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Heuschnupfen: Klimawandel fördert Allergien

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Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland reagiert inzwischen mit allergischem Schnupfen, ständigem Niesen und juckenden Augen auf den unsichtbaren Blütenstaub in der Luft. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Allergiker in den nächsten Jahren noch deutlich erhöht. Grund dafür ist der Klimawandel, so Medizinjournalist Sven-David Müller von www.imedo.de.

Die Menschen freuen sich nach dem langen und kalten Winter auf den Frühling. Für Millionen Pollenallergiker beginnt mit der warmen Jahreszeit jedoch eine Leidensphase. Die meisten Allergiker reagieren auf früh blühende Bäume und Sträucher wie Haselnuss, Erle oder Birke. Aber auch Gräser-, und Getreidepollen sind für viele Betroffene eine Qual. Viele Allergiker reagieren auf mehrere Pollenarten mit verschiedenen Blühzeiten, das bedeutet: durchgängige Heuschnupfen-Saison von Februar bis Oktober.

Globale Erderwärmung lässt Pollen länger fliegen
Die Mitglieder der Fachgesellschaft „European Respiratory Society“ rechnen mit Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Betroffen ist dabei nicht nur, wer bereits an Atemwegserkrankungen, also beispielsweise an Heuschnupfen (allergischer Rhinokonjunktivitis), leidet. Auch Menschen, die bisher nicht allergisch reagieren, können zukünftig betroffen sein. Denn das veränderte Klima begünstigt Pollenallergien massiv. „Die Folgen des Klimawandels sind in wenigen medizinischen Bereichen so unmittelbar und deutlich zu sehen wie in der Allergologie. Pollen-Allergiker sind stärker und länger im Jahr erkrankt als bisher“, betont der Wiesbadener Allergologe Professor Ludger Klimek vom Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. Durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur wandern fremde, stark Allergie auslösende Pflanzenarten wie Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut) in unsere Breiten ein. Außerdem beginnt die Blütezeit, auch der einheimischen Pflanzen, immer früher. Dadurch verlängert sich die Periode hoher Allergen-Belastung. Gräser-Pollen stellen dabei in Deutschland laut aktuellen Forschungsergebnissen weiterhin den häufigsten Auslöser für allergischen Schnupfen dar.

Behandlung und Hilfe bei wunder Nase und trockenen Allergikeraugen
Neben einem Allergietest beim Facharzt, der Grundlage für eine gezielte Behandlung der Überreaktion des Körpers ist, kann sich jeder Allergiker während der Pollenhochphase das Leben zusätzlich erleichtern. Ärzte raten in erster Linie dazu, sich den reizenden Partikeln so wenig wie möglich auszusetzen und Pollenschutzgitter an Fenstern und Türen der Wohnung zu befestigen. Um die Nasenschleimhäute vom Blütenstaub zu befreien, kann ein dexpanthenolhaltiges Meerwasser-Nasenspray helfen. Das Einsprühen reinigt und verringert die Pollenkonzentration in der Nase. Gegen wunde Stellen an der Nase und weitere Austrocknung hilft Augen- und Nasensalbe. Auch Bindehautreizungen, über die Pollen-Allergiker häufig klagen, können mit Salben behandelt werden. Eine einmal für die Nase benutzte Tube sollten Betroffene jedoch wegen anhaftender Bakterien nicht mehr am Auge anwenden.

Erfahren Sie mehr zu Heuschnupfen in den imedo-Gesundheitsnews:
Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker
Allergien durch Klimawandel

Mit der imedo-Arztsuche finden Sie schnell und einfach einen guten Allergologen in Ihrer Nähe.

Bildquelle: pixelio.de, Maria Lanznaster, Bayer HealthCare

Spätsommer ist Insektenzeit

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Im Spätsommer ist Insektenzeit und damit ist die Gefahr eines Insektenstichs besonders hoch, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erläutert. Stiche von Insekten, zum Beispiel Läusen, Flöhen, Wanzen, Fliegen, Mücken, Bienen, Wespen und Hornissen, können schmerzhafte oder durch Histaminfreisetzung juckende Stellen auf der Haut hervorrufen. Häufige Symptome sind auch Quaddeln mit zentraler Blasenbildung.

Als gefährlich einzustufen ist der Stich eines giftigen Insektes in den Hals- und Rachenraum. Lebensbedrohliche Zustände können bei Stichen im Bereich der Mundschleimhaut eintreten, da diese zur Zungenschwellung führen können. Dies geschieht meistens dann, wenn das Insekt mit der Nahrung oder einem Getränk unbemerkt in den Mund gelangt und dort zusticht.

