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Landkarte der Geldflüsse: imedo sorgt für Transparenz im deutschen Gesundheitswesen

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Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erklärt die Kosten und Strukturen des deutschen Gesundheitswesens. Erstmalig wird das System des Gesundheitswesens anschaulich auf einem Plakat dargestellt und erklärt die Zusammenhänge und Abhängigkeiten.

„Intransparenz, gegenseitiges Misstrauen, Geldgier und soziale Verantwortungslosigkeit, der tägliche gruppenegoistische Kampf um das knappe Geld lähmen die Produktivität des Gesundheitssystems und das organisatorische Wachstum der Gesundheitswirtschaft. Jeder im Gesundheitswesen misstraut jedem, alle fühlen sich benachteiligt und verkannt, keiner blickt wirklich durch und alle sind immer unzufrieden und kranke Menschen wissen nicht mehr, auf  wen sie sich noch verlassen können“, erklärt Ellis Huber bei der Präsentation des Gesundheitskostenplakats.

Das Gesundheitsportal imedo zeigt mit dem Gesundheitskostenplakat die Verteilung der Ein- und Ausgaben im Gesundheitswesen und sorgt damit für nötige Transparenz. Die Gesamtkosten des Gesundheitswesens belaufen sich auf rund 245 Mrd. Euro – das entspricht 86,5 Prozent des Bundeshaushaltes und ist 2,3 mal mehr als die in Fort Nox eingelagerten Goldreserven wert sind.

Das Gesundheitskostenplakat deckt auf: knapp 79 Prozent der Menschen sind krankenversichert

Der einzelne Bundesbürger gibt rund vier Prozent seines Einkommens für die eigene Gesundheitspflege aus. Bei einem Durchschnittseinkommen von 2500 Euro brutto monatlich entspricht das 100 Euro. Die Deutschen liegen damit über dem europäischen Durchschnitt von 3,4 Prozent.

Rund 78,7 Mio. Menschen sind in Deutschland krankenversichert, rund 89 Prozent bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Etwa 8,5 Mio. Bundesbürger haben sich privat versichert. Gemessen an den Ausgaben bedeutet das, dass ein gesetzlich Versicherter rund 1991 Euro pro Jahr kostet, ein privat Versicherter im Schnitt 2650 Euro.

Gesundheitskosten

Für Präventionsmaßnahmen beanspruchen mit 9,3 Mrd. Euro etwa 3,8 Prozent des Gesamthaushaltes des Gesundheitswesens. Innerhalb der Vorsorge nimmt die Gesundheitsförderung mit rund 53 Prozent den größten Stellenwert ein. Aufklärung zu Zahnprophylaxe, Schutzimpfungen, Essstörungen und HIV stehen im Vordergrund.

Wer annimmt, dass Arzneimittel im Gesundheitswesen besonders schwer ins Gewicht fallen, der irrt. Die meisten Kosten werden durch ärztliche, pflegerische und therapeutische Leistungen verursacht. Arzneimittel stehen mit 39,6 Mrd. Euro an dritter Stelle der Gesamtausgaben.

Insgesamt steigen die Gesundheitsausgaben je Einwohner kontinuierlich an, die Qualität dagegen nimmt ab. Das belegen Statistiken, die zeigen, dass Ärzte immer älter werden und der Nachwuchs fehlt. Die Zahl der Absolventen eines humanmedizinischen Studium nimmt stetig ab.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern umfassende Informationen über das Gesundheitskostenplakat. Lesen Sie auch: Gesundheitsportal imedo und Deutsche Angestellten Krankenkasse informieren über Kosten im Gesundheitswesen und Leib und Seele sind kostspielig: Deutsche zahlen drauf.

Frauen belasten das Gesundheitswesen stärker

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Frauen sind teurer als Männer. Das ist nicht nur im alltäglichen Leben so, sondern auch, wenn es um die Kosten im Gesundheitswesen geht. Die Zahlen der durch das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de durchgeführten Studie zu den Gesundheitskosten in Deutschland zeigen, dass Frauen in fast allen Altersgruppen mehr Ausgaben verursachen.

