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Pollenallergie – wenn der Organismus überreagiert

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Jeder vierte Deutsche leidet unter den Symptomen der Pollenallergie und die Tendenz ist steigend. Geschwollene und brennende Augen, Schnupfen, Husten und Niesen machen die schönste Jahreszeit für die Betroffenen zur Qual, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Der Heuschnupfen schränkt die Geplagten in Ihrer Lebensqualität ein und kann sogar zu weiteren Allergien führen.

Der Körper wehrt harmlose Pollen ab

Bei dem Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie gegen bestimmte Pollen, also gegen den Blütenstaub einiger Pflanzen. Die kleinen Pollensporen, die sich in der Luft befinden, lösen bei den Betroffenen allergische Reaktionen aus, sobald sie mit den Schleimhäuten der Nase oder der Augen in Berührung kommen. Der Organismus reagiert mit der Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen, den Histaminen, die der Körper beim ersten Kontakt mit den eigentlich harmlosen Pflanzenpollen gebildet hat. Diese Histamine sorgen dafür, dass das Immunsystem Abwehrzellen freisetzt, die zu den Entzündungserscheinungen führen. Auslöser für Pollenallergien kann der Blütenstaub der verschiedensten Pflanzenarten sein, von Gräsern und Kräutern über Sträucher bis zu Bäumen. Da diese Pflanzen zu verschiedenen Zeiten des Jahres blühen, treten auch die entsprechenden Allergien saisonal auf.

Heuschnupfen geht häufig mit Lebensmittelallergien einher

Pollenallergien können zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Nahrungsmitteln führen. Der Allergologe spricht dann von einer Kreuzallergie. So reagieren Betroffene einer Überempfindlichkeit auf Birke oder Erle häufig auch allergisch auf Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse, Mandeln oder Äpfel. Diese Nahrungsmittel bestehen aus ähnlich zusammengesetzten Eiweißen wie die Pflanzenpollen und rufen deshalb die gleichen Abwehrreaktionen des Körpers hervor.

Hyposensibilisierung als Therapieform

Die beste Therapie bei Allergien ist, die auslösenden Allergene zu meiden. Das ist bei Nahrungsmitteln häufig problemlos möglich, den Pflanzenpollen jedoch kann der Allergiker kaum aus dem Weg gehen. Hat der Arzt eine Überempfindlichkeit gegenüber einem bestimmten Allergen festgestellt, kann er eine Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung durchführen. Dazu injiziert er dem Patienten regelmäßig, meist über einen Zeitraum von drei Jahren, den Allergie auslösenden Wirkstoff in kontinuierlich steigender Dosis direkt unter die Haut. An der Einstichstelle kann es zu Juckreiz, Brennen und Rötung kommen.

Warum der Klimawandel Allergien fördert, erfahren Interessierte in einem weiteren Artikel der imedo-Gesundheitsnews.

Alles Wissenswerte zum Thema Asthma lesen Betroffene in den imedo-Gesundheitsnews.

Einen passenden Arzt finden Patienten in der imedo-Arztsuche.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: fotolia.de

Doktor Wasserfall hilft gegen Asthma und Allergien

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Was sich auf den ersten Blick wie ein weiterer Werbegag im Bereich Alternativmedizin anhört, hat mit esotherischen Heilverfahren nicht das Geringste zu tun, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Die Initiative Hohe Tauern Health arbeitet gemeinsam mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg seit Jahren daran, die altbekannte Heilkraft der Krimmler Wasserfälle in Salzburg wissenschaftlich zu erforschen und zu dokumentieren. Damit leistet die Initiative international beachtete Pionierarbeit auf diesem Gebiet.

Die Studienergebnisse wurden bereits in Fachmagazinen wie Journal of Allergy and Clinical Immunology, Paracelsus Today und Ärzte Exklusiv publiziert und bei Fachkongressen wie dem „3rd International Symposium on Molecular Allergology“  präsentiert. Schon 1808 entdeckte der Salzburger Doktor Paul Oberlechner die gesundheitsfördernde Wirkung des linden Sprühnebels, die Wissenschaftler in fortlaufenden Studien unzweifelhaft bestätigten. Das Land Salzburg, der Nationalpark Hohe Tauern und die Europäische Union unterstützen das langfristige Projekt. Akzeptanz findet die Wasserfall-Therapie auch bei der Salzburger Gebietskrankenkasse, die einen Teil der Behandlungskosten erstattet und bei der Salzburger Apothekerkammer.

Eindeutige Ergebnisse: Krimmler Wasserfall-Aerosole lindern

Die Therapie-Angebote von Hohe Tauern Health beruhen auf medizinischen Fakten: Die bedeutendsten Erkenntnisse wurden dabei durch eine klinische Studie mit kontrollierten, randomisierten Parallelgruppen von 53 Asthma bronchiale PatientInnen im Alter von acht bis vierzehn Jahren gewonnen, doch wurden auch Stichproben mit Erwachsenen, Kindern und ein einleitender Tierversuch am Krimmler Wasserfall durchgeführt. Alle Untersuchungen zeigten, dass der Aufenthalt am Krimmler Wasserfall einen anti-allergischen und anti-asthmatischen Immunstatus einleitet. Das führt zu einer deutlich besseren Lungenfunktion und der Normalisierung der biochemischen Parameter: auch zwei Monate nach Ende des Camps liegen sie um 60 Prozent niedriger als vor der Wasserfall-Therapie. Wasserfall-Kinder profitieren nachweislich noch vier Monate später von den Wasserfall-Aerosolen und zeigen eine fast vollständige Reduktion ihrer Asthmasymptome. Bei allen Hohe-Tauern-Health Gästen hat sich eine gesundheitliche Gesamtverbesserung ergeben, die auch durch die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer bestätigt wird. Zurückzuführen ist die spezifische Heilkraft des größten europäischen Wasserfalls auf das besonders fein zerstäubte Wasser, resultierend aus der in Krimml gegebenen Fallhöhe und Wassermenge. Die Aerosolgröße, die Größe der Wasserteilchen in der Luft, liegt im Nano-Bereich.

