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Welt-Aids-Tag: Grund zur Sorglosigkeit gibt es nicht

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Mit vielen Veranstaltungen wird jährlich der Welt-Aids-Tag begangen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, tätig in der SPD, und das Internet-Gesndheitsportal www.imedo.de warnen aus diesem Anlass vor einer wachsenden Sorglosigkeit vor HIV und Aids und ruft die Bevölkerung auf, sich vor der Krankheit zu schützen.

Aus Anlass des Welt-Aids-Tages warnte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, tätig in der SPD, vor einem sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit Aids. „In diesem Jahr haben wir keinen weiteren Zuwachs bei den Neuinfektionen. Das ist ein Teilerfolg“, sagte Schmidt der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“. Dennoch müsse sich jeder immer wieder bewusst machen, dass Aids nicht heilbar sei. „Die beste Vorbeugung ist und bleibt, sich durch ein Kondom zu schützen“, sagte Schmidt.

Aids-Kampagne für Schwule gestartet

Für den Anstieg der Infektionen seien insbesondere drei Faktoren verantwortlich, sagte die Ministerin. „Erstens: Es werden mehr Infektionen entdeckt, weil sich mehr Menschen testen lassen. Zweitens: Die Syphilisinfektionen sind angestiegen, sie erhöhen das Infektionsrisiko mit dem HI-Virus. Drittens haben manche Gruppen schwuler Männer ein bedenkliches Risikoverhalten“, sagte sie. Deshalb habe die Deutsche Aidshilfe eine neue Kampagne gestartet, die sich an schwule Männer richte.

Bis April 2009 keine Änderungen hinsichtlich Betreuung von Aidskranken

Schmidt versicherte, dass es bei der Betreuung Aidskranker in Deutschland bis April 2009 keine Einschnitte geben werde. „Gerade eben habe ich mich erfolgreich dafür eingesetzt, dass es in puncto Betreuung von Aidskranken bei der bisherigen Praxis bleibt - jedenfalls bis April 2009“, sagte Schmidt. In der Zwischenzeit müsse eine bundesweite Lösung für die gute Betreuung gefunden werden.

Glücklicherweise geht die Zahl der Aids-Toten zurück. Die imedo-Gesundheitsredaktion berichtet.

Bildquelle: Tomizak, pixelio.de

HIV: Vor allem ältere Patienten brauchen Hilfe

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Am Montag den 1. Dezember findet der Welt-Aids-Tag statt. Die Deutsche Aids-Stiftung will vor allem auf ältere HIV-Infizierte aufmerksam machen. Durch die steigende Lebenserwartung der Betroffenen steht die Stiftung vor neuen Herausforderungen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Aids-Experten weisen auf das Schicksal älterer HIV-Patienten hin

Die Deutsche Aids-Stiftung hat vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember auf das Schicksal älterer HIV-Patienten hingewiesen. „Das Älterwerden von Menschen mit HIV und Aids stellt uns vor neue Herausforderungen, was Fragen der Betreuung und Pflege angeht. Da die bestehenden Wohnformen wie reguläre Altersheime für HIV-positive Menschen nicht geeignet erscheinen, müssen wir den Aufbau neuer Angebote vorantreiben“, sagte der geschäftsführende Vorstand der Aids-Stiftung, Ulrich Heide in Bonn.

Auf den zunehmenden Bedarf bei älteren Aids-Kranken reagiert die Stiftung den Angaben zufolge mit der Förderung von Wohnprojekten. So gebe es Häuser mit Betreuung in Berlin, in Essen und in Koblenz. In Köln bauen Experten derzeit ein weiteres Projekt auf.

63.500 Menschen in Deutschland mit HIV infiziert

Die Nachfrage nach Formen betreuten Wohnens für Menschen mit HIV und Aids steigt den Angaben zufolge kontinuierlich an. Die speziellen Einrichtungen sollen den Erkrankten die Möglichkeit geben, sich sozial wieder zu integrieren. Bei Bedarf können die HIV-Patienten Pflegedienste in Anspruch nehmen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) leben in Deutschland rund 63.500 Menschen mit HIV und Aids. Geschätzte 3000 Menschen haben sich nach Angaben des RKI im laufenden Jahr mit der tödlichen Krankheit infiziert.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten weitere Informationen zum Thema: Welt-Aids-Tag: Grund zur Sorglosigkeit gibt es nicht.

