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Bier: Kühles Blondes als Heilmittel

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Bier gehört wie Mineralwasser und Kaffee zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Aber Bier ist nicht nur ein Genussmittel, sondern in moderaten Mengen ein Heilmittel, informiert heute die Redaktion des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de. Gerade zum Oktoberfest in München, das inzwischen viele Volksfest-Ableger in der ganzen Republik hat, aber auch zur Cannstatter Wasen nimmt der Bierkonsum in Deutschland sprunghaft zu. Bier ist durch seinen Hefe- und Malzgehalt ein effektiver Vitaminlieferant und Bier enthält große Konzentrationen der wichtigsten B-Vitamine sowie mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein Liter alkoholfreies Bier deckt die Hälfte des täglichen Magnesium-Bedarfs, zwei Drittel des Niacin-Bedarfs, 20 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Kalium und ein Drittel des täglichen Folsäure-Bedarfs. Gesundheitsbewusste trinken Bier grundsätzlich in moderater Menge zum Abendessen.

Alkohol und Kalorien in Bier
Definitionsgemäß ist Bier ein kohlensäure- und alkoholhaltiges Getränk mit einem durchschnittlichen Alkohol-Gehalt von 4,5 bis 6 Prozent. Bier enthält natürlich auch Kalorien: Der Kalorien-Gehalt von Bier liegt bei durchschnittlich 48 Kilokalorien pro 100 Milliliter Bier. Bier besteht aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe. In Deutschland produzieren die Brauereien das Bier seit dem Erlass des Reinheitsgebotes vom 23. April 1516. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien belegt die gesundheitsförderlichen Effekte eines moderates Bier-Konsums. Aber auch Bier mit normalen Alkoholgehalt ist vergleichsweise kalorienarm – Wein hat beispielsweise 75 Prozent mehr Kalorien. Grundsätzlich unterscheiden die Bier-Brauer Obergäriges Bier und Untergäriges Bier.

Obergäriges Bier (Altbier, Berliner Weiße oder Kölsch) und Untergäriges Bier (Pilz, Bock oder Export)
Bei obergärigem Bier wie Ale, Altbier, Berliner Weiße, Kölsch, Stout oder Weizenbier (Weißbier oder Hefeweizen) schwimmt die Bierhefe nach dem Brauvorgang auf dem Sud. Bei untergärigem Bier wie Bock oder Doppelbock, Exportbier, Lager, Märzen, Oktoberfest-Bier, Pils, Schwarzbier oder Zwickelbier sinkt die Bierhefe am Ende des Brauvorganges auf den Boden des Gärtanks. Becks, Heinicken und Amstel brauen beliebte Biere.

Moderater Bier-Genuss steigert Lebenserwartung
Saufen und regelmäßiger moderater Bier-Konsum haben nichts miteinander zu tun. Während Saufen zur Abhängigkeit und zu Krankheiten führen kann, ist der moderate Bierkonsum von einem Glas täglich gesundheitsförderlich. Bei Männern kann es auch mal ein zweites Glas sein, da Männer mehr Alkohol und damit auch Bier vertragen können als Frauen. Schon durch täglich ein Glas Bier steigt die Lebenserwartung: Moderat Bier trinken heißt, länger leben. Grundsätzlich zeigen Studien, dass moderate Bier-Trinker länger leben als Abstinenzler oder Säufer.

Weniger Nierensteine durch Bier
Es muss kein Altbier sein, um das Nierensteinrisiko zu vermindern. Untersuchungen zeigen, dass durch moderaten Bier-Konsum das Nierensteinrisiko um 40 Prozent sinkt.

Von wegen Bierbauch: Bier kann beim Abnehmen helfen
Mit Bier abzunehmen ist wohl der Traum vieler Bier-Fans. Der dicke Bauch von Bier-Trinkern wird oft als Bier-Bauch verunglimpft. Einen Bierbauch gibt es überhaupt nicht, denn der Bierbauch ist ein Fettbauch und der kommt durch eine kalorienreiche Ernährungsweise und mangelnde Bewegung zustande. Bier ist im Vergleich zu Kaffee und Mineralwasser nicht kalorienarm, aber moderater Bier-Konsum hilft sogar beim Abnehmen, wie Studien beweisen. Geradezu kalorienarm ist alkoholfreies Bier. Das Kalorien-Nährwert-Lexikon zeigt, dass alkoholfreies Bier nur 24 Kilokalorien enthält, während Limonade mit 84 Kilokalorien zu B(a)uche schlägt.

Bier-Empfehlungen für Sportler und stillende Frauen
Alkoholfreies Bier ist auch gut für Sportler und stillende Frauen: Alkoholfreies Bier erleichtert Studien zufolge das Stillen, weil es die Muttermilchproduktion anregt. Für Sportler ist alkoholfreies Weizenbier (Weißbier) besonders gut, da es ein optimales isotones Sportgetränk ist.

Vitaminbombe Bier und Bierhefe
Bier ist durch die enthaltene Bierhefe eine echte Vitaminbombe. Besonders die B-Vitamine Riboflavin, Pyridoxin, Biotin, Folsäure, Pantothensäure und Niacin kommen reichlich in Bier vor. Aber Bier ist auch reich an Kalium, Magnesium und liefert sogar beachtliche Mengen an Kalzium und Zink. Wer auf eine vitaminreiche und mineralstoffreiche Ernährungsweise Wert legt, sollte seine Kost mit Bierhefe ergänzen. Die in Bier und Bierhefe enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind insbesondere für schwangere und stillende Frauen sowie Menschen, die unter einer mangelhaften Versorgung mit dem Vitamin-B-Komplex leiden, wichtig.