Perfektes Klima außen und innen durch Krimmler Wasserfall-Aerosole

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark der Alpen und tief durchatmen ist hier besonders empfehlenswert: Die Region Oberpinzgau zeichnet sich durch ein gesundes, reizarmes Klima aus. Allergene und Schadstoffe kommen im Vergleich zum Flachland kaum vor und auch die Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung sind deutlich reduziert. Damit ein erholsamer und reizfreier Aufenthalt auch in der Unterkunft gewährleistet ist, haben zehn beteiligte Allergikerhotels der Region, unter Anleitung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, allergikergerechte Zimmer eingerichtet. Aufwändige Adaptierungsmaßnahmen garantieren, dass die acht wichtigsten Innenraumallergene für Allergie und Asthma nicht vorkommen, zusätzlich wurde die Feinstaubbelastung in allen Hotels auf einen Schwellwert ähnlich dem von klarer Winterluft reduziert. Dafür bekommen die Betreiber ein Zertifikat, das auch regelmäßige Kontrollen beinhaltet. Das Personal in Küche und Hotel wurde außerdem auf allergisches Asthma und Nahrungsmittelallergien geschult. Das innovative und in dieser Form einzigartige Konzept soll sicherstellen, dass die Erfolge der Wasserfall-Therapie nicht durch Allergieauslöser in der Unterkunft zunichte gemacht werden.

Krimmler Wasserfall-Therapie: Spezifische Angebote für jedes Alter

Wer sich von der Heilwirkung der Krimmler Wasserfälle gerne selber überzeugen möchte, hat beim Wasserfall-Schnuppern erstmalig die Gelegenheit, Krimml und die Nationalparkregion kennenzulernen. Bei einer Gesundheitswanderung mit den Rangern des Nationalparks Hohe Tauern kann man den positiven Einfluss des Wasserfalls schon bei kurzzeitigem Aufenthalt am eigenen Körper feststellen und die Vielfalt dieses einzigartigen Natur- und Kulturraumes genießen. Ein Hohe Tauern Health Gesundheitsurlaub dauert normalerweise 14 bis 21 Tage und umfasst neben dem täglichen Aufenthalt am Krimmler Wasserfall auch ausgewählte Wanderungen mit den Nationalpark-Rangern. Das Angebot beinhaltet außerdem einen zertifizierten Gesundheitserfolg, der gemeinsam mit fünf regionalen Kooperationsärzten, dem Krankenhaus Mittersill und der Universität erstellt wird. Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren können sich am „Splash-Camp-Krimml“ beteiligen. Es eröffnet den Teilnehmern eine sanfte, naturnahe Therapiemethode, Spaß, neue Abenteuer und Freundschaften in der herrlichen Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern. Die Initiative Hohe Tauern Health bietet einen 14-tägigen Aufenthalt, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, rund um die Uhr medizinische Versorgung und Notfallmanagement, Lungenfunktionstests, Betreuung durch ausgebildete Pädagogen und eine individuelle Erfolgsbeurteilung nach dem Aufenthalt.
Der Universitätsdozent Dr. Arnulf Hartl und Mag. Renata Sanovic führen weiterhin die Studien der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg durch, die nun dabei sind, eine Gesundheitskarte des Wasserfalls zu erstellen, wo besonders heilkräftige wirksame Punkte am Wasserfall lokalisiert werden sollen. Auch wird die Sofortwirkung, die schon bei einem kurzen Aufenthalt am Wasserfall spürbar ist, näher erforscht.

Mehr Informationen zu den Angeboten der Hohe Tauern Helath finden Interessenten unter: www.hohe-tauern-health.at.

In der Gruppe „Asthma“ der imedo-Gesundheitscommunity können sich Betroffene mit anderen Asthma-Erkrankten über ihre Erfahrungen und Therapiemöglichkeiten austauschen.

Das imedo-Medizinlexikon klärt über Krankheiten und medizinische Fachbegriffe auf, beispielsweise darüber, was Allergien sind und welche Allergien es gibt.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: Hohe Tauern Health / Regionalverband Oberpinzgau

Asthma: Arten, Symptome und Behandlung der Lungenerkrankung

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Sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Lungenerkrankungen mit dauernder oder zeitweiliger Luftnot und Husten. Das sind 5 Prozent aller Erwachsenen und sogar 10 Prozent aller Kinder. Mögliche Folgen von Asthma sind chronischer Sauerstoffmangel der Organe und irreversible Schäden an Lunge und Herz. Der Berliner Mediziner Dr. Thomas Höhn erklärt in den imedo-Gesundheitsnews, welche Arten von Asthma unterschieden werden, was ihre Symptome sind und wie Asthmatiker die Beschwerden lindern können.

