Schnelle Behandlung von Verstopfung bei Kindern

01. November 2008

Gerade zu Halloween oder auch in der Weihnachtszeit kann es schnell passieren: Die Kleinen essen zu viele Süßigkeiten und es kommt zu einer Verstopfung. Dauert diese jedoch länger an, oder tritt sie des Öfteren auf, sollte sie vom Kinderarzt behandelt werden. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de rät von Experimenten mit Abführmitteln oder alten Hausrezepten ab.

Schon bei kleinen Kindern kann der Toilettengang Probleme bereiten. Auch sie können bereits unter Verstopfung leiden. Der Kinderarzt sollte sie dann möglichst umgehend untersuchen, wie Hans-Ulrich Neumann vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte betont. Er warnt jedoch davor, mit freiverkäuflichen Mitteln zu experimentieren: „Abführmittel sind für Kinder überhaupt nicht geeignet. Aber auch von manchem Hausmittel, wie dem Verabreichen von Öl, ist abzuraten.“

Zurückhalten des Stuhls führt zu chronischer Verstopfung

Eine akute Verstopfung sei zunächst kein Grund zur Sorge. Sie könne bei einer Ernährungsumstellung oder auch im Urlaub auftreten. Problematisch werde es, wenn die Verstopfung häufiger vorkomme und das Kind den Stuhlgang wiederholt als sehr schmerzhafte Erfahrung erlebe. „Kinder beginnen dann den Stuhl zurückzuhalten“, sagt Neumann. Unbehandelt könne das nach ein bis zwei Monaten zu einer chronischen Verstopfung führen.

Toilettengang bei Kindern positiv konditionieren

Eltern können jedoch vorbeugen, indem sie den Gang zur Toilette mit einer positiven Konditionierung verbinden: „Bei kleinen Kindern sollte man nicht zu früh mit dem Toilettentraining beginnen und sie auf keinen Fall drängen. Eine kleine Belohnung darf dagegen sein“, sagt der Kinder- und Jugendarzt. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Neumann rät, die Kinder möglichst frühzeitig an Obst und Gemüse zu gewöhnen.

Zu viel grüner Tee kann einen Kaliumverlust bewirken, der wiederum Verstopfungen nach sich ziehen kann. Informieren sich sich mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Dieter Schütz, pixelio.de

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3 Kommentare für diesen Artikel

  1. Sabine Weber schreibt:

    Hallo! Mein Kind leidet bereits an einer chronischen Verstopfung (Sie wird im Dezember 3 Jahre alt). Sie ist Obst/Gemüse, Milchprodukte(ab und zu Süßigkeiten). Sie hat Angst auf Toilette zu gehen, ist aber sonst tagsüber trocken! Wenn Sie ihren Stuhlgang macht (meißt nach 3-4 Tagen), dann in die Hose bzw. in der Badewanne beim baden. Belohnung lockt leider nicht. Auch der Versuch Sie länger auf der Toilette zu halben (durch Bücher ect.) glückt nicht. Habe vom Kinderarzt Saft gegen Verstopfung erhalten, schlägt aber leider nach 2 Wo. bei täglicher Einnahme nicht an. Ich weiß mir keinen Rat!
    Vielleicht können Sie mir helfen?
    Vielen Dank im Voraus!
    Sabine Weber

  2. Melanie schreibt:

    Hallo Sabine, meine Tochter ist 3 1/2 und leidet seit 2 Jahren unter einer chronischen Verstopfung, die gesamte Familie leidet ebenso darunter. Erst bekam sie einen Saft, dann täglich ein Pulver, das je nach Stuhkonsistenz in unterschiedlicher Dosis gegeben wurde. Nun haben wir mit verschiedenen homöopathischen Empfehlungen begonnen und das Pulver erst reduziert und mittlerweile abgesetzt. Ihre Angst, auf Toilette zu gehen war so gross, dass sie kürzlich wieder erst nach 8 Tagen ihren Darm entleerte- und das nur mit der “Andeutung”, ich müsste ihr ein Miniklistier geben. Aber der Stuhl war weich und ihre Angst war zum Glück unbegründet, was für ihr Erleben nun positiv und ganz wichtig ist. Ein sehr sensibles Thema!! Mit Druck erreichte ich gar nichts. Vielleicht helfen regelmäßige Toilettengänge nach den Mahlzeiten. Bis es “klick” im Kopf der Kleinen macht und sie von sich aus wieder den Mut findet, regelmässig allein zu gehen..Hoffe, ich konnte etwas Rat geben..Liebe Grüße,Melanie

  3. Mareike Beckert schreibt:

    Hallo,
    mein Sohn ist jetzt 3 Jahre und 4 Monate. Seit der Geburt hatte er Probleme mit der Verdauung. Zuerst waren sehr häufige Stuhlabgänge, später wurde daraus heftiger Dauerdurchfall mit bis zu 18 vollen Windeln tgl.. Mit ca. 10 Monaten wurde eine Laktoseintolleranz diagnostiziert. Nach strikter Ernährungsumstellung gab sich diese (dauerte ca. 6 Monate). Leider schlug nun das Ganze ins Gegenteil um und mein Sohn hat seit dem chronische Verstopfung. Durch die Diät konnte ich ihm nur bestimmte Nahrungsmittel geben, daher verweigert er die meisten Nahrungsmittel. Er isst an Obst nur Äpfel und Bananen und bei Gemüse ist es Rotkohl, Möhren und Sauerkraut (was aber auch nicht abführend bei ihm ist). Er trinkt ausreichend und die Bewegung ist auch genügend. Seit über 2 Jahren bekommt er Movicol Junior, was mal mehr und auch mal weniger anschlägt. In der letzten Zeit ist es so, dass wir des Öfteren ein Micoklistier geben mussten. Wenn es dann zum Stuhlgang kommt, hat er große Schmerzen, ist schweissgebadet und es kommt dann auch zu Analfissuren.
    Er hat einen sehr geblähten Bauch und ist oft appetitlos. Tagsüber ist er “trocken”, was den Urin betrifft. Wenn er jedoch sein “großes Geschäft” erledigen muss, passiert es sehr spontan, dass er es nicht halten kann. An manchen Tagen sind es bis zu 10 kleine Mengen, die er absetzt. So langsam sind wir alle ziemlich fertig, denn die Situation ist extrem belastend. Können Sie uns vielleicht helfen?
    Vielen Dank schon mal im Voraus.
    Mareike Beckert

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