In wärmeren Breitengraden ist zudem die Übertragung von Krankheitserregern wie Malaria, Fleckfieber oder Pest durch Insekten möglich. Normalerweise gibt es im mitteleuropäischen Raum keine Insekten, die so giftig sind, dass ihr Stich ernsthaft gefährden könnte. Ausgenommen von dieser Regel sind jedoch Allergiker: Nicht selten ist eine Bienengiftallergie bei Allergikern vorhanden. Viele Menschen leiden an Bienengiftallergie. Bei diesen Allergikern kann ein Bienenstich im schlimmsten Fall zum Tod führen. Aus diesen Gründen befasst sich imedo.de aktuell schwerpunktmäßig mit dem Thema Insektenstiche.

Das Gesundheitsportal bietet Informationen sowie Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten zu Insektenstichen.

Im Forum Insektengiftallergie können sich Betroffene über ihre Erfahrungen austauschen und sich so gegenseitig helfen.

Allgemeine Informationen zum Thema „Allergie“ finden Sie ebenfalls bei imedo.de.

Die imedo-Gesundheitsnews berichten, dass Mückenstiche Krankheiten auslösen und, dass Wespenstiche sogar tödlich sein können. Erfahren Sie, wie Sie der Insekten-Gefahr vorbeugen, was bei einem Stich zu tun ist und wie Sie ihn behandeln können.

Zecken stechen zwar nicht, sind aber umso gefährlicher bezüglich Krankheitsübertragung

Die Zecke: das verkannte Risiko

Vorsicht vor Zeckenbissen – die Zeckensaison hat begonnen

Bildquelle: Rita Kohler, JPW Peters, pixelio.de

Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker

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Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: Dr. Dierk Heimann erklärt woher Allergien kommen und was man gegen Pollen tun kann.

Immer wieder werde ich gefragt, warum heute so viele Menschen unter Allergien leiden und sich die Zahl der Betroffenen ständig zu vergrößern scheint.
Alles erklärende Antworten haben Mediziner darauf leider (noch) nicht - doch zumindest deutliche Hinweise, was etwa jeden dritten Deutschen zum Allergiker werden lässt.

Allergieauslöser: „Langeweile“ des Immunsystems

Einer der Gründe scheint darin zu liegen, dass diejenigen Abwehrmechanismen unseres Immunsystems, die für (Pollen)Allergien verantwortlich sind, dank einer klinisch reinen Gesellschaft (besonders in der Kindheit) schlicht unter „Langeweile“ leiden. Das alte Sprichwort gilt selbst für unseren Organismus: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Und so sind es genau diejenigen Abwehrzellen und Antikörper, die die heute selten gewordenen Wurmerkrankungen einstmals eindämmen sollten, die sich vor allem auf die frühjährlichen Pollen stürzen. Ein gelangweiltes Immunsystem, das Trugbildern hinterherjagt.

Pollen, Abgase und Ruß – ein allergiegeladenes Trio

Doch die abnehmenden Abwehraufgaben sind nur die eine Seite der Medaille – die andere ist die Kombination von Abgasen, Ruß und eben Pollen. Dieses gemeinsame Auftreten lockt das Immunsystem ganz besonders aus der Reserve und ist ein weiterer Erklärungsbaustein, warum das lästige „Hatschi“ samt tränenden Augen zunimmt.

Pollen – raus aus dem Haus!

Gegen diese äußeren Gegebenheiten kann man leider erst mal wenig tun. Deshalb sollten Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker ihre Energie darauf verwenden, so viele Pollen wie möglich aus den eigenen vier Wänden zu verbannen. Denn auch die lästigen Plagegeister folgen so etwas wie einem „eigenen Biorhythmus“. Und der ist auf dem idyllischen, wiesenreichen Land anders als in der betonverbauten Stadt. Daher, vor allem in der pollenreichen Zeit:

  • in der Stadt – morgens lüften
  • Auf dem Land – nachmittags / abends die Fenster aufreißen

In der Zwischenzeit heißt es, diejenigen Räume ungelüftet zu lassen, in denen man sich gerne und besonders häufig aufhält.

Pollen als „blinde Passagiere“

Doch es gibt leider noch eine Reihe weiterer Eintrittspforten für Pollen, die man zumindest teilweise verstellen sollte. Wer vor allem nachts zu Beschwerden neigt, atmet die kleinen Plagegeister womöglich vom Kopfkissen hinein in Nase und Bronchien. Und wie kommen die dorthin, wenn doch das Fenster zu war? Als blinde Passagiere dank Wäschetrocknen an der Luft und auf den eigenen Haaren.
Daher:

  • Wäsche in der pollenreichen Zeit unbedingt drinnen trocken lassen
  • abends vor dem Zubettgehen gründlich die Haare waschen

Die Liste der viel zitierten Tipps gegen Pollen ist lang – doch was tun, wenn das alles nicht reicht? Wenn man keinen Urlaub am Meer oder im Hochgebirge während der persönlichen „Pollenwochen“ buchen kann? Spätestens jetzt ist der Arzt gefordert – und hier hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Zum Glück.

Augentropfen und Nasensprays helfen doch gegen Allergien!