„In der Kindheit und Jugend sind die Mädchen den Jungen in der gesundheitlichen Entwicklung voraus. Sie sind weniger auf therapeutische Unterstützung und Hilfe angewiesen“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Präventologen Ellis Huber aus Anlass der Präsentation des imedo-Gesundheitskostenplakats in Berlin. „Im weiteren Lebensverlauf suchen Frauen eher Hilfe. Männer folgen ihrem Männlichkeitsideal ‘Ein Indianer kennt keinen Schmerz’ und verzichten lieber auf Arztbesuche“, erläutert Huber weiter. Der starke Anstieg im letzten Lebensabschnitt sei durch die längere Lebenserwartung der Frauen zu begründen.

Die Schwangerschaft ist kostspielig

Vom ersten Ultraschallbild bis zum Abschluss der Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) kostet eine Schwangerschaft und die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes zwischen 12.700 Euro und 27.500 Euro. Darin enthalten sind Blut- und Urinkontrollen, Blutdruckmessungen, Ultraschalluntersuchungen. Außerdem wird regelmäßig der Zustand des Kindes im Mutterleib kontrolliert: Herztöne, Lage und Größe. Auch Geburtsvorbereitungskurse zählen zum Topf des Gesamtbetrags.

Versorgung der Gesundheit von Kinder

Nach der Geburt läuft der Versorgungsapparat für das Kind an. Insgesamt neun U-Untersuchungen stehen auf dem Kalender des Kindes. Bis zum sechsten Lebensjahr werden Organe, Sehfähigkeit, Gewicht, Sozialverhalten, Sprachentwicklung und Motorik untersucht. Das Kind bekommt zudem alle notwendigen Schutzimpfungen.

Frauen kommen regelmäßig mit Ärzten in Kontakt

Ist das Kind ein Mädchen, so wird sie mit rund 15 Jahren das erste Mal einen Gynäkologen aufsuchen, ab dem 20. Lebensjahr beginnen die Vorsorgeuntersuchungen. Abstriche werden genommen, der Blutdruck gemessen und die Brüste werden abgetastet. Da Mädchen bzw. Frauen schon sehr früh regelmäßig mit Ärzten in Kontakt kommen, fällt es ihnen auch im späteren Leben nicht schwer an Krebsvorsorge-Maßnahmen teilzunehmen.

Als Grundlage dienen der imedo-Studie und dem daraus resultierenden Gesundheitskostenplakat unter anderem die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamtes, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Bundesministeriums für Gesundheit und einer Vielzahl weiterer renommierter Institutionen.

Informationen über das Gesundheitskostenplakat liefern die imedo-Gesundheitsnews. Lesen Sie beispielsweise: Landkarte der Geldflüsse und Leib und Seele sind kostspielig.

Verhaltensregeln im Wartezimmer: Diskretion wahren

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Ein Wartezimmer beim Arzt ist ein Ort der Gemeinschaft aber auch der Diskretion. Mit anderen Patienten in einem Raum zu sitzen, heißt auch immer, dass man sich zurückhalten muss. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de und „Der neue große Knigge“ erklären, wie man sich in einer solchen Umgebung zu verhalten hat.

Den Aufenthalt im Wartezimmer eines Arztes empfinden viele Patienten als unangenehm. Oft sitzen Patienten dabei für einen ungewissen Zeitraum mit mehreren Kranken auf engstem Raum zusammen. „In dieser Situation ist es wichtig, dass man aufeinander Rücksicht nimmt“, sagt Silke Schneider-Flaig, Autorin des Buches „Der neue große Knigge“. Unbedingt respektieren sollte man zum Beispiel, dass sich nicht alle Patienten unterhalten wollen.

Tipps für das Gespräch im Wartezimmer

„Wenn zwei Wartende miteinander reden, sollten sie möglichst mit gedämpfter Stimme sprechen“, sagt Schneider-Flaig. Dafür sei es meist gut, wenn die beiden sich nebeneinander setzten. Da die anderen Patienten meist trotzdem die Konversation mithören müssten, gelte es, sich inhaltlich zurückzuhalten. Gerade wenn man über Krankheiten spreche, was in Wartezimmern häufiger vorkommt, sollte man nicht allzu sehr ins Detail gehen und auf unappetitliche Themen verzichten.

