Schicksalsschläge bewirken häufig Depressionen

28. November 2008

Ein Schicksalsschlag kann auch Menschen, die sonst einiges wegstecken können, in eine tiefe Krise stürzen. Wenn die psychische Belastung zu lange anhält, können Depressionen entstehen. Das Internet-Gesundheitportal www.imedo.de informiert: Es gibt Berufsgruppen, die ein besonders hohes Risiko einer solchen Erkrankung haben.

Ein schwerer Unfall oder ein Todesfall kann auch nervenstarke Menschen aus der Bahn werfen. Wichtig sei dann, dass man mit seinen Problemen offen umgehe und sich rasch professionelle Hilfe suche, sagt Professor Frank-Gerald Pajonk, Chefarzt der Privat-Nerven-Klinik Dr. med. Kurt Fontheim im niedersächsischen Liebenburg. Andernfalls könne sich der seelische Kummer chronifizieren und zum Beispiel zu einer schweren, Posttraumatischen Belastungsstörung auswachsen.

Depressionen vorbeugen: Stabilisierung der Psyche

Manche Berufsgruppen wie Ärzte, Feuerwehrleute oder Polizisten werden häufig mit sehr belastenden Ereignissen konfrontiert. „Leider herrscht dort auch besonders häufig das Bild vor, dass starke Männer alles bewältigen könnten“, sagt Pajonk. Dem sei aber nicht so: Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Reizbarkeit und wiederkehrende Alpträume könnten Anzeichen dafür sein, dass Betroffene ein schlimmes Erlebnis nicht verarbeiten konnten.

Bei Anzeichen auf Depression hilft der Psychotherapeut

Pajonk rät dazu, einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufzusuchen, wenn solche Symptome über mehrere Wochen anhalten. Mit Medikamenten und einer Psychotherapie sei die Chance groß, dass sich die ins Wanken geratene Psyche wieder stabilisieren lasse.

Die imedo-Gesundheitsnews bieten viele Informationen über Depressionen. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Depressive finden Hilfe im Internet.

Bildquelle: Paul-Georg Meister, pixelio.de

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2 Kommentare für diesen Artikel

  1. Claus Fritzsche schreibt:

    Eine kleine Ergänzung zu diesem Beitrag:

    Der Psychotherapeut und Depressions-Experte Josef Giger-Bütler vertritt die Ansicht, dass Depressionen in der Regel nicht durch ein ÄUSSERES EREIGNIS sondern stattdessen durch eine DISPOSITION (Empfänglichkeit) ausgelöst werden. Diese Empfänglichkeit für Depressionen wird laut Giger-Bütler u. a. durch seelische Verletzungen in der Kindheit eines Menschen ausgelöst und verursacht ein “depressives Muster”. Dieses “depressive Muster” kann viele Jahre lang schlummern, bis es dann erst durch einen Auslöser (ein belastendes Ereignis) zum Ausbruch der Depression kommt.

    Laut Giger-Bütler ist somit zwischen Auslöser und Ursache einer Depression zu unterscheiden. Die Heilung einer Depression beginnt aus seiner Sicht, wenn Menschen den Entstehungs-Mechanismus des “depressiven Musters” verstanden haben und dann neue Wahrnehmungs-, Denk- und Gefühlsmuster einüben.

    Mehr zu diesem Ansatz findet sich in seinen (aus meiner Sicht lesenswerten und spannenden!) Büchern »Sie haben es doch gut gemeint« und »Endlich frei – Schritte aus der Depression«.

    Wer unter schweren Depressionen leidet, der erhält durch Giger-Bütler ein vollkommen neues Verständnis für das, was mit ihm passiert. Und er gewinnt MACHT zurück, die er dringend benötigt, um die Depression zu überwinden.

    Beste Grüße

    Claus Fritzsche
    H.Blog: Homöopathie & Forschung

  2. Heilpraktische Psychotherapie und Hypnose Nürnberg schreibt:

    “Die Heilung einer Depression beginnt aus seiner Sicht, wenn Menschen den Entstehungs-Mechanismus des “depressiven Musters” verstanden haben und dann neue Wahrnehmungs-, Denk- und Gefühlsmuster einüben.”

    Eines dieser disfunktionalen Muster, die man in der Gestalttherapie übrigens “Introjekt” nennt, ist z.B. auch das Bild, “dass starke Männer alles bewältigen könnten”.

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