Ist die Diagnose Heuschnupfen bekannt, die Lust auf Tabletten aber gering, können „lokale“ Lösungen mit Augentropfen und Nasensprays helfen, die Antihistaminika genannt werden. Sie blockieren die Allergiekaskade, die im Körper nach dem Kontakt mit den Pollen anläuft und wirken praktisch sofort. Hier heißt es jedoch, mit Arzt oder Apotheker die richtige Kombination zu finden. Die ärztliche Beratung und Untersuchung wird von den Kassen zwar bezahlt, die frei verkäuflichen Medikamente aber heißt es, selbst zu berappen.

Die Liste der therapeutischen Optionen hat sich heute dankenswerterweise stark ausgeweitet – von der gezielten Blockade des Immunsystems mit Hilfe von kortisonverwandten Stoffen in Sprays oder Tropfen bis hin zu einer Hyposensibilisierung, also dem Unempfindlichwerden gegenüber den Pollen (ohne Spritzen(!)) reicht die Palette. Letztlich muss mit dem Arzt entschieden werden, was passt.

Warum überhaupt Allergiebehandlung und nicht einfach die Zähne zusammen beißen?

Je besser ein Heuschnupfen und dessen Symptome behandelt werden, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Allergie ausbreitet und früher oder später beispielsweise die Bronchien ebenfalls betrifft (Etagenwechsel). In diesem Sinne: Haben Sie eine schöne Frühlingszeit!

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über verschiedene Allergien. Lesen Sie auch: Glutamat kann Unverträglichkiet bewirken und Neue Impfung gegen Heuschnupfen erfolgreich.

Restaurantbesuche können trotz Lebensmittelallergie Spaß machen

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Etwa vier Prozent der Deutschen leiden an Nahrungsmittelallergien, ein noch größerer Teil an Intoleranzen und Unverträglichkeiten. Ein Restaurantbesuch ist für die Betroffenen oftmals kein Vergnügen. Nach langen Diskussionen mit dem Kellner drehen sich die Gespräche meist nur noch um die Allergien und deren Folgen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät zu kleinen Hinweisen für den Koch - diese schaffen Abhilfe.

Es ist immer wieder das Gleiche. Simone Graebner geht in ein Restaurant, sie hat dort ein Geschäftsessen. Eigentlich keine ungewöhnliche Situation. Bis zu dem Moment, in dem der Kellner kommt und die Bestellung aufnehmen möchte. Fleisch und Gemüse darf der Koch nicht in Mehl wenden, das Dressing auf dem Salat muss er ohne Joghurt zubereiten. Dabei ist Simone Graebner weder hysterisch noch leidet sie an einem Abnehmwahn. Sie ist Lebensmittelallergikerin und das eben beschriebene Szenario ist der alltägliche Wahnsinn, dem sie dadurch ausgesetzt ist.

Lebensmittelallergiker als Herausforderung für die Gastronomie

Etwa vier Prozent der Deutschen leiden nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie unter einer Nahrungsmittelallergie, weitaus mehr an einer Intoleranz. Für diese Betroffenen ist ein unbeschwertes Schlemmen im Restaurant kaum möglich. „Spätestens ab der Bestellung im Restaurant nimmt jedes Gespräch eine Wendung und alles dreht sich um Krankheiten, Allergien und lästige Nebenreaktionen“, erzählt Simone Graebner. Sie selbst leidet unter einer Glutenunverträglichkeit und Laktoseintoleranz. „Lebensmittelallergiker stellen für die Gastronomie eine große Herausforderung dar“, sieht Simone Grabner ein.

Lebensmittelallergien erfordern Karten für den Koch

Aus der Not machte Simone Graebner eine Tugend: Sie hatte eine Verabredung in einem Restaurant und wieder spielte sich das gleiche Szenario ab. Statt über Hobbys, Freunde, Familie oder Beruf zu sprechen, ging es um die gesundheitlichen Folgen ihrer Nahrungsmittelallergie. „Das Kommunizieren der eigenen Unverträglichkeiten muss auch diskreter möglich sein“, erklärt sie. Die Berliner Unternehmerin hat sich etwas einfallen lassen: Auf ihrer Seite im Internet www.delicardo.de können Betroffene ihre Nahrungsmittelallergien oder -intoleranzen eingeben. Sie bekommen dann per Post kleine Karten zugeschickt. Auf den Kärtchen steht eine Auflistung mit Lebensmitteln, die die Betroffenen nicht essen dürfen, gleichzeitig enthalten sie aber auch Alternativ-Vorschläge, die für den Koch nützlich sind. Das hilft, lange und unangenehme Diskussionen zu vermeiden.

Rund ein Prozent der Deutschen leiden im Rahmen der Nahrungsmittelallergien an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Die Deutsche Gesellschaft für Zöliakie hat schon vor einiger Zeit ein ähnliches Konzept ins Leben gerufen. „Eine Bitte an den Koch“ heißen hier die kleinen Karten, die Köche auf die Glutenunverträglichkeit des Gastes hinweisen. In 20 Sprachen übersetzt werden sie den Betroffenen auf Anfrage zugesandt.