Bildquelle: Tomizak, pixelio.de

Durch Knochenmarkspende HIV besiegt

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Ein 42-jähriger Amerikaner hat wahrscheinlich seinen HIV-Virus besiegt. Er wäre weltweit der erste Mensch, bei dem es gelungen ist, seine HIV-Infektion zu heilen. Der Mann begab sich vor drei Jahren in die Charité, um seine Leukämie behandeln zu lassen. Eine Stammzellentransplantation half ihm zusätzlich im Kampf gegen HIV. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Es ist eine Sensation, die dem Team um Eckhard Thiel an der Charité Berlin gelungen ist. Vor drei Jahren begannen die Ärzte, einen 42-jährigen Amerikaner zu behandeln. Der Patient kam wegen einer Leukämie in die Charité. Eigentlich ist das für die Ärzte keine seltene Behandlung, doch dieser Patient hatte nicht nur Leukämie, sondern war auch HIV-positiv.

Mutation gesucht um HIV-Infektion zu bekämpfen

Wie bei allen Leukämie-Patienten haben die Ärzte einen Knochenmarkspender gesucht. „Wir haben Glück gehabt und 80 passende Spender gefunden“, sagt Eckhard Thiel, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie der Charité Berlin. Durch die hohe Anzahl an Spendern, konnten die Mediziner noch einen Schritt weiter gehen. Eine bestimmte Mutation des Rezeptors CCR5 sorgt dafür, dass das HIV-Virus nicht in die Zelle eindringen kann. Etwa ein bis drei Prozent der europäischen Bevölkerung tragen diese Mutation in sich und sind somit vor der Übertragung geschützt.

Auf diese geringe Prozentzahl konzentrierten sich die Ärzte und untersuchten die möglichen 80 Spender. Beim 60. angelangt wurden sie fündig. Die gesuchte Mutation lag vor und der Patient bekam eine Knochenmarktransplantation. Den Spender habe man bereits mit der Hoffnung ausgewählt, dass nach der Transplantation seiner Stammzellen auch die HIV-Infektion verschwinden könnte, erklärt Gero Hütter, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Teams.

Kein HIV seit 20 Monaten

Da der Fall so einzigartig ist, können die Ärzte nicht absehen, ob das Virus nicht doch noch „zurückkehren“ könnte. Fest steht aber, dass Mediziner noch 20 Monate nach der Operation kein HIV mehr feststellen konnten. Nach der Transplantation stellten die Ärzte die mediamentöse Behandlung des Patienten zunächst ein, zu groß war die Gefahr, dass diese zu einer Abstoßungsreaktion führen könnten. Normalerweise führe die Absetzung der Medikamente innerhalb weniger Wochen zum Ausbruch von Aids. 20 Monate lang war dies nicht der Fall. Es sei zwar ein toller Erfolg und auch ein wichtiger Schritt für die HIV-Forschung, Hoffnung versprechen können und wollen die Ärzte aber nicht. Sie seien nach Aussagen des Prodekans für Forschung, Rudolf Tauber, zwar stolz auf die Ereignisse aber es seien viele Zufälle zusammengekommen. Der Fall wird vorerst ein Einzelfall bleiben. „Alles andere zu behaupten wäre unseriös und würde unnötig Hoffnung machen“, sagt Tauber.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Aids-Patienten mit der Gruppe zum Thema HIV den Erfahungsaustausch.

Die Zahl der Aids-Toten geht zurück. Informieren Sie sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Marcel Rolfes, pixelio.de

HIV-Ausbreitung: früher als bisher angenommen

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Bisher haben Wissenschaftler angenommen, dass sich das HI-Virus in den 1930er Jahre ausgebreitet haben soll. Ein Forscherteam kann nun belegen, dass das Virus bereits einige Jahrzehnte früher aufgetreten ist. Es hat sich vermutlich von Schimpansen auf den Menschen übertragen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Die ersten HIV-Infektionen traten schon um das Jahr 1900 in Zentralafrika auf - und nicht wie bisher angenommen erst in den 1930er Jahren. Diese bereits im Frühjahr dieses Jahres geäußerte Vermutung hat ein US-Forscherteam mit Hilfe einer Genanalyse der beiden ältesten bekannten HIV-Proben aus den Jahren 1959 und 1960 jetzt bestätigt.

