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Doktor Wasserfall hilft gegen Asthma und Allergien

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Was sich auf den ersten Blick wie ein weiterer Werbegag im Bereich Alternativmedizin anhört, hat mit esotherischen Heilverfahren nicht das Geringste zu tun, informiert Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de. Die Initiative Hohe Tauern Health arbeitet gemeinsam mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg seit Jahren daran, die altbekannte Heilkraft der Krimmler Wasserfälle in Salzburg wissenschaftlich zu erforschen und zu dokumentieren. Damit leistet die Initiative international beachtete Pionierarbeit auf diesem Gebiet.

Die Studienergebnisse wurden bereits in Fachmagazinen wie Journal of Allergy and Clinical Immunology, Paracelsus Today und Ärzte Exklusiv publiziert und bei Fachkongressen wie dem „3rd International Symposium on Molecular Allergology“  präsentiert. Schon 1808 entdeckte der Salzburger Doktor Paul Oberlechner die gesundheitsfördernde Wirkung des linden Sprühnebels, die Wissenschaftler in fortlaufenden Studien unzweifelhaft bestätigten. Das Land Salzburg, der Nationalpark Hohe Tauern und die Europäische Union unterstützen das langfristige Projekt. Akzeptanz findet die Wasserfall-Therapie auch bei der Salzburger Gebietskrankenkasse, die einen Teil der Behandlungskosten erstattet und bei der Salzburger Apothekerkammer.

Eindeutige Ergebnisse: Krimmler Wasserfall-Aerosole lindern

Die Therapie-Angebote von Hohe Tauern Health beruhen auf medizinischen Fakten: Die bedeutendsten Erkenntnisse wurden dabei durch eine klinische Studie mit kontrollierten, randomisierten Parallelgruppen von 53 Asthma bronchiale PatientInnen im Alter von acht bis vierzehn Jahren gewonnen, doch wurden auch Stichproben mit Erwachsenen, Kindern und ein einleitender Tierversuch am Krimmler Wasserfall durchgeführt. Alle Untersuchungen zeigten, dass der Aufenthalt am Krimmler Wasserfall einen anti-allergischen und anti-asthmatischen Immunstatus einleitet. Das führt zu einer deutlich besseren Lungenfunktion und der Normalisierung der biochemischen Parameter: auch zwei Monate nach Ende des Camps liegen sie um 60 Prozent niedriger als vor der Wasserfall-Therapie. Wasserfall-Kinder profitieren nachweislich noch vier Monate später von den Wasserfall-Aerosolen und zeigen eine fast vollständige Reduktion ihrer Asthmasymptome. Bei allen Hohe-Tauern-Health Gästen hat sich eine gesundheitliche Gesamtverbesserung ergeben, die auch durch die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmer bestätigt wird. Zurückzuführen ist die spezifische Heilkraft des größten europäischen Wasserfalls auf das besonders fein zerstäubte Wasser, resultierend aus der in Krimml gegebenen Fallhöhe und Wassermenge. Die Aerosolgröße, die Größe der Wasserteilchen in der Luft, liegt im Nano-Bereich.

Perfektes Klima außen und innen durch Krimmler Wasserfall-Aerosole

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark der Alpen und tief durchatmen ist hier besonders empfehlenswert: Die Region Oberpinzgau zeichnet sich durch ein gesundes, reizarmes Klima aus. Allergene und Schadstoffe kommen im Vergleich zum Flachland kaum vor und auch die Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung sind deutlich reduziert. Damit ein erholsamer und reizfreier Aufenthalt auch in der Unterkunft gewährleistet ist, haben zehn beteiligte Allergikerhotels der Region, unter Anleitung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, allergikergerechte Zimmer eingerichtet. Aufwändige Adaptierungsmaßnahmen garantieren, dass die acht wichtigsten Innenraumallergene für Allergie und Asthma nicht vorkommen, zusätzlich wurde die Feinstaubbelastung in allen Hotels auf einen Schwellwert ähnlich dem von klarer Winterluft reduziert. Dafür bekommen die Betreiber ein Zertifikat, das auch regelmäßige Kontrollen beinhaltet. Das Personal in Küche und Hotel wurde außerdem auf allergisches Asthma und Nahrungsmittelallergien geschult. Das innovative und in dieser Form einzigartige Konzept soll sicherstellen, dass die Erfolge der Wasserfall-Therapie nicht durch Allergieauslöser in der Unterkunft zunichte gemacht werden.