Bier gegen Altersdemenz
Bier stärkt auch das Gedächtnis und beugt der Altersdemenz vor. Bier schützt vor Gallenstein-Leiden und hemmt das Risiko einer Helicobakter Pylori Infektion des Magens, die zur Magenschleimhaut-Entzündungen führen kann.

Bier ist gesünder als Wein
Einige Forscherteams kommen sogar zu dem Ergebnis, dass Bier für die Gesundheit besser ist als Wein. In jedem Falle enthält Bier deutlich weniger Alkohol aber mehr Vitamine und Mineralstoffe als Wein. Die Bierhefe ist ein ideales Nahrungsergänzungsmittel und sorgt für gesunde Haare, Haut und Fingernägel. Menschen, die auf ihre Schönheit achten, sollten täglich Bierhefe einnehmen. Sie gibt es preiswert in Drogerien, Reformhäusern und Supermärkten in Form von Bierhefe-Tabletten und Bierhefe-Flocken. Da ungefiltertes Bier mehr Bierhefe enthält, sollten es gesundheitsbewusste Bier-Trinker bevorzugt trinken.

Bei Gicht und Zöliakie ist Bier verboten
Für Gicht-Patienten ist Bier schlecht, da es Purine enthält und die Harnsäure-Ausscheidung hemmt. Auch Menschen, die unter Zöliakie und Sprue leiden, dürfen kein Bier trinken, da es Gluten enthält.

Bier schützt vor Diabetes mellitus Typ 2 und Osteoporose
Bier ist fettfrei und enthält kein Cholesterin. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass moderater Bierkonsum vor Krankheiten schützen kann. Bier schützt insbesondere vor Diabetes mellitus Typ 2 und auch Osteoporose. Aber Bier schützt nicht nur vor der Zuckerkrankheit und der Knochenentkalkung. Bier und Bierextrakte wie Bierhefe sind entzündungshemmend. Mit Beta-Glukan angereicherte Bierhefe stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungskrankheiten (grippaler Infekt) vor.

Gesundbrunnen Bier
Moderater Bierkonsum senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf die Funktion der Nieren aus. Außerdem wirken die Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) antioxidativ und fangen freie Radikale ab. Der Gerstensaft hemmt die Arteriosklerose und schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen. Bier senkt das böse Cholesterin (LDL) und steigert das gute Cholesterin (HDL). Menschen, die moderat Bier trinken, haben ein um ein Drittel reduziertes Herzinfarkt-Risiko.

imedo-Tipps für gesundes Bier-Trinken
Anti-Alkoholiker leben nach einer Vielzahl von Studien kürzer als Menschen, die moderat Alkohol aufnehmen. Der moderate Bier-Konsum hat entscheidende gesundheitliche Vorteile. Nur wer häufig große Mengen Bier trinkt, muss eine Fettleber und Leberzirrhose fürchten. Die vorliegenden Studien sind keine Begründung für hemmungsloses Saufen, sondern vielmehr für das Genuss-Bierchen. Wer Alkohol meiden möchte, kann auf alkoholfreies Bier zurückgreifen. Zur Förderung der Schönheit von Haaren, Haut und Fingernägeln ist Bierhefe oder ungefiltertes Bier ideal.

Bier macht lustig
Die freie Enzyklopädie Wikipedia kennt einige humorvolle Bezeichnungen für den Bierbach: In der österreichischen Mundart existiert der Begriff „Gössermuskel“, nach der steirischen Gösser-Brauerei. In Köln wird der Bierbauch nach dem gleichnamigen 10 Liter Kölsch-Fass auch Pittermännchen genannt. Andere lustige Bezeichnungen für den dicken Bauch sind auch Veltinsmuskel, Pilsgeschwür, Hefespoiler, Paulaner-Muskel oder Brauerei-Tumor.

Lesen Sie weiter auf den imedo-Gesundheitsnews: Bierhefe macht schlank und schön

Tauschen Sie sich mit anderen ernährungsbewussten Menschen auf imedo.de aus – zum Beispiel in der imedo-Gruppe „Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe”

Quellen:
1) Vliegenthart R etal,: Alcohol Consumption and Coronary Calcification in a General Population, Arch Intern Med. (2004); 164: 2355-2360
2) Burger M etal.: Alkohol consumption and its relation to cardiovascular risk factors in Germany, European Journal of Clinical Nutrition (2004) 58, 605-614
3) Roles of drinking pattern and type of alcohol consumed in coronary heart disease in men, New England Journal of Medicine, Vol 348, 02/2003
4) Bobak, M etal.: Effect of beer drinking on risk of myocardial infarction population based case - control study; British Medical Journal (2009) 320, 1378-1379
5) Schaeffner etal.: Alcohol Consumption and the Risk of Rental Dysfunction in Apparently Healthy Men, Arch Intern Med. (2005); 165:1048-1053
6) Brenner H: Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Infektionen mit Helicobacter pylori. American Journal of Epidemiology (1999), 149(6):571-6
7) Bobak etal.: Beer and Obesity: A cross-sectional Study, European Journal of Clinical Nutrition (2003) 57, 1250-1253
8 ) Koppes etal,: Moderate Alcohol Consumption Lowers the Risk of Type 2 Diabetes, Diabetes Care (2005), 28, 719-725
9) Bergmann RL etal.: Nikotin und Alkohol in der Stillzeit, gynäkol. Prax. (2002), 26, 431-436 10) Koletzko B etal.: Beer and Breastfeeding, Adv Exp Med Biol 2000; 478: 23-28
11) Stampfer, MJ etal, Effects of Moderate Alcohol Consumption of Cognitive Function in Women, The New England Journal of Medicine (2005); 352:245-253

Von wegen Bierbauch: Bierhefe hält jung und macht schön

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Der 23. April ist der Tag zu Ehren des deutschen Bieres. Seit 1994 feiern die deutschen Bierbrauer den Erlass des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 1516. Grund genug, einen Blick auf das Lieblingsgetränk der Deutschen zu werfen. Tina Bernstein, Redakteurin des Internet-Gesundheitsportals www.imedo.de hat bei Diplom-Braumeister Heiko Rohde nachgefragt.

