Akupunktur gegen Heuschnupfen

10. Juli 2008

Jucken, Schniefen, Brennen, Niesen – gut ein Fünftel der Deutschen leiden unter einer Pollenallergie. Betroffene greifen alljährlich zu neuen aggressiven Präparaten, um die Allergie zu bekämpfen. Dabei hilft eine Akupunktur-Behandlung jedem zweiten Allergiker, den Heuschnupfen behutsam zu lindern. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de informiert über Akupunktur bei Heuschnupfen.

Wie entsteht Heuschnupfen?

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) basiert wie alle allergischen Erkrankungen auf einer Fehlreaktion im Immunsystem. Unsere körperliche Abwehr hält dabei harmlose Stoffe wie Pollen für Feinde und behandelt sie wie gefährliche Bakterien oder Viren. Das Immunsystem bildet Antikörper, die dann versuchen, die Allergene (allergieauslösende Stoffe) zu vernichten. Gleichzeitig schütten die Schleimhautzellen den Botenstoff Histamin aus, der schließlich die akuten Heuschnupfattacken auslöst.

Viele Medikamente helfen nur kurzfristig gegen Heuschnupfen

Die Symptome von Heuschnupfen sind vielfältig: die Augen brennen, die Nase juckt und trieft, die Atemwege sind blockiert und man muss ständig niesen. Gegen viele Symptome helfen auch viele Mittel – oder etwa nicht? Antiallergische Nasensprays, Augentropfen und andere Medikamente stellen oft nur eine mäßige Hilfe dar. Sie bekämpfen nämlich ausschließlich die Symptome, nicht aber deren Ursachen. Mit Antihistaminika soll die Wirkung des Histamins, das das Brennen und Niesen verursacht, unterdrückt werden. Kortison lindert die Entzündungen der Schleimhäute. Das hilft zwar für den Moment, auf Dauer müssen Allergiker jedoch nach einer anderen Lösung suchen.

Akupunktur kann Heuschnupfen über Jahre hinweg beseitigen

Eine gute Alternative zu Antihistaminika und anderen Präparaten ist die Akupunktur. Bei jedem zweiten Pollenallergiker schlägt die Heilmethode ganz deutlich an. In der Regel verhelfen sechs bis acht Sitzungen dem Heuschnupfenpatienten zu einer spürbaren Verbesserung. Die positive Wirkung hält dann meist ein ganzes Jahr lang an und kann sogar über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben. Es empfiehlt sich, bereits in der symptomfreien Zeit mit der Behandlung anzufangen. Allerdings ist es auch möglich, in der akuten Phase hilfreich mit Akupunktur einzugreifen.

Wie funktioniert Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin vertreibt Heuschnupfen mit sanften Mitteln. Durch Ohren- und Körperakupunktur wird die Abwehrfunktion der Lunge gestärkt und somit dem Juckreiz der Nasenschleimhäute entgegen gewirkt. Das gelingt dem Akupunkteur, indem er den Fluss der Lebensenergie (Chi) reguliert. Er setzt dazu Nadeln an immunaktivierende Punkte des Körpers entlang der Energielaufbahnen (Meridiane). Dadurch wird der Füllezustand der oberen Atemwege ausgeglichen und die normale Funktion der Schleimhäute wiederhergestellt. Nach einer erfolgreichen Akupunktur-Behandlung kann der Patient weitestgehend auf zusätzliche Medikamente verzichten.

In den imedo-Gesundheitsnews finden Sie Tipps für Pollenallergiker.

Die imedo-Gesundheitsnews informieren über eine erfolgreiche Impfung gegen Heuschnupfen.

Die imedo-Gesundheitscommunity ermöglicht Allergikern durch die Gruppe „Heuschnupfen“ den Austausch.

Bildquelle: gnubier, pixelio.de; Sabine Weiße, pixelio.de

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