Krimmler Wasserfall-Therapie: Spezifische Angebote für jedes Alter

Wer sich von der Heilwirkung der Krimmler Wasserfälle gerne selber überzeugen möchte, hat beim Wasserfall-Schnuppern erstmalig die Gelegenheit, Krimml und die Nationalparkregion kennenzulernen. Bei einer Gesundheitswanderung mit den Rangern des Nationalparks Hohe Tauern kann man den positiven Einfluss des Wasserfalls schon bei kurzzeitigem Aufenthalt am eigenen Körper feststellen und die Vielfalt dieses einzigartigen Natur- und Kulturraumes genießen. Ein Hohe Tauern Health Gesundheitsurlaub dauert normalerweise 14 bis 21 Tage und umfasst neben dem täglichen Aufenthalt am Krimmler Wasserfall auch ausgewählte Wanderungen mit den Nationalpark-Rangern. Das Angebot beinhaltet außerdem einen zertifizierten Gesundheitserfolg, der gemeinsam mit fünf regionalen Kooperationsärzten, dem Krankenhaus Mittersill und der Universität erstellt wird. Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren können sich am „Splash-Camp-Krimml“ beteiligen. Es eröffnet den Teilnehmern eine sanfte, naturnahe Therapiemethode, Spaß, neue Abenteuer und Freundschaften in der herrlichen Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern. Die Initiative Hohe Tauern Health bietet einen 14-tägigen Aufenthalt, ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, rund um die Uhr medizinische Versorgung und Notfallmanagement, Lungenfunktionstests, Betreuung durch ausgebildete Pädagogen und eine individuelle Erfolgsbeurteilung nach dem Aufenthalt.
Der Universitätsdozent Dr. Arnulf Hartl und Mag. Renata Sanovic führen weiterhin die Studien der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg durch, die nun dabei sind, eine Gesundheitskarte des Wasserfalls zu erstellen, wo besonders heilkräftige wirksame Punkte am Wasserfall lokalisiert werden sollen. Auch wird die Sofortwirkung, die schon bei einem kurzen Aufenthalt am Wasserfall spürbar ist, näher erforscht.

Mehr Informationen zu den Angeboten der Hohe Tauern Helath finden Interessenten unter: www.hohe-tauern-health.at.

In der Gruppe „Asthma“ der imedo-Gesundheitscommunity können sich Betroffene mit anderen Asthma-Erkrankten über ihre Erfahrungen und Therapiemöglichkeiten austauschen.

Das imedo-Medizinlexikon klärt über Krankheiten und medizinische Fachbegriffe auf, beispielsweise darüber, was Allergien sind und welche Allergien es gibt.

Redaktion: Marcel Kresin und Sven-David Müller (Medizinjournalist)
Bildquelle: Hohe Tauern Health / Regionalverband Oberpinzgau

Heuschnupfen: Klimawandel fördert Allergien

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Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland reagiert inzwischen mit allergischem Schnupfen, ständigem Niesen und juckenden Augen auf den unsichtbaren Blütenstaub in der Luft. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Allergiker in den nächsten Jahren noch deutlich erhöht. Grund dafür ist der Klimawandel, so Medizinjournalist Sven-David Müller von www.imedo.de.

Die Menschen freuen sich nach dem langen und kalten Winter auf den Frühling. Für Millionen Pollenallergiker beginnt mit der warmen Jahreszeit jedoch eine Leidensphase. Die meisten Allergiker reagieren auf früh blühende Bäume und Sträucher wie Haselnuss, Erle oder Birke. Aber auch Gräser-, und Getreidepollen sind für viele Betroffene eine Qual. Viele Allergiker reagieren auf mehrere Pollenarten mit verschiedenen Blühzeiten, das bedeutet: durchgängige Heuschnupfen-Saison von Februar bis Oktober.