Darüber, dass Bier gesund ist und schön macht, haben wir bereits berichtet. Mit 42 Kilokalorien pro 100 Milliliter hat es weniger Kalorien als Ananassaft, Cola, Vollmilch, Wein und Energy Drinks.

Bierhefe: hochwertiges Abfallprodukt

Ein hochwertiges Abfallprodukt des Brauprozesses ist die Bierhefe. Sie enthält viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. 15 Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Selen, Magnesium, Zink und Kupfer, beinhaltet die Bierhefe. Außerdem enthält die Bierhefe praktisch kein Fett und kein Cholesterin. Doch nicht nur die Figur profitiert von Bierhefe. Sie verstärkt das Haarwachstum, sorgt für mehr Glanz und feste Fingernägel. Die meisten Stoffe werden während der Gärung in das Bier abgegeben.

Mythos Bierbauch

„Bier stammt nur von natürlichen Rohstoffen“, erklärt Diplom-Braumeister Heiko Rohde aus Berlin. „Es enthält Vitamin B 1, 2 und 6 sowie Folsäure. Das beugt Konzentrationsschwäche vor und ist gut für die Haut. Folsäure senkt den Homocysteinspiegel und dadurch den Blutdruck“, erläutert der Experte. „Bier ist außerdem ein Kalium- und Magnesium-Lieferant und zugleich natriumarm“. Bier enthält auch Polyphenole, das sind Antioxidantien, die die Zellalterung verhindern.

Wichtig ist, dass es bei einem moderaten Biergenuss bleibt. 20 Gramm Alkohol pro Tag empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, gesunden Menschen. Diese Menge gilt als unbedenklich und sogar gesundheitsförderlich. Frauen sollten nur die Hälfte, also zehn Gramm, trinken, da sie Alkohol langsamer abbauen als Männer.

Den allseits verfluchten Bierbauch gibt es in dieser Form auch nicht. Ein normal-portionierter Biergenuss lässt den Bauch nicht wachsen. „Vielmehr regt das Bierchen am Abend den Appetit an“, sagt Rohde. Die Folge: Im Bauch wird nicht das Bier eingelagert, sondern zu viele Kalorien durch Chips, Erdnüsse, Frikadellen, Bratwürste und Schnitzel.

Keine Verweiblichung durch Bier

Ein weiterer Mythos ist, dass Bier angeblich zur Verweiblichung des Mannes führt. „Das ist erwiesenermaßen falsch“, bestätigt Heiko Rohde. Es wurde aber festgestellt, dass die Phyto-Östrogene der weiblichen Hopfenpflanzen Auswirkungen auf die Menstruation der Pflückerinnen hatten. „Männer nehmen dadurch keinen Schaden“.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern weitere Informationen zum Thema Bier. Lesen Sie auch: Bierhefe macht schlank und schön und Bier ist gesund und macht schön.

Bildquelle: Ernst Rose, pixelio.de

Katerkiller: Ohne Brummschädel ins neue Jahr

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Alle Jahre wieder steigt der Alkoholkonsum in der Silvesternacht auf den Höhepunkt an. Sekt, Bowle, Wein, Cocktails und Bier sowie diverse Spirituosen gehören nicht nur zum Anstoßen auf das neue Jahr, sondern sind den gesamten Silvesterabend über gerne gesehen. Ein Prosit Neujahr! Übermäßiger Alkoholkonsum führt jedoch rasch und spätestens am Folgetag zum Kater. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de hat für Sie die besten Tipps zusammengestellt, die aus einem Kater ein Kätzchen machen.

Mineralwasser zwischen alkoholischen Drinks

Die besten Katerkiller können demjenigen nicht helfen, der bis zum Stillstand sämtlicher Körperfunktionen trinkt. Aber es gibt einige Katerkiller, die helfen, dass sich der Kopf nicht zum Brummschädel auswächst. Die meisten Katerbeschwerden sind direkt auf den Alkoholkonsum zurückzuführen. Durch die Aufnahme von Alkohol steigt die Urinproduktion deutlich an und viel Flüssigkeit geht verloren. Damit verliert der Körper auch viele wichtige Elektrolyte. Durch den extremen Salz- und Wasserverlust kommt es zum Nachdurst, zu den Kopfschmerzen und dem ausgeprägten Unwohlsein. Aber, wer reichlich Mineralwasser zwischen den alkoholischen Drinks trinkt, gleicht den Wasserverlust aus und hat auch einfach weniger Nachdurst. Nachdurst ist ein Anzeichen für einen Wassermangel und sollte gar nicht erst entstehen.

Vor dem Alkoholkonsum essen

Der altbekannte Spruch „Bier auf Wein, das lass sein!“ entbehrt jedoch jeder Grundlage. Die Nebenwirkungen des Alkohols sind auf die Menge und nicht auf die Reihenfolge der alkoholischen Getränke zurückzuführen. In jedem Falle ist eine gute Grundlage wichtig und dafür ist eine Mischung aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten beispielsweise in Form eines Frikadellen-Brötchens ideal. Wer nüchtern beginnt Alkohol zu trinken, hat bald einen dicken Kopf. Stark gezuckerte alkoholische Getränke steigen besonders rasch zu Kopf. Wer den Brathering, das Matjesbrötchen oder die Frikadelle schon am Silvesterabend verzehrt, hat am nächsten Tag weniger Probleme und gleicht den Salzmangel rechtzeitig aus.