Die delicardo-Foodcard können Sie im Internet bestellen unter www.delicardo.de und die Deutsche Zöliakie Gesellschaft finden Sie unter www.dzg-online.de.

Weitere Informationen über Lebensmittelallergien und falsche Diagnosen bei Lebensmittelallegien liefern die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: siepmannH, pixelio.de

Wespenstiche können tödlich sein

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Sportmediziner, Allergologen, Allgemeinmediziner, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum Expertenteam des Gesundheitsportals www.imedo.de. Wöchentlich berichten die Experten darüber, was Anfänger beim Sport beachten sollten, wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Sommer kommen und wie Reisende im Urlaub gesund bleiben. Die imedo-Gesundheitsredaktion warnt Allergiker besonders in den Spätsommermonaten vor der Gefahr eines Wespenstichs.

Viele Menschen haben Angst vor Wespen, und häufig ist diese Angst übertrieben. Doch für Allergiker kann der Stich eines Insekts in der Tat tödlich enden. Daher sollten Betroffene unbedingt vorbeugende Maßnahmen treffen.

Allergiker sind von einem Wespen- oder Bienenstich akut gefährdet
Drei Prozent der Menschen in Deutschland, und damit immerhin 2,5 Millionen, sind allergisch auf Insektengift und geraten nach dem Stich einer Wespe, Biene, Hummel oder Hornisse unter Umständen in Lebensgefahr. Bei ihnen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf das Gift. Der erste Stich löst eine Sensibilisierung auf das Gift aus, ein einziger weiterer Stich setzt eine heftige körperliche Reaktion in Bewegung. Innerhalb von Minuten schwillt die Haut an und es kann zu lebensgefährlichen Symptomen wie Blutdruckabfall, Herzrasen, Schwäche und Atemnot bis hin zu Bewusstlosigkeit kommen.

Erste Anzeichen eines allergischen Schocks
Nicht jeder Wespen- oder Bienenstich führt zwangsläufig zu einem allergischen Schock. Sollte sich die Haut jedoch übermäßig röten, jucken oder sich schnell große Quaddeln bilden, kann dies ein Hinweis auf eine allergische Reaktion sein. Wenn diese Reaktionen zu beobachten sind, sollte man zu einem Allergologen gehen, um eine Allergie eindeutig auszuschließen oder zu bestätigen.

Erste Anzeichen für einen allergischen (anaphylaktischen) Schock durch Insektengift sind beispielsweise:

  • von der Einstichstelle unabhängiger Juckreiz und Rötungen
  • Hitzegefühl
  • Übelkeit

Im weiteren Verlauf kann es zu Erbrechen, Atemstörungen und Kreislaufkollaps kommen. In schweren Fällen können Schock und Atemstillstand eintreten. Besonders gefährlich sind Einstiche im Mund- oder Nasenraum, da hier sehr schnell die Atemwege anschwellen können.

Vorsorgen bei Wespenstich-Allergie
Insektengift-Allergiker sollten vor allem im Sommer immer ein Notfallset bei sich tragen. Dieses beinhaltet Antihistaminika gegen den Juckreiz sowie Cortison- und Adrenalinpräparate zum Abschwellen und zur Kreislaufstabilisierung. Solche Notfallsets für Allergiker sind in der Apotheke erhältlich.

Außerdem sollten Sie folgende imedo-Tipps beherzigen, damit es gar nicht erst zum Stich kommt:

  1. Vermeiden Sie hektische, unüberlegte Bewegungen. Wespen und besonders Bienen greifen in der Regel nur an, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen. Hornissen sind übrigens entgegen landläufiger Meinung sehr selten aggressiv und ihr Gift ist nicht giftiger als das von Bienen oder Wespen.
  2. Vermeiden Sie vor allem im Freien und während der Sommermonate “Lockstoffe” wie Obst, Süßspeisen und süße Getränke. Auch Parfüms, Hautpflegemittel und Haarsprays können Wespen anlocken.
  3. Beim Grillen, Picknick oder Biergartenbesuch decken Sie Ihre Getränke am besten mit einem Bierdeckel ab. Kontrollieren Sie den Inhalt von Flaschen und Gläsern, bevor Sie trinken. Dosen sind besonders riskant, weil Insekten unbemerkt hinein krabbeln können.
  4. Meiden Sie Abfallbehälter und sorgen Sie dafür, dass Ihr eigener Abfallbehälter zu Hause immer gut verschlossen ist.
  5. Tragen Sie möglichst geschlossene Schuhe und gehen Sie nicht barfuß über eine Wiese.
  6. Weite und luftige Kleidung kann verhängnisvoll werden, besonders beim Radfahren. Auch beim Autofahren sollten Sie die Fenster wenn möglich geschlossen halten.