Im Wartezimmer ist Fingerspitzengefühl notwendig

Obwohl im Wartezimmer schnell eine Art Gemeinschaftsgefühl entstehe, dürfe man sich nicht einfach an den Gesprächen anderer Patienten beteiligen. Die eigene Bemerkung zu einer fremden Unterhaltung sollte man daher stets mit einer Entschuldigung dafür einleiten, dass man sich ungefragt einmischt. „Manche Menschen sind dankbar, wenn sie etwa über ihre Krankheit von einem anderen Patienten Informationen aus erster Hand bekommen und gehen darauf ein“, sagt die Buchautorin. Wenn man nicht an der Unterhaltung beteiligt werde, sollte man dies aber unbedingt akzeptieren.

Mit Fingerspitzengefühl sollte man auch Vorgehen, wenn man zum Zeitvertreib mit anderen Patienten ins Gespräch kommen möchte. „Manche Menschen beginnen mit einer ganz speziellen Frage wie „Werden bei ihnen auch die Laborwerte kontrolliert?““, berichtet Schneider-Flaig. Dies könne dem anderen aber unangenehm sein und wirke zudem sehr neugierig. Insofern sollten Wartende lieber mit Small Talk-Themen wie dem Wetter beginnen und schauen, ob der andere Lust auf eine Unterhaltung habe.

Auch beim Saunabesuch sollten einige Regeln beachtet werden. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Gesundheit per Mausklick: Bedeutung des Internets wächst

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Zu den Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker - oder das Internet. Immer mehr Menschen informieren sich in Sachen Gesundheit über das Internet. Eine über drei Jahre angelegte Studie der Universität Erlangen-Nürnberg hat das Verhalten der Internetnutzer europaweit untersucht. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über den virtuellen Arztbesuch.

Die europaweite Studie „e-Health Trend 2005-2007“ der Universität Erlangen-Nürnberg zeigt, dass die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen immer seltener der Arzt ist. Zwischen 2005 und 2007 ist die Internetnutzung der Deutschen in Bezug auf Gesundheitsfragen von 44 auf 57 Prozent angestiegen. Fast jeder dritte Deutsche nutzte das Internet mindestens einmal im Monat, um Informationen zu suchen. Knapp 40 Prozent der Deutschen sehen das Internet als wichtigste Informationsquelle für ihre Gesundheitsversorgung.

Europaweit betrachtet liegt Deutschland dabei an dritter Stelle. Der Trend zur Gesundheit aus dem Netz ist in allen sieben Ländern, die an der Studie beteiligt waren, zu beobachten. Auch in Norwegen, Dänemark, Polen, Litauen, Portugal und Griechenland hat die Nutzung des Internets an Bedeutung gewonnen. 2005 gaben noch 42 der Befragten an, bei Gesundheitsthemen das Internet zu Rate zu ziehen, 2007 waren es bereits 52 Prozent.

Vorreiter Dänemark: über 70 Prozent recherchieren Gesundheitsthemen im Internet

Die stärkste Internetnutzung geht von den Dänen aus. 72 Prozent recherchieren zu Gesundheitsthemen im Internet. Seltener informieren sich die Südeuropäer über das Internet. In Portugal sind es 38 Prozent, in Griechenland 32 Prozent.

In Deutschland leben die Internetmuffel in Bayern. Obwohl die Zahl der generellen Nutzer in dem Bundesland am größten ist, informieren sich nur 24 Prozent der Bayern in Sachen Gesundheit über das World Wide Web. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 32 Prozent.

Interaktivität im Internet nimmt zu

Während die Nutzung der traditionellen Informationsmedien für gesundheitliche Themen unverändert geblieben oder gar zurückgegangen ist, hat das Internet in den vergangenen zwei Jahren einen Aufschwung erlebt. Europaweit hat die Nutzung um sieben Prozent zugenommen und lag bei knapp 50 Prozent.