Die erste HIV-Infektion

Danach unterscheiden sich diese beiden Virusvarianten bereits so stark voneinander, dass sie sich schon Jahrzehnte zuvor von ihrem gemeinsamen Vorfahren getrennt haben müssen. Das Auftreten der ersten HIV-Infektionen fällt damit genau in die Zeit, in der sich in Zentralafrika die ersten größeren Städte entwickelten, wie Michael Worobey von der Universität von Arizona in Tucson und seine Kollegen in der Fachzeitschrift „Nature“ schreiben.

Alte HIV-Probe untersucht

Die aus dem Jahr 1959 stammende HIV-Probe ist bereits vor zehn Jahren entdeckt worden. Auf die jüngere stießen Worobey und sein Team hingegen erst kürzlich, als sie verschiedene in Paraffin eingegossene Gewebestücke aus den Jahren 1958 bis 1960 aus einem Krankenhaus in Kinshasa, der heutigen Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, analysierten.

Bei der betreffenden Probe handelt es sich um eine Biopsie aus einem Lymphknoten einer erwachsenen Frau, in der die Forscher nun eindeutig HIV vom Typ 1, der heute häufigsten Form des Virus, nachweisen konnten. Obwohl nur ein Jahr zwischen den beiden Infektionen gelegen hat, unterschied sich das Erbgut der 1959er von dem der 1960er Probe um 12 Prozent - eine Abweichung, die nur durch eine lange voneinander getrennte Entwicklung der beiden Stämme zu
erklären ist.

HIV-Virus als Abwandlung des SI-Virus

Zurückgerechnet müsse daher der ursprüngliche HIV-Stamm, aus dem sich die beiden Untergruppen gebildet haben, um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert erstmals aufgetreten sein, schließen die Forscher. Es handelte sich dabei nach heutigem Wissen um eine Abwandlung eines vor allem in Kamerun vorkommenden SI-Virus, das Schimpansen befällt und vermutlich durch den Verzehr von infiziertem Affenfleisch auf den Menschen übergegangen ist.

Eine entscheidende Frage sei, warum dieser Übergang nicht früher stattgefunden habe - schließlich sei der Konsum von Affenfleisch durchaus auch zuvor schon üblich gewesen, schreiben die Forscher. Ihrer Ansicht nach fehlte jedoch vor 1900 eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Ausbruch einer Epidemie: die Ansammlung vieler Menschen in einer größeren Stadt.

Städte als Auslöser für Ausbreitung von HIV

Vor 1910 hatte keine einzige Siedlung in Zentralafrika mehr als 10.000 Einwohner, und erst als die ersten großen Städte gegründet wurden, begann auch die Ausbreitung der Viren. Die ersten Einzelfälle gab es dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kinshasa, wo auch heute noch die größte Vielfalt an HIV-1-Varianten zu finden ist. 1960 waren dann in Zentralafrika einige tausend Menschen infiziert. 2007 trugen weltweit etwa 55 Millionen Menschen das Virus in sich.

Aids-Patienten bietet die imedo-Gesundheitscommunity durch die Gruppe zum Thema HIV die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Derzeit geht die Zahl der Aids-Toten zurück. Die imedo-Gesundheitsnews informieren Sie.

Bildquelle: Klicker, pixelio.de

HIV-Infizierte durch Drogensucht

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Die HIV-Infektion führt immer häufiger über die Nadel. Die Zahl der HIV-Infektionen von Drogensüchtigen, die an der Nadel hängen, nimmt immer weiter zu. Das belegen australische Wissenschaftler in einer Studie. Jeder Fünfte Drogen-Spritzer ist mittlerweile HIV-infiziert. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Spritzen, die in doppelter Hinsicht gefährlich sind.

Weltweit sollen rund drei Millionen injizierende Drogensüchtige HIV-positiv sein. Das geht aus einer Studie der University of New South Wales in Australien hervor. Die Ergebnisse wurden in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht. Manche Länder Südostasiens, Lateinamerikas und Osteuropas haben eine Infektionsrate von 40 Prozent bei den Drogensüchtigen. Das Virus wird vor allem durch die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln übertragen.

Austausch von Spritzen hilft gegen die HIV-Ausbreitung

Trauriger Spitzenreiter der Studie ist Estland. Fast drei Viertel der Drogensüchtigen, die eine Nadel benutzen, sind mit dem HI-Virus infiziert. In Großbritannien liegt die Rate bei 2,3, in Australien und Neuseeland bei 1,5 Prozent. Die weniger hohen rozentzahlen dieser Länder sind darauf zurückzuführen, dass in den 1980er Jahren Austauschprogramme für Nadeln eingeführt wurden. Benutzte Nadeln können dadurch gegen neue eingetauscht werden.