Therapie gegen die Wespenstich-Allergie
Die bewährteste Therapie gegen Insektengift-Allergie ist die Hyposensibilisierung. Bei dieser drei bis fünf Jahre dauernden Behandlung, die auch Allergieimpfung oder Spezifische Immuntherapie genannt wird, soll die unnötige Überreaktion des Immunsystems auf das Allergen reduziert werden. Während der Behandlung wird dem Patienten in steigender Dosis das auslösende Gift injiziert, um den Körper immun zu machen. Als „Abschlusstest“ wird nach Ende der Behandlung mit einem Insektenstich geprüft, ob die Therapie wirklich erfolgreich war. Sie verspricht für Wespenstich-Allergiker eine nahezu 100 prozentige Heilungschance, für Bienenstich-Allergiker liegt die Heilungschance immerhin bei 80 bis 90 Prozent.

Einen Allergologen in Ihrer Nähe, der eine Allergie eindeutig ausschließen oder bestätigen kann, finden Sie schnell mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Mückenstiche können Krankheiten auslösen und ist sind somit auch nicht immer harmlos. Weitere Informationen finden Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

In der imedo-Gesundheitscommunity gibt es ein eigenes Forum zum Erfahrungsaustausch mit anderen Wespenstichallergikern.

Bildquelle: Re.Ko., pixelio.de

Akupunktur gegen Heuschnupfen

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Jucken, Schniefen, Brennen, Niesen – gut ein Fünftel der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie. Betroffene greifen alljährlich zu neuen aggressiven Präparaten, um die Allergie zu bekämpfen. Dabei hilft eine Akupunktur-Behandlung jedem zweiten Allergiker, den Heuschnupfen behutsam zu lindern. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Akupunktur bei Heuschnupfen.

Wie entsteht Heuschnupfen?

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) basiert wie alle allergischen Erkrankungen auf einer Fehlreaktion im Immunsystem. Unsere körperliche Abwehr hält dabei harmlose Stoffe wie Pollen für Feinde und behandelt sie wie gefährliche Bakterien oder Viren. Das Immunsystem bildet Antikörper, die dann versuchen, die Allergene (allergieauslösende Stoffe) zu vernichten. Gleichzeitig schütten die Schleimhautzellen den Botenstoff Histamin aus, der schließlich die akuten Heuschnupfattacken auslöst.

Viele Medikamente helfen nur kurzfristig gegen Heuschnupfen

Die Symptome von Heuschnupfen sind vielfältig: die Augen brennen, die Nase juckt und trieft, die Atemwege sind blockiert und man muss ständig niesen. Gegen viele Symptome helfen auch viele Mittel – oder etwa nicht? Antiallergische Nasensprays, Augentropfen und andere Medikamente stellen oft nur eine mäßige Hilfe dar. Sie bekämpfen nämlich ausschließlich die Symptome, nicht aber deren Ursachen. Mit Antihistaminika soll die Wirkung des Histamins, das das Brennen und Niesen verursacht, unterdrückt werden. Kortison lindert die Entzündungen der Schleimhäute. Das hilft zwar für den Moment, auf Dauer müssen Allergiker jedoch nach einer anderen Lösung suchen.

Akupunktur kann Heuschnupfen über Jahre hinweg beseitigen

Eine gute Alternative zu Antihistaminika und anderen Präparaten ist die Akupunktur. Bei jedem zweiten Pollenallergiker schlägt die Heilmethode ganz deutlich an. In der Regel verhelfen sechs bis acht Sitzungen dem Heuschnupfenpatienten zu einer spürbaren Verbesserung. Die positive Wirkung hält dann meist ein ganzes Jahr lang an und kann sogar über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben. Es empfiehlt sich, bereits in der symptomfreien Zeit mit der Behandlung anzufangen. Allerdings ist es auch möglich, in der akuten Phase hilfreich mit Akupunktur einzugreifen.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin vertreibt Heuschnupfen mit sanften Mitteln. Durch Ohren- und Körperakupunktur wird die Abwehrfunktion der Lunge gestärkt und somit dem Juckreiz der Nasenschleimhäute entgegen gewirkt. Das gelingt dem Akupunkteur, indem er den Fluss der Lebensenergie (Chi) reguliert. Er setzt dazu Nadeln an immunaktivierende Punkte des Körpers entlang der Energielaufbahnen (Meridiane). Dadurch wird der Füllezustand der oberen Atemwege ausgeglichen und die normale Funktion der Schleimhäute wiederhergestellt. Nach einer erfolgreichen Akupunktur-Behandlung kann der Patient weitestgehend auf zusätzliche Medikamente verzichten.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über eine erfolgreiche Impfung gegen Heuschnupfen.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern durch die Gruppe „Heuschnupfen“ den Austausch.

Bildquelle: gnubier, pixelio.de; Sabine Weiße, pixelio.de

Dreck wirkt auf das Immunsystem

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Ein bisschen Dreck schadet nicht!“ sagt der Volksmund, wenn kleine Kinder versuchen, schmutzige Dinge in den Mund zu stecken. Experten haben sich weltweit mit dem Thema beschäftigt und Neues herausgefunden. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die Auswirkungen von Dreck auf das Immunsystem.