Globale Erderwärmung lässt Pollen länger fliegen
Die Mitglieder der Fachgesellschaft „European Respiratory Society“ rechnen mit Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Betroffen ist dabei nicht nur, wer bereits an Atemwegserkrankungen, also beispielsweise an Heuschnupfen (allergischer Rhinokonjunktivitis), leidet. Auch Menschen, die bisher nicht allergisch reagieren, können zukünftig betroffen sein. Denn das veränderte Klima begünstigt Pollenallergien massiv. „Die Folgen des Klimawandels sind in wenigen medizinischen Bereichen so unmittelbar und deutlich zu sehen wie in der Allergologie. Pollen-Allergiker sind stärker und länger im Jahr erkrankt als bisher“, betont der Wiesbadener Allergologe Professor Ludger Klimek vom Ärzteverband Deutscher Allergologen e.V. Durch den Anstieg der Durchschnittstemperatur wandern fremde, stark Allergie auslösende Pflanzenarten wie Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut) in unsere Breiten ein. Außerdem beginnt die Blütezeit, auch der einheimischen Pflanzen, immer früher. Dadurch verlängert sich die Periode hoher Allergen-Belastung. Gräser-Pollen stellen dabei in Deutschland laut aktuellen Forschungsergebnissen weiterhin den häufigsten Auslöser für allergischen Schnupfen dar.

Behandlung und Hilfe bei wunder Nase und trockenen Allergikeraugen
Neben einem Allergietest beim Facharzt, der Grundlage für eine gezielte Behandlung der Überreaktion des Körpers ist, kann sich jeder Allergiker während der Pollenhochphase das Leben zusätzlich erleichtern. Ärzte raten in erster Linie dazu, sich den reizenden Partikeln so wenig wie möglich auszusetzen und Pollenschutzgitter an Fenstern und Türen der Wohnung zu befestigen. Um die Nasenschleimhäute vom Blütenstaub zu befreien, kann ein dexpanthenolhaltiges Meerwasser-Nasenspray helfen. Das Einsprühen reinigt und verringert die Pollenkonzentration in der Nase. Gegen wunde Stellen an der Nase und weitere Austrocknung hilft Augen- und Nasensalbe. Auch Bindehautreizungen, über die Pollen-Allergiker häufig klagen, können mit Salben behandelt werden. Eine einmal für die Nase benutzte Tube sollten Betroffene jedoch wegen anhaftender Bakterien nicht mehr am Auge anwenden.

Erfahren Sie mehr zu Heuschnupfen in den imedo-Gesundheitsnews:
Gesundheitskolumne: Tipps für Pollenallergiker
Allergien durch Klimawandel

Mit der imedo-Arztsuche finden Sie schnell und einfach einen guten Allergologen in Ihrer Nähe.

Bildquelle: pixelio.de, Maria Lanznaster, Bayer HealthCare

Asthma: Arten, Symptome und Behandlung der Lungenerkrankung

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Sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Lungenerkrankungen mit dauernder oder zeitweiliger Luftnot und Husten. Das sind 5 Prozent aller Erwachsenen und sogar 10 Prozent aller Kinder. Mögliche Folgen von Asthma sind chronischer Sauerstoffmangel der Organe und irreversible Schäden an Lunge und Herz. Der Berliner Mediziner Dr. Thomas Höhn erklärt in den imedo-Gesundheitsnews, welche Arten von Asthma unterschieden werden, was ihre Symptome sind und wie Asthmatiker die Beschwerden lindern können.

Asthma ist nicht immer akut
Als Asthma bezeichnet man Anfälle von Atemnot, zwischen denen beschwerdelose Intervalle mit normaler Lungenatmung möglich sind. Ursache für akutes Asthma sind allergische Reaktionen in den Atemwegsschleimhäuten. Ist die Atmung dagegen ununterbrochen erschwert, handelt es sich um eine chronische Lungenerkrankung mit Atemwegsverengung, die auch COPD abgekürzt wird (chronic obstructive pulmonary disease). Sie ist Folge einer Entzündung durch eine chronische Bronchitis. Eine chronische Bronchitis liegt vor, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils drei Monate ununterbrochen eine Bronchitis mit Husten bestand.

