Schwache Augen: Tipps für den Alltag

06. November 2008

„Wo ist denn meine Brille? Ich kann das Kreuzworträtsel nicht lesen“, ruft Oma aus dem Schaukelstuhl. Solche oder ähnliche Situationen gibt es tausendfach, jeden Tag in unzähligen Familien. Wer altert, bekommt Sehstörungen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de vermittelt ein paar kleine Tricks, um Ihnen den Alltag zu erleichtern.

Mit zunehmendem Alter sehen viele Menschen schlechter als früher. Dann fällt es ihnen beispielsweise schwer, kleine Schriften zu lesen oder Kontraste zu unterscheiden. „Nachlassende Sehfähigkeit sollte man nicht einfach als Begleiterscheinung des Älterwerdens hinnehmen“, sagt Reiner Delgado, Sozialreferent beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Es sei wichtig, sich regelmäßig vom Augenarzt untersuchen zu lassen, damit Ärzte Krankheiten erkennen und eventuell behandeln können.

Sehhilfenberatung

„Für Betroffene ist auch die Sehhilfenberatung bei einem Orthoptisten nützlich“, sagt Delgado. Dieser informiert über eine Vielzahl an Hilfsmitteln, die in ganz speziellen Alltagssituationen weiterhelfen können. Neben stark vergrößernden oder beleuchteten Lupen, gebe es zum Beispiel auch Lupenbrillen. „Mit einer Fernrohrlupe kann man sich zum Beispiel im Bahnhof die Informationstafel anschauen“, berichtet Delgado.

Computerprogramme erleichtern das Sehen

Für den Gebrauch zu Hause können sich Menschen mit starker Sehbehinderung auch größere Hilfsmittel anschaffen. Briefe, Zeitungen oder Bücher lassen sich beispielsweise mit einem sogenannten Bildschirmlesegerät mit Kamera und Bildschirm lesen. „Es gibt auch Kompaktgeräte mit Scanner und synthetischer Sprachausgabe“, sagt Delgado. Wer sich mit dem Computer auskenne, könne sich entsprechende Programme auch für seinen PC zulegen.

Günstige Tricks für Menschen mit Sehstörungen

Im Handel gebe es auch weitere nützliche Produkte für Menschen mit Sehstörungen. Je nach seinen Bedürfnissen könne man sich etwa Spielkarten in Großdruck oder sprechende Küchen- oder Personenwaagen zulegen – das entlastet die Augen. „Nicht für alles muss man jedoch viel Geld ausgeben“, sagt Delgado. Oft könne man sich schon mit kleinen Tricks und Kniffen das Leben einfacher machen. Wer nicht mehr so gut sehen kann, habe zum Beispiel beim Kochen oft Probleme, Gewürze mit einem Streuer zu dosieren. Dann könne man seine Gewürze etwa in Gefäße mit einer großen Öffnung umfüllen und mit den Fingerspitzen einzelne Prisen herausnehmen.

Auch über Alterssichtigkeit, deren Korrekturmöglichkeiten und den richtigen Umgang mit Kontaktlinsen informieren die imedo-Gesundheitsnews.

Mit dem imedo-Medizinlexikon erfahren Sie mehr über Alterssichtigkeit, auch Presbyopie genannt.

Bildquelle: R. B., pixelio.de

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1 Kommentare für diesen Artikel

  1. Peter schreibt:

    Interessant diese Tipps, aber wahrscheinlich auch keine Dauerlösung.

4 Trackbacks für diesen Artikel

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