Frische Luft, Zink und Magnesium bewahren vor dem Kater nach Alkohol

Wer mag, kann auch auf ein natriumreiches Mineralwasser zurückgreifen. Das ist optimal, um Wasser- und Salzverluste gar nicht erst aufkommen zu lassen. Neben Natrium geht durch übermäßigen Alkoholkonsum aber auch verstärkt Magnesium und Zink über den Urin verloren. Der Mineralstoff Magnesium hat sich bei Kopfschmerz-Patienten bestens bewährt. Es ist durchaus sinnvoll, nach einer durchzechten Silvesternacht vor dem Schlafengehen eine Magnesium-Brausetablette in reichlich Mineralwasser aufgelöst zu trinken. Damit hat der Brummschädel weniger Chancen. Eine ausreichende Zinkaufnahme hilft der Leber, Alkohol rasch abzubauen und die schädlichen Nebenwirkungen einzuschränken. Hier reicht es aber nicht aus, am Silvesterabend eine Zinktablette einzunehmen. Vielmehr ist es erforderlich, einige Tage vorher mit der Zink-Tabletten-Einnahme zu beginnen.

Aber alle diese Tipps dürfen nicht davon ablenken, dass viel Alkohol für die Gesundheit grundsätzlich nicht zuträglich ist. Am Neujahrsmorgen gilt es viel frische Luft zu tanken, auszuschlafen und ein leichtes Frühstück mit Joghurt, Obst und wenig fetten Speisen einzuhalten. In keinem Falle ist es angeraten, mit den Alkoholika weiterzumachen, mit denen man das Silvesterfest hat ausklingen lassen. Am Neujahrstag sind Mineralwasser, Tomatensaft und frisch gepresste Obstsäfte angesagt. Bei leichten Kopfschmerzen hilft oft ein starker Kaffee mit reichlich Zitronensaft. Das schmeckt zwar nicht besonders gut, hat sich aber bestens bewährt.

Die besten Anti-Katertipps auf einen Blick:

1. Alkoholika niemals auf nüchternen Magen – schaffen Sie eine gute Grundlage
2. Nach jedem alkoholhaltigen Drink ein großes Glas Mineralwasser
3. Wer am Silvesterabend ausreichend Salzhaltiges isst, hat am Neujahrsmorgen weniger Probleme
4. Magnesium kann dem Kater-Kopfschmerz vorbeugen
5. Zink hilft der Leber bei der Alkoholentgiftung

Die imedo-Gesundheitsnews haben eine gute Nachricht: Bier ist ein Heilmittel. Zudem erklärt die imedo-Gesundheitsredaktion, wie Sie den inneren Schweinehund überwinden und es schaffen, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Bildquelle: Bernd Bast, pixelio.de

Alkohol und Gewalt: Kampagne klärt Jugendliche auf

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Eine neue Kampagne soll Jugendliche über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklären. Unter dem Slogan „Don’t drink too much - Stay Gold“ machen Polizei und Regierung auf die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam. Prominente Gesichter sollen dabei helfen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet über das neue Projekt.

Logo der Kampagne. Unter dem Slogan

„Don’t drink too much – Stay Gold“ heißt der Slogan der neuen Kampagne gegen exzessiven Alkoholkonsum und Gewalt, die von Jörg Schönbohm, dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz und Innenminister des Landes Brandenburg, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing MdB, und dem Vorsitzenden der „Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes“, dem Landespolizeipräsidenten von Baden-Württemberg, Erwin Hetger, gestartet wurde.

Maßnahme gegen Alkoholkonsum als Trend

„Übermäßiger Alkoholkonsum junger Menschen liegt leider im Trend und die Folgen, wie Gesundheitsschädigungen und Gewaltstraftaten, sind gravierend. Die Innenminister-Konferenz hat sich deshalb auf ihrer Herbsttagung im Vorjahr für eine jugendgemäße Öffentlichkeitskampagne ausgesprochen, die zur nachhaltigen Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs beiträgt“, erinnerte Innenminister Schönbohm.

Ziel der Anti-Aklohol-Kampagne

„Die von uns gemeinsam startende Kampagne soll Jugendliche, Eltern sowie Erziehungsverantwortliche, aber auch Gewerbebetreibende für den Jugendschutz sensibilisieren und über die schädlichen Folgen des Alkoholkonsums aufklären“, formulierte der IMK-Vorsitzende die Zielstellung. Der Alkoholmissbrauch müsse eingedämmt werden. „Generell gilt für unter 16-Jährige und junge Fahrer – kein Alkohol! Alle anderen müssen sich bewusst sein, dass übermäßiger Alkoholgenuss nur Schattenseiten hat. Wenn sich die Menschen in solchen Situationen nur lächerlich machen, ist das eigentlich kein Problem der Polizei. Viel zu oft aber gipfelt übermäßiger Alkoholkonsum in Gewalt“, sagte Landespolizeipräsident Erwin Hetger.