Ein weiterer Trend zeichnet sich ebenfalls ab. Immer mehr Menschen nutzen nicht nur die Informationsdienste des Netzes, sondern beteiligen sich interaktiv. In Deutschland hat der Arzneimittel-Kauf im Internet von sechs auf 18 Prozent deutlich zugenommen. „Die Ärzteschaft muss sich darauf einstellen, dass die Zahl der informierten und mündigen Bürger, die sich zu ihren Gesundheitsproblemen im Internet informieren bevor sie einen Arztbesuch wahrnehmen, immer größer wird“, sagt Hans-Ulrich Prokosch vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Der Online-Kauf von Medikamenten und die E-Mail-Kommuikation mit Ärzten würden künftig noch an Bedeutung gewinnen.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Gesundheit im Internet. Lesen Sie auch: Barrierefreiheit im Internet - imedo macht es vor und Die Arztsuche von imedo setzt auf Empfehlungen, nicht auf Bewertungen.

Bildquelle: asrawolf, pixelio.de

EU-Kommission: Jede zehnte Behandlung fehlerhaft

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Kurz vor dem Start des Gesundheitsfonds im Januar hat eine Umfrage sich mit der momentanen Zufriedenheit der Bundesbürger bezüglich des Gesundheitswesens beschäftigt. Das Ergebnis ist alles andere als zufriedenstellend. Zudem wurde gerade bekannt, dass etwa jede zehnte medizinische Behandlung in Europa qualitativ schlecht ist. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Nach Angaben der Brüsseler EU-Kommission ist jede zehnte medizinische Behandlung in der Europäischen Union, EU, fehlerhaft. „In rund zehn Prozent der Fälle entsteht in der EU bei medizinischen Behandlungen Schaden. Medizinische Fehler sind eine echte Herausforderung für die europäischen Gesundheitssysteme“, sagte die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou der Tageszeitung „Die Welt“. Sie forderte die Mitgliedstaaten auf, die Sicherheit und die Rechte der Patienten zu verbessern: „Wir erwarten, dass die Mitgliedstaaten eine Reihe von Empfehlungen umsetzen, um die Sicherheit von Patienten zu verbessern. Dazu gehört auch, dass im Falle von medizinischen Behandlungsfehlern Klagen erleichtert werden und eine Entschädigung sichergestellt wird“, sagte Vassiliou. Sie will am Mittwoch konkrete Pläne vorlegen. Laut Kommission treten pro Jahr, allein in Krankenhäusern bei medizinischen Behandlungen in 15 Millionen Fällen, Fehler auf.

Verbesseung des Gesundheitswesens: Patientenrechtgesetz gefordert

Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, VZBV, Gerd Billen, forderte von der Bundesregierung ein „Patientenrechtegesetz“, das Rechte und Pflichten zwischen Arzt und Patient klar regelt. „Für die Opfer ist es wichtig, dass entstandene Schäden möglichst unkompliziert geregelt werden. Leider ist dies derzeit selten der Fall, weil die Beweislast meist beim geschädigten Patienten liegt. Dies muss geändert werden“, sagte Deutschlands oberster Verbraucherschützer.
Rund 10.000 Fälle landen in Deutschland jährlich vor Gericht oder bei den medizinischen Diensten der Krankenversicherer, weil Patienten sich falsch behandelt fühlen. Insgesamt werden rund 40.000 Fälle pro Jahr bekannt, in denen sich Patienten falsch behandelt fühlen - die Dunkelziffer liegt nach Angaben von Experten aber deutlich höher. Am häufigsten werden laut Bundesärztekammer Chirurgen Fehler vorgeworfen. Es folgen Orthopäden, Internisten und Gynäkologen.

60 Prozent der deutschen Patienten und 57 Prozent der Ärzte mit Gesundheitswesen unzufrieden

Die Mehrheit der Bevölkerung ist unzufrieden mit der Gesundheitsversorgung in Deutschland. 60 Prozent der Bürger finden, dass sich die Qualität im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren verschlechtert hat. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag des Finanzberaters MLP, über die die „Welt am Sonntag“ berichtete. Gesunken ist laut Umfrage auch das Vertrauen der Deutschen in den eigenen Krankenversicherungsschutz. 29 Prozent der Befragten fühlen sich nicht ausreichend abgesichert. Vor drei Jahren sagten dies nur 25 Prozent.