Asthma ist nicht immer akut
Als Asthma bezeichnet man Anfälle von Atemnot, zwischen denen beschwerdelose Intervalle mit normaler Lungenatmung möglich sind. Ursache für akutes Asthma sind allergische Reaktionen in den Atemwegsschleimhäuten. Ist die Atmung dagegen ununterbrochen erschwert, handelt es sich um eine chronische Lungenerkrankung mit Atemwegsverengung, die auch COPD abgekürzt wird (chronic obstructive pulmonary disease). Sie ist Folge einer Entzündung durch eine chronische Bronchitis. Eine chronische Bronchitis liegt vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils drei Monate ununterbrochen eine Bronchitis mit Husten bestand.

Arten von Asthma

Ein Lungenemphysem als Folge verschiedener chronischer Lungenerkrankungen mit Überblähung der Lungenbläschen gilt als nicht heilbar. Mit der Zeit erlahmen die elastischen Rückstellkräfte und die nicht mehr ausgeatmete Luft füllt die Lungenbläschen – es kommt zum Emphysem. Die Verengung der Atemwege erhöht den Widerstand beim Ausatmen und bläht die Bläschen auf. Eine Bronchitis dagegen ist eine Entzündung der Schleimhäute der tiefen Atemwege. Die Luftröhre verzweigt sich wie ein Baum zum Lungengewebe hin und geht in die Bronchien und Bronchiolen über, die in die Lungenbläschen münden. Das klassische Asthma ist das durch verengte Atemwege verursachte Unvermögen, richtig auszuatmen. Folgende Faktoren verengen die Atemwege: Allergien, die zur Freisetzung von eigentlich schützenden Substanzen führen, die die Schleimhäute anschwellen lassen (zum Beispiel Histamin).

Die häufigsten Allergene hierfür sind: Pollen, Tierschuppen und -haare, Staubmilben und Schimmelpilze. Übererregbare Schleimhäute von an klassischem Asthma erkrankten Menschen reagieren schon auf den kleinsten Reiz mit Schwellung und Verlegung der Atemwege, so zum Beispiel auf Bakterien, Viren und Entzündungen. Hat das Bronchialsystem einmal „gelernt“, auf Reize mit Asthma zu reagieren, können auch Faktoren wie Ängste und Stress oder auch die bloße Vorstellung von Pollen oder die Betrachtung eines Bildes eines blühenden Baumes den Asthma-Anfall auslösen.

Folgen des Asthma bronchiale
Symptome des Asthma bronchiale sind Enge der Atemwege durch Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur, Anschwellen der Bronchialschleimhaut sowie zähe und glasige Sekrete in den Atemwegen, die nur unter größten Anstrengungen abgehustet werden können. Häufigstes Asthma-Symptom ist hierbei Atemnot, die auch lebensgefährlich werden kann. Der Anfall beginnt oft mit trockenem Husten, später mit Auswurf. Das Atemgeräusch ist gewöhnlich pfeifend, bedingt durch zähe Schleimfäden, die wie die Saiten eines Musikinstrumentes im durch die verengten Luftwege beschleunigten Luftstrom vibrieren. Es besteht Luftnot, da die Lunge mit verbrauchter Luft überfüllt ist.

Untersuchung durch den Arzt
Der Arzt hört zuerst die Lunge mit dem Stethoskop ab, um die oben beschriebenen Atemgeräusche vor allem beim Ausatmen zu erkennen. Er kann bronchitische und die für Lungenentzündung typischen Geräusche diagnostizieren. Die anschließende Lungenfunktionsprüfung ermöglicht, das Ausmaß der Atemwegsverengung anhand der Strömungsgeschwindigkeit sowie das Atemluftvolumen zu bestimmen. Ein Röntgenbild der Lunge zeigt gegebenenfalls das Maß der Überblähung (Emphysem) und die Belastung des rechten Teils des Herzens. Ein Elektrokardiogramm weist dann charakteristische Veränderungen für eine chronische Belastung durch Lungenüberblähungen auf (Cor pulmonale). Allergietests auf der Haut können schließlich einen Verdacht auf Allergieauslöser bestätigen oder widerlegen.

Lungenfunktion mit Peak-Flow-Meter testen
Mit einem handlichen Lungen-Funktionstester, Peak-Flow-Meter genannt, kann auf einfache Weise die Funktion der Lunge und die Reaktion auf Belastung sowie der Erfolg einer Behandlung überprüft werden. Die Reaktion auf Belastung wird auch Allergie-Provokationstest genannt. Bläst man in das Gerät hinein, wird der Wert auf einer Skala angezeigt. Von zwei bis drei Versuchen nimmt man den höchsten Wert und trägt ihn in eine Tabelle ein. Eine 50-jährige Frau von 1,65 Meter Größe sollte beispielsweise ein Luftvolumen von 300 Liter pro Minute ausstoßen können. Das entspricht der Leistung eines 75-jährigen Mannes gleicher Größe.

Behandlung von Asthma
Nach den Leitlinien des Stufenplans der deutschen Atemwegsliga werden anfangs Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, bei Bedarf als Spray. Sie sind auch als Inhalationsmittel, Tabletten oder Injektionen verfügbar. Antileukotriene, wie zum Beispiel Montelukast, unterdrücken die Entzündung. Außerdem werden Cortison-Präparate als Dosier-Aerosol oder Pulverkapseln angewendet (inhalative Corticoide). In höheren Stadien kommen sie auch als Tablette oder als Injektion im Anfall zum Einsatz. Theophyllin, eine koffeinähnliche Substanz, ist seit Jahrzehnten ein Standardmedikament. Es wird als Tablette, Kapsel, Injektion, im Anfall auch als Infusion genommen. Cromoglicinsäure (DNCG) hindert die Schleimhautzellen daran, Histamin auszuschütten. Formoterol kommt bei COPD zur Dauer- und Akuttherapie als Spray zum Einsatz.