Salmonellen durch heruntergefallene Lebensmittel

Während eine amerikanische Studentin in einer Studie der University of Clemson in South Carolina (US) belegte, dass heruntergefallene Lebensmittel, wie beispielsweise Kekse oder Wurstscheiben erst nach fünf Sekunden gesundheitsbedenklich mit Keimen und Bakterien übersät sind, sagen Experten vom Max-Pettenkofer-Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität München, dass Nahrungsgüter generell nicht mehr aufgehoben und verzehrt werden sollen, weil ein kleines aber doch unangenehmes Risiko besteht - das der Salmonellenübertragung.

Dreck gegen Allergien: Fäkalkeime stärken das Immunsystem

Eine ganz neue Studie „in Sachen Dreck“ belegt hingegen, dass Bauernkinder nur etwa halb so oft allergische Reaktionen erfahren, wie Stadtkinder. Die Wissenschaftler vermuten, dass dies im Kontakt mit den Fäkalkeimen begründet ist, die auf den Bauernhöfen verstärkt vorkommen. Derzeit sieht es so aus, als seien sogenannte Lipopolysaccaride dafür verantwortlich. Das sind Zuckerverbindungen, die einen Baustein der Membranen der Fäkalbakterien darstellen. Sie stabilisieren das menschliche Immunsystem und und scheinen eine überschießende Abwehr gegen Pollen und Tierhaare zu verhindern. Aus den gesicherten Ergebnissen dieser Studien basteln die Ärzte und Wissenschaftler der Charite in Berlin nun an einem Bakteriencocktail, der Neugeborene lebenslang vor Allergien, Asthma und Neurodermitis schützen soll.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Fäkalkeime im Eis und haben Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern mit der Gruppe „Allergien“ den Austausch.

Weitere Informationen zur Allergie liefert das imedo-Medizinlexikon.

Bildquelle: Jerzy Sawluk, pixelio.de

Bier als Heilmittel

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Das Bier im Imagewechsel. Weg vom Bierbauch sucht es sich einen Platz in der Wellness-Nische. Das Bio-Bier soll heilen, Allergien vorbeugen und das Wohlbefinden stärken. Die Idee existiert seit längerem, richtig salonfähig wird das neue Bier erst jetzt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de verrät, woher der Trend kommt und wohin er geht.

Die Beschreibung des Biers liest sich wie der Beipackzettel eines Medikaments. Entzündungshemmend, entgiftend, immunstimulierend, allergievorbeugend - mit diesen Attributen wirbt die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu für ihr alkoholfreies Bier. Zuletzt haben die oberpfälzischen Braumeister ein glutenfreies Bier auf den Markt gebracht, speziell für Allergiker. Bier als Heilmittel - auf diese Strategie setzt nicht nur Lammsbräu. Weil die Deutschen mehr auf ihr Wohlbefinden achten und jedes Jahr weniger Bier trinken, versuchen die Brauereien, die Verbraucher mit den Gesundheitsvorteilen des Gerstensafts zu locken.

Bio-Bier war Überzeugungsarbeit

Für Lammsbräu ist diese Überzeugungsarbeit nichts Neues. 1987 brachte die Brauerei ihr erstes Bio-Bier heraus. „Zu der Zeit wusste noch niemand, was Bio ist“, erzählt Inhaber Franz Ehrnsperger. Die Anfänge seien mühsam gewesen. „Bei den Kunden sind wir zu Beginn auf totales Unverständnis gestoßen“, sagt er. Jahrelang habe es von allen Seiten Gegenwehr gegeben - von Mitarbeitern, Kollegen aus der Brauwirtschaft, von Verbänden. Irgendwann kamen die Kunden aber doch auf den Geschmack. Seit 1995 ist der gesamte Betrieb auf Bioproduktion umgestellt und Lammsbräu hat sich zur größten Bio-Brauerei in Deutschland entwickelt. Nach Angaben von Ehrnsperger gibt es sogar weltweit keinen vergleichbaren Mitbewerber.

Bier für Allergiker

Regelmäßig lässt der Brauereichef seine alkoholfreien Biere von einem wissenschaftlichen Institut untersuchen. Längst arbeiten die Braumeister bei Lammsbräu an einem neuen Bier für die nächste Allergiker-Gruppe.

Auch andere bayerische Brauereien werden kreativ. Paulaner etwa preist sein alkoholfreies Hefe-Weißbier als ideales Getränk nach dem Sport an und verspricht eine „besonders hohe isotonische Wirkung“. Weihenstephan hat ein alkoholfreies „Wellness-Bier“ namens „Xan“ auf den Markt gebracht, abgeleitet vom Inhaltsstoff Xanthohumol.