Arten von Asthma

Ein Lungenemphysem als Folge verschiedener chronischer Lungenerkrankungen mit Überblähung der Lungenbläschen gilt als nicht heilbar. Mit der Zeit erlahmen die elastischen Rückstellkräfte und die nicht mehr ausgeatmete Luft füllt die Lungenbläschen – es kommt zum Emphysem. Die Verengung der Atemwege erhöht den Widerstand beim Ausatmen und bläht die Bläschen auf. Eine Bronchitis dagegen ist eine Entzündung der Schleimhäute der tiefen Atemwege. Die Luftröhre verzweigt sich wie ein Baum zum Lungengewebe hin und geht in die Bronchien und Bronchiolen über, die in die Lungenbläschen münden. Das klassische Asthma ist das durch verengte Atemwege verursachte Unvermögen, richtig auszuatmen. Folgende Faktoren verengen die Atemwege: Allergien, die zur Freisetzung von eigentlich schützenden Substanzen führen, die die Schleimhäute anschwellen lassen (zum Beispiel Histamin).

Die häufigsten Allergene hierfür sind: Pollen, Tierschuppen und -haare, Staubmilben und Schimmelpilze. Übererregbare Schleimhäute von an klassischem Asthma erkrankten Menschen reagieren schon auf den kleinsten Reiz mit Schwellung und Verlegung der Atemwege, so zum Beispiel auf Bakterien, Viren und Entzündungen. Hat das Bronchialsystem einmal „gelernt“, auf Reize mit Asthma zu reagieren, können auch Faktoren wie Ängste und Stress oder auch die bloße Vorstellung von Pollen oder die Betrachtung eines Bildes eines blühenden Baumes den Asthma-Anfall auslösen.

Folgen des Asthma bronchiale
Symptome des Asthma bronchiale sind Enge der Atemwege durch Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur, Anschwellen der Bronchialschleimhaut sowie zähe und glasige Sekrete in den Atemwegen, die nur unter größten Anstrengungen abgehustet werden können. Häufigstes Asthma-Symptom ist hierbei Atemnot, die auch lebensgefährlich werden kann. Der Anfall beginnt oft mit trockenem Husten, später mit Auswurf. Das Atemgeräusch ist gewöhnlich pfeifend, bedingt durch zähe Schleimfäden, die wie die Saiten eines Musikinstrumentes im durch die verengten Luftwege beschleunigten Luftstrom vibrieren. Es besteht Luftnot, da die Lunge mit verbrauchter Luft überfüllt ist.

Untersuchung durch den Arzt
Der Arzt hört zuerst die Lunge mit dem Stethoskop ab, um die oben beschriebenen Atemgeräusche vor allem beim Ausatmen zu erkennen. Er kann bronchitische und die für Lungenentzündung typischen Geräusche diagnostizieren. Die anschließende Lungenfunktionsprüfung ermöglicht, das Ausmaß der Atemwegsverengung anhand der Strömungsgeschwindigkeit sowie das Atemluftvolumen zu bestimmen. Ein Röntgenbild der Lunge zeigt gegebenenfalls das Maß der Überblähung (Emphysem) und die Belastung des rechten Teils des Herzens. Ein Elektrokardiogramm weist dann charakteristische Veränderungen für eine chronische Belastung durch Lungenüberblähungen auf (Cor pulmonale). Allergietests auf der Haut können schließlich einen Verdacht auf Allergieauslöser bestätigen oder widerlegen.

Lungenfunktion mit Peak-Flow-Meter testen
Mit einem handlichen Lungen-Funktionstester, Peak-Flow-Meter genannt, kann auf einfache Weise die Funktion der Lunge und die Reaktion auf Belastung sowie der Erfolg einer Behandlung überprüft werden. Die Reaktion auf Belastung wird auch Allergie-Provokationstest genannt. Bläst man in das Gerät hinein, wird der Wert auf einer Skala angezeigt. Von zwei bis drei Versuchen nimmt man den höchsten Wert und trägt ihn in eine Tabelle ein. Eine 50-jährige Frau von 1,65 Meter Größe sollte beispielsweise ein Luftvolumen von 300 Liter pro Minute ausstoßen können. Das entspricht der Leistung eines 75-jährigen Mannes gleicher Größe.