Verhalten bei einem Asthma-Anfall
Durch gute Schulung und ärztliche Kontrolle lässt sich ein Selbstmanagement erlernen, welches wie bei allen chronischen Krankheiten notwendig ist. Ein Spray, der Corticoide und Beta-Mimetika enthält, sollte für die Selbstbehandlung bei einem Asthma-Anfall zusätzlich immer mitgeführt werden.

Risikofaktoren
Nikotin und Alkohol gilt es unbedingt zu meiden, da sie die Empfindlichkeit der Atemwegsschleimhäute erhöhen. Rauchen verschlimmert Lungen- und Bronchialerkrankungen in jedem Fall. Obwohl 30 Prozent der Erwachsenen unter einer chronischen Bronchitis leiden, rauchen trotzdem viele weiter oder setzen sich Zigarettenrauch aus. Vermeiden sollten Asthmakranke zudem offene Feuer (Kamin), plötzliche Kälte, Aspirin, Essen spät abends und Atmen durch den Mund (Austrocknen der Schleimhäute).

Selbsthilfe und naturheilkundliche Behandlungsstrategien

  • Autogenes Training hilft, die Atemwege zu entspannen und zu weiten. Angst und Unruhe beim Anfall werden so aktiv reduziert. Alleine das gedankliche Visualisieren eines großen weiten Meeres mit einer sanften Brise oder der gedankliche Blick von einem hohen Berg in eine schöne Landschaft voller Weite weiten auch die Atemwege und lindern die Symptome der Enge.
  • Akupressur kann Asthmaleiden vermindern. Der Akupressurpunkt für die Lunge ist oft verspannt und leicht schmerzempfindlich.
  • Rechtzeitig die richtige Atemtechnik zu erlernen ist für jeden Asthmatiker sehr hilfreich und stellt die beste Selbsthilfe dar. Auch mit Yoga und Yoga-Atmung können sich Asthmakranke selbst helfen.
  • Sport bessert die Symptome, und das Peak-Flow-Meter zeigt, wie Anstrengung und Trainingserfolge auf die Lunge wirken. Die Weltklasse-Schwimmer Mark Spitz und Christian Keller (26facher deutscher Meister) litten unter Anstrengungs-Asthma und schwammen unter ärztlicher Betreuung den Symptomen sogar davon. In vielen Sportarten gibt es unter solchen Ausnahme-Athleten Asthmakranke.
  • Kaffee wirkt dank Koffein schon in geringen Mengen bronchialerweiternd. Diese Eigenschaft besitzt der Kaffee aufgrund der chemischen Ähnlichkeit zu dem alten Asthma-Medikament Theophyllin.
  • Da die Nasennebenhöhlen mit derselben Schleimhaut ausgestattet sind wie die Bronchien, ist immer damit zu rechnen, dass ein Etagenwechsel der betroffenen Bereiche in die unteren Atemwege stattfindet. Es sollten also die Nasennebenhöhlen mit einer Nasendusche und lauwarmer Salzlösung gespült werden.
  • Eine weitere gute Selbsthilfe ist die Vermeidungstaktik: Weichen Sie den Pollen aus, verreisen Sie in pollenarme Gegenden, wenn hierzulande „Ihre“ Allergene fliegen.
  • Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Tieren aller Art zusammengekommen sind, entwickeln in späteren Lebensjahren deutlich weniger Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma.
  • Sauerstofftherapie mit niedrig eingestellter Dauerbegasung per Nasensonde beispielsweise über Nacht: Das Gerät ist in Sanitätshäusern erhältlich, und der Lungenfacharzt oder Hausarzt können hierzu Fragen beantworten.

Ayurvedische Rezepte gegen Asthma
Tee-Rezept: Tee aus 1 Teelöffel Zimt + ¼ Teelöffel Ingwer + ¼ Teelöffel scharfe Paprika pro Tasse heißes Wasser. 1 Teelöffel Honig dazugeben, zweimal 1 Tasse täglich.
Pfeffer-Rezept: 1 Teelöffel braunes Senföl + 1 Teelöffel Rohrzucker mischen, täglich dreimal im Munde zergehen lassen, vor den Mahlzeiten. Damit kann man auch den Brustkorb einreiben.
19-tägige Pfefferkur mit länglichen schwarzen Pfefferschoten, die morgens mit der Pfeffermühle frisch gemahlen und mit 1 Teelöffel Honig oder mehr vermengt werden. Gut einspeicheln vor dem Schlucken, pro Tag um eine Schote steigern bis zum 10. Tag, anschließend pro Tag eine weniger.
Schwarzkümmeltee mit Schwarzkümmelöl: 1 Esslöffel fein gemahlenen Schwarzkümmel, 1 Teelöffel Kamille, 1 Teelöffel Süßholz vermischen und mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und mit Honig oder Zuckerrohr süßen. Dreimal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Homöopathie gegen Asthma