Sabine Bätzing übernimmt die Schirmherrschaft der Anit-Alkohol-Kampagne

Alkohol stellt auch eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung für Heranwachsende dar. Deshalb hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, die Schirmherrschaft der Kampagne übernommen. „Die Kampagne der Polizei kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der Trend zum exzessiven Trinken bei Jugendlichen ist weiterhin ungebrochen. Jeder Fünfte Jugendliche betrinkt sich mindestens einmal im Monat mit mindestens fünf oder mehr Gläsern Alkohol. Häufig folgen diesem Rauschtrinken Gewalttaten. Daher unterstütze ich die Kampagne der Polizei gegen das Rauschtrinken gerne durch meine Schirmherrschaft. Weitere Unterstützung durch die Gesellschaft und Vereine ist notwendig und durch das flexible Konzept der Kampagne auch möglich.“

Alle drei plädierten deshalb für einen maßvollen Umgang mit Alkohol – entsprechend dem Motto „Don’t drink too much – Stay Gold“ fordert die Kampagne junge Menschen auf, nicht zu viel zu trinken und sich so selbst treu zu bleiben. Ihre Zielgruppe sind 17- bis 19-Jährige.

Exzessiver Alkoholmissbrauch und seine Folgen

Immer mehr Kinder und Jugendliche werden in Deutschland aufgrund Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. Waren es im Jahr 2000 noch 9500 Betroffene im Alter von zehn bis 19 Jahren, die mit der Diagnose einer akuten Alkoholvergiftung eingeliefert wurden, so verdoppelte sich die Zahl bis ins Jahr 2006 auf 19.500 Fälle.

„Alkohol ist der Gewaltkatalysator und deshalb ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft“, sagte Hetger. „Wenn die Gewalt sich dann gegen einschreitende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte richtet, ist das mehr als beunruhigend.“ Der Polizeilichen Kriminalstatistik, kurz PKS, zufolge wurde im Jahr 2007 nahezu jede dritte Gewalttat unter Alkoholeinfluss begangen. Zudem standen bei mehr als 60 Prozent der Widerstandsdelikte die Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss.

Die imedo-Gesundheitsnews liefern weitere Informationen zum Thema: Deutsche Jugendliche trinken Alkohol, rauchen aber nicht, Kampftrinken unter Jugendlichen – Staat greift ein

Deutsche Jugendliche trinken Alkohol, rauchen aber nicht

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Die Anzahl der jugendlichen Raucher ist so niedrig, wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Auch die Zahl der Cannabis-Konsumenten unter 18 Jahren geht zurück. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt allerdings vor dem Trend zum exzessiven Trinken. Jährlich müssen Mediziner 20.000 Jugendliche in Kliniken wegen Alkoholmissbrauchs behandeln.

„Trinken bis zum Umfallen“ ist bei jungen Leuten keineswegs nur pure Prahlerei. Rund eine Million Jugendliche haben sich in den vergangenen vier Wochen in Deutschland ins „Koma“ getrunken, 300 000 sogar einmal wöchentlich fünf Gläser Alkohol und mehr konsumiert, wie hochgerechnet aus der neuesten Erhebung zur „Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA, hervorgeht.

„Dieser Trend zum sogenannten Binge Drinking ist weiterhin ungebrochen“, klagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing, tätig in der SPD, in Berlin, angesichts der Zahlen über den Drogenmissbrauch junger Menschen. Obwohl der größte Teil der Jungen und Mädchen nach dem Jugendschutzgesetz eigentlich noch gar keinen Alkohol trinken dürfte, konsumierten nach eigenen Angaben etwa 20 Prozent im vergangenen Monat, mindestens bei einer Gelegenheit fünf oder mehr Gläser Alkohol. 2004 lag der Anteil der jungen Exzessivtrinker bei 23 Prozent.

Trotz Rückgang des Alkoholkonsums keine Entwarnung

Trotz des leichten Rückgangs könne es keine Entwarnung geben, da Ärzte fast 20 000 junge Menschen in Krankenhäusern nach Alkoholmissbrauch behandeln müssen, sagte die BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Nicht nur das Rauschtrinken zu bestimmten Anlässen, sondern auch die regelmäßig konsumierte Alkoholmenge stelle eine „besondere Gefahr für Jugendliche“ dar, erläuterte sie.
„2,5 Prozent der Jungen und 1,5 Prozent der Mädchen nehmen so viel Alkohol zu sich, dass sie die für Erwachsenen geltenden Grenzen zum ‘gefährlichen Alkoholkonsum’ - 60 Gramm Reinalkohol bei Männern und 40 Gramm für Frauen - überschreiten“, sagte Pott. Ihren Angaben zufolge, enthalten ein Achtel Wein oder ein Viertel Liter Bier jeweils zehn Gramm Alkohol. Eigentlich sollten Männer täglich nicht mehr als 24 Gramm und Frauen nicht mehr als 12 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen. Und die Werte für Jugendliche müssten noch darunter liegen. „Doch für sie gibt bislang keine Grenzwerte“, sagte Pott.

Weniger jugendliche Raucher

Doch es gibt auch „gute Nachrichten“, wie Bätzing betonte. Die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig rauchen, trinken oder Cannabis konsumieren, ging in den vergangenen Jahren zurück. Demnach sank bei den 3000 befragten 12- bis 25-Jährigen der Anteil der Raucher unter den Minderjährigen auf den niedrigsten Stand seit 1979. Allein seit 2001 nahm der Anteil der rauchenden 12- bis 17-Jährigen von 28 Prozent auf 15 Prozent in diesem Jahr ab. Die Zahl der “Nieraucher” stieg zugleich in den vergangenen fünf Jahren von 40 auf 60 Prozent an.

Präventionsanstrengungen in Sachen Drogen zeigen Wirkung

Nach vielen Jahren des Anstiegs ist dem Bericht zufolge auch der Cannabiskonsum rückläufig. Gaben 2004 rund 31 Prozent der 12- bis 25-Jährigen an, schon einmal im Leben die Droge konsumiert zu haben, waren es 2008 noch 28 Prozent. Bei den 12- bis 17-Jährigen nahm im selben Zeitraum der Anteil von 15 Prozent auf knapp 10 Prozent ab.