Behandlung von Asthma
Nach den Leitlinien des Stufenplans der deutschen Atemwegsliga werden anfangs Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, bei Bedarf als Spray. Sie sind auch als Inhalationsmittel, Tabletten oder Injektionen verfügbar. Antileukotriene, wie zum Beispiel Montelukast, unterdrücken die Entzündung. Außerdem werden Cortison-Präparate als Dosier-Aerosol oder Pulverkapseln angewendet (inhalative Corticoide). In höheren Stadien kommen sie auch als Tablette oder als Injektion im Anfall zum Einsatz. Theophyllin, eine koffeinähnliche Substanz, ist seit Jahrzehnten ein Standardmedikament. Es wird als Tablette, Kapsel, Injektion, im Anfall auch als Infusion genommen. Cromoglicinsäure (DNCG) hindert die Schleimhautzellen daran, Histamin auszuschütten. Formoterol kommt bei COPD zur Dauer- und Akuttherapie als Spray zum Einsatz.

Verhalten bei einem Asthma-Anfall
Durch gute Schulung und ärztliche Kontrolle lässt sich ein Selbstmanagement erlernen, welches wie bei allen chronischen Krankheiten notwendig ist. Ein Spray, der Corticoide und Beta-Mimetika enthält, sollte für die Selbstbehandlung bei einem Asthma-Anfall zusätzlich immer mitgeführt werden.

Risikofaktoren
Nikotin und Alkohol gilt es unbedingt zu meiden, da sie die Empfindlichkeit der Atemwegsschleimhäute erhöhen. Rauchen verschlimmert Lungen- und Bronchialerkrankungen in jedem Fall. Obwohl 30 Prozent der Erwachsenen unter einer chronischen Bronchitis leiden, rauchen trotzdem viele weiter oder setzen sich Zigarettenrauch aus. Vermeiden sollten Asthmakranke zudem offene Feuer (Kamin), plötzliche Kälte, Aspirin, Essen spät abends und Atmen durch den Mund (Austrocknen der Schleimhäute).

Selbsthilfe und naturheilkundliche Behandlungsstrategien

  • Autogenes Training hilft, die Atemwege zu entspannen und zu weiten. Angst und Unruhe beim Anfall werden so aktiv reduziert. Alleine das gedankliche Visualisieren eines großen weiten Meeres mit einer sanften Brise oder der gedankliche Blick von einem hohen Berg in eine schöne Landschaft voller Weite weiten auch die Atemwege und lindern die Symptome der Enge.
  • Akupressur kann Asthmaleiden vermindern. Der Akupressurpunkt für die Lunge ist oft verspannt und leicht schmerzempfindlich.
  • Rechtzeitig die richtige Atemtechnik zu erlernen ist für jeden Asthmatiker sehr hilfreich und stellt die beste Selbsthilfe dar. Auch mit Yoga und Yoga-Atmung können sich Asthmakranke selbst helfen.
  • Sport bessert die Symptome, und das Peak-Flow-Meter zeigt, wie Anstrengung und Trainingserfolge auf die Lunge wirken. Die Weltklasse-Schwimmer Mark Spitz und Christian Keller (26facher deutscher Meister) litten unter Anstrengungs-Asthma und schwammen unter ärztlicher Betreuung den Symptomen sogar davon. In vielen Sportarten gibt es unter solchen Ausnahme-Athleten Asthmakranke.
  • Kaffee wirkt dank Koffein schon in geringen Mengen bronchialerweiternd. Diese Eigenschaft besitzt der Kaffee aufgrund der chemischen Ähnlichkeit zu dem alten Asthma-Medikament Theophyllin.
  • Da die Nasennebenhöhlen mit derselben Schleimhaut ausgestattet sind wie die Bronchien, ist immer damit zu rechnen, dass ein Etagenwechsel der betroffenen Bereiche in die unteren Atemwege stattfindet. Es sollten also die Nasennebenhöhlen mit einer Nasendusche und lauwarmer Salzlösung gespült werden.
  • Eine weitere gute Selbsthilfe ist die Vermeidungstaktik: Weichen Sie den Pollen aus, verreisen Sie in pollenarme Gegenden, wenn hierzulande „Ihre“ Allergene fliegen.
  • Kinder, die im ersten Lebensjahr mit Tieren aller Art zusammengekommen sind, entwickeln in späteren Lebensjahren deutlich weniger Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma.
  • Sauerstofftherapie mit niedrig eingestellter Dauerbegasung per Nasensonde beispielsweise über Nacht: Das Gerät ist in Sanitätshäusern erhältlich, und der Lungenfacharzt oder Hausarzt können hierzu Fragen beantworten.