  • Ipecacuanha D4, D6, D12, D30 (Zentnerlast auf der Brust, akutes Giemen, Husten, Brechneigung)
  • Arsenicum album D6, D12 (Hustenanfälle nach Mitternacht, Luftnot im Liegen, Unruhe, Schwäche, Kälteempfinden)
  • Grindelia D3, D4 oder höher (Erstickungsgefühl, viel Auswurf, sehr zähe Sekrete)
  • Sulfur D6,D8, D12, D30 (Heiserkeit, Räuspern, das nicht bessert)

Ernährung anpassen gegen Asthma

  • Weniger Weizen und Milch zu sich zu nehmen bringt in vielen Fällen Besserung.
  • Konserven mit vielen Zusatzstoffen übersteigen oft die Verträglichkeitsgrenzen von Asthmatikern.
  • Bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie sollte der Betroffene immer einen Auslassversuch über 14 Tage starten.
  • Empfohlene Vitalstoffe und Nahrungsergänzungen sind: zwei- bis dreimal 200 bis 250 Milligramm Vitamin B6, zweimal 2000 Milligramm Vitamin C, 1000 Milligramm Calcium, 500 Milligramm Magnesium.
  • Einnahme von Schwarzkümmelölkapseln: dreimal zwei oder mehr täglich vor dem Essen oder dreimal täglich 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl vor dem Essen.

In der imedo-Gruppe „Asthma“ können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie weitere Tipps und Tricks speziell für Pollenalergiker.

Bildquellen: Sigrid Roßmann, pixelio.de; A.Dreher, pixelio.de

Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker

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Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: Dr. Dierk Heimann erklärt woher Allergien kommen und was man gegen Pollen tun kann.

Immer wieder werde ich gefragt, warum heute so viele Menschen unter Allergien leiden und sich die Zahl der Betroffenen ständig zu vergrößern scheint.
Alles erklärende Antworten haben Mediziner darauf leider (noch) nicht – doch zumindest deutliche Hinweise, was etwa jeden dritten Deutschen zum Allergiker werden lässt.

Allergieauslöser: „Langeweile“ des Immunsystems

Einer der Gründe scheint darin zu liegen, dass diejenigen Abwehrmechanismen unseres Immunsystems, die für (Pollen)Allergien verantwortlich sind, dank einer klinisch reinen Gesellschaft (besonders in der Kindheit) schlicht unter „Langeweile“ leiden. Das alte Sprichwort gilt selbst für unseren Organismus: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Und so sind es genau diejenigen Abwehrzellen und Antikörper, die die heute selten gewordenen Wurmerkrankungen einstmals eindämmen sollten, die sich vor allem auf die frühjährlichen Pollen stürzen. Ein gelangweiltes Immunsystem, das Trugbildern hinterherjagt.

Pollen, Abgase und Ruß – ein allergiegeladenes Trio

Doch die abnehmenden Abwehraufgaben sind nur die eine Seite der Medaille – die andere ist die Kombination von Abgasen, Ruß und eben Pollen. Dieses gemeinsame Auftreten lockt das Immunsystem ganz besonders aus der Reserve und ist ein weiterer Erklärungsbaustein, warum das lästige „Hatschi“ samt tränenden Augen zunimmt.

Pollen – raus aus dem Haus!

Gegen diese äußeren Gegebenheiten kann man leider erst mal wenig tun. Deshalb sollten Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker ihre Energie darauf verwenden, so viele Pollen wie möglich aus den eigenen vier Wänden zu verbannen. Denn auch die lästigen Plagegeister folgen so etwas wie einem „eigenen Biorhythmus“. Und der ist auf dem idyllischen, wiesenreichen Land anders als in der betonverbauten Stadt. Daher, vor allem in der pollenreichen Zeit:

  • in der Stadt – morgens lüften
  • Auf dem Land – nachmittags / abends die Fenster aufreißen

In der Zwischenzeit heißt es, diejenigen Räume ungelüftet zu lassen, in denen man sich gerne und besonders häufig aufhält.

Pollen als „blinde Passagiere“

Doch es gibt leider noch eine Reihe weiterer Eintrittspforten für Pollen, die man zumindest teilweise verstellen sollte. Wer vor allem nachts zu Beschwerden neigt, atmet die kleinen Plagegeister womöglich vom Kopfkissen hinein in Nase und Bronchien. Und wie kommen die dorthin, wenn doch das Fenster zu war? Als blinde Passagiere dank Wäschetrocknen an der Luft und auf den eigenen Haaren.
Daher:

  • Wäsche in der pollenreichen Zeit unbedingt drinnen trocken lassen
  • abends vor dem Zubettgehen gründlich die Haare waschen

Die Liste der viel zitierten Tipps gegen Pollen ist lang – doch was tun, wenn das alles nicht reicht? Wenn man keinen Urlaub am Meer oder im Hochgebirge während der persönlichen „Pollenwochen“ buchen kann? Spätestens jetzt ist der Arzt gefordert – und hier hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Zum Glück.

Augentropfen und Nasensprays helfen doch gegen Allergien!

Ist die Diagnose Heuschnupfen bekannt, die Lust auf Tabletten aber gering, können „lokale“ Lösungen mit Augentropfen und Nasensprays helfen, die Antihistaminika genannt werden. Sie blockieren die Allergiekaskade, die im Körper nach dem Kontakt mit den Pollen anläuft und wirken praktisch sofort. Hier heißt es jedoch, mit Arzt oder Apotheker die richtige Kombination zu finden. Die ärztliche Beratung und Untersuchung wird von den Kassen zwar bezahlt, die frei verkäuflichen Medikamente aber heißt es, selbst zu berappen.