Bei den Heranwachsenden ist Bätzing zufolge Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Bei den 12- bis 17-Jährigen tranken demnach 2008 mehr als 17 Prozent regelmäßig alkoholische Getränke, 2004 waren es etwa 21 Prozent. Die jungen Leute stehen vor allem auf Bier, wie Pott ergänzte. Danach kämen selbstgemixte Drinks, Bier- und weinhaltige Getränke. Wein und harte Sprituosen hingegen sind bei den Jugendlichen nach eigenen Angaben weniger verbreitet.

„Die Zahlen zeigen, dass unsere Präventionsanstrengungen ankommen“, resümierte die Drogenbeauftragte. Um gleich hinzuzufügen: „Das heißt aber nicht, dass wir jetzt die Hände in den Schoß legen können. Wir müssen uns jetzt stärker auf Gruppen konzentrieren, die riskante Konsummuster aufweisen.“

Um Komasaufen und Gewalt unter Jugendlichen zu vermeiden, klärt eine neue Kampagne Jugendliche auf. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Bildquellen: Paul-Georg Meister, pixelio.de; Günter Havlena, pixelio.de

Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft unterschätzt

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Jedes Jahr am 9. September, dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes, läuten die Kirchenglocken, um auf das Problem des Fetalen Alkoholsyndroms, kurz FAS, aufmerksam zu machen. Und das ist offensichtlich notwendig, denn nur die wenigsten Frauen verzichten während der Schwangerschaft komplett auf Alkohol. Und riskieren mit jedem Schluck schwerwiegende Schädigungen ihres Kindes. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Alkohol in der Schwangerschaft kann Fetales Alkoholsyndrom bewirken

In einer Studie der Charité gaben 58 Prozent der befragten schwangeren Frauen an, während der Schwangerschaft gelegentlich Alkohol zu trinken. Jedes Jahr werden 10.000 alkoholgeschädigte Kinder in Deutschland geboren, davon 4.000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms, einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung. Äußerlich erkennbare Symptome sind unter anderem Kleinwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit oder eine mangelhafte Muskelentwicklung. Es gibt typische Gesichtsveränderungen wie beispielsweise schmale Lidspalten, ein kurzer Nasenrücken, eine Hautfalte am inneren Augenwinkel und schmale, mangelhaft ausgeformte Lippen. Die Mittelrinne zwischen Nase und Oberlippe ist oft wenig bis kaum ausgebildet. Auch geistige Schäden sind häufig feststellbar. Kinder mit FAS weisen nicht selten Entwicklungsverzögerungen auf, haben Probleme mit dem Sprechen oder Lernen oder sind hyperaktiv. Manche Kinder werden autistisch oder das genaue Gegenteil, sehr vertrauensselig und distanzlos. Viele der betroffenen Kinder sind emotional instabil oder aggressiv, können sich in die Gesellschaft nicht einfügen. Nur etwa 20 Prozent der mit dem Fetalen Alkoholsyndrom diagnostizierten Kinder sind später in der Lage, selbstständig zu leben. Die übrigen 80 Prozent sind ein ganzes Leben lang auf Betreuung angewiesen. Trotz dieser erheblichen Zahl wird FAS kaum thematisiert. FAS stellt die häufigste Behinderung bei Neugeborenen in Deutschland dar, sie tritt doppelt so häufig wie das Down-Syndrom auf - und ist zu 100 Prozent vermeidbar.

Jeder Schluck Alkohol ist gefährlich

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sagt: „Es gibt keinen sicheren Grenzwert für den ungefährlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft.“ Das Kind sei dem Alkohol genauso ausgesetzt wie die Mutter, habe allerdings weitaus mehr unter dem Konsum zu leiden, da der Fötus Alkohol erst mit einer Leistung von vier Prozent im Vergleich zur Mutter abbaue. „Ein vollständiger Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist somit unabdingbar.“ Das Bewusstsein um die Existenz des Fetalen Alkoholsyndroms, der Umgang mit den Betroffenen und die Möglichkeit der Prävention sei sowohl bei Ärzten, Hebammen als auch werdenden Müttern noch nicht ausreichend ausgeprägt. Weiter wies Bätzing darauf hin, dass die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft häufig verharmlost oder gar nicht wahrgenommen würden. „Viele Schwangere erliegen dem Vorurteil, ein Gläschen in Ehren könne dem Fötus nicht schaden.“ Frauen aus der Mittelschicht würden diesem Irrtum besonders oft erliegen. Bätzing fordert, dass Aufklärung, Beratung und Prävention in der Schwangerschaftsvorsorge optimiert werden. Es reiche nicht, eine rhetorische Frage zum Thema Alkohol zu stellen, die das Nein automatisch mit einschließt.

Die Charité, die die Studie durchgeführt hatte, empfiehlt aufgrund der Ergebnisse freiwillige Fragebogen, wie den sogenannten „Audit-C“ zur Identifikation eines riskanten Alkoholkonsums in der Schwangerschaft einzuführen. Bätzing stimmte dem audrücklich zu und geht noch einen Schritt weiter: „Weitere Empfehlungen, wie die Einführung von neuartigen Biomarkern weisen in die richtige Richtung, müssen aber durch spezifische Schulungen der Ärzte auch greifen.“

Weitere Informationen über das fetale Alkoholsyndrom liefert das imedo-Medizinlexikon.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren zudem über Sex nach der Schwangerschaft und das Down-Syndrom

Bildquelle: Klaus Steves, pixelio.de

Lautstärke beeinflusst Alkoholkonsum

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Es ist keine neue Erkenntnis, dass Betreiber von Geschäften über die Auswahl ihrer Musik das Verhalten der Konsumenten manipulieren können. Ein Team aus französischen Forschern fand jetzt heraus, dass zumindest in Bars nicht nur die Auswahl der Musik eine entscheidende Rolle spielt. Vor allem die Lautstärke der Musik ist auschlaggebend für die Höhe des Alkoholkonsums. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über den Einfluss der Lautstärke auf den Alkoholkonsum.