Ayurvedische Rezepte gegen Asthma
Tee-Rezept: Tee aus 1 Teelöffel Zimt + ¼ Teelöffel Ingwer + ¼ Teelöffel scharfe Paprika pro Tasse heißes Wasser. 1 Teelöffel Honig dazugeben, zweimal 1 Tasse täglich.
Pfeffer-Rezept: 1 Teelöffel braunes Senföl + 1 Teelöffel Rohrzucker mischen, täglich dreimal im Munde zergehen lassen, vor den Mahlzeiten. Damit kann man auch den Brustkorb einreiben.
19-tägige Pfefferkur mit länglichen schwarzen Pfefferschoten, die morgens mit der Pfeffermühle frisch gemahlen und mit 1 Teelöffel Honig oder mehr vermengt werden. Gut einspeicheln vor dem Schlucken, pro Tag um eine Schote steigern bis zum 10. Tag, anschließend pro Tag eine weniger.
Schwarzkümmeltee mit Schwarzkümmelöl: 1 Esslöffel fein gemahlenen Schwarzkümmel, 1 Teelöffel Kamille, 1 Teelöffel Süßholz vermischen und mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und mit Honig oder Zuckerrohr süßen. Dreimal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Homöopathie gegen Asthma

  • Ipecacuanha D4, D6, D12, D30 (Zentnerlast auf der Brust, akutes Giemen, Husten, Brechneigung)
  • Arsenicum album D6, D12 (Hustenanfälle nach Mitternacht, Luftnot im Liegen, Unruhe, Schwäche, Kälteempfinden)
  • Grindelia D3, D4 oder höher (Erstickungsgefühl, viel Auswurf, sehr zähe Sekrete)
  • Sulfur D6,D8, D12, D30 (Heiserkeit, Räuspern, das nicht bessert)

Ernährung anpassen gegen Asthma

  • Weniger Weizen und Milch zu sich zu nehmen bringt in vielen Fällen Besserung.
  • Konserven mit vielen Zusatzstoffen übersteigen oft die Verträglichkeitsgrenzen von Asthmatikern.
  • Bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie sollte der Betroffene immer einen Auslassversuch über 14 Tage starten.
  • Empfohlene Vitalstoffe und Nahrungsergänzungen sind: zwei- bis dreimal 200 bis 250 Milligramm Vitamin B6, zweimal 2000 Milligramm Vitamin C, 1000 Milligramm Calcium, 500 Milligramm Magnesium.
  • Einnahme von Schwarzkümmelölkapseln: dreimal zwei oder mehr täglich vor dem Essen oder dreimal täglich 1 Teelöffel Schwarzkümmelöl vor dem Essen.

In der imedo-Gruppe „Asthma“ können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und von deren Erfahrungen profitieren.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie weitere Tipps und Tricks speziell für Pollenalergiker.

Bildquellen: Sigrid Roßmann, pixelio.de; A.Dreher, pixelio.de

Akupunktur gegen Heuschnupfen

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Jucken, Schniefen, Brennen, Niesen – gut ein Fünftel der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie. Betroffene greifen alljährlich zu neuen aggressiven Präparaten, um die Allergie zu bekämpfen. Dabei hilft eine Akupunktur-Behandlung jedem zweiten Allergiker, den Heuschnupfen behutsam zu lindern. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Akupunktur bei Heuschnupfen.

Wie entsteht Heuschnupfen?

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) basiert wie alle allergischen Erkrankungen auf einer Fehlreaktion im Immunsystem. Unsere körperliche Abwehr hält dabei harmlose Stoffe wie Pollen für Feinde und behandelt sie wie gefährliche Bakterien oder Viren. Das Immunsystem bildet Antikörper, die dann versuchen, die Allergene (allergieauslösende Stoffe) zu vernichten. Gleichzeitig schütten die Schleimhautzellen den Botenstoff Histamin aus, der schließlich die akuten Heuschnupfattacken auslöst.