Die Liste der therapeutischen Optionen hat sich heute dankenswerterweise stark ausgeweitet – von der gezielten Blockade des Immunsystems mit Hilfe von kortisonverwandten Stoffen in Sprays oder Tropfen bis hin zu einer Hyposensibilisierung, also dem Unempfindlichwerden gegenüber den Pollen (ohne Spritzen(!)) reicht die Palette. Letztlich muss mit dem Arzt entschieden werden, was passt.

Warum überhaupt Allergiebehandlung und nicht einfach die Zähne zusammen beißen?

Je besser ein Heuschnupfen und dessen Symptome behandelt werden, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Allergie ausbreitet und früher oder später beispielsweise die Bronchien ebenfalls betrifft (Etagenwechsel). In diesem Sinne: Haben Sie eine schöne Frühlingszeit!

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über verschiedene Allergien. Lesen Sie auch: Glutamat kann Unverträglichkiet bewirken und Neue Impfung gegen Heuschnupfen erfolgreich.

Allergien, Asthma und Neurodermitis betreffen immer mehr Kinder

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Kinder und Jugendliche leiden vermehrt unter Allergien. Vor allem Asthma und Neurodermitis sind seit mehreren Jahren auf dem Vormarsch. Um Allergien künftig besser zu erkennen, fordert der Vorsitzende der Kaufmännischen Krankenkasse, Ingo Kailuweit, eine deutlichere Kennzeichnung von Nährwerten in Lebensmitteln. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Säuglinge leiden unter Neurodermitis

Immer mehr junge Menschen leiden Untersuchungen zufolge an Allergien. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren sind im Vergleich zu anderen Altersgruppen am häufigsten von Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma betroffen, wie die Kaufmännische Krankenkasse, KKH, unter Berufung auf eigene Untersuchungen in Hannover mitteilte. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die an Asthma leiden, stieg demnach zwischen 2004 und 2007 um 30 Prozent an. In diesem Zeitraum wurde unter KKH-Versicherten bei fast jedem dritten Säugling die chronische Hautentzündung Neurodermitis diagnostiziert.

Schutz vor Allergien, Asthma und Neurodermitis: Bessere Nährwert-Kennzeichnung gefordert

Der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit sagte in Berlin, dass schwere Krankheitsformen nur vermieden werden könnten, wenn Allergien rechtzeitig erkannt und behandelt würden. Er forderte eine verständliche Nährwert-Kennzeichnung von Lebensmitteln. Damit könnten Verbraucher Allergieauslöser auf Produkten leichter erkennen. Derzeit sind rund 20.000 Allergene bekannt.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren sowohl über Asthma, als auch über Neurodermitis.

Bildquelle: S. Hofschlaeger, pixelio.de

Neuer Medikamenten-Inhalator: effizienter und billiger

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Wer auf eine regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen ist und sich diese eventuell sogar spritzen muss, wird in näherer Zukunft aufatmen können. In einer beispielhaften, fächerübergreifenden Zusammenarbeit haben Wissenschaftler in Israel einen Medikamenteninhalator erfunden, der auf der Turbinentechnik von Flugzeugen basiert. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Inhalator statt Spritze oder Pille

Gerade in der Medizin wird die Zusammenarbeit der verschiedensten Fachgebiete immer wichtiger. Doch dass einmal Spezialisten für Düsenflugzeuge gemeisam mit Medizinern eine Erfindung machen würden, hätte wohl niemand erwartet. In Israel ist es jedoch so geschehen. Dort wurde ein Medikamenteninhalator erfunden, der wesentlich günstiger in der Herstellung und effizienter in der Wirkstoffabgabe ist als bisherige Produkte auf dem Markt, beispielsweise Asthmasprays. Ian Solomon, Geschäftsführer der Firma Aespironics, erklärt hierzu, dass Inhalatoren viel mehr können, als nur gegen Asthma zu wirken, man könne so gut wie jedes Medikament in einen Inhalator füllen. „Auch wenn Pillen sehr verbreitet sind, sind sie nicht wirklich die effektivste Medikantenform“, sagt Solomon. „Sie müssen durch den Verdauungstrakt und durch den gesamten Körper gehen, üblicherweise um an einen völlig anderen Ort zu gelangen.“ Käme das Medikament jedoch aus einem Inhalator, ginge es an den Ort, an dem es gebraucht würde.

Technik aus der Luftfahrt im Inhalator

Um das eingefüllte Medikament aus dem Inhalator wieder abzugeben, bedient sich die Firma der Turbinentechnik aus der Luftfahrt. Eine winzige, durch die Einatmung aktivierte Turbine schürft die Wirkstoffpartikel im Inneren des Inhalators ab und bläst sie in die Einatemluft. Die Dosis ist somit abhängig vom Atemvolumen. Die Partikel werden mit der Luft direkt in die Lunge eingebracht, von wo aus sie direkt in die Blutbahn geraten und sehr schnell an dem Ort sind, an dem sie benötigt werden. Da sich der Inhalator mit nahezu jedem Medikament befüllen lässt, könnten zukünftig Schutzimpfungen oder Diabetesinjektionen eingeatmet werden. Impfkampagnen könnten aufgrund der günstigen Herstellungskosten wesentlich größer angelegt werden, auch die Angst vor Spritzen wäre Vergangenheit.