„Frühere Studien haben gezeigt, dass schnelle Musik zu schnellem Trinken führen kann und dass Musik Menschen dazu verleitet, länger in einer Bar zu bleiben, als es ohne Musik der Fall wäre“, berichtet Nicolas Guéguen, Wissenschafler an der Université de Bretagne-Sud in Frankreich. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiterstab ist er der These nachgegangen, ob laute Beschallung in Bars zu einem erhöhten Alkoholkonsum führt.

Musik in hoher Lautstärke verleitet zum Alkoholkonsum

An drei Samstagen gingen die Wissenschaftler in Bars und regulierten nach Absprache mit den Betreibern die Musik  - zwischen 72 und 88 Dezibel. Sie wählten Lieder aus der Top-40-Liste aus und spielten diese ab. Die Forscher beobachteten 40 Männer zwischen 18 und 25 Jahren ohne deren Wissen. Einziges Aufnahmekriterium: Die Männer mussten ein Glas gezapftes Bier bestellen.

Die Wissenschaftler beobachteten die Probanden nacheinander und veränderten die Lautstärke der Musik. Es zeigte sich, dass Musik mit einem Schalldruckpegel von 88 Dezibel im Vergleich zu 72 Dezibel die Probanden mehr Alkohol in kürzerer Zeit konsumieren ließ. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten ist, dass die Leute mit steigender Lautstärke angeregter sind, sich aufgrund der Lautstärke aber weniger unterhalten und stattdessen trinken.

„Wir konnten zeigen, dass die Hintergrundmusik in Bars mit dem Konsum von alkoholischen Getränken assoziiert ist“, sagt Guéguen. „Wir müssen daher einerseits Barbesitzer dazu anregen, die Musik in ihren Etablissements nur in moderater Lautstärke zu spielen. Andererseits wollen wir die Konsumenten darüber aufklären, dass laute Musik dazu verleitet, mehr zu trinken“.

Musik kann auch für die Schmerztherape eingesetzt werden. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch zu diesem Thema.

Bier kann auch als Heilmittel fungieren. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Alkoholikern durch die Gruppe „Zusammen besiegen wir den Alkohol“ den Austausch über Alkoholsucht und -entzug.

Bildquelle: Klicker, pixelio.de

Alkohol als Volksdroge

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Flatrate-Parties, Komasaufen oder Binge-Drinking: Der Alkoholkonsum von Jugendlichen hat inzwischen viele Namen bekommen. Doch nicht nur Jugendliche geraten beim Trinken immer wieder an ihre Grenzen und landen im Krankenhaus. Was auch die wenigsten Erwachsenen wissen: Bereits ein Glas Wein hat eine ähnliche Wirkung wie Heroin. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt vor der Volksdroge Alkohol.

Die Fakten sind erschreckend. Nachdem der Pro-Kopf Genuss reinen Alkohols von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren auf 34 Gramm im Jahr 2005 gesunken ist, wurden 2007 durchschnittlich 50 Gramm konsumiert. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland immer mehr Kinder und Jugendliche aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt. 9500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis unter 20 Jahren wurden im Jahr 2000 mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ im Krankenhaus behandelt. Die Zahl stieg innerhalb von fünf Jahren um mehr als das Doppelte an. Im Jahr 2005 waren es bereits 19.400 stationäre Behandlungen.

Was Alkohol im Hirn anrichtet - und wie daraus eine Abhängigkeit entstehen kann

Dabei werden die einzelnen Stationen bis zum vollkommenen Alkoholrausch in mehrer Phasen eingeteilt.

  • Phase 1 (0,2 Promille) Nach einem Glas Bier oder einem Viertel Liter Wein fühlt man sich leicht angeheitert.
  • In der Phase 2 (0,5 Promille), nach drei Bieren oder einem halben Liter Wein, lässt die Reaktionsfähigkeit deutlich nach. Betroffene neigung zur Selbstüberschätzung.
  • Nach sechs Gläsern Bier oder einem Liter Wein (1 Promille), in der Phase 3, lässt das Gleichgewichtsgefühl deutlich nach, man beginnt zu lallen.
  • Ab Phase 4 (1,5 Promille) wird es dann unangenehm: Selbstgespräche, Schwanken, Schwindel.
  • Phase 5 (2 Promille): Erbrechen, schwere Gleichgewichtsstörungen, Kontrollverlust. Ab 2,5 Promille treten Störungen der Atmung und des Blutkreislaufs auf, die motorischen Nerven versagen, das Bewusstsein setzt aus. Über 4 Promille würde dann ziemlich sicher der Tod eintreten.

Alkohol ist Gift für den Körper des Menschen. Schon das Trinken eines Glases Wein wirke prinzipiell auf das Suchtzentrum im Gehirn wie eine Dosis Heroin, sagt Falk Kiefer, einer der führenden Suchtforscher.