Viele Medikamente helfen nur kurzfristig gegen Heuschnupfen

Die Symptome von Heuschnupfen sind vielfältig: die Augen brennen, die Nase juckt und trieft, die Atemwege sind blockiert und man muss ständig niesen. Gegen viele Symptome helfen auch viele Mittel – oder etwa nicht? Antiallergische Nasensprays, Augentropfen und andere Medikamente stellen oft nur eine mäßige Hilfe dar. Sie bekämpfen nämlich ausschließlich die Symptome, nicht aber deren Ursachen. Mit Antihistaminika soll die Wirkung des Histamins, das das Brennen und Niesen verursacht, unterdrückt werden. Kortison lindert die Entzündungen der Schleimhäute. Das hilft zwar für den Moment, auf Dauer müssen Allergiker jedoch nach einer anderen Lösung suchen.

Akupunktur kann Heuschnupfen über Jahre hinweg beseitigen

Eine gute Alternative zu Antihistaminika und anderen Präparaten ist die Akupunktur. Bei jedem zweiten Pollenallergiker schlägt die Heilmethode ganz deutlich an. In der Regel verhelfen sechs bis acht Sitzungen dem Heuschnupfenpatienten zu einer spürbaren Verbesserung. Die positive Wirkung hält dann meist ein ganzes Jahr lang an und kann sogar über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben. Es empfiehlt sich, bereits in der symptomfreien Zeit mit der Behandlung anzufangen. Allerdings ist es auch möglich, in der akuten Phase hilfreich mit Akupunktur einzugreifen.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin vertreibt Heuschnupfen mit sanften Mitteln. Durch Ohren- und Körperakupunktur wird die Abwehrfunktion der Lunge gestärkt und somit dem Juckreiz der Nasenschleimhäute entgegen gewirkt. Das gelingt dem Akupunkteur, indem er den Fluss der Lebensenergie (Chi) reguliert. Er setzt dazu Nadeln an immunaktivierende Punkte des Körpers entlang der Energielaufbahnen (Meridiane). Dadurch wird der Füllezustand der oberen Atemwege ausgeglichen und die normale Funktion der Schleimhäute wiederhergestellt. Nach einer erfolgreichen Akupunktur-Behandlung kann der Patient weitestgehend auf zusätzliche Medikamente verzichten.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über eine erfolgreiche Impfung gegen Heuschnupfen.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern durch die Gruppe „Heuschnupfen“ den Austausch.

Bildquelle: gnubier, pixelio.de; Sabine Weiße, pixelio.de

Allergie-Mythen und Allergie-Wahrheiten

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Allergien sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das Wissen ist aber nur zum Teil gegeben. Die Medien schüren Ängste, verbreiten Halbweisheiten und verwirren damit die Gesellschaft. Es gibt viele Allergie-Mythen deren Wahrheitsgehalt eher gering ist. Kann man im Alter eine Allergie bekommen? Sind Allergien heilbar? Welche Rolle spielt dabei die Psyche? Informieren sie sich beispielsweise mit Hilfe des Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Kontakt zu Allergenen kann Allergien auslösen

Allergie Der direkte und unmittelbare Kontakt zum Allergen, wie zum Beispiel zum Nickel, vergrößert das Risiko zur Sensibilisierung. Eine allergische Reaktion auf Kontaktallergien ist demnach sehr wahrscheinlich. Untersuchungen zufolge kommt es auf die Menge des allergieauslösenden Reizes an. Ist der hoch, kann schon eine einmalige Berührung die Allergie auslösen. Friseurlehrlinge erhalten des öfteren am Anfang ihrer Ausbildung Allergien. Durch die hochdosierten Färbemittel kann schon beim ersten Anrühren der Farbe eine Allergie ausgelöst werden. Gelangt der allergieauslösende Stoff direkt ins Blut, zum Beispiel durch Verletzungen an den Händen, kann sehr rasch eine Allergie ausgelöst werden.