Die Studie zeigt, dass die Vorsorge bei HIV eine wichtige Rolle einnimmt und weiter ausgeweitet werden muss. Dafür müssen saubere Nadeln und Behandlungsmöglichkeiten mit Ersatzmedikamenten zur Verfügung gestellt werden. Zudem müsste durch Aufklärung verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet.

Die HIV-Ausbreitung begann früher als bisher angenommen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren auch über dieses Thema.

In den imedo-Gesundheitsnews erfahren Sie etwas über das Wissen über HIV-Übertragungswege.

Bildquelle: Rike, pixelio.de

Gesunder Deal: Sauberes Wasser für HIV-Test

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Kenia ruft zum HIV-Massentest. Ab Mitte September 2008 sind 40.000 Menschen aus Kakamega in Westkenia aufgerufen, sich einen HIV-Test zu unterziehen. Das soll nicht ganz umsonst geschehen, alle Menschen, die sich daran beteiligen, bekommen Geschenke, die die Gesundheit fördern sollen.Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Gesundheitsvorsorge mit Synergieeffekten soll ein Pilotprojekt der kenianischen Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit dem aus Dänemark stammenden Unternehmen Verstergaard Frandsen erzielen. Vom 16. September 2008 an sind mehr als 40.000 Menschen in der westkenianischen Stadt Kakamega zu freiwilligen HIV-Tests aufgerufen, teilten die Organisatoren in Nairobi mit. „Jeder, der an dem Test teilnimmt, erhält ein mit Insektiziden imprägniertes Moskitonetz, Kondome und einen Wasserfilter“, erläuterte Obsan Endekwa, der Bezirksarzt von Kakamega.

Gemeinschaftlicher HIV-Test: Hemmschwelle soll sinken

Die Projektteilnehmer sollen so nicht nur erfahren, ob sie möglicherweise HIV-infiziert sind, sondern können sich auch vor Malaria und durch verunreinigtes Wasser verursachte Durchfallerkrankungen schützen, denen vor allem viele Kleinkinder in Afrika zum Opfer fallen. Endikwa hofft, dass die an die gesamte Bevölkerung gerichtete Aktion auch Hemmschwellen für möglicherweise HIV-infizierte Menschen senkt. „Die ganze Gemeinschaft ist zum Test aufgerufen, also wird keiner der Nachbarn komisch gucken, wenn jemand seinen HIV-Status testen lässt.“

Das Projekt ist den Angaben zufolge die erste Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen im Bereich der Gesundheitsvorsorge in Kenia und soll Modellcharakter für Nachfolgeprojekte haben.

Einige Kenianerinnen essen Steine. Warum sie das tun, erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Ulla Trampert, pixelio.de

Welt-Aids-Konferenz fordert billigere Medikamente

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Auf der Welt-Aids-Konferenz 2008 in Mexiko-Stadt fanden zwar Probleme in Bezug auf die Krankheit Gehör, bis zur Lösung ist es aber noch ein weiter Weg. Experten bemängelten die Diskriminierung der HIV-Infizierten und übten Kritik an Pharmaunternehmen, die an ihren Patentanträgen festhalten. In Deutschland wird derzeit an Verbesserungen der Kampagnen zur Aids-Prävention gefeilt. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Medikamente für die Behandlung HIV-Infizierter sind teuer. „Mexiko zum Beispiel gibt 90 Prozent seines Aids-Budgets für Medikamente aus, da Originalpräparate zu hohen Preisen eingeführt werden“, sagte die Aidsbeauftragte von „Brot für die Welt“, Astrid Berner-Rodoreda. Der mexikanische Präsident will künftig die Einfuhr von Nachahmerpräparten, auch Generika genannt, zulassen. Diese sind billiger als die Originalpräparate. Bisher war das in Mexiko nicht erlaubt. Nur Medikamente von Pharmaunternehmen, die auch einen Sitz im Land hatten, durften ihre Präparate verkaufen.

