Knoblauch schwächt Wirkung von HIV-Medikamenten

08. April 2008

Eine neue Studie stellt Knoblauch in den Verdacht, die Wirkung von HIV-Medikamenten negativ zu beeinflussen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet.

Knoblauch

Das Gewürz Knoblauch gilt weltweit als eine wahre Heilpflanze. Seine antibakterielle, als auch antimykotische Wirkung, wird oft zur Bekämpfung von Pilzen und Senkung von Blutfettwerten angewandt.

Knoblauch – Gefahr in der HIV-Therapie

Was kaum jemand weiß, durch die Einnahme von Knoblauchpräparaten, kann die positive Wirkung von HIV-Therapien herunter gesetzt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, warnt deshalb vor einer hohen Aufnahme von Knoblauch und fordert die Hersteller von Medikamenten Auskünfte in die Beipackzettel aufzunehmen.

Forschungsergebnisse zu HIV und Knoblauch

Bereits vor fünf Jahren wurde in den USA, am National Institute of Allergy and Infectious Diseases in Bethesda/Maryland, eine Studie mit neun HIV erkrankten Personen durchgeführt. Die Patienten bekamen drei Wochen lang ein Knoblauchpräparat zu den Medikamenten der HIV-Therapie hinzu verschrieben. Die Einnahme von Knoblauch senkte die Wirkstoffkonzentration des Protease-Inhibitors Saquinavir und beeinträchtigte somit die positive Entwicklung der antiretroviralen Therapie. Den Patienten wurden etwa acht Stunden vor der Einnahme des Medikamentes (1200 Milligramm Saqiunavir) Knoblauchpräparate beigefügt, was die Wirksamkeit des Präparates um circa 50 Prozent reduzierte.

Kein Knoblauch während der HIV-Therapie

Keineswegs muss während der Therapie gänzlich auf Knoblauch verzichtet werden. Eine Tagesdosis von circa 0,8 Gramm, was etwa einem Fünftel einer Knoblauchzehe entspricht, ist unbedenklich. Trotzdem empfehlen Ärzte den Konsum von Knoblauch bei einer gleichzeitigen Therapie mit HIV-Medikamenten zu reduzieren und sich gegebenenfalls mit seinem behandelnden Arzt abzusprechen.

Durch die ätherischen Öle im Knoblauch hilft er allerdings gegen Erkältung. Informieren Sie sich: Scharfes Vergnügen: Gewürze schützen vor Erkältungen.

Die imedo-Gesundheitsredaktion hat zudem einige Rezepte mit Knoblauch zusammengestellt, so zum Beispiel: Gnocchi mit mediterranem Gemüse und Zitronenhähchenbrust auf Apfel-Wirsing.

Artikel weiterempfehlen
Autor: ()

Autor kontaktieren

3 Kommentare für diesen Artikel

  1. Flo schreibt:

    Interessanter Artikel. Bin froh, keine HIV-Medikamente nehmen zu müssen! Bei der Studie sollte man auf jeden Fall aufpassen. Ich finde es gut, dass Wissenschaftler in der Richtung forschen, ich meine, da muss man auch erstmal darauf kommen, dass Knoblauch die HIV-Therapie irgendwie negativ beeinflussen kann.

  2. Sandra B. schreibt:

    Ja wie sind die da nur drauf gekommen? Ausgerechnet Knoblauch.

    Viele grüße
    Sandra

  3. Doro Meloro schreibt:

    Da ich keinen Knoblauch mag (riecht einfach eklig), kann ich nur sagen: Gut so!

Kommentar setzen