stellen viele Benutzer vor Probleme. Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat 14 Geräte getestet. Das Ergebnis: viele sind benutzerunfreundlich und provozieren Fehler mit gravierenden Folgen für die Gesundheit. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Von den acht Millionen Diabetikern in Deutschland fällt es vielen schwer, ihre Blutzuckermessgeräte korrekt zu bedienen. Zu diesem Ergebnis kommen Informationsdesigner der Hochschule der Medien, HdM, in Stuttgart nach einer Untersuchung von 14 im Handel erhältlichen Geräten. Einige zeigten sich als wenig benutzerfreundlich und provozierten Bedienfehler. Diese seien bei Medizingeräten schwerwiegender als bei einem Computer oder Handy, mahnt die Hochschule.

Falsche Bedienung von Blutzuckermessgeräten kann fatale Folgen haben

Wird der Blutzucker auf Grund einer falschen Bedienung fehlerhaft abgelesen, dosiert der Diabetiker seine Medikamente nicht richtig und erleidet einen gesundheitlichen Schaden. Deshalb müssen Medizingeräte sicher und intuitiv zu benutzen sein. Dazu verpflichtet der Gesetzgeber die Hersteller den Angaben zufolge seit Juni 2006 mit der Ergänzungsnorm ISO 60601-1-6.

Entscheidung für ein Blutzuckermessgerät muss gut bedacht werden

Die getesteten Geräte wiesen dennoch große Unterschiede in der Benutzungsfreundlichkeit auf. „Von gut gestalteten Bedienungen bis zu gefährlichen Arbeitsschritten mit dem Gerät, haben wir alles gefunden“, sagt die beteiligte Forscherin Maike Reichel. So interpretierte eine ältere Testperson „24h“ nicht als Zeitformat, sondern als Dosierungsanleitung und folgerte: „24 Einheiten muss ich spritzen.“ Ein anderes Gerät forderte den Nutzer zum Auftragen von Blut auf, obwohl dieser den Teststreifen fehlerhaft eingeführt hatte.

Forscherin Reichel empfiehlt Diabetikern und Ärzten, die Entscheidung für ein Messgerät gut zu bedenken. Gute Messgeräte wie Accu-Chek Aviva von Roche und Ascensia Contour von Bayer garantierten eine sichere Messung in wenigen Schritten. Diabetiker könnten dort auf wichtige Funktionen über ein großes und gut lesbares Display schnell zugreifen.

Matthias Steiners Olymiaprogramm für Diabetiker ist kein reines Trainigsprogramm. Der Olympiasieger empfiehlt auch Blutzuckermessgeräte. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: knipseline, pixelio.de

Drei von vier Diabetes-Erkrankungen nur zufällig erkannt

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40 Prozent der Bevölkerung besitzt die genetische Veranlagung, im Laufe ihres Lebens an Diabetes mellitus zu erkranken. Doch nur selten deuten Betroffene die Symptome von den Patienten richtig und konsultieren einen Arzt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät bei einem Verdacht auf Diabetes umgehend einen Mediziner aufzusuchen.

Drei von vier Diabetes-ErkrankungenIn Deutschland leiden elf Prozent der Erwachsenen an Diabetes. Bei dieser Stoffwechselkrankheit kommt es zu einer zu hohen Blutzuckerkonzentration. Verursacht wird diese durch einen Mangel an Insulin, einem Hormon, das der Körper für den Transport von Glucose in die Körperzellen benötigt. Die meisten Typ 2 Diabetiker leiden an Insulinresistenz. Die Folgen des Diabetes können drastisch sein und viele Bereiche betreffen. Üblicherweise kommt es zu Nieren- und Nervenerkrankungen, aber auch Augen und Füße können betroffen sein.

Symptome von Diabetes und Stress können leicht verwechselt werden

Trotz dieser schweren Folgeerkrankungen sind die wenigsten Menschen ausreichend über die typischen Symptome eines Diabetes aufgeklärt oder verwechseln sie mit anderen, einfacheren Erkrankungen wie Überforderung und Stress. Wer bei sich häufiges Wasserlassen, Durst, Abgeschlagenheit und Müdigkeit sowie eine deutliche Gewichtsabnahme beobachtet, sollte dringend einen Arzt konsultieren. Eine Diagnose kann durch einen einfachen Blutzuckertest gestellt werden.

