Richtiges Sonnen

10. Juni 2008

In der freien Natur die Sonne genießen ist etwas Wunderbares, zudem ist die Sonne auch lebenswichtig für den menschlichen Organismus. Vorsichtig genossen, fördert sie die Bildung des Vitamin D, das für den Einbau von Calcium in die Knochen und infolgedessen für die Stabilität der Knochen verantwortlich ist. Es reichen täglich circa 15 Minuten bei indirekter Sonneneinstrahlung um einen Vitamin D Mangel vorzubeugen. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de warnt allerdings vor einem ausführlichen Sonnenbad – es ist nicht ungefährlich.

Jeder einzelne Sonnenbrand verändert die Hautzellen. Besonders die unsichtbare UV–Strahlung kann der Haut erheblichen Schaden zufügen. Dies gilt besonders für die UVA- und UVB–Strahlung. Die UVB–Strahlen dringen tief in die Haut ein, verursachen den Sonnenbrand, schaden dem Erbgut und sind verantwortlich für die Entwicklung von Hautkrebs. Die nicht minder gefährlichen UVA–Strahlen dringen bis in das Bindegewebe ein und beschleunigen dessen Alterung.

Falsches Sonnen kann untere Hautschichten schädigen

Obwohl sich die obere Hautschicht schnell wieder erholt, werden die tiefer liegenden Hautschichten unabänderlich geschädigt. Die Haut reagiert auf übermäßige Sonneneinstrahlung mit einem Sonnenbrand. Es kommt zu Brennen, schmerzhafter Rötung, Schwellung oder sogar Blasenbildung auf der Haut. Die Symptome treten bis zu 24 Stunden nach dem Sonnenbad auf.

Besonders stark ist die Sonne im Schnee, am Strand und im Wasser, da es durch die hellen Flächen zu einer verstärkten Reflexion der Sonnenstrahlen kommt. Einer gesundheitlichen Gefährdung kann jedoch vorgebeugt werden. Zur Vorbeugung von Sonnenbrand helfen folgende Regeln.

Sonnenbrand rechtzeitig vorbeugen

Um einem Sonnenbrand vorzubeugen, sollten insbesondere hellhäutige Personen, Kinder und alle Menschen mit empfindlicher Haut, auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Direkte Sonneneinstrahlung und die Mittagssonne sind nicht empfehlenswert. Aber auch im Schatten kommt es durch Reflektionen zur UV-Bestrahlung der Haut. Sonnenschutzmittel mit einem hohen Sonnenschutzfaktor, ein ausreichender Schutz der Augen vor der Sonne und eine Kopfbedeckung sind besonders wichtig, um sich vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.

Die Sonnenallergie

Nicht selten kommt es auch bei vielen Urlaubern zu Symptomen einer Sonnenallergie. Bei der Sonnenallergie kann es an der bestrahlten Haut für einige Stunden beziehungsweise wenigen Tagen nach Sonneneinwirkung zu ganz verschiedenen Hautveränderungen wie beispielsweise Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartigen Verdickungen, verbunden mit intensivem Brennen und starkem Juckreiz kommen.
Die einfachste Behandlung der Sonnenallergie: das Meiden der Sonne. Bei schweren Veränderungen der Haut muss unter Beobachtung eines Arztes das Medikament Antihistamin verabreicht werden. Cortison-Cremes oder Lotionen zur kurzfristigen Anwendung bei Auftreten behandlungsbedürftiger Hautveränderungen werden oftmals in akuten Fällen angewandt.

Wie Sie Sonnenbrand dem Hauttyp entsprechend vorbeugen, verraten die imedo-Gesundheitsnews.

Informationen über angemessenen Sonnenschutz für Kinder vermitteln die imedo-Gesundheitsnews.

Bildquelle: Bodo Schmitt, pixelio.de

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1 Kommentare für diesen Artikel

  1. L. Bergmann schreibt:

    Sonnenschutz ist wichtig und eine Überdosis UV-Strahlen schadet der Gesundheit.
    Eine Überdosis Sonnenschutz aber auch!

    Die übertriebenen Angst-Kampagnen gegen Sonne und Solarium mancher Organisationen haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass in Deutschland nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) mehr als 60 Prozent der Deutschen unter einem ganzjährigen oder saisonalen (“Vitamin-D-Winter”) Vitamin D-Mangel leiden.

    Und da greift halt dieser verdienstvolle Ratgeber-Artikel gleihc an zwei Stellen zu kurz:
    1. Sind die lebensnotwendigen Funktionen des Vitamin D stark verkürzt. Ein Vitamin D-mangel erhöht das Risiko nicht nur an Rachitis oder Osteoporose zu erkranken, sondern vor allem auch an mehr als 20 Krebsarten, vielen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Multipler Sklerose, an Infektionskrankheiten wie Grippe, Tuberkulose etc. etc.
    2. Die erwähnten 15 Minuten an der (indirekten) Sonne gilt halt nur im Hochsommer. Zwischen etwa Mitte Oktober und Ende März bringt die Sonne die notwendige Stärke nicht auf, überhaupt nur den Vorgang der Vitamin D-Synthese im Körper anzustossen. Auch der stundenlange Aufenthalt am – sagen wir mal – 1. Weinachtstag splitterfasernackt auf dem Südbalkon in voller Sonne bringt die Vitamin D-Produktion nicht in Schwung. DA müssen dann schon die Reserven vom Sommer herhalten – und die sind zumeist gegen Ende des Winters verbraucht.

    Fazit: Mehr Mut zur Sonne- aber mit Vernunft!

1 Trackbacks für diesen Artikel

  1. SOS-1 Hilfe für verbrannte Haut | Das imedo-Gesundheitsblog schreibt:

    [...] kommt alles anders. Ach schnell mal ein paar Sonnenstrahlen einfangen, nur kurz mal 10 Minuten die Sonne genießen. Man nimmt sich vor nur kurz ein paar Minuten in der Sonne zu ruhen, dass man dabei auch [...]

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