Allergie kann heilen

Die Allergieanfälligkeit wird immer bestehen bleiben, doch eine frühe Behandlung kann helfen, die Leiden zu mildern oder auch verschwinden zu lassen. Dies hängt jedoch von der Art der Allergie ab. In der Frühphase kann eine Hyposensibilisierung bei acht von zehn Pollenallergikern heilsam wirken. Es gibt verschiedene Therapien, die bei Allergikern eingesetzt werden. Aufgrund der Behandllungsmöglichkeiten, können Allergien gegen Insektengift mittlerweile zu fast 100 Prozent ausgeheilt werden. Bei einer Katzenallergie ist es möglich, die Symptome zu 62 Prozent abzuschwächen. Hier verabreicht man dem Patienten in einer milden Dosis, den Stoff gegen den er allergisch reagiert. Diese Behandlung dauert etwa zwei Jahre und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Neue Therapiemaßnahmen beziehen sich auf einen kürzeren Therapiezeitraum. Kurz bevor die Pollen ihr Unheil anrichten können, werden die Patienten fünf Mal die Woche mit Antiallergen-Spritzen versorgt. Wie sich dies auf längere Zeit auswirkt, kann noch nicht gesagt werden, hierfür bedarf es an einer Langzeitüberwachung der Maßnahme.

Allergien treten nicht nur in jungen Jahren auf

Beobachtungen zeigen, dass auch ältere Menschen erstmalig an Allergien erkranken. Die Neusensibilisierung tritt mittlerweile recht häufig in älteren Jahren auf. Allergische Reaktionen kommen vermehrt im Alter von 40 bis 50 Jahren vor. Dies wäre noch vor ein paar Jahren ein Phänomen gewesen, mittlerweile ist das der Alltag.

Eine vorhandene Allergie steigert die Wahrscheinlichkeit der Kreuzallergien

Es gibt sogenannte Kreuzallergien. DIes bedeutet, dass zum Beispiel Pollenallergiker häufiger bestimmten Lebensmitteln gegenüber sensibel reagieren. Allergiker reagieren oft auf die Substanzen, die biologisch oder chemisch eng mit dem Stoff verwandt sind, gegen den sie allergisch sind. Die Ursache hierfür ist ein individuell auftretendes Unvermögen der Antikörper.

Psyche kann Empfinden für das Leiden unter einer Allergie beeinflussen

Eine Tendenz zur Allergieanfälligkeit wird mit den Genen gegeben. Hier spielt die Psyche mehr oder weniger keine große Rolle. Einzig und allein das eigene Empfinden für das Leiden unter der Allergie kann von der Psyche beeinflusst werden. Anfälligkeit seitens der Eltern erhöht die Wahrscheinlichkeit für Kinder, allergisch zu reagieren um 40 Prozent. Vorhandene Allergien verdoppeln die Neigung, wie zum Beispiel bei Heuschnupfen.

Schmutz beugt Allergien vor

Der bekannte Spruch „Dreck macht Speck“ kommt nicht von nirgendwo. Spielt ein Kind oft draußen in der Natur, kommt es mit bestimmten Keimen immer wieder in Kontakt. Diese Keime stärken das Immunsystem. Studienergebnisse beweisen, dass Kinder, die auf dem Lande aufwachsen, seltener Allergien haben, als jene, die in der Stadt groß werden. Der Berliner Allergologe Dr. Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma-Zentrum Westend stellt fest, dass die Gründe für die unterschiedliche Entwicklung der Allergieverbreitung am westlichen, urbanen Lebensstil und den kleineren Familien liegt.

Mehr Allergien durch Umeltfaktoren

Nein, Allergien sind keine Erfindung der Neuzeit. Es gab sie schon immer. Persiens Einwohner reagierten beispielsweise häufig allergisch auf Rosenblüten, dem englischen König Richard III waren Erdbeeren ein Gräuel. Doch die Verbreitung der Allergien ist epidemieartig gewachsen. Hierzu machen Forscher die Umweltfaktoren und dem Klimawandel verantwortlich.

Der Klimawandel begünstigt Allergien. Mehr Informatonen zu diesem Thema finden Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Zudem informieren die imedo-Gesundheitsnews über Unverträglichkeiten und Lebensmittelallergien.

Aktuelle Interviews auf www.1000aerzte.de

Mein Favorit unter Omas Hausmitteln ist Zuhören! Das hat mir damals auch das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und wichtig zu sein.

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