In etwa zwei Jahren rechnet Aespironics mit der Markteinführung.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über die Lungenerkrankung Asthma und verraten, inwiefern Inhalieren gegen Erkältung hilft.

Falsche Diagnosen bei Lebensmittelallergien

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor unsinnigen Testverfahren und nicht spezialisierten Ärzten: Allergien werden oftmals falsch oder gar nicht erkannt. Viele Menschen gehen fälschlicherweise von einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit aus, leiden aber eigentlich an anderen Dingen. Jeder dritte Erwachsene leidet nach Einschätzung von Experten an einer Allergie, nur jede zehnte werde aber richtig erkannt.

Nahrungsmittel-Allergien werden nach Einschätzung von Experten sehr häufig falsch diagnostiziert. „Es gibt eine Reihe unsinniger Testverfahren durch nicht spezialisierte Ärzte, die Patienten viel Leid und Geld kosten“, kritisierte der Präsident des seit Mittwoch in Erfurt tagenden Deutschen Allergie-Kongresses, Thomas Fuchs. Viele Menschen glaubten, allergisch auf bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe zu reagieren. Tatsächlich würden aber nur etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen und vier Prozent der Kinder an einer echten Nahrungsmittel-Unverträglichkeit leiden.

Erdnuss-Allergie besonders gefährlich

Die Suche nach den Auslösern sei schwierig und erfordere oft richtige Detektivarbeit. Bioresonanz-Tests oder Magnetismus seien dafür jedoch ungeeignet, sagte Fuchs. Er warnte vor einseitigen Diäten aufgrund von Verfahren, die für die Diagnose von Nahrungsmittel-Allergien ungeeignet seien. Zugleich dürfe die Gefahr dieser Allergien nicht unterschätzt werden. Würden die Betroffenen nicht die Allergieauslöser meiden, könne dies tödlich enden, warnte Fuchs.

Am gefährlichsten sei die Erdnuss-Allergie, sagte der Erste Vorsitzende der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, Albrecht Bufe. „Erdnuss-Allergene sind sehr aggressiv und können schnell zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen.“ Sie werden laut Bufe sowohl über die Mundschleimhäute als auch über die Atemwege aufgenommen. Besonders bei Kindern seien Erdnuss-Allergien auf dem Vormarsch. Generell würden Allergien meistens im Kindheitsalter beginnen.

Asthma und Heuschnupfen weit verbreitet

Laut Bufe leiden bis zu sieben Prozent der 5- bis 15-Jährigen in Deutschland an Neurodermitis, bis zu zwölf Prozent an Asthma und bis zu 15 Prozent hätten Heuschnupfen. Für deren fachärztliche Versorgung stünden jedoch gerade einmal 460 Kinder-und Jugendärzte mit allergologischer Weiterbildung bereit.

Bei Allergien richtet sich das Immunsystem versehentlich gegen harmlose Substanzen wie Pollen oder Staub, die es als gefährlich einschätzt. Nach Meinung von Experten leidet inzwischen bereits jeder dritte Erwachsene an einer Allergie. Am häufigsten sind dabei die Atemwegs-Allergien. Nach Schätzungen der Fachärzte wird nur etwa jeder zehnte Allergiker korrekt therapiert. In Erfurt tauschen die rund 1000 Teilnehmer des Kongresses noch bis zum Samstag neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus. Die Tagung wird zum dritten Mal gemeinsam von den drei allergologischen Fachgesellschaften organisiert.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien und geben Tipps, wie der Restaurantbesuch trotz Lebensmittelallergie Spaß machen kann.

Bildquelle: S.Hainz, pixelio.de

Asthma: Landluft schützt Ungeborenes

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Bereits vor sieben Jahren wurde in Bayern eine Studie vorgestellt, wonach Landluft Allergien vorbeugen soll. Kinder von Bauernhöfen leider 15-mal seltener an Heuschnupfen und Asthma. In den vergangenen Jahren wurde an diesem Punkt weitergeforscht. Sogar noch ungeborene Kinder sollen von der Landluft bereits profitieren. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Das Landleben schützt offensichtlich bereits ungeborene Kinder vor Asthma. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemweg- und Hauterkrankungen. Dies berichten Wissenschaftler aus Neuseeland und Deutschland im „European Respiratory Journal“. Für einen optimalen Schutz vor diesen Beschwerden sei aber ein anhaltender Kontakt zu Nutztieren oder Getreide nötig.

Bauernhof-Effekt bereits bekannt: Asthma und Allergien sind selten

Aus früheren Untersuchungen war bereits bekannt, dass Kinder, die sich häufig auf dem Land aufhalten, seltener unter allergischen Erkrankungen leiden. Vor allem der Verzehr frischer Kuhmilch und der Aufenthalt in Kuhställen wurde für den beobachteten Schutz verantwortlich gemacht. Das Phänomen wurde als Bauernhof-Effekt bekannt. Jeroen Douwes von der Massey University in Wellington in Neuseeland und seine Mitarbeiter bestätigten mit ihrer Untersuchung nun zunächst, dass Kinder von Bauern tatsächlich seltener an Asthma und ähnlichen Allergien erkranken als Stadtkinder.