Für die Studie befragte das Institut für Demoskopie Allensbach 1800 Bürger. Auch 517 Ärzte wurden nach ihrer Einschätzung des Gesundheitswesens gefragt. Die Mediziner äußerten sich ähnlich skeptisch wie die Bevölkerung. 57 Prozent von ihnen meinen, die Qualität der Gesundheitsversorgung habe sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren verschlechtert. Zwei Drittel der befragten Ärzte rechnen künftig mit einem Medizinermangel in ihrer Region. 76 Prozent der Ärzte sagen außerdem einen Mangel an Pflegekräften voraus.

Umfrage über Gesundheitsfonds

imedo hat in seiner Umfrage in der vergangenen Woche einen ähnlichen Trend feststellen können. Auf die Frage „Glauben Sie, dass mit dem Gesundheitsfonds das Gesundheitssystem wirklich verbessert wird?“ antworteten 66 Prozent mit „Nein“, 21 Prozent wollen abwarten, was passieren wird. Nur 14 Prozent der Teilnehmer sind sich sicher, dass der Gesundheitsfonds etwas Gutes bringen wird.

Die Qualität einer Behandlung scheint vom Geschlecht des Mediziners abhängig zu sein. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews: Gehen Sie zu einem Arzt oder einer Ärztin?

Bildquelle: Claudia Hautumm, pixelio.de

Burn-Out-Syndrom: Bis zu 200 Ärzte nehmen sich jährlich das Leben

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Immer mehr Ärzte werden selbst psychisch krank. Die Berufsgruppe der Ärzte ist diejenige, die am häufigsten am Burn-Out-Syndrom leidet. Einge werden alkohol- oder tablettenabhängig, Medienberichten zufolge nehmen sich jedes Jahr zwischen 100 und 200 Ärzte das Leben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Etwa 25 Prozent aller niedergelassenen Ärzte und 20 Prozent aller Ärzte in Krankenhäusern leiden an Burn-Out in unterschiedlichen Ausprägungen. „Der enorme Kostendruck und infolgedessen eine unmenschliche Arbeitsverdichtung machen immer mehr Ärzte krank“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe anlässlich des Deutsches Kongresses für Orthopädie und Unfallchirugie in Berlin.

Viele Selbstmorde unter Ärzten

10 bis 15 Prozent aller Ärzte werden im Laufe ihres Lebens tabletten- oder alkoholahhängig. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge, bringen sich jährlich 100 bis 200 Ärzte um. Ärztinnen nehmen sich fünfmal so häufig das Leben, wie Angehörige anderer Berufsgruppe, ihre männlichen Kollegen dreimal so häufig. Die Mehrzahl von 900 befragten Ärzten klagt über Überstunden und Nachtdienste.

Abwehrreaktion bei betroffenen Ärzten

Neben den Wirtschaftsmanagern stellen Ärzte die Berufsgruppe, die am häufigsten vom Burn-Out-Syndrom betroffen ist. Vielen Ärzten ist gar nicht klar, dass sie ein Burn-Out haben. Gerade im Anfangsstadium ist die Krankheit schwer zu diagnostizieren.

Facharzt Thomas Berger hat eigens für diese Thematik eine Internetseite gegründet. Er war vor zwei Jahren der erste, der über das Burn-Out-Syndrom bei Ärzten ein Buch veröffentlicht hat. Seinen Ansichten zufolge, führe der Begriff Burn-Out bei vielen Ärzten sofort zu einer Abwehrreaktion. Die Mediziner wollen sich vor der Diagnose schützen. Obwohl die Abwehr zwar verständlich ist, schadet sie den Betroffenen auf Dauer. Wie bei jeder anderen Krankheit auch sind die Heilungschancen bei Burn-Out größer, je früher der Patient es erkennt und behandeln lässt.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten ein Experteninterview mit dem Burnout- und Aminosäuren-Experten Prof. Dr. Jürgen Spona aus Wien.