Die Risikogruppe hinsichtlich Diabetes mellitus ist groß

Vor allem Personen mit besonders hohem Diabetes-Risiko sollten auf diese Anzeichen achten. Zu diesen Personen zählen stark Übergewichtige und Menschen, bei denen ein Verwandter ersten Grades bereits an Diabetes leidet. Auch wenn bei Familienangehörigen bereits in jungen Jahren ein Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftraten, besteht ein erhöhtes Risiko. Verstärkt wird dieses durch Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Frauen, die an einem Schwangerschaftsdiabetes litten, sind ebenfalls stark gefährdet, später an einem manifesten Diabetes mellitus zu erkranken. Bei Verdacht auf Diabetes sollte man sich unbedingt testen lassen, damit die notwendige Therapie umgehend eingeleitet werden kann.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren ausführlich über Diabetes mellitus. Lesen Sie auch: Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes und Diabetiker brauchen viel Bewegung

Diabetes: Tai Chi Chuan reduziert Blutzucker

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Sport soll ja bekanntlich Wunder wirken. Eine Studie hat ergeben, dass fernöstliches Schattenboxen hilft, den Blutzucker von diabeteskranken Menschen vom Typ 2 zu senken. Gleichzeitig wird die körpereigene Produktion von Entzündungshemmern gesteigert. Das Internet-Gesundheitspotal www.imedo.de berichtet.

Die Diabetes mellitus Typ 2 ist eine altersbedingte Diabetes-Form, bei der das Insulin an den Zellmembranen zwar vorhanden ist, die Wirkung dessen jedoch ausbleibt. Auf Grund dessen ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Aufgabe der Bauchspeicheldrüse zu übernehmen und die benötigte Menge Insulin zu produzieren. Die benötigte Insulinproduktion kann so nicht mehr gewährleistet werden und die zur Verfügung stehende Menge an produziertem Insulin reicht nicht mehr aus, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Folgen der Insulinresistenz

In Folge dessen entwickeln die Betroffenen eine Insulinresistenz. Ihr Stoffwechsel ist nicht mehr in der Lage, den vorhandenen Zucker im Blut zu verarbeiten. Der überwiegende Teil der Betroffenen weist einen relativen Insulinmangel auf. Ihr Körper produziert zwar immer noch Insulin, dies jedoch nicht mehr in der erforderlichen Menge. Die Hauptursache für diese Stoffwechselkrankheit ist Fettleibigkeit, weitere Ursachen sind genetische Veranlagung und Bewegungsmangel.

Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2

Typ 2 Diabetes mellitus Patienten können ohne weiteres auf Medikamente verzichten, wenn sie sich nach einem Ernährungs- und Sportprogramm richten. Zu diesen essentiellen Maßnahmen gehören die Reduktion des Körpergewichtes und genügend Bewegung. Diese führen dazu, dass die Körperzellen ihre Insulin-Aufnahmefähigkeit zurückgewinnen und das körpereigene Insulin besser wirken kann. So kann der Blutzuckerspiegel normalisiert werden und der Patient sorgenfrei den Alltag bewältigen.

Zur medikamentösen Therapie gibt es verschiedene Therapieansätze. In Taiwan wurde in einer kleinen Studie nachgewiesen, dass nicht unbedingt ein schweißtreibendes Bewegungsprogramm abgehalten werden muss, um die erwünschte Wirkung zu erreichen. Mitarbeiter vom Chang Gung Memorial Hospital haben in einem Kurs, der sich über zwölf Wochen erstreckt hat, interessante Erkenntnisse gewonnen. An diesem Kurs nahmen 30 Typ-2-Diabetiker und ebenso viele gesunde Testpersonen teil.

Sichtbare Erfolge von Diabetes-Patienten

Die Auswertungen belegen, dass die Blutzuckerwerte der Diabetiker von durchschnittlich 7,59 Prozent auf 7,16 Prozent gesunken sind. Außerdem beruhigten sich während des Kurses die unterschwelligen Entzündungsprozesse im Körper der Diabetiker.

Forscher nehmen an, dass sich die langsamen und flüssigen Bewegungen auf diese Prozesse besänftigend auswirken. Doch nicht nur diese beeinflussen die Entzündungsprozesse positiv, sondern auch die gewonnene Fitness und das damit verbundene Gefühl des Wohlbefindens.

Diabetiker brauchen viel Bewegung. Die imedo-Gesundheitsnews verraten, warum. Lesen Sie auch: Drei von vier Diabetes-Erkrankungen werden nur durch Zufall erkannt

Bildquelle: Michael Raab, pixelio.de

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Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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