Durch Generika könnten Preise für HIV-Medikamente sinken

Der Vorteil der Generika ist, dass der Zugang zu den Medikamenten verbessert würde, mit weniger Geld könnte mehr Menschen geholfen werden. Weltweit betrachtet, haben rund zwei Drittel der Infizierten noch keine Möglichkeit, mit Medikamenten versorgt zu werden. Ein Instrument für die bessere Verfügbarkeit könnte sein, dass die Lizenzen für bestimmte Wirkstoffe an Generikahersteller kostengünstiger vergeben werden. Der Wettbewerb würde dazu führen, dass die Preise für die Medikamente sinken.

Einige Pharmaunternehmen konnten bereits von diesem Modell überzeugt werden, andere halten an ihren Patentanträgen fest. Die Rezepturen für bestimmte Medikamente dürfen dann gar nicht oder nur gegen hohe Kosten verwendet werden.

Diskriminierung HIV-Positiver

Astrid Berner-Rodoreda kritisierte zum Abschluss der Konferenz zudem die Diskriminierung HIV-Positiver. Mehr als 70 Länder hätten Einreisebeschränkungen für Betroffene. Außerdem müssten Menschen mit HIV vollwertige Mitglieder in Gemeinden sein dürfen, das verlangte Bischof Hanson, Präsident des Lutherischen Weltbundes. Ein Netzwerk von Pfarrern, die selbst infiziert sind, würde „Aids ein Gesicht“ geben und dazu beitragen, dass Kirchen vorurteilsfreier mit HIV umgingen.

Schwerpunkte: Prävention und Früherkennung von HIV

„Die Wissenschaftler haben klar gemacht, dass es vorerst keine Wunderwaffe geben wird und das Leben vieler Menschen nur zu retten ist, wenn eine Infektion rechtzeitig erkannt und behandelt beziehungsweise durch Prophylaxe und richtiges Verhalten verhindert wird“, sagte der HIV- und Aidsbeauftragte bei World Vision Deutschland, Marwin Meier. Viele Aidsaktivisten hätten berichtet, dass die Krankheit zurück gedrängt werden könne, wenn ein Klima der Offenheit hergestellt werde, wenn bewusste Entscheidungen zu sexuellen Kontakten gefördert würden und wenn eine Gesellschaft auf die Einhaltung der Menschenrechte achte.

Aids-Prävention in Deutschland

Deutschland verfolgt das Kozept der maßgeschneiderten, kombinierten Aids-Prävention, wie es bei der Welt-Aids-Konferenz gefordert wurde. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, mitteilte, liegt die Zahl der Neuinfektionen an zweitniedrigster Stelle in den westeuropäischen Ländern. 33 Neudiagnosen kommen hierzulande auf eine Million Einwohner. Nur Andorra hat noch weniger. Trotzdem ist die Zahl im Vergleich zum vergangenen Jahr um rund vier Prozent gestiegen.

Diese Zahlen zeigen zum einen, dass die Präventionsmaßnahmen in Deutschland zwar wirken aber neue Herausforderungen im Bereich Aufklärung warten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung reagiert darauf mit einer Überarbeitung ihrer „Gib Aids keine Chance“-Kampagne. Dazu gehören Plakate, TV- und Kinospots, Kommunikationsangebote in Schulen, in Ausstellungen, im Internet oder über die Telefonberatung.

HIV schreckt nicht genug ab

Die Bundeszentrale hat mit Hilfe einer Repräsentativerhebung herausgefunden, dass die Menschen in Bezug auf HIV nicht sorgloser geworden sind. Die Nutzung eines Kondoms liegt bei 74 Prozent in der Gruppe der unter 45-jährigen Alleinlebenden. Das gilt auch für Jugendliche. 209 Millionen Euro haben Deutsche im vergangenen Jahr für die Latextütchen ausgegeben. Ein Spitzenplatz im Vergleich zu vergangenen Jahren.

Die größte Zahl der Neuinfektionen ist in der Gruppe der Homosexuellen zu finden. Von 2006 auf 2007 hat sie um zwölf Prozent zugenommen. Die Gründe sind nach Angaben des BZgA unterschiedlich. Zum einen lassen sich immer mehr Menschen testen, Infektionen würden so besser erfasst. Außerdem steigt die Lebenserwartung der Infizierten immer weiter an. Daraus resultiert, dass sich die Wahrscheinlichkeit, auf einen infizierten Sexualpartner zu treffen, erhöht. Der dritte Grund für den Anstieg ist weniger gefühlte Bedrohung. Durch die wissenschaftlichen Erfolgsmeldungen wird HIV nicht mehr als so stark bedrohlich angenommen, wie noch vor einigen Jahren.