Alkohol-Moleküle lähmen die Nervenzellen

Menschen fühlen sich unter Alkoholeinfluss zunächst enthemmt und mutiger als sonst, werden aber müde und schlapp. Gleichzeitig werden viele wichtige Sinneswahrnehmungen getrübt. Die Augenmuskulatur erschlafft, der Tunnelblick entsteht. Der Verstand schwindet, da die Moleküle des Alkohols die Nervenzellen lähmen und die Informationsübermittlung behindern. Dafür übernimmt das limbische System die Kontrolle. Das ist die Einheit des Gehirns, die der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten dient.

Der Alkoholrausch als Feuerwerk der Endorphine

Im Hirn der Alkoholisierten tobt ein Endorphin-Feuerwerk - der Rausch. Endorphine sind vom Körper selbst produzierte Rauschmittel, die normalerweise beim Küssen, beim Essen oder beim Sex ausgeschüttet werden und Glücksgefühle auslösen. Dies scheint ein Schlüssel bei der Enstehung der Abhängigeit zu sein. „Durch die Endorphine wird das Motivations- Belohnungssystem reguliert“, erklärt Kiefer, „neuronale Strukturen lernen, dass es positive Konsequenzen hat, Alkohol zu konsumieren.“ Ein Teufelskreis. Für suchtgefährdete Menschen ist es schwer, aus dieser Falle herauszukommen.

Jugendliche trinken Alkohol, rauchen aber nicht. In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Um Komasaufen und Gewalt unter Jugendlichen zu vermeiden, klärt eine neue Kampagne Jugendliche auf. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Süchtigen durch die Gruppe „Drogen und Alkohol“ den Austausch.

Bildquelle: Bredehorn.J, pixelio.de; RainerSturm, pixelio.de

Der Alkoholkonsum von Frauen

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Immer mehr Frauen greifen zur Flasche. In der Vergangenheit wurde Alkoholismus eher bei Männern als bei Frauen festgestellt. Hier gibt es einen neuen Trend: Die Zahl der alkoholabhängigen Frauen ist in den letzten Jahrzehnten auffallend gestiegen, wie das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Thema Alkoholismusfrauen-und-alkohol

Zwei Langzeitstudien zum Alkoholismus bestätigen die steigende Zahl der Alkoholikerinnen. An der Washington University School wurden die Daten der „National Logitudinal Alcohol Epidemiologic Studie“ und die der „National Epidemiological Survey on Alcohol and Related Condition“ verglichen. Herausgekommen ist dabei, dass Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, mehr Alkohol trinken als die Generation ihrer Mütter. Weiterhin wurde festgestellt, dass es 2001 bei den 30- bis 40-Jährigen mehr Alkoholikerinnen gab, als noch im Jahre 1991 in der gleichen Altersgruppe. Bei den Männern fand hier keine Veränderung statt.

Frauen sind gefährdeter der Alkoholsucht zu verfallen

Vermutet wird, dass hier Zusammenhänge mit dem wechselnden Berufsbild der Frau bestehen. Frauen sind zunehmend berufstätig und die Belastung steigt. Die Lebensweise der Frauen hat sich verändert. Experten zufolge weisen Frauen eine höhere Anfälligkeit zur Alkoholsucht auf. Grund hierfür ist der Stoffwechsel. Frauen bauen Alkohol in einer anderen Form und Geschwindigkeit ab, als Männer. Auf Grund dessen fordern Wissenschaftler eine bessere Aufklärung zur Sucht von Alkoholismus in der Gesellschaft.

Deutsche Jugendliche trinken, rauchen aber nicht. Da Alkohol und Gewalt bei Jugendlichen verbreitet ist, klärt eine Kampagne nun auf. Informieren SIe sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Die imedo-Gesundheitscommnity ermöglicht Drogen- und Alkoholsüchtigen sowie Interessierten mit der Gruppe zum Thema Drogen und Alkohol, den Erfahrungsaustausch.

Alkohol und Zigaretten können Entstehung von Alzheimer begünstigen

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Dass ein erhöhter Alkoholkonsum und das Rauchen von Zigaretten nicht gesund sind, ist sogar Rauchern und Alkoholikern meist schmerzlich bewusst. Dass Alkohol und Nikotin jedoch auch das Risiko erhöhen können, an Alzheimer zu erkranken, ist ein neuer Befund, der nicht unbeachtet bleiben sollte. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de sorgt in Sachen Alkohol und Rauchen für Aufklärung.

Alzheimergefahr: Lebenszeit durch Alkohol und Zigaretten drastisch verkürzt

Die beiden Volksdrogen Nummer eins erhöhen neuen Untersuchungen zu Folge das Risiko an Alzheimer zu erkranken erheblich. Acht bis neun Jahre Lebenszeit gehen durchschnittlich den Menschen verloren, die täglich mindestens eine Packung Zigaretten rauchen, zwei Gläser Alkohol trinken und zudem noch das Risiko-Gen für Alzheimer besitzen. Selbst die Menschen, die das Alzheimer-Gen nicht besitzen, riskieren durch den Konsum von Alkohol und Tabak eine erhebliche Verkürzung ihrer gesunden Lebenszeit.

Im Vergleich erkranken Menschen mit regelmäßigen Alkoholkonsum fünf Jahre früher, als Personen die dem Alkohol entsagen. Raucher haben im Schnitt immerhin noch drei Jahre länger, opfern ihrem Laster aber statistisch gesehen auch noch zwei Jahre ihrer Gesundheit.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten viele Informationen über Alheimer. Lesen Sie beispielsweise: Alzheimer: verblassende Erinnerungen und Alzheimer: das schleichende Vergessen.

Menschen, die an der Erkrankung interessiert oder selbst direkt oder indirekt von Alzheimer betroffen sind, bieten die imedo-Gesundheitsnews mit der Gruppe zum Thema Alzheimer die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

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