Der Bundentag will das traurige Schicksal vieler ehemaliger Heimkinder nun endlich aufklären. Etwa eine halbe Million Kinder sind nach Schätzungen von Experten betroffen. Viele wurden nicht nur körperlich, sondern auch sexuell missbraucht oder mussten zwangsweise arbeiten. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de berichtet von den Bemühungen zugunsten der missbrauchten Kinder aus Kinderheimen.
Konferenz zugunsten von Missbrauchsopfern
Der Bundestag will Misshandlungen ehemaliger Kinder aus Kinderheimen umfassend aufklären. In einer Nationalen Konferenz sollen Experten die „Fehlentwicklung in den Kinderheimen von 1945 bis 1975“ aufarbeiten, wie der Radiosender „NDR 1 Niedersachsen“ in Hannover unter Berufung auf Opferverbände berichtete.
Die Mitglieder des Bundestags-Petitionsausschusses sind sich demnach einig, den Opfern der Gewaltexzesse mit der Konferenz ein Forum zu geben.
Eine halbe Million Kinder in Kinderheimen von Missbrauch betroffen
Die Konferenz soll dem Bericht zufolge Entschädigungszahlungen für die ehemaligen Kinder aus Kinderheimen beraten, aber auch eine wissenschaftliche Erforschung der Heimunterbringung in der Nachkriegszeit in Auftrag geben. Zudem sollen Betiligte etwas über Hilfen für bis heute traumatisierte ehemalige Heimkinder erfahren.
Experten gehen von einer halben Million Kinder aus, die in bundesdeutschen Kinderheimen bis in die 70er Jahre hinein auch sexueller Gewalt ausgeliefert waren oder zwangsweise arbeiten mussten.
Sexueller Missbrauch von Kindern geschieht leider häufig. Erfahren Sie mit Hilfe der imedo-Gesundheitsnews mehr.
Bildquelle: S. Hofschlaeger, pixelio.de











27. November 2008 um 21:13 Uhr
Ich kann es garnicht glauben, dass nach sooooo langer Zeit offiziell darüber nachgedacht und den Schicksalen nachgegangen werden soll.
Ich bin völlig aufgeregt, da mich meine Vergangenheit nach über 50 Jahren wieder eingeholt hat.
Ob es gut wird?
Es wird sooooo viel und auch schön geredet.
29. November 2008 um 22:40 Uhr
Zunächst freuen wir uns natürlich alle sehr, dass – sogar in Anwesenheit des Bundestagspräsidenten und im Bundestags-TV übertragen – eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss statt fand und BT-Vizepräsidentin Antje Vollmer den Vorsitz des Runden Tisches übernehmen will. Aber dies heißt noch gar nichts. Ein typisch deutsches, geflügeltes Wort heißt: Und wenn man nicht mehr weiter weiß, dann bildet man nen Arbeitskreis. Im Gegensatz zur Evangelischen Kirche Deutschlands, deren Diakonie-Präsident immer noch nach einem Vorsitzenden für seine Runde Kaffeetafel sucht, ist der Petitionsschuss schon weiter. Allerdings vermisse ich den geforderten Opferentschädigungsfond, in den Kirche, Staat und damit Steuerzahler einzahlen sollen, um den Opfern wenigstens im Alter das würdevolle Leben zu ermöglichen, das ihnen in ihrer Kindheit und Jugend vorenthalten wurde. Halten wir im Hinterkopf: Viele Biographien wären völlig anders verlaufen, hätten viele Heimkinder und Jugendliche diese Terrorzeit nicht erlebt.
Mir fiel auf, dass selbst von Seiten der Opfer nicht einmal das Wort “Verbrechen” gefallen ist. Wenn selbst sie die Grausamkeiten und Verbrechen, die ihnen angetan wurden, nicht richtig zuordnen können, werden natürlich die Rechtsnachfolger der Einrichtungen, in denen unzweifelhaft Verbrechen stattgefunden haben, sich hüten, ihrerseits den Begriff anzuführen. Und solange die Fakten nicht mit den richtigen Begriffen versehen werden, werden sie verharmlost.
Zusammengefasst: Natürlich sollten wir uns alle freuen, aber dabei noch intensiver an die Arbeit gehen und versuchen, selbst Einfluss auf den Runden Tisch zu nehmen. Damit all die unangenehmen Punkte, über die man gar nicht so gerne sprechen will (aufrichtige Entschuldigung, großzügigere Auslegung des Opferentschädigungsgesetzes, Garantie an die Opfer für einen menschenwürdigen Lebensabend, etc.) auf die Tagesordnung kommen. Denn sonst ist es so, wie zunehmend mehrbefürchten, dass einfach gewartet wird, bis das Problem biologisch gelöst wird. Pastor Schäfer von der Akademie Bad Boll bringt es auf die knappen Worte: Die Zeit hilft sparen, denn derweil „sterben die Leut.“
13. Januar 2010 um 14:45 Uhr
ES MACHT MICH FASSUNGSLOS DAS ERST IN DIESEM JAHRTAUSEND DAS UNERTRÄGLICHE THEMA ÖFFENTLICH BEHANDELT BZW AUFGEARBEITET WERDEN SOLL.ICH SELBER WAR VON 1952-1958 IN EINEM WAISENHAUS IN HÖRSTE/NRW(SEID MEINER GEBURT).ZUM EINEN BIN ICH FROH NICHT MEHR ALS PHANTAST DA ZUSTEHEN ANDERERSEITS WÜRDE ICH ALLES KAUM ERTRAGEN HÄTTE ICH NICHT 30 JAHRE THERAPIEN(DAVON INSGESAMT 15 MONATE STATIONÄR)ÜBER MICH ERGEHEN LASSEN UM HEUTE NOCH ZU LEBEN MIT DER FOLGE MEIN LEBEN LANG VON PHYCHOPHARMAKA ABHÄNGIG ZU SEIN.IM FACHJARGON HEISST DIE DIAGNOSE,UNAUFLÖSBARE TRAUMATAS.
AM SCHLIMMSTEN SIND DIE IMMER WIEDER KEHRENDEN HORRORTRÄUME VON DAMALS DIE MICH WOHL ODER ÜBEL BIS INS GRAB BEGLEITEN WERDEN.
WAS HILFT EINEM EINE SOGENANNTE ENTSCHÄDIGUNG(WELCH EIN HOHN ICH BIN 57 JAHRE ALT)DIE WÜRDE MEINER ERSTEN SECHS JAHRE,ALSO DIE LEBENSPRÄGENSTEN HAT ES NIE GEGEBEN.
MIT SECHS JAHREN BIN ICH IN EINE WELT GESTOSSEN WORDEN (ZU MENSCHEN VERFRACHTET,DARUNTER MEINE MUTTER, DIE ICH ZUVOR NOCH NIE GESEHEN HABE,FREMDE FREMDE FREMDE) VON DER ICH GARNICHT WUSSTE DAS ES SIE ÜBERHAUPT GIBT.MEIN NÄCHSTER PERSÖNLICHE SUPERGAU.WIR KINDER WAREN HINTER RIESIGEN MAUERN VERSTECKT RICHTIG GESAGT WIE IM GULAG VERWALTET UND GEKNECHTET VON NONNEN DIE NUR IM AUFTRAG DES “HERRN”IHREN DIENST AN HILFLOSEN GESCHÖPFEN VERSEHEN HABEN:AMEN