Die imedo-Gesundheitsnews verraten, warum auch am Welt-Aids-Tag kein Grund zur Sorglosigkeit besteht und warum die Drogensucht HIV-Infizierte hervorbringt.

HIV-Positiven ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe „HIV – Aids“ den Austausch.

Bildquelle: Bernd Boscolo, pixelio.de

HIV und Aids: Zahlen und Fakten

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Anlässlich der Internationalen Aids-Konferenz 2008 in Mexiko-Stadt wurden Zahlen zur Immunschwächekrankheit veröffentlicht. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Alle 12 Sekunden infiziert sich ein Mensch mit der noch immer unheilbaren Krankheit. Auch im vermeintlich aufgeklärten Westen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über die Anzahl HIV-Positiver.

7500 Menschen erkranken täglich. Das entspricht einer Neuinfektion mit der tödlichen Krankheit Aids alle 12 Sekunden irgendwo auf der Welt. Aids ist längst nicht nur ein Problem der Dritten Welt. Auch in der Ersten Welt haben die Neuinfektionen wieder zugenommen. Weil moderne Medikamente den Infizierten inzwischen eine jahrzehntelange Lebenserwartung bescheren, nehmen viele das Thema nicht mehr ernst. Aids ist nicht mehr so „schlimm“. Aus dieser verharmlosenden Haltung erwächst ein Leichtsinn, der gerade in den westlichen Ländern zu steigenden Neuinfektionszahlen führt. In Deutschland stieg die Zahl der neu registrierten Infizierten 2007 um vier Prozent an, in den USA liegt die offizielle Zahl bei 56.000 Neuinfektionen jährlich.

Homosexuelle als Risikogruppe in Sachen Aids

Eine gute Nachricht hatte das Robert-Koch-Institut, kurz RKI, bezüglich der steigenden Zahlen in Deutschland: Der Bericht weist für das Jahr 2007 die niedrigste Zahl an Neuansteckungen bei Frauen seit Beginn der differenzierten Aufzeichnungen 1993 auf. Einen Grund dafür sieht das RKI darin, dass immer weniger infizierte Migrantinnen gemeldet würden.

Die Gruppe der homosexuellen Männer gilt laut RKI mit 12 Prozent mehr Neuinfektionen in 2007 als im Vorjahr 2006 noch immer als eine der Risikogruppen. Besonders die Generation der männlichen Homosexuellen um die 40 falle auf. Die Deutsche Aids-Stiftung machte hier eine „neue Nachlässigkeit“ im Schutzverhalten aus. Das RKI hingegen sieht den Anstieg der Syphilis-Infektionen in den letzten Jahren als einen Grund für die Zunahme der HIV-Infektionen der Altersklasse 40+, weil Syphilis-Infizierte ein deutlich höheres Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren.

Weltweite HIV-Infiziertenzahlen auf „inakzeptabel hohem Niveau“

Insgesamt 33 Millionen Menschen weltweit sind nach den neuesten Zahlen HIV-infiziert, 25 Millionen Menschen sind seit dem ersten Auftreten der Krankheit 1981 an Aids gestorben. 2007 starben zwei Millionen Kranke. 90 Prozent der Infizierten leben in Entwicklungsländern. Die Vereinten Nationen äußerten in ihrem Bericht, dass sich die Seuche auf einem „inakzeptabel hohen Niveau“ stabilisiert habe. Zwar gebe es inzwischen mehr Medikamente, sodass im letzten Jahr bereits zwei Millionen Infizierte weniger starben als 2006, aber gerade in den besonders betroffenen Ländern der Dritten Welt sei die Versorgungslage mit Medikamenten gravierend. Nicht einmal ein Drittel der schwer Infizierten sei nach Angaben der UN ausreichend mit Medikamenten versorgt.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über die Lebenserwartung von HIV-Patienten und mangelden HIV-Schutz in New York.

HIV-Positiven ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe „HIV – Aids“ den Austausch.

Test für Impfstoff gegen HIV abgebrochen

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In den USA wurde ein groß angelegter Test für einen neuen Impfstoff gegen HIV von den US-Gesundheitsbehörden abgebrochen, noch bevor er begonnen hatte. Grund dafür war, dass ein ähnlich konzipiertes Medikament in einem früheren Test bereits versagt hatte. Das Mittel sollte an 8000 Probanden getestet werden. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über den Abbruch eines HIV-Impfstoff-Tests.