Bier-Pro-Kopfverbrauch - 112 Liter im Jahr

Not macht erfinderisch. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes geht der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier seit Jahren zurück. 112 Liter hat jeder Deutsche im Jahr 2007 durchschnittlich getrunken, in den 90er Jahren waren es noch über 140 Liter, in den besten Zeiten über 150 Liter. Sinkende Nachfrage, Preisdruck, Werbeeinschränkungen, eine strenge Alkoholpolitik - die Brauwirtschaft habe derzeit mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, sagt Verbandssprecher Marc-Oliver Huhnholz. Das könne auch der Export nicht ausgleichen.

In Bayern stehen die Brauereien besser da, der Freistaat hat treue Biertrinker. Zum Jubeln ist aber auch den Braumeistern hier nicht zumute. Noch liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 160 Litern im Jahr, allerdings sind auch das 20 Liter weniger als in den besten Jahren. „Wir sind nicht abgekoppelt von der bundesweiten Entwicklung“, sagt Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, „wir bewegen uns nur auf höherem Niveau.“

Wandel im Verbrauch von Bier

Der demographische Wandel macht den Brauereien zu schaffen. Die Zahl der Älteren nehme zu, „doch die trinken weniger Bier“, sagt Huhnholz. Auch die Jungen hätten mittlerweile andere Trinkgewohnheiten. „Viele pflegen ihre Gesundheit heute als Ersatzreligion“, sagt König. Diese Leute versuchten die Brauereien nun besser zu erreichen - mit mehr alkoholfreien Biersorten, milden Biermischgetränken oder Bio-Bier. Der Gesundheitsaspekt von Bierrücke allmählich in der gesamten Branche in den Vordergrund, meint König.

Bier-Kur

Dem Trend bereits weit voraus ist eine Brauerei aus Brandenburg. Das Angebot der Klosterbrauerei Neuzelle reicht gleich für eine komplette medizinische Kur: Neben regenerativem „Marathon“-Bier, und „Anti-Aging-Bier“ mit Algen und Pflanzenextrakten gibt es dort ein „Badebier“, das auch als aromatischer Badezusatz einsetzbar ist, und „Seelsorger-Bier“ - zur geistigen „Besinnung und Einkehr“.

Mit den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie noch mehr zum Thema: Bierhefe macht schlank und schön, Bier ist gesund und macht schön.

Bildquelle: Hartmut910, pixelio.de

Nickel kann Ekzeme auslösen

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Die Nickel-Allergie gehört zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Es ist unter anderem in Geldmünzen, Zahnimplantaten und Besteck. Die meisten Allergien entstehen jedoch durch Jeansknopfe und Modeschmuck. Das Interet-Gesundheitsportal www.imedo.de und Hautarzt und Allergologe Wolfgang Pfützner erklären, wie sich Betroffene helfen können.

Junge Leute mit einer Vorliebe für Modeschmuck und Jeanshosen haben ein erhöhtes Risiko, eine Nickelallergie zu bekommen. Bei ständigem Kontakt mit der Haut, zum Beispiel durch Ringe oder Knöpfe, kann dieser Metallbestandteil Ekzeme auslösen. „Nickel ist das häufigste Allergen in unserer Umgebung“, sagt Wolfgang Pfützner, Hautarzt und Allergologe am Universitätsklinikum Marburg.

Ekzeme durch Nickel

Der Stoff befindet sich unter anderem in Münzen und Besteck. Meist ist es jedoch der Schmuck, der die Allergie hervorruft, weil er permanent auf der Haut liegt. Hosenknöpfe aus Metall verursachen die unter Ärzten bekannten „Jeansknopf-Ekzeme“ am Bauch. Die Entzündungen erscheinen als rote, juckende Partien, die häufig Schuppen und nässende Bläschen bilden. „Selten lösen auch Zahn-Implantate im Mund die Allergie aus und sorgen für offene, brennende Stellen in der Mundschleimhaut“, fügt der Mediziner hinzu.

Kortison beruhigt durch Nickel verursachte Ekzeme

Die Ekzeme verschwinden meist schnell, wenn die Haut keinen weiteren Kontakt mit dem Auslöser hat. Eine Kortison-Creme beruhigt zusätzlich. „Bei sehr ausgedehnten, hartnäckigen Entzündungen kann ergänzend auch eine Behandlung mit kortisonhaltigen Tabletten ratsam sein“, sagt Pfützner.

Überempfindlichkeiten entwickeln sich häufig schon in jungen Jahren. Deshalb sollten Kleinkinder keine Ohrringe oder Piercings tragen. Nickelfreier Schmuck besteht meist aus reinem Gold oder Platin. Preiswerte Mode-Accessoires sollten dagegen gemieden werden, denn sie beinhalten das Allergen fast immer.

Mit den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr über Lebensmittelallergien und Allergie-Mythen.

Einen Allergologen in Ihrer Nähe finden Sie mit Hilfe der imedo-Arztsuche.