Wirkung hinsichtlich Asthma und Allergien wird bereits während der Schwangerschaft übertragen

Darüber hinaus ergab ihre Befragung von insgesamt 2509 Bauernfamilien und 1001 Stadtfamilien, dass die schützende Wirkung bereits während der Schwangerschaft auf die ungeborenen Kinder übertragen wird. Wie das geschieht, ist bisher unklar. Die Kinder litten jedenfalls deutlich seltener an Asthma, Heuschnupfen und so genannten atopischen Ekzemen. Am stärksten reduzierte sich das Erkrankungsrisiko für die Kinder, die sowohl im Mutterleib, als auch gegenwärtig eng mit dem Landleben in Berührung kamen.

Allergien, Asthma und Neurodermitis betreffen immer mehr Kinder. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie ebenfalls mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Über die Lungenerkrankung Asthma informieren die imedo-Gesundheitsnews ebenfalls.

Bildquelle: Ich, pixelio.de

Dreck wirkt auf das Immunsystem

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Ein bisschen Dreck schadet nicht!“ sagt der Volksmund, wenn kleine Kinder versuchen, schmutzige Dinge in den Mund zu stecken. Experten haben sich weltweit mit dem Thema beschäftigt und Neues herausgefunden. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die Auswirkungen von Dreck auf das Immunsystem.

Salmonellen durch heruntergefallene Lebensmittel

Während eine amerikanische Studentin in einer Studie der University of Clemson in South Carolina (US) belegte, dass heruntergefallene Lebensmittel, wie beispielsweise Kekse oder Wurstscheiben erst nach fünf Sekunden gesundheitsbedenklich mit Keimen und Bakterien übersät sind, sagen Experten vom Max-Pettenkofer-Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität München, dass Nahrungsgüter generell nicht mehr aufgehoben und verzehrt werden sollen, weil ein kleines aber doch unangenehmes Risiko besteht – das der Salmonellenübertragung.

Dreck gegen Allergien: Fäkalkeime stärken das Immunsystem

Eine ganz neue Studie „in Sachen Dreck“ belegt hingegen, dass Bauernkinder nur etwa halb so oft allergische Reaktionen erfahren, wie Stadtkinder. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies im Kontakt mit den Fäkalkeimen begründet ist, die auf den Bauernhöfen verstärkt vorkommen. Derzeit sieht es so aus, als seien sogenannte Lipopolysaccaride dafür verantwortlich. Das sind Zuckerverbindungen, die einen Baustein der Membranen der Fäkalbakterien darstellen. Sie stabilisieren das menschliche Immunsystem und und scheinen eine überschießende Abwehr gegen Pollen und Tierhaare zu verhindern. Aus den gesicherten Ergebnissen dieser Studien basteln die Ärzte und Wissenschaftler der Charite in Berlin nun an einem Bakteriencocktail, der Neugeborene lebenslang vor Allergien, Asthma und Neurodermitis schützen soll.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Fäkalkeime im Eis und haben Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern mit der Gruppe „Allergien“ den Austausch.

Weitere Informationen zur Allergie liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Jerzy Sawluk, pixelio.de

Gesteigerte Lebensqualität für Lungenkranke

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Eine neuartige Technologie erlaubt Kontrolluntersuchungen aus der Ferne. Zum  Weltasthmatag, am 29.05.2008, startete der weltweit erste Praxisversuch. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

asthmaAsthmapatienten und Patienten anderer Lungenerkrankungen können aufatmen. Verbrachten Sie bisher aufgrund ihrer chronischen Erkrankung viele Stunden in Wartezimmern, so können diese Kontrolltermine bald aus der Ferne stattfinden. Eine neue Technologie macht es möglich, dass die Daten über den Gesundheitszustand des Patienten per mobiler Datenübertragung direkt auf den Computerbildschirm des behandelnden Arztes gelangen.

Das Handy als Hilfsmittel für Lungenkranke

Der erste Praxistest dieser mobilen Kontrolle wird durchgeführt vom Asthmazentrum Berchtesgaden. Die Patienten – asthmakranke Kinder – werden alle mit einem Peak-Flow-Meter ausgestattet. Mit diesem Gerät kann mehrmals am Tag die Lungenfunktion gemessen werden. Die gesammelten Daten werden unmittelbar auf ein Mobiltelefon übertragen, das alle Informationen in einer Datenbank abspeichert. Diese Datenbank kann jederzeit vom behandelnden Arzt abgerufen werden. Auch eine Rückmeldung an den Patienten kann der Arzt vornehmen. Daraufhin erhalten die Patienten Informationen zu ihrem Gesundheitszustand und zur Medikation direkt auf ihr Handy.

Gesteigerte Lebensqualität von Asthmapatienten

Die Lebensqualität von Asthmapatienten kann auf diese Weise erheblich gesteigert werden. Ständige Kontrolltermine beim Arzt entfallen, und auch einem Urlaub kann mit weniger Sorge entgegen geblickt werden. Aber auch Betroffene anderer chronischer Erkrankungen können von der neuen Technologie profitieren. Sie lässt sich noch auf viele weitere Bereiche ausweiten. Desweiteren wird derzeit ein T-Shirt entwickelt, das kontinuierlich Gesundheitsdaten wie die Herzfrequenz, Körpertemperatur oder den Sauerstoffgehalt des Blutes aufzeichnen sowie elektronisch speichern und weiterleiten kann. Diese Tests werden gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Über Arten, Symptome und Behandlung von Asthma informieren die imedo-Gesundheitsnews.

Allergien, Asthma und Nerodermits betreffen immer mehr Kinder. Durch die imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Den Erfahrungsaustausch Betroffener ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit Hilfe der Gruppe zum Thema Asthma.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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