Das Impfpräparat „Pave 100“, auch „Partnership for AIDS Vaccine Evaluation 100“ genannt, sollte die im Körper vorhandenen „Killerzellen“ auf das HI-Virus ansetzen und so zerstören. Einen ähnlichen Wirkweg sollte der von der Firma Merck an 3000 Probanden getestete Impfstoff „V520“ nehmen, doch bereits die Zwischenergebnisse waren mehr als enttäuschend. Das Mittel verhinderte weder Neuinfektionen noch konnte es die Zahl der vorhandenen Viren dezimieren.

Misserfolg des Merck-Präparats gegen HIV führte zum Abbruch des neuen Tests

In Anbetracht der Ergebnisse des Merck-Tests wurde der „Pave100“-Test nun von den US-Gesundheitsbehörden bereits vor dem Start abgebrochen. Im Testverlauf sollten 8000 Testpersonen zuerst die Erbinformationen einiger Proteine des HI-Virus injiziert werden, um das Immunsystem so anzuregen, diese Proteine selbst zu bilden. In einer späteren Phase sollten dann mit dem HIV-Protein angereicherte, abgeschwächte Schnupfenviren das Immunsystem im „prime-boost“-Verfahren weiter reizen.

Wirkung des Präparats gegen HIV wird an wenigen Versuchspersonen getestet

Jetzt soll fürs Erste an einer kleinen Probandengruppe getestet werden, ob das Präparat überhaupt wirkt. Erst danach wird über eine eventuelle Ausdehnung des Testes entschieden. „Um brutal ehrlich mit uns selbst zu sein, müssen wir der Möglichkeit ins Auge sehen, dass wir niemals einen Impfstoff gegen HIV finden könnten”, äußerte der Direktor des US-Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, der die US-Studie nun stoppte, im „New England Journal of Medicine“. Doch er betonte auch: „Wir geben nicht auf.“

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über die Lebenserwartung von HIV-Patienten und mangelden HIV-Schutz in New York.

HIV-Positiven ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe „HIV – Aids“ den Austausch.

Bildquelle: Petra Dietz, pixelio.de

Lebenserwartung von HIV-Patienten steigt

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Das Humane Immundefizienz Virus, kurz HIV, ist einer chronischen Krankheit ähnlicher geworden, als einer tödlichen Krankheit. Das hat eine Studie der University of Bristol in England ergeben. Ein Mensch, bei dem mit 20 Jahren das HI-Virus festgestellt wird, kann erwarten noch weitere 49 Jahre zu leben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Seit den späten 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Lebenserwartung von HIV-Patienten um durchschnittlich 13 Jahre erhöht. Die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten tragen zu diesem erfreulichen Fortschritt bei.

Unter der Leitung von Jonathan Sterne haben die Wissenschaftler die Lebenserwartung der Patienten in drei Perioden untersucht: von 1996 bis 1999, 2000 bis 2002 und 2003 bis 2005. Die Studie beschränkt sich auf Länder, die über ein hohes Durchschnittseinkommen verfügen. Während der Studie sind etwas mehr als 2000 Teilnehmer gestorben.

Experten warnen vor zu großem Optimismus in Sachen HIV

Wurde bei einem 20-Jährigen in den neunziger Jahren das HI-Virus diagnostiziert, konnte mit einer Lebenserwartung von weiteren 36 Jahren gerechnet werden. In der letzten Untersuchungsperiode, zwischen 2003 und 2005, hatte sich der Wert um 13 Jahre erhöht. Die Medikamente, die zu diesem Ergebnis führen, verlangsamen die Vermehrung des Virus.

Je später die Diagnose des Viruses erfolge, desto geringer sei die Lebenserwartung, betonte Studienleiter Jonathan Sterne. Die Antiretrovital Therapy Cohort Collaboration, ein Zuammenschluss amerikanischer und europäischer HIV-Spezialisten, warnt vor zu großem Optimismus. Die allgemeine Lebenserwartung der Bevölkerung liege immerhin bei rund 80 Jahren.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über HIV-Übertragungswege und mangelden HIV-Schutz in New York.

HIV-Positiven ermöglicht die imedo-Gesundheitscommunity mit der Gruppe „HIV – Aids“ den Austausch.

Bildquelle: Marcel Rolfes, pixelio.de

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