Mit Hilfe der Gruppe zum Thema Burnout, bietet die imedo-Gesundheitscommunity Betroffenen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Bildquelle: Krümel, pixelio.de

Ärzte über Versorgungsqualität: kranke Zeiten in Sicht

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Erschreckende Aussichten für den Gesundheitsstandort Deutschland. Eine Umfrage unter 800 Ärzten zur Einschätzung des deutschen Gesundheitssystems hat ergeben, dass sich die Versorgungsqualität in den kommenden Jahren verschlechtern wird und dass medizinische Fortschritte nicht immer beim Patienten ankommen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Eine Studie im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller, kurz VFA, und des NAV-Virchow-Bundes hat ergeben, dass fast drei Viertel der niedergelassenen Ärzte in Deutschland die Therapiefreiheit als nicht mehr gewährleistet sehen. Der Kostendruck aufgrund der Budgetierung von Leistungen, Ausgabenbeschränkungen und der negative Einfluss von Regressandrohungen sind einige der Gründe, die den Medizinern Anlass für diese negative Einschätzung geben.

Ärzte: Schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität

Doch das sind noch nicht alle negativen Prognosen der 802 befragten Allgemein- und Fachärzte. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass die momentan im Allgemeinen als gut eingeschätzte Versorgungsqualität in zehn Jahren nicht mehr gewährleistet sein wird. Ein Drittel der Ärzte sagt sogar eine schlechte bis sehr schlechte Versorgungsqualität voraus.

„Wir müssen handeln“, fordert Klaus Bittmann, Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes. Er ist selbst Gynäkologe und kann viele Aussagen der Studie bestätigen. Patientenbefragungen gingen seinen Aussagen zufolge in eine ähnliche Richtung. Darin bestehe eine Gefährdung des Arzt-Patienten-Verhältnisses, „das höchste Gut, dass wir haben“, ergänzt Bittmann.

Medizinische Fortschritte haben keine Auswirkungen auf Versorgung von Patienten

Ein weiteres Defizit ist, dass innovative medizinische Fortschritte nicht beim Patienten ankommen. Am schlimmsten betroffen seien Demenzkranke und Menschen mit Depression. Am besten geht es in dieser Hinsicht Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und HIV - Allesamt Krankheiten mit einer hohen Aufmerksamkeitsquote, bedingt durch eine hohe Medienpräsenz.

Für viele Ärzte hat der Beruf an Attraktivität verloren. Die Mediziner bemängeln den hohen Verwaltungsaufwand, lange Arbeitszeiten und ihr Einkommen. Diese Gründe bewegen knapp 70 Prozent der Befragten, eine Auswanderung ins Ausland in Erwägung zu ziehen. Das sei auch ein nicht unerheblicher finanzieller Verlust für die Gesellschaft. Ein Medizinstudium kostet 250.000 Euro, diese Kosten trägt größtenteils der Steuerzahler. Jährlich wandern nach Aussagen Bittmanns rund 2500 Ärzte ins Ausland ab. Dem gegenüber stehen nur 800 Ärzte, die vom Ausland zuwandern.

Ärzte fordern Abbau von Bürokratie

Fast alle befragten Mediziner wünschen sich mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen über die Verordnungsfähigkeit innovativer Arzneimittel. Zudem fordert Bittmann, dass Ärzte von Bürokratie ferngehalten werden. Erst wenn das gegeben sei und die Therapiefreiheit nicht weiter eingeschränkt wird, gewinnt der Beruf auch wieder an Attraktivität. Ein Drittel der Ärzte würde der Umfrage zufolge ihren Beruf heute nicht mehr wählen.

Sie vermissen Transparenz im deutschen Gesundheitswesen? Die imedo-Gesundheitsnews können Abhilfe schaffen.

Bildquelle: Rolf van Melis, pixelio.de

Bei teuren Medikamenten müssen Ärzte künftig Zweitmeinung einholen

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In Zukunft sollen Ärzte bei der Verordnung teurer Medikamente an Kassenpatienten eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt einholen müssen. Wirksam soll dieser Beschluss jedoch erst werden, wenn genügend Ärzte die Zusatzqualifikation dafür erworben haben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Der gemeinsame Bundesausschuss der Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenhäuser beschloss am Donnerstag, dass Ärzte zukünftig vor der Verschreibung besonders teurer Medikamente die Meinung eines zweiten Arztes einholen müssen. Zunächst geht es nur um vier Wirkstoffe, die in diese Kategorie fallen. Mediziner setzen sie zur Behandlung von Lungengefäßhochdruck, auch pulmonell arterielle Hypertonie genannt, ein. Die Behandlung dieser seltenen Krankheit kostet im Jahr bis zu 110.000 Euro. In Deutschland sind etwa 3000 Menschen von ihr betroffen. Damit es bei diesen Patienten nicht zu Versorgungsengpässen kommt, soll die Regelung erst in Kraft treten, wenn genügend Mediziner die dafür nötige Zusatzqualifikation erworben haben.