Bildquelle: Susanne Schmich, pixelio.de

Laktoseintoleranz als weltweiter Normalzustand

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Nicht die Unverträglichkeit, sondern die Verträglichkeit ist verwunderlich

Dass Menschen Milch und Milchprodukte nicht vertragen ist nichts Unnatürliches. Es ist eher verwunderlich, dass sie es können. Die Laktoseintoleranz ist bei Menschen weit verbreitet. In Asien beläuft sich die Zahl derer, die Laktose nicht vertragen auf 98 Prozent. Die Ureinwohner Australiens – die Aborigines vertragen ebenfalls zu 85 Prozent keine Milch. In Afrika sieht es nicht anders aus. Während Europäer über die Unverträglichkeit ihrer Mitmenschen staunen, ist es für den Großteil der Weltbevölkerung Normalzustand. Noch vor 1500 Jahren haben Europäer Milch ebenso nicht verdauen können. Erst mit der Verbreitung und Ausweitung der Landwirtschaft entstand nach und nach die Toleranz für Laktose. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die verbreitete Laktoseintoleranz.

Was ist Laktose?

laktoseIn Deutschland müssen rund 15 Prozent der Menschen mit der Tatsache umgehen, dass ihnen die Milch sauer aufstößt. Die Laktoseintoleranz, medizinisch Kohlenhydratmalabsorption genannt, ist eine Unverträglichkeit gegen den Milchzucker in der Milch. Sie tritt dann auf, wenn der Körper auf Grund des fehlenden oder verminderten Verdauungsenzyms Laktase, den Milchzucker nicht verdauen kann. Das Enzym Laktase spaltet im Normalfall den Milchzucker in die Zuckerarten Galaktose und Glukose. Ist das Enzym nicht oder minder vorhanden, bilden sich Darmbakterien im Dickdarm, die zu Blähungen und Diarrhoe führen können.

Auslöser der Laktoseintoleranz

Zu einer Unverträglichkeit der Milch gegenüber, kann es durch einen Gendefekt kommen, der autosomal-rezessiv vererbt wird. Diese Form der Intoleranz ist für Kinder lebensgefährlich, da der Mangel an verschiedenen Stoffen zu Gehirnschäden führen kann. Doch dies ist nicht der einzig mögliche Auslöser. Auf Grund einer Erkrankung des Verdauungssystem können Schädigung in der Produktion von Laktasezellen auftreten, die eine lebenslange Intoleranz nach sich ziehen. Sekundäre Gründe für die Unverträglichkeit sind Krankheiten wie Zöliakie/Sprue, bakterielle oder virale Gastroenteritis-Erkrankungen, chronische Darmkrankheiten, der Alkoholismus oder auch Mangelernährungserscheinungen. Ebenso Chemotherapien/Strahlentherapien könne sich auf die Verträglichkeit von Milchzucker auswirken.

Eine Laktoseintoleranz hat ihre Wirkung

Menschen, die Laktose nicht vertragen, können sie meist schon im Dickdarm nicht verdauen. Dies führt dazu, dass die Laktose im Dickdarm gegoren wird und Blähungen, Erbrechen, Koliken, Übelkeit sowie Diarrhoe auftreten können. Die genbedingte Unverträglichkeit ist für Menschen gefährlicher, als die später erworbene. Ständige Verdauungsprobleme auf Grund der Unverträglichkeit lassen eine Störung der Aufnahme von Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen zu, was zu Infektionen und der Zerstörung des Dünndarms führt.

Mediziner diagnostizieren Laktoseintoleranz

Wird eine Intoleranz vermutet, sollte der Betreffende ärztliche Hilfe aufsuchen. Der Arzt kann in dem Fall die Laktoseintoleranz durch den H2-Atem-Test oder Blutzuckertest feststellen. Hierfür wird Milchzucker in Form von Flüssigkeit aufgenommen und mit einem Atemtest ergründet. Zu den weiteren Methoden zählt die Biopsie, bei der eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm entnommen und ausgewertet wird. Seit neuestem gibt es den Gentest, mit dem Schleimhäute für ein Ergebnis ausreichen.

Laktoseintoleranz ist nicht heilbar

Eine Laktoseintoleranz ist nicht heilbar, doch man kann mittlerweile sehr gut mit dieser Unverträglichkeit leben. Die Lebensmittelindustrie in Deutschland hat sich hervorragend auf laktosefreie Produkte eingestellt. Von der laktosefreien Milch, die geschmacklich mit der Kuhmilch gut mithalten kann, über Sojamilch und Reismilch, bis hin zu einer vielseitigen Auswahl an Milchprodukten – die Lebensmittelketten halten ein großes Angebot an Käse, Schmand oder Joghurt, ohne Laktose, bereit.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien und verraten zudem wie der Restarantbesuch trotz Lebensmittelallergie Spaß machen kann.

Den Erfahrungsaustausch Betroffener ermöglichen die imedo-Gesundheitsnews durch die Gruppe zum Thema Laktoseintoleranz.

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