Bundesgesundheitsministerium hat der Regelung zu bestimmten Medikamenten noch nicht zugestimmt

Der Beschluss besagt, dass vor einem Behandlungsbeginn zwischen dem behandelnden Arzt und einem Arzt für besondere Arzneimitteltherapie eine Abstimmung stattfinden muss. Dafür sind höchstens zehn Werktage vorgesehen. In begründeten Ausnahmefällen kann der behandelnde Arzt von der Meinung seines Kollegen abweichen.

Die Voraussetzungen für die Durchführbarkeit des Verfahrens sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen sicherstellen. Auch das Bundesgesundheitsministerium muss dem Beschluss noch zustimmen.

Asthma ist eine häufigere Lungenerkrankung als Lungengefäßhochdruck. Über Arten, Symptome und Behandlung informieren Sie die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Andreas Morlok, pixelio.de

Patienten zufrieden mit Ärzten

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Langes Warten auf Termine, wenig Beratungszeit und das neue Hausarztmodell. Ärzte, so könnte man meinen, verlieren zunehmend ihren guten Ruf. Wie eine aktuelle Studie zeigt, ist dem aber nicht so. Fast alle Patienten sind zufrieden mit ihren Ärzten. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Die allermeisten Patienten sind mit ihrem Doktor zufrieden: 92 Prozent der Versicherten haben einer Umfrage zufolge ein sehr gutes oder gutes Verhältnis zu ihrem Arzt. Das berichtete der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, kurz KBV, Andreas Köhler. Für die KBV befragte die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 6000 Personen.

Wartezeiten sind kein Problem für Patienten

Mit Wartezeiten hatten 90 Prozent von ihnen überhaupt kein Problem. Trotzdem sind laut KBV Unterschiede bei der Terminvergabe festzustellen. Bekämen 30 Prozent aller gesetzlich Versicherten sofort einen Termin, seien es bei den privat Versicherten 39 Prozent. Fast doppelt so viele gesetzlich wie privat Versicherte warteten über drei Wochen auf einen Termin. „“”Diese Zeiten sind zu lang”, erklärte Köhler.

Das Hausarztmodell

Von den neuen Hausarztmodellen haben 62 Prozent der Befragten schon gehört, 19 Prozent nehmen an einem teil. Dabei verpflichten sich Versicherte gegen Vergünstigungen, immer erst zu einem Hausarzt zu gehen und sich von diesem gegebenenfalls zum Facharzt überweisen zu lassen. Für 13 Prozent der Teilnehmer an einem Hausarztmodell hat sich die Versorgung verbessert, neun Prozent empfinden sie als schlechter.

Patienten haben die beste Hausarztpraxis in Deutschland gewählt. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Jede zehnte Behandlung verläuft fehlerhaft. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Die Behandlungsqualität beim Arztbesuch kann vom Geschlecht des Arztes abhängen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren über dieses Thema.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

Kunst- und Behandlungsfehler: Fehlgriffe von Ärzten

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Allein die Vorstellung ist furchtbar: Vergessene OP-Klemmen im Unterbauch, unerkannter Krebs, schlecht reparierte Brüche, falsche Diagnosen oder falsch dosierte Medikamente. Das lassen sich viele Patienten nicht mehr gefallen und melden die Kunstfehler. Und es werden immer mehr, auch wenn Missgriffe von den Medizinern selten eingestanden werden. Die AOK erhält jedes Jahr 615 Beschwerden von Berlinern, die der Meinung sind, ihre Ärzte hätten gepfuscht. Viele von ihnen liegen mit ihrer Vermutung richtig. Bei anderen Krankenkassen sieht es nicht besser aus. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Kunstfehler.

Trotz aller Kampagnen zur Sicherheit in der Medizin haben Gutachter im vergangenen Jahr bei 2095 Patienten Fehler der behandelnden Ärzte festgestellt. Berliner Patienten wehren sich nun immer häufiger gegen Ärztepfusch. In 1717 Fälle führten die Fehler zu teils dauerhaften Schäden und Anspruch auf Schadenersatz, berichtete die Bundesärztekammer in Berlin. Unterstützung bekommen betroffene Patienten dazu von ihren Krankenkassen. Diese haben die Möglichkeit ihren Versicherten in solchen Fällen unter die Arme zu greifen. Verdachtsfälle werden durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, oder durch externe Gutachten bewertet. Ergebnis: Bei jedem dritten Patienten der Berliner Allgemeinen Ortskrankenkasse, des größten Versicherers der Stadt, stellte sich heraus, dass Ärzte oder Pflegekräfte nicht sorgfältig gearbeitet haben.

Definition des Kunstfehlers (Behandlungsfehlers)

Es war im Jahr 1871, als der renommierte Berliner Arzt und Politiker Rudolf Virchow im Zusammenhang mit der damaligen Novellierung des Strafgesetzbuches erstmals den Begriff des „Kunstfehlers“ aufbrachte. Er definierte ihn als einen Verstoß „gegen allgemein anerkannte Regeln der ärztlichen Wissenschaft“. Nach wie vor gilt der ärztliche Kunstfehler - im modernen Sprachgebrauch auch „Behandlungsfehler“ genannt - als Verstoß gegen die vier Grundmaximen ärztlichen Verhaltens:
1. vor allem nicht schaden - („primum non nocere“)
2. vor allem nützen - („primum utilis esse“)
3. das Wohl des Kranken ist oberstes Gebot - („salus aegroti suprema lex“)
4. der Wille des Kranken ist oberstes Gebot - („voluntas aegroti suprema lex“)

Ein Kunstfehler liegt vor, wenn ein Patient zu Schaden kommt, weil der behandelnde Arzt vom aktuell praktizierten medizinischen Standard abgewichen ist, also der Eingriff nicht nach den Regeln der ärztlichen Kunst (lege artis) vorgenommen wurde. Ein Behandlungsfehler kann durch Unterlassen entstehen, wenn ein Eingriff zwingend notwendig gewesen wäre. Oder aber das Gegenteil ist der Fall: Der Arzt nimmt einen Eingriff vor, der medizinisch nicht gerechtfertigt ist.

Krankenkassen bieten spezielle Beratungen nach Kunstfehlern/Behandlungsfehlern an

Bei der AOK können Betroffene bereits seit acht Jahren spezielle Beratungen in Anspruch nehmen. Weitere Krankenkassen im Bundesgebiet haben nachgezogen und bieten Gesundheitstelefone und Sprechstunden für Menschen, die Opfer von Kunstfehler wurden, an. Mittlerweile hätten sich rund 8000 Versicherte an die AOK gewandt, sagt Sylvilin Krüger, Verantwortliche des Serviceteams. Allein von August 2007 bis Juli 2008 hat das AOK-Prüfteam 615 Versicherte mit realen oder mutmaßlichen Behandlungsfehlern registriert. Die meisten Behandlungsfehler stellt die AOK in den Fachgebieten Chirurgie und Pflege fest. Gleich dahinter rangieren die Innere Medizin und die Orthopädie. Die meisten Fälle würden außergerichtlich reguliert, wobei wiederum der überwiegende Teil hiervon mit einem Vergleich endete. Der Grund: die langwierigen und psychisch belastenden Verfahren für die Betroffenen. Bei der Techniker Krankenkasse werden jährlich 300 Fälle von mutmaßlichen Versorgungspannen bearbeitet. Etwa 20 bis 30 Prozent stellen sich als echte Behandlungsfehler heraus, sagt TK-Sprecherin Heike Weinert. Und bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse werden jährlich 200 Fälle von möglichem Ärztepfusch geprüft. 60 bis 70 Vorfälle erweisen sich als Behandlungsfehler.

Jede zehnte Behandlungs verläuft fehlerhaft. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über dieses Thema.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Informationen zu MRSA, den Krankheitserregern im Krankenhaus.

Bildquelle: www.jenaFoto24